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	<title>Seidenbuch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-11-03T16:39:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Seidenbuch&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Lindenfels&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = DEU Seidenbuch COA.svg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 49.6884&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 8.7412&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix            = &lt;br /&gt;
| Höhe                   = 422 &amp;lt;!-- Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 1.62&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Einw&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 361&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2021-06-30&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Einw&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lindenfels.de/buergerservice-der-stadt-lindenfels-im-odenwald/zahlen-daten-fakten/statistik |titel=Statistik |hrsg=Stadt Lindenfels |abruf=2025-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1972-08-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 64678&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 06255&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seidenbuch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Stadtteil]] von [[Lindenfels]] im [[Südhessen|südhessischen]] [[Landkreis Bergstraße]] im [[Odenwald]]. Der Ort entstand im 18. Jahrhundert um eine [[Glashütte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Seidenbuch liegt am Nordhang des [[Krehberg]] im [[Vorderer Odenwald|Vorderen Odenwald]] auf einer Höhe von 434 Meter, das Neubaugebiet am Osthang auf 470 Meter Höhe. Die [[Gemarkung]] umfasst eine Fläche von 162&amp;amp;nbsp;ha, hiervon sind 119&amp;amp;nbsp;ha Wald, und sie liegt im [[Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seidenbuch liegt rund 8&amp;amp;nbsp;km westlich der Stadtmitte von Lindenfels. Die nächstgelegenen Ortschaften sind [[Glattbach (Lindenfels)|Glattbach]] und [[Winkel (Lindenfels)|Winkel]] im Nordosten, [[Knoden]] und [[Schannenbach]] im Westen, [[Seidenbach]] und [[Erlenbach (Fürth im Odenwald)|Erlenbach]] im Süden sowie [[Eulsbach]] und [[Schlierbach (Lindenfels)|Schlierbach]] im Südosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Mit dem Bau einer Glashütte 1782 wurde der Ort Seidenbuch gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glashütte nahm eine kurze und wechselvolle wirtschaftliche Entwicklung. Es hatten sich zwei Manufakturbetreiber um die Nutzung der Buchenholzressourcen dieser Gegend beworben: Wolfgang Renner aus [[Wald-Michelbach]] wollte eine Waffenschmiede aufbauen und der [[Mannheim]]er Hofkellermeister Franz Friederich wollte eine Glashütte errichten. Letzterer erhielt am 15. Februar 1782 die Genehmigung zum Bau einer Glashütte. Es gab damals in der Kurpfalz keine andere Glashütte. In der Genehmigung heißt es: Franz Friedrich solle {{&amp;quot;|alle arten von glas und glaswaaren besonders aber schlechtes grünes und schwartzes auch gemeines Weißes, von vorzüglicher güte und schönheit verfertigen}}. Was oft vergessen wird, der Kurfürst war zwar 1778 nach München gezogen, doch die Kurfürstin Elisabeth-Auguste residierte noch mit ihrem großen Hofstaat in Mannheim und Oggersheim. Doch bereits nach 18 Jahren musste die Glashütte wieder geschlossen werden, weil der Wald abgeholzt war und die kurpfälzische Verwaltung vor den nahenden Franzosen nach München floh.&amp;lt;ref name=&amp;quot;haelker&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.morgenweb.de//service/archiv/artikel/623891630.html |titel=Rückblick auf wechselvolle Geschichte |hrsg=Bergsträßer Anzeiger vom 11. Juni 2007, Hälker M. |archiv-url=https://web.archive.org/web/20070616035552/http://www.morgenweb.de//service/archiv/artikel/623891630.html |archiv-datum=2007-06-16 |zugriff=2011-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Oktober 1835 wurde die Ansiedlung (der Erbbestand) von den Peter Friedrich an Carl Neuhaus verkauft, der die Grundstücke bald darauf an die bis dahin oft landlosen Anwohner verkaufte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Bevölkerung große Not litt, wurden 1849 die Waldfelder angelegt, die heute das Neubaugebiet bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 wurde die Gemarkung Seidenbuch mit dem Seidenbuchwald zu einer Gemarkung zusammengefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Seidenbuch nur sehr wenig Ackerland hatte und auch heute noch hat, wurde im Wesentlichen Kleinstlandwirtschaft betrieben, die sich im Wesentlichen auf den Anbau von [[Kartoffel]]n und [[Getreide]], sowie Schweine- und Ziegenhaltung beschränkte. Nur zwei Höfe besaßen Pferde, einige weitere Kühe. Im 19. Jahrhundert gab es mehrere Kleinbetriebe im Ort, so eine Woll-, eine Tuch- und eine Tabakfabrikation, einen Instrumentenbauer mit Namen Josef Tremper, eine Streichholzmacherei, Körbe wurden geflochten Stühle hergestellt und die Familie Fleischmann stellte exzellente Zimmerleute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Mitte des 19. Jahrhunderts spielte dann für einige Jahre der [[Bergbau]] mit dem Abbau von [[Graphit]] und [[Kupfer]] in Seidenbach eine wichtige Rolle. Mit dem Anlegen von Steinbrüchen im Seidenbuch-Wald kamen Fachkräfte aus dem Fichtelgebirge, aus Bayern und Italien nach Seidenbuch. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurden viele der Steinbrüche wieder geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seidenbuch wurde 1925 an das Elektrizitätsnetz angeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ba&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die Gemeinde Seidenbuch am 1. August 1972 kraft Gesetzes in die Stadt Lindenfels eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Bereits im 16. Jahrhundert hieß das Gebiet am Krehberg „die seidenen Buchen“, bereits in den Lindenfelser Salbüchern (Staatsarchiv Darmstadt, Salbuch 64a, 64b)&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot;&amp;gt;{{BibOCLC|614375103|Seiten=654}}&amp;lt;/ref&amp;gt; des frühen 17. Jahrhunderts „Seidenbuch“. Daraus leitet sich der Name der Ortschaft ab. Für das Wachstum von [[Buchen]] sind die Böden und die Lage des Seidenbuch-Waldes ideal. Die höchste gemessene Buche hatte eine Länge von 52 Metern. In dieser Gegend wachsen die höchsten Altbuchen Hessens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ba&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://seidenbuch-odw.de/?page_id=263 |titel=Seidenbuch im Odenwald |hrsg=Bergsträßer Echo vom 9. Juni 2007 |zugriff=2011-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Das Dorf entstand im späten 18. Jahrhundert auf [[Kurpfalz|kurpfälzischem]] Gebiet und wurde durch das [[Oberamt Lindenfels]] verwaltet. Dort lag es im Gebiet der [[Oberamt Lindenfels#Thal-Zent|„Thal-Zent“]] während das Oberamt zur [[Kurpfalz|Pfalzgrafschaft bei Rhein]] des [[Kurpfalz-Bayern|Kurfürstentum Pfalzbayern]] gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christoph Friedrich Moritz Ludwig Marchand |Titel=Lindenfels. Ein Beitrag zur Ortsgeschichte des Großherzogthums Hessen |Ort=Darmstadt |Datum=1858 |Online={{Google Buch|Linktext=Online bei Google Books|KeinText=1|BuchID=NnoAAAAAcAAJ |Seite=71}} |Seiten=71ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ausgehende 18. und beginnende 19. Jahrhundert brachte Europa weitreichende Änderungen. Infolge der [[Napoleonische Kriege|Napoleonischen Kriege]] wurde das [[Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich (Deutscher Nation)]] durch den [[Reichsdeputationshauptschluss]] von 1803 neu geordnet und hörte mit der Niederlegung der Reichskrone am 6. August 1806 auf zu bestehen. Durch diese Neuordnung und Auflösung der Kurpfalz kam das Oberamt Lindenfels und mit ihm Seidebuch zur [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]], die 1806 in dem ebenfalls auf Druck [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]] gebildeten [[Großherzogtum Hessen]] aufging. Als das Oberamt Lindenfels 1803 zu Hessen kam, wurde dieses vorerst als hessische [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Amtsvogtei]] weitergeführt und ab 1812 wurde Seidenbuch zunächst dem [[Amt Bensheim]], aber noch im gleichen Jahr dem [[Amt Fürth (Odenwald)|Amt Fürth]] zugewiesen.&lt;br /&gt;
Nach der endgültigen Niederlage Napoléons regelte der [[Wiener Kongress]] 1814/15 auch die territorialen Verhältnisse für Hessen, daraufhin wurden 1816 im Großherzogtum Provinzen gebildet. Dabei wurde das vorher als „Fürstentum Starkenburg“ bezeichnete Gebiet, das aus den südlich des [[Main]]s gelegenen alten Hessischen und den ab 1803 hinzugekommenen rechtsrheinischen Territorien bestand, in [[Starkenburg (Provinz)|„Provinz Starkenburg“]] umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Wiener Kongress bekam das Großherzogtum Hessen entsprechend Artikel 47 weitere Gebiete zugewiesen, unter anderem [[Worms]], [[Alzey]], [[Bingen am Rhein|Bingen]] und [[Mainz]], ein Gebiet, das als [[Rheinhessen]] bezeichnet wurde. 1815 trat das Großherzogtum dem [[Deutscher Bund|Deutschen Bund]] bei. Durch das Traktat von Frankfurt vom 30. Juni 1816 trat Großherzog Ludwig infolge des [[Deutscher Krieg|Deutschen Kriegs]] das schon vor dem Reichsdeputationshauptschluss am 6. September 1802 besetzte [[Herzogtum Westfalen]] an den König von Preußen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1821 wurden im Rahmen einer umfassenden Verwaltungsreform die Amtsvogteien in den Provinzen [[Starkenburg (Provinz)|Starkenburg]] und [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Oberhessen]] des Großherzogtums aufgelöst und [[Landratsbezirk]]e eingeführt, wobei Seidenbuch zum [[Landratsbezirk Lindenfels]] kam. Im Rahmen dieser Reform wurden auch [[Landgericht (Großherzogtum Hessen)|Landgerichte]] geschaffen, die jetzt unabhängig von der Verwaltung waren. Deren [[Gerichtsbezirk]]e entsprachen in ihrem Umfang den Landratsbezirken. Für den Landratsbezirk Lindenfels war das [[Landgericht Fürth (Hessen)|Landgericht Fürth]] als Gericht erster Instanz zuständig. Diese Reform ordnete auch die Verwaltung auf Gemeindeebene. So war die [[Bürgermeisterei (Großherzogtum Hessen)|Bürgermeisterei]] in [[Schlierbach (Lindenfels)|Schlierbach]] neben [[Glattbach (Lindenfels)|Glattbach]] auch für die Orte [[Kolmbach]], [[Seidenbach]], Seidenbuch und [[Winkel (Lindenfels)|Winkel]] zuständig. Entsprechend der Gemeindeverordnung vom 30. Juni 1821 gab es keine Einsetzungen von [[Schultheiß]]en mehr, sondern einen gewählten Ortsvorstand, der sich aus Bürgermeister, Beigeordneten und Gemeinderat zusammensetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3555013521|Seite=20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1832 wurden die Verwaltungseinheiten weiter vergrößert und es wurden [[Landkreis|Kreise]] geschaffen. Nach der am 20. August 1832 bekanntgegebenen Neugliederung sollte es in Süd-Starkenburg künftig nur noch die Kreise Bensheim und Lindenfels geben; der Landratsbezirk von Heppenheim sollte in den Kreis Bensheim fallen. Noch vor dem Inkrafttreten der Verordnung zum 15. Oktober 1832 wurde diese aber dahingehend revidiert, dass statt des Kreises Lindenfels neben dem Kreis Bensheim der Kreis Heppenheim als zweiter Kreis gebildet wurde, zu dem jetzt Seidenbuch gehörte. 1842 wurde das Steuersystem im Großherzogtum reformiert und der Zehnte und die Grundrenten werden durch ein Steuersystem ersetzt wie in den Grundzügen heute noch existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der [[Märzrevolution]] 1848 wurden mit dem „Gesetz über die Verhältnisse der Standesherren und adeligen Gerichtsherren“ vom 15. April 1848 die standesherrlichen Sonderrechte endgültig aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=HRBL |hrsg=Großherzog von Hessen |titel=Gesetz über die Verhältnisse der Standesherren und adeligen Gerichtsherren |nr=40 |jahr=1848 |datum=1848-08-07 |seite=233 |seiten=237–241 |kbytes=42900}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wurden in den Provinzen, die Kreise und die Landratsbezirke des Großherzogtums am 31. Juli 1848 abgeschafft und durch „Regierungsbezirke“ ersetzt, wobei die bisherigen Kreise Bensheim und Heppenheim zum [[Regierungsbezirk Heppenheim]] vereinigt wurden. Bereits vier Jahre später, im Laufe der [[Reaktionsära]], kehrte man aber zur Einteilung in Kreise zurück und Seidenbuch wurde Teil des neu geschaffenen [[Kreis Lindenfels|Kreises Lindenfels]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Online=[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10510180_00232.html?zoom=0.7000000000000002 Online bei der Bayerischen Staatsbibliothek digital] |Hrsg=Großherzoglich Hessisches Ministerium des Inneren |Titel=Verordnung, die Eintheilung des Großherzogtums in Kreise Betreffend vom 12. Mai 1852 |Sammelwerk=Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1852 Nr. 30 |Seiten=224–229 |Format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Dezember 1852 aufgenommenen Bevölkerungs- und [[Kataster]]listen&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3110190567|Seite=172}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ergaben für Seidenbuch:&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|866461332|Seite=350}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Reformatorisches und katholisches Filialdorf mit 161 Einwohnern. Die Gemarkung besteht aus 647 [[Morgen (Einheit)|Morgen]], davon 16 Morgen Ackerland, 16 Morgen Wiesen und 607 Morgen Wald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Statistiken des Großherzogtums Hessen werden, bezogen auf Dezember 1867, für das Filialdorf Seidenbuch mit der Bürgermeisterei in [[Kolmbach]], 29 Häuser, 164 Einwohnern, der Kreis Lindenfels, das Landgericht Fürth, die evangelische reformierte Pfarrei Schlierbach des Dekanats Lindenfels und die katholische Pfarrei Lindenfels des Dekanats Heppenheim, angegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WP&amp;quot;&amp;gt;{{BibOCLC|162355422|Seite=82}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem das Großherzogtum Hessen ab 1871 Teil des Deutschen Reiches war, wurden 1874 eine Reihe von Verwaltungsreformen durchgeführt. So wurden die landesständige Geschäftsordnung sowie die Verwaltung der Kreise und Provinzen durch Kreis- und Provinzialtage geregelt. Die Neuregelung trat am 12. Juli 1874 in Kraft und verfügte auch die Auflösung der Kreise Lindenfels und die Eingliederung von Seidenbuch in den [[Kreis Bensheim]].&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Kukowski: &amp;#039;&amp;#039;Hessisches Staatsarchiv Darmstadt: Überlieferung aus dem ehemaligen Grossherzogtum und dem Volksstaat Hessen. Band 3&amp;#039;&amp;#039;, K.G. Saur, 1998, ISBN 3-598-23252-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hessischen Provinzen Starkenburg, [[Rheinhessen (Provinz)|Rheinhessen]] und [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Oberhessen]] wurden 1937 nach der 1936 erfolgten Auflösung der Provinzial- und Kreistage aufgehoben. Zum 1. November 1938 trat dann eine umfassende Gebietsreform auf Kreisebene in Kraft. In der ehemaligen Provinz Starkenburg war der Kreis Bensheim besonders betroffen, da er aufgelöst und zum größten Teil dem Kreis Heppenheim zugeschlagen wurde. Der Kreis Heppenheim übernahm auch die Rechtsnachfolge des Kreises Bensheim und erhielt den neuen Namen [[Landkreis Bergstraße]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.morgenweb.de/pdf/ba/175_Schlagzeilen.pdf |titel=Schlagzeilen aus Bensheim zum 175-jährigen Bestehen des „Bergsträßer Anzeigers“. |titelerg=Die Entstehung des Kreises Bergstraße |datum=2007 |seiten=109 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161005121532/http://www.morgenweb.de/pdf/ba/175_Schlagzeilen.pdf |archiv-datum=2016-10-05 |offline=1 |abruf=2015-02-09 |format=PDF; 9,0&amp;amp;nbsp;MB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Großherzogtum Hessen war von 1815 bis 1866 ein Mitgliedsstaat des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] und danach ein Bundesstaat des [[Deutsches Reich|Deutschen Reiches]]. Es bestand bis 1919, nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde das Großherzogtum zum [[republik]]anisch verfassten [[Volksstaat Hessen]]. 1945 nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] befand sich das Gebiet des heutigen Hessen in der amerikanischen Besatzungszone und durch Weisung der Militärregierung entstand [[Groß-Hessen]], aus dem das [[Hessen|Bundesland Hessen]] in seinen heutigen Grenzen hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1961 wurde die Gemarkungsgröße mit 162&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] angegeben, davon waren 141&amp;amp;nbsp;ha Wald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt; Im 2012 waren es noch 118,9&amp;amp;nbsp;ha Wald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einw&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] wurde die Gemeinde Seidenbuch am 1. August 1972 kraft Landesgesetzes in die Stadt Lindenfels eingegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|180532844|Seiten=212}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/jlr-BergstrLKNGlGHEpP2  &amp;#039;&amp;#039;Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Bergstraße&amp;#039;&amp;#039;] GVBl. I 1972, 222 (330-15) § 2. In: Bürgerservice Hessenrecht.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für Seidenbuch wurde wie für alle nach Lindenfels eingegliederten Orte ein [[Ortsbezirk]] mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]] eingerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.lindenfels.de/fileadmin/media/Hauptsatzung_2014.pdf |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;5|werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Lindenfels|format=PDF;&amp;amp;nbsp;37&amp;amp;nbsp;kB |zugriff=2019-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Verwaltungsgeschichte im Überblick&lt;br /&gt;
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Bis zur [[Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung]] waren die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] und frühen Gerichte sowohl [[Gericht]] als auch [[Öffentliche Verwaltung|Verwaltungsorgan]].&amp;lt;/ref&amp;gt; denen Seidenbuch angehört(e):&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_hessen.html|name=Land Hessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|894925483|Seiten=43ff|Seite=43}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* vor 1737: [[Heiliges Römisches Reich]], [[Kurpfalz|Pfalzgrafschaft bei Rhein]], [[Oberamt Heidelberg]], [[Oberamt Lindenfels|Amt Lindenfels]], [[Oberamt Lindenfels#Neue Zent|Neue Zent]]&lt;br /&gt;
* ab 1737: Heiliges Römisches Reich, Pfalzgrafschaft bei Rhein, [[Oberamt Lindenfels]], Neue Zent&lt;br /&gt;
* ab 1777: Heiliges Römisches Reich, [[Kurpfalz-Bayern|Kurfürstentum Pfalzbayern]] (durch Erbfall), Pfalzgrafschaft bei Rhein, Oberamt Lindenfels, Neue Zent&lt;br /&gt;
* ab 1803: Heiliges Römisches Reich, [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Durch den [[Reichsdeputationshauptschluss]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Starkenburg (Provinz)|Fürstentum Starkenburg]], [[Oberamt Lindenfels|Amt Lindenfels]]&lt;br /&gt;
* ab 1806: [[Großherzogtum Hessen]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge der [[Rheinbundakte]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Fürstentum Starkenburg, Amt Lindenfels&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW1806&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1812: Großherzogtum Hessen, Fürstentum Starkenburg, [[Amt Fürth (Odenwald)|Amt Fürth]] (kurzzeitig [[Amt Bensheim]])&lt;br /&gt;
* ab 1815: Großherzogtum Hessen&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Das Großherzogtum Hessen war von 1815 bis 1866 Mitglied des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]]. Ein Staatenbund ehemaliger Territorien des Heiligen Römischen Reichs. Er gilt als gescheiterter Versuch einer erneuten Reichsgründung.&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Starkenburg (Provinz)|Provinz Starkenburg]], Amt Fürth&lt;br /&gt;
* ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Landratsbezirk Lindenfels]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Trennung zwischen Justiz ([[Landgericht Fürth (Hessen)|Landgericht Fürth]]) und Verwaltung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Kreis Heppenheim]]&lt;br /&gt;
* ab 1848: Großherzogtum Hessen, [[Regierungsbezirk Heppenheim]]&lt;br /&gt;
* ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Kreis Lindenfels]]&lt;br /&gt;
* ab 1871: [[Deutsches Reich]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieges]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Lindenfels&lt;br /&gt;
* ab 1874: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Kreis Bensheim]]&lt;br /&gt;
* ab 1918: Deutsches Reich, [[Volksstaat Hessen]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Provinz Starkenburg, Kreis Bensheim&lt;br /&gt;
* ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, [[Landkreis Bergstraße]]&amp;lt;ref name=RB1937 /&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Im Zuge der [[Volksstaat Hessen#Verwaltungsgliederung|Gebietsreform 1938]] wurde die Provinz Starkenburg aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1945: [[Amerikanische Besatzungszone]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Groß-Hessen]], [[Regierungsbezirk Darmstadt]], Landkreis Bergstraße&lt;br /&gt;
* ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, [[Hessen|Land Hessen]], Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße&lt;br /&gt;
* ab 1949: [[Bundesrepublik Deutschland]], Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße&lt;br /&gt;
* ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße, Stadt Lindenfels&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Am 1. August 1972 wurde Seidenbuch als Stadtteil in die Stadt Lindenfels eingegliedert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichte ===&lt;br /&gt;
Die Gerichtsbarkeit des Oberamtes Lindenfels ging 1813 an das neue Justizamt in Fürth über. Mit Bildung der Landgerichte im Großherzogtum Hessen war ab 1821 das [[Amtsgericht Fürth (Hessen)|Landgericht Fürth]] das Gericht erster Instanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Einführung des [[Gerichtsverfassungsgesetz]]es mit Wirkung vom 1. Oktober 1879, infolge derer die bisherigen großherzoglich hessischen Landgerichte durch Amtsgerichte an gleicher Stelle ersetzt wurden, während die neu geschaffenen Landgerichte nun als Obergerichte fungierten, kam es zur Umbenennung in [[Amtsgericht Fürth (Hessen)|Amtsgericht Fürth]] und Zuteilung zum Bezirk des [[Landgericht Darmstadt|Landgerichts Darmstadt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=HRBL |hrsg=Großherzog von Hessen und bei Rhein |titel=Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze |nr=15 |jahr=1879 |datum=1879-05-14 |seite=197 |seiten=197–211|kbytes=17800}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Beschreibungen ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen&amp;#039;&amp;#039; berichtet 1829 über Seidenbuch:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Seidenbuch (L. Bez. Lindenfels) reform. und kath. Filialdorf liegt {{Bruch|2|4}}&amp;amp;nbsp;St. von Lidenfels, hat 23 Häuser und 162 Einw., unter welchen 19 luth., 65 Reform. und 78 Kath. sind. Von diesen Einwohnern sind 10 Gewerbsleute mit Einschluß eines Tabaksfabrikanten und 3 Taglöhner. Der Ort kam 1802 von Churpfalz an Hessen. In dortiger Gegend wird der Ort gewöhnlich Glashütte genannt, indem hier früher eine Glashütte gestanden hat, welche, so wie die nach derselben angelegten Manufaktur, die aber gleichfalls nicht mehr existirt, dem Orte seine Entstehung gegeben hat.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|312528080|Seite=218}})&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Neuestes und gründlichstes alphabetisches Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der deutschen Bundesstaaten&amp;#039;&amp;#039; von 1845 heißt es:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Seidenbuch oder Glashütte bei Schlierbach. – Dorf, zur reform. Pfarrei Schlierbach, resp. kathol. Pfarrei Lindenfels gehöriq. – 23 H., 162 (meistens evangel.) Einw. – Großherzogth. Hessen. – Prov. Starkenburg. – Kreis Heppenheim. – Landger. Fürth. – Hofger. Darmstadt. – Das Dorf Seidenbuch ist im J. 1802 von Churpfalz an Hessen übergegangen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot;&amp;gt;{{BibOCLC|162810705|Seite=561}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
Zur Zeit der Ortsgründung lebten ca. 100 Einwohner um die Glashütte. Um 1900 wurden 220 Einwohner gezählt. Mit der Anlage des Neubaugebietes in den „Waldfeldern“ südlich von Seidenbuch nach 1960 erhöhte sich die Zahl deutlich. Bei den Volkszählungsterminen wurden am 6. Juni 1961 insgesamt 234 und am 27. Mai 1970 insgesamt 333 Einwohner gezählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seiten=350}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 30. Juni 2012 zählte Seidenbuch 359 Einwohner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einw&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1806: || 153 Einwohner, 17 Häuser&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW1806&amp;quot;&amp;gt;{{Arcinsys Hessen|ID=v3787892 |linktext=Verzeichnis der Ämter, Orte, Häuser, Einwohnerzahl. (1806)|linkerg= HStAD Bestand E 8 A Nr. 352/4 |hrsg=default |datum=1806-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1829: || 162 Einwohner, 23 Häuser&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1867: || 164 Einwohner, 29 Häuser&amp;lt;ref name=&amp;quot;WP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Seidenbuch|width=450|float=none|maxEinwohner=410&lt;br /&gt;
|159|168|158|161|171|163|159|163|195|184|203|229|191|166|224|225|192|234|347&lt;br /&gt;
|vor1834=(1806,153)(1829,162)&lt;br /&gt;
|nach1967=(1806,153)(1970,333)(1980,-1)(1990,-1)(2000,438)(2006,415)(2011,354)(2012,359)&lt;br /&gt;
|quelle=LAGIS&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; [https://web.archive.org/web/20020622204549/http://www.lindenfels.de/sites/daten/statistik.htm 2000]; [https://web.archive.org/web/20070929002431/http://www.lindenfels.de/sites/daten/statistik.htm 2006]; [https://web.archive.org/web/20190815101648/https://www.lindenfels.de/buergerservice/zahlen-daten-fakten/statistik/ 2012]: Stadt Lindenfels aus webarchiv. [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=14 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2010-10 |format=PDF; 1,8&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210711150906/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=12 |archiv-datum=2021-07-11 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religionszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1829: || 19 [[Evangelisch-lutherische Kirchen|lutheranische]] (= 11,43 %), 65 [[Reformierte Kirchen|reformierte]] (= 40,12 %) und 78 katholische (= 48,45 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961: || 64 [[Evangelische Kirche in Deutschland#Geschichte|evangelische]] (= 70,09 %), 59 katholisch (= 25,21 %)&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Ortsbeirat ===&lt;br /&gt;
Für Seidenbuch besteht ein [[Ortsbezirk]] (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Seidenbuch) mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]]. Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach der Kommunalwahl 2016 setzt er sich aus drei Vertretern der LWG/[[CDU]] und vier Vertretern der [[SPD]] zusammen. Ortsvorsteher ist Joachim Terporten (SPD).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lindenfels.de/fileadmin/media/Ortsbeir%C3%A4te2016_StandMai2017.pdf |titel=Ortsbeiräte nach der Kommunalwahl 2016 |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Lindenfels |zugriff=2019-05 |format=PDF; 75&amp;amp;nbsp;kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen und Flagge ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Banner Seidenbuch.svg|mini|100px]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wappen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:DEU Seidenbuch COA.svg|links|100px]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Blasonierung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;„In Rot ein silberner, von drei grünen Buchenblättern belegter Schrägrechtsbalken, beseitet von einem silbernen Glasbläserzeichen im oberen Wappenfeld.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister des Inneren |titel=Genehmigung eines Wappens und einer Flagge der Gemeinde Seidenbuch, Landkreis Bergstraße (Punkt 1500) |nr=52 |jahr=1968 |datum=1968-12-03 |seite=2 |seiten=1918 |kbytes=5850}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde der Gemeinde Seidenbuch im Landkreis Bergstraße am 3. Dezember 1968 durch den [[Hessisches Ministerium des Innern und für Sport|Hessischen Innenminister]] genehmigt.&lt;br /&gt;
Gestaltet wurde es durch den Bad Nauheimer Heraldiker [[Heinz Ritt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flagge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flagge wurde der Gemeinde zusammen mit den Wappen genehmigt und wird wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;„Auf dem von Grün und Weiß im oberen Drittel geständerten Flaggentuch im Kreuzpunkt aufgelegt das Gemeindewappen.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg W. Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Starkenburg, Band 1.&amp;#039;&amp;#039; Oktober 1829&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Christoph Friedrich Moritz Ludwig Marchand |Titel=Lindenfels. Ein Beitrag zur Ortsgeschichte des Großherzogthums Hessen |Ort=Darmstadt |Datum=1858 |Online={{Google Buch|Linktext=Online bei Google Books|KeinText=1|BuchID=NnoAAAAAcAAJ }} |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* Philipp Alexander Ferdinand Walther: &amp;#039;&amp;#039;Das Großherzogthum Hessen nach Geschichte, Land, Volk, Staat und Oertlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Jonghans, Darmstadt 1854. ([http://books.google.de/books?id=AZAAAAAAcAAJ Online bei Google Books])&lt;br /&gt;
* {{HessBib |PPN=116327251 |GND=4106893-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Seidenbuch (Lindenfels)|Seidenbuch}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.seidenbuch-odw.de/ |titel=Seidenbuch im Odenwald |titelerg=Ortsgeschichte, Infos |werk=www.seidenbuch-odw.de | hrsg=Ortsbeirat Seidenbuch |abruf-verborgen=1 |zugriff=2019-10-02}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lindenfels.de/buergerservice/zahlen-daten-fakten/stadtteile/ &amp;#039;&amp;#039;Seidenbuch.&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Stadt Lindenfels.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|ID=13061|titel=Seidenbuch, Landkreis Bergstraße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzelnachweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{LAGIS|ref=lagis|ID=13061|titel=Seidenbuch, Landkreis Bergstraße| zugriff=2018-05-27| datum=2018-05-23}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;RB1937&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{HessAmtsBL&lt;br /&gt;
| typ      = HRBL&lt;br /&gt;
| hrsg     = Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler&lt;br /&gt;
| jahr     = 1937&lt;br /&gt;
| nr       = 8&lt;br /&gt;
| datum    = 1937-04-01&lt;br /&gt;
| titel    = Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen&lt;br /&gt;
| seiten   = 121 ff&lt;br /&gt;
| seite    = 125&lt;br /&gt;
| kbytes   = 11200&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Lindenfels}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4106893-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Bergstraße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Lindenfels)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bergstraße)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1782]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Odenwald]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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