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	<title>Senn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-16T00:04:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|1=hat ein mehrdeutiges Lemma und &amp;#039;&amp;#039;Brentler&amp;#039;&amp;#039; ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zu anderen Bedeutungen siehe [[Senn (Begriffsklärung)]] und [[Brendler]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Alpmeister 600 Jahre Alpe Wöster.JPG|mini|[[Alpmeister]] der Alpe Wöster in [[Lech (Vorarlberg)]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Senn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Senner&amp;#039;&amp;#039;; weibliche Form: &amp;#039;&amp;#039;Sennerin&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Halter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (bairisch), in Kärnten auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brentler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ostarrichi.org/wort-18967-Prentler.html |titel=Prentler, Brentler: Senner, Almhalter, Schwaiger |werk=ostarrichi.org |abruf=2016-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt, ist ein [[Hirte]], der auf einer [[Alm (Bergweide)|Alm]] (Alpweide, vereinzelt auch &amp;#039;&amp;#039;Senne&amp;#039;&amp;#039; genannt) das [[Vieh]] von anderen Bauern (meistens nur während des Sommers) hütet und deren [[Milch]] zu [[Käse]] und oft auch zu [[Butter]] verarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berufsberatung.ch/dyn/show/1900?id=7628 Berufsbeschrieb Senn.] Berufsberatung.ch&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort Senn stammt vom mittelhochdeutschen Wort sennaere = Melker ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsfeld ==&lt;br /&gt;
Senner und Sennerinnen, die auch hüten, sind auf kleineren Almen zu finden. Im engeren Sinne verarbeitet der Senn oder die Sennerin nur Milch zu Käse und Butter, denn auf größeren Alpen findet eine Arbeitsteilung statt: Die Milch wird dort vom Senn, dem [[Käser]], und seinen Zusennen verarbeitet, während das Hüten von anderen getan wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|44297|Senn|Autor=[[Anne-Marie Dubler]]|Datum=2014-05-15|Abruf=2020-10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Früher hüteten die Kinder das Vieh.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Literatur von [[Johanna Spyri]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist nur Jungvieh bzw. Galtvieh (also tragende Kühe) auf der Alm, wie es heute vor allem in den deutschen und österreichischen Alpen üblich ist, spricht man von einem &amp;#039;&amp;#039;Hirt&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hirten&amp;#039;&amp;#039;, spezifischer vom Halter oder auch Ochsner. Auch die weibliche Form Halterin ist durchaus geläufig, im oberbayerischen Sprachraum spricht man auch vom &amp;#039;&amp;#039;Almerer&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entsprechende Sennhütte oder Sennerei wird im Hochgebirge auch [[Almhütte]] oder auch nur kurz die Alm genannt. Der Almbetrieb im [[Hochgebirge]] ([[Alpen]]) ist nur während der Sommermonate möglich, meistens nur in den Monaten Juli bis September. Die tiefer gelegenen Sennereien und Bergweiden nennt man in der Schweiz [[Maiensäss]], da sie oft bereits ab dem Mai benutzt werden können, bevor das Vieh im [[Alpaufzug]] in die höheren Regionen getrieben werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Senn und Sennerin sind oft Angestellte der [[Genossenschaft]], die die Bergweiden besitzt, verwaltet und nutzt. Ihr Lohn ist zum Teil ertragsabhängig und wird auch in Naturalien abgegolten: Einen Teil des auf der Alm hergestellten [[Bergkäse]]s dürfen sie behalten, selbst verbrauchen oder verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschlechterverhältnisse und Beschäftigung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sennerin beim Almabtrieb.jpg|mini|Sennerin bei der Viehscheid im [[Kleinwalsertal]], Österreich]]&lt;br /&gt;
Ob eher Frauen oder Männer auf den Almen als Senner oder Sennerin eingesetzt wurden, variierte stark nach Region und Zeit. Nach der Österreichischen Almerhebung von 1950 wurden auf den Almen doppelt so viele Männer wie Frauen beschäftigt, insgesamt 18.411. In den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]], in [[Bezirk Lienz|Osttirol]], [[Bezirk St. Johann im Pongau|Pongau]] und [[Bezirk Tamsweg|Lungau]] war aber die Sennerei teilweise überwiegend Frauenarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CH-KBAR - Sennerin auf der Alpe Motterascio - KB-019565.tif|mini|Sennerin auf der Alpe Motterascio, Schweiz (1991), Foto [[Herbert Maeder]]]]&lt;br /&gt;
Im [[Erzstift Salzburg]] hatte die [[Katholische Kirche]] die Beschäftigung von Frauen auf den Almen 1734 und 1756 strengstens untersagt. Da sich dies nicht durchsetzen ließ, wurde 1767 verfügt, dass junge und unverheiratete Frauen nicht mehr auf die Almen gelassen werden. Die Bauern mussten vor dem Zuge die Mädchen und Frauen, die auf die Alm wollten, der [[Geistlichkeit]] vorstellen und ihre Erlaubnis einholen, die als &amp;#039;&amp;#039;Sennerinnen-Wapplung&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MiJu04&amp;quot;&amp;gt;Michael Jungmeier, Judith Drapela: &amp;#039;&amp;#039;Almen.&amp;#039;&amp;#039; Nationalpark Hohe Tauern, Wissenschaftliche Schriften. Matrei in Osttirol 2004, S. 60–64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] war die Sennerei ein traditioneller Männerberuf. Lange Zeit galt hier der Aufenthalt von Frauen auf der Alp als unglückbringend. Aus den langen frauenlosen Sommerzeiten der früheren Generationen auf der Alm entstanden viele Sagen, Geschichten, Ängste und Vorurteile, unter anderem von dem [[Sennentuntschi]], einer Frauenpuppe aus Stroh, die zwecks Erheiterung der reinen Männergesellschaft von einer Sennengruppe gebastelt wurde und ihnen, nachdem sie zum Leben erwacht war, statt der erwünschten Liebes- und Leibesfreuden nur Leid und Verheerendes beschert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MiJu04&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ist die Beschäftigung von Sennern oder Sennerinnen stark zurückgegangen, so im [[Mallnitztal]] zwischen 1950 und 1990 um zwei Drittel. Viele Almen wurden aufgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Jungmeier, Judith Drapela: &amp;#039;&amp;#039;Almen.&amp;#039;&amp;#039; Nationalpark Hohe Tauern, Wissenschaftliche Schriften. Matrei in Osttirol 2004, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Seit dem [[Jungsteinzeit|Neolithikum]] gehörte die Milchverarbeitung zum weiblichen Arbeitsbereich und auch auf den Almen wurde die [[Milch]] noch im [[Mittelalter]] ausschließlich von Frauen verarbeitet. Das änderte sich in der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]] im so genannten Schweizer Hirtenland, einer Landschaft am Alpennordrand, die vom [[Greyerzbezirk]] über das [[Berner Oberland]] bis zur [[Innerschweiz]] um den [[Vierwaldstättersee]] reichte. Dieses damals dünn und spät besiedelte Gebiet zeichnete sich durch hohe Niederschläge und große Almflächen aus. Es bot ideale Bedingungen für die Viehwirtschaft. Zugleich nahm die Nachfrage nach haltbarem [[Hartkäse]] zu; denn er war der Hauptproviant für die Seeleute. Dieser haltbare Käse lässt sich nur in der [[Lab]]käserei herstellen, nicht in der Sauerkäserei. Während Sauerkäse auch bei kühler Aufbewahrung nur gut ein halbes Jahr haltbar ist, ist die Haltbarkeit von [[Labkäse]] deutlich länger. Für die [[Sauermilchkäse|Sauerkäserei]] sind keine besonderen Kenntnisse erforderlich, die Labkäserei für den Eigenbedarf musste bereits erlernt werden. Aber die Labkäserei für den Export wurde zu einer ausgesprochenen Spezialistentätigkeit und der Senn zu einem hoch bezahlten und vielgesuchten Fachmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem war die Labkäserei nur bei einer Mindestherdengröße von vier Kühen rentabel zu betreiben. Im Mittelalter besaßen aber die meisten Bauern in den Alpen nur eine oder allerhöchstens zwei Kühe. Diese Mindestgröße wurde erst erreicht, als sich die Betriebe auf die Milchviehhaltung spezialisierten und den Ackerbau weitgehend aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Armailli1.jpg|mini|Senn Ende 19. Jahrhundert vor einer Alphütte im [[Kanton Wallis|Wallis]], Schweiz. Foto [[Frédéric Boissonnas]]]]&lt;br /&gt;
Damit wurde die Sennerei im Schweizer Hirtenland ausschließlich eine Männerdomäne. Wie unerhört das damals war, zeigen Beschimpfungen wie „Milchbengel“, „Kuesbueben“ und „Kueswenze“. Außerdem galten die Senner als [[Effemination|effeminiert]]. Aber es zeigte sich auch an diesem Beispiel, dass in den mitteleuropäischen Bauerngesellschaften ökonomisch besonders wichtige Arbeiten in Männerhände gelangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In anderen Alpenregionen dominierte noch Jahrhunderte die kleinbäuerliche Landwirtschaft als [[Subsistenzwirtschaft]]. In den [[Ostalpen]] blieb die Sennerei vorerst noch eine Frauendomäne. Erst mit dem heftigen Widerstand der [[Katholische Kirche|Katholischen Kirche]] gegen die Beschäftigung von Sennerinnen im 18. Jahrhundert nahm der Anteil der Männer auf der Alm zu. Außerdem spezialisierten sich im Gefolge der [[Industrialisierung]] im 19. Jahrhundert auch viele Betriebe im Ostalpenraum auf die Milchwirtschaft, so dass sich nun ähnliche Prozesse wie im Schweizer Hirtenland abspielten und die Frauen zunehmend von den Almen verdrängt wurden, allerdings nie so weitgehend wie in der Schweiz.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Bätzing]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Alpen.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2015, S.&amp;amp;nbsp;71–75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Sonderform im westlichen [[Voralpen]]raum der Schweiz waren vom 16. bis zum 19. Jahrhundert die nomadisierenden [[Küher]], die Pächter von Kuhherden waren und auf eigene Rechnung arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahrnehmung im 19. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Robert Scheffer - Die hübsche Sennerin 1893.jpg|mini|„Die hübsche Sennerin“ (Robert Scheffer, 1893)]]&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert stand die Sennerin in der Literatur und Malerei der [[Romantik]] für Ursprünglichkeit, Freiheit und [[freie Liebe]]. Dies ist auch nicht ganz falsch, da die Sennerinnen und Senner auf den einsamen Almen der von der [[Katholische Kirche|Kirche]] ausgeübten strikten sozialen Kontrolle entgehen konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MiJu04&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Klischee bedienen u.&amp;amp;nbsp;a. die Erzählung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Sennerin und ihre Freunde]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Peter Rosegger]] (1884), die Heimatfilme &amp;#039;&amp;#039;[[Die Sennerin von St. Kathrein]]&amp;#039;&amp;#039; (1955) und &amp;#039;&amp;#039;[[Die fröhliche Wallfahrt]]&amp;#039;&amp;#039; (1956) sowie das Lied &amp;#039;&amp;#039;[[Die Sennerin vom Königsee]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Kiz (NDW-Band)|Kiz]] (1982).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Der unerlässliche [[Hirtenhund]] oder [[Hütehund]] des Senns ist unter anderem als [[Berner Sennenhund]] oder als [[Appenzeller Sennenhund]] zur eigenständigen [[Hunderasse]] erklärt worden.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Sennenhund}}&lt;br /&gt;
Senn ist auch ein verbreiteter [[Familienname]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Sennen-Ballade]]&amp;#039;&amp;#039;, ein Film von [[Erich Langjahr (Regisseur)|Erich Langjahr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bergbauer]]&lt;br /&gt;
* [[Küher]]&lt;br /&gt;
* [[Sennerei]]&lt;br /&gt;
* [[Winterbrentlerin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Johanna Bauer&lt;br /&gt;
   |Titel=Auf den Bergen wohnt die Freiheit: Sennerinnen in den bayerischen Alpen – früher und heute&lt;br /&gt;
   |Verlag=Volk Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=2021&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-86222-384-8}}&lt;br /&gt;
* [[Armin Kratzert]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Senn. Reise in 7 Tagen von der Alm nach Passau. Ein Gesang.&amp;#039;&amp;#039; Viechtach 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Senner}}&lt;br /&gt;
* [https://www.mediathek.at/oesterreich-am-wort/suche/treffer/atom/19B43034-1AF-000DB-000007C4-19B36EC6/pool/BWEB/ „… und nåcha fång i ån mit da Årbeit“ (2014).] – [[Ethnographischer Film]] von [[Olaf Bockhorn]] aus der Sammlung des Bundesinstituts für den Wissenschaftlichen Film (ÖWF) im Onlinearchiv der [[Österreichische Mediathek|Österreichischen Mediathek]].&lt;br /&gt;
* [https://www.srf.ch/radio-srf-1/saisonarbeit-was-machen-aelplerinnen-und-aelpler-im-winter &amp;#039;&amp;#039;Was machen Älplerinnen und Älpler im Winter?&amp;#039;&amp;#039;] [[Schweizer Radio und Fernsehen|SRF]], 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4180991-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Almwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beruf (Tierhaltung)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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