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	<title>Semantisches Merkmal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T22:58:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Semantisches_Merkmal&amp;diff=680739&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KenntnisseSchüler am 17. März 2026 um 20:36 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-17T20:36:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Semantische Merkmale&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind die kleinsten Einheiten (Bestandteile) der [[Bedeutung]] eines [[Lexem]]s/eines [[Wort]]es oder [[Morphem]]s. Dem liegt die Idee zugrunde, dass man die Bedeutung eines Wortes in Bedeutungsbestandteile zerlegen kann, die auch bei der Beschreibung der Bedeutung anderer Wörter verwendet werden können. So haben die Wörter „Königin“ und „Löwin“ das semantische Merkmal [weiblich] gemeinsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;semantisches Merkmal&amp;#039;&amp;#039; ist ein Fachausdruck der [[Allgemeine Linguistik|Linguistik]], genauer ihrer Teildisziplin der [[Semantik]] und wurde zunächst in der strukturellen Semantik entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Sem (Linguistik)|Seme]] werden semantische Merkmale durch eine [[Komponentenanalyse]] gewonnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hadumod Bußmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es können auch [[Paradigma|paradigmenübergreifende]] generelle Merkmale ([[Klassem]]e) durch Abstraktion gewonnen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Rehbock, Helmut: &amp;#039;&amp;#039;Semantisches Merkmal.&amp;#039;&amp;#039; In: Glück, Helmut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Metzler, Stuttgart / Weimar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Synonym]]e sind „Inhaltskomponente“, „semantische Komponente“, „semantische Konstituente“; „Inhaltsfigur“ (Hjelmslev) bzw. „figurae“ (Hjelmslev),&amp;lt;ref&amp;gt;Rehbock, Helmut: &amp;#039;&amp;#039;Semantisches Merkmal.&amp;#039;&amp;#039; In: Glück, Helmut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Metzler, Stuttgart / Weimar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; „[[Noem]]“&amp;lt;ref&amp;gt;Kühn: &amp;#039;&amp;#039;Lexikologie.&amp;#039;&amp;#039; 1994, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt; und „Begriffsmerkmal“. Im Englischen spricht man von &amp;#039;&amp;#039;semantic marker&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;marker&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;semantic feature&amp;#039;&amp;#039;; im Französischen von &amp;#039;&amp;#039;trait sémantique&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;trait sémantiquement pertinent&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begründung des Begriffs ==&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;semantisches Merkmal&amp;#039;&amp;#039; wurde analog zu dem Ausdruck des phonetischen Merkmals der strukturalistischen [[Phonologie]] gewonnen. „In der Phonologie hat das Merkmal seinen Ursprung im Begriff der privativen (ausschließenden) Opposition, …“.&amp;lt;ref&amp;gt;Tscheu, Merkmal, in: Martinet, André (Hrsg.), Linguistik (1973), S. 176.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der phonologisch-strukturalistische Ursprung führt dazu, dass semantische Merkmale als binär aufgefasst werden, was kritisiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Rehbock, Helmut: &amp;#039;&amp;#039;Semantisches Merkmal.&amp;#039;&amp;#039; In: Glück, Helmut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Metzler, Stuttgart / Weimar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung semantischer Merkmale ==&lt;br /&gt;
Semantische Merkmale dienen der &amp;#039;&amp;#039;semantischen Strukturanalyse&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
# eines einzelnen [[Lexem]]s, wobei seine Bedeutung als eine hierarchisch geordnete Menge semantischer Merkmale (Merkmalsbündel) aufgefasst wird;&lt;br /&gt;
# mehrerer Lexeme, deren semantische Relationen untersucht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Homberger: &amp;#039;&amp;#039;Sachwörterbuch zur Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; (2000)/Semantisches Merkmal: „Beschreibung semantischer Relationen von sprachlichen Ausdrücken“&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Merkmalsanalyse dient dabei unter anderem der Aufdeckung und Vermeidung begrifflicher Mehrdeutigkeiten ([[Disambiguierung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zum Status der semantischen Merkmale ==&lt;br /&gt;
Der Streit um den [[Ontologie|ontologischen]] Status semantischer Merkmale ist letztlich ein [[Universalienstreit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Streit hat seine Parallele in dem Streit darum, ob und inwieweit eine Bindung an eine nur einzelsprachliche [[Lexik]] besteht oder semantische Merkmale „in [[Onomasiologie|onomasiologischer]] Perspektive als außereinzelsprachliche Elemente eines Begriffssystems, als interlinguale Noeme, oder begriffliche Komponenten interkulturell vergleichbarer Klassifikationen“&amp;lt;ref&amp;gt;Rehbock, Helmut: &amp;#039;&amp;#039;Semantisches Merkmal.&amp;#039;&amp;#039; In: Glück, Helmut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Metzler, Stuttgart / Weimar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; anzusehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Fall wird – unter anderem – eine so genannte &amp;#039;&amp;#039;Universalismusthese&amp;#039;&amp;#039; vertreten, die (in ihrer extremen Form) wie folgt zusammengefasst wird. Es soll gelten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„a) dass es eine festgelegte Menge semantischer Merkmale gibt, die in allen Sprachen lexikalisiert sind;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) dass die formalen Kombinationsprinzipien aufgrund derer aus Merkmalen Bedeutungen konstituiert werden, universal sind;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c) dass alle [[Lexikalische Einheit|lexikalischen Einheiten]] aller Sprachen restlos in derartige Merkmale auflösbar sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lyons, wiedergegeben bei Lüdi, Zur Zerlegbarkeit von Wortbedeutungen, in: Schwarze/Wunderlich, Handbuch der Lexikologie (1985), S. 64 (88)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Die Kritik der Theorie der semantischen Merkmale richtet sich gegen eine (für sie nicht zwingende) Vorstellung, dass semantische Merkmale „statisch, kontext- und variationsfrei“&amp;lt;ref&amp;gt;Rehbock, Helmut: &amp;#039;&amp;#039;Semantisches Merkmal.&amp;#039;&amp;#039; In: Glück, Helmut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Metzler, Stuttgart / Weimar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; sind. Bei Beachtung dieser Kritik gilt die Theorie der semantischen Merkmale jedoch als für die Semantik „unverzichtbar“.&amp;lt;ref&amp;gt;Rehbock, Helmut: &amp;#039;&amp;#039;Semantisches Merkmal.&amp;#039;&amp;#039; In: Glück, Helmut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Metzler, Stuttgart / Weimar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale in der Wissenschaftstheorie ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Merkmale&amp;#039;&amp;#039; werden in der [[Wissenschaftstheorie]]&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Speck: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch wissenschaftstheoretischer Begriffe.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1980, ISBN 3-525-03314-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; in &amp;#039;&amp;#039;wesentliche bzw. unwesentliche Merkmale&amp;#039;&amp;#039; eingeteilt, wobei der Einteilungsgrund in der Regel außerlogischer Natur, d.&amp;amp;nbsp;h. durch spezielle Begriffsanalysen gerechtfertigt ist. Ein wesentliches Merkmal nennt man mitunter auch ein &amp;#039;&amp;#039;[[notwendig]]es Merkmal&amp;#039;&amp;#039;, ein unwesentliches Merkmal dann ein &amp;#039;&amp;#039;[[Akzidenz (Philosophie)|akzidentielles]] oder zufälliges&amp;#039;&amp;#039;. Ein Merkmal heißt [[Kennzeichen|kennzeichnend]] oder charakteristisch, wenn es seinen Begriff notwendig bestimmt (z.&amp;amp;nbsp;B. „Nässe“ für „Wasser“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Unterschied|unterscheidendes]] Merkmal &amp;#039;&amp;#039;([[Differentia specifica]])&amp;#039;&amp;#039; grenzt einen Begriff gegen andere ab (siehe auch: [[Definition]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenstände fallen unter einen Begriff, indem sie dessen Merkmale zu [[Eigenschaft]] haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Distinktives Merkmal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|semantisches Merkmal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semantik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KenntnisseSchüler</name></author>
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