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	<title>Septimer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T04:29:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Septimer&amp;diff=454231&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kuhni74: P. da la Margna gehört noch zur Bernina-Gruppe i.e.S.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Septimer&amp;diff=454231&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-15T13:11:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;P. da la Margna gehört noch zur Bernina-Gruppe i.e.S.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Septimerpass. Für die Rebsorte siehe [[Septimer (Rebsorte)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Pass&lt;br /&gt;
|NAME = Septimerpass (Pass&amp;amp;nbsp;da Sett/Passo&amp;amp;nbsp;del Settimo)&lt;br /&gt;
|BILD = Piz da la Margna, Piz Salacina and Piz Murtaira as seen from south of Septimerpass.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Abstieg vom Septimerpass auf der Südseite, im Hintergrund die [[Bernina-Alpen]].&lt;br /&gt;
|SEITE1 = Nord&lt;br /&gt;
|SEITE2 = Süd&lt;br /&gt;
|PASSHÖHE = 2310&lt;br /&gt;
|PASSHÖHE-BEZUG = CH&lt;br /&gt;
|REGION = [[Oberhalbstein]] / [[Bergell]]&amp;lt;br /&amp;gt;{{CH-GR}}, {{CHE}}&lt;br /&gt;
|REGION1 = &lt;br /&gt;
|REGION2 = &lt;br /&gt;
|REGION-BEZ = Täler:&amp;lt;br /&amp;gt;Kanton, Land:&lt;br /&gt;
|REGION1-BEZ = &lt;br /&gt;
|REGION2-BEZ = &lt;br /&gt;
|REGION-ISO = CH-GR&lt;br /&gt;
|WASSER1 = &amp;lt;!--  → [[Julia (Fluss)|Gelgia]] → [[Albula (Fluss)|Albula]] → [[Hinterrhein]] → [[Rhein]])--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|WASSER2 = &lt;br /&gt;
|ORT1 = [[Bivio]] ({{Höhe|1769|CH}})&lt;br /&gt;
|ORT2 = [[Casaccia]] ({{Höhe|1458|CH}})&lt;br /&gt;
|AUSBAU = [[Saumweg]] (mittelalterliche „[[Römerstraße|Römerstrasse]]“)&lt;br /&gt;
|AUSBAU1 = &lt;br /&gt;
|AUSBAU2 = &lt;br /&gt;
|ERBAUT = &lt;br /&gt;
|ERBAUT1 = &lt;br /&gt;
|ERBAUT2 = &lt;br /&gt;
|SPERREART = &lt;br /&gt;
|SPERRE = &lt;br /&gt;
|SPERRE1 = &lt;br /&gt;
|SPERRE2 = &lt;br /&gt;
|GEBIRGE = [[Oberhalbsteiner Alpen]] (W)&amp;lt;br /&amp;gt;[[Albula-Alpen]] (O)&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = aus römischer Zeit bekannt&lt;br /&gt;
|PROFIL = &lt;br /&gt;
|BERGWERTUNG1 = &lt;br /&gt;
|BERGWERTUNG2 = &lt;br /&gt;
|DENZEL = &lt;br /&gt;
|DENZEL1 = &lt;br /&gt;
|DENZEL2 = &lt;br /&gt;
|MAXSTEIGUNG1 = &lt;br /&gt;
|MAXSTEIGUNG2 = &lt;br /&gt;
|STEILSTERKM1 = &lt;br /&gt;
|STEILSTERKM2 = &lt;br /&gt;
|DSTEIGUNG1 = &lt;br /&gt;
|DSTEIGUNG2 = &lt;br /&gt;
|HD1 = 541&lt;br /&gt;
|HD2 = 852&lt;br /&gt;
|LÄNGE1 = 6&lt;br /&gt;
|LÄNGE2 = 4&lt;br /&gt;
|KARTE = &lt;br /&gt;
|POSKARTE = &lt;br /&gt;
|ALTERNATIVKARTE = &lt;br /&gt;
|LAT = 46.42&lt;br /&gt;
|LONG = 9.638&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--kommt der Name von lat. [[Sieben]]? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Septimer Pass 01.jpg|mini|Der Blick nach Süden]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Septimerpass&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{Audio|De-Septimerpass.ogg}} ({{rmS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pass&amp;amp;nbsp;da Sett&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;|Audio=Roh-surmiran-Pass da Sett.ogg}}, {{itS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Passo&amp;amp;nbsp;del Settimo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;|Audio=It-Passo del Settimo.ogg}}) ist ein [[Gebirgspass|Alpenpass]] im [[Schweiz]]er [[Kanton (Schweiz)|Kanton]] [[Graubünden]]. Mit einer Scheitelhöhe von {{Höhe|2310|CH-m}} verbindet er die Täler [[Oberhalbstein]] (Nord) mit [[Bergell]] (Süd) und trennt die [[Oberhalbsteiner Alpen]] ([[Westalpen|West]]) von den [[Albula-Alpen]] ([[Ostalpen|Ost]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Erschliessung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Septimer Pass 03.jpg|mini|Südliche Route]]&lt;br /&gt;
Die Luftdistanz zu den Passfussorten beträgt sechs Kilometer bis [[Bivio]] (auf {{Höhe|1769|CH-m}} gelegen) und vier Kilometer bis [[Casaccia]] ({{Höhe|1458|CH-m}}). Auf der Passhöhe verlaufen der [[Alpenhauptkamm]] und die [[Europäische Hauptwasserscheide#Wasserscheide Atlantik – Mittelmeer|Europäische Hauptwasserscheide]] zwischen den [[Einzugsgebiet]]en von [[Rhein]] und [[Po (Fluss)|Po]]. Vom Septimerpass aus lassen sich zwei weitere Pässe überschreiten: nach Westen die [[Forcellina]] ({{Höhe|2672|CH-m}})&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ethorama.library.ethz.ch/de/orte/nLCq3t4x7GSKDz9ai8wl Piz Forcellina] auf ETHorama&amp;lt;/ref&amp;gt; ins [[Avers GR|Avers]], nach Osten der [[Lunghinpass]] ({{Höhe|2645|CH-m}}) ins [[Engadin|Oberengadin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einstmals bedeutende mittelalterliche Handelsweg über den Pass ist heute in den Sommermonaten eine beliebte Route bei Wanderern und Mountainbikern. Das Gebiet von [[Bivio]] bis zur Passhöhe wird vor allem vom schweizerischen Militär als Schiess- und Übungsareal genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Der Name des Passes ist als &amp;#039;&amp;#039;Septimus&amp;#039;&amp;#039; erstmals um 1035 erwähnt ([[Ekkehard IV. (St. Gallen)|Ekkehard IV.]], s.&amp;amp;nbsp;a. 895), die rätoromanische Form &amp;#039;&amp;#039;Set&amp;#039;&amp;#039; im späten 14. Jh. (angebliches &amp;#039;&amp;#039;Setmunt&amp;#039;&amp;#039; um 1210 bei [[Tristan (Gottfried von Straßburg)|Gottfried von Straßburg]] ist eine Konjektur von [[Hans Ferdinand Maßmann]] 1843).&lt;br /&gt;
Als deutschsprachige Form wird &amp;#039;&amp;#039;Septmer&amp;#039;&amp;#039; um 1500 fassbar. [[Etymologie|Volksetymologisch]] wurde der Name mit dem römischen Kaiser [[Septimius Severus]] in Verbindung gebracht (wie auch [[Julierpass|Julier]] mit Julius Cäsar), daneben auch mit unterschiedlichen Herleitungen aus dem Zahlwort „sieben“. Stampa kommt in seiner Studie zum Flurnamen (1954) zur Ansicht, dass mit grösserer Wahrscheinlichkeit eine Ableitung zu &amp;#039;&amp;#039;*seditare&amp;#039;&amp;#039; &amp;quot;sitzen, sich setzen&amp;quot;, analog zu tessinerisch &amp;#039;&amp;#039;sèt&amp;#039;&amp;#039; &amp;quot;Bank, Steinbank&amp;quot;, vorliege.&amp;lt;ref&amp;gt;Stampa, G.A., &amp;quot;Zur Deutung des Flurnamens Set - Septimer&amp;quot;, &amp;#039;&amp;#039;Bündner Monatsblatt : Zeitschrift für Bündner Geschichte&amp;#039;&amp;#039; Heft 3 (1954), [[doi:10.5169/seals-397666]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Michiel de Vaan nimmt ein spätlateinisches/romanisches &amp;#039;&amp;#039;Saeptu Monte&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Monte Saeptu&amp;#039;&amp;#039; an, zu Deutsch „beschützter Bergpass“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michiel de Vaan |Titel=Der Passname Septimer |Hrsg=Werner Zanier |Sammelwerk=Das römische Militärlager auf dem Septimerpass in Graubünden (Schweiz) |Band=2 |Verlag=C. H. Beck |Ort=München |Datum=2025 |Seiten=555–560}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Septimer pass 2.jpg|mini|links|Historische Passstrasse an der Südseite]]&lt;br /&gt;
Der Pass wurde seit der [[Römisches Reich|Römerzeit]] begangen, trat aber an Wichtigkeit hinter dem weniger steilen und weniger lawinengefährdeten [[Julierpass]] zurück.&lt;br /&gt;
Bis in die 1930er-Jahre galt die Benutzung des Septimer in römischer Zeit als wahrscheinlich aber ungesichert; 1938 gelang H. Conrad der Nachweis durch Entdeckung eines Silberdenars aus dem Jahr 46 v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;Bündnerisches Monatsblatt, 1938, S. 233/234.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Strasse über den Septimer war in römischer Zeit allerdings wohl weniger gut ausgebaut als die über den Julier; und Simonett (2018) vermutet, dass man für den Warenverkehr mit beladenen Wagen den Julier wählte, für den Rückweg mit leeren Karren den kürzeren aber steileren Weg über den Septimer.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürg Simonett: [https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008811/2018-01-30/ &amp;quot;Julierpass&amp;quot;], in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 30. Januar 2018. Online: &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Septimerpass Siegfriedkarte 1906.jpg|mini|links|Standorte des Feldlagers und des Hospiz (Siegfriedkarte 1906)]]&lt;br /&gt;
Bei Ausgrabungen 2007/2008 wurde auf {{Höhe|2340|CH-m}} direkt oberhalb des Passweges ein noch immer gut erkennbares [[römisches Militärlager|römisches Feldlager]] aus der [[Augustus#Das augusteische Zeitalter|augusteischen Kaiserzeit]] entdeckt. Es bot Platz für drei jeweils etwa 200 Mann starke Einheiten. Zahlreiche Funde, unter anderem römische [[Schleuderblei]]e, [[Hering (Bauteil)|Zeltheringe]] und [[Römische Währung|Münzen]], lassen vermuten, dass das Lager 16&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. zur Vorbereitung des [[Alpenfeldzug]]s 15&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. errichtet wurde und danach bis in das zweite Jahrzehnt&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. in den Sommermonaten besetzt war. Die Soldaten sollten wahrscheinlich den Septimerpass als wichtigen Nachschubweg für die nördlich der Alpen operierende [[Römische Legion|römische Armee]] militärisch sichern und instand halten. Nachdem [[Tiberius|Kaiser Tiberius]] 16/17&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. die Eroberung des rechtsrheinischen Germanien &amp;#039;&amp;#039;([[Germania magna]])&amp;#039;&amp;#039; aufgegeben und den [[Rhein]] als Grenze akzeptiert hatte, hatte das römische Heer im Norden zunächst keine militärischen Aufgaben mehr. Die aufwendigen Nachschublieferungen wurden überflüssig und damit wohl auch das Armeelager auf der Septimer-[[Passhöhe]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/ekud/afk/adg/ADGDokumentePublikationen/terra%20grischuna_septimer.pdf Terra Grischuna 6/2011: Schleuderbleie, Pilumspitzen und Hellebardenäxte]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besitz der gesamten Septimerroute von [[Chur]] bis [[Chiavenna]] einschliesslich der damit verbundenen Zolleinnahmen bildete seit 960 die Machtbasis des [[Liste der Bischöfe von Chur|Churer Bischofs]]. Über den Pass – im [[Mittelalter|Hochmittelalter]] neben [[Grosser St. Bernhard|Grossem St. Bernhard]] und [[Brennerpass|Brenner]] die wichtigste alpenquerende Transitverbindung – zogen Händler und Heere, Könige und [[Kaiser]], beispielsweise 961 [[Otto I. (HRR)|Otto der Grosse]] und 1164 [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich Barbarossa]]. Das [[Hospitium|Hospiz]] St. Peter (&amp;#039;&amp;#039;Tgesa&amp;amp;nbsp;da Sett&amp;#039;&amp;#039;) mit Kapelle auf der Passhöhe wurde um 1100 erbaut oder erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1387 beauftragte der Bischof den Bergeller Adligen &amp;#039;&amp;#039;Jakob von [[Burg Castelmur|Castelmur]]&amp;#039;&amp;#039;, den Pass zu einer befahrbaren Strasse auszubauen (&amp;#039;&amp;#039;„da er ainen weg und lantstraß über den vorgenanten berg […] machen will und buwen sol, also das man mit wägen wol darüber gefaren und gewandeln mag“&amp;#039;&amp;#039;); im Gegenzug hatte dieser Anspruch auf 10 Jahre &amp;#039;&amp;#039;[[Wegzoll|weglösi]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Thomas Kühtreiber]] |Hrsg=Kornelia Holzner-Tobisch, Thomas Kühtreiber, Gertrud Blaschitz |Titel=Straße und Burg. Anmerkungen zu einem vielschichtigen Verhältnis |Sammelwerk=Die Vielschichtigkeit der Straße. Kontinuität und Wandel in Mittelalter und früher Neuzeit |Reihe=Veröffentlichungen des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit |Band=22 |Ort=Wien |Datum=2012 |Kapitel=Kap. &amp;#039;&amp;#039;Burg und Zollstätten: Fallbeispiele im schrift- und bauhistorischen Vergleich&amp;#039;&amp;#039; (S.&amp;amp;nbsp;284) |Seiten=263–301 |Online=[http://www.academia.edu/1496344/Strasse_und_Burg._Anmerkungen_zu_einem_vielschichtigen_Verhaltnis._In_Kornelia_Holzner-Tobisch_Thomas_Kuhtreiber_Gertrud_Blaschitz_Hg._Die_Vielschichtigkeit_der_Strasse._Kontinuitat_und_Wandel_in_Mittelalter_und_fruher_Neuzeit_Veroffentlichungen_des_Instituts_fur_Realienkunde_des_Mittelalters_und_der_fruhen_Neuzeit_22_Wien_2012_263-301 Text auf academia.edu]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Organisation der Transporte erfolgte durch die [[Port (Warenverkehr)|Porten]] [[Lantsch/Lenz|Lenz]], [[Tinizong]], [[Bivio|Stalla]] und Bergell-Sopraporta.&lt;br /&gt;
Mit der Öffnung der [[Viamala]] 1473 gewann aber die konkurrierende &amp;#039;&amp;#039;Untere Strasse&amp;#039;&amp;#039; über den [[Splügenpass]] gegenüber der &amp;#039;&amp;#039;Oberen Strasse&amp;#039;&amp;#039; über den Septimer an Bedeutung, und durch fehlenden Unterhalt sank der Fahrweg wieder zum [[Saumpfad]] herab. Nachdem man seit dem Spätmittelalter verstärkt Weideland durch Rodung gewonnen hatte, stieg die Steinschlag- und Lawinengefahr an. Wegen der besonders im Winter gefürchteten Hangtraversierung am &amp;#039;&amp;#039;[[Piz Blanch]]&amp;#039;&amp;#039; auf der Südseite des Passes verlagerte sich auch der regionale Verkehr zunehmend auf die wesentlich sicherere parallel verlaufende Route über [[Julierpass|Julier-]] und [[Malojapass]]. Als 1820 eine Fahrstrasse über den Julier gebaut wurde, geriet der Septimer völlig ins Abseits, und das 1646 neu errichtete Hospiz verfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gepflasterte Strässchen von 1387 sowie eine spätere – nach Annahme von [[Armon Planta]] um 1800 erbaute – Wegvariante haben sich abschnittsweise sehr gut erhalten. Besonders eindrücklich sind die Passage am &amp;#039;&amp;#039;Säscel battü&amp;#039;&amp;#039; (behauener Stein) und, unterhalb davon, die &amp;#039;&amp;#039;Cranch&amp;#039;&amp;#039; (Kehren), mit denen der Weg ins &amp;#039;&amp;#039;Val Maroz&amp;#039;&amp;#039; absteigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1938 entstand etwas südlich der Passhöhe die [[Sperrstelle Maloja#Sperrstelle Septimer|Sperrstelle Septimer]], bestehend aus vier in [[Kaverne]]n untergebrachten [[Maschinengewehr]]stellungen. Die Sperrstelle sollte das Vordringen von [[Infanterie]]-Verbänden aus dem [[Bergell]] nach Norden und damit eine Umgehung der [[Sperrstelle Maloja#Sperrstelle Julier|Sperrstellen Julier]] und [[Sperrstelle Maloja|Maloja]] verhindern. Die Sperrstelle wurde in den 1990er-Jahren im Zuge des Konzepts [[Armee 95]] aufgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.festung-gr.ch/index.php?id=44&amp;amp;ID=21 Sperrstelle Septimer] beim [[Festungsmuseum Crestawald]] (abgerufen am 12. Oktober 2012).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Septimer Pass 02.jpg|mini|Die Gedenktafel für St. Columban]]&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Guido Lisignoli |Titel=Bergell – Die schönsten Wanderungen |Verlag=Lyasis Verlag |Ort=Sondrio |Datum=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Carl Paul |Titel=Wanderung am 7. August 1882 auf der Römerstraße über den Septimerpass |Datum=1882 |Seiten=83–89 |Online=http://gaebler.info/ahnen/paul/carl-tagebuch.pdf |Format=PDF |KBytes=}}&lt;br /&gt;
* Helmut Tiefenthaler: &amp;#039;&amp;#039;Der Italienweg über den Septimer. Ein kulturgeschichtlicher Weitwanderweg vom Bodensee an den Comer See.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; Band 132, 2014, S. 231–263 [https://www.digishelf.de/objekt/bsz014854767_2014/238/ Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur historischen Bedeutung:&lt;br /&gt;
* Ingrid H. Ringel: &amp;#039;&amp;#039;Der Septimer – Wahrnehmung und Darstellung eines Alpenpasses im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Kommissionsverlag Desertina, Chur 2011, ISBN 978-3-85637-404-4.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Armon Planta |Titel=Verkehrswege im alten Rätien |Band=2 |Verlag=Terra Grischuna Verlag |Ort=Chur |Datum=1986 |ISBN=3-908133-22-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Maria Strasser-Lattner |Titel=Der Handel über die Bündner Pässe zwischen Oberdeutschland und Oberitalien im späten Mittelalter |TitelErg=Magisterarbeit, Universität Konstanz |Ort=Konstanz |Datum=2004 |Online=[http://www.ub.uni-konstanz.de/kops/volltexte/2004/1158/ Volltext], ub.uni-konstanz.de}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Werner Zanier]] |Titel=Der römische Alpenfeldzug über den Septimer 15 v.&amp;amp;nbsp;Chr. |Sammelwerk=AkademieAktuell |WerkErg=Zeitschrift der bayerischen Akademie der Wissenschaften |Nummer=3/2006 |Ort=München |Datum=2006 |ISSN=1436-753X |Seiten=28–31 |Online=https://badw.de/fileadmin/pub/akademieAktuell/2006/18/06_Zanier.pdf |Format=PDF |KBytes=}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|8815|Septimerpass|Autor=Jürg Simonett|Datum=2016-12-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Septimerpass}}&lt;br /&gt;
* [http://www.wandergeschichten.de/wandern/lunghin.html Bergwanderung von Maloja über den Lunghin-Pass zum Septimer]&lt;br /&gt;
* [http://www.viasett.ch/ Website der Septimerstrasse/Via Sett]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7832920-6|LCCN=|NDL=|VIAF=244366237}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Schweizer Saumpfade}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alpenpass]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstraße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pass im Kanton Graubünden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberhalbstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Surses)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberhalbsteiner Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bernina-Alpen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kuhni74</name></author>
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