<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sennefriedhof</id>
	<title>Sennefriedhof - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sennefriedhof"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sennefriedhof&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T05:27:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sennefriedhof&amp;diff=994882&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;44Pinguine: /* Gedenkstein für politisch Verfolgte */ autor genannt, biografie in arbeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sennefriedhof&amp;diff=994882&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-07T16:19:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gedenkstein für politisch Verfolgte: &lt;/span&gt; autor genannt, biografie in arbeit&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bielefeld Sennefriedhof Alte Kapelle.jpg|mini|Alte Kapelle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bielefeld Sennefriedhof Kriegsgräberstätte.jpg|mini|Kriegsgräberstätte für Gefallene des Ersten und Zweiten Weltkrieges]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bielefeld Sennefriedhof Bombenopferehrenfeld.jpg|mini|Bombenopferehrenfeld für die Opfer der Bombenangriffe auf Bielefeld im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bielefeld Sennefriedhof Gedenkstätte Landsmannschaften.jpg|mini|Gedenkstätte für die ostdeutschen Landsmannschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sennefriedhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Friedhof]] der Stadt [[Bielefeld]]. Die im [[Senne (Bielefeld)|Stadtbezirk Senne]] gelegene Anlage gehört mit knapp 100 [[Hektar]] zu den größten Friedhöfen [[Deutschland]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Für die zunehmende Bevölkerung der Stadt Bielefeld reichten 1900 die drei bisherigen Friedhöfe nicht mehr aus. Der damalige Oberbürgermeister der Stadt, [[Rudolf Stapenhorst]], entwickelte zusammen mit Stadtbaurat &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Schultz&amp;#039;&amp;#039; (1876–1945) und Gartenbaudirektor &amp;#039;&amp;#039;Paul Meyerkamp&amp;#039;&amp;#039; das Konzept einer neuen Friedhofsanlage vor den Toren der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1902 begann die Stadt mit dem Kauf der Grundstücke für die geplante 61,6 Hektar große Fläche im Süden der Stadt, etwa sechs Kilometer von der [[Bielefeld-Mitte|Stadtmitte]] entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausschlaggebend für den Standort waren die landschaftlich reizvolle Lage am [[Teutoburger Wald]] und die recht günstigen Grundstückspreise in der sandigen und wenig fruchtbaren [[Senne]]. Aber auch die Möglichkeit, die 1908 eröffnete [[Stadtbahn Bielefeld|Straßenbahnlinie]] nach [[Brackwede]] zum Friedhof weiterführen zu können, wurde berücksichtigt. Von 1910 an wurde der erste 32 Hektar große Teil des Friedhofs erschlossen und schließlich am 15. August 1912 eröffnet. Die Inbetriebnahme der verlängerten Straßenbahnlinie erfolgte kurze Zeit später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde eine 8.000 m² große [[Kriegsgräberstätte]] angelegt, in den 1920er Jahren erfolgte die erste Erweiterung der Anlage. Das Verwaltungsgebäude am Haupteingang wurde 1936 eröffnet. 1940 folgte die Anlegung einer weiteren Kriegsgräberstätte, diesmal für die gefallenen Soldaten des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]]. Unmittelbar nach Kriegsende wurde die &amp;#039;&amp;#039;Mahn- und Ehrenanlage für die Opfer der NS-Gewaltherrschaft&amp;#039;&amp;#039; eröffnet, die an 15 [[Widerstandskämpfer]] aus Bielefeld erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Vergrößerung des Friedhofsgeländes fand im Rahmen des Wiederaufbaus statt, seine heutige Größe von 98 Hektar erhielt der Friedhof 1955. 1960 wurde die im Südwesten gelegene &amp;#039;&amp;#039;Neue Kapelle&amp;#039;&amp;#039; fertiggestellt, die &amp;#039;&amp;#039;Alte Kapelle&amp;#039;&amp;#039; wurde ab 1969 umfassend renoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche neue Wege und Tore erhielt der Friedhof Anfang der 1980er Jahre nach dem Umbau der Brackweder Straße, der damaligen [[Bundesstraße 68|B 68]]. Seit 1986 ist der Sennefriedhof Leitfriedhof der Stadt Bielefeld. Die Einrichtung von islamischen Grabfeldern erfolgte 1995, 1998 der Neubau des [[Krematorium]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Richter: &amp;#039;&amp;#039;75 Jahre Sennefriedhof Stadt Bielefeld.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Gartenamt&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe Juli 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Friedhof heute ==&lt;br /&gt;
Der Sennefriedhof steht heute auf Antrag auch Bürgern außerhalb Bielefelds offen. Für [[Islam|muslimische]], [[Jesiden|yezidische]] und [[Orthodoxie|orthodoxe]] Glaubensgemeinschaften gibt es spezielle Grabfelder, ein Feld für Streuasche ist vorhanden. Angeboten werden Wahl- und Reihengräber für Erd- und Urnenbestattungen, darüber hinaus sind Teile des Friedhofs für anonyme Beisetzungen und verstorbene Kinder festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur der Anlage ==&lt;br /&gt;
Die sich in einer Ausdehnung von gut 2.000 Metern von Nord nach Süd erstreckende Anlage wurde als [[Parkfriedhof|Waldfriedhof]] innerhalb der Heidelandschaft der [[Senne]] angelegt. Die vielschichtige und besondere Bepflanzung – es befinden sich etwa unter den 98 [[Moose|Moosarten]] 20 % auf der [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste]] der gefährdeten Moose&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bielefeld.de/de/un/fried/f_040/ |wayback=20070504200247 |text=bielefeld.de &amp;#039;&amp;#039;Sennefriedhof&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 3. Mai 2007 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; – stellt den Friedhof als stadtökologisch wertvolles [[Biotop]] dar. Im Süden der Anlage findet man eine mit sandflächentypischer [[Vegetation]] besiedelte [[Düne]], eine für die sandreiche und wenig fruchtbare Senne typische [[Heide (Landschaft)|Heidefläche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof wurde nach dem [[Waldfriedhof (München)|Münchner Waldfriedhof]] die zweite Anlage in Deutschland, die den Reformbestrebungen hin zu einer neuen Friedhofskultur nach 1900 folgte und als Schwerpunkte die Naturnähe und zugleich Schlichtheit in der Grabmalgestaltung, jedoch mit hohem künstlerisch-formalen Anspruch anstrebte. Der Architekt [[Emil Högg]] äußerte sich zum Ergebnis des vorangegangenen Wettbewerbs der Stadt Bielefeld: „&amp;#039;&amp;#039;Auf diese Weise wird unser Friedhofshandwerk allmählich wieder festen künstlerischen Boden unter die Füße bekommen und sich von dem erdrückenden Übergewicht der durch den Handel vertriebenen schablonenhaften  Massenindustrie befreien.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Schönfeld: &amp;#039;&amp;#039;Reformgrabmale des frühen 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grabkultur in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Reimer, Berlin 2009, ISBN 978-3-496-02824-6, S. 164.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Text von Emil Högg in: Magistrat der Stadt Bielefeld (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Friedhofskunst im Hinblick auf die Gestaltung der Bielefelder Friedhöfe.&amp;#039;&amp;#039; Bielefeld 1912, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im [[Reformstil]] errichtete, 24 Meter hohe Friedhofskapelle – die heutige &amp;#039;&amp;#039;Alte Kapelle&amp;#039;&amp;#039; – wurde am 17. Juni 1913 im nördlichen Teil der Anlage eröffnet. Das vom Bildhauer [[Hans Perathoner]] gestaltete Giebelfeld zeigt unter anderem einen nackten Männerkörper, was besonders in früheren Jahren für Aufsehen sorgte. Die Kuppel umfasst einen Fries von 16 farbig verglasten Fenstern des Bielefelder Glasmalers [[Karl Muggly]] mit Darstellungen der vier Evangelisten und schwebenden Engeln. Die beiden Eingangsbauten am Eingang Brackweder Straße bilden ein architektonisches Ensemble und stehen ebenfalls unter [[Denkmalschutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Sennefriedhof finden sich zahlreiche Grabmale, die von bekannten Künstlern wie [[Käthe Kollwitz]], [[Georg Kolbe]] oder [[Peter August Böckstiegel]] gestaltet wurden. Die fachliche Beurteilung der Grabsteine wurde durch den Bildhauer &amp;#039;&amp;#039;Arnold Rickert&amp;#039;&amp;#039; (1889–1974; Professor der Kunstgewerbeschule Bielefeld) gewährleistet. Auch nach Rickerts Tod wurde dieser einzigartige Versuch, die Grabmalgestaltung auf einem hohen Niveau zu halten, fortgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkstein für politisch Verfolgte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bielefeld Sennefriedhof Ehrenanlage.jpg|mini|Gedenkstein und Ehrenanlage für die politisch verfolgten der NS-Gewaltherrschaft]]&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 wurde auf dem Sennefriedhof ein Sondergrabfeld für 13 politisch Verfolgte, die in Dortmund im September 1944 hingerichtet worden waren und ursprünglich dort in einer Ecke verscharrt wurden, angelegt. Die Arbeiter von [[Dürkopp Adler]] und [[Benteler (Unternehmen)|Benteler]] hatten oppositionelle Betriebsgruppen gegründet, in denen sie Feindsender gehört hatten und gegen das Regime agitiert hatten.&lt;br /&gt;
Am 12. September 1948 wurde ein Gedenkstein für politisch Verfolgte auf dem Sondergrabfeld hinzugefügt. Der Entwurf stammt vom Bildhauer [[Arnold Rickert]], die Ausführung erledigte der Steinmetz und Bildhauer Fritz Niemann. Auf dem Gedenkstein steht, neben den Namen der Antifaschisten: „Es soll die Erde, in der Ihr ruht, ganz eine freie werden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls wurde der Schriftsteller und sozialdemokratische Politiker [[Max Sachs]] auf das Sondergrabfeld umgebettet, da seine Witwe bis nach dem Krieg in Bielefeld lebte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://historischer-rueckklick-bielefeld.com/2013/09/01/01092013/ 12. September 1948: &amp;#039;&amp;#039;Enthüllung des Gedenksteines für politisch Verfolgte auf dem Sennefriedhof&amp;#039;&amp;#039;], Bielefelder Stadtarchiv.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso der Bielefelder Sozialdemokrat [[Liste der Stolpersteine in Bielefeld|Oskar Grube]], der 1941 im KZ Sachsenhausen ermordet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabstätten bekannter Personen ==&lt;br /&gt;
* [[Werner Bock (Gewerkschafter)|Werner Bock]] (1898–1964), Gewerkschaftsvorsitzender (GTB)&lt;br /&gt;
* [[Gustav Engel (Historiker)|Gustav Engel]] (1893–1989), Historiker&lt;br /&gt;
* [[Carl Severing]] (1875–1952), sozialdemokratischer Politiker&lt;br /&gt;
* [[Walter Seidensticker (Unternehmer)|Walter Seidensticker sen.]] (1895–1969), Textilfabrikant&lt;br /&gt;
* [[Max Sachs]] 1883–1935  Journalist, Redakteur, Sozialdemokrat und Widerständler gegen das NS-Regime&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* Der Sennefriedhof erhielt 2015 den Bestattungen.de-Award als schönster Friedhof Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/nachrichten/nrwkompakt/sennefriedhof-bielefeld-auszeichnung-100.html|titel=Sennefriedhof in Bielefeld ist schönster deutscher Friedhof|hrsg=WDR|zugriff=2015-10-21| archiv-url=http://web.archive.org/web/20151208183925/http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/nachrichten/nrwkompakt/sennefriedhof-bielefeld-auszeichnung-100.html | archiv-datum=2015-12-08 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.bestattungen.de/award/award-2015/die-schoensten-friedhoefe-2015.html|zugriff=2015-10-21|titel=Der Bestattungen.de-Award 2015 - Die zehn schönsten Friedhöfe}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Friedhöfe in Bielefeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sennefriedhof}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bielefeld.de/node/3729 bielefeld.de – Sennefriedhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenangaben ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedhof in Bielefeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsgräberstätte in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Senne (Bielefeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1910er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedhof in Europa|Bielefeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Massengrab in Deutschland|Bielefeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/58/31/N |EW=8/31/39/E |type=landmark |region=DE-NW}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;44Pinguine</name></author>
	</entry>
</feed>