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	<title>Sekundenpendel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T01:58:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sekundenpendel&amp;diff=94938&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mhandschug: nowiki entfernt</title>
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		<updated>2025-03-06T21:18:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;nowiki entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Riefler Uhr 01.jpg|miniatur|[[Sigmund Riefler|Riefler]] Präzisionspendeluhren mit Sekundenpendel und Kompensation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sekundenpendel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man ein [[Pendel]], das für eine &amp;#039;&amp;#039;Halbschwingung&amp;#039;&amp;#039; (in der Uhrmacherei &amp;#039;&amp;#039;[[Schlagzahl (Uhr)|„Schlag“]]&amp;#039;&amp;#039; genannt) genau eine [[Sekunde (Einheit)|Sekunde]]&amp;lt;ref&amp;gt;auf der ursprünglichen Basis einer Sekunde als Teil eines in 24 Stunden mit je 60 Minuten zu 60 Sekunden eingeteilten Tages&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Abweichend von der hier verwendeten Definition wurde das Sekundenpendel auch mit einer ganzen Schwingungsdauer definiert, was sich aber nicht durchgesetzt hat: &amp;quot;Sekundenpendel, ein Pendel, dessen Schwingungsdauer genau eine Sekunde beträgt.&amp;quot; In: {{Literatur |Titel=Meyers Großes Konversations-Lexikon |Band=18 |Ort=Leipzig |Datum=1909 |Seiten=312 |Online=http://www.zeno.org/nid/20007460856}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benötigt. Als man noch keine genauen Uhren hatte, wurde es zur Messung kurzer Zeitspannen und für physikalische Versuche verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://physicbox.uni-graz.at/museum/mechanik/sekundenpendel.php | wayback=20131211010832 | text=Virtuelles Museum der TU Graz: Sekundenpendel}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem 17. Jahrhundert benutzte man es für genaue [[Pendeluhr]]en, insbesondere auf [[Sternwarte]]n zur [[Zeitbestimmung (Astronomie)|Zeitbestimmung]] und zur präzisen Vermessung von [[Sternörter]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Pariser Akademie]] diskutierte 1790, ob es zur Definition eines neuen Längenmaßes – des [[Meter]]s – geeignet sei; tatsächlich beträgt seine Länge etwa einen Meter. Jedoch ist die Schwingungsdauer zwar von der Masse des Pendelkörpers unabhängig, wird aber von der herrschenden [[Erdschwerebeschleunigung|Schwerkraft]] beeinflusst. Daher hat das Sekundenpendel je nach [[geografische Breite|geografischer Breite]] des Standorts zwischen 99,1 und 99,6 cm Länge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mathematisches Pendel ==&lt;br /&gt;
Das theoretisch ideale Pendel wäre eine [[Punktmasse]] am Ende eines masselosen Stabes, der mit unendlich kleiner Amplitude um eine reibungsfreie Achse schwingt. Auf dem [[45. Breitengrad]] hat dieses &amp;#039;&amp;#039;mathematische Sekundenpendel&amp;#039;&amp;#039; eine Länge von 99,4&amp;amp;nbsp;cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Zdeněk Martínek und Jaroslav Řehoř: &amp;#039;&amp;#039;Mechanische Uhren.&amp;#039;&amp;#039; VEB Verlag Technik, Berlin 1988; ISBN 3-341-00022-4, S. 15 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Länge ergibt sich daraus, dass die [[Schwingungsdauer]] &amp;lt;math&amp;gt;T&amp;lt;/math&amp;gt; eines idealen Pendels nur von seiner Länge &amp;lt;math&amp;gt;l&amp;lt;/math&amp;gt; und der [[Erdbeschleunigung]] &amp;lt;math&amp;gt;g&amp;lt;/math&amp;gt; abhängt&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;T=2\pi\sqrt{\frac{l}{g}}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die benötigte Pendellänge beträgt in Abhängigkeit von der Dauer einer &amp;#039;&amp;#039;Halbschwingung&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;math&amp;gt;T_{1/2}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;l=g\left(\frac{T_{1/2}}{\pi}\right)^2 &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Mit &amp;lt;math&amp;gt;T_{1/2}=1\ \mathrm{s}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;g=9{,}806\ \mathrm{\frac{m}{s^2}}&amp;lt;/math&amp;gt; erhält man also &amp;lt;math&amp;gt;l=0{,}9936\ \mathrm{m}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wert für g = 9,806 m/s² trifft nur für [[Meeresniveau]] und mittlere [[geografische Breite]]n zu. Am Erdäquator beträgt er 9,7803 und an den Polen 9,8322 m/s².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die angegebene Formel der Schwingungsdauer ist eine Linearisierung der Bewegungsgleichung. Sie gilt nur für ein vereinfachtes [[mathematisches Pendel]] mit unendlich kleiner Schwingungsweite, was streng physikalisch nicht möglich ist. Auch sind weder Massenverteilung ([[Massenmittelpunkt |Schwerpunkt]] des Pendelkörpers) noch Amplitudenfehler berücksichtigt. Für die grobe Abschätzung der Länge eines Uhrpendels ist die Formel jedoch praktisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einfluss der Schwingungsweite ==&lt;br /&gt;
Die linearisierte Formel (ohne die Glieder höherer Ordnung) täuscht dem Anwender einen [[Isochronismus]] vor, als ob für unterschiedliche Schwingungsweite (Amplitude) die gleiche Periode gelten würde. Der Rechenfehler dieser &amp;#039;&amp;#039;[[Kleinwinkelnäherung]]&amp;#039;&amp;#039; liegt bei einer Betriebsamplitude von 120 Bogenminuten (2°) bei 0,02 %, kann jedoch bei weit ausschwingenden Pendeln in den Prozentbereich gehen. Ein Uhrenpendel mit einer Schwingungsamplitude von 31° würde gegenüber einer gleichen Uhr, die mit 30° Amplitude schwingt, täglich 100 Sekunden verlieren. Bei den Amplituden von 11° und 10° liegt dieser Wert bei 35 s. Bei kleinen Schwingungsweiten ist der Amplitudenfehler also für den Hausgebrauch vernachlässigbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Krug: &amp;#039;&amp;#039;Mechanische Uhren,&amp;#039;&amp;#039; VEB Verlag Technik, Berlin 1987; ISBN 3-341-00356-8, S. 183 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sekundenpendel hat sich in [[Präzisionspendeluhr]]en allgemein als Frequenznormal durchgesetzt. Als man durch präzisere Mechanik der [[Hemmung (Uhr)|Uhrhemmung]] die Reibung verringern und die Amplitude konstant halten konnte, erhöhte sich die Ganggenauigkeit auf einige Millionstel. Der [[Sekundenzeiger]] wurde mit der Welle des Hemmungsrades verbunden, sodass er genau mit dem Pendelschlag weiterspringt und die [[Auge-Ohr-Methode]] der Zeitmessung wesentlich verfeinert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch spezielle konstruktive Kniffe wie [[Kompensation (Uhr)|Kompensation]] thermischer Effekte, [[Evakuierung]] und systematische Unterdrückung äußerer Störgrößen ließen sich schon im 18. Jahrhundert Genauigkeiten besser als eine [[Zehntelsekunde]] pro Tag erreichen, was erst um 1930 durch die ersten [[Quarzuhr]]en übertroffen wurde. Um diese Zeit erreichten aber auch die fast reibungsfreien [[Shortt-Uhr]]en bereits 0,01 s/Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Einführung des [[Meter]]s war ursprünglich eine Definition dieses Längenmaßes mittels eines Sekundenpendels bei 45°N geplant&amp;lt;ref&amp;gt;Nach einem älteren Vorschlag von [[Pierre Bouguer]], der von [[Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord|Talleyrand]] in die französische Nationalversammlung eingebracht und dort am 8. Mai 1790 [http://smdsi.quartier-rural.org/histoire/8mai70.htm per Dekret] angenommen wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;; stattdessen wurde bei der Einführung des Meters 1793 aber eine genauere, geodätische Definition (1&amp;amp;nbsp;m = 1/10.000.000 der Länge des durch Paris verlaufenden [[Erdmeridianquadrant|Meridian]]quadranten) benutzt, da für die [[Erdfigur]] bereits ein [[Erdellipsoid|Ellipsoid]] vermutet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pendelapparat.Adolf.Repsold.1869.GFZ.jpg|mini|Pendelapparat mit Sekunden-[[Reversionspendel]] von [[Adolf Repsold]] aus dem Jahre 1869, [[GeoForschungsZentrum]], [[Potsdam]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Experimentelle Untersuchungen zur Bestimmung der Pendellänge unternahmen [[Marin Mersenne]] (1588–1648), [[Jean Richer]] (1630–1696), [[Jean-Charles de Borda]] (1733–1799), [[Jean-Baptiste Biot]] (1774–1862) und [[François Arago]] (1786–1853), [[Henry Kater]] (1777–1835). [[Friedrich Wilhelm Bessel]] (1784–1846) führte mit einem von ihm entworfenen und von [[Johann Georg Repsold]] gefertigten Pendelapparat umfangreiche Untersuchungen zur Pendellänge und der sie beeinflussenden Faktoren durch. Entsprechende Untersuchungen hatte 1829/30 auch [[Heinrich Christian Schumacher]] auf [[Gut Güldenstein]] in Holstein vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Riefler-Pendel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pendel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geodätisches Instrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitmessung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pendeluhr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Uhrentechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mhandschug</name></author>
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