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	<title>Selbstfahrlafette - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T19:10:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Selbstfahrlafette&amp;diff=95072&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2026-01-16T13:26:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Герм блинд автомобиль с 75 мм орудием Круппа 1915.jpg|mini|Daimler Fahrgestell mit 75 mm Krupp-Kanone (1915)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafette&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine feste Verbindung eines [[Geschütz]]es mit einem gepanzerten, teilgepanzerten oder ungepanzerten [[Landfahrzeug]], bei der das Geschütz vom Fahrzeug aus zum Einsatz gebracht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafette&amp;#039;&amp;#039; umfasst die beiden maßgeblichen Merkmale dieses [[Fahrzeugtyp]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Fahrzeug muss in der Lage sein, sich durch einen [[Antrieb]] autonom zu bewegen.&lt;br /&gt;
* Mit dem Fahrzeug muss eine [[Lafette]], die technische Konstruktion zum Richten und Abfeuern einer Waffe, verbunden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Autonome Beweglichkeit ===&lt;br /&gt;
In welcher Form die Beweglichkeit des Fahrzeugs hergestellt wird, ist für die Zuordnung eines Fahrzeugs in die Kategorie der &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafetten&amp;#039;&amp;#039; nicht maßgeblich. Entscheidend ist vielmehr, dass die Kraftquelle des [[Antriebsstrang|Antriebs]] der &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafette&amp;#039;&amp;#039; unmittelbar zugeordnet ist, und der Antrieb zum [[Fahrgestell]] gehört. Insofern können auch baulich geteilte, aber miteinander verbundene Fahrzeuge eine &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafette&amp;#039;&amp;#039; bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewaffnung ===&lt;br /&gt;
Das Geschütz, welches durch eine &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafette&amp;#039;&amp;#039; beweglich gemacht wird, kann verschiedene Aufgaben erfüllen, artilleristisch durch das Belegen eines [[Ziel (Militär)|Punkt-]] oder [[Ziel (Militär)|Flächenziels]] mit [[Geschoss]]en, der [[Flugabwehr]] dienend, durch bekämpfen von [[Luftziel]]en und der [[Panzerabwehr]] dienend, durch die Bekämpfung gegnerischer Kampffahrzeuge. Abgegrenzt von reinen Transportfahrzeugen werden &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafetten&amp;#039;&amp;#039; durch die Möglichkeit, das Geschütz unmittelbar vom Fahrgestell aus zum Einsatz zu bringen. Dies erfordert eine technische Konstruktion, welche von der Besatzung des Fahrzeugs bedient werden kann und den entsprechenden Richtmitteln eines gezogenen oder stationären Geschütz entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweckbestimmung und Abgrenzung ===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe einer &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafette&amp;#039;&amp;#039; ist es ein Geschütz in eine Position zu bewegen, von der aus diese gegen den Feind wirken kann. Dabei dient die &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafette&amp;#039;&amp;#039; dazu, das Geschütz überhaupt erst oder besonders schnell von einem Ort zu einem anderen Ort bewegen zu können. Die Aufgabe der &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafette&amp;#039;&amp;#039; könnte dabei ein anders transportiertes Geschütz in gleicher Weise erfüllen. [[Selbstfahrende Arbeitsmaschine]]n haben bei zivilen Nutzfahrzeugen eine vergleichbare Zweckbestimmungsabgrenzung wie Selbstfahrlafetten. Es handelt sich nicht um eine &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafette&amp;#039;&amp;#039;, wenn der Zweck des Fahrzeuges in seiner Gesamtheit der Kampf ist, wie bei einem [[Kampfpanzer]]. Grenzwertig sind dabei Waffensysteme wie [[Sturmgeschütz]]e und [[Jagdpanzer]], die abhängig von der jeweiligen Einsatzdoktrin des Herkunftslandes, ein Kampffahrzeug oder eine &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafette&amp;#039;&amp;#039; darstellen können. [[Eisenbahngeschütz]]e werden getrennt von Selbstfahrlafetten betrachtet, obwohl sie konzeptionelle Verwandtschaft haben und zum Teil auch autonom beweglich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Anfänge ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
German WWI flak car.jpg|Automobil-Selbstfahrlafette mit 5-cm-Ballonabwehrkanone&lt;br /&gt;
Krupp FlakLafette 1914 B004.jpg|Kruppsche Flaklafette&lt;br /&gt;
Marienwagen II self-propelled gun carriage.jpg|Halbkettenfahrzeug [[Marienwagen]] mit Geschütz als Selbstfahrlafette&lt;br /&gt;
Wd 77mm 50ps s1.jpg|Kettenschlepper WD mit Geschütz mit 77-mm-Kanone&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beginn der Selbstfahrlafette fällt mit dem Beginn der [[Motorisierung]] zusammen. Sobald Fahrzeuge mit einem selbstständigen Antrieb vorhanden waren, wurde versucht mit diesen Waffen beweglich zu machen. Dies betraf anfänglich [[Lastkraftwagen]], auf deren Ladefläche Geschütze montiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] entwickelt sich zu einer [[Materialschlacht]] ungekannten Ausmaßes. Die Versuche, die gegnerische [[Kriegsfront|Front]] zu durchbrechen, führten zu immer größeren und schweren Geschützen, die dort, wo in die gegnerische Front eingebrochen werden konnte, dem [[Operation (Militär)|Vorstoß]] nicht ausreichend schnell folgen konnten, um den Erfolg auszunutzen und den Geländegewinn zu sichern. So entwickelte vor allem die französische Armee &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafetten&amp;#039;&amp;#039;, um dieses Problem zu beheben. Wichtigster Hersteller dieser Waffen war dabei die Firma [[St. Chamond]], deren &amp;#039;&amp;#039;Artillerieselbstfahrlafetten&amp;#039;&amp;#039; auf den Fahrwerks-Konzepten von [[Holt Manufacturing Company|Holt]] und [[Caterpillar]] beruhten. Doch auch die anderen Nationen nutzten die steigende Motorisierung und experimentierten mit &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafetten&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
British Gun Carrier Mark I - 60 pdr.jpg|Britischer Gun Carrier Mark I (60 pdr) von 1917&lt;br /&gt;
Selfpropelled-gun Christie 1917.png|Selbstfahrlafette von Christie (1917)&lt;br /&gt;
US 8 inch mounted howitzer.png|Amerikanische Selbstfahrlafette &amp;#039;&amp;#039;US 8 inch mounted howitzer&amp;#039;&amp;#039; (1918)&lt;br /&gt;
US Army Artillery Museum - 121.jpg|Selbstfahrlafette [[Canon de 194 mm GPF]] mit Kettenlaufwerk (1919)&lt;br /&gt;
155-mm-selfpropelled-gun Christie 1920.png|155-mm-Selbstfahrlafette von Christie (1920)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Zwischen beiden Kriegen machte die Technik große Fortschritte, und die Leistungsfähigkeit der Motoren erhöhte sich deutlich. Die [[Rote Armee]] setzte schon im [[Winterkrieg]] 1939/1940 die Marine-Selbstfahrlafette [[SU-100U]] ein.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
SU-152.jpg|Sowjetische [[ISU-152]] aus dem Zweiten Weltkrieg&lt;br /&gt;
SdKfz124.jpg|Deutsche [[Panzerhaubitze Wespe]], in Serie ab 1943&lt;br /&gt;
Semovente 90 53.Aberdeen.0008habs.jpeg|Italienisches [[Panzerartillerie]]-[[Geschütz]] [[Semovente 90/53]], in Serie ab Frühjahr 1943&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Bild 101I-279-0950-09, Russland, Jagdpanzer Nashorn-Hornisse.jpg|Deutscher [[Panzerjäger Nashorn|Panzerjäger „Nashorn/Hornisse“]], 1944&lt;br /&gt;
Katjuscha - ZIS-6 - Nischni Nowgorod.jpg|Sowjetischer [[Raketenwerfer]] [[Katjuscha (Raketenwerfer)|Katjuscha]] („Stalinorgel“) auf [[ZIS-6]], in Serie ab 1941&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Bild 101I-300-1863-30, Riva-Bella, Waffenvorführung Panzerwerfer.jpg|Deutscher [[8-cm-Raketen-Vielfachwerfer|Raketen-Vielfachwerfer]] („[[Nebelwerfer]]“), auf gepanzertem [[SOMUA MCG]], 1944&lt;br /&gt;
P1500macedon.jpg|Entwurf der deutschen Selbstfahrlafette [[P-1500 Monster]] (Projekt 1943 eingestellt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachdem während des Ersten Weltkrieges als Selbstfahrlafetten überwiegend Kettenfahrzeuge gebaut wurden, kamen nun auch vermehrt Rad- und Halbkettenfahrzeuge zur Verwendung. Insgesamt kommen im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] Selbstfahrlafetten in größerem Umfang zum Einsatz als Tanketten und Panzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch kam es nun durch die in großem Umfang auftretenden Panzerkampfwagen zu einem größeren Bedarf an Panzerabwehrkanonen, die genauso wie die Artillerie, den Bewegungen der eigenen Truppen folgen können sollen. Da die Pak-Geschütze, sobald sie vom Gegner aufgeklärt wurden, leicht durch gegnerische Artillerie bekämpft werden konnten, mussten auch sie in der Lage sein, ihre Stellung zu wechseln. Mit den leichten Geschützen bei Kriegsbeginn war dies noch möglich, doch im weiteren Verlauf wurden die Geschütze immer schwerer und mussten ebenfalls als &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafetten&amp;#039;&amp;#039; motorisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsweise fanden später im Krieg in der Sowjetunion [[SU-152]] und [[ISU-152]] weite Verbreitung und wurden bis in die 1970er Jahre eingesetzt. Es gibt sowohl Lafetten mit fest montiertem Geschütz als auch solche, bei denen die Waffe sich in einem drehbaren Turm befindet, wie bei der [[Heuschrecke (Selbstfahrlafette)|Heuschrecke]] der ehemaligen deutschen Wehrmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele:&lt;br /&gt;
* [[Panzerselbstfahrlafette für 12,8-cm-Kanone 40]]&lt;br /&gt;
* [[Selbstfahrlafette IV A]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalter Krieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:BM-27 Uragan Museum of technique.jpg|mini|Sowjetischer [[ZIL-135|SIL-135]] mit Raketenwerfer [[BM-27]] (1966–1993)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klassen der Panzerjäger und Jagdpanzer verschwanden zunehmend. Da bereits zum Ende des Zweiten Weltkrieges leichte Waffen für die Infanterie entwickelt wurden, die in der Lage waren, stärkere Panzerung mit Hohlladungsgeschossen zu durchdringen, verlor das bis dahin vorrangig genutzte Wuchtgeschoss an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Artillerie entwickelte sich der Zweig der strategischen Raketenartillerie, wie zum Beispiel das Lance-System. Offene Artilleriesysteme auf Selbstfahrlafette wurden zunehmend durch Panzerhaubitzen abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der konventionelle Flakpanzer [[Flugabwehrkanonenpanzer Gepard|Gepard]] der Bundeswehr verlor mit dem Ende des Kalten Krieges jegliche Bedeutung für die Bundeswehr, da moderne Flugabwehrsysteme auf Raketen basieren und Raketen auch von Schützenpanzern abgefeuert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Bundeswehr]] wurde in den ersten Jahrzehnten noch bei der Divisions- und Korpsartillerie die US-amerikanische [[M107 (Selbstfahrlafette)|M107]] und die [[M110 Self-propelled howitzer|M110]] eingesetzt. Als Erstausstattung mit Panzerhaubitzen diente die [[M7 (Panzerhaubitze)|M7 Priest]]. Die [[Panzerhaubitze M109]] folgte in den 1960er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moderne Systeme ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dutch Panzerhaubitz fires in Afghanistan.jpg|links|mini|Panzerhaubitze 2000]]&lt;br /&gt;
Die bekannteste &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafette&amp;#039;&amp;#039; der Bundeswehr ist die 155-mm-[[Panzerhaubitze 2000]]. Ein möglicher Nachfolger könnte das [[RCH 155]] werden. In Frankreich ist derzeit die 155-mm-[[AMX-30 AuF1]] im Einsatz, welche in Zukunft (2030) durch den [[CAESAR]] ersetzt werden soll. Die Panzerhaubitze der US-Streitkräfte ist der [[M109 (Panzerhaubitze)|155-mm-M109A6 Paladin]]. Russland ist derzeit mit der [[2S19|152,4-mm-2S19M2 Msta-S]] ausgerüstet. In Großbritannien wird die [[AS90|155-mm-AS 90 Braveheart]] genutzt. Das neueste System aus China ist die [[PLZ-05|155-mm-PLZ-52]].&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbstfahrlafetten-Typen ==&lt;br /&gt;
Grundmerkmal aller Selbstfahrlafetten ist die Zweckbestimmung für Geschütze, deren Transport, Positionierung und Nutzung. Die Grundtypen der Selbstfahrlafetten können nach technischen Merkmalen oder nach anderen Gesichtspunkten wie Zweckbestimmung eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selbstfahrlafetten nach technischen Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
* Fahrwerk: Vollkette, Halbkette, Radfahrzeug&lt;br /&gt;
* Panzerung: schwer, mittel, leicht, keine&lt;br /&gt;
* Bewaffnung: [[Lauf (Schusswaffe)|Rohre]] lang/kurz, 20 mm bis schwerste Geschütze und andere Waffenarten wie [[Mehrfachraketenwerfer]]&lt;br /&gt;
* Antrieb: Motorarten Otto, Diesel, [[Vielstoffmotor]], Gasturbine, Elektro, Dampfmaschine, bis [[Hybridantrieb]]&lt;br /&gt;
* Lafettentyp: meist steilfeuerfähig, [[Pivot (Geschütz)|pivotiert]] oder eingeschränkt beweglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstfahrlafetten mit Kettenfahrgestell, die einen guten Splitterschutz oder sogar eine [[Panzerung]] und eine in einem Turm gelagerte Artilleriewaffe aufweisen, werden im Westen als [[Panzerartillerie|Panzerhaubitzen]] bezeichnet und gehören zur Panzerartillerie.&amp;lt;ref&amp;gt;Waffentechnisches Taschenbuch, Rheinmetall, 5. Auflage, 1980, Seite 366&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Staaten des Warschauer Vertrages wurden sie Selbstfahrlafetten genannt. Kettengetriebene Selbstfahrlafetten benutzen ab dem Zweiten Weltkrieg oft die nun in größeren Mengen zur Verfügung stehenden Wannen und Antriebe von Kampfpanzern. Statt des Turms wird die nahezu feststehende Kanone und weniger Panzerung montiert, die Kanone hat dabei meist ein größeres Kaliber als der Basispanzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selbstfahrlafetten nach Einsatzbereichen ===&lt;br /&gt;
* Flak-Selbstfahrlafetten&lt;br /&gt;
* Panzerjäger&lt;br /&gt;
* Artillerieselbstfahrlafetten&lt;br /&gt;
** Panzerhaubitzen&lt;br /&gt;
** Raketenartillerie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die bewegliche Panzerabwehr wurden seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges vermehrt [[Jagdpanzer]] eingesetzt. Die unmittelbare Feuerunterstützung der Infanterie, die beginnend ab dem Zweiten Weltkrieg mechanisiert wurde, ging von [[Sturmgeschütz]]en, die meist nur im direkten Schuss Feindkräfte bekämpften, danach auf [[Panzerhaubitze]]n über, die die gleiche Wirkung im indirekten Schuss auf größere Entfernung erzielten, sich aber außerhalb der Reichweite feindlicher Panzer und Infanterie befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Feldartillerie]]&amp;#039;&amp;#039; benötigte früher wie bei der [[FH155-1]] für den Landmarsch ein Zugfahrzeug, auch wenn sie für den selbständigen Stellungswechsel mit einem Hilfsmotor ausgestattet war. Die zur Feldartillerie zählende &amp;#039;&amp;#039;Gebirgsartillerie&amp;#039;&amp;#039; war wie die [[105-mm-Gebirgshaubitze Modell 56]] in Einzellasten auf Tragtiere verladbar. Heute ist Feldartillerie häufig mit &amp;#039;&amp;#039;geschützten&amp;#039;&amp;#039; Geschützen auf &amp;#039;&amp;#039;Selbstfahrlafetten als Radfahrgestelle&amp;#039;&amp;#039; wie das [[Artilleriesystem Archer]] oder &amp;#039;&amp;#039;ungeschützten&amp;#039;&amp;#039; wie die französische [[CAESAR]] ausgestattet. Diese sind kostengünstiger, auf Grund des geringeren Gewichts lufttransportfähig, belasten im Einsatzraum nicht die Verkehrsinfrastruktur durch Fahrschäden wie Panzerfahrgestelle und benötigen daher auch für den weiteren Landmarsch keine Panzertransporter wie das deutsche ELT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Selbstfahrlafetten steht bei Panzern der Schutz von Personen und Material im Vordergrund, wobei die Widerstandskraft den Schutz, die Überlebensfähigkeit und die Einsatzdauer bestimmt. [[Startrampe (Rakete)#Mobile Startrampen|Mobile Startrampen]] für einzelne Raketen werden nicht den Selbstfahrlafetten zugerechnet. Der [[Raketenkomplex Rubesch|Küstenraketenkomplex Rubesch]] zeigt einen Grenzfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Thomas Enke: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Waffen- und Munitionstechnik.&amp;#039;&amp;#039; Walhalla Fachverlag, 4., aktualisierte Auflage, Regensburg, 2023, ISBN 978-3-8029-6198-4, S. 193 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Hrsg=[[Chris Bishop (Historiker)|Chris Bishop]] | Titel=Waffen des zweiten Weltkriegs: eine Enzyklopädie | TitelErg=Über 1500 Waffensysteme: Handfeuerwaffen, Flugzeuge, Artillerie, Kriegsschiffe, U-Boote | Auflage=Deutsche Erstausgabe | Verlag=Bechtermünz | Ort=Augsburg | Datum=2000 | ISBN=3-8289-5385-9 | Originaltitel=The encyclopedia of weapons of world war II | Originalsprache=en | Übersetzer=Neumann &amp;amp; Nürnberger | Seiten=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=George Forty | Titel=World War Two Armoured Fighting Vehicles &amp;amp; Self-Propelled Artillery | Auflage=1st Edition | Verlag=Osprey | Ort=London | Datum=1996 | ISBN=1-85532-582-9 | Umfang=207}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=R. Germershausen, E. Schaub et al. |Titel=Waffentechnisches Taschenbuch |Auflage=3 |Hrsg=[[Rheinmetall]] |Verlag= |Ort=Düsseldorf |Datum=1977 |OCLC=664599417 |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Arthur Grahame&lt;br /&gt;
 | Titel=Big guns that stalk their targets&lt;br /&gt;
 | Sammelwerk=[[Popular Science]]&lt;br /&gt;
 | Nummer=Vol. 143, No. 1&lt;br /&gt;
 | Verlag=Popular Science Pub. Co.&lt;br /&gt;
 | Ort=New York, N.Y.&lt;br /&gt;
 | Datum=1943-07&lt;br /&gt;
 | ISSN=0161-7370&lt;br /&gt;
 | Seiten=117–123, 208–210&lt;br /&gt;
 | Kommentar=Beschreibung, Entwicklungsvergleich, technische Details&lt;br /&gt;
 | Online =&lt;br /&gt;
  {{Google Buch&lt;br /&gt;
  | BuchID   = nicDAAAAMBAJ&lt;br /&gt;
  | Seite    = 117&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Self-propelled artillery|Selbstfahrlafetten|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste sowjetische Selbstfahrlafetten des Zweiten Weltkriegs}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärisches Landfahrzeug]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
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