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	<title>Sender Wilsdruff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sender_Wilsdruff&amp;diff=299557&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T13:29:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Sendeanlage&lt;br /&gt;
| NAME       = Sender Wilsdruff&lt;br /&gt;
| OFZ_NAME   = &lt;br /&gt;
| FUNK_NAME  = &lt;br /&gt;
| BILD       = Funkmast wilsdruff.jpg&lt;br /&gt;
| BILD_BES   = &lt;br /&gt;
| ORT        = &lt;br /&gt;
| REGION-ISO = DE-SN&lt;br /&gt;
| NS         = 51.058628&lt;br /&gt;
| EW         = 13.507481&lt;br /&gt;
| LAGEPUNKT  = 315/DE-NHN&lt;br /&gt;
| VERW       = Rundfunk&lt;br /&gt;
| ZUGANG     = nein&lt;br /&gt;
| BESITZER   = &lt;br /&gt;
| ABRISS     = 1. August 2021 Sendemast (Sprengung von 2 Halteseilen)&lt;br /&gt;
| BAU_DEKADE = 195&lt;br /&gt;
| ABR_DEKADE = &lt;br /&gt;
| T_BAU_ZEIT = 1952–1953&lt;br /&gt;
| T_BAU_KOST = &lt;br /&gt;
| T_BAU_HERR = &lt;br /&gt;
| T_BAU_ARCH = &lt;br /&gt;
| T_BAU_ST   = Stahl&lt;br /&gt;
| T_BET_ZEIT = 1954–2013&lt;br /&gt;
| T_UMBAU    = &lt;br /&gt;
| T_HOCH_GES = 153&lt;br /&gt;
| T_GEW_GES  = 110&lt;br /&gt;
| T_VOL_GES  = 336,5&lt;br /&gt;
| S_ANT_BAU  = &lt;br /&gt;
| S_UMBAU    = &lt;br /&gt;
| S_WELLE    = MW&lt;br /&gt;
| S_RUNDFUNK = MW&lt;br /&gt;
| S_TYP      = &lt;br /&gt;
| S_STILL    = 30. April 2013&lt;br /&gt;
| CAT_TYP    = Mast&lt;br /&gt;
| CAT_NAME   = Wilsdruff Sender&lt;br /&gt;
| CAT_STADT  = &lt;br /&gt;
| WEITERES   = Beginn Probebetrieb:/September 1953/-/Einweihung:/8. Mai 1954/-/Leistung Sender:/250-kW-Sender&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sender Wilsdruff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Rundfunksender für [[Mittelwelle]], der von 1954 bis 2013 nahe der Kleinstadt [[Wilsdruff]] bei [[Dresden]] in Betrieb war. Der Komplex gilt als eine der letzten erhaltenen Sendeanlagen ihrer Art in Deutschland und steht einschließlich der Umfriedung, der Wohn- und Sozialbauten sowie des Sendemastes auf der sächsischen Denkmalliste (Nr. 08964292).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kulturdenkmale im Freistaat Sachsen – Denkmaldokument Nr.08964292&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 11. Apr. 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. August 2021 erfolgte die Sprengung der Halteseile, um den Sendemast zum Fallen zu bringen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/freital-pirna/sprengung-sendemast-wilsdruff-100.html Sprengung der Halteseile: Sendemast von Wilsdruff ist am Sonntag gefallen] auf [[MDR Sachsen]] mdr.de vom 1. August 2021, 11:30 Uhr&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Als [[Antennentechnik|Antenne]] diente ein 153&amp;amp;nbsp;Meter hoher, gegen Erde [[Isolator (Elektrotechnik)|isolierter]] selbststrahlender Rohrmast. Die Länge des Mastes betrug das 0,53fache der Wellenlänge bei 1043&amp;amp;nbsp;kHz, was exakt diejenige Länge ist, bei der eine [[Groundplane-Antenne]] die beste Flächenabstrahlung (Bodenwelle) liefert&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.bbceng.info/Install/Transmitter%20Projects/Reminiscences/Lisnagarvey/Lisnagarvey_Blaw-Knox.htm Aubrey McKibben: &amp;#039;&amp;#039;Lisnagarvey and the Blaw-Knox mast&amp;#039;&amp;#039; (Auswirkungen der Länge und Gestalt von Sendemasten), abgerufen am 11. Apr. 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Abspannseile waren je mehrfach durch Isolierstrecken unterbrochen, um möglichst wenig Einfluss auf die Antenne bzw. die abgestrahlten Felder zu haben. Neben diesem Mast gab es noch einen selbststrahlenden [[Gittermast]] mit Dachkapazität sowie eine [[Dreieckflächenantenne]]. Beide Antennen wurden abgerissen, die Fundamente und der Speisepunkt der Dreieckflächenantenne sind noch vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mast stand mit einem Keramikfuß auf dem [[Abstimmhaus]], einem Beton-Rundbau, in dem die zur [[Leitungsanpassung|Anpassung]] des Speisekabels an die Antenne nötigen Spulen und Kondensatoren (Resonanztransformator) sowie Blitzschutzeinrichtungen untergebracht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 250-kW-Sender arbeitete mit vier wassergekühlten [[Elektronenröhre|Röhrentrioden]] des Typs SRW 357&amp;lt;ref name=&amp;quot;radiomuseum&amp;quot;/&amp;gt; und ist in einer abgesetzten Halle untergebracht. Er ist mit einer eigens konstruierten [[Reusenleitung]] mit dem Sendemast verbunden. Diese Reusenleitung ist als Einzeldenkmal gesondert denkmalgeschützt und in der Liste des [[Landesamt für Denkmalpflege Sachsen|Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen]] (LfD) enthalten. Die weitgehende unzulässige Demontage der Reusenleitung ist dem LfD und dem zuständigen Referat Denkmalschutz des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge seit dem Jahr 2013 bekannt. Es erfolgt jedoch keine, dem LfD gesetzlich vorgeschriebene, Information der Bevölkerung über die Zerstörung des Denkmals (Löschung aus der Denkmalliste).&amp;lt;ref&amp;gt;Mail des Beigeordneten für Bau und Umwelt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Herrn Heiko Weigel vom 16. Juni 2021 Zitat: „Die Reusenleitung ist Bestandteil der denkmalrechtlichen Genehmigung, deren Entfernung ist mithin nicht rechtswidrig.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt noch einen 20-kW-Röhrensender. Es gab zudem auch direkt neben dem Hauptmast einen Sendercontainer mit zwei Transistor-Sendern, die jedoch nach der Stilllegung verkauft wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hauptgebäude des Senders befinden sich in einer Halle die Senderöhren, Kondensatoren und aus Rohr gefertigte Luftspulen. Im Keller darunter ist die Stromversorgung und Kühlung untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei in einem weiteren Raum zur Notstromversorgung („Dieselhaus“) installierte [[Dieselaggregat]]e dienten dem sicheren Betrieb, versorgten in Notsituationen jedoch auch teilweise die Stadt Wilsdruff mit Strom. Es handelte sich um Schiffsdiesel des nach dem Kriege aus dem [[Waggon- und Maschinenbau Görlitz]] (WUMAG) ausgegliederten [[Waggon- und Maschinenbau Görlitz#Weiterführung im VEB (WUMAG) Görlitzer Maschinenbau|VEB Görlitzer Maschinenbau]] mit je 515&amp;amp;nbsp;kW, die, mit Pressluft angeworfen, binnen 2…3 min betriebsbereit waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;radiomuseum&amp;quot;&amp;gt;https://www.radiomuseum.org/forum/mw_sender_wilsdruffsachsen.html, abgerufen am 10. Apr. 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sender Willsdruff bei Nacht.JPG|mini|Der Sendemast bei Nacht. Die [[Befeuerung (Luftfahrt)|Befeuerung]] hatte eine Leistung von je 1&amp;amp;nbsp;kW.&amp;lt;!--hierzu fehlt uns eine Quelle--&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
=== Einzeldenkmale des Senders und des ehemaligen Funkamtes ===&lt;br /&gt;
* drei Wohnhäuser mit Werkswohnungen&lt;br /&gt;
* Einfriedung des Geländes&lt;br /&gt;
* Torhaus&lt;br /&gt;
* Pförtnerhaus&lt;br /&gt;
* Verwaltungsgebäude mit Speise- und Veranstaltungssaal sowie Interieur&lt;br /&gt;
* männliche Plastik&lt;br /&gt;
* Stützmauern&lt;br /&gt;
* Garagengebäude&lt;br /&gt;
* Nebengebäude&lt;br /&gt;
* Sendergebäude mit Interieur und rückwärtiger Anbau über Eck&lt;br /&gt;
* Maschinenhaus mit rückwärtigem Anbau und Kühlturm&lt;br /&gt;
* Lüftungsbauwerk&lt;br /&gt;
* drei Antennenhäuser&lt;br /&gt;
* Reusenleitung (ca. 200 m)&lt;br /&gt;
* Sendemast mit Fußgebäude&lt;br /&gt;
* original Sendetechnik mit allen Versorgungsanlagen&lt;br /&gt;
* Werkstattgebäude&lt;br /&gt;
* Bürogebäude&lt;br /&gt;
* drei Wachtürme und Schutzzone für das Technikgelände&lt;br /&gt;
* original Interieur in Haus A und Haus B (Wandbild im Speisesaal, Innentüren, Wand- und Deckenleuchten, Wanduhren, Parkettböden, Treppengeländer usw.)&lt;br /&gt;
* umgebende Parkanlage (Gartendenkmal mit Pflasterflächen, Baumgruppen und Baumreihen und Bepflanzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Durch den [[Kopenhagener Wellenplan]], der ab 1950 galt und in dem Deutschland als Kriegsverlierer nur wenige Frequenzen zugeteilt bekam, musste die DDR alte Mittelwellensender in Potsdam, Schwerin, Bernburg und&lt;br /&gt;
Erfurt abschalten. Um weiter einen Rundfunkempfang auf Mittelwelle gewährleisten zu können, errichtete man neben kleineren Sendern fünf Großsender mit einer Leistung von je 250 kW in [[Sender Köpenick|Berlin-Köpenick]], [[Sender Wöbbelin|Wöbbelin]], [[Sender Burg|Burg]], Wilsdruff und [[Sender Wachenbrunn|Wachenbrunn]].&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Altendorfer: &amp;#039;&amp;#039;Das Mediensystem der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004. ISBN 978-3-531-13436-9 Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Medientechnik und Kabelmarkt: Analoge Medientechnik&amp;#039;&amp;#039; S. 202–215 [https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/978-3-322-80372-6_35.pdf pdf]. S. 205.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Baubeginn des 153 Meter hohen Rohrmastes in Wilsdruff war im September 1952. Nach im September 1953 erfolgten Tests wurde das Sendezentrum Wilsdruff am 8. Mai 1954 offiziell eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1990er Jahre wurde von diesem Sender mit einer Leistung von 250&amp;amp;nbsp;[[Watt (Einheit)|Kilowatt]] auf der [[Frequenz]] 1044&amp;amp;nbsp;[[Hertz (Einheit)|kHz]] gesendet. In der DDR wurde über den Sender das Programm [[Radio DDR I]] abgestrahlt. Über den zunächst als Reserve vorgesehenen zweiten Sender wurde später mit 20&amp;amp;nbsp;kW das Programm des [[Berliner Rundfunk]]s auf 1089&amp;amp;nbsp;kHz, ab 1978 auf 1431&amp;amp;nbsp;kHz gesendet. Von 1968 bis 1969 wurde auf 1430&amp;amp;nbsp;kHz das Programm des zu propagandistischen Zwecken gegenüber der [[Tschechoslowakei]] betriebenen [[Radio Vltava]] ausgestrahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sender steht heute als [[technisches Denkmal]] auf der sächsischen Kulturdenkmalliste. Die Gesamtanlage ist als Relikt der [[Josef Stalin|Stalinära]] mit umfassenden Sicherungsanlagen (zweireihiger gekröpfter Stacheldrahtzaun mit Hundelaufbahn und Wachtürmen) fast original erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Bilder vom Besuch des Sender Wilsdruff am 10. September 2000&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
PH Sender Wilsdruff Bedienpult.jpg|Bedienpult im Sendehaus&lt;br /&gt;
PH Sender Wilsdruff Sendeanlage.jpg|Sendeanlage&lt;br /&gt;
PH Sender Wilsdruff Technikdetail.jpg|Technik-Detailansicht&lt;br /&gt;
PH Sender Wilsdruff Dieselhaus.jpg|Schiffsdiesel zur Notstromversorgung&lt;br /&gt;
PH Sender Wilsdruff Isolator.jpg|Reserve-Isolator für den Sendemast&lt;br /&gt;
PH Sender Wilsdruff Verbindungsweg.jpg|Weg vom Senderhaus zum Sendemast&lt;br /&gt;
PH Sender Wilsdruff Reussenleitung.jpg|Reusenleitung zur Übermittlung des Signals&lt;br /&gt;
PH Sender Wilsdruff Anschlusspunkt.jpg|Anschluss der Reusenleitung am Fußgebäude&lt;br /&gt;
PH Sender Wilsdruff Einspeisung.jpg|Einspeisung des Sendesignal im Fußgebäude&lt;br /&gt;
PH Sender Wilsdruff Fussgebaeude.jpg|Fußgebäude mit Sendemast&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Mitte der 1990er Jahre betrug die Sendeleistung nur noch 20&amp;amp;nbsp;[[Watt (Einheit)|Kilowatt]]. Der hierfür benutzte moderne Sender ist vollkommen [[halbleiter]]bestückt und mit in dem Rundbau, auf dem auch der Antennenmast steht, untergebracht. Eine Zeit lang wurde nun das Programm [[MDR Sputnik]] (entstanden aus [[DT64]]) abgestrahlt, nachdem dessen [[Ultrakurzwelle|UKW]]-Übertragung über den [[Fernsehturm Dresden]] abgeschaltet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2003 befand sich in Wilsdruff auch eine Dreiecksflächenantenne als Ersatzantenne für die Frequenz 1044&amp;amp;nbsp;kHz, Hauptantenne war der Rohrmast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wilsdruff wurde bis 2013 auf der Frequenz 1044&amp;amp;nbsp;kHz das Programm des Senders [[MDR Info]] abgestrahlt. Auch Direktübertragungen von den Sitzungen des [[Sächsischer Landtag|Sächsischen Landtages]] waren über diese Frequenz zu empfangen, hierfür wurde dann das Programm von MDR Info unterbrochen. Von 2001 bis 2003 wurde in Wilsdruff noch ein zweiter Sender für [[Megaradio]] auf 1431&amp;amp;nbsp;kHz betrieben. Er bediente sich ebenfalls des Rohrmastes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Neuausschreibung wurde die Frequenz 1431&amp;amp;nbsp;kHz durch die Sächsische Landesmedienanstalt SLM an die [[Stimme Russlands]] vergeben. Sendebeginn in Wilsdruff war der 1. April 2006, es wurden Programme aus Moskau in deutscher, englischer und russischer Sprache übertragen. Im Dezember 2012 kündigte die Stimme Russlands an, ihre Mittelwellensendungen aus Wilsdruff aus finanziellen Erwägungen heraus zum 1. Januar 2013 einzustellen. Von dieser Maßnahme waren auch die Mittelwellensender in [[Sender Cremlingen-Abbenrode|Cremlingen-Abbenrode]] und [[Sender Wachenbrunn|Wachenbrunn]] betroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2024-05 |url=http://www.dxaktuell.de/?p=2766 |text=dxaktuell.de: Russischer Rotstift: Stimme Russlands kürzt Mittelwellensendungen aus Deutschland}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.dxaktuell.de/?p=2889 |text=dxaktuell.de: Stimme Russlands: Keine analogen Kurzwellen mehr aus Moskau für Deutschland, nur 693&amp;amp;nbsp;kHz verbleibt |archive-is=20130217052530}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. April 2013 um 06:00 Uhr morgens endete die Mittelwellenübertragung von [[MDR Info]] aus Wilsdruff mit der Aufschaltung einer Hinweisschleife, die auf den alternativen Empfangsweg [[DAB+]] hingewiesen hatte und noch bis 6. Mai 2013 lief. Nach deren Abschaltung um 06:00 Uhr lief über den Sender Wilsdruff ein Leerträger, bis um 09:00 Uhr auf allen drei Mittelwellensendern (Wilsdruff, [[Sender Wiederau|Wiederau]] und [[Sender Reichenbach/O.L.|Reichenbach]]) die Hinweisschleife erneut aufgeschaltet wurde. Der Sender in Wilsdruff wurde um 11:37 Uhr als letzter der drei Sender von einem Techniker des Senderbetreibers [[Media Broadcast]] vor Ort manuell abgeschaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/beitraege/2013/mw_sachsen.html |archive-is=20130701021835 |text=radioeins.de: MW-Sender in Sachsen abgeschaltet }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit gibt es keine Rundfunkübertragungen mehr von diesem Standort.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=chjXISDoWjI&amp;amp;feature=youtu.be youtube.com: Video mit Hinweis auf die Abschaltung der MDR-Mittelwellen am 30. April 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://soundcloud.com/am-783-khz/das-ende-mdr-info-auf-am-783 soundcloud.com: Aufnahme vom Übergang zur Hinweisschleife am Morgen des 30. April 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abriss erfolgte durch eine Sprengung der Halteseile am 1. August 2021.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tag24.de/nachrichten/unfall/staumeldungen/sprengung-gescheitert-153-meter-funkturm-bei-wilsdruff-steht-noch-immer-a4-am-sonntag-gesperrt-2065191 |titel=Im Video: 153-Meter-Funkturm bei Wilsdruff wurde gesprengt! |sprache=de |abruf=2021-08-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Detailaufnahmen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
2021-06-14 Sender Wilsdruff 23.jpg|Mastspitze&lt;br /&gt;
Sockel Sender Wilsdruff.JPG|Der Keramikfuß mit Sockel und Einstiegsluke&lt;br /&gt;
2021-06-14_Sender_Wilsdruff_35.jpg|Mastfuß – Gut erkennbar die sehr kleine Auflagefläche auf dem Keramikfuß.&lt;br /&gt;
Wilsdruff transmitter Aerial alt.jpg|Luftaufnahme Juni 2021&lt;br /&gt;
Datei:2021-06-14 Sender Wilsdruff 20.jpg|Befestigung der oberen drei [[Pardune]]n&lt;br /&gt;
Datei:2021-06-14 Sender Wilsdruff 17.jpg|Befestigung der unteren drei Pardunen&lt;br /&gt;
Datei:2021-06-14 Sender Wilsdruff 22.jpg|Eine der sechs Bodenverankerungen der Pardunen&lt;br /&gt;
Datei:2021-06-14 Sender Wilsdruff 19.jpg|Einer der Pardunenisolatoren&lt;br /&gt;
Datei:Rohrmast Sender Wilsdruff.JPG|Der Rohrmast mit den sechs Pardunen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Heimatmuseum der Stadt Wilsdruff]] widmet dem Sender Wilsdruff einen besonderen Ausstellungsraum, wo überdies eine sehr informative, allerdings nicht zum Verkauf bestimmte Video-DVD (50 Minuten Länge) zum Sender angeschaut werden kann. Bis zum 1. November 2015 war eine Sonderausstellung im Heimatmuseum der Stadt Wilsdruff dem Sender gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Verkauf (Jahr 2009) des Flächendenkmals an eine Privatperson ist der Zugang auch zum „[[Tag des offenen Denkmals]]“ nicht mehr möglich. Regulär ist das Gelände nicht frei zugänglich. Den Zugang zum Gelände und zu den Einzeldenkmalen regelt der § 9 des SächsDSchG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Schreiben vom 18. Januar 2019 wurde dem [[Inhaber]] des Mastes, Media Broadcast, die Abrissgenehmigung trotz Denkmalschutz erteilt. Der Bescheid enthält vier Bedingungen und acht Auflagen für einen Abbruch.&amp;lt;ref&amp;gt;Bescheid der Genehmigung zum Abbruch, Aktenzeichen 30881-15-339 vom 18. Januar 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin wurde ein Verein, mit dem Ziel den Mast zu erhalten, gegründet. Die Petition zum Erhalt des Funkmastes vom 18. April 2019 trägt 4300 Unterschriften. Die Bestätigung der Voraussetzungen für den Abriss (Freigabe, alle Bedingungen und Auflagen erfüllt) erfolgte mit Schreiben am 14. April 2020. Erst am 26. Mai 2020 wurde bekannt, dass die Rettung des Mastes gescheitert sei und dieser nun endgültig abgerissen werde.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.radiomuseum.org/forum/eine_chance_fuer_den_sender_wilsdruff.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Die für den 8. Juni 2021 avisierte Umlegung des Mastes wurde von Media Broadcast abgesagt. Als neuer Termin für den Rückbau des Sendemastes wurde der 1. August 2021 um 09:45 Uhr festgelegt und erfolgte dann 09:32 Uhr. Media Broadcast wird dem Förderverein Funkturm in Wilsdruff ein etwa 10 m langes Stück des Mastes kostenfrei überlassen, um damit in Wilsdruff z.&amp;amp;nbsp;B. ein Denkmal errichten zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;Media Broadcast; Information für Pressevertreter; Rückbau Sendemast Wilsdruff vom 26. Juli 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem Bescheid der unteren Denkmalschutzbehörde zum Abbruch an die Media Broadcast steht unter Auflagen 1.6.: &amp;#039;&amp;#039;Vor Beginn der Abbrucharbeiten ist der detaillierte technologische Ablaufplan zur Beseitigung der Anlagen der unteren Denkmalschutzbehörde vorzulegen. Dabei ist zu prüfen, ob die unteren 5 m des Mastes mit der besonderen Lagerung auf einem Keramikfuß erhalten bleiben können.&amp;#039;&amp;#039; Das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen führte den Sendemast und Fußgebäude (Antennenhaus) unter der Objekt-Dok.-Nr. 09300471 bis 20. August 2021 als nach dem [[Sächsisches Denkmalschutzgesetz|Sächsischen Denkmalschutzgesetz]] geschützt. Ab 21. August 2021 erfolgte die Weiterführung des Schutzes für das Antennenhaus des (abgebrochenen) Rohrmastes einschließlich Fußpunktisolator sowie Isolator samt Kabelansatz der Einspeisung als Denkmaleinheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Denkmalliste des LfD abgerufen am 21. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Entgegen den Festlegungen der Denkmalschutzbehörde wurde der Fußpunktisolator am 24. September 2021 vom Dach des Antennenhauses entfernt und dabei beschädigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Bilder nach der Sprengung und Abriss des Funkmastes&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Funkmast wilsdruff abriss1.jpg|Antennenspitze&lt;br /&gt;
Datei:Funkmast wilsdruff abriss2.jpg|Antennenfuß&lt;br /&gt;
Datei:Funkmast wilsdruff abriss3.jpg|Fußgebäude&lt;br /&gt;
Datei:Funkmast wilsdruff abriss4.jpg|Funkmast&lt;br /&gt;
Datei:Funkmast wilsdruff abriss5.jpg|Ehemals unterer Teil&lt;br /&gt;
Datei:Funkmast wilsdruff abriss6.jpg|Einspeisung (links) und beschädigter Fußpunkt-Isolator (rechts)&lt;br /&gt;
Datei:Funkmast wilsdruff abriss7.jpg|Bodenhalterung einer Pardune&lt;br /&gt;
Datei:Funkmast wilsdruff abriss8.jpg|Innenansicht Funkmast mit Leiteraufstieg&lt;br /&gt;
Datei:Funkmast wilsdruff abriss9.jpg|Reste vor der Verschrottung&lt;br /&gt;
Datei:Funkmast wilsdruff abriss10.jpg|Isolator der Einspeisung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|1=Belege zum Geschehen ab 30. Juni 2021 fehlen. Außerdem fehlen konkrete Links zu &amp;quot;Internetseiten des Vereins ...&amp;quot;, &amp;quot;Inetrnetseite ...&amp;quot; und so weiter.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte des Fußgebäudes ===&lt;br /&gt;
[[Datei:2021-06-14 Sender Wilsdruff 34.jpg|mini|Das Fußgebäude wenige Tage vor der Sprengung. Um das Gebäude zu schützen wurde in der rechten Bildhälfte ein Stapel aus sogenannten Nestler-Blöcken (große Betonsteine mit Noppen) errichtet, damit der untere Teil des fallenden Mastes nicht das Gebäude beschädigt.]]&lt;br /&gt;
Das Fußgebäude ist eine Einheit von baulicher Hülle und technischer Einrichtung. Es ist ein [[Faradayscher Käfig]]. Dort sind die Abstimmeinrichtung und die Steuerung der [[Befeuerung (Luftfahrt)|Befeuerung]] für den Sendemast fest verbaut. Das Denkmalamt betrachtet jedoch das Fußgebäude als normales Haus mit Einrichtungsgegenständen (Mobilien wie Möbel). Mit dem Bescheid der unteren Denkmalschutzbehörde vom 18. Januar 2019 wurde auch der Abstimmeinrichtung der Denkmalschutz entzogen. Eine Bergung ist nicht angeordnet. Lediglich eine Dokumentation wird in der 2. Bedingung verlangt. Die Media Broadcast hatte daher die Verschrottung beauftragt.&amp;lt;ref&amp;gt;Internetseiten des Vereins Radiomuseum, abgerufen am 16. Juni 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 30. Juni 2021 haben die Vereine die Abstimmeinrichtung geborgen und sind deren Eigentümer. Es wurde umgehend ein Antrag auf Denkmalschutz gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Fußgebäude befand sich mittig der Fußpunktisolator vom Typ HS. St. 1679. Er trug und isolierte den Sendemast. Das Kürzel HS. steht für die [[Hermsdorf-Schomburg-Isolatoren GmbH]], kurz HESCHO (später [[Tridelta|Kombinat Keramische Werke Hermsdorf]]). Die Abkürzung St. steht für das verwendete Material [[Steatit]]. Er hat eine Masse von rund 7&amp;amp;nbsp;t.&amp;lt;ref&amp;gt;Internetseite radiomuseum.org, abgerufen am 24. Juni 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Joachim Böhme: &amp;#039;&amp;#039;Mittelwelle, 1043/1044 Kilohertz – 60 Jahre Großsender Wilsdruff.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Das Archiv]] Heft 3/2014; S. 82–86&lt;br /&gt;
* Siegfried Hermann, Wolf Kahle, Joachim Kniestedt: &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche Rundfunk.&amp;#039;&amp;#039; Heidelberg 1994&lt;br /&gt;
* Hagen Pfau: &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutscher Rundfunk. Radio-Geschichte(n).&amp;#039;&amp;#039; Altenburg 2000&lt;br /&gt;
* [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]] Signatur DM303/1307&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sender Wilsdruff}}&lt;br /&gt;
* {{structurae |Typ=bauwerke |ID=20011582 |Name=J-Sendemast Wilsdruff}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|hrsg=www.JanBalzer.de|titel=Besuch beim Sender Wilsdruff|url=http://www.jans-radioseiten.de/wilsdruff1.html |zugriff=28. Juli 2021}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.asamnet.de/~bienerhj/1044.html | wayback=20110903204818 | text=Informationen zum ehemaligen Mittelwellensender Wilsdruff 1044 kHz}}&lt;br /&gt;
* [http://www.argus.bstu.bundesarchiv.de/DM303-28951/ DM 303/1307: Funkdirektion der Deutschen Post – DM 303 Funkdirektion der Deutschen Post – 7 Rundfunksender / Dispatcherzentrale – 7.1 Sendeanlagen]&lt;br /&gt;
* [https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-des-funkturms-in-wilsdruff Petition zum Erhalt des Sendemastes (2019)]&lt;br /&gt;
* [http://www.technikverein-sender-wilsdruff.de/ Technikverein Sender Wilsdruff]&lt;br /&gt;
* [http://www.funkturm-wilsdruff.de/ Förderverein Funkturm Wilsdruff e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Wilsdruff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Wilsdruff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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