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	<title>Seereederei Frigga - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T04:32:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Seereederei_Frigga&amp;diff=589440&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Motacilla: Foto von D/S «Brage» (1937)</title>
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		<updated>2024-10-15T21:57:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Foto von D/S «Brage» (1937)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Flagge Seereederei Frigga.svg|mini|Logo der Seereederei Frigga]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seereederei „Frigga“ Aktiengesellschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bestand von Ende 1920 bis zum Anfang 1993 (in den letzten Jahren als [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]]). Der Sitz des Unternehmens war [[Hamburg]], eine Zweigniederlassung war in [[Emden]]. 1989&amp;amp;nbsp;wurde der Firmensitz nach [[Tangstedt (Stormarn)|Tangstedt]] in [[Schleswig-Holstein]] verlegt. Die Frigga war schwerpunktmäßig im Erz- und Kohlefrachtgeschäft tätig und diente als Zubringer für deutsche [[Stahl]]erzeuger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde aufgrund des schnell steigenden Bedarfs an Kohle und Erz und der Abhängigkeit von ausländischen [[Reederei]]en, am 9.&amp;amp;nbsp;Dezember 1920 die &amp;#039;&amp;#039;Seereederei „Frigga“ Aktiengesellschaft&amp;#039;&amp;#039; unter Führung der &amp;#039;&amp;#039;[[Westfälische Transport-Actien-Gesellschaft|Westfälischen Transport-Actien-Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; mit einem Grundkapital von 10&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;[[Papiermark|Mark]] gegründet. [[Karl Diederichs (Jurist)|Karl Diederichs]], Generaldirektor der &amp;#039;&amp;#039;Westfälischen Transport AG&amp;#039;&amp;#039; (WTAG), knüpfte die Verbindungen zu maßgeblichen Unternehmen der deutschen Kohleerzeuger und [[Stahlindustrie]], die auf diese Weise die [[Rohstoff]]versorgung ihrer Betriebe sichern wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Aktie Frigga.jpg|mini|Aktie der Frigga von 1954]]&lt;br /&gt;
Das erste Schiff der Reederei war das 1904 in England gebaute und im Oktober 1921 aus den Niederlanden gekaufte Schiff &amp;#039;&amp;#039;Baldur&amp;#039;&amp;#039; (3.100&amp;amp;nbsp;[[Schiffsmaße#Tragfähigkeit|tdw]]). Ebenfalls im Oktober 1921 wurde die &amp;#039;&amp;#039;[[Hugo Oldendorff|Harald]]&amp;#039;&amp;#039; gekauft, die bereits vor dem Weltkrieg der WTAG gehört hatte. Schon das dritte Schiff, die &amp;#039;&amp;#039;Heimdal&amp;#039;&amp;#039; (3.300&amp;amp;nbsp;tdw), war ein Neubau im Auftrag der Reederei. Bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das Aktienkapital mehrmals erhöht und im Zuge der [[Währungsreform]] umgestellt. 1939&amp;amp;nbsp;belief sich das Kapital auf 6,6&amp;amp;nbsp;Millionen [[Reichsmark|RM]]. Die Flotte wuchs auf 12&amp;amp;nbsp;Schiffe. Die Anteilseigner waren zu diesem Zeitpunkt:&lt;br /&gt;
* Westfälische Transport-AG (25 %)&lt;br /&gt;
* [[Frachtcontor GmbH]] (25 %)&lt;br /&gt;
* [[Vereinigte Stahlwerke AG]] (42,42 %)&lt;br /&gt;
* [[Hoesch AG]] (7,58 %)&lt;br /&gt;
[[Datei:Frigga Sjöhistoriska museet Fo212369.jpg|mini|Die im März 1945 gesunkene &amp;#039;&amp;#039;Frigga&amp;#039;&amp;#039; wurde 1948 gehoben und 1949 wieder in Fahrt gebracht]]&lt;br /&gt;
Während des Krieges stand die Reederei unter staatlicher Zwangsbewirtschaftung. Alle Schiffe gingen durch Kriegseinwirkung verloren. Die 1922 gebaute &amp;#039;&amp;#039;Hermod&amp;#039;&amp;#039; und die 1924 gebaute &amp;#039;&amp;#039;Frigga&amp;#039;&amp;#039; konnten 1948 bzw. 1949 gehoben und nach einigen Schwierigkeiten von den [[Alliierte]]n zurückerlangt werden. Für kurze Zeit führte die Reederei gewissermaßen das [[Flaggschiff]] der deutschen [[Handelsmarine]], als Ende 1949 das 8.430-tdw-Schiff &amp;#039;&amp;#039;Frigga&amp;#039;&amp;#039; seinen Dienst wieder aufnahm. Es war zu dieser Zeit das größte deutsche Handelsschiff.&lt;br /&gt;
Die Flotte der Frigga wurde in der Folgezeit kontinuierlich ausgebaut, bis hin zu drei 145.000&amp;amp;nbsp;tdw [[Massengutfrachter]]n. Die Reederei besaß zu Spitzenzeiten zwölf eigene Schiffe und [[Bereederung|bereederte]] fünf weitere Schiffe im Eigentum der &amp;#039;&amp;#039;Rheinstahl AG&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Thyssen AG&amp;#039;&amp;#039; in [[Bareboat-Charter]] über [[Tochtergesellschaft]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niedergang ===&lt;br /&gt;
Ende der 1960er Jahre verloren die Kohlefrachten an Bedeutung. Darum wurden die Anteile entsprechend dem veränderten Nutzen der Reederei für die Eigner neu verteilt. Die Anteilseigner hatten sich bis dahin durch Unternehmensfusionen oder -übernahmen bereits verändert. Ab 1970 gehörte die Seereederei Frigga zu je einem Drittel der &amp;#039;&amp;#039;[[ThyssenKrupp AG#Thyssen AG|August-Thyssen-Hütte AG]]&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;[[Hoesch AG]]&amp;#039;&amp;#039; und der Beteiligungsgesellschaft KMR ([[Friedrich Krupp AG|Krupp]], [[Mannesmann]], [[Rheinstahl]]). 1970/71&amp;amp;nbsp;wurde von [[Blohm &amp;amp; Voss]] mit der &amp;#039;&amp;#039;Widar&amp;#039;&amp;#039; (79.000&amp;amp;nbsp;BRT, 146.000&amp;amp;nbsp;tdw) der größte Trockenfrachter unter deutsche Flagge gebaut und an die Frigga abgeliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Ende der 1970er Jahre brach auch das Stahlgeschäft ein und gleichzeitig wirkten sich der steigende [[Ölpreis]] und Standortnachteile einer deutschen Reederei zunehmend aus. Die spezialisierten Schiffe der Frigga-Flotte konnten kaum für andere Frachten benutzt werden. Durch die Übernahme von Rheinstahl wurde Thyssen 1977 größter Aktionär. Die Anteilseigner benötigten die Transportkapazität ihrer Flotte immer weniger und waren an einer Umorientierung des Unternehmens nicht interessiert, stattdessen wurde die Flotte immer weiter reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1984 fassten die Aktionäre den Entschluss, den Reedereibetrieb einzustellen. Die 15 Mitarbeiter der Verwaltung und noch 160 Personen des fahrenden Personals wurden überwiegend in andere Tätigkeiten vermittelt. Die AG wurde in eine [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]] umgewandelt und 1989 der Sitz des Unternehmens nach Tangstedt verlegt. Die beiden letzten Schiffe &amp;#039;&amp;#039;Aegir&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Brage&amp;#039;&amp;#039; (je 82.325&amp;amp;nbsp;tdw) wurden nach [[Panama]] [[Ausflaggung|ausgeflaggt]] und von [[Ahrenkiel-Gruppe|Christian F. Ahrenkiel]] bereedert. 1991&amp;amp;nbsp;wurden auch die letzten Schiffe verkauft und die Seereederei Frigga 1993 schließlich aus dem [[Handelsregister]] gelöscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Flotte ==&lt;br /&gt;
Unter der Flagge der Frigga fuhren im Laufe der Zeit 44 Schiffe. Einige davon waren im Eigentum anderer Gesellschaften, wie der &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinstahl]]&amp;amp;nbsp;AG&amp;#039;&amp;#039;, wurden jedoch von der Frigga bereedert. Die Namen der Schiffe entstammten vielfach der [[germanische Mythologie|germanischen Mythologie]] oder waren nach bedeutenden Persönlichkeiten der anteilseignenden Gesellschaften benannt. In der Anfangszeit wurden die Schiffe meistens gebraucht von anderen Reedereien gekauft. Ab Mitte der 1950er Jahre handelte es sich fast ausnahmslos um Neubauten im Auftrag der Frigga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Frigga&amp;#039;&amp;#039; ließ viele ihrer Schiffsneubauten von den [[Nordseewerke]]n in [[Emden]] fertigen, die zum anteilseignenden Rheinstahl-Konzern gehörte. Auch ein Großteil der Besatzungen stammte aus [[Ostfriesland]]. Aufgrund ihrer strikten Ausrichtung auf den Erz- und Kohle-Massenguttransport, war die Reederei mit ihren Aufträgen oft in diesem Schiffbausegment innovativ tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sind die Schiffe geordnet nach der Dienstzeit bei der Frigga aufgeführt, da die Namen zum Teil mehrfach verwendet wurden zur Unterscheidung noch mit dem Jahr des [[Stapellauf]]es.&lt;br /&gt;
* 1921–1923 [[Dampfschiff|DS]] Harald (1904)&lt;br /&gt;
* 1921–1925 DS Baldur (1921)&lt;br /&gt;
* 1922–1940 DS Heimdal (1921)&lt;br /&gt;
* 1922–1926 DS Odin (1921)&lt;br /&gt;
* 1922–1944 DS Thor (1922)&lt;br /&gt;
* 1924–1927 DS Braga (1901)&lt;br /&gt;
* 1923–1943 DS Aegir (1923)&lt;br /&gt;
* 1927–1940 DS August Thyssen (1923)&lt;br /&gt;
* 1924–1962 DS Frigga (1924)&lt;br /&gt;
* 1929–1944 DS Odin (1928)&lt;br /&gt;
* 1933–1940 DS Albert Janus (1928)&lt;br /&gt;
* 1929–1940 DS Baldur (1929)&lt;br /&gt;
* 1936–1941 DS Widar (1935)&lt;br /&gt;
* 1936–1942 DS Hödur (1913)&lt;br /&gt;
[[Datei:Brage 1938 Frigga AF-5650 103628.jpg|mini|Die 1937 gebaute &amp;#039;&amp;#039;Brage&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
* 1938–1940 DS Brage (1937)&lt;br /&gt;
* 1939–1956 DS Hermod (1922)&lt;br /&gt;
* 1940–1945 DS Vale (1939)&lt;br /&gt;
* 1941–1944 DS Albert Janus (1916)&lt;br /&gt;
* 1950–1958 DS Thor (1918)&lt;br /&gt;
* 1952–1964 [[Motorschiff|MS]] Odin (1951)&lt;br /&gt;
[[Datei:Camelia_IMO 5034496_G_Hamburg_1969.JPG|mini|Die &amp;#039;&amp;#039;Baldur&amp;#039;&amp;#039; (1952), hier als &amp;#039;&amp;#039;Camelia&amp;#039;&amp;#039; 1969 in Hamburg]]&lt;br /&gt;
* 1952–1964 MS Baldur (1951)&lt;br /&gt;
* 1953–1967 MS Widar (1953)&lt;br /&gt;
* 1954–1963 DS Heimdal (1944)&lt;br /&gt;
* 1955–1966 MS Aegir (1955)&lt;br /&gt;
* 1956–1966 MS Brage (1956)&lt;br /&gt;
* 1956–1962 DS August Thyssen (1943)&lt;br /&gt;
* 1954–1971 MS Hödur (1954)&lt;br /&gt;
* 1957–1972 MS Vale (1957)&lt;br /&gt;
* 1958–1970 [[Otto Springorum (Schiff)|MS Otto Springorum]] (1958)&lt;br /&gt;
* 1958–1966 MS Fritz Thyssen (1958)&lt;br /&gt;
* 1958–1969 [[Rheinstahl (Schiff)|MS Rheinstahl]] (1958)&lt;br /&gt;
* 1958–1969 [[Arenberg (Schiff)|MS Arenberg]] (1958)&lt;br /&gt;
* 1958–1969 MS Albert Vögler (1958)&lt;br /&gt;
[[Datei:Anita Thyssen Sjöhistoriska museet Fo208440.jpg|mini|Die 1959 gebaute &amp;#039;&amp;#039;Anita Thyssen&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
* 1959–1969 [[Anita Thyssen (Schiff)|MS Anita Thyssen]] (1959)&lt;br /&gt;
* 1959–1964 MS Albert Janus (1959)&lt;br /&gt;
* 1963–1973 MS Frigga (1963)&lt;br /&gt;
* 1965–1982 MS Odin (1965)&lt;br /&gt;
* 1965–1983 MS Fritz Thyssen (1965)&lt;br /&gt;
* 1966–1978 MS Baldur (1966)&lt;br /&gt;
* 1968–1991 MS Aegir (1968)&lt;br /&gt;
* 1968–1991 MS Brage (1968)&lt;br /&gt;
* 1971–1984 MS Widar (1971)&lt;br /&gt;
* 1973–1984 MS Thor (1972)&lt;br /&gt;
* 1973–1985 MS Hermod (1973)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/043586|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Reederei (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Verkehrsunternehmen (Schleswig-Holstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1993]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Motacilla</name></author>
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