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	<title>Sentenz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Meier89: /* Siehe auch */</title>
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		<updated>2025-04-28T15:07:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sentenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Latein|lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;sententia&amp;#039;&amp;#039; „Meinung, Sinn, Beschluss“) ist ein knapper, treffend formulierter, autoritätshaltiger und auf viele konkrete Fälle anwendbarer [[Sinnspruch]], der eine vorher geschilderte Situation oder Erkenntnis in einem [[Satz (Grammatik)|Satz]] zusammenfasst und zu allgemeiner Bedeutung erhebt. Sentenzen sind zumeist aus einem ursprünglichen literarischen Kontext der [[Prosa]], [[Gedankenlyrik]] oder des [[Drama]]s herausgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sentenzen sind oft sehr einprägsam. Das liegt unter anderem an ihrer syntaktischen Geschlossenheit und kurzen Präzision. Viele sogenannte [[Geflügeltes Wort|geflügelte Worte]] sind Sentenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum  [[Aphorismus]] ist eine Sentenz allgemein verständlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sentenz „ist ein auf einen bestimmten Fall angewandter allgemeiner Satz von meist geringer Ausdehnung und leicht einprägbarer Fassung“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Marx: &amp;#039;&amp;#039;Die Sentenz in den Dramen Shakespeares.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde bei der Philosophischen Fakultät der Großherzoglich Hessischen Ludwigs-Universität Gießen, 1915, Einleitung&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In der antiken Rhetorik wurden die ersten Sentenzen gebraucht, etwa bei [[Tacitus]], [[Seneca]] und [[Juvenal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;[[Sententiae (Petrus Lombardus)|Sentenzenwerk]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Petrus Lombardus]] – eine umfangreiche, mehr als tausend Kapitel umfassende Sammlung von Texten und Meinungen der christlichen [[Kirchenvater|Kirchenväter]] – war ein einflussreiches Lehrbuch der mittelalterlichen Theologie (Hoch[[scholastik]]) und wurde von zahlreichen Theologen des Mittelalters, so bei [[Bonaventura]] und [[Thomas von Aquin]], kommentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Juden und Arabern ist die Sentenz „der Inbegriff der Sittenlehre und Lebensweisheit“, die „theils auf dem Wege der Abstraction, theils auf dem einer freien Reflexion gewonnen“ wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Nascher, Simon: &amp;#039;&amp;#039;Die Sentenz bei Juden und Arabern: Eine vergleichende Studie&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, 1868, ist digitalisiert unter https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10240040-9 mit vielen Beispielen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwiegend [[Friedrich Schiller]] hat das [[Rhetorisches Stilmittel|Stilmittel]] der Sentenz (im antiken Sinne) in der [[Weimarer Klassik]] eingesetzt. Zahlreiche Sentenzen finden sich auch in den Werken Shakespeares.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Marx: &amp;#039;&amp;#039;Die Sentenz in den Dramen Shakespeares.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde bei der Philosophischen Fakultät der Großherzoglich Hessischen Ludwigs-Universität Gießen, 1915&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine hohe Rolle spielt die Sentenz neben der [[Redewendung]] in der [[Chinesische Sprachen|chinesischen]] Sprachkultur, wo Kenntnis und Verwendung oft jahrtausendealter Sentenzen zur gehobenen Bildung gehört, etwa derer aus den [[Fünf Klassiker]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sentenz ist ein sogenanntes [[Apophthegma]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* „[[Die Axt im Haus erspart den Zimmermann]].“ (Schiller, &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Tell&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* „Ernst ist das Leben, heiter die Kunst.“ (Schiller, &amp;#039;&amp;#039;Wallenstein&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* „Ohne Fleiß kein Preis.“&lt;br /&gt;
* „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“&lt;br /&gt;
* „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Einfache Form]]en ([[Johannes Andreas Jolles|André Jolles]])&lt;br /&gt;
* [[Sentenzenvorlesung]]&lt;br /&gt;
* [[Aperçu]]&lt;br /&gt;
* [[Bonmot]]&lt;br /&gt;
* [[Gnome (Dichtung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alice Stašková, Simon Zeisberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sentenz in der Literatur. Perspektiven auf das 18. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2014, ISBN 978-3-8353-1504-4.&lt;br /&gt;
* Hofinger, Fritz: &amp;#039;&amp;#039;Euripides und seine Sentenzen.&amp;#039;&amp;#039; Erlangen, Univ., Phil. Fak., Inaug.-Diss., 1895 und gleichzeitig Programm des K. Humanistischen Gymnasiums Schweinfurt: für das Schuljahr 1895/96. Das Programm (1. Teil) ist digitalisiert unter https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:824-dtl-0000055581&lt;br /&gt;
* Ludwig Marx: &amp;#039;&amp;#039;Die Sentenz in den Dramen Shakespeares.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde bei der Philosophischen Fakultät der Großherzoglich Hessischen Ludwigs-Universität Gießen, 1915&lt;br /&gt;
* Weise, Wilhelm: &amp;#039;&amp;#039;Die Sentenz bei Hartmann von Aue.&amp;#039;&amp;#039; Marburg, Univ., Diss., 1909&lt;br /&gt;
* Wolf, Eugen: &amp;#039;&amp;#039;Sentenz und Reflexion bei Sophokles, ein Beitrag zu seiner poetischen Technik.&amp;#039;&amp;#039;  Tübingen, Univ., Diss., 1910&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4054568-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturgattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhetorischer Begriff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meier89</name></author>
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