<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Semem</id>
	<title>Semem - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Semem"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Semem&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-27T13:45:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Semem&amp;diff=937929&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: zu viel Fremdgewort</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Semem&amp;diff=937929&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2022-03-19T09:19:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;zu viel Fremdgewort&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Semem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Begriff der linguistischen [[Semantik]] und bezeichnet eine sich aus [[Sem (Linguistik)|Semen]], einzelnen kleinsten Elementen der Bedeutung von Wörtern bzw. Lexemen, ergebende semantische Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Einzelnen ist der Begriff theorieabhängig von der jeweiligen linguistischen Schule.&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführlich Bußmann: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage (2002): &amp;#039;&amp;#039;Semem&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Semem als spezifische Kombination von Semen ==&lt;br /&gt;
Das Semem als semantische Einheit wird als je spezifische Kombination von Semen, [[semantisches Merkmal|semantischen Merkmalen]] aufgefasst (auch: &amp;#039;&amp;#039;Merkmalsbündel&amp;#039;&amp;#039;).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beispiel: Zum &amp;#039;&amp;#039;Semem&amp;#039;&amp;#039; des Wortes „Fluss“ gehören unter anderem semantische Merkmale wie [konkret], [natürlich], [fließend], [relativ groß];&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav H. Blanke: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die semantische Analyse.&amp;#039;&amp;#039; Hueber, München 1973, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; drei dieser Merkmale teilt das Semem von „Fluss“ mit dem von „Bach“, unterscheidet sich von diesem aber im Merkmal [relativ groß]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bietet sich eine Möglichkeit, die semantische Seite von [[Wortfeld]]ern systematisch zu beschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Harro Gross: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die germanistische Linguistik.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarb. und erw. Auflage, neu bearb. von Klaus Fischer. Iudicium, München 1998, ISBN 3-89129-240-6, S. 119f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kleinste Bedeutungselement eines Semems ist das [[Noem]] (Aussprache Noēm). Nach [[Leonard Bloomfield]] ist die vom Noem getragene Bedeutung Teil eines [[Glossem]]s, welches die kleinste sprachliche Einheit darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;„Smallest meaningful unit of linguistic signaling: &amp;#039;&amp;#039;glosseme&amp;#039;&amp;#039;; the meaning of a glosseme is a &amp;#039;&amp;#039;noeme&amp;#039;&amp;#039;“ (Bloomfield 1933:264)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Semem als eine bestimmte Bedeutung und sein Verhältnis zum Lexem ==&lt;br /&gt;
Der Terminus &amp;#039;&amp;#039;Semem&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;eine&amp;#039;&amp;#039; bestimmte Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zum Begriff [[Lexem]] ist davon abhängig, wie man den Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Lexem&amp;#039;&amp;#039; definiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausdrücke &amp;#039;&amp;#039;Semem&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Lexem&amp;#039;&amp;#039; sind [[Synonym]]e, wenn ein Lexem terminologisch nur eine Bedeutung haben soll. Häufig werden die Ausdrücke &amp;#039;&amp;#039;Semem&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Lexem&amp;#039;&amp;#039; gleichbedeutend (synonym) verwendet&amp;lt;ref&amp;gt;So Ernst, Peter: &amp;#039;&amp;#039;Germanistische Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; WUV, Wien 2008 (UTB; 2541), S.&amp;amp;nbsp;204.&amp;lt;/ref&amp;gt; – dabei muss hier offenbleiben, ob dies auf einer terminologischen Entscheidung oder Unbedachtheit beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Einheit eines Lexems nicht durch die Einheit seiner Bedeutung definiert, kann es also ein Lexem mit mehreren Bedeutungen geben (Lexem im semantisch weiteren Sinn), macht ein Semem einen Teilaspekt eines Lexems im Sinne einer Gesamtbedeutung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Semem ist dann die &amp;#039;&amp;#039;Teilbedeutung&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Schlaefer, Michael: &amp;#039;&amp;#039;Lexikologie und Lexikographie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Schmidt, Berlin 2009, S. 12; Helmut Rehbock: &amp;#039;&amp;#039;Semem.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Helmut Glück]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; (&amp;#039;&amp;#039;Lesart&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bedeutungsvariante&amp;#039;&amp;#039;, die „jeweils aktualisierte Bedeutung“&amp;lt;ref&amp;gt; Siegfried Heusinger: &amp;#039;&amp;#039;Die Lexik der deutschen Gegenwartssprache. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; W. Fink, München 2004 (UTB 2491), S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;) eines mehrdeutigen Lexems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fall eines eindeutigen Lexems fallen Semem und Lexem zusammen. Ein eindeutiges Lexem hat also nur ein Semem. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konkrete Anwendung dieses begrifflichen Rasters hängt im Einzelnen davon ab, wie man den Begriff der [[Bedeutung]] konkret fasst. Während man beim Lexem – möglicherweise lexikographisch bedingt – dazu neigt, nur bei Grundbedeutungen von einer selbständigen Bedeutung auszugehen, erlaubt das Konzept des Semems eine beliebige Feindifferenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Komponentenanalyse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wilfried Kürschner: &amp;#039;&amp;#039;Grammatisches Kompendium. Systematisches Verzeichnis grammatischer Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Francke, Tübingen/Basel 1997, ISBN 3-8252-1526-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semantik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
</feed>