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	<title>Sergijew Possad - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T07:02:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sergijew_Possad&amp;diff=157225&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gelli1742: Infobox Details</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sergijew_Possad&amp;diff=157225&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-01T17:44:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox Details&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Russland&lt;br /&gt;
|deutscher Name         = Sergijew Possad&lt;br /&gt;
|Name in Landessprache  = Сергиев Посад&lt;br /&gt;
|Wappen                 = Coat of Arms of Sergiev Posad (Moscow oblast).png&lt;br /&gt;
|Flagge                 = Flag of Sergiev Posad (Moscow oblast).png&lt;br /&gt;
|lat_deg = 56&lt;br /&gt;
|lat_min= 18&lt;br /&gt;
|lat_sec= 00&lt;br /&gt;
|lon_deg = 38&lt;br /&gt;
|lon_min= 08&lt;br /&gt;
|lon_sec= 00&lt;br /&gt;
|Art des Gebietes       = Rajon&lt;br /&gt;
|Gebiet                 = Sergijew Possad&lt;br /&gt;
|Gebiet in der Tabelle  = &lt;br /&gt;
|innere Gliederung      = &lt;br /&gt;
|Bezeichnung des Oberhaupts = Bürgermeister&lt;br /&gt;
|Oberhaupt              = Wassili Dmitrijewitsch Gontscharow&lt;br /&gt;
|Gründungsjahr          = 1782&lt;br /&gt;
|erste Erwähnung        = &lt;br /&gt;
|frühere Namen          = Sergijew, Sagorsk&lt;br /&gt;
|Status                 = Stadt&lt;br /&gt;
|Status seit            = 1919&lt;br /&gt;
|Fläche                 = 31&lt;br /&gt;
|Art der Höhe           = &lt;br /&gt;
|Höhe des Zentrums      = 210&lt;br /&gt;
|offizielle Sprache     = &lt;br /&gt;
|offizielle Sprache-ref = &lt;br /&gt;
|Ballungsraum           = &lt;br /&gt;
|nationale Zusammensetzung = &lt;br /&gt;
|Zusammensetzung nach Religionen = &lt;br /&gt;
|Telefonvorwahl         = (+7) 49654&lt;br /&gt;
|Postleitzahl           = 141300–141315&lt;br /&gt;
|OKATO                  = 46215501&lt;br /&gt;
|Webseite               = [https://sergiev-posad.ru/ sergiev-posad.ru]&lt;br /&gt;
| Bild                 = Сергиев Посад с высоты птичьего полета 8.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sergijew Possad&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Се́ргиев Поса́д}}), von 1919 bis 1930 &amp;#039;&amp;#039;Sergijew&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ru|Се́ргиев}}) und von 1930 bis 1991 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sagorsk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ru|Заго́рск}}), ist eine [[Russland|russische]] Großstadt mit 98.251 Einwohnern (Stand 2024)&amp;lt;ref&amp;gt;https://rosstat.gov.ru/storage/mediabank/%D0%A1hisl_MO_01-01-2024.xlsx&amp;lt;/ref&amp;gt; in der [[Oblast Moskau]], 71&amp;amp;nbsp;km nordöstlich von [[Moskau]]. Die Stadt, deren Name so viel wie „[[Possad]] des Heiligen [[Sergius von Radonesch|Sergius]]“ bedeutet, ist vor allem durch das dort gelegene, zum [[UNESCO-Welterbe]] zählende [[Dreifaltigkeitskloster von Sergijew Possad|Dreifaltigkeitskloster]] bekannt. Hierdurch stellt sie eines der wichtigsten Touristenziele im Moskauer Umland dar und gehört zum sogenannten [[Goldener Ring|Goldenen Ring]] von alten historischen Städten nordöstlich von Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Stadt Sergijew Possad ging aus mehreren Ortschaften hervor, die sich ab dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert rund um das Dreifaltigkeitskloster gebildet hatten, welches zu jener Zeit bereits ein bedeutendes religiöses Zentrum Russlands war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Sergijew Possad ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen [[Rajon]]s (Landkreises) innerhalb der Oblast Moskau. Die Stadt liegt am [[Moskauer Höhenrücken]], 71&amp;amp;nbsp;km nordöstlich von Moskau und rund 15&amp;amp;nbsp;km westlich der Grenze zwischen den Oblasten Moskau und [[Oblast Wladimir|Wladimir]]. Die nächstgelegenen größeren Ortschaften sind [[Chotkowo]] (10&amp;amp;nbsp;km südwestlich von Sergijew Possad), [[Pereswet]] (13&amp;amp;nbsp;km nördlich) und [[Krasnosawodsk]] (17&amp;amp;nbsp;km nördlich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gründung und Blütezeit des Dreifaltigkeitsklosters ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Russia-Sergiev Posad-Troitse-Sergiyeva Lavra-Panorama-5.jpg|mini|links|Panorama des Dreifaltigkeitsklosters]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Stadt beginnt um das Jahr 1340 mit der Gründung des Dreifaltigkeitsklosters durch den später von der [[Russisch-Orthodoxe Kirche|Russisch-Orthodoxen Kirche]] als [[Sergius von Radonesch]] heiliggesprochenen Mönch Bartholomäus. Ursprünglich bestand die Einsiedelei, die Sergius und sein Bruder Stefan an einem vom Flüsschen Kontschura umspülten Hügel aufgebaut hatten, aus einer schlichten Holzkirche, die der Heiligen [[Dreifaltigkeit]] geweiht worden war. Während Stefan dem entbehrungsreichen Einsiedlerleben nicht länger gewachsen war und nach Moskau ging,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dmitrij Tschižewskij]]: &amp;#039;&amp;#039;Russische Geistesgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Das heilige Rußland. 10. bis 17. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Hamburg 1959, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; zog das neugegründete Kloster bald weitere Mönche an, die Abgeschiedenheit suchten. Sowohl die aktive Beteiligung Sergius’ an der Aussöhnung und Vereinigung einst verfeindeter russischer Fürstentümer als auch die Tatsache, dass die Heilige Dreifaltigkeit, der er das Kloster weihte, ein Symbol der Eintracht des Volkes – auch im Kampf gegen die damals vorherrschenden [[Goldene Horde|tatarischen Invasoren]] – gewesen war, machten Sergius und sein Kloster bereits im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in weiten Teilen Russlands bekannt und durch zahlreiche Spenden auch recht wohlhabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, wenige Jahre nach Sergius’ Ableben, wurde das damals wohl gänzlich aus Holz erbaute Kloster bei einem Überfall der [[Tataren]] zerstört. Dank zahlreicher Spenden konnte die Anlage wenige Jahre später jedoch wieder aufgebaut werden. Nach der Heiligsprechung Sergius’ im Jahre 1422 entwickelte sich das Kloster zu einer Pilgerstätte orthodoxer Gläubiger aus russischen Landen. Sowohl [[Boris Godunow]] als auch später Zar [[Peter der Große]] werden als Besucher des Klosters genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach und nach entstanden auf dem Territorium des Stiftes neue Bauwerke aus Stein und 1550 wurde das Kloster von einer neuen steinernen Mauer mit Wehrtürmen umgeben. Dank dessen sowie dem heldenhaften Einsatz der Verteidiger konnte es in den Jahren 1608–1610 einer sechzehnmonatigen [[Polen-Litauen|polnischen]] Belagerung widerstehen und wurde hierdurch als Mittelpunkt des russischen Nationalgefühls gefeiert. Dies brachte dem Kloster im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert noch mehr Ruhm und Wohlstand. Zu jener Zeit begann sich innerhalb der Klostermauern das heutige architektonische Ensemble zu bilden, während vor den Mauern Ortschaften entstanden, die später zur heutigen Stadt verschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung der Stadt ===&lt;br /&gt;
Die ersten Ansiedlungen rund um das Dreifaltigkeitskloster gab es Überlieferungen zufolge bereits seit Ende des 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, somit noch zu Lebzeiten des Heiligen Sergius. Zwar wurden die Dörfer während der Angriffe auf das Kloster immer wieder verwüstet und von ihren Anwohnern verlassen, doch zogen sie zu den Blütezeiten des Klosters unvermindert vor allem Händler und Handwerker an, die dank der vielen Pilger auch gut dort leben konnten. Die vorherrschenden Handwerke in dieser Gegend waren damals die [[Ikone]]nmalerei und die Holzschnitzerei; andere Handwerker spezialisierten sich wiederum auf den alltäglichen Bedarf des Klosters. Allmählich bildeten sich rund um das Kloster spezielle Handwerkersiedlungen, genannt &amp;#039;&amp;#039;slobody&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ru|сло́боды}}, &amp;#039;&amp;#039;Singular&amp;#039;&amp;#039; {{lang|ru|слобода́}}), die jeweils Meister eines gesonderten Handwerks beherbergten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Trinity view.jpg|mini|Das Dreifaltigkeitskloster Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
Mitte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gab es vor den Klostermauern bereits so viele Dörfer und Handwerkerniederlassungen, dass sie sehr nah beieinander lagen und faktisch eine einzige Ortschaft bildeten. Damals wurde diese Ortschaft [[Possad]] genannt, was im Sprachgebrauch jener Zeit so viel wie „Handels-“ oder „Handwerkssiedlung“ bedeutete. Offiziell erfolgte die Gründung des Possad im Jahre 1782, im Zuge einer allrussischen Verwaltungsreform unter Zarin [[Katharina II.|Katharina&amp;amp;nbsp;II. der Großen]]. Damals erhielt der Ort per Zarenerlass auch den Namen &amp;#039;&amp;#039;Sergijewski Possad&amp;#039;&amp;#039;, also „Possad des (Heiligen) Sergius“, sowie sein eigenes Stadtwappen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 18. und im Laufe des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts entwickelte sich der Possad wirtschaftlich unvermindert weiter, da die Zahl der Pilger noch weiter anstieg. Hiervon profitierten insbesondere die traditionellen Gewerbe dieser Gegend, nämlich die Ikonenmalerei und die Holzschnitzerei, da es unter Pilgern mittlerweile als ein Muss galt, beim Besuch des Klosters eine Ikone, ein Kreuz oder ein anderes Holzsouvenir als Andenken mitzunehmen. Entsprechend wurde die Infrastruktur der Siedlung in dieser Zeit ausgebaut: Im Possad entstanden im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zahlreiche Gast- und Mietshäuser sowie Handwerksläden. 1845 wurde erstmals eine befestigte Straße von Moskau nach Sergijew Possad angelegt und 1862 war mit der Eisenbahnstrecke von Moskau nach Sergijew Possad eine der ältesten Bahnlinien Russlands fertiggestellt (sie wurde einige Jahre später bis [[Jaroslawl]] verlängert und im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert Teil der [[Transsibirische Eisenbahn|Transsibirischen Eisenbahn]]). Dies gab dem Handel einen weiteren Schub, so dass Sergijew Possad gegen Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zu einem der größten Orte des [[Gouvernement]]s Moskau aufstieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Kloster und die Stadt im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Russia-Sergiev Posad-Church of Prophet Elijah-1.jpg|mini|Blick auf die Altstadt und die Prophet-Elijah-Kirche]]&lt;br /&gt;
Nachdem die wirtschaftliche Entwicklung Sergijew Possads in den ersten beiden Jahrzehnten des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte, hatten die [[Oktoberrevolution]] und der resultierende politische [[Russische Revolution|Umbruch in Russland]] ab dem Jahr 1917 gravierende Folgen für das Dreifaltigkeitskloster und die ganze Stadt. 1918 wurden das gesamte Ensemble und die Infrastruktur sowie die Besitztümer des Klosters zwangsverstaatlicht, und im November 1919 wurde das Kloster binnen einer Nacht geschlossen und geräumt. In den folgenden Jahren funktionierte man ein Großteil der Klosterbauten zu Wohn- oder Wirtschaftsgebäuden um, den Rest zum Geschichts- und Kunstmuseum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls im Jahr 1919 erhielt der Ort offiziell den Status einer Stadt und wurde seitdem, da er nicht mehr als Kloster-Possad galt, einfach nur als &amp;#039;&amp;#039;Sergijew&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. 1930 wurde er schließlich zu Ehren des 1919 gestorbenen Revolutionärs [[Wladimir Michailowitsch Sagorski|Wladimir Sagorski]] (eigentlich Wladimir Lubozki) in &amp;#039;&amp;#039;Sagorsk&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. In den 1940er Jahren stellte die [[Sowjetunion|sowjetische Regierung]] das mittlerweile in die Jahre gekommene Ensemble des ehemaligen Klosters als Ganzes unter Denkmalschutz. Es erhielt den Status eines &amp;#039;&amp;#039;Staatlichen Museumsreservats&amp;#039;&amp;#039;, was ihm einen ähnlich hohen Schutzstatus wie den des [[Moskauer Kreml]]s brachte. Nach einer darauffolgenden umfassenden Rekonstruktion wurde das gesamte ehemalige Kloster für die Öffentlichkeit als Museum zugänglich gemacht. Parallel dazu wurde der Russisch-Orthodoxen Kirche erlaubt, einen Teil der Anlagen ab 1946 wieder als Männerkloster zu nutzen. Aufgrund des Status des Klosters als nationales Museumsreservat wurde Sagorsk 1969 als einzige Stadt der Oblast Moskau in das Ensemble des [[Goldener Ring|Goldenen Rings]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Russia-Sergiev Posad-Toys Museum.jpg|mini|Spielzeugmuseum]]&lt;br /&gt;
Die Stadt selbst entwickelte sich indes zu [[Sowjetunion|Sowjetzeiten]], wie auch viele Mittel- und Großstädte der Moskauer Region, als Industrieort, wobei hier nach wie vor die traditionellen Handwerke gepflegt wurden. So wurden in Sagorsk zwei Spielzeugfabriken aufgebaut, die sich auch der alten Traditionen des lokalen Holzschnitzerhandwerks bedienten. Insbesondere seien hier die weltweit bekannten [[Matrjoschka]]s genannt. Die älteren Erzeugnisse der hiesigen Holzschnitzer wurden im 1918 gegründeten Spielzeugmuseum der Stadt ausgestellt, wo sie bis heute besichtigt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Perestroika|Abkehr vom kommunistischen System]] in der Sowjetunion Ende der 1980er Jahre zog auch das geistliche Leben nach Sagorsk zurück: Das Kloster wurde an die Russisch-Orthodoxe Kirche zurückgegeben, und 1991 beschloss der Rat der Volksdeputierten der Oblast Moskau, der Stadt ihren alten Namen &amp;#039;&amp;#039;Sergijew Possad&amp;#039;&amp;#039; zurückzugeben, was im gleichen Jahr wirksam wurde. 1993 wurde das Klosterensemble von der [[UNESCO]] in die Liste des [[UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbes]] aufgenommen. Nach der Rückgabe des Klosters an die Kirche etabliert sich hier neben dem Tourismus auch langsam wieder das religiöse Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Jahr 2008 konnten fast alle Teile der Klosteranlage renoviert werden, und sie wird heute wieder vermehrt von Pilgern und Touristen besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. August 2011 wurde der erst seit wenigen Monaten im Amt tätige 35-jährige Bürgermeister, Jewgeni Duschko (Евгений Душко) morgens vor seinem Haus durch mehrere Schüsse aus einem Auto ermordet. Eine politische bzw. mafiöse Motivation wurde nicht ausgeschlossen, da die Beziehungen zwischen ihm und der örtlichen Geschäftswelt angespannt gewesen sein und er die von manchen als korrupt bezeichnete örtliche Wohnungswirtschaft mit Reformeifer angegangen haben soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aktuell.ru/russland/news/mord_in_klosterstadt_sagorsk_buergermeister_erschossen_30245.html aktuell.ru]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-781667&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/politik/ausland/mord-auf-offener-strasse-russischer-buergermeister-erschossen-a-781667.html |titel=Mord auf offener Straße: Russischer Bürgermeister erschossen |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2011-08-22 |abruf=2018-06-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tat ist angeblich nicht aufklärbar, wobei der Vater des Ermordeten Vertuschung vermutet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.zaprava.ru/201401144450/mneniya/sledstvie-po-ubijstvu-mera-sergieva-posada-evgeniya-dushko-namerenno-zatyagivaetsya |text=Archivierte Kopie |wayback=20141012064340 |archiv-bot=2019-05-13 15:13:59 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1.&amp;amp;nbsp;November 2012 wurde der 29-jährige Polizist Sergei Mitjuschin (Сергей Митюшин) ermordet, der mutmaßlich Hintergrundinformationen zu dem Mord an Duschko gehabt haben soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://lifenews.ru/news/105194 lifenews.ru]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.newsru.com/arch/crime/02nov2012/shotomonmayorcase.html newsru.com]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1897 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 25.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1926 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 21.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 44.556&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1959 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 73.578&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 92.428&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 107.144&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1989 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 114.696&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2002 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 113.581&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 111.179&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkung:&amp;#039;&amp;#039; Volkszählungsdaten (bis 1926 gerundet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Trinity Lavra of St. Sergius 08.03.03014 (11).jpg|mini|Patriarchenresidenz]]&lt;br /&gt;
Die wichtigste touristische Attraktion Sergijew Possads ist das [[Dreifaltigkeitskloster von Sergijew Possad|Dreifaltigkeitskloster]], das sich weithin sichtbar im Zentrum der Stadt befindet. Das älteste Bauwerk innerhalb des Klosters ist die 1422 erbaute Dreifaltigkeitskathedrale, die als Kern des Ensembles gilt. Weitere Kirchenbauten des Klosters sind unter anderem die Nikon-Kirche (1552), die Uspenski-Kathedrale (1585), die Kirche der Gottesmutter von Smolensk (1746–53) und der 88&amp;amp;nbsp;Meter hohe Glockenturm (1741–68); insgesamt gibt es auf dem Klosterareal 13 Kirchen.&lt;br /&gt;
Sehenswert sind neben den Kirchenbauten auch das [[Refektorium]] und die Zarengemächer (beides 1686–92), das Gebäude der Patriarchenresidenz (1778) und die Familiengruft der Godunows (1782, darin auch die Grabstätte des Großfürsten [[Boris Godunow]]). Insgesamt beinhaltet das Ensemble rund 40 Bauwerke, die vom 15. bis zum späten 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert errichtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unweit der Klostermauern, am gegenüberliegenden Ufer des Kellermeisterteichs, befindet sich das Sergijew Possader Spielzeugmuseum, das seit 1918 existiert und verschiedene Erzeugnisse von Spielzeugmachern aus ganz Russland sowie von einheimischen Holzschnitzern beherbergt. In der historischen Mitte Sergijew Possads befinden sich außerhalb der Klostermauern zudem mehrere historische Kirchenbauten, darunter die Freitagskirche (1547), die Prophet-Elijah-Kirche (1773) und die Himmelfahrtskirche (1766–79).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Wichtigster Wirtschaftszweig in Sergijew Possad ist der Tourismus, dessen Ziel vor allem das Dreifaltigkeitskloster ist. Neben dem Fremdenverkehr spielt auch die Industrie eine nennenswerte Rolle im wirtschaftlichen Leben der Stadt, darunter die Herstellung von Spielzeug, die Nahrungsmittel- und Leichtindustrie, der Maschinenbau und die chemische Industrie. Nicht zuletzt aufgrund des Tourismus erlebt der Einzelhandel in Sergijew Possad seit den 2000er Jahren einen Aufschwung. In der Nähe der Stadt befindet sich das [[Pumpspeicherkraftwerk Sagorsk|Kraftwerk Sagorsk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sergpossad-station.jpg|mini|Der Bahnhof von Sergijew Possad]]&lt;br /&gt;
Die Stadt weist mit ihrer Lage an der Fernstraße [[M8 (Russland)|M8]] (Moskau – [[Sewerodwinsk]]), der Ringstraße [[A108 (Russland)|A108]] sowie an zwei Eisenbahnstrecken – der zentralrussischen Teilstrecke der [[Transsibirische Eisenbahn|Transsibirischen Eisenbahn]] (Moskau, [[Jaroslawler Bahnhof]] – [[Jaroslawl]]) und dem Großen Moskauer Eisenbahnring – eine gute Verkehrsanbindung auf. Nach Moskau bestehen Verbindungen sowohl mit regelmäßig verkehrenden Nahverkehrszügen (auch [[Elektritschka|Elektritschki]] genannt) als auch mit mehreren Buslinien. Am Bahnhof von Sergijew Possad halten außerdem einige Fernzüge sowie Expresszüge von Moskau nach Jaroslawl über [[Alexandrow]] und [[Rostow]]. Der Haltepunkt &amp;#039;&amp;#039;Kilometer&amp;amp;nbsp;39&amp;#039;&amp;#039; des Großen Moskauer Eisenbahnrings befindet sich am nördlichen Stadtrand von Sergijew Possad; von dort bestehen Zugverbindungen nach [[Dmitrow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städtepartnerschaften ==&lt;br /&gt;
Sergijew Possad listet folgende [[Gemeindepartnerschaft|Partnerstädte]] auf:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Twins&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.sergiev-posad.net/news/druzhim-gorodami |titel=ДРУЖИМ ГОРОДАМИ ǀ Администрация Сергиево-Посадского городского округа (In andere Städte) |hrsg=Verwaltung des Stadtbezirks Sergiev Posad |sprache=ru |abruf=2023-12-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://tppspr.ru/goroda-pobratimy/ |titel=Города побратимы – Торгово-промышленная палата Сергиево-Посадского района |abruf=2016-12-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Stadt!!Land!!seit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Achali Atoni]]||{{GEO}}||2007&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bari]]||{{ITA}}||2010&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Beroun]] [[Datei:Beroun znak.png|15px]]||{{CZE}}||1977&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Fulda]] [[Datei:Wappen Fulda.svg|15px]]||{{DEU}}||1991&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Gniezno]] [[Datei:POL Gniezno COA.svg|15px]]||{{POL}}||2007 (bis 2022)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Kefalonia]] [[Datei:Flag_of_the_Septinsular_Republic.svg|15px]]||{{GRE}}||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Rokytne (Bila Zerkwa)|Rokytne]] [[Datei:Rokytne kyivsk gerb.png|15px]]||{{UKR}}||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Rueil-Malmaison]] [[Datei:Blason ville fr Rueil-Malmaison (Hauts-de-Seine).svg|15px]]||{{FRA}}||1989&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Saldus]] [[Datei:WappenSaldus.png|15px]]||{{LVA}}||1964 (bis 2022)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Sarow (Russland)|Sarow]] [[Datei:Coat of Arms of Sarov (Nizhny Novgorod oblast).svg|15px]]||{{RUS}}||2007&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Slonim]] [[Datei:Coat of Arms of Słonim, Belarus.svg|15px]]||{{BLR}}||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Sremski Karlovci]] [[Datei:Coat of arms of Sremski Karlovci.jpg|15px]]||{{SRB}}||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Terracina]] [[Datei:Terracina-Stemma.svg|15px]]||{{ITA}}||2011&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Etschmiadsin|Wagharschapat]] [[Datei:Coat of Arms of Vagharshapat (Echmiadzin).jpg|15px]]||{{ARM}}||2010&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Stadt ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Chronologisch sortiert nach Geburtsjahr. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Sergei Iwanowitsch Pitschugin|Sergei Pitschugin]] (1881–1971), Maler&lt;br /&gt;
* [[Wladimir Wassiljewitsch Golubew|Wladimir Golubew]] (1884–1954), Mathematiker&lt;br /&gt;
* [[Alexander Arturowitsch Rou|Alexander Rou]] (1906–1973), Filmregisseur&lt;br /&gt;
* [[Sergei Nikolajewitsch Tschernikow|Sergei Tschernikow]] (1912–1987), Mathematiker&lt;br /&gt;
* [[Kirill Pawlowitsch Florenski|Kirill Florenski]] (1915–1982), Geochemiker und Astronom&lt;br /&gt;
* [[Sergei Alexandrowitsch Kondraschow|Sergei Kondraschow]] (1923–2007), Generalleutnant&lt;br /&gt;
* [[Jewgeni Wiktorowitsch Korolkow|Jewgeni Korolkow]] (1930–2014), Turner&lt;br /&gt;
* [[Juri Alexandrowitsch Petrow|Juri Petrow]] (* 1955), Historiker&lt;br /&gt;
* [[Alexei Alexejewitsch Gromow|Alexei Gromow]] (* 1960), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Larisa Leisiö]] (* 1962), Linguistin und Hochschullehrerin&lt;br /&gt;
* [[Dmitri Jurjewitsch Cholodow|Dmitri Cholodow]] (1967–1994), Journalist&lt;br /&gt;
* [[Nadeschda Wladimirowna Smirnowa|Nadeschda Smirnowa]] (* 1996), Fußballspielerin&lt;br /&gt;
* [[Said Karimulla Said Wachidullah Chalili|Said Karimulla Chalili]] (* 1998), Biathlet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* T. N. Manushina, S. V. Nikolayeva, O. I. Zaritskaya: &amp;#039;&amp;#039;Sergijew Possad. Museumsreservat.&amp;#039;&amp;#039; ART-Rodnik, Moskau 2001, ISBN 5-88896-077-2.&lt;br /&gt;
* Scott M. Kenworthy: &amp;#039;&amp;#039;Eine zentrale Stätte orthodoxer Frömmigkeit: Sergijew Possad.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ost-West. Europäische Perspektiven.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 2020, Heft 1: &amp;#039;&amp;#039;Klöster in Mittel- und Osteuropa.&amp;#039;&amp;#039; S. 9–16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sergiyev Posad|Sergijew Possad}}&lt;br /&gt;
* [http://www.mojgorod.ru/moskovsk_obl/sergiposad/index.html Sergijew Possad auf &amp;#039;&amp;#039;mojgorod.ru&amp;#039;&amp;#039;] (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.sergievposad.ru/ Inoffizielles Portal] (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.schaetze-der-welt.de/denkmal.php?id=31 Schätze der Welt: Dreifaltigkeits-Kloster]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orte in der Oblast Moskau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4118209-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oblast Moskau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sergius von Radonesch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gelli1742</name></author>
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