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	<title>Sempach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mariusowitsch: /* Stadtbild und Sehenswürdigkeiten */ Verlinkung Löwendenkmal und Präzisierung</title>
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		<updated>2026-02-19T17:19:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Stadtbild und Sehenswürdigkeiten: &lt;/span&gt; Verlinkung Löwendenkmal und Präzisierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Dieser Artikel|behandelt die Gemeinde im Kanton Luzern. Zum Schwinger siehe [[Matthias Sempach]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = Sempach&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Sempach 2015.png&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = CHE Sempach COA.png&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-LU&lt;br /&gt;
| BEZIRK = Sursee&lt;br /&gt;
| GEMEINDE = &lt;br /&gt;
| IMAGEMAP = Wahlkreis Sursee&lt;br /&gt;
| BFS = 1102&lt;br /&gt;
| BILD = Sempach Stadt mit See.jpg&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = Blick über das Städtchen Sempach (LU), im Hintergrund der Sempachersee in Richtung Norden&lt;br /&gt;
| PLZ = 6204&lt;br /&gt;
| UN/LOCODE = CH SPA&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 47.133047&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 8.193613&lt;br /&gt;
| HÖHE = 511&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 11.68&lt;br /&gt;
| KREIS = &lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| QUELLE = &lt;br /&gt;
| QUELLE-FLÄCHE = &lt;br /&gt;
| AUSLÄNDER = 9,1 % &amp;lt;small&amp;gt;(31. Dezember 2019)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.lustat.ch/files_ftp/daten/gd/1102/w012_012t_gd1102_zz_d_0000_002.html |text=Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde |wayback=20150101162935 |archiv-bot=2019-05-13 12:23:48 InternetArchiveBot}} (Ständige Wohnbevölkerung)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ARBEITSLOSE = &lt;br /&gt;
| STADTPRÄSIDENT = &lt;br /&gt;
| STADTPRÄSIDENTIN = &lt;br /&gt;
| STADTAMMANN = &lt;br /&gt;
| GEMEINDEPRÄSIDENT = &lt;br /&gt;
| GEMEINDEPRÄSIDENTIN = &lt;br /&gt;
| GEMEINDEAMMANN = &lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.sempach.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sempach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[schweizerdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;Sämpech&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|[ˈsæmpəχ]}}&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Sprachatlas der deutschen Schweiz]],&amp;#039;&amp;#039; Band V 1b.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine Kleinstadt und [[Politische Gemeinde|Einwohnergemeinde]] im [[Schweiz]]er Kanton [[Kanton Luzern|Luzern]]. Sie liegt im [[Wahlkreis Sursee]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathieu merian sempach.jpg|mini|Die Stadt Sempach auf einem Kupferstich von [[Matthäus Merian]], 1654]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Sempach-LBS H1-016844.tif|mini|Luftbild (1954)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Städtchen Sempach liegt am Südostende des [[Sempachersee]]s. Die südliche und südöstliche Gemeindegrenze verläuft entlang der [[Grosse Aa (Sempachersee)|Grossen Aa]] und der [[Kleine Aa (Sempachersee)|Kleinen Aa]]. Sie wechselt beim Weiler &amp;#039;&amp;#039;Gottsmänigen&amp;#039;&amp;#039; (Gemeinde [[Neuenkirch]]) in nördliche Richtung bis kurz vor [[Hildisrieden]]. Von dort geht die Grenze nordwestwärts den Südhang des &amp;#039;&amp;#039;Eichbergs&amp;#039;&amp;#039; hinauf bis in die Nähe der Quelle des &amp;#039;&amp;#039;Rotbachs&amp;#039;&amp;#039; und führt mitten durch den Golfplatz Sempachersee. Innerhalb der Anlage dreht die Gemeindegrenze nach Westen und erreicht im &amp;#039;&amp;#039;Moretalerwald&amp;#039;&amp;#039; mit {{Höhe|735|CH}} den höchsten Punkt der Gemeinde. Vom Moretalerwald geht die Grenze in südwestlicher Richtung hinunter zum Sempachersee, den sie östlich von [[Eich LU|Eich]] erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gemeinde gibt es mehrere grosse Waldgebiete. An der Kleinen Aa südöstlich des Städtchens liegt der Allmendwald. Nördlich von ihm der Schwarzlache, der von der Autobahn A2 durchschnitten wird. Im Osten der Gemeinde liegt der Steinibüelwald, in dessen Westen der [[Steinibüelweiher]] liegt. Der Mussiwald wächst nordöstlich des Städtchens in die Höhe. Ausserdem ist ein ansehnlicher Teil des Ufers des Rotbachs bewaldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde besteht aus dem &amp;#039;&amp;#039;Städtchen Sempach&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|511|CH}}), dem Weiler &amp;#039;&amp;#039;Kirchbühl&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|580|CH}}) nördlich davon und zahlreichen Häusergruppen und Einzelgehöften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Gemeindeareal von 895 ha (ohne Seeanteil) sind 63,5 % landwirtschaftliches Nutzgebiet. 21,1 % sind Siedlungsfläche und nur 14,2 % von Wald und Gehölz bedeckt (Stand 2015/16).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lustat.ch/daten?fachbereich=154&amp;amp;unterbereich=301&amp;amp;raumauspraegung=179 |titel=Bodennutzung nach Nutzungsarten |hrsg=LUSTAT Statistik Luzern |datum=2022-04-19 |abruf=2024-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sempach grenzt an [[Eich LU|Eich]], [[Hildisrieden]], [[Beromünster]] und [[Neuenkirch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E3E3E3&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Jahr&lt;br /&gt;
| 1798&lt;br /&gt;
| 1850&lt;br /&gt;
| 1900&lt;br /&gt;
| 1930&lt;br /&gt;
| 1941&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| 1970&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Einwohner&lt;br /&gt;
| 700&lt;br /&gt;
| 1086&lt;br /&gt;
| 1028&lt;br /&gt;
| 1248&lt;br /&gt;
| 1229&lt;br /&gt;
| 1345&lt;br /&gt;
| 1619&lt;br /&gt;
| 2237&lt;br /&gt;
| 3096&lt;br /&gt;
| 3483&lt;br /&gt;
| 4029&lt;br /&gt;
| 4230&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohnerzahl stieg von 1798 bis 1850 stark an (+ 55,1 %). Danach folgte bis 1960 ein Auf und Ab. Einem Wachstum von 1860 bis 1880 schlossen sich zwei Jahrzehnte Bevölkerungsabwanderung an, so dass die Zahl der Bewohner im Jahr 1900 niedriger war als 50 Jahre früher (− 5,3 %). Von 1900 bis 1930 gab es dann eine Wachstumsphase (+ 21,4 %), gefolgt von einem leichten Rückgang bis 1941 und einem leichten Bevölkerungsanstieg bis 1960. Seither wächst die Einwohnerzahl rasch an (1960–2004: + 174,6 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine [[hochalemannisch]]e Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 93,8 % Deutsch, 2,18 % Albanisch und 0,75 % Spanisch als Hauptsprache an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religionen – Konfessionen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirchbühl.jpg|mini|Mutterkirche St. Martin auf Kirchbühl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher waren alle Bewohner Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Zusammensetzung der Einwohnerschaft wie folgt aus: Es gibt 76,89 % römisch-katholische ([[Bistum Basel]]), 13,92 % evangelisch-reformierte ([[Evangelisch-Reformierte Kirche des Kantons Luzern]]) und 0,32 % orthodoxe Christen. Daneben findet man 3,53 % Konfessionslose, 2,47 % Muslime und 0,43 % Anhänger anderer nichtchristlicher Religionen. Die Muslime sind albanischer Herkunft, die Anhänger anderer nichtchristlicher Religionen Hindus tamilischer Herkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft – Nationalität ===&lt;br /&gt;
Ende 2022 waren von den 4131 Einwohnern 3771 Schweizer und 360 (= 8,7 %) Ausländer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lustat.ch/daten?fachbereich=153&amp;amp;unterbereich=294&amp;amp;raumauspraegung=179 |titel=Altersstruktur der ständigen Wohnbevölkerung |hrsg=LUSTAT Statistik Luzern |datum=2023-08-10 |abruf=2024-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einwohnerschaft bestand aus 91,3 % Schweizer Staatsbürgern. Ende 2022 stammten die ausländischen Einwohner aus [[Deutschland]] (118 Personen), [[Italien]] (43), dem [[Kosovo]] (33), [[Portugal]] (32) und [[Spanien]] (14). 90 Personen stammten aus dem übrigen [[Europa]], und 30 waren aussereuropäischer Herkunft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.lustat.ch/files/lustat/daten/profile/de/gp_1102_gb2016.pdf |text=LUSTAT: Gemeindeprofil Sempach |wayback=20160508192833 |archiv-bot=2019-05-13 12:23:48 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Luzernertor Sempach.jpg|mini|Luzernertor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sempach&amp;#039;&amp;#039; findet sich erstmals in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts bezeugt. Der Name ist eine Zusammensetzung aus [[althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;semida&amp;#039;&amp;#039; «Schilf, Binse» und &amp;#039;&amp;#039;bach&amp;#039;&amp;#039; «Bach» und bedeutet damit «Schilfbach, Binsenbach». Die Übertragung auf die am Bach liegende Siedlung ist sekundär.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen]].&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S.&amp;amp;nbsp;826.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ereignisgeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:2006-Sempach-Hexenturm.jpg|mini|160px|Hexenturm]]&lt;br /&gt;
Wie bei allen Ortschaften rund um den Sempachersee ist das Gemeindegebiet schon früh besiedelt worden. Dies belegen Ausgrabungen, bei welchen neolithische und bronzezeitliche Pfahlbauten zum Vorschein kamen. Auch zur Zeit der Römer und der alemannischen Landnahme war die Gegend bewohnt (römische Siedlungsreste und Alemannengräber beweisen dies). Historisch erstmals erwähnt wird der Ort im Jahr 1150 in den Besitzurkunden des [[Kloster Muri|Klosters Muri]], der &amp;#039;&amp;#039;[[Acta Murensia]]&amp;#039;&amp;#039;. Bereits kurze Zeit später wurden die [[Habsburger]] die neuen Herren über die Gemeinde. Sie erhielt von diesen um 1220 das [[Stadtrecht]]. Die Habsburger gründeten damals entlang der sogenannten Baslerstrasse etliche Städtchen, um sich den Weg von [[Basel]] nach [[Italien]] über [[Luzern]] und den [[Gotthardpass]] zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Expansionspolitik der Stadt [[Luzern]] bedroht, schloss sich das Städtchen am 6. Januar 1386 dieser an. So entging sie im Gegensatz etwa zu [[Rothenburg LU|Rothenburg]] oder [[Wolhusen]] der Zerstörung durch die Eidgenossen. Die Habsburger waren nach diesem Akt wütend und beschlossen, dem Städtchen und den Eidgenossen eine Lektion zu erteilen. Dies führte am 9. Juli 1386 zur [[Schlacht bei Sempach]], die den Habsburgern eine empfindliche Niederlage eintrug. 1393 wurde hier der [[Sempacherbrief]] ausgehandelt. Die Zugehörigkeit von Sempach zu Luzern wurde von den Habsburgern allerdings erst 1415 anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sempach bildete bis 1798 eine eigene Vogtei mit wesentlich mehr Rechten für die Bürgerschaft als in den Landgemeinden. Von 1798 bis 1803 war es Hauptort des Distrikts Sempach, danach des damals neu geschaffenen [[Amt Sursee|gleichnamigen Amts]]. Bereits im 18. Jahrhundert verlor das Städtchen viel von seiner früheren Bedeutung, als am linken Ufer des Sempachersees eine neue grosse Strasse (Luzern-Neuenkirch-Sursee) erstellt wurde und es fortan abseits der Hauptverkehrsachse lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Postgeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:PTT-Archiv Post-199 A 0007 Sempach Poststelle ca. 1936.tif|mini|Die Poststelle Sempach Stadt, erbaut 1936]]&lt;br /&gt;
Die Poststelle &amp;#039;&amp;#039;Sempach Stadt&amp;#039;&amp;#039; wurde 1936 erbaut, weil das bisherige Lokal&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mfk.ch/ptt-archiv/vermittlung/galerien/post/ |titel=Bauwerke der Post - PTT-Archiv |abruf=2019-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im Städtchen zu eng geworden war. Posthalter Alois Lieb beabsichtigte deshalb einen Neubau vor dem Luzerner Tor, doch der Gemeinderat erhob Einspruch gegen die Verlegung der Post ausserhalb des Städtchens. Nachdem aber die Suche nach neuen Räumlichkeiten innerhalb der Mauern gescheitert war, legte sich der Widerstand, und die neue Post konnte gebaut werden. Im Gebäude befand sich auch eine automatische Telefonzentrale. Diese wurde 1951 vergrössert, wofür die Raumnutzung des Postbüros optimiert werden musste. Seit 2020 befindet sich die Poststelle wieder im Städtchen; das alte Postgebäude wurde abgerissen, damit die alte Stadtmauer wieder besser sichtbar wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Sempach}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Von der ehemaligen Stadtbefestigung existieren am südlichen Stadteingang noch das Luzerner Tor mit Turmuhr und Fresko von 1911 ([[Seraphin Weingartner]]) und, als östlicher Eckpfeiler, der Hexenturm aus dem 13. oder 14. Jahrhundert mit Zinnenkranz. Hingegen ist das Surseer Tor auf der Nordseite eine Rekonstruktion aus den Jahren 1985–1987.&lt;br /&gt;
* Die Altstadt besteht nur aus einer Durchgangsstrasse (Stadtstrasse) und wenigen Gassen (Untergasse, Obergasse, Gerbegasse). Während die Untergasse mit ihren Gasthäusern einst dem gehobenen Bürgertum zuzurechnen war, ist die Obergasse eher ländlichen Charakters. In der Gerbegasse hat sich, inmitten zeitgenössischer Bausubstanz, ein (stark restauriertes) spätmittelalterliches [[Hochstudhaus]] mit [[Tätschdach]] (Nr.&amp;amp;nbsp;3, um 1500) erhalten. Es gehört zu den ältesten Holzkonstruktionen seiner Art im Kanton Luzern.&lt;br /&gt;
* Das Rathaus stammt in seiner wesentlichen Bausubstanz aus dem Ende des 15. bzw. Beginn des 16. Jahrhunderts; seine Fassade in Fachwerk wurde im ersten Geschoss jedoch erst im 17. Jahrhundert, im Obergeschoss mit Dacherker erst im 19. Jahrhundert angefügt. Die spätgotische Ratsstube diente zu Ratsversammlungen, Gerichtssitzungen, aber auch für Bankette und Feste. Sie enthält Kabinettsschreiben aus dem frühen 17. Jahrhundert. Seit einem umfangreichen Umbau dokumentiert das neueröffnete [[Rathausmuseum Sempach|Rathausmuseum]] die Stadtgeschichte und die Schlacht bei Sempach. Der Löwenbrunnen vor dem Rathaus stammt aus dem 16. Jahrhundert (Becken und Skulptur erneuert).&lt;br /&gt;
* Vor der klassizistischen Pfarrkirche St. Stefan (1831; 2000 restauriert) befindet sich die spätbarocke Kaplanei (1797). Das [[Löwendenkmal (Sempach)|Löwendenkmal]] auf dem Kirchenvorplatz wurde 1886 zur 500-Jahr-Feier der Schlacht bei Sempach zu Ehren von [[Petermann von Gundoldingen]] und [[Arnold Winkelried]] errichtet. Die darauf thronende Löwenskulptur wurde von [[Urs Eggenschwiler]] geschaffen und 1888 platziert.&lt;br /&gt;
* An der «Alten Schiffslände» befand sich vor 1806, als der Seespiegel um 2 m abgesenkt wurde, der Hafen der Stadt. Hier gibt es einige Wohnhäuser mit verarbeiteter Bausubstanz der abgebrochenen Stadtmauer. Neben dem nicht mehr existierenden Seetor steht die «Sust» (18. Jahrhundert), wo die Waren vom Wasser für den Landtransport umgeladen, verzollt und zwischengelagert wurden. Später war das Gebäude Waschhaus, und heute ist es eine Galerie.&lt;br /&gt;
* Unterhalb der Altstadt verläuft die Seepromenade und in ihrer Verlängerung die Wanderroute in den Weiler [[Kirchbühl (Sempach)|Kirchbühl]] (ca. 30 Minuten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandgemälde in der ehemaligen [[St. Martin auf Kirchbühl|Pfarrkirche St. Martin im Ortsteil Kirchbühl]], darunter das Fragment einer der ältesten Darstellungen der Legende von der «[[Die drei Lebenden und die drei Toten|Begegnung der drei Lebenden und der drei Toten]]», entstanden um 1310.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Georg Wehrens: &amp;#039;&amp;#039;Der Totentanz im alemannischen Sprachraum. «Muos ich doch dran – und weis nit wan.»&amp;#039;&amp;#039; Schnell &amp;amp; Steiner, Regensburg 2012, S.&amp;amp;nbsp;26, ISBN 978-3-7954-2563-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie zählen zu den umfangreichsten und ältesten Freskenzyklen in einer der ältesten Kirchen im Kanton Luzern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Schlacht bei Sempach erinnert als Gedenkstätte die [[Schlachtkapelle Sempach]] an der Strasse nach Hildisrieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2017 wurde Sempach für die sorgfältige Weiterentwicklung seiner historischen Ortskerne mit dem [[Wakkerpreis]] vom [[Schweizer Heimatschutz]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Stadtrat ===&lt;br /&gt;
Der Stadtrat Sempach besteht aus fünf Mitgliedern und ist wie folgt aufgestellt (Stand 1. September 2024):&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sempach.ch/behoerden/11775?dtFilterText= |titel=Stadtrat |hrsg=Stadtverwaltung Sempach |abruf=2024-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürg Aebi ([[Die Mitte|Mitte]]): Stadtpräsident&lt;br /&gt;
* Marcel Hurschler (Mitte): Raum, Umwelt und Energie&lt;br /&gt;
* Ermi Krieger (Mitte): Finanzen und Sicherheit&lt;br /&gt;
* Tanja Schnyder ([[FDP.Die Liberalen|FDP]]): Soziales und Bildung&lt;br /&gt;
* Christian Stofer (FDP): Infrastruktur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonsratswahlen ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Kantonsrat (Luzern)|Kantonsratswahlen 2023]] des [[Kanton Luzern|Kantons Luzern]] betrugen die Wähleranteile in Sempach: [[Die Mitte|Mitte]] (mit GenMitte) 35,02 %, [[Schweizerische Volkspartei|SVP]] 18,38 %, [[FDP.Die Liberalen|FDP]] 15,38 %, [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]] (mit JUSO) 14,93 %, [[Grünliberale Partei|glp]] 8,78 % und [[Grüne Schweiz|Grüne]] (mit JG und GrüneKuG) 7,51 %.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lustat.ch/files_ftp/daten/kt/0003/w173_302t_kt0003_gd_d_2023.html Kantonsratswahlen: Stärke der Parteien 2023] (LUSTAT Statistik Luzern)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationalratswahlen ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Schweizer Parlamentswahlen 2023]] betrugen die Wähleranteile in Sempach: [[Die Mitte|Mitte]] 34,0 %, [[Schweizerische Volkspartei|SVP]] 21,5 %, [[FDP.Die Liberalen|FDP]] 15,7 %, [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]] 12,3 %, [[Grünliberale Partei|glp]] 7,5 %, [[Grüne Schweiz|Grüne]] 6,3 %, übrige 2,7 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lustat.ch/daten?fachbereich=162&amp;amp;unterbereich=343&amp;amp;raumauspraegung=179&amp;amp;stichwort=Nationalratswahlen |titel=Nationalratswahlen |hrsg=LUSTAT Statistik Luzern |datum=2024-01-03 |abruf=2024-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde ist durch die [[Postauto]]linie Sursee–Eich-Sempach Station ans Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen. Der politisch zur Nachbargemeinde [[Neuenkirch]] gehörende Ortsteil &amp;#039;&amp;#039;Sempach Station&amp;#039;&amp;#039; verfügt über einen Bahnhof an der [[Bahnstrecke Olten–Luzern|Bahnlinie Luzern–Olten]], der Bahnhof ist etwa 1,5 km vom Ortskern Sempach entfernt. Der Ort liegt an der Hauptstrasse Luzern–Sempach–Sursee und hat einen eigenen Autobahnanschluss an der [[Autobahn A2 (Schweiz)|A2]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Natur ==&lt;br /&gt;
Mit der [[Schweizerische Vogelwarte Sempach|Schweizerischen Vogelwarte]] befindet sich das wichtigste Zentrum der Vogelkunde innerhalb der Schweiz in Sempach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sempach gibt es seit über 400 Jahren die Tradition eines Umrittes an [[Christi Himmelfahrt|Auffahrt]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sempachersee-tourismus.ch/de/veranstaltungen/topevents/auffahrtsumritt sempachersee-tourismus.ch]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- CHRONOLOGISCHE Sortierung --&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Walker]] (1360–1427), Schultheiss und Baumeister des luzernischen Stadtstaates&lt;br /&gt;
* [[Alfred Helfenstein]] (* 1896), Zahnarzt in [[Wohlen]] und Heimatforscher in Luzern&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Helfenstein]] (1946–2020), Architekturfotograf&lt;br /&gt;
* [[Cécile Bühlmann]] (* 1949), Politikerin&lt;br /&gt;
* [[Christoph Mauch]] (* 1971), Triathlet&lt;br /&gt;
* [[Maya Graber]] (* 1974), Bildhauerin und Medailleurin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit Sempach verbundene Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
* [[Liste der gefallenen Adeligen auf Habsburger Seite in der Schlacht bei Sempach|Gefallene Adelige in der Schlacht bei Sempach]] († 9. Juli 1386)&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Müller (Schauspielerin, 1926)|Elisabeth Müller]] (1926–2006), in Sempach verstorbene Schauspielerin&lt;br /&gt;
* [[Lukas Jenni]] (* 1955), Ornithologe, langjähriger Leiter der Schweizerischen Vogelwarte Sempach, lebt in Sempach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Sempach |Band=1 |Seite=37}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|654|Autor=Waltraud Hörsch}}&lt;br /&gt;
* [[Adolf Reinle]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern.&amp;#039;&amp;#039; Band IV: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt Sursee&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kunstdenkmäler der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Band 35). Hrsg. von der [[Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte]] GSK. Bern 1956, ISBN 978-3-906131-23-8.&lt;br /&gt;
* Judith Rickenbach: &amp;#039;&amp;#039;Zeitspuren. Kulturhistorische Wanderungen im Kanton Luzern.&amp;#039;&amp;#039; Hitzkirch 2001.&lt;br /&gt;
* Alfred Helfenstein: &amp;#039;&amp;#039;Namenbuch der Gemeinde Sempach.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag 1965.&lt;br /&gt;
* Alfred Helfenstein: &amp;#039;&amp;#039;Hof- und Geschlechterbuch der Gemeinde Sempach.&amp;#039;&amp;#039; 1967.&lt;br /&gt;
* Alfred Helfenstein: &amp;#039;&amp;#039;Werken und Wirken zu Sempach der kleinen Stadt.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Gewerbe- und Verkehrsverein Sempach.&lt;br /&gt;
* Alfred Helfenstein: &amp;#039;&amp;#039;Sempacher Schlachtfeier.&amp;#039;&amp;#039; (jährlich erschienene Festzeitung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.sempach.ch/ Offizielle Website der Stadt Sempach]&lt;br /&gt;
* {{ISOS|2605|Sempach|Abruf=|Sprache=}}&lt;br /&gt;
* [http://www.burgenwelt.org/schweiz/sempach_sm/object.php Burgenwelt: Stadtbefestigung Sempach]&lt;br /&gt;
* [http://www.burgenwelt.org/schweiz/hexenturm_sempach/object.php Burgenwelt: Hexenturm]&lt;br /&gt;
{{Toter Link |date=2019-09-13 |url=https://www.lustat.ch/files/lustat/daten/profile/de/gp_1102_gb2016.pdf |text=Gemeindeprofil des kantonalen statistischen Amtes (PDF, 115 B)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Wahlkreis Sursee}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4054335-3|LCCN=n80131493|VIAF=123157542}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Luzern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Luzern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sempach| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1150]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mariusowitsch</name></author>
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