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	<title>Seigerung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Seigerung&amp;diff=119086&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-01-28T18:19:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
 | align     = right&lt;br /&gt;
 | Richtung  = vertical&lt;br /&gt;
 | Kopfzeile = Prozessschritte des [[Seigerung#Silbergewinnung|Saigerverfahrens]]&amp;lt;br /&amp;gt;nach [[Georgius Agricola]]&lt;br /&gt;
 | Kopfzeile_align = center&lt;br /&gt;
 | Kopfzeile_Hintergrund =&lt;br /&gt;
 | Fußzeile    =&lt;br /&gt;
 | Fußzeile_align = left&lt;br /&gt;
 | Fußzeile_Hintergrund =&lt;br /&gt;
 | Breite      =&lt;br /&gt;
 | Bild1       = Fotothek df tg 0000489 Bergwerk ^ Bergbau ^ Verhüttung ^ Hüttenwesen ^ Schmelzofen ^ Tiegelofen.jpg&lt;br /&gt;
 | Breite1     = 220&lt;br /&gt;
 | Untertitel1 = Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Frischen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(= Verschmelzen von silberhaltigem Schwarzkupfer mit Blei und/oder [[Blei(II)-oxid|Bleiglätte]])&lt;br /&gt;
 | Bild2       = Fotothek df tg 0000536 Bergwerk ^ Bergbau ^ Verhüttung ^ Hüttenwesen ^ Metallurgie ^ Saigerherd.jpg&lt;br /&gt;
 | Breite2     = 220&lt;br /&gt;
 | Untertitel2 = Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Saigern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auf einem Saigerherd&amp;lt;br /&amp;gt;(= Erhitzen der Blei-Kupfer-Silber-Legierung, bis die bei niedrigeren Temperaturen schmelzende Blei-Silber-Legierung heraustropfte (saigerte), zurück blieben feste Kupfer-Erzkuchen)&lt;br /&gt;
 | Bild3       = Fotothek df tg 0000518 Bergwerk ^ Bergbau ^ Verhüttung ^ Hüttenwesen ^ Metallurgie ^ Edelmetallscheidun.jpg&lt;br /&gt;
 | Breite3     = 220&lt;br /&gt;
 | Untertitel3 = Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Kupellation|Treiben]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(= „Austreiben“ des Bleis aus der Blei-Silber-Schmelze)&lt;br /&gt;
 | Bild4       =Fotothek df tg 0000539 Bergwerk ^ Bergbau ^ Vrehüttung ^ Hüttenwesen ^ Metallurgie ^ Silberscheidung ^.jpg&lt;br /&gt;
 | Breite4     = 220&lt;br /&gt;
 | Untertitel4 = Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Darren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(= Glühprozess des Kupfers)&lt;br /&gt;
 | Bild5       =Fotothek df tg 0000533 Bergwerk ^ Bergbau ^ Verhüttung ^ Hüttenwesen ^ Metallurgie ^ Silberscheidung ^.jpg&lt;br /&gt;
 | Breite5     = 220&lt;br /&gt;
 | Untertitel5 = Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Gare (Werkstoff)|Garen]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(= Entfernen verbliebener Legierungsbestandteile zur Gewinnung von Garkupfer)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seigerungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (veraltet auch &amp;#039;&amp;#039;Saigerungen&amp;#039;&amp;#039;, zu &amp;#039;&amp;#039;seigern&amp;#039;&amp;#039;‚ reinigen, abtrennen‘, verwandt mit &amp;#039;&amp;#039;seihen&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;es seigert&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--sic--&amp;gt; trennt sich vom übrigen Schmelzgut) sind Entmischungen einer [[Schmelze]] bei der [[Metalle|Metallherstellung]], die unmittelbar zu einer örtlichen Zu- oder auch Abnahme von bestimmten Elementen innerhalb des [[Mischkristall]]s führen. Sie entstehen beim Übergang der Schmelze in den festen Zustand. Dabei spielen die unterschiedliche [[Löslichkeit]] der [[Legierung]]selemente in flüssiger und fester Phase und unter anderem die unterschiedliche [[Dichte]] der Legierungselemente eine Rolle. Durch Seigerungen ergeben sich unterschiedliche [[Werkstoff]]eigenschaften innerhalb eines [[Gießen (Metall)|Gussstückes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Mikroseigerung (auf [[Kristall]]ebene) und Makroseigerung in der Größenordnung des Gussstücks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Seiger-&amp;#039;&amp;#039; oder veraltet &amp;#039;&amp;#039;Saigerverfahren&amp;#039;&amp;#039; ist ein seit dem Mittelalter existierendes [[Verhüttung]]sverfahren mit Metallanreicherung nach dieser Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mikroseigerungen ==&lt;br /&gt;
Durch [[Konzentration (Chemie)|Konzentrationsunterschiede]] bei der Bildung von [[Mischkristall]]en kommt es zur Entstehung von &amp;#039;&amp;#039;Mikro-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kristallseigerungen&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Konzentrationsunterschied wird bei sehr langsamer Erstarrung durch [[Diffusion]]svorgänge wieder ausgeglichen. Bei der technischen Erstarrung, d.&amp;amp;nbsp;h. bei der nicht gleichgewichtsnahen Erstarrung, ist der Konzentrationsausgleich durch Diffusion auf Grund der zu schnellen Abkühlung nicht möglich. Diese Kristallseigerungen sind die einzigen, die durch ein [[Lösungsglühen|Homogenisierungsglühen]] wieder aufgelöst werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans-Jürgen Bargel, Günter Schulze |Titel=Werkstoffkunde |Verlag=Springer Berlin Heidelberg |Ort= |Datum=2012 |Reihe=Springer-Lehrbuch |ISBN=978-3-642-17716-3 |DOI=10.1007/978-3-642-17717-0 |Seiten=64}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Makroseigerungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vorführung Saigern wie vor 400 Jahren in der Saigerhütte Grünthal (2022) (3).jpg|mini|links|Vorführung „Saigern wie vor 400 Jahren“ in der [[Saigerhütte Grünthal]] durch die Firma [[Saxonia Edelmetalle]] (2022)]]&lt;br /&gt;
=== Blockseigerung ===&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Blockseigerung&amp;#039;&amp;#039; werden Entmischungen im gesamten [[Gussstück]] bezeichnet. Es handelt sich dabei um den gleichen Vorgang wie bei der Kristallseigerung, jedoch im größeren Maßstab bei der Erstarrung eines Gussblockes. Da die Löslichkeit von Verunreinigungen im Festkörper geringer ist als in der Schmelze, sammeln sie sich in der Restschmelze. Weil die Schmelze von außen nach innen erstarrt, ist die als letztes erstarrende Gussstückmitte somit übersättigt mit den typischen Begleitelementen [[Kohlenstoff]], [[Phosphor]], [[Schwefel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seigerungen treten beim Abkühlen einer [[Stahl]]schmelze auf. Bei einigen [[Kupfer]]legierungen kann es zu einer &amp;#039;&amp;#039;umgekehrten Blockseigerung&amp;#039;&amp;#039; kommen. Hier entsteht eine Anreicherung der fremden Stoffe am Rand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schwerkraftseigerung ===&lt;br /&gt;
Die Schwerkraftseigerung tritt häufig bei [[Blei]]- und [[Wolfram]]-Legierungen auf. Hier erfolgt das Entmischen durch die unterschiedliche Dichte der Legierungsbestandteile. Ihr kann nur entgegengewirkt werden, indem die Gussform samt Schmelze während der Erstarrung langsam rotiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Silbergewinnung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Olbernhau-Grünthal Saigerhütte (Lange Hütte) Treibeherd (01-2).jpg|mini|links|[[Treibherd]] zur Trennung von Werkblei und Silber in der [[Saigerhütte Grünthal]]]]&lt;br /&gt;
=== Geschichte und Prinzip ===&lt;br /&gt;
Vor dem [[Frauentor (Nürnberg)|Nürnberger Frauentor]] existierte spätestens ab 1419 eine städtische Saigerhütte, in der das neue Saigerverfahren zur Anwendung kam.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Möllenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Urkundenbuch zur Geschichte des Mansfeldischen Saigerhandels&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) 1915, S. 179–185.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses war ein bedeutender technologischer Fortschritt und zugleich die folgenreichste montanwirtschaftliche Neuerung im Bereich der Nichteisentechnologie. Bis dahin konnte in Kupfererz enthaltenes Silber nur wirtschaftlich gewonnen werden, wenn der Silbergehalt mehr als 0,5&amp;amp;nbsp;Prozent betrug.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kasper&amp;quot;&amp;gt;[[Hanns-Heinz Kasper]]: &amp;#039;&amp;#039;Von der Saigerhütte zum Kupferhammer Grünthal 1537–1873 – Aus der 450-jährigen Geschichte eines metallurgischen Betriebes in Olbernhau-Grünthal.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Saigerhüttenverein e.&amp;amp;nbsp;V. Olbernhau-Grünthal, Druckerei Olbernhau GmbH, 1994, S. 10–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip basiert darauf, dass sich Silber im Schmelzprozess wesentlich besser in Blei als in Kupfer löst. Silberhaltiges [[Schwarzkupfer]], mit einem Kupfergehalt von ca. 70 bis 96 %,&amp;lt;ref&amp;gt;Hanns-Heinz Kasper: &amp;#039;&amp;#039;Von der Saigerhütte zum Kupferhammer Grünthal&amp;#039;&amp;#039; … S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird daher mit etwa der dreifachen Menge an Blei verschmolzen und so dem Kupfer das darin enthaltene Silber entzogen. Das nunmehr silberhaltige Blei dieser Schmelze, auch [[Werkblei]] genannt, wird in einem weiteren Arbeitsschritt auf speziellen Seigeröfen weitgehend ausgeschmolzen. Im Kupfer verbleibt ein technologisch bedingter Silberanteil von 0,02 %, der bei der weiteren Verarbeitung des Kupfers damals nicht mehr störte. Das Kupfer wurde anschließend durch Darren und Garen raffiniert. Die gewonnene Blei-Silber-Legierung wird im Treibeprozess, auch [[Kupellation]] (histor. [[Läuterung (Metall)|Läuterung]]), voneinander getrennt. Das durch Seigern gewonnene [[Feinsilber]] gewann am Silbermarkt einen erheblichen Anteil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kasper&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wurde der [[Bleibergbau]] für die Silbergewinnung – so wie der [[Quecksilber]]abbau für die Goldgewinnung – zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung erster Seigerhütten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Übersicht Saigerhütten in Deutschland im 15. Jh. (Museum Saigerhütte).jpg|mini|links|Übersicht Saigerhütten in Deutschland im 15. Jh. (Museum Saigerhütte Grünthal)]]&lt;br /&gt;
Das höhere [[Bergregal]], das auch den Bergbau auf Silber beinhaltete, verblieb fast ausnahmslos beim Landesherren. Mit Entdeckung des Verfahrens gelang es dem Eigentümer der Schmelzhütte, selbst in den Besitz des im Kupfererz enthaltenen Silbers, das nicht ablieferungspflichtig war, zu kommen. Denn der dem Landesfürsten zustehende Anteil am Kupfererz war mit dem Zehnten bereits abgegolten, über das geschmolzene Metall durfte der Besitzer der Schmelzhütte mengenmäßig und preislich frei verfügen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hanns-Heinz Kasper: &amp;#039;&amp;#039;Die Saigerhütte Grünthal. Pflege und Erhaltung eines Denkmals des Hüttenwesens aus der Zeit von Georgius Agricola.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Sächsische Heimatblätter]] Heft 2/1994, S. 87–91, {{ISSN|0486-8234}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Metallhandel erkannte recht schnell die Bedeutung des Verfahrens, was Kaufleute dieses Handelszweigs zum Bau großer Saigerhütten veranlasste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kasper&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst traten vor allem Nürnberger [[Patrizier#Deutsche Städte des Mittelalters und der Frühneuzeit|Patrizier]] mit der Gründung von Saigerhütten bzw. Saigerhandelsgesellschaften in Erscheinung. [[Nürnberg]] war in dieser Zeit eines der bedeutendsten Zentren der Metallverarbeitung Europas. Der Metallhandel als Eigentümer der Hütten sicherte die Rohstoffversorgung. Wegen des hohen Bedarfs an [[Wasserkraft]] ([[Wasserrad|Wasserräder]]) und Holz (zur Herstellung von [[Holzkohle]]) entstanden die ersten Seigerhütten überwiegend in wasser- und waldreichen Gebieten des [[Thüringer Wald]]es. Entlang der das Gebirge querenden Handelsstraßen boten sich günstige Möglichkeiten für deren Gründung. Zwischen 1461 und 1565 entstanden zwölf Hütten, von denen die Saigerhütte [[Schleusingen]] am 20.&amp;amp;nbsp;November 1461 von [[Wilhelm III. von Henneberg-Schleusingen|Graf Wilhelm von Henneberg-Schleusingen]] konzessioniert wurde – [[Konzession]]sinhaber war der Nürnberger Bürger Martin Semler. Zu Beginn wurde vor allem Kupfer aus der Gegend um [[Mansfeld]] versaigert, da der Silbergehalt im Vergleich zu anderen Bergbauregionen größer war.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Peter Lange: &amp;#039;&amp;#039;Saigerhütten in Thüringen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kupfer Silber Stahl – Beiträge zur Geschichte der Metallurgie.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von den Museen der Stadt Olbernhau, Olbernhau 1988, S. 15–17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Betrieb der vorgenannten Saigerhütten führte dazu, dass Thüringen etwa ein Jahrhundert lang führend in der Kupfer- und Silbermetallurgie war. Als [[Sachsen-Zeitz]] 1718 an Kursachsen zurückfiel, endete die Geschichte der Thüringen Saigerhütten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Peter Lange: &amp;#039;&amp;#039;Saigerhütten in Thüringen.&amp;#039;&amp;#039; … S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Sachsen erteilten 1471 [[Ernst (Sachsen)|Ernst]] und [[Albrecht der Beherzte|Albrecht von Sachsen]] dem Handelsherren Nickel Tyle und einer Saigerhandelsgesellschaft das Privileg für eine [[Saigerhütte Chemnitz|Saigerhütte in Chemnitz]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Andrea Kramarczyk: [https://www-user.tu-chemnitz.de/~fna/agricola12.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Kupfersaigerhütte des Ulrich Schütz in Chemnitz. Unternehmensgeschichte, Dokumentation, Perspektiven eines Bodendenkmals.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 1,6&amp;amp;nbsp;MB), (12. Agricola-Gespräch des Agricola-Forschungszentrums Chemnitz vom 5. Juni 2003), In: &amp;#039;&amp;#039;Agricola-Rundbriefe des Agricola-Forschungszentrums Chemnitz&amp;#039;&amp;#039;, Rundbrief 2003, S. 3–19. (abgerufen am 10. September 2021).&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1490ern etablierte [[Jakob Fugger]] die Saigerung in [[Silberbergwerk Schwaz|Schwaz in Tirol]] (von wo bald knapp die Hälfte alles europäischen Silbers kam, das Blei kam von [[Tarrenz]]-[[Knappenwelt Gurgltal|Gurgltal]]) und in der [[Fuggerau]] in Kärnten (Blei vom [[Bad Bleiberg|Bleiberg]]), kurz darauf auch gemeinsam mit den [[Thurzo]] in Neusohl in Niederungarn (heute slowakisches [[Banská Bystrica]]). Die so entstandene Fugger-Thurzo-Gesellschaft (offizieller Name: „[Gemeiner] Ungarischer [Kupfer–] Handel“) gründete noch zwei weitere Saigerhütten in [[Mogiła (Kraków)|Mogiła]] und [[Moštenica]] und monopolisierte damit die Saigerproduktion und den [[Saigerhandel]] Ostmitteleuropas von [[Böhmen]] über [[Schlesien]], [[Mähren]], [[Kleinpolen]], [[Oberungarn|Nieder- und Oberungarn]] bis nach [[Siebenbürgen]].&lt;br /&gt;
Ab 1538 arbeitete die vom Annaberger [[Bergmeister]] Hans Leonhardt gegründete [[Saigerhütte Grünthal]], die sich in der Folgezeit zu einem bedeutenden Industriekomplex und zum Zentrum der Kupferverarbeitung in Sachsen entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;H. [[Georgius Agricola|Georgii Agricole]] vom Bergkwerck / das eilfft [elfte] buch.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt 1580, S. 419–465 ([http://libcoll.mpiwg-berlin.mpg.de/libview?url=/mpiwg/online/permanent/library/56C7UB52/index.meta&amp;amp;start=401&amp;amp;pn=419&amp;amp;mode=texttool Digitalisat]) – Der Saigerprozess zur Silberscheidung und Kupfergewinnung nach Georgius Agricola&lt;br /&gt;
* [[Lothar Suhling]]: Der Seigerhüttenprozess. Die Technologie des Kupferseigerns nach dem frühen metallurgischen Schrifttum. Riederer, Stuttgart 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Segregation (materials science)|Seigerung}}&lt;br /&gt;
* [http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Saigerverfahren Das Saigerverfahren zur Silberscheidung im Lexikon von mineralienatlas.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metallkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kupellation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Materialfehler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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