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	<title>Sender Bisamberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sender_Bisamberg&amp;diff=618127&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Helium4: Quelle formatiert</title>
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		<updated>2024-10-01T15:24:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Quelle formatiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Sendeanlage&lt;br /&gt;
| NAME       = Sender Bisamberg&lt;br /&gt;
| OFZ_NAME   = &lt;br /&gt;
| FUNK_NAME  = &lt;br /&gt;
| BILD       = Sender Bisamberg 01 II.jpg&lt;br /&gt;
| BILD_BES   = Sendeanlage 2006 vor Betriebseinstellung&lt;br /&gt;
| ORT        = Berg [[Bisamberg (Berg)|Bisamberg]] bei [[Floridsdorf]]&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = AT-9&lt;br /&gt;
| NS         = 48.3112&lt;br /&gt;
| EW         = 16.384&lt;br /&gt;
| LAGEPUNKT  = 308&lt;br /&gt;
| VERW       = Rundfunk&lt;br /&gt;
| BESITZER   = [[Österreichische Rundfunksender]]&lt;br /&gt;
| ABRISS     = 24. Februar 2010&lt;br /&gt;
| BAU_DEKADE = 193&lt;br /&gt;
| ABR_DEKADE = 201&lt;br /&gt;
| S_ANZAHL_T = 2&lt;br /&gt;
| S_HOCH_GES = 265/120&lt;br /&gt;
| S_BAU_ZEIT = 1959/1959&lt;br /&gt;
| S_BET_ZEIT = 1959–2008/1959–2008&lt;br /&gt;
| S_ANT_BAU  = &lt;br /&gt;
| S_UMBAU    = &lt;br /&gt;
| S_WELLE    = MW&lt;br /&gt;
| S_RUNDFUNK = MW&lt;br /&gt;
| S_TYP      = &lt;br /&gt;
| S_STILL    = Ende 2008&lt;br /&gt;
| CAT_TYP    = Anlage&lt;br /&gt;
| CAT_NAME   = Bisamberg Sender&lt;br /&gt;
| CAT_STADT  = Floridsdorf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sender Bisamberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Sendeanlage]] für [[Mittelwelle]] (MW) auf dem [[Bisamberg (Berg)|Bisamberg]] an der Grenze zwischen [[Wien]] und [[Niederösterreich]]. Er lag auf einer Höhe von {{Höhe|308|AT|link=1}} Die erste Sendeanlage wurde 1933 errichtet und am Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] zerstört. 1934 standen ein langgestrecktes, zweigeschoßiges und ein höheres, voluminöseres Gebäude – aus zwei Würfeln mit hohen Fensterstreifen und einem Verbindungstrakt – und zwei zumindest 50 m hohen [[Gittermast]]en. Diese hatten viereckigen Querschnitt und waren auf 45 % ihrer Höhe mit je 4 [[Pardunen]] abgespannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://topos.orf.at/100-jahre-radio-erfindung100 |titel=Der Wettstreit der Radioerfinder – Galerie 2, Bild 9/11 |werk=orf.at / [[Technisches Museum Wien]] |datum=2024-10-01 |abruf=2024-10-01 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Sendeanlage wurde 1959 errichtet und war bis 1995 in Betrieb. Zwischen 1997 und 2008 wurde die Sendeanlage nochmals teilweise genutzt. Am 24.&amp;amp;nbsp;Februar 2010 wurden beide Sendemasten gesprengt, da ihre Erhaltung zu kostspielig gewesen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der beiden Sendemasten dieser Anlage galt mit 265&amp;amp;nbsp;m Höhe bis zum Jahre 2010 (und 274&amp;amp;nbsp;m am Vor[[Sender Kronstorf|standort Kronstorf]]) als das [[Liste der höchsten Bauwerke in Österreich|höchste Bauwerk Österreichs]] und der Stadt Wien, und in den Anfangsjahren [[Liste der höchsten Bauwerke in Europa|ganz Europas]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.fuzo-archiv.at/artikel/281544v2 Google und das Mittelwellenmonster]&amp;#039;&amp;#039;, ORF-Futurezone, 30. Mai 2008, abgerufen am 24. Februar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Fall des hohen Sendemastes wurde der 1964 fertiggestellte [[Donauturm]] (252 m) erstmals Österreichs höchstes Bauwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Erste Sendeanlage ===&lt;br /&gt;
Der Bisamberg wurde aufgrund vorangegangener Ausbreitungsmessungen mit einem transportablen Sendegerät als bestgeeigneter Standort für eine Sendeanlage ausgewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kikinger1961&amp;quot; /&amp;gt; Der damalige Sender stellte eine Richtantenne mit der Hauptstrahlrichtung nach Westen dar, die aus zwei gegen [[Erdung|Erde]] isolierten rautenförmigen [[Sendemast]]en, so genannten [[Blaw-Knox-Sendeturm|&amp;#039;&amp;#039;Blaw-Knox&amp;#039;&amp;#039;-Sendemasten]], bestand. Da es über diese Art der Sendemasten kaum Publikationen gab, führte die [[Radio Verkehrs AG]] (RAVAG) zunächst bei [[Seyring (Gemeinde Gerasdorf)|Seyring]] umfangreiche Versuche durch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=raw&amp;amp;datum=19330526&amp;amp;zoom=33 |titel=ANNO, Radio Wien, 1933-05-26 |abruf=2020-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Masthöhe wurde ein Viertel der Betriebswellenlänge, also zirka 130 Meter, gewählt. Bei der Konstruktion der beiden gleichartigen Maste wurde jedoch die Möglichkeit eingeplant, einen 5 Meter hohen zusätzlichen Mastteil mit einem bis zu 15 Meter verschiebbaren Stahlrohr auf die Mastspitze aufzusetzen, um eventuellen Änderungen der Wellenlänge Rechnung tragen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hochfrequenztechnischen Anlagen des 100-kW-Senders wurden von der Firma [[Telefunken]] geliefert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kikinger1961&amp;quot; /&amp;gt; Die beiden Antennenmasten wurden von den Firmen [[Ignaz Gridl#Ignaz Gridl junior|Ignaz Gridl jun.]] und [[Waagner-Biro]] angefertigt, wobei die Pläne gemeinsam erarbeitet wurden. Der [[Sendemast]] wurde von der Firma Gridl im Winter 1932/1933 aufgestellt, der Richtmast wurde von Waagner-Biro im Herbst 1933 montiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|vpt|23|12|1932|9|Der Radiogroßsender Bisamberg (mit Bild)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Arbeit konnte nur während der Sendepausen durchgeführt werden, da ansonsten durch die Hochspannung Lebensgefahr bestand. Während der Radiosendungen musste der Mast gegen [[Erdung|Erde]] isoliert werden, um die Sendequalität nicht zu beeinträchtigen. Die Abspannseile für den Sendemast lieferte [[Felten &amp;amp; Guilleaume]], jene für den Richtmast die [[St. Egydyer Eisen- und Stahlindustriegesellschaft|Sankt Egyder Eisen- und Stahl-Industrie-Gesellschaft]] in Wien. Die Überprüfung der Pläne und Berechnungen für die RAVAG als Auftraggeber übernahm [[Ernst Melan]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere am Bau beteiligte Firmen waren die [[AEG|AEG-Union]], [[ELIN]], [[Österreichische Brown, Boveri Werke|Österreichische Brown-Boveri-Werke]] und die Straßenbaufirma [[Stuag|STUAG]], welche die &amp;#039;&amp;#039;Senderstraße&amp;#039;&amp;#039; benannte Straße zum Sender baute. Die Baufirma [[H. Rella &amp;amp; Co]]. errichtete die Betriebsgebäude und Mastfundamente. Die [[Siemens &amp;amp; Halske AG|Siemens &amp;amp; Halske A.G.]] lieferte das Kabel, mit dem das Programm vom Funkhaus Johannesgasse zum Sender übertragen wurde. Da der Sender Bisamberg damals noch nicht ausreichend an das öffentliche Stromnetz angeschlossen war, dienten zwei 420-kVA- und ein 335-kVA-Generator der [[Österreichische Siemens-Schuckert-Werke|Österreichischen Siemens-Schuckert-Werke]] mit Dieselmotoren der [[Grazer Maschinen- und Waggonbau-Aktiengesellschaft|Grazer Waggonfabrik]] als autarke Stromversorgung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erste Sendeanlage ging am 28. Mai 1933 in Betrieb und wurde nach der Auflösung der RAVAG im Jahr 1938 von der [[Deutsche Postgeschichte 1919–1945#Zeit des Nationalsozialismus|Deutschen Reichspost]] übernommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kikinger1961&amp;quot; /&amp;gt; Der Sender Bisamberg sendete bis zu seiner Zerstörung am 13. April 1945 durch die abziehenden [[Schutzstaffel|SS-Truppen]]. Durch das Eingreifen von Angestellten konnte 1945 die Sprengung der Dieselgeneratoren mit Baujahr 1932 verhindert werden. Zerstört wurden hingegen das Sendergebäude und die Antennenanlage.[[Datei:Sender Bisamberg Dieselgeneratorenhalle.jpg|mini|Die Stromversorgungsanlage des Senders: Zwei Fünfzylinder- und ein Vierzylinder-Dieselmotor mit 500 PS bzw. 400 PS Leistung.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Sendeanlage ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Flightlog - Sendergebaeude Bisamberg 1.jpg|mini|Sendergebäude]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein behelfsmäßiger Sendebetrieb mit je einem 10-kW-Sender im [[Funkhaus Wien|Funkhaus in der Argentinierstraße]] und einem im Gebäude der [[Austria Tabak|Tabakregie]] aufgenommen, bis 1950 am Bisamberg wieder ein von der [[Karl August Czeija|Firma Czeija &amp;amp; Nissl]] gebauter Sender mit 35&amp;amp;nbsp;kW Leistung im erhalten gebliebenen Stiegenhaus in Betrieb ging. Als Antenne wurde ein 65 Meter hoher Leichtbaumast eingesetzt. Nachdem am [[Wilhelminenberg]] ein 100-kW-Sender errichtet worden war, konnte dieses Provisorium wieder abgebaut werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kikinger1961&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1954 wurde der zwischen 1950 und 1952 von der [[Besetztes Nachkriegsösterreich|amerikanischen Besatzungsmacht]] in Oberösterreich errichtete und primär nach Osten, in die [[Sowjetische Besatzungszone in Österreich|sowjetische Besatzungszone]] strahlende [[Sender Kronstorf]] an Österreich übergeben. Nach Abzug der US-Truppen im Jahre 1955 lag dieser stärkste Sender des Landes an einer ungünstigen Stelle und besaß eine ungünstige Strahlrichtung. So baute man 1956 den 274&amp;amp;nbsp;m hohen und einen der beiden 137&amp;amp;nbsp;m hohen Sendemasten ab und baute diese, an die neuen Frequenzen angepasst, am Bisamberg wieder auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Moechel: [http://www.fuzo-archiv.at/artikel/1640258v2 Sendemasten auf dem Bisamberg fallen], futurezone.orf.at, 24. Februar 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am Fußpunkt isolierten, jeweils auf drei Ebenen abgespannten [[Selbststrahlender Sendemast|selbststrahlenden]] und als [[Halbwellendipol]]e ausgeführten Sendemaste waren nun 265&amp;amp;nbsp;m (Nordmast für 585&amp;amp;nbsp;kHz) und 120&amp;amp;nbsp;m (Südmast für 1476&amp;amp;nbsp;kHz) hoch. Der Nordmast war bis 2010 das [[Liste der höchsten Bauwerke in Österreich|höchste Bauwerk in Österreich]]. Während des Betriebes standen die Masten unter [[Hochspannung]]. Im Bereich der Mittelplattform des Nordmastes befand sich ein Trennisolator, so dass der obere Teil simultan für die 1476&amp;amp;nbsp;kHz-Frequenz genutzt werden konnte. Später wurde der Trennisolator abgebaut und der Simultanbetrieb durch eine aufwendige Anpassung im Antennenhaus möglich. Beide Sendemasten befanden sich auf Wiener Stadtgebiet im 21. Bezirk [[Floridsdorf]], wohingegen das mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Sendegebäude zum Großteil auf dem Gemeindegebiet von [[Langenzersdorf]] und damit in Niederösterreich steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. August 1959 ging die Sendeanlage mit den neuen Masten und vier [[Elektronenröhre|Röhren]]-Sendern zu je 120&amp;amp;nbsp;kW Maximalleistung (laut anderen Quellen 150&amp;amp;nbsp;kW&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kikinger1961&amp;quot; /&amp;gt;) regulär in Betrieb. Je zwei waren für eine Frequenz abgestimmt und konnten im Parallelbetrieb mit 240&amp;amp;nbsp;kW senden. Die Leistung konnte auch auf 60&amp;amp;nbsp;kW gedrosselt werden. Die beiden 150-kW-Sender und die Antennenhauseinrichtungen wurden von der Firma [[Brown, Boveri &amp;amp; Cie.|Brown Boveri]] geliefert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kikinger1961&amp;quot; /&amp;gt; Am 1. Mai 1975 ging ein 600-kW-Sender in Betrieb, der ebenfalls mit Elektronenröhren arbeitete. Dieser war zwischen 585&amp;amp;nbsp;kHz und 1476&amp;amp;nbsp;kHz umschaltbar. Als Senderöhren kamen die Typen &amp;#039;&amp;#039;CQS400&amp;#039;&amp;#039; mit einer [[Anodenverlustleistung]] von 400&amp;amp;nbsp;kW und einer [[Anodenspannung]] von 14&amp;amp;nbsp;kV zum Einsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.hcrs.at/BSBG.HTM |wayback=20200220194946 |text=Mittelwellen Harald Chmela: Sendeanlage Bisamberg |archiv-bot=2024-05-08 17:26:07 InternetArchiveBot }}. http://www.hcrs.at/ – Sendermesstechniker auf der Mittelwellen Sendeanlage Bisamberg&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Juli 1982 kam es infolge eines [[Überschlagspannung|Überschlages]] während eines Gewitters zu einem Brand des Senders, welcher zur Reparatur zu [[Brown, Boveri &amp;amp; Cie.|Brown-Boveri]] in die Schweiz transportiert wurde. Am 10. Oktober 1983 nahm der instand gesetzte Sender Betrieb wieder auf. Anstatt der sechs bisher verwendeten [[Gleichrichterröhre]]n wurden nun moderne [[Halbleiter-Gleichrichter|Halbleitergleichrichter]] eingebaut. Zur Verbesserung des Wirkungsgrades wurde eine dynamische Hochfrequenz-Trägersteuerung installiert, womit der Wirkungsgrad auf rund 85 % gesteigert werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.wabweb.net/radio/sender/bisamberg2010.htm |titel=Rundfunksender in Österreich, Sender Bisamberg |abruf=2022-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Leistung war der Sender in großen Teilen [[Osteuropa]]s jenseits des [[Eiserner Vorhang|Eisernen Vorhanges]] empfangbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. September 1994 wurde die Senderhauptkontrolle für alle Fernseh- und Radioprogramme in Österreich zum [[Sender Kahlenberg]] verlegt&amp;lt;ref&amp;gt;Peter: [http://blog.ors.at/stories/31293/ Modernisierung der Senderhauptkontrolle am Kahlenberg], blog.ors.at, 23. September 2008. Nicht erreichbar am 18. Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; und am 1. Jänner 1995 aufgrund des zunehmend geringen Bedeutung des [[Mittelwellenrundfunk|Mittelwellen-Rundfunks]] der Sendebetrieb eingestellt. Am 21. März 1997 gingen die 120-kW-Sender mit auf 60&amp;amp;nbsp;kW reduzierter Leistung auf der Frequenz 1476&amp;amp;nbsp;kHz jedoch wieder in Betrieb. Gesendet wurde ein Mischprogramm aus [[Österreich 1|Ö1]], [[Radio Österreich International]] und Programmen unterschiedlichster Gruppen aus dem In- und Ausland. Am 3. Mai 1999 wurde für ca. 3 Monate der 600-kW-Sender reaktiviert, um im Zuge des [[Jugoslawienkriege|Zerfalls Jugoslawiens]] Informationssendungen wie die ORF-Sendung [[Nachbar in Not]] in Richtung Balkan ausstrahlen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2000 wurden alle mittlerweile veralteten Röhrensender außer Betrieb und stattdessen ein [[Transistor|volltransistorisierter]] 100-kW-Mittelwellensender auf der Frequenz 1476&amp;amp;nbsp;kHz in Betrieb genommen. Der Sender sendete allerdings nur mit einer reduzierten Leistung von 60&amp;amp;nbsp;kW und strahlte täglich das Programm „[[Radio 1476]]“ aus. Der Transistorsender bestand aus 80 einzelnen HF-Endstufen, von denen jede maximal 3&amp;amp;nbsp;kW aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2008 wurde seitens der Betreibergesellschaft [[Österreichische Rundfunksender|ORS]] der Betrieb der Sendeanlage eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://blog.ors.at/stories/33631/#34022: |text=Abschaltung DAB Pilotprojekt und Mittelwelle |wayback=20100314111220 |archiv-bot=2023-01-08 17:42:42 InternetArchiveBot}}, blog.ors.at. Nicht erreichbar am 18. Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Programm „Radio 1476“ war damit terrestrisch nicht mehr zu empfangen und wurde durch das Webradio „[[oe1campus]]“ ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Sendetechniker Jürgen Conrad trug der Sender den internen Namen „Alice“. Alle [[Mittelwellensender|Mittelwellen-Sender]] des ORF trugen weibliche Namen, Kurzwellensender hingegen männliche. Statt den Sender Bisamberg am 1. Jänner 1995 genau um 0 Uhr abzuschalten, übertrug Conrad noch zum Abschied den [[An der schönen blauen Donau|Donauwalzer]] – und wäre sogar bereit gewesen, die Stromkosten für diese elf Minuten privat zu bezahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Panorama|Sender Bisamberg Sendesaal.jpg|1000|Sendesaal des Senders Bisamberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprengung der Sendemasten und Nachnutzung ===&lt;br /&gt;
Die beiden Sendemasten sollten am 24. Februar 2010 um 12 Uhr (niedrigerer Sendemast)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wiev1.orf.at/stories/424795/ Sendemast am Bisamberg wird gesprengt], orf.at, 24. Februar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. 15 Uhr (hoher Sendemast)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://noev1.orf.at/stories/417891/ Bisamberg: Beide Sendemasten gesprengt], 22. Jänner 2010, abgerufen am 8. April 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; gesprengt werden. Der erste Mast konnte wegen einer Verzögerung durch einen Anrainer, der sein Haus in der Sicherheitszone nicht verlassen wollte, erst um 12:42 Uhr gesprengt werden. Der zweite Turm folgte planmäßig um 15:00 Uhr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Chaos-bei-Sprengung-durch-Oeko-Aktivist/757153 |titel=Bisamberg: Erster Mast gesprengt |hrsg=[[Österreich (Zeitung)|Österreich]] |datum=2010-02-24 |abruf=2020-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Erhalt der Sendemasten als technisches Denkmal war aufgrund der damit verbundenen hohen Kosten nicht möglich. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude mit dem Senderaum, der der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll, und dem Maschinenhaus mit seinen historischen Dieselgeneratoren bleibt erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://kurier.at/nachrichten/wien/1971889.php |text=Hannes Uhl, Kurier, 22. Jänner 2010: &amp;#039;&amp;#039;Sender Bisamberg: Ein Wahrzeichen fällt&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20100125173750}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildergalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;150&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sender Bisamberg 2009.jpg|Sender Bisamberg vom [[Kahlenberg]] aus (2009)&lt;br /&gt;
 Sender Bisamberg Mastfuss Nordmast.jpg|Mastfuß des Nordmastes&lt;br /&gt;
 Südmast Bisamberg.jpg|Südmast mit [[Reusenleitung]]en&lt;br /&gt;
 Sender Bisamberg Sendergebäude2.JPG|Zufahrt zum Sendergebäude mit Maschinenhaus (rechts)&lt;br /&gt;
 Bisamberg001.jpg|Bedienpult im Sendesaal&lt;br /&gt;
 Sender Bisamberg 600kW BBC Sender.jpg|600-kW-Sender von [[Brown, Boveri &amp;amp; Cie.|Brown-Boveri]]&lt;br /&gt;
 Sender Bisamberg Sprengung.jpg|Sprengung des Nordmastes (2010)&lt;br /&gt;
 Nordmast sprengung.jpg|Reste des Nordmastes nach der Sprengung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Österreichischen Ingenieur- und Architekten-Vereines&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1934.&lt;br /&gt;
* {{ANNO|raw|26|05|1933|15|AUTOR=|Großsender Bisamberg|ZUSATZ=Nr. 35/1933 (IX. Jahrgang), Sonderheft „Bisambergsender“|ALTSEITE=11–46.}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.idms.at/images/IDMS/z_denkmail/Denkmail_Nr_07_v41_web_32971.pdf Die Sendeanlage Bisamberg und andere existierende MW/KW-Rundfunksender in Österreich]&amp;#039;&amp;#039; in der Zeitschrift Denkma(il) der [[Initiative Denkmalschutz]] Ausgabe 7/2011, S. 11 (pdf; 7,5&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
* {{structurae |Typ=bauwerke |ID=20011253 |Name=Nordmast Bisamberg}}&lt;br /&gt;
* {{structurae |Typ=bauwerke |ID=20011252 |Name=Südmast Bisamberg}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.hcrs.at/BSBG.HTM Mittelwellen Sendeanlage Bisamberg]&amp;#039;&amp;#039; von Harald Chmela – Historisches, Technik, Fotos, Lampentausch&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.wabweb.net/radio/sender/bisamberg2010.htm Der „Großsender“ Wien-Bisamberg (1933–1945, 1950–1955, 1959–2010) Ein Nachruf]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;„Dampfradio“: Rundfunksender in Österreich (und angrenzendem Ausland)&amp;#039;&amp;#039;, letzte Änderung vom 25. Juni 2012&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/view_play_list?p=9B79494C9F1FC583 Videos von der Sprengung] auf Youtube&lt;br /&gt;
* [http://oe1.orf.at/highlights/152790.html Ö1-Sendung Menschenbilder]: Mit und über den Sendetechniker Jürgen Conrad (vom 4. April 2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.adxb-oe.org/adxb/Bisamberg.htm ADXB Österreich: „MW-Sender Bisamberg: Ist Geschichte“] Linksammlung zu Bildern vom ersten Sender aus 1933 bis zu Bildern von der Sprengung&lt;br /&gt;
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=raw&amp;amp;datum=19330526&amp;amp;zoom=33 Digitalisat der Sondernummer zur Eröffnung des Senders mit vielen technischen Details]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kikinger1961&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hans Kikinger: &amp;#039;&amp;#039;Die Großsendeanlage am Bisamberg&amp;#039;&amp;#039;, in: Erich Gusel (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Rund um den Bisamberg. Ein Heimatbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Lang-Enzersdorf 1961&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1064956440|VIAF=313418238}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Langenzersdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Niederösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Sendeanlage|Bisamberg Sender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprengung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ORF]]&lt;br /&gt;
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