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	<title>Selbstkontrolle - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Selbstkontrolle&amp;diff=282715&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mirmok12 am 29. Dezember 2025 um 15:37 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-29T15:37:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{dieser Artikel|beschreibt ein psychologisches Konzept. Für andere Bedeutungen siehe [[Selbstverpflichtung]], [[freiwillige Selbstkontrolle]] und [[Selbst]] (Philosophie und Theologie).}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Selbstkontrolle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die [[Wille#In der Psychologie|willentliche]] innere Kontrolle der eigenen Handlungen. Wissenschaftlich wird Selbstkontrolle in der Psychologie als die Fähigkeit bezeichnet, kurzfristigen Versuchungen zu widerstehen, Belohnungen aufzuschieben und unerwünschte Gewohnheiten zu unterdrücken, um das eigene Verhalten in Einklang mit langfristigen Zielen oder übergeordneten Normen und Werten zu bringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Goschke |Titel=Volition und kognitive Kontrolle |Sammelwerk=Allgemeine Psychologie |Verlag=Springer Berlin Heidelberg |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2017 |ISBN=978-3-642-53897-1 |DOI=10.1007/978-3-642-53898-8_9 |Seiten=251–315 |Online=https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-642-53898-8_9 |Abruf=2021-09-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird der Begriff oft gleichbedeutend mit [[Selbstregulation (Psychologie)|Selbstregulation]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstkontrolle kann, muss jedoch nicht, [[Bewusstsein|bewusst]] erfolgen. Sie lässt sich schon bei kleinen Kindern und auch Tieren beobachten – und zwar dann, wenn zwischen einer kleineren, sofortigen Belohnung und einer größeren, verzögerten Belohnung gewählt werden muss. Selbstkontrolle wird dabei als Fähigkeit zum [[Belohnungsaufschub]] verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das in psychologischen Tests ermittelte Ausmaß an Selbstkontrolle in der Kindheit hat eine starke Vorhersagekraft für vielfältigen Erfolg im späteren Leben. Dieser Effekt zeigte sich dabei unabhängig von [[Intelligenz]] und [[Sozialer Status|sozialem Status]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marshmallow-Tests ==&lt;br /&gt;
Experimente zur Selbstkontrolle wurden seit den 1960er Jahren von [[Walter Mischel]] und anderen durchgeführt und sind als &amp;#039;&amp;#039;[[Belohnungsaufschub#Marshmallow-Test|Marshmallow-Tests]]&amp;#039;&amp;#039; bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei bekamen vierjährige Kinder eine von ihnen begehrte Süßigkeit vorgesetzt (etwa einen [[Marshmallow]]) und wurden aufgefordert, diese nicht sofort zu essen, sondern erst dann, wenn der Versuchsleiter nach einer kurzen Unterbrechung wieder ins Zimmer käme. Wenn sie nicht mehr länger warten konnten, sollten die Kinder eine Glocke läuten. Dann käme der Versuchsleiter sofort zurück und sie dürften das Marshmallow direkt essen. Wenn sie aber solange warteten, bis der Versuchsleiter von alleine zurückkäme (nach ca. 15 Minuten), erhielten sie als Belohnung zwei Marshmallows. Die Dauer des Wartens wurde aufgezeichnet und als Maß für die individuelle Fähigkeit zur Selbstkontrolle aufgefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In späteren [[Längsschnittstudie]]n wurde festgestellt, dass eine hohe Selbstkontrolle ein verlässlicher Prädiktor für späteren akademischen Erfolg und eine Reihe positiver [[Persönlichkeitseigenschaft]]en war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=W. Mischel, Y. Shoda, M. I. Rodriguez |Titel=Delay of gratification in children |Sammelwerk=[[Science]] |Band=244 |Nummer=4907 |Datum=1989-05-26 |Seiten=933–938 |PMID=2658056}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor = [[Jonah Lehrer]] |Titel = DON’T! The secret of self-control |Sammelwerk = [[The New Yorker]] |Datum=2009-05-18 |Online = [https://www.newyorker.com/magazine/2009/05/18/dont-2 newyorker.com] |Abruf=2014-12-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Mischel]]: &amp;#039;&amp;#039;The Marshmallow Test: Mastering Self-Control.&amp;#039;&amp;#039; Little Brown, New York 2014, ISBN 0-316-23085-5. Deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Der Marshmallow-Test: Willensstärke, Belohnungsaufschub und die Entwicklung der Persönlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Siedler Verlag, München 2015, ISBN 978-3-641-11927-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tomasz Kurianowicz]]: &amp;#039;&amp;#039;Marshmallow-Test: Nimm mich!&amp;#039;&amp;#039; Rezension in [https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/buero-co/der-marshmallow-karriere-test-von-walter-mischel-13239811.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2 faz.net] 5. November 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorhersagekraft von Selbstkontrolle ==&lt;br /&gt;
In einer umfassenden [[Längsschnittstudie]] von 2011 wurde ein Zusammenhang von [[Selbstdisziplin]], [[Gewissenhaftigkeit]] und [[Ausdauer (Psychologie)|Ausdauer]] mit späteren Merkmalen wie Gesundheit, materiellem Wohlstand und Zufriedenheit nachgewiesen. Dieser Effekt war unabhängig von [[Intelligenz]] und [[Sozialer Status|sozialem Status]]. Gleichzeitig führten diese Eigenschaften im späteren Leben zu geringeren sozialen Kosten durch medizinische Behandlungen, Sozialleistungen und Strafverfolgung sowie kriminellem Verhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Terrie E. Moffitt]], Louise Arseneault, Daniel Belsky, Nigel Dickson, Robert J. Hancox, Honalee Harrington, Renate Houts, Richie Poulton, Brent W. Roberts, Stephen Ross, Malcolm R. Sears, W. Murray Thomson, Avshalom Caspi |Titel=A gradient of childhood self-control predicts health, wealth, and public safety |Sammelwerk=[[Proceedings of the National Academy of Sciences]] |Band=108 |Nummer=7 |Datum=2011-02-15 |Seiten=2693–2698 |ISSN=1091-6490|DOI=10.1073/pnas.1010076108 |PMID=21262822}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Terrie E. Moffitt, Avshalom Caspi, Richie Poulton: &amp;#039;&amp;#039;Ein besseres Leben dank früher Selbstbeherrschung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Spektrum der Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 12-2014, S. 40–47, [https://www.spektrum.de/magazin/ein-besseres-leben-dank-frueher-selbstbeherrschung/1314683 spektrum.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Überblicksartikel auf der Website der Dunedin Studie: {{Webarchiv|url=http://dunedinstudy.otago.ac.nz/news-and-events/article/6 |wayback=20150113152411 |text=&amp;#039;&amp;#039;Children with more self-control turn into healthier and wealthier adults.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-05-13 11:18:27 InternetArchiveBot }} 25. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Gottfredson |Titel=Self-Control Theory and Crime |Sammelwerk=Oxford Research Encyclopedia of Criminology and Criminal Justice |Datum=2017-07-27 |ISBN=978-0-19-026407-9 |DOI=10.1093/acrefore/9780190264079.013.252 |Online=https://oxfordre.com/criminology/display/10.1093/acrefore/9780190264079.001.0001/acrefore-9780190264079-e-252 |Abruf=2025-01-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fabian A. Hasselhorn, Sebastian Sattler, Clemens Kroneberg, Daniel Seddig |Titel=The Self-Control Ability Scale: Measuring a Key Construct of Situational Action Theory |Sammelwerk=Justice Quarterly |Band=0 |Nummer=0 |ISSN=0741-8825 |DOI=10.1080/07418825.2024.2413584 |Seiten=1–28 |Online=https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/07418825.2024.2413584 |Abruf=2025-01-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Langzeitstudie ist als &amp;#039;&amp;#039;The Dunedin Multidisciplinary Health and Development Study&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Sie umfasst Daten von 1037 Personen, die von 1972 bis 1973 in [[Dunedin]] (Neuseeland) geboren und (bislang) im Alter von 3 bis 38 Jahren – in festen Intervallen – ausführlich medizinisch und bezüglich ihrer Lebensumstände untersucht wurden. Bei der bisher letzten Untersuchung im Alter von 38 Jahren wurden 96 % der noch lebenden Teilnehmer erreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dunedinstudy.otago.ac.nz/ &amp;#039;&amp;#039;The Dunedin Multidisciplinary Health and Development Study.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neurobiologische Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Die Fähigkeit zum [[Belohnungsaufschub]] wurde beim Menschen durch Vergleich von Ausfällen nach Gehirnverletzungen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Schlaganfall]]) und durch [[Bildgebendes Verfahren (Medizin)|bildgebende Verfahren]] bei Gesunden untersucht. Beteiligt ist demnach ein Netzwerk verschiedener Gehirnregionen, bei dem jedoch der [[Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen#Weitere allgemeine Lage- und Richtungsbezeichnungen|mediale]] [[Präfrontaler Cortex|orbitofrontale Cortex]] (mOFC) eine zentrale Rolle spielt. Schäden in diesem Bereich führen zu einer höheren Wahrscheinlichkeit, dass eine sofortige, kleine Belohnung gewählt wird. Es wird vermutet, dass dieser Gehirnbereich an der Folgenabschätzung oder zukunftsbezogenem Vorstellungsvermögen beteiligt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manuela Sellitto, Elisa Ciaramelli, Giuseppe di Pellegrino |Titel=The neurobiology of intertemporal choice: insight from imaging and lesion studies |Sammelwerk=Reviews in the Neurosciences |Band=22 |Nummer=5 |Datum=2011 |Seiten=565–574 |ISSN=0334-1763|DOI=10.1515/RNS.2011.046|PMID=21967518}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Selbstregulation (Psychologie)]]&lt;br /&gt;
* [[Selbstmotivation]]&lt;br /&gt;
* [[Störung der Impulskontrolle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Brian Tracy]]: &amp;#039;&amp;#039;Keine Ausreden! Die Kraft der Selbstdisziplin.&amp;#039;&amp;#039; Gabal, Offenbach 2011, ISBN 978-3-86936-235-9.&lt;br /&gt;
* David Watson, Roland Tharp: &amp;#039;&amp;#039;Einübung in Selbstkontrolle. Grundlagen und Methoden der Verhaltensänderung.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Walter Mischel: &amp;#039;&amp;#039;Der Marshmallow-Test: Willensstärke, Belohnungsaufschub und die Entwicklung der Persönlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Siedler Verlag, München 2015, ISBN 978-3-641-11927-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4180843-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Motivation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulpädagogik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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