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	<title>Semiten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Jordi: red.</title>
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		<updated>2026-02-17T00:06:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;red.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Semiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden (historische) Völker bezeichnet, die eine [[Semitische Sprachen|semitische Sprache]] sprachen. Semitische Sprachen sprechen heute insbesondere [[Araber]], [[Mehri|Mehrier]], [[Israelis]], [[Aramäer (Christentum)|Aramäer]], [[Bevölkerung Maltas|Malteser]] sowie mehrere Sprachgruppen in [[Äthiopien]] und [[Eritrea]]. Der Sammelbegriff „Semiten“ als Bezeichnung einer Völkerfamilie gilt als ungenau und überholt, insbesondere auch aufgrund seiner Verwendung als [[Ethnophaulismus]] in [[Rassismus|rassistischen]] Kontexten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Historiker [[August Ludwig von Schlözer]] prägte 1781 den Begriff mit Bezug auf die [[Völkertafel (Bibel)|Völkertafel]] der [[Genesis (Bibel)|Genesis]] – siehe dazu [[Semitismus]]. Die [[Bibel]] führt die Abstammung [[Abraham]]s auf [[Sem (Bibel)|Sem]], den Sohn [[Noach|Noah]]s, zurück. In Anlehnung daran bezeichnete man in biblischer Zeit alle Völker [[Vorderasien]]s, die sich als Nachkommen Abrahams betrachteten, als „Söhne des Sem“. Zu den Semiten zählen die [[Amharen]], [[Tigray (Volk)|Tigrinya]], [[Araber]], [[Hyksos]], [[Maltesische Sprache|Malteser]], [[Minäer]], [[Sabäer]], [[Amoriter]], [[Ammoniter]], [[Akkader]]/[[Babylonier]]/[[Assyrer]]/[[Aramäer (Volk)|Aramäer]], [[Hebräer]], [[Kanaaniter]], [[Moabiter]], [[Nabatäer]], [[Phönizier]] und [[Samaritaner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die begriffliche Zuordnung der semitischen Sprachen zu den Nachkommen Sems ist auch in sich nicht völlig kohärent. So sprachen auch die in der Bibel erwähnten Kanaaniter eine semitische Sprache, deren biblischer Stammvater [[Kanaan]] wird jedoch als Sohn [[Ham (Bibel)|Hams]] beschrieben, eines anderen Noah-Sohnes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Im [[Altertum]] bewohnten Völker, die semitische Sprachen sprachen, wohl zunächst die [[Arabische Halbinsel]]. [[Völkerwanderung]]en brachten sie nach [[Mesopotamien]], [[Syrien]] und [[Kanaan]], [[Ägypten]], [[Eritrea]], [[Äthiopien]] und mit der [[Phönizier|phönizischen Kolonisierung]] bis an die Küsten des westlichen [[Mittelmeer]]s. Es wird vermutet, dass sie ursprünglich aus Nordost-[[Afrika]] kamen, wo auch die anderen Zweige der [[Afroasiatische Sprachen|afroasiatischen Sprachfamilie]] beheimatet waren, die in der älteren Sprachwissenschaft als [[hamitische Sprachen]] bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Semiten als rassistischer Begriff ==&lt;br /&gt;
In verschiedenen pseudowissenschaftlichen [[Rassentheorie]]n wurden die [[Juden]] als „Semiten“ bezeichnet, weil die Hebräer ein semitisches Volk seien. Um die Judenfeindlichkeit „wissenschaftlich“ (und nicht mehr nur religiös) zu untermauern, wurden die „Semiten“ zu einer „minderwertigen [[Rassismus|Rasse]]“ erklärt, die zu keiner eigenständigen Kultur imstande sei. Hieraus entstand auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Antisemitismus]]&amp;#039;&amp;#039; (Judenfeinde bezeichneten sich selbst als &amp;#039;&amp;#039;Antisemiten&amp;#039;&amp;#039;). Antisemiten wie [[Eugen Dühring]] gingen so weit, die Juden als „schlimmste Gruppe“ der Semiten zu bezeichnen, die selbst von den anderen Semiten (Arabern) gehasst würden.&amp;lt;ref&amp;gt;Eugen Dühring: &amp;#039;&amp;#039;Die Judenfrage als Frage des Racencharakters&amp;#039;&amp;#039; (1901), erstes Kapitel.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig gingen die Antisemiten davon aus, dass die Juden keine reinen Semiten seien, sondern laut [[Theodor Fritsch]] eine Mischrasse hauptsächlich aus der „semitischen (orientalischen, arabischen) Rasse“ und der „vorderasiatischen (armenoiden, assyroiden) Rasse“, wobei 90 % der Juden eher letzterer Gruppe zuzuordnen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Fritsch: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Judenfrage&amp;#039;&amp;#039; (1944), S. 12 ff. Er beruft sich seinerseits auf [[Hans F. K. Günther]], &amp;#039;&amp;#039;[[Rassenkunde des jüdischen Volkes]]&amp;#039;&amp;#039; (1929).&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen Ende der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] wurde die Selbstbezeichnung „Antisemiten“ – auch in Hinblick auf arabische Verbündete – abgeschafft und z.&amp;amp;nbsp;B. durch „Judengegner“ ersetzt. Schon Dühring wollte im 19. Jahrhundert den Antisemitismus lieber als „Antihebraismus“ verstanden wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass das Wort &amp;#039;&amp;#039;Semiten&amp;#039;&amp;#039; [[Etymologie|etymologisch]] in der Bezeichnung [[Antisemitismus]] steckt, führt mitunter zu Verwirrung, etwa des Inhalts, dass damit doch gar keine Araber gemeint seien. Nach Ansicht der Antisemitismusforscher [[Peter Ullrich]] und [[Uffa Jensen]] ist dies „Ausdruck von Unkenntnis, spitzfindiger Bauernschläue oder schlicht eine Schutzbehauptung gegen unliebsame Antisemitismusvorwürfe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Ullrich, Uffa Jensen: &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus – der Terminus&amp;#039;&amp;#039;. In: dieselben, Sina Arnold, Anna Danilina, [[Klaus Holz]], Ingolf Seidel, Jan Weyand (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Was ist Antisemitismus? Begriffe und Definitionen von Judenfeindschaft&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2024, ISBN 978-3-8353-5070-0, S. 15–18, hier S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Pansemitismus]]&lt;br /&gt;
* [[Semitistik]]&lt;br /&gt;
* [[Philosemitismus]]&lt;br /&gt;
* [[Orientalismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Semit}}&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex|28381|Sem / Semiten|Autoren=Holger Gzella|Abruf=2023-10-02}}&lt;br /&gt;
* [[Amadeu Antonio Stiftung]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://nichts-gegen-juden.de/araber-sind-auch-semiten/ »Araber sind auch Semiten«]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4054500-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semitistik| Semiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnophaulismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jordi</name></author>
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