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	<title>Seetaucher - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Fressfeinde: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Seetaucher&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Gavia&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Johann Reinhold Forster|Forster]], 1788&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Seetaucher&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Gaviidae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Joel Asaph Allen|J.A. Allen]], 1897&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Seetaucherartige&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Gaviiformes&lt;br /&gt;
| Taxon3_Autor     = [[Alexander Wetmore|Wetmore]] &amp;amp; [[Waldron DeWitt Miller|Miller]], 1926&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Vögel&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Aves&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Landwirbeltiere&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Tetrapoda&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Reihe&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Neumünder&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Deuterostomia&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Überstamm&lt;br /&gt;
| Bild             = Eistaucher.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Eistaucher]] (&amp;#039;&amp;#039;Gavia immer&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:RedthroatedLoon23.jpg|right|mini|300px|[[Sterntaucher]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seetaucher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Gaviiformes, Gaviidae, &amp;#039;&amp;#039;Gavia&amp;#039;&amp;#039;) sind eine [[Ordnung (Biologie)|Ordnung]], [[Familie (Biologie)|Familie]] und [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Vögel]]. Es handelt sich um tag- und nachtaktive, an Gewässer gebundene Vögel, die in fünf Arten die [[Borealer Nadelwald|Taiga]] und [[Tundra]] der [[Holarktis]] bewohnen. Die [[Gemäßigte Zone|gemäßigten Zonen]] werden für gewöhnlich nur auf dem [[Vogelzug|Zug]] und in den Winterquartieren erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch wurden die Seetaucher mit den [[Lappentaucher]]n als &amp;#039;&amp;#039;Taucher&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst, sind mit diesen jedoch tatsächlich nicht näher verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Äußere Merkmale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seetaucher sind große Schwimm- und Tauchvögel mit einer Körperlänge von 53 bis 91 Zentimetern und einer Flügelspannweite zwischen 106 und 152 Zentimetern. Ihr Gewicht liegt zwischen 1 und 6,4 Kilogramm; die großen Arten sind damit erheblich schwerer als [[Gänse]]. Von den [[Lappentaucher]]n unterscheiden sie sich vor allem durch vollständige [[Schwimmhaut|Schwimmhäute]], welche die drei nach vorn gerichteten Zehen des [[Vogelfuß|anisodactylen]] Fußes verbinden, sowie durch einen auch äußerlich gut sichtbaren, wenn auch nur kurzen Schwanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seetaucher haben einen stromlinienförmigen Körper, der exzellent an das Wasserleben angepasst ist. Die Beine setzen weit hinten am Körper an und tragen kräftige Füße, was den Antrieb im und unter Wasser perfektioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Gefieder ist im [[Prachtkleid|Brutkleid]] bei den meisten Arten auf der Oberseite schachbrettartig schwarz-weiß gefärbt, nur beim Sterntaucher ist es einfarbig graubraun. Auf der Unterseite ist es bei allen Arten fast weiß. Es ist sehr dicht und isoliert gut gegen die Kälte der arktischen und subarktischen Gewässer. Kopf und Hals sind bei allen Arten sehr farbenprächtig. Im Winter wird das auffällige Prachtkleid durch ein schlichteres [[Schlichtkleid|Ruhekleid]] ersetzt. Männchen sind etwas größer und schwerer als Weibchen; ein sichtbarer [[Geschlechtsdimorphismus]] besteht ansonsten nicht. Junge Seetaucher ähneln ganzjährig adulten Vögeln im Ruhekleid; erst im Alter von etwa drei Jahren zeigen sie das typische Prachtkleid der Altvögel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stimme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der charakteristische „Gesang“ der Seetaucher ist ein extrem lautes und melodisches Heulen, das weit trägt und zu den lautesten Rufen gehört, die in den arktischen Breiten zu hören sind. Dieser Gesang wird nur zur Brutzeit geäußert und dient der Revierabgrenzung. Beim Sterntaucher rufen beide Partner, bei den anderen Arten nur die Männchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Ruf ist ein Warnruf, der bei Gefahr ausgestoßen wird. Bei Stern-, Pracht- und Pazifiktaucher ist dieser ein rabenartiges Krächzen, bei Eistaucher und Gelbschnabeltaucher ein „kreischendes Lachen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[:Bild:Common loon yodels.ogg|Revierruf des Eistauchers]]&lt;br /&gt;
* [[:Bild:Common loon tremolo.ogg|Warnruf des Eistauchers]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Great Northern Loon (Gavia immer).jpg|links|mini|300px|[[Eistaucher]] im Jugendkleid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gavia arctica1.jpg|mini|300px|[[Prachttaucher]]]]&lt;br /&gt;
Seetaucher bewohnen im Wesentlichen den Norden der [[Holarktis]], also die Tundra und Taiga in [[Kanada]], [[Alaska]], [[Grönland]], [[Skandinavien]] und [[Russland]]. Mit dem [[Sterntaucher]] und dem [[Prachttaucher]] brüten zwei der fünf Arten auch in Nordeuropa; die Südgrenze der Vorkommen beider Arten liegt in Europa im Norden Irlands, im nördlichen Schottland sowie im Süden von Norwegen und Schweden. Der [[Eistaucher]] brütet vor allem in Nordamerika, daneben auch in Grönland und auf Island; der [[Gelbschnabeltaucher]] bewohnt den Nordosten Sibiriens und den äußersten Norden Amerikas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seetaucher verbringen ihr ganzes Leben auf dem Wasser oder in dessen unmittelbarer Nähe. Die Brutplätze befinden sich bei den großen Arten an tiefen Seen der [[Tundra|Tundren]] und [[Boreale Zone|borealen Zonen]], beim Sterntaucher auch an kleinen Seen und Teichen. Wenn die Möglichkeit besteht, werden als Nistplätze kleine Inseln innerhalb der Seen bevorzugt. Sterntaucher und Gelbschnabeltaucher brüten in seltenen Fällen auch an geschützten Meeresbuchten oder in Flussdeltas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Winterquartiere liegen je nach Art an den Küsten Europas, Asiens und Nordamerikas; in Europa umfassen sie unter anderem [[Nordsee|Nord-]] und [[Ostsee]] sowie das nördliche [[Mittelmeer]], in Nordamerika reichen sie südwärts bis [[Niederkalifornien]] und [[Florida]], in Asien die chinesische Küste hinunter bis [[Hainan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grönländischen und isländischen Populationen des Eistauchers sind im Winter an europäischen Küsten zu beobachten und nur ausnahmsweise auf großen Seen im Binnenland. Häufiger sind aber Stern- und Prachttaucher, die im Winter in großer Zahl an mitteleuropäische Küsten kommen. Vor allem auf dem Herbstzug rasten beide Arten einzeln oder in kleinen Trupps auch tief im mitteleuropäischen Binnenland, meist auf großen Seen. Vor allem die nordsibirischen Populationen des Prachttauchers weisen dabei ein besonders interessantes Zugverhalten auf. Im Herbst wandern sie zum Schwarzen Meer, im Frühling führt ihr Zugweg sie zunächst zur Ostsee und von dort aus zum [[Weißes Meer|Weißen Meer]]. Ein solches Zugverhalten, bei dem Vögel auf anderem Weg als im Herbst ins Brutgebiet zurückkehren, wird als [[Schleifenzug]] bezeichnet und ist bisher nur für wenige Vogelarten belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gelbschnabeltaucher ist in Mitteleuropa [[Irrgast]], der [[Pazifiktaucher]] wurde bisher nicht nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
=== Fortbewegung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seetaucher sind ausgezeichnete Taucher, die bis zu 75 Meter tief tauchen und bis zu acht Minuten unter Wasser bleiben können. Meist beträgt die Tauchtiefe aber nur zwei bis zehn Meter, und nur selten wird eine Tauchdauer von einer Minute überschritten. Seetaucher beginnen einen Tauchvorgang durch gerades Abtauchen, ohne wie manche andere Wasservögel (z.&amp;amp;nbsp;B. Lappentaucher) einen vorwärts gerichteten Sprung zu vollführen. Unter Wasser nutzen sie die Füße als Antrieb; die Flügel werden nur selten zur Hilfe genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Land bewegen sich Seetaucher dagegen sehr unbeholfen fort. Sie können nicht für längere Zeit aufrecht stehen, sondern müssen sich hierbei mit der Brust abstützen. Die Beine ermöglichen keine watschelnde Bewegung; stattdessen vollführen sie kurze, froschartige Sprünge, die kraftraubend sind und nur das Zurücklegen geringer Entfernungen ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der relativ kurzen Flügel sind Seetaucher gute Flieger und können große Distanzen zurücklegen. Ihr [[Flugbild]] ist durch einen gestreckten Hals gekennzeichnet, bei dem der Kopf etwas tiefer als der Körper gehalten wird; die Füße ragen nach hinten über den Schwanz hinaus. Fast immer heben Seetaucher von der Wasseroberfläche ab und landen auf dieser. Für den Start benötigen sie einen langen Anlauf. Lediglich der relativ kleine [[Sterntaucher]] ist in der Lage, von festem Land aufzufliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz überwiegend fressen Seetaucher kleine oder mittelgroße [[Fische]], die sie auf Tauchgängen erbeuten und meistens noch unter Wasser schlucken. Für gewöhnlich stellt weitere Nahrung nur seltene Beikost dar; dies können [[Froschlurche|Frösche]], [[Krebstiere]], [[Weichtiere]], [[Würmer]] oder Wasserinsekten sein. Es gibt jedoch Fälle, in denen Seetaucher an fischfreien Seen brüten und dann zeitweise ihre Ernährung ganz auf Weichtiere oder Insekten umstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seetaucher haben eine sehr dehnbare [[Speiseröhre]], die ihnen das Schlucken relativ großer Beute ermöglicht. Eistaucher können bis 45 Zentimeter große und ein Kilogramm schwere [[Forelle]]n oder sogar [[Flunder]]n schlucken. Das Schlucken großer Beutetiere kann in sehr seltenen Fällen misslingen; so hat man schon Seetaucher gefunden, die an (zu) großen Fischen erstickt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Common Loon with chick.jpg|right|mini|300px|Eistaucher mit Jungem auf dem Rücken]]&lt;br /&gt;
Seetaucher leben in [[Monogamie]]. Die Paare suchen alljährlich zur Brutzeit die Reviere des Vorjahres auf und bleiben auch während des Zuges und in den Winterquartieren zusammen. Seetaucher brüten nicht in jedem Jahr; etwa in jedem vierten Jahr setzen die Paare mit der Brut aus. Ein komplexes [[Balz]]ritual gibt es bei Seetauchern nicht. Bei Paaren, die sich neu finden, kommt es zu einer Reihe synchroner Bewegungen auf dem Wasser, bei älteren Paaren sind selbst diese wenigen ritualisierten Verhaltensweisen noch eingeschränkter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gavia Stellata Ölfusá 20090606.jpg|links|mini|250px|[[Sterntaucher]] mit Küken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begattung findet am Ufer statt. Oft wird mit der Paarung gleich nach der Ankunft in den Brutrevieren begonnen, und dies setzt sich über die nächsten Tage fort. Findet sie immer wieder an derselben Stelle statt, kann hierdurch eine Mulde im Boden entstehen, die dann später oft als Nest genutzt wird. Das Nest wird aus Wasserpflanzen und Moosen errichtet. Immer befindet es sich in unmittelbarer Ufernähe, fast nie weiter als einen Meter vom Wasser entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Revierverhalten unterscheidet sich der Sterntaucher von den größeren Arten. Letztere sind territorial und verteidigen das Revier aggressiv gegen alle Eindringlinge. Dagegen liegen die Nester der Sterntaucher oft dicht beieinander, und nur die unmittelbare Umgebung des Nestes wird verteidigt. Meistens reichen Drohgebärden aus, um einen Eindringling zu vertreiben. Selten kommt es zu einem Kampf, der dann aber äußerst heftig geführt wird und mit dem Tod eines Kontrahenten durch Ertränken oder Schnabelhiebe enden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden ein bis drei, in den meisten Fällen zwei Eier gelegt. Beide Eltern brüten. Nach dem Schlüpfen verbleiben die Jungen etwa drei Tage im Nest, ehe sie ins Wasser gehen. Sie sind in diesem jungen Alter bereits schwimm- und tauchfähig; oft ruhen sie auch auf dem Rücken der Eltern. Bis ins Alter von sieben Wochen und manchmal darüber hinaus werden die Jungen von den Altvögeln gefüttert. Einer der Jungvögel erweist sich meistens früh als der stärkere und ergattert die meiste Nahrung für sich. Wenn kein reichliches Nahrungsangebot vorhanden ist, hat dies oft den Tod des schwächeren Jungen zur Folge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kenntnisse zur Lebenserwartung der einzelnen Arten sind bisher unbefriedigend. Stern- und Prachttaucher werden älter als zehn und manchmal sogar älter als zwanzig Jahre. Bei einem Prachttaucher wurde ein Alter von 28 Jahren nachgewiesen. Hingegen ist beim Eistaucher bisher kein Exemplar bekannt geworden, das ein Lebensalter von mehr als acht Jahren erreicht hätte. Dies ist aber sicher nicht das tatsächliche maximale Alter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fressfeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgewachsene Seetaucher haben wenige Fressfeinde; lediglich große Greifvögel wie [[Seeadler (Gattung)|Seeadler]] können gelegentlich einen Seetaucher erbeuten. Seetaucher sind durchaus wehrhaft durch ihre dolchartigen Schnäbel: Im Jahr 2020 wurde ein Fall bekannt, bei dem ein Seetaucher einen [[Weißkopfseeadler]] – der eines seiner Küken gerissen hatte – mit einem Stich ins Herz tötete.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wissenschaft/seetaucher-ersticht-seeadler-leg-dich-nicht-mit-eltern-an-a-84204045-fc43-4db5-9665-e2737a96040a Mit dem Schnabel ins Herz: Seetaucher ersticht Seeadler], Spiegel online 23. Mai 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jungvögel fallen manchmal auch [[Raben und Krähen]], [[Möwen]], [[Raubmöwen]], [[Otter]]n oder großen [[Fische]]n zum Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menschen und Seetaucher ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die Völker nördlicher Länder pflegen seit langem eine Beziehung zu diesen Vögeln. Die [[Inuit]] jagen Seetaucher und verarbeiten Häute und Federn zu Kleidungsstücken. Diese mäßige Jagd hat nie die Bestände gefährdet. In [[Schottland]] galt es als schlechtes [[Omen]], den Revierruf eines Seetauchers zu hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während es in der deutschen Sprache keinen althergebrachten Namen für diese Vogelfamilie gibt, sind sie im Englischen als &amp;#039;&amp;#039;loons&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Diese Bezeichnung wird vor allem in Nordamerika verwendet; in Schottland wird sie auf den Eistaucher angewandt. Die Familie ist in Großbritannien schlicht als &amp;#039;&amp;#039;divers&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;loon&amp;#039;&amp;#039; stammt wahrscheinlich vom altnordischen &amp;#039;&amp;#039;lomr,&amp;#039;&amp;#039; was mit dem deutschen Wort „lahm“ verwandt ist und sich auf die unbeholfene Fortbewegung an Land bezogen haben könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Art der Seetaucher ist in ihrem Bestand bedroht. Dennoch sind bei allen Arten Bestandsrückgänge durch menschliche Einflüsse im arktischen Ökosystem zu verzeichnen. Die Zerstörung von Ufern, die Verschmutzung von Gewässern und das Auslegen von Treib- und Stellnetzen, in denen sich die Tiere verfangen und ertrinken, sind dafür verantwortlich. In Nordamerika wurde festgestellt, dass ganze Populationen von Eistauchern zu einem toxischen Grad mit [[Quecksilber]] belastet sind, das sie über Fische aufgenommen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton M. Scheuhammer, Carolyn Atchison, Allan Wong, David Evers: &amp;#039;&amp;#039;Mercury exposure in breeding Common Loons (Gavia immer) in Central Ontario, Canada.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Environmental Toxicology and Chemistry]].&amp;#039;&amp;#039; SETAC Press, Pensacola Fla 17.1998,2, 191–196. {{ISSN|0730-7268}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Anton M. Scheuhammer, P. J. Blancher: &amp;#039;&amp;#039;Potential risk to common loons (Gavia immer) from methylmercury exposure in acidified lakes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hydrobiologia.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Dordrecht 279/280.1994,1, 445–455. {{ISSN|0018-8158}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fossilgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seetaucher sind eine sehr alte Vogelgruppe. Während die ältesten sicher diesem [[Taxon]] zuzuordnenden [[Fossil]]ien aus dem [[Miozän]] stammen, gibt es weit ältere Funde, deren tatsächliche Zugehörigkeit zu den Seetauchern jedoch umstritten ist. Von diesen sind die ältesten &amp;#039;&amp;#039;Neogaeornis wetzeli,&amp;#039;&amp;#039; von dem allerdings nur Fragmente eines Mittelfußknochens &amp;#039;&amp;#039;([[Vogelfuß|Tarsometatarsus]])&amp;#039;&amp;#039; überliefert sind, und &amp;#039;&amp;#039;Polarornis sp.,&amp;#039;&amp;#039; bekannt durch Schädelfragmente und vielleicht synonym mit &amp;#039;&amp;#039;Neogaeornis;&amp;#039;&amp;#039; beide Fossilien entstammen der oberen [[Kreide (Geologie)|Kreide]]. Aufgrund starker Ähnlichkeiten mit dem Knochenbau moderner Seetaucher wurden sie diesen oft zugeordnet; andere Wissenschaftler halten diese Verwandtschaft für sehr unwahrscheinlich und sehen in &amp;#039;&amp;#039;Neogaeornis&amp;#039;&amp;#039; einen mesozoischen Wasservogel, der in [[Konvergente Evolution|konvergenter Evolution]] ähnliche Merkmale wie die Seetaucher entwickelt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcel van Tuinen, S. Blair Hedges: &amp;#039;&amp;#039;The effect of external and internal fossil calibrations on the avian evolutionary timescale.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Paleontology.&amp;#039;&amp;#039; Ithaka NY 48.2004,1, 45–50. {{ISSN|0022-3360}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem [[Eozän]] und [[Oligozän]] sind die Gattungen &amp;#039;&amp;#039;Gaviella&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Colymboides&amp;#039;&amp;#039; aus Europa und Nordamerika überliefert, die sehr frühe Vertreter der Gaviiformes repräsentieren könnten. &amp;#039;&amp;#039;Colymboides&amp;#039;&amp;#039; ist aber wahrscheinlich ein [[Kladistik|paraphyletisches]] Sammelbecken von Formen, die durch die Abwesenheit von für die rezente Gattung &amp;#039;&amp;#039;Gavia&amp;#039;&amp;#039; typischen Merkmalen definiert ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Mayr: &amp;#039;&amp;#039;A partial skeleton of a new fossil loon (Aves, Gaviiformes) from the early Oligocene of Germany with preserved stomach content.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Ornithology.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Heidelberg 2004,145, 281–286.  {{ISSN|0021-8375}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Gavia&amp;#039;&amp;#039; ist seit dem frühen [[Miozän]] bekannt. Neben den fünf rezenten Arten wurden zehn fossile Arten beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bsc-eoc.org/avibase/avibase.jsp Avibase], 26. April 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem unteren Miozän stammt auch &amp;#039;&amp;#039;[[Petralca]]&amp;#039;&amp;#039;, dessen einziges bekanntes Fossil bis 2017 als Vertreter der [[Alkenvögel]] (Alcidae) interpretiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
=== Äußere Systematik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seetaucher sind mit keiner anderen Vogelfamilie nahe verwandt. Deshalb werden sie auch als einzige Familie einer Ordnung Gaviiformes geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell wurden die Seetaucher in die Nähe der [[Lappentaucher]] (Podicipedidae) gestellt, mit denen sie in äußerer Erscheinung und Lebensweise einige Gemeinsamkeiten haben. Schon [[Carl von Linné]] ordnete 1758 in der [[Systema Naturæ]] beide Gruppen einer Gattung &amp;#039;&amp;#039;Colymbus&amp;#039;&amp;#039; zu, die er bei den Anseres einordnete, einer Ordnung, die in seinem System nahezu alle Wasservögel umfasste. Dies übernahmen weitere Zoologen, beispielsweise [[Johann Karl Wilhelm Illiger]], der &amp;#039;&amp;#039;Colymbus&amp;#039;&amp;#039; zusammen mit den [[Alkenvögel]]n und den [[Pinguine]]n 1811 in die Familie Pygopodidae stellte. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurden Lappen- und Seetaucher erstmals auf zwei Familien verteilt, aber immer noch für verwandt gehalten. Leon Gardner war 1925 der erste Zoologe, der die Verwandtschaft von See- und Lappentauchern anzweifelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Jon Fjeldså: &amp;#039;&amp;#039;The Grebes.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford 2004, ISBN 0-19-850064-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach späteren Analysen beruhen alle Ähnlichkeiten zwischen See- und Lappentauchern auf konvergenter Evolution; eine engere Verwandtschaft der beiden Taucher-Familien miteinander wird nicht mehr angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch neuere [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]]-Analysen wurden Seetaucher in ein entferntes Verwandtschaftsverhältnis mit [[Röhrennasen]], [[Pinguine]]n oder [[Fregattvögel]]n gestellt. Keine dieser Hypothesen ist gesichert, und die [[Schwestergruppe]] der Seetaucher bleibt unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innere Systematik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gavia pacifica NBII.jpg|mini|280px|Pazifiktaucher &amp;#039;&amp;#039;(Gavia pacifica)&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Alle heute lebenden Seetaucher werden einer einzigen Gattung &amp;#039;&amp;#039;Gavia&amp;#039;&amp;#039; zugeordnet, die die einzige Gattung der Familie Gaviidae und der Ordnung Gaviiformes ist. Hierher gehören nach traditioneller Sichtweise vier, nach neuen Erkenntnissen fünf Arten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Eistaucher]], &amp;#039;&amp;#039;G. immer&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Gelbschnabeltaucher]], &amp;#039;&amp;#039;G. adamsii&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Prachttaucher]], &amp;#039;&amp;#039;G. arctica&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Sterntaucher]], &amp;#039;&amp;#039;G. stellata&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Pazifiktaucher]], &amp;#039;&amp;#039;G. pacifica&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pazifiktaucher wurde ursprünglich als Unterart des Prachttauchers beschrieben, wird jetzt aber meist als eigenständige Art geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mögliches [[Kladogramm]] der Seetaucher sieht aus wie folgt:&lt;br /&gt;
{{Klade&lt;br /&gt;
|label1=Seetaucher&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
 |1=&amp;amp;nbsp;[[Sterntaucher]]&lt;br /&gt;
 |label2=&amp;amp;nbsp;N.N.&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
 |2={{Klade&lt;br /&gt;
 |label1=&amp;amp;nbsp;N.N.&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
 |1={{Klade&lt;br /&gt;
 |1=&amp;amp;nbsp;[[Prachttaucher]]&lt;br /&gt;
 |2=&amp;amp;nbsp;[[Pazifiktaucher]]&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
 |label2=&amp;amp;nbsp;N.N.&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
 |2={{Klade&lt;br /&gt;
 |1=&amp;amp;nbsp;[[Eistaucher]]&lt;br /&gt;
 |2=&amp;amp;nbsp;[[Gelbschnabeltaucher]]&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Josep del Hoyo]] u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the Birds of the World.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Ostrich to Ducks.&amp;#039;&amp;#039; Lynx Edicions, Barcelona 1992, ISBN 84-87334-10-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Seetaucher| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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