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	<title>Semnonen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Semnonen&amp;diff=66251&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JKowar: /* Stammesgeschichte */  Die »böhmische Grenze« gab es um 100 n. Chr. noch nicht; seit dem 11. Jhd. verläuft diese Grenze jedoch annähernd über die Kammlinie der Westsudeten.</title>
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		<updated>2024-06-06T12:16:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Stammesgeschichte: &lt;/span&gt;  Die »böhmische Grenze« gab es um 100 n. Chr. noch nicht; seit dem 11. Jhd. verläuft diese Grenze jedoch annähernd über die Kammlinie der Westsudeten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:GermanenAD50.png|mini|hochkant=1.2|Siedlungsgebiete der germanischen Stämme in Mitteleuropa um 50 n. Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Semnonen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch: &amp;#039;&amp;#039;Semnones&amp;#039;&amp;#039;, griechisch: οἱ Σέμνωνες, Σέμνονες) galten nach [[Tacitus]] ([[Germania (Tacitus)|Germania]], 39) als das Stammvolk der [[Elbgermanen|elbgermanischen]] [[Sueben]] („vetustissimi Sueborum“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammesgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jahrhundertausstellung 1906 KatNr. 0127.jpg|mini|hochkant=1.2|&amp;#039;&amp;#039;Semnonenlager am Müggelsee&amp;#039;&amp;#039;, Gemälde von [[Carl Blechen]] (1828)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 6 v.&amp;amp;nbsp;Chr. schlossen sich die Semnonen den [[Markomannen]] unter [[Marbod]] an. Im Jahre 5 n.&amp;amp;nbsp;Chr. besiegte [[Tiberius]] im Zuge des [[Immensum bellum]] die [[Langobarden]] an der Unterelbe. Vermutlich wurde er dabei durch eine römische Flotte unterstützt. Er zog daraufhin weiter elbaufwärts und gelangte an der mittleren [[Elbe]] zu den Semnonen und schließlich zu den [[Hermunduren]], wo er ein Lager aufschlug und möglicherweise germanische Gesandte empfing.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein bei von Velleius Paterculus, &amp;#039;&amp;#039;Historia Romana&amp;#039;&amp;#039; 2,107,1–2, geschilderter Besuch eines germanischen Fürsten kann in diesem Sinne interpretiert werden, siehe Klaus Tausend: &amp;#039;&amp;#039;Im Inneren Germaniens: Beziehungen zwischen den germanischen Stämmen vom 1. Jh. v. Chr. bis zum 2. Jh. n. Chr.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2009, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Feldzugteilnehmer [[Velleius Paterculus]] beschrieb die Situation zu diesem Zeitpunkt folgendermaßen: „Nichts blieb mehr in Germanien, das hätte besiegt werden können, außer dem Stamm der Markomannen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Velleius Paterculus]], &amp;#039;&amp;#039;Historia Romana II&amp;#039;&amp;#039;, cap. 106–108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17 n.&amp;amp;nbsp;Chr. fielen die Semnonen und Langobarden von Marbod ab und traten dem [[Cherusker]]bund bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tacitus]], &amp;#039;&amp;#039;[[Annales (Tacitus)|Annales]]&amp;#039;&amp;#039; II&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 100 n.&amp;amp;nbsp;Chr. lag ihr Siedlungsgebiet im Raum zwischen Elbe und [[Oder]] sowie von den [[Westsudeten]] bis an die [[Havel]], zeitweise auch jenseits von Oder und [[Warthe]]. Die Semnonen hatten im Gegensatz zu den meisten westgermanischen Stämmen zu dieser Zeit bereits Könige. Nach Tacitus hatten sie 100&amp;amp;nbsp;[[Gau]]e, eine Angabe, die [[Gaius Iulius Caesar]] bereits rund 150&amp;amp;nbsp;Jahre früher über die Sueben als Gesamtstamm gemacht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Caesar, De Bello Gallico IV Kap 1&amp;lt;/ref&amp;gt; In ihrem [[Semnonenhain|„heiligen Hain“]], dem kultischen Zentrum der Sueben, wurden demnach [[Menschenopfer]] dargebracht. Tacitus schrieb zu den Semnonen und ihrem Kultplatz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Vetustissimos se nobilissimosque Sueborum Semnones memorant; fides antiquitatis religione firmatur. Stato tempore in silvam auguriis patrum et prisca formidine sacram omnes eiusdem sanguinis populi legationibus coeunt caesoque publice homine celebrant barbari ritus horrenda primordia. Est et alia luco reverentia: nemo nisi vinculo ligatus ingreditur, ut minor et potestatem numinis prae se ferens. Si forte prolapsus est, attolli et insurgere haud licitum: per humum evolvuntur. Eoque omnis superstitio respicit, tamquam inde initia gentis, ibi regnator omnium deus, cetera subiecta atque parentia. Adicit auctoritatem fortuna Semnonum: centum pagi iis habitantur magnoque corpore efficitur ut se Sueborum caput credant.|Übersetzung= Als die ältesten und vornehmsten Sueben betrachten sich die Semnonen. Den Glauben an ihr hohes Alter bestätigt ein religiöser Brauch. Zu bestimmter Zeit treffen sich sämtliche Stämme desselben Geblüts, durch Abgesandte vertreten, in einem Haine, der durch die von den Vätern geschauten Vorzeichen und durch uralte Scheu geheiligt ist. Dort leiten sie mit öffentlichem Menschenopfer die schauderhafte Feier ihres rohen Brauches ein. Dem Hain wird auch sonst Verehrung gezeigt: niemand betritt ihn, es sei denn gefesselt, um seine Unterwürfigkeit und die Macht der Gottheit zu bekunden. Fällt jemand hin, so darf er sich nicht aufheben lassen oder selbst aufstehen; auf dem Erdboden wälzt er sich hinaus. Insgesamt gründet sich der Kultbrauch auf den Glauben, dass von dort der Stamm sich herleite, dort der allbeherrschende Gott wohne, dem alles unterworfen, gehorsam sei. Der Reichtum der Semnonen steigert ihr Ansehen: sie bewohnen hundert Gaue, und die Größe ihres Stammes veranlaßt sie, sich für den Hauptstamm der Sueben zu halten.&lt;br /&gt;
|Tacitus, Germania, 39}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem dritten Jahrhundert verließen die Semnonen, bis auf Restgruppen ihre Heimat an Havel und [[Spree]] in Richtung [[Oberrhein]] und gingen in den [[Alamannen]] auf. Die Semnonen werden zum letzten Mal 260 n.&amp;amp;nbsp;Chr. in einer Inschrift auf dem 1992 aufgefundenen [[Augsburger Siegesaltar]] als Synonym zu [[Juthungen]], einem alamannischen Teilstamm, erwähnt. Damals war ein großer Teil der Semnonen bereits nach Südwestdeutschland gewandert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Theodor Fontane]]: &amp;#039;&amp;#039;Auf der Kuppe der Müggelberge&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gedichte.xbib.de/Fontane_gedicht_Auf+der+Kuppe+der+M%FCggelberge.htm Gedicht von Theodor Fontane]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{RGA|28|152|158|Semnonen|[[Helmut Castritius]], [[Alexander Sitzmann]]}} ([https://books.google.de/books?id=GvjSxM_B_yIC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA152#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false online: &amp;#039;&amp;#039;Semnonen. §1 Namenkundliches.&amp;#039;&amp;#039; S. 152–154.])&lt;br /&gt;
* [[Dieter Geuenich]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Alemannen&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Kohlhammer, Stuttgart 1997, ISBN 3170120956.&lt;br /&gt;
* [[Bruno Krüger (Prähistoriker)|Bruno Krüger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Germanen: Von den Anfängen bis zum 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Germanen: Geschichte und Kultur der germanischen Stämme in Mitteleuropa: Ein Handbuch in zwei Bänden&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Akademie-Verlag, Berlin 1983.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Much]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Germania des Tacitus&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage, Wolfgang Lange (Hrsg.) unter Mitarbeit durch Herbert Jankuhn, Verlag C. Winter, Heidelberg 1967.&lt;br /&gt;
* Rudolf Much: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Stammsitze. Ein Beitrag zur ältesten Geschichte Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;. 1892.&lt;br /&gt;
* [[Publius Cornelius Tacitus|Cornelius Tacitus]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Germania (Tacitus)|Germania]]. Kapitel 39&amp;#039;&amp;#039;. Reclam, Stuttgart 2000, ISBN 3-15-009391-0, oder [[Anaconda Verlag]], Köln 2006, ISBN 3-938484-88-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4224781-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanischer Stamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elbgermanen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sueben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Ethnie (Germania magna)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JKowar</name></author>
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