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	<title>Serife - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T10:48:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Serife&amp;diff=64173&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Derkoenig: Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-04-26T20:51:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt einen typografischen Begriff; für den türkischen Vornamen &amp;#039;&amp;#039;Şerife&amp;#039;&amp;#039; siehe unter [[Şerif]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Serifenformen.png|mini|hochkant=1.5|Serifenformen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cooper Black font.svg|mini|hochkant=1.5|Die [[Cooper Black]] hat elliptische Serifen, eine Form, die im Englischen „slur serif“ genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gavin Ambrose, Paul Harris |Titel=Basics Design 03: Typography |Verlag=AVA Publishing |Ort= |Datum=2005 |ISBN=2-940373-35-3 |Seiten=45 |Online=[https://books.google.de/books?id=iQdOoDr2b5cC&amp;amp;pg=PA45 books.google.de]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Serife&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in der [[Typografie#Mikrotypografie|Mikrotypografie]] eine kurze dünne Linie auf den Linien von Buchstaben und Zeichen, die bei [[Antiqua]]-Schriften einen Buchstabenstrich am Ende, quer zu seiner Grundrichtung als Horizontalstrich (Anstrich, Füßchen),&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Friedrich Ebel|Hans F. Ebel]], [[Claus Bliefert]]: &amp;#039;&amp;#039;Vortragen in Naturwissenschaft, Technik und Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 1991. (2., bearbeitete Auflage. VCH, Weinheim 1994, ISBN 3-527-30047-3, S. 303)&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Abschluss (Typografie)|abschließt]]. Die Serifen-Schrift wird vorrangig für den [[Mengentext|Haupttext]] von Büchern und Zeitschriften genutzt, da in gedruckter Form diese Schriftart in vielen Fällen ermüdungsfreier und einfacher zu lesen ist als serifenlose Schriften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Webster&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Merriam-Webster’s Manual for Writers and Editors.&amp;#039;&amp;#039; Springfield 1998, S. 329.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Typography&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Colin Wheildon |Titel=Type and Layout: How Typography and Design Can Get your Message Across – Or Get in the Way |Verlag=Strathmoor Press |Ort=Berkeley |Datum=1995 |ISBN=0-9624891-5-8 |Seiten=57, 59–60 |Online=https://archive.org/details/typelayouthowtyp0000whei/page/57}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bekannte Serifen-Schrift (genannt auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;serifenbetonte Schrift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist [[Times New Roman|Times]]; eine bekannte serifenlose Schrift ist [[Helvetica (Schriftart)|Helvetica]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsherkunft ==&lt;br /&gt;
Der [[Duden]] und das [[Oxford English Dictionary]] nennen als vermutliche Wortherkunft das niederländische &amp;#039;&amp;#039;schreef&amp;#039;&amp;#039; „Strich, Linie“, wobei für das im Deutschen gebräuchliche Wort zusätzlich Entlehnung des entsprechenden englischen Wortes angenommen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Serife |titel=Serife |hrsg=[[Duden]] |abruf=2015-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eintrag in Oxford Dictionary |url=http://www.oxforddictionaries.com/definition/english/serif |titel=serif |abruf=2015-05-29 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150520175244/http://www.oxforddictionaries.com/definition/english/serif |archiv-datum=2015-05-20 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Minuskel k with serifes.png|mini|alternativtext=Minuskel k mit Serifen|Minuskel k mit Serifen]]&lt;br /&gt;
Je nachdem, wo und wie die Serife den Strich einer Glyphe abschließt, unterscheidet man Abschlussserifen, Dach(ansatz)serifen, Kopfserifen, Querserifen und Standserifen. Serifen können dabei einseitig oder doppelseitig sein. Einseitige Serifen nennt man auch Halbserifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hat in der Beispielabbildung der Kleinbuchstabe k oben links eine &amp;#039;&amp;#039;einseitige Dachserife&amp;#039;&amp;#039;, oben rechts eine &amp;#039;&amp;#039;doppelseitige Abschlussserife&amp;#039;&amp;#039;, unten jeweils eine &amp;#039;&amp;#039;doppelseitige Standserife&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;typolexikon&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wolfgang Beinert |url=https://www.typolexikon.de/serife/ |titel=Serifen bei Druckschriften und Screen Fonts (Definition, Historie, Beispiele) |werk=typolexikon.de |datum=2019 |sprache=de-DE |abruf=2020-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Mikrotypografie]] werden Serifen je nach ihrer genauen Form noch mit einer Vielzahl weiterer Begriffe detaillierter bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;typolexikon&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliche Herkunft ==&lt;br /&gt;
Ihren Ursprung haben die &amp;#039;&amp;#039;Serifen&amp;#039;&amp;#039; in der [[Lapidarschrift|Griechischen Lapidarschrift]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;maxbollwage&amp;quot;&amp;gt;Max Bollwage: &amp;#039;&amp;#039;Buchstabengeschichte(n)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die anfangs in Stein geritzte Schrift wurde später gemeißelt. Da das Meißeln einfacher (serifenloser) Strichabschlüsse schwierig ist, entstanden so die Serifen als Ausläufe.&amp;lt;ref&amp;gt;Joep Polen: &amp;#039;&amp;#039;Letterfontäne&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Vorschreiben auf Stein mit breitem Schreibgerät hat die Entstehung der Serifen unterstützt und führte auch zu den variierenden Strichstärken.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Eduard Meier: &amp;#039;&amp;#039;Die Schriftentwicklung&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine andere, weniger verbreitete Theorie sieht den Ursprung der Serife nicht in der Meißeltechnik, sondern im Zeichnen von Buchstaben mit einem Pinsel. Das Ausholen des Pinsels brachte die Serife als zeichentechnisch bedingtes Element hervor, welches man später auf die gemeißelten Buchstaben übertrug.&amp;lt;ref&amp;gt;Edward M. Catich: &amp;#039;&amp;#039;The origin of the serif&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ersten Serifen waren noch unscheinbar kurz und wurden bis zur römischen Kaiserzeit aber, vergleichbar mit den Serifen der heutigen [[Egyptienne]], auch betont und als dekoratives Element eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;maxbollwage&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftklassifikation ==&lt;br /&gt;
In der [[Schriftklassifikation]] spielen Serifen eine wichtige Rolle. Durch Beurteilung von Stärke und Form der Serifen können Schriften in verschiedene Klassen eingeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Jahrhunderte hinweg hat sich das Aussehen der Serifen gewandelt. Während sie in der &amp;#039;&amp;#039;Französischen&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Venezianischen Renaissance-Antiqua&amp;#039;&amp;#039; noch kräftig und der Übergang zum Buchstabenstrich deutlich gerundet war, wurden die [[Strichstärkenkontrast]]e in der &amp;#039;&amp;#039;Barock-Antiqua&amp;#039;&amp;#039; schon deutlich ausgeprägter, die Serifen dadurch gerader und feiner. Bei der &amp;#039;&amp;#039;Klassizistischen Antiqua&amp;#039;&amp;#039; waren die Serifen nur noch zarte, völlig waagerechte Striche ohne Übergang zum Hauptstrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Aufkommen der Industrialisierung Anfang des 19. Jahrhunderts kehrte sich die Entwicklung um: Für Reklame und [[Plakat]]e erfand man die [[Egyptienne]] oder &amp;#039;&amp;#039;Serifenbetonte [[Linear-Antiqua]]&amp;#039;&amp;#039;. Bei diesen Schriften gibt es (fast) keinen Strichstärkenkontrast mehr, dadurch wurden die Serifen ebenso stark ausgeprägt wie Grund- und Haarstriche. Diese Schriften waren die typischen Schreibmaschinen-Schriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte man serifenlose Schriften, die sogenannte [[Grotesk (Schrift)|Grotesk]] oder &amp;#039;&amp;#039;serifenlose Linear-Antiqua&amp;#039;&amp;#039;. Die serifenlosen Schriften haben sich ab Anfang des 20. Jahrhunderts einen festen Platz in der [[Typografie]] erarbeitet. Durch ihre einfachere Erkennbarkeit (auch aus größeren Abständen) haben sie sich u.&amp;amp;nbsp;a. für Poster durchgesetzt; beim Buchdruck dagegen dominieren weiterhin die Serifen-Schriften aufgrund der ermüdungsfreien [[Leserlichkeit]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Webster&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Typography&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Nichtproportionale Schriftart|nichtproportionalen Schriftarten]] wie [[Courier (Schriftart)|Courier]] kann mit Serifen der Leerraum, der um schmale Buchstaben wie „i“ und „l“ entsteht, gefüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abhängigkeit der Form von der Technik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kehlung.jpg|mini|Kehlung]]&lt;br /&gt;
Zum Teil ist die Form der Serife technisch bedingt. Wenn bei der Herstellung eines Buchstabens das ihn umgebende Material vom Stempelschneider entfernt wird, entstehen abgerundete Ecken am Übergang von der Serife zum angrenzenden Strich. Diese Ecken sind durch die Form des Schneidewerkzeuges und die Art des Schnitts bedingt und werden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kehlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder „Serifenrundung“) genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.typografie.info/3/wiki.html/k/kehlung-r303/ |titel=Kehlung |werk=typografie.info |hrsg=Typografie.info |sprache=de-DE |abruf=2020-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Buchstabe herausgeschnitten, gestochen wird, entsteht zum Beispiel ein scharfer [[rechter Winkel]]. Auch feinere Linien sind möglich. Die Buchstaben sehen „wie gestochen“ aus. Beim Computerdruck ergeben sich wiederum andere Bedingungen. Jede beliebige Form ist prinzipiell möglich, aber es gibt Grenzen durch die begrenzte Auflösung zum Beispiel durch die Rasterung des Bildschirms oder durch den [[Druckraster]]. Längere Texte auf Bildschirmen (mit entsprechend kleinen Buchstaben) ermüden beim Lesen weniger, wenn eine serifenlose Schrift gewählt wird, als wenn versucht wird, unterhalb der eigentlichen Bildschirmauflösung verschwommene Serifen darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Serifs|Serife}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Serife}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Serifenschrift}}&lt;br /&gt;
* [https://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/serifen-meissel-ursprung Warum die Serifen doch nichts mit dem Meißel zu tun haben], deutsche Rezension zu Edward M. Catichs Buch „The Origin of the Serif“ auf typografie.info&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Typografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schreibtechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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