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	<title>Seifensieder - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T16:15:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Seifensieder&amp;diff=669397&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Vergänglichkeit: +</title>
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		<updated>2025-12-10T14:01:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|1=beschreibt einen Beruf zur handwerklichen Herstellung von Seife. Zum Bergbauberuf siehe [[Seifner]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Seifensieder.jpg|mini|[[Zunftzeichen|Zunftwappen]] der Seifensieder und [[Kerzenzieher]]]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seifensieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (zu „[[sieden]]“), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seifenmacher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein [[Handwerk]]er, der [[Seife]] herstellt. Hierfür schmilzt er durch Erwärmung [[Fette]] oder [[Öle]] und versetzt diese dann mit einer [[Alkalische Lösung|alkalischen Lösung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die schon seit den [[Sumerer]]n bekannte Technik wurde während der [[Kreuzzug|Kreuzzüge]] auch nach Europa eingeführt und ersetzte das bis dahin gebräuchliche Waschen mit [[Holzasche]] oder deren Lauge ([[Aschenlauge]]). Erste [[Zunft|Zünfte]] sind in Mitteleuropa im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert für [[Augsburg]], [[Wien]] und [[Ulm]] nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einsetzen der industriellen Herstellung von Seife im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert verlor der [[Handwerksberuf]] seine Bedeutung und führte nur noch ein Nischendasein. Seit einiger Zeit scheint das Handwerk allerdings wieder einen Aufschwung zu erfahren. Seit der Jahrtausendwende entstanden sowohl in Europa als auch den USA in vielen Städten kleine Seifensiedereien, die nach traditionellen Methoden Seife herstellen, und deren Produkte man auch zunehmend im Versandhandel findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Florian von Lorch|hl. Florian]] gilt als der [[Schutzpatron]] der Seifensieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produkte und Techniken des Seifensieders ==&lt;br /&gt;
Handwerkliche Seifensieder und Seifenmanufakturen konzentrieren sich heute überwiegend auf die Herstellung sogenannter &amp;#039;&amp;#039;Leimseifen&amp;#039;&amp;#039; für kosmetische Zwecke, d.&amp;amp;nbsp;h. zur Hand- und Körperreinigung. Die Produktion von [[Schmierseife]]n sowie die Herstellung von [[Kernseife|Kern-]] und Feinseifen erfolgt wegen des hohen apparativen Aufwands überwiegend im industriellen Maßstab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herstellung und der Vertrieb von Seifen für kosmetische Zwecke ist im [[Europäischer Wirtschaftsraum|europäischen Wirtschaftsraum]] durch die „[[Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel]]“ geregelt. Zu ihrer Durchführung gilt in Deutschland die „[[Kosmetik-Verordnung]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedeprozess ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Seifenherstellung aus Schafsfett.jpg|mini|Seifenherstellung aus Schaffett]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Производство мыла Алеппо.jpg|mini|Seifensieder in [[Aleppo]], Syrien, bei der Herstellung von [[Aleppo-Seife]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Handgemachte Seifen.JPG|mini|Handgemachte Seifen auf dem Bauernmarkt in [[Speyer]] 2008]]&lt;br /&gt;
Zur Herstellung von Seifen werden [[Pflanzenfett|pflanzliche]] oder [[Tierfett|tierische Fette]] verwendet. Hauptsächlich werden [[Kokosfett]], [[Olivenöl]], [[Palmöl]] und tierische Fette wie [[Talg]], [[Schmalz]] oder Fett aus [[Knochen]] verwendet, die bei der [[Tierkörperverwertung]] anfallen. Die festen Fette werden durch Erwärmung geschmolzen und mit einer [[Alkalische Lösung|alkalischen Lösung]] ([[Natronlauge]] oder [[Kalilauge]]) versetzt. Früher verwendete man auch Soda ([[Natriumcarbonat]]) oder Pottasche ([[Kaliumcarbonat]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Verseifung]] mit Natronlauge ergibt feste Seifen, die Verseifung mit Kalilauge &amp;#039;&amp;#039;[[Schmierseife]]n&amp;#039;&amp;#039;. Reine Pflanzenfett-[[Kernseife|Natronseifen]] sind brüchig spröde, ein Zusatz von [[Talg|Rindertalg]] mindert diesen Effekt. Traditionell wurden zur Herstellung von Seifen meist Abfallfette ([[Talg#Historische Nutzung von Talg|Unschlitt]]) und [[Pflanzenöle]] geringer Qualität verwendet, die nicht zu Speisezwecken eingesetzt werden konnten. Pflanzliche Öle aus [[Heißpressung]]en werden auch noch heute zur Seifenherstellung verwendet. Öle aus der Extraktion mit [[Lösungsmittel]]n und gebrauchte [[Frittieren|Frittieröle]] werden (neben der Aufarbeitung zu [[Biosprit]]) nur zu Schmierseifen verarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fette werden beim Seifensieden durch die Alkali[[hydroxide]] in [[Glycerin]] und in die [[Alkalisalz]]e der [[Fettsäuren]] (die eigentlichen [[Waschaktive Substanzen|waschaktiven Substanzen]]) zerlegt. Früher erfolgte das Erhitzen zum Sieden in offenen gemauerten Siedekesseln. Heute wird die Verseifung in handwerklichen Kleinbetrieben meist im &amp;#039;&amp;#039;Kaltverseifungsverfahren&amp;#039;&amp;#039; durchgeführt, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne zusätzliche Erwärmung. Das sogenannte „Seifenkosten“ oder „Seifenessen“ der Seifensieder war eine Prüfung der [[Basizität|Alkalität]] an der Zunge. War der [[Alkalien|Alkaligehalt]] zu hoch, weil zu viel davon zugesetzt war oder das zugesetzte Hydroxid noch nicht restlos reagiert hatte, dann spürte der Seifensieder ein Brennen an der Zungenspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beim Sieden erhaltene zähflüssige [[Emulsion]] wird &amp;#039;&amp;#039;Seifenleim&amp;#039;&amp;#039; genannt. Bei der handwerklichen Herstellung wird der Seifenleim in der Regel in Blockformen gegossen, anschließend in Stücke geschnitten und gelangt so als &amp;#039;&amp;#039;Leimseife&amp;#039;&amp;#039; in den Handel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herstellung von Kernseife ===&lt;br /&gt;
Zur Herstellung von &amp;#039;&amp;#039;[[Kernseife]]&amp;#039;&amp;#039; wird der Seifenleim mit [[Natriumchlorid|Kochsalz]] versetzt. Dabei trennt sich die Emulsion durch [[Aussalzen]] in den aufschwimmenden &amp;#039;&amp;#039;Seifenkern&amp;#039;&amp;#039;, der hauptsächlich die Natriumsalze der Fettsäuren enthält und in &amp;#039;&amp;#039;Unterlauge&amp;#039;&amp;#039;, die hauptsächlich überschüssige Lauge, Glycerin und das gelöste Kochsalz enthält. Der Seifenkern wird durch [[Abscheidung]] von der Unterlauge getrennt und mit reichlich Wasser und etwas Lauge aufgekocht, um die restlichen Verunreinigungen herauszulösen. Erneute Aussalzung führt dann zu der Kernseife. Das Produkt wird in Blockformen gegossen und getrocknet. Kernseife kann zu sogenannter Feinseife weiterverarbeitet werden oder gelangt als Seifenstücke in den Verkauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herstellung von Feinseife ===&lt;br /&gt;
Blöcke von Kernseife werden grob gemahlen. Das Mahlgut wird mit [[Farbstoffe]]n, [[Duftstoffe]]n, Ölen und [[Füllstoff]]en angeteigt und auf Walzenstühlen [[Kalander|kalandriert]], um Luft einzuschließen und schönen Glanz zu erzeugen. Anschließend wird das Zwischenprodukt ausgewalzt und die entstehenden Bänder in einer Heißpresse [[Extrusion (Verfahrenstechnik)|stranggepresst bzw. extrudiert]]. Der extrudierte Strang wird zu Seifenstücken gepresst, die als Fein- oder Toilettenseife in den Handel gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unternehmensrechtliche Lage in Deutschland ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|2=Der folgende Absatz}}&lt;br /&gt;
Laut derzeitiger Rechtslage, so zumindest laut [[Handwerkskammer Reutlingen]], ist Seifensieden nicht mehr als Handwerk anerkannt, weshalb Betriebe auch keinen sogenannten [[Handwerksrolle|Rolleneintrag]] mehr erhalten können. Sie arbeiten deshalb rechtlich entweder [[Selbständigkeit (beruflich)|freiberuflich]] oder sind Mitglieder ihrer regionalen [[Industrie- und Handelskammer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
* Im ausgehenden Mittelalter war „Seifensieder“ in [[Neubrandenburg]] ein Schimpfwort für einen besonders kulturlosen Menschen. Aber auch heutzutage wird mancher Mensch auch noch als „Seifensieder“ abfällig betitelt.&lt;br /&gt;
* Der Vater des Malers [[Caspar David Friedrich]], [[Adolph Gottlieb Friedrich]], war Seifensieder in der Nähe von [[Greifswald]].&lt;br /&gt;
* Eine der Hauptfiguren des Filmklassikers [[Fight Club (Film)|Fight Club]] produziert Seife aus den geklauten Abfallfetten einer Klinik für [[Fettabsaugung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Soapers|Seifensieder}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikibooks|Seife herstellen}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4486721-9}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|14004|Seifensiederei|Autor= René Bondt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4486721-9|LCCN=sh85123827}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerksberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seifensieder| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Vergänglichkeit</name></author>
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