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	<title>Seerecht - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-11-16T18:46:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seerecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Rechtsgebiet]], das sämtliche die [[Seeschifffahrt]] betreffenden [[Rechtsnorm]]en umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Da der größte Teil der Meere [[internationale Gewässer]] darstellt, ist auch das Seerecht [[internationales Recht]]. Das Seerecht ist als Bestandteil des [[Verkehrsrecht]]s das Sonderrecht der Schifffahrt auf See.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=a7J6DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA134&amp;amp;dq=hgb+seerecht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjx3pSAg_viAhXG0KQKHak4CGEQ6AEINDAC#v=onepage&amp;amp;q=seerecht&amp;amp;f=false Hans Jürgen Abraham, &amp;#039;&amp;#039;Das Seerecht&amp;#039;&amp;#039;, 1956, S. 1]&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterscheiden lässt sich hierbei [[Privatrecht|privates]] und [[Öffentliches Recht|öffentliches]] Seerecht. Von Bedeutung sind insbesondere das internationale öffentliche Seerecht, das das [[Seevölkerrecht]] bildet, im Privatrecht das [[Seehandelsrecht]], im öffentlichen Recht das [[Seeschifffahrt]]s- und [[Seeanlagengesetz|Seeanlagenrecht]] und weitere Rechtsgebiete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;seerecht&amp;quot;&amp;gt;Hans Jürgen Abraham, &amp;#039;&amp;#039;Das Seerecht&amp;#039;&amp;#039;, 1956, S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz moderner [[Kommunikationsmittel]] ist die Seeschifffahrt von Isolierung gekennzeichnet, in der sich das [[Schiff]], die auf ihm befindlichen [[Person]]en ([[Schiffsbesatzung]] und [[Passagier]]e) und die [[Transportgut|Schiffsladung]] außerhalb des Heimathafens befinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;seerecht&amp;quot; /&amp;gt; Auch das Fehlen staatlicher [[Souveränität]] auf hoher See macht internationale Regelungen erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Seerecht ist das älteste Sonderrecht eines [[Transportmittel]]s. Das &amp;#039;&amp;#039;[[Lex Rhodia de iactu|Rhodische Seerecht]]&amp;#039;&amp;#039; galt als das erste und umfassendste Seerecht überhaupt, es war jedoch ungeschriebenes [[Gewohnheitsrecht]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=BylCAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA7&amp;amp;dq=rhodisches+Seerecht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi92aHk2friAhUOEVAKHVYjAG84FBDoAQgsMAE#v=onepage&amp;amp;q=rhodisches%20Seerecht&amp;amp;f=false Meno Pöhls, &amp;#039;&amp;#039;Darstellung des gemeinen deutschen und des Hamburgischen Handelsrechts für Juristen und Kaufleute&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Band 3: Seerecht&amp;#039;&amp;#039;, 1830, S. 7 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Recht des [[Seehandel]]s ist auf das Rhodische Seerecht ({{laS|lex Rhodia}}) von [[Rhodos]] des 8. und 9. Jahrhunderts [[vor Christus]] zurückzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;William Tetley, &amp;#039;&amp;#039;The General Maritime Law – The Lex Maritima&amp;#039;&amp;#039;, 1994, S. 109&amp;lt;/ref&amp;gt; Rhodos war dem [[Historiker]] [[Strabon]] (etwa 63 v. Chr. – nach 23 n. Chr.) zufolge wegen seiner gesetzlichen Ordnung und des Seewesens berühmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Strabon, 14, 2, 4&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Isidor von Sevilla]] sprach nach 560 n. Chr. davon, dass es rhodische Gesetze über den Seehandel gebe.&amp;lt;ref&amp;gt;Isidor von Sevilla, &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologiae|Origines]]&amp;#039;&amp;#039;, 5, 17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Belege finden sich über das Rhodische Seerecht in den [[Digesten]] des römischen [[Corpus Iuris Civilis]] (528 – 534) von [[Justinian I.]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=AHgRvmxTM7sC&amp;amp;pg=PA8&amp;amp;dq=rhodisches+Seerecht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjQx7rHwPriAhWMIlAKHUPiBZUQ6AEILTAB#v=onepage&amp;amp;q=rhodisches%20Seerecht&amp;amp;f=false Andreas Maurer, &amp;#039;&amp;#039;Lex Maritima: Grundzüge eines transnationalen Seehandelsrechts&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 8]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierin übernahmen die Römer vermutlich im 1. Jahrhundert v. Chr. unter [[Tiberius]] das Rhodische Seerecht als [[Völkerrecht]] ({{laS|[[ius gentium]]}}) in ihr römisches Recht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=uNJXAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PR21&amp;amp;dq=Corpus+Iuris+Civilis+rhodisches+seerecht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiV5P2O3fziAhVN4qQKHWWrDJgQ6AEIMTAC#v=onepage&amp;amp;q=Corpus%20Iuris%20Civilis%20rhodisches%20seerecht&amp;amp;f=false Johann Andreas Engelbrecht, &amp;#039;&amp;#039;Corpus iuris nautici oder Sammlung aller Seerechte der bekanntesten handelnden Nationen&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1790, S. 1]&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach waren die Schiffer ([[Verfrachter]]) gehalten, schwere und kostbare Waren nicht in ein altes Schiff zu übernehmen und die ihnen übergebene Ware später wieder auszuliefern. Schriftliche [[Kontrakt]]e über den Seetransport waren gültig.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Andreas Engelbrecht, &amp;#039;&amp;#039;Corpus iuris nautici oder Sammlung aller Seerechte der bekanntesten handelnden Nationen&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1790, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Die heute noch teilweise gültige „[[Havarie|große Haverei]]“ ({{laS|[[Lex Rhodia de iactu]]}}) verfasste der Jurist [[Lucius Volusius Maecianus]]. Geriet das Schiff in [[Seenot]] und Waren mussten als [[Seewurf]] über Bord geworfen werden, so durfte der [[Befrachter]] aus dem [[Seefrachtvertrag]] klagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Andreas Engelbrecht, &amp;#039;&amp;#039;Corpus iuris nautici oder Sammlung aller Seerechte der bekanntesten handelnden Nationen&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1790, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Frachtkontrakt galt als [[Konsensualvertrag]] im Rahmen des [[Dienstvertrag (Deutschland)|Dienst-]] und [[Werkvertrag (Deutschland)|Werkvertragsrechts]] ({{laS|[[Locatio conductio]]}}), das auch auf den Seefrachtvertrag anwendbar war. Im Streitfall klagte der durch Seewurf benachteiligte Befrachter ({{laS|locator}}) gegen den Verfrachter ({{laS|conductor}}) darauf, dass dieser beim begünstigten Befrachter den geschuldeten [[Schaden]] ({{laS|contributio}}) einforderte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christoph Krampe |Titel=Römisches Recht auf hoher See |Hrsg=[[Iole Fargnoli]], Stefan Rebenich |Sammelwerk=Das Vermächtnis der Römer: Römisches Recht und Europa  |Verlag=Haupt Verlag |Ort=Bern |Datum=2012 |ISBN=9783258077512 |Seiten=111-150 |Fundstelle=S. 123|Online=[https://books.google.de/books?id=hSYFPDX9irsC&amp;amp;pg=PA123&amp;amp;dq=seefrachtvertrag+Lex+Rhodia+de+iactu&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjhw5318vfiAhX0oVwKHchyCXkQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=seefrachtvertrag%20Lex%20Rhodia%20de%20iactu&amp;amp;f=false Leseausschnitt] |Abruf=2019-07-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Römer kannten das [[Seedarlehen]] ({{laS|foenus nauticum}}), den Vorläufer der [[Bodmerei]]; die heutige [[Schiffsfinanzierung]] erfolgt durch [[Schiffshypothek]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Datt högeste unde öldeste water recht Titel.jpg|mini|„Datt högeste unde öldeste water recht“ – gedruckt 1537 von [[Jürgen Richolff der Jüngere]]]]&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] beteiligte sich [[Gottfried von Bouillon]] um 1000 an der Verfassung der [[Assisen von Jerusalem]], die teilweise auch Seerecht enthielten. [[Jakob I. (Aragón)|Jacob I.]] erließ 1258 eine Seemannsordnung. Inzwischen entstanden zwischen 1160 und 1286 die [[Rôles d’Oléron]], die heute als älteste schriftliche Fixierung von Seerechtssätzen gelten. Sie beschrieben das Gewohnheitsrecht auf See, die [[Handelsbrauch|Handelsbräuche]] des Seehandels und beinhalteten einen Katalog von Bußbestimmungen bei Zuwiderhandlungen. Das [[Seerecht von Wisby]] ({{svS|Waterrecht tho Wisby}}) erschien wohl nach 1350 und enthielt sowohl einen Teil aus Lübecker Satzungen als auch der Rôles d’Oléron;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=gdE6AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA15&amp;amp;dq=rhodisches+Seerecht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjQx7rHwPriAhWMIlAKHUPiBZUQ6AEIMjAC#v=onepage&amp;amp;q=rhodisches%20Seerecht&amp;amp;f=false Karl von Kaltenborn, &amp;#039;&amp;#039;Grundsätze des praktischen europäischen Seerechts, besonders im Privatverkehre&amp;#039;&amp;#039;, 1851, S. 21]&amp;lt;/ref&amp;gt; die frühesten erhaltenen Drucke sind in mittelniederländischer (1532, Amsterdam) und mittelniederdeutscher (1537, Lübeck) Sprache verfasst. Der französische Meeresführer ({{frS|Guidon de la mer}}) lässt sich auf die Zeit zwischen 1556 und 1584 datieren und beinhaltete die Seekontrakte (beispielsweise die [[Großaventurei]]) und die Seeversicherung. Teile hiervon übernahm 1681 die Ordonnanz [[Ludwig XIV.|Ludwigs XIV]]. Das alte &amp;#039;&amp;#039;Hanseatische Seerecht&amp;#039;&amp;#039; entstand 1591&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl von Kaltenborn-Stachau|Karl von Kaltenborn]], &amp;#039;&amp;#039;Grundsätze des praktischen europäischen Seerechts, besonders im Privatverkehre&amp;#039;&amp;#039;, 1851, S. 27&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde als „Hansestädte Schiffsordnung und Seerecht“ am 23. Mai 1614 publiziert. [[Dänemark]] führte sein erstes einheitliches Seerecht 1561 ein, [[England]] folgte 1651, [[Schweden]] 1667; [[Frankreich]] vereinheitlichte 1681 sein Seerecht mit dem Seegesetz ({{frS|Ordonnance de la Marine}}), die [[Niederlande]] folgten im Jahre 1711.&amp;lt;ref&amp;gt;Meno Pöhls, &amp;#039;&amp;#039;Darstellung des Seerechts nach gemeinem und Hamburgischen Rechte&amp;#039;&amp;#039;, 1830, S. 27 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Preußen]] begann die Kodifikation mit dem &amp;#039;&amp;#039;preußischen Seerecht&amp;#039;&amp;#039; vom Dezember 1727, dessen Inhalt in das [[Allgemeines Preußisches Landrecht|Allgemeine Preußische Landrecht]] (APL) vom Juni 1794 einging.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Götz Landwehr]], &amp;#039;&amp;#039;Das Preußische Seerecht vom Jahre 1727 im Rahmen der europäischen Rechtsentwicklung&amp;#039;&amp;#039;, in: Zeitschrift für Neuere Rechtsgeschichte, 1986, S. 113&amp;lt;/ref&amp;gt; Es behandelte als erstes gesamtdeutsches Gesetz ein einheitliches Seerecht (II, 8, § 1389 ff. APL).&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Jürgen Abraham, &amp;#039;&amp;#039;Das Seerecht&amp;#039;&amp;#039;, 1956, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach II 8, § 1658 APL war dem Befrachter ein „Empfangsschein, oder sogenanntes Connoissement ([[Konnossement]]; d. Verf.)“ auszustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=4QNSAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA541&amp;amp;dq=Allgemeines+Preu%C3%9Fisches+Landrecht+seehandel&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjB6ufhyfviAhXDfFAKHR35B_gQ6AEIPzAE#v=onepage&amp;amp;q=connoissement&amp;amp;f=false Allgemeines Landrecht für die preußischen Staaten, Band 3, 1794, S. 594]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[ADHGB]] vom Mai 1861 erfasste erstmals ein gemeines deutsches Seehandelsrecht und regelte unter anderem in den Art. 557 ff. ADHGB den Seefrachtvertrag,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=l7oOAAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA405&amp;amp;dq=adhgb+seerecht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi5iIDIgPviAhVFhqQKHU9NBwoQ6AEINTAC#v=onepage&amp;amp;q=frachtbrief&amp;amp;f=false William Lewis, &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Seerecht: Ein Kommentar zum V. Buch des ADHGB&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1877, S. 182]&amp;lt;/ref&amp;gt; dessen Bestimmungen vom [[Handelsgesetzbuch|HGB]] im Januar 1900 wörtlich übernommen wurden. Der Seefrachtvertrag bezog sich auf das ganze Schiff, einen Teil hiervon oder auf einzelne Güter („Stückgüter“; Art. 557 ADHGB), worüber eine [[Charter-Partie]] („Chartepartie“) auszustellen war (Art. 558 ADHGB).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=L3f4FwS_POgC&amp;amp;pg=PA5&amp;amp;dq=Allgemeines+Preu%C3%9Fisches+Landrecht+seerecht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjd-dvVv_viAhVO2KQKHfDuBIcQ6AEINzAD#v=onepage&amp;amp;q=Seehandel&amp;amp;f=false Allgemeines Landrecht für die preußischen Staaten, 1863, S. 529 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemäß Art. 480 ADHGB und Art. 481 ADHGB hatte der Verfrachter („Schiffer“) für [[Seetüchtigkeit]] bzw. [[Ladungstüchtigkeit]] des Schiffs zu sorgen. Dem Verfrachter stand gemäß Art. 624 ADHGB ein [[gesetzliches Pfandrecht]] am [[Frachtgut]] wegen nicht bezahlter [[Fracht (Handelsrecht)|Fracht]] zu. Das Konnossement regelten die Art. 645 ff. ADHGB.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1864 entstanden in [[York]] die [[York-Antwerpener Regeln|York Antwerp Rules]] (YAP), die bis 1877 in [[Antwerpen]] ausgearbeitet und 1890 mit der Empfehlung veröffentlicht wurden, sie allen Seefrachtverträgen zugrunde zu legen. Sie betreffen die Versicherung großer [[Havarie]]n und verteilen die Schäden an Schiff und Ladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1948 beschloss die Weltschifffahrtskonferenz in Genf die Gründung der [[Internationale Seeschifffahrts-Organisation|Internationalen Seeschifffahrts-Organisation]]. Im Oktober 1996 wurde der [[Seegerichtshof]] der UNO in Hamburg eingerichtet, der auf der Grundlage des [[Seerechtsübereinkommen]]s der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] von 10. Dezember 1982 als selbständige Organisation im UN-System tätig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsgebiete ==&lt;br /&gt;
Zum internationalen Seerecht gehören unter anderem:&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Jürgen Abraham, &amp;#039;&amp;#039;Das Seerecht&amp;#039;&amp;#039;, 1960, S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Privatrecht|Privates Seerecht]]:&lt;br /&gt;
** [[Seehandelsrecht]]: In Deutschland ist das [[Seehandelsrecht (Deutschland)|Seehandelsrecht]] im fünften Buch des [[Handelsgesetzbuch]]s (HGB) geregelt (§{{§|476|hgb|juris}} ff. HGB).&lt;br /&gt;
** [[Sachenrecht (Deutschland)|Sachenrechtliche Regelungen]]:&lt;br /&gt;
*** [[Bürgerliches Recht]]: Unter anderem Schiffskauf ({{§|452|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]]), [[Immobiliarmiete|Mietverhältnisse]] über eingetragene Schiffe ({{§|578a|bgb|juris}} BGB) oder [[Sicherungshypothek]] des Inhabers einer [[Schiffswerft]] ({{§|647a|bgb|juris}} BGB).&lt;br /&gt;
*** [[Spezialgesetz]]e: [[Schiffsregister]]gesetz (§{{§|1|schrg|juris}} ff. SchRG), hierin ist unter anderem die [[Schiffsfinanzierung]] über [[Schiffshypothek]]en (§{{§|24|schrg|juris}} ff. SchRG) geregelt.&lt;br /&gt;
* [[Öffentliches Recht|Öffentliches Seerecht]]:&lt;br /&gt;
** [[Seevölkerrecht]]: Regelt die [[völkerrecht]]lichen Verhältnisse der Seeschifffahrt in Friedenszeiten (etwa das [[Seerechtsübereinkommen]] oder das [[Genfer Konventionen#Genfer Abkommen II|Genfer Abkommen II]] von 1949) und das [[Seekriegsrecht]] ([[Blockade (Militär)|Blockade]], [[Konterbande]], [[Prisenrecht]]). Das [[Beschlagnahme]]- und Wegnahmerecht ist in der [[Pariser Seerechtsdeklaration]] von 1856 niedergelegt.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Seestaats- und Seeverwaltungsrecht&amp;#039;&amp;#039;: Umfasst alle Regelungen zur [[Öffentliche Ordnung|öffentlichen Ordnung]] und [[Öffentliche Sicherheit|Sicherheit]] des Schiffsverkehrs wie das [[Flaggenrecht]], die [[Schiffsvermessung]], [[Seestraßenordnung]], [[Schifffahrtsstraße]]nordnung, [[Seeanlagengesetz|Seeanlagenrecht]] oder die [[Hafen]]ordnungen.&lt;br /&gt;
** [[Seearbeitsgesetz|Seearbeitsrecht]]: Regelt die Arbeits- und Lebensbedingungen von Seeleuten an Bord von [[Handelsschiff]]en (§{{§|1|seearbg|juris}} [[Seearbeitsgesetz|SeeArbG]]).&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Seestrafrecht&amp;#039;&amp;#039;: Regelt unter anderem die Gehorsams- und Disziplinarpflicht der Seeleute an Bord oder die Verkehrsbestimmungen auf See.&lt;br /&gt;
Als Sondergebiet gibt es zudem das &amp;#039;&amp;#039;Seeversicherungsrecht&amp;#039;&amp;#039;. Die Seeversicherung gehört zur [[Transportversicherung]], doch sind gemäß {{§|209|vvg_2008|juris}} [[Versicherungsvertragsgesetz (Deutschland)|VVG]] die Regelungen des VVG über die Versicherung gegen die Gefahren der Seeschifffahrt (Seeversicherung) nicht anzuwenden (siehe [[Allgemeine Deutsche Seeversicherungsbedingungen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Havarie]]&lt;br /&gt;
* [[Haverei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Didier Ortolland |Titel=Weltseerecht. Die Verfassung der Meere und ihre Tücken |Sammelwerk=Le Monde diplomatique |Nummer=12/2022 |Datum=2022-12-08 |ISSN=1434-2561 |ZDB=2650336-0 |Seiten=1, 12–13 |Online=https://monde-diplomatique.de/artikel/!5887576 |Abruf=2023-01-03}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4054176-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4054176-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seerecht| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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