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	<title>Seinsheim - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Seinsheim&amp;diff=341703&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw: /* Gemeindegliederung */ fix ldbv</title>
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		<updated>2025-12-24T12:16:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gemeindegliederung: &lt;/span&gt; fix ldbv&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Markt&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Seinsheim COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 49/38/28/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 10/13/18/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Seinsheim in KT.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Bayern&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Unterfranken&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Kitzingen&lt;br /&gt;
|Verwaltungsgemeinschaft= Marktbreit&lt;br /&gt;
|Höhe              = 252&lt;br /&gt;
|PLZ               = 97342&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 09332&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 09675167&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 15 [[Gemeindeteil]]e&lt;br /&gt;
|Straße            = Rathausplatz 1&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.seinsheim.de/ seinsheim.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Ruth Albrecht&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel= [[Bürgermeister#Bayern|Erste Bürgermeisterin]]&lt;br /&gt;
|Partei            = parteilos&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seinsheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Marktgemeinde#Bayern|Markt]] im [[Unterfranken|unterfränkischen]] [[Landkreis Kitzingen]] und Mitglied der [[Verwaltungsgemeinschaft Marktbreit]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde liegt an den südlichen Ausläufern des [[Steigerwald]]es am [[Iffbach]] (im Unterlauf [[Iff (Breitbach)|Iff]] genannt), einem linken Zufluss des [[Breitbach (Main)|Breitbachs]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BayernAtlas&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://v.bayern.de/vsFVP |titel=Topographische Karte 1:50.000 |titelerg= Darstellung mit [[Schummerung]] |werk=[[BayernAtlas]] |hrsg=[[Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Bayern|LDBV]] |abruf=2025-06-28|kommentar=Entfernungsangaben entsprechen [[Luftlinie]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die namengebende Ortschaft ist durch den [[Weinbau]] geprägt. Im Südosten des Gemeindegebietes befindet sich der sogenannte [[Kunigundenwald]], der im Mittelalter lange Zeit von insgesamt acht Dörfern der Umgebung gemeinsam genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Es gibt 15 [[Gemeindeteil]]e (in Klammern ist der [[Siedlungstyp]] angegeben):&amp;lt;ref&amp;gt;{{BLO Ortsdatenbank|objekt=Gemeinde Seinsheim |val=1672|abruf=2011-11-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BayernPortal Ortsteile |val=10218884720 |objekt=Markt Seinsheim |abruf=2021-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=15em|anzahl=2|gesamtbreite=31em|liste= &lt;br /&gt;
* [[Backofenmühle (Seinsheim)|Backofenmühle]] ([[Einöde]])&lt;br /&gt;
* [[Barthsmühle (Seinsheim)|Barthsmühle]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* [[Beigelsmühle]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* [[Dorfmühle (Seinsheim)|Dorfmühle]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* [[Gehrenmühle]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* [[Iffigheim]] ([[Kirchdorf (Siedlungstyp)|Kirchdorf]])&lt;br /&gt;
* [[Lungenmühle]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* [[Nagelsmühle]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* [[Schleifmühle (Seinsheim)|Schleifmühle]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* Seinsheim (Hauptort)&lt;br /&gt;
* [[Stadtmühle (Seinsheim)|Stadtmühle]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* [[Tiefenstockheim]] ([[Pfarrdorf]])&lt;br /&gt;
* [[Wässerndorf]] (Pfarrdorf)&lt;br /&gt;
* [[Winkelhof (Seinsheim)|Winkelhof]] ([[Weiler]])&lt;br /&gt;
* [[Winkelhofmühle]] (Einöde)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es die Einöden [[Gumpertsmühle (Seinsheim)|Gumpertsmühle]], [[Holzmühle (Seinsheim)|Holzmühle]], [[Papiermühle (Seinsheim)|Papiermühle]] und [[Riedmühle (Seinsheim)|Riedmühle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Gemarkungen}}Auf dem Gemeindegebiet gibt die [[Gemarkung]]en Iffigheim, Seinsheim, Tiefenstockheim und Wässerndorf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ldbv.bayern.de/service/publikationen/arbeitshilfen.html |titel=Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis |hrsg=Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung |werk=ldbv.bayern.de |datum=2025-04-17 |abruf=2025-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gemarkung Seinsheim hat eine Fläche von 6,868&amp;amp;nbsp;km². Sie ist in 1110 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6187,80&amp;amp;nbsp;m² haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/091237 |titel= Gemarkung Seinsheim (091237) |werk=geoindex.io |hrsg=Geoindex Aktiengesellschaft |abruf=2024-11-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil [[Stadtmühle (Seinsheim)|Stadtmühle]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://v.bayern.de/CCp62 |titel=Webkarte |titelerg= [[Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem|ALKIS®]]-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen |werk=[[BayernAtlas]] |hrsg=[[Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Bayern|LDBV]] |abruf=2024-11-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): [[Willanzheim]], [[Ippesheim]], [[Martinsheim]], [[Obernbreit]] und [[Marktsteft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturräumliche Lage ===&lt;br /&gt;
Naturräumlich haben Seinsheim und seine Gemeindeteile Anteil an mehreren Naturräumen, darunter der zum Ochsenfurter Gau und zum Gollachgau gehörende [[Ifftalbereich]].&amp;lt;ref&amp;gt;Geographie Giersbeck: [http://geographie.giersbeck.de/karten/152.pdf &amp;#039;&amp;#039;Karte 152 Würzburg&amp;#039;&amp;#039;], PDF-Datei, abgerufen am 8. Januar 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Dörfer und Mühlen liegen in den Tälern des Breitbachs bzw. der Iff und deren Nebenbächen, die Ackerflächen auf der Hochebene des fruchtbaren Gäulandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkinger Schwarzenberg.jpg|mini|hochkant|Erkinger von Seinsheim kann als Förderer der Siedlung gelten]]&lt;br /&gt;
Der Ort wurde in einer Urkunde, die im Zeitraum von 830 bis 840 verfasst wurde, als „Souuuuenesheim“ erstmals erwähnt. Das [[Bestimmungswort]] ist der Personenname Sowin.&amp;lt;ref&amp;gt;W.-A. v. Reitzenstein: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon fränkischer Ortsnamen&amp;#039;&amp;#039;, S. 206f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Grundwort]] -heim deutet auf die Gründung während der [[Fränkische Landnahme|Fränkischen Landnahme]] am Ende des 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts hin. Die Stelle von Seinsheim war bereits in [[Ur- und Frühgeschichte|vor- und frühgeschichtlicher]] Zeit besiedelt, worauf Reihengräberfunde in den 1920er und 1930er Jahren hinweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;O. Selzer: &amp;#039;&amp;#039;Stadt und VG Marktbreit&amp;#039;&amp;#039;, S. 588.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinsheim war ein Zentralort des frühen Iffgaus mit einer Urpfarrei (St. Peter). Der Ort wurde in der älteren Literatur zusammen mit den benachbarten Dörfern Herrnsheim, Iffigheim und [[Weigenheim]] als [[Reichsdorf]] bezeichnet, das nur dem Kaiser unterstellt war. Heute geht man davon aus, dass der Kaiser lediglich Würzburger Güter vogteilich verwaltete.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;1200 Jahre Bullenheim&amp;#039;&amp;#039;, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1147 wurde „Eispertus de Souvensheim“ aus einem ortsadeligen Geschlecht Würzburger Lehensleute erstmals im Ort erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;O. Selzer: &amp;#039;&amp;#039;Stadt und VG Marktbreit&amp;#039;&amp;#039;, S. 588.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Niedergang der Staufer kurz nach 1260 übernahmen die [[Hohenlohe (Adelsgeschlecht)|Hohenlohe]] die „Reichsgüter unter den Bergen“ (&amp;#039;&amp;#039;bona sub montibus&amp;#039;&amp;#039;). Als Gerichtsort der [[Zent (historische Verwaltungseinheit)|Zent]] Hohenlandsberg gelangte Seinsheim um 1415 an [[Erkinger VI. von Seinsheim|Erkinger von Seinsheim-Stephansberg]]. Erkinger nannte sich bald nach der von ihm gekauften Burg Schwarzenberg bei [[Scheinfeld]] und wurde zum Stammvater der heutigen Fürsten von [[Schwarzenberg (fränkisch-böhmisches Adelsgeschlecht)|Schwarzenberg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1434 erhielt Seinsheim auf Bitten des Erkinger das [[Marktrecht (historisch)|Marktrecht]] durch [[Kaiser Sigismund]]. Bis 1806 gehörte Seinsheim den Herren/Grafen/Fürsten von Schwarzenberg, die dort 1626/27 die [[Gegenreformation]] durchführten und Seinsheim wieder katholisch prägten. Mit der auf dem Fränkischen Kreistag vertretenen Herrschaft bzw. Grafschaft Seinsheim, deren Mittelpunkte Marktbreit und Markt Nordheim/Seehaus waren, hat der Ort Seinsheim nichts zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort war mit Zaun, Graben und zwei Torhäusern befestigt, denn „Johann von Schwarzenberg erließ dem Marktflecken 1502 auf ewige Zeiten das [[Ungeld|Umgeld]], mit der Auflage, damit Tore, Gräben und Mauern zu erhalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Jesko Graf zu Dohna |Titel=Auf den Spuren der Grafen zu Castell |Verlag=Vier Türme, Benedict Press |Ort=Münsterschwarzach |Datum=2004 |Seiten=60}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seinsheim diente weiterhin als Gerichtssitz der [[Zent (historische Verwaltungseinheit)|Zent]] Hohenlandsberg der Herrschaft Schwarzenberg, die ab 1500 zum [[Fränkischer Reichskreis|Fränkischen Reichskreis]] gehörte und 1806 an das [[Königreich Bayern]] fiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Seinsheim aus 33 [[Hofreite]]n. Das [[Blutgerichtsbarkeit|Hoch-]], die [[Dorf- und Gemeindeherrschaft]] sowie die [[Grundherrschaft]] über sämtliche Anwesen übte das [[Schwarzenberg (fränkisch-böhmisches Adelsgeschlecht)|schwarzenbergische]] [[Amt Wässerndorf]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;W176&amp;quot;&amp;gt;H. Weber: &amp;#039;&amp;#039;Kitzingen&amp;#039;&amp;#039;, S. 176.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1806 kam Seinsheim an das [[Königreich Bayern]].&amp;lt;ref&amp;gt;H. Weber: &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Kitzingen&amp;#039;&amp;#039;, S. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem [[Gemeindeedikt]] (frühes 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert) wurde der [[Steuerdistrikt]] Seinsheim gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1818&amp;quot;/&amp;gt; Zu diesem gehörten [[Backofenmühle (Seinsheim)|Backofenmühle]], [[Beigelsmühle]], [[Dorfmühle (Seinsheim)|Christiansmühle]], [[Iffigheim]], [[Nagelsmühle]], [[Schleifmühle (Seinsheim)|Schleifmühle]] und [[Stadtmühle (Seinsheim)|Stadtmühle]]. Wenig später entstand die [[Ruralgemeinde]] Seinsheim, zu der Stadtmühle gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem [[Herrschaftsgericht Hohenlandsberg]] zugeordnet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Rezatkreis 1820|SEITE = 83}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und in der Finanzverwaltung dem [[Rentamt Scheinfeld]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1818&amp;quot;/&amp;gt; nach dessen Auflösung im Jahr 1818 dem [[Rentamt Iphofen]]. Mit der Auflösung des Herrschaftsgerichtes im Jahr 1850 kam Seinsheim an das [[Landgericht Markt Bibart]]. Am 25.&amp;amp;nbsp;August 1857 wurde die Gemeinde an das [[Landgericht Marktbreit]] und an das [[Rentamt Ochsenfurt]] überwiesen (1919 in [[Finanzamt Ochsenfurt]] umbenannt).&amp;lt;ref&amp;gt;H. Weber: &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Kitzingen&amp;#039;&amp;#039;, S. 218.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1862 war das [[Bezirksamt Kitzingen]] (1939 in [[Landkreis Kitzingen]] umbenannt) für die Verwaltung der Gemeinde zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Marktbreit (1879 in [[Amtsgericht Marktbreit]] umbenannt), ab 1932 war das [[Amtsgericht Ochsenfurt]] zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Weber: &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Kitzingen&amp;#039;&amp;#039;, S. 224.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 6,913&amp;amp;nbsp;km².&amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1961&amp;quot;/&amp;gt; Am 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1972 wurde Seinsheim an das [[Finanzamt Kitzingen]] und das [[Amtsgericht Kitzingen]] überwiesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Gebietsreform in Bayern]] wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinden [[Iffigheim]], [[Wässerndorf]] und [[Tiefenstockheim]] eingemeindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1970bis1982&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=748}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Im Zeitraum 1988 bis 2018 stagnierte die Einwohnerzahl bzw. sie sank konkret geringfügig von 1060 auf 1054 um 6 bzw. um 0,6 %. 1997 hatte der Markt 1152 Einwohner.&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: BayLfStat&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;font-size:.9em&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinde Seinsheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#F2F2F2&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Jahr&lt;br /&gt;
| 1818 || 1840 || 1852 || 1861 || 1867 || 1871 || 1875 || 1880 || 1885 || 1890 || 1895 || 1900 || 1905 || 1910 || 1919 || 1925 || 1933 || 1939 || 1946 || 1950 || 1961 || 1970 || 1987 || 2007 || 2010 || 2015 || 2022&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Einwohner&lt;br /&gt;
| 534 || 530 || 491 || 495 || 489 || 490 || 486 || 511 || 512 || 514 || 506 || 500 || 493 || 503 || 524 || 543 || 511 || 495 || 595 || 559 || 473 || 502 || 1049 || 1062 || 1041 || 1059 || 1085&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Häuser&amp;lt;ref name=&amp;quot;Häuser&amp;quot;&amp;gt;Es sind nur bewohnte Häuser angegeben.Im Jahre 1818 werden diese als &amp;#039;&amp;#039;Feuerstellen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, 1840 als &amp;#039;&amp;#039;Häuser&amp;#039;&amp;#039; und 1836 und von 1885 bis 2022 als &amp;#039;&amp;#039;Wohngebäude&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 112 || 115 || || || || 116 || || || 111 || 113 || || 114 || || || || 109 || || || || 102 || 105 || || 320 || || || 363 || 384&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Quelle&lt;br /&gt;
|| &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1818&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Rezatkreis 1818|SEITE = 85}} Für die Gemeinde Seinsheim zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Stadtmühle (S. 87).&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1846&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Mittelfranken 1846|SEITE = 278}} Laut &amp;#039;&amp;#039;Historischem Gemeindeverzeichnis&amp;#039;&amp;#039; hatte die Gemeinde zu diesem Zeitpunkt 524 Einwohner.&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HGV&amp;quot;&amp;gt;{{Historisches Gemeindeverzeichnis 1953 |SEITE=205}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1861&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1864 |SPALTE=1178}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1867 |SEITE=192}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1875&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1875 |SPALTE=1329}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref&amp;gt;{{Gemeindeverzeichnis Bayern 1879|SEITE = 78}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref&amp;gt;{{Gemeindeverzeichnis Bayern 1882|SEITE = 221}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1885&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1885 |SPALTE=1264}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref&amp;gt;{{Gemeindeverzeichnis Bayern 1892|SEITE = 226}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HGV&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1900&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1900 |SPALTE=1352}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HGV&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref&amp;gt;{{Gemeindeverzeichnis Bayern 1911|SEITE = 226}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HGV&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1925&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1925 |SPALTE=1387 |SPALTE_BIS=1388}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HGV&amp;quot;/&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HGV&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;HGV&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1950&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1950 |SPALTE=1210}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1961&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1961 |SPALTE=884}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1970&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1970 |SEITE=189}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1987&amp;quot;&amp;gt;{{Ortsverzeichnis Bayern 1987 |SEITE=366}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;LStDV&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[LfStat]] |url=https://www.statistik.bayern.de/mam/produkte/statistik_kommunal/2017/09675167.pdf#page=6 |titel=Seinsheim: Amtliche Statistik 2017 |werk=statistik.bayern.de |seiten=6 und 12 |format=PDF |abruf=2025-06-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;LStDV&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;LStDV&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[LfStat]] |url=https://www.statistik.bayern.de/mam/produkte/statistik_kommunal/2023/09675167.pdf#page=6 |titel=Seinsheim: Amtliche Statistik 2023 |werk=statistik.bayern.de |seiten=6 und 12 |format=PDF |abruf=2025-06-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ort Seinsheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#F2F2F2&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Jahr&lt;br /&gt;
| 1818 || 1836 || 1840 || 1861 || 1871 || 1885 || 1900 || 1925 || 1950 || 1961 || 1970 || 1987 || 2000 || 2006 || 2013&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Einwohner&lt;br /&gt;
| 528 || 496 || 524 || {{FN|*}}495 || 483 || 509 || 495 || 537 || 535 || 468 || 500 || 446 || {{FN|*}}429 || {{FN|*}}441 || {{FN|*}}431&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Häuser&amp;lt;ref name=&amp;quot;Häuser&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 110 || 114 || 114 || || || 110 || 113 || 108 || 101 || 104 || || 130 || || || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Quelle&lt;br /&gt;
| &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1818&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyer Rezatkreis 1837|SEITE = 221}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1846&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1861&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1875&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1885&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1900&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1925&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1950&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1961&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1970&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;OV 1987&amp;quot; /&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;Einwohner&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.roedelsee.de/fileadmin/Dateien/Dateien/Seite_Downloads/2016/ILEKKitzingen_Text_2015-12-02.compressed.pdf#page=69 |titel=Integrierte ländliche Entwicklung – Entwurf ILEK, Stand Dez. 2015 |hrsg=Gemeinde Rödelsee |seiten=57 |format=PDF; 13,8 MB |abruf=2025-06-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;Einwohner&amp;quot;/&amp;gt; || &amp;lt;ref name=&amp;quot;Einwohner&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{FNZ|*|inklusive [[Stadtmühle (Seinsheim)|Stadtmühle]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Die [[Kommunalwahlen in Bayern 2020|Gemeinderatswahl 2020]] erbrachte folgende Stimmenanteile und Sitzverteilung:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://wahlen.marktbreit.info/wahlen/kommunalwahl/marktgemeinderatseinsheim/ |titel=Gemeinderatswahl Markt Seinsheim  15. März 2020, Vorläufiges Ergebnis |werk= |hrsg= |datum=2020-03-27 |abruf=2021-01-01 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;abbr&amp;gt;Freie Wähler Seinsheim&amp;lt;/abbr&amp;gt;: 38,4 % (4 Sitze)&lt;br /&gt;
* &amp;lt;abbr&amp;gt;Wahlgemeinschaft Tiefenstockheim&amp;lt;/abbr&amp;gt;: 22,0 % (3 Sitze)&lt;br /&gt;
* &amp;lt;abbr&amp;gt;Wählervereinigung Wässerndorf&amp;lt;/abbr&amp;gt;: 22,6 % (3 Sitze)&lt;br /&gt;
* &amp;lt;abbr&amp;gt;Unabhängige Wähler Iffigheim&amp;lt;/abbr&amp;gt;: 17,0 % (2 Sitze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeisterin ===&lt;br /&gt;
Ruth Albrecht wurde für die [[Kommunalwahlen in Bayern 2020|Wahl am 15. März 2020]] von vier Wählergruppen nominiert und mit 93,9 % der gültigen Stimmen zur [[Bürgermeister#Bayern|Ersten Bürgermeisterin]] gewählt. Sie trat das Amt am 1. Mai 2020 an. Ihr Vorgänger war 30 Jahre lang, vom 1. Mai 1990 bis 30. April 2020, Heinz Dorsch, nominiert ebenfalls von mehreren Wählergruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen und Flagge ===&lt;br /&gt;
;Wappen&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung= Wappen von Seinsheim&lt;br /&gt;
|Blasonierung= In Silber drei blaue Pfähle, im Ganzen überdeckt mit einem schräglinken goldenen [[Wellenbalken]].&lt;br /&gt;
|Quelle= {{HdBG GKZ}}&lt;br /&gt;
|Begründung= Siegel sind erst aus dem späten 16. Jahrhundert durch Abdrucke überliefert. Der Umschrift nach gab es getrennte Siegel für die Gemeinde und das Gericht. Sie unterschieden sich auch im Bild durch die verschiedene Laufrichtung des schrägen Wellenbalkens. Im frühen 19. Jahrhundert gab es nur ein Schriftsiegel. Die drei blauen Pfähle in silbernem Feld weisen auf die [[Seinsheim (Adelsgeschlecht)|Herren von Seinsheim]] und [[Schwarzenberg (fränkisch-böhmisches Adelsgeschlecht)|Schwarzenberg]] hin. Diese führten einen fünfmal von Silber und Blau bzw. siebenmal von Blau und Silber gespaltenen Schild. Der Schrägbalken ist wohl als Unterscheidungsmerkmal des Gerichtssiegels vom kommunalen Siegel anzusehen.&lt;br /&gt;
|Zusatz= Wappenführung seit dem 16. Jahrhundert&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Gemeindeflagge&lt;br /&gt;
Die [[Gemeindeflagge]] ist rot-weiß.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kommunalflaggen.eu/index.php?title=Seinsheim#Flagge |titel=Seinsheim |werk=kommunalflaggen.eu |abruf=2025-06-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Seinsheim.jpg|mini|Seinsheim]]&lt;br /&gt;
Seinsheim hat sich zunehmend touristisch entwickelt. Der Verbund [[Weinparadies Franken]], bestehend aus unter- und mittelfränkischen Weinbaugemeinden rund um Seinsheim, hat hierzu wesentlich beigetragen.&lt;br /&gt;
=== Bau- und Bodendenkmäler ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Baudenkmäler in Seinsheim|Liste der Bodendenkmäler in Seinsheim}}&lt;br /&gt;
* Rathaus aus dem 17. Jahrhundert mit Pranger&lt;br /&gt;
* Katholische Kirche [[St. Peter und Paul (Seinsheim)|St. Peter und Paul]]: Sie wurde 1810 bis 1814 neu erbaut. Rund um die Kirche erstreckt sich das Ensemble der Kirchengaden. Darin befinden sich heute unter anderem die kleinste Brauerei Unterfrankens sowie Jugend- und Ausstellungsräume.&lt;br /&gt;
* Kirchgaden&lt;br /&gt;
* [[Hoftor (Hüttenheimer Straße 11, Seinsheim)|Hoftor]] von 1813 in der Hüttenheimer Straße&lt;br /&gt;
* Statue Maria Immaculata in der Frankenstraße (Familie Schilling) und eine Anzahl von Bildstöcken in der Flur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Sehenswürdigkeiten ===&lt;br /&gt;
* Baumhoroskopweg: Der Seinsheimer Baumhoroskopweg führt um den Landschaftssee und durch die Ortschaft und ist ein Baumlehrpfad der besonderen Art. Er vermittelt auf ca. 1,8 Kilometer Länge die Mystik eines auf keltischen Ursprung zurückgehenden Horoskops mit dem Wissenswerten eines Baumlehrpfades. An 21 Thementafeln erhält der Wanderer kultische, kulturelle, geschichtliche und medizinische Informationen über die Bäume.&lt;br /&gt;
* Bildstockweg&lt;br /&gt;
* Landschaftssee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weinbau ==&lt;br /&gt;
Seinsheim ist ein fränkischer Weinbauort. Die Weinberge (ca. 40 Hektar) liegen östlich des Dorfes am Hang des Bullenheimer Berges auf Keuperböden in West- und Südlagen. Der Wein wird seit den 1970er Jahren unter dem Namen &amp;quot;Seinsheimer Hohenbühl&amp;quot; vermarktet. Seinsheim ist Teil des [[Bereich (Weinbau)|Bereichs]] Weinparadies, bis 2017 waren die Winzer im Bereich [[Steigerwald]] zusammengefasst. Die [[Gipskeuper]]böden um Seinsheim eignen sich ebenso für den Anbau von Wein wie die Lage in der Maingauklimazone, die zu den wärmsten Deutschlands gehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit dem [[Frühmittelalter]] betreiben die Menschen um Seinsheim Weinbau. Die [[Franken (Volk)|fränkischen]] Siedler brachten wohl im 7. Jahrhundert die Rebe mit an den Main. Im Mittelalter gehörte die Region zum größten zusammenhängenden Weinbaugebiet im Heiligen Römischen Reich. Die Menschen betrieben zumeist Nebenerwerbsweinbau zur [[Subsistenzwirtschaft|Selbstversorgung]], gleichzeitig bildeten sich bereits Exportzentren insbesondere entlang des Maines heraus. Die Seinsheimer produzierten den Wein zum einen für die kirchlichen und weltlichen Feudalherren (Zehnt, Weingült – eine Art Pacht), verkauften ihn an den Weinhandel und benötigten ihn natürlich für den Hausgebrauch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weinbau erlebte nach der [[Säkularisation]] zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen umfassenden Niedergang. Vor allem klimatisch weniger begünstige Lagen gab man vollständig auf. Zusätzlich erschwerte das Aufkommen von Schädlingen wie der [[Reblaus]] den Anbau. Konsolidieren konnte sich die Weinbauregion Franken erst wieder in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Einsatz von Düngern und verbesserte Anbaumethoden hatten dazu ebenso beigetragen wie die Organisation in Genossenschaften und die [[Flurbereinigung]] der 1970er Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;Ambrosi, Hans (u. a.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Vinothek: Franken&amp;#039;&amp;#039;. S. 50–52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinsheim ist von dieser jahrhundertealten Weinkultur geprägt, so unterkellerte man die zu Beginn des 19. Jahrhunderts neu errichtete Kirche vollständig, um hier Weinfässer lagern zu können. Auf rund 40 Hektar werden in Seinsheim insbesondere die Rebsorten Müller-Thurgau, Silvaner, Traminer und [[Bacchus (Rebsorte)|Bacchus]] (als Weißwein) sowie Dornfelder, Portugieser und Domina (als Rotwein) angebaut. Mittelpunkt des Festkalenders ist das Seinsheimer [[Weinfest]], das jährlich Anfang Juni gefeiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Weinlage&amp;lt;ref&amp;gt;[[Regierung von Unterfranken]]: {{Webarchiv|url=https://www.regierung.unterfranken.bayern.de/assets/7/4/die_weinbergslagen_in_bayern_-_gegliedert_nach_bereichen.pdf |wayback=20180728035639 |text=&amp;#039;&amp;#039;Weinbergslagen in Bayern gegliedert nach Bereichen&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-01-08 13:31:20 InternetArchiveBot }}, PDF-Datei, abgerufen am 16. Mai 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;  !! Größe 1993&amp;lt;ref&amp;gt;Ambrosi, Hans (u. a.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Vinothek: Franken&amp;#039;&amp;#039;. S. 237.&amp;lt;/ref&amp;gt; !! Himmelsrichtung !! Hangneigung !! Hauptrebsorten !! Großlage&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hohenbühl || 40 ha || Westen || 15–35 % || [[Silvaner]], [[Müller-Thurgau]], [[Traminer]] || [[Schloss Frankenberg|Frankenberger]] Schloßstück&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Die [[Liste der Staatsstraßen in Unterfranken#St 2419|Staatsstraße&amp;amp;nbsp;2419]] führt über [[Bullenheim]] nach [[Ippesheim]] (4,3&amp;amp;nbsp;km südlich). Die [[Liste der Staatsstraßen in Unterfranken#St 2418|Staatsstraße&amp;amp;nbsp;2418]] führt über [[Iffigheim]] nach [[Obernbreit]] (4,3&amp;amp;nbsp;km nordwestlich) bzw. nach [[Hüttenheim in Bayern]] (2,8&amp;amp;nbsp;km östlich). Die [[Liste der Kreisstraßen im Landkreis Kitzingen#KT 26|Kreisstraße KT&amp;amp;nbsp;26]] führt nach [[Wässerndorf]] (1,2&amp;amp;nbsp;km westlich).&amp;lt;ref name=&amp;quot;BayernAtlas&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Brian Fitzgibbon]] (* 1952), irischer Maler und Grafiker, lebt und arbeitet seit 1993 in Seinsheim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Ambrosi]], Bernhard Breuer: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Vinothek: Franken. Begleiter zu den Weinberg-Lagen, Winzern und ihren Küchen&amp;#039;&amp;#039;. Herford&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; 1993.&lt;br /&gt;
* {{LexikonFranken|Band=5 |Sp=281|SpBis=282}}&lt;br /&gt;
* Eberhard Graf Fugger, Die Seinsheims und ihre Zeit, München 1893&lt;br /&gt;
* {{Hönn Lexicon Topographicum|STICHWORT=Marck Sainßheim |SEITE = 411}}&lt;br /&gt;
* {{Muck Kloster Heilsbronn|BAND = 2 |SEITE = 403 |SEITE_BIS = 404|WIKISOURCE=[[s:de:Geschichte von Kloster Heilsbronn/Seinsheim|Volltext]] &amp;amp;lsqb;[[Wikisource]]&amp;amp;rsqb;}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|978-3-406-59131-0|Seiten=206f}} &amp;lt;!-- Reitzenstein --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Otto Selzer: &amp;#039;&amp;#039;Stadt und VG Marktbreit&amp;#039;&amp;#039;. In: Landrat und Kreistag des Landkreises Kitzingen (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Kitzingen&amp;#039;&amp;#039;. Münsterschwarzach 1984. S. 576–596.&lt;br /&gt;
* {{Stumpf Bayern 2. Teil 1853|STICHWORT = Markt Seinsheim |SEITE = 698}}&lt;br /&gt;
* {{Weber Kitzingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.seinsheim.de/ Offizielle Website]&lt;br /&gt;
* {{LStDV GKZ|9675167}}&lt;br /&gt;
* {{bavarikon Ort |ID= ODB_A00000381 |objekt= Markt Seinsheim |abruf=2025-06-28}}&lt;br /&gt;
* {{Topographia Franconiae |Name=Markt Seinsheim |Gemeinde=Seinsheim Markt |Landkreis=Kitzingen |Regierungsbezirk=Unterfranken |Bundesland=Bayern |Abruf=2025-06-28}}&lt;br /&gt;
* {{GOV|objekt=Seinsheim |val=object_256553 |abruf=2025-06-28}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Naviblock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Gemeindeteile des Marktes Seinsheim&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Kitzingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4296707-7|VIAF=245780123}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Kitzingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwarzenberg (fränkisch-böhmisches Adelsgeschlecht)|!Seinsheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinort in Franken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 770]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markt in Unterfranken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seinsheim| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemarkung im Landkreis Kitzingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 9. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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