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	<title>Seehund - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-04-16T15:57:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Zu Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Seehund&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Phoca vitulina&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|Linnaeus]], 1758&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Echte Hundsrobben&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Phoca&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Hundsrobben&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Phocidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Robben&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Pinnipedia&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Hundeartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Caniformia&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Raubtiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Carnivora&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Seehund2cele4.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seehund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Phoca vitulina&amp;#039;&amp;#039;) ist eine in allen nördlich-gemäßigten Meeren verbreitete [[Robben|Robbe]] aus der Familie der [[Hundsrobben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Phoca vitulina 05 MWNH 1464.JPG|mini|Schädel (Sammlung [[Museum Wiesbaden]])]]&lt;br /&gt;
Seehunde sind im Vergleich zu der anderen an deutschen Küsten verbreiteten Robbe, der [[Kegelrobbe]], kleine und schlanke Robben (Männchen etwa 170&amp;amp;nbsp;cm, Weibchen 140&amp;amp;nbsp;cm, Gewicht 150 beziehungsweise 100&amp;amp;nbsp;kg). Von der Kegelrobbe unterscheiden sie sich auch durch ihren rundlichen Kopf. Die Färbung ist regional sehr variabel; in deutschen Küstengewässern sind Seehunde dunkelgrau gefärbt und haben unregelmäßig über den Körper verteilte schwarze Flecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Seehund (Phoca vitulina) world rad.png|mini|links|Verbreitungsgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Phoca vitulina colony.jpg|mini|Seehunde auf der Helgoländer Düne]]&lt;br /&gt;
[[Datei:CMT1.png|mini|hochkant|Seehunde im Wappen von [[Câmara de Lobos]]]]&lt;br /&gt;
Der Seehund kommt auf der Nordhalbkugel im [[Atlantischer Ozean|Atlantik]] und [[Pazifischer Ozean|Pazifik]] vor. Er bevorzugt Küsten mit [[trockenfallen]]den Sandbänken. Man findet ihn aber auch an geschützten Felsküsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weltweite Gesamtpopulation der Seehunde wird auf 500.000 Individuen geschätzt. Von diesen leben 90.000 an europäischen Küsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Seehund an der gesamten [[Nordsee]]küste verbreitet ist, ist er in der [[Ostsee]] eine extreme Seltenheit; der Bestand in diesem Binnenmeer wird auf 250 Tiere geschätzt, womit Seehunde in der Ostsee noch seltener als Kegel- und [[Ringelrobbe]]n sind. Die Ostsee-Seehunde leben an den Küsten [[Dänische Inseln|dänischer Inseln]] und des südlichen [[Schweden]]s. Umherwandernde junge Seehunde kommen manchmal auch an deutsche Ostseeküsten. Auch an der französischen Atlantikküste leben Seehunde. In der [[Somme-Bucht]] existiert die größte französische Seehund-Kolonie mit bis zu 700 Tieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Phoca vitulina LC0145.jpg|mini|Seehunde vor [[Norwegen]]]]&lt;br /&gt;
Seehunde sind sehr gute Schwimmer, die bis zu 200&amp;amp;nbsp;m tief und 30 Minuten lang tauchen können. Für gewöhnlich dauert ein Tauchgang aber nur drei Minuten. Ausgewachsene Seehunde fressen ausschließlich Fische, und zwar [[Echte Heringe|Heringe]], [[Sardine]]n, [[Dorsche]], [[Lachse]], [[Stint]]e und [[Plattfische]]. Jüngere Seehunde ernähren sich zu einem Großteil von anderen Meerestieren wie [[Krebstiere|Krebs-]] und [[Weichtiere]]n. Im Wasser sind Seehunde einzelgängerisch, auf Sandbänken kommen sie oft zu kleinen Gruppen zusammen. Sie sind jedoch keine sozialen Tiere und reagieren aggressiv auf Berührung durch Artgenossen; vor allem Männchen fügen sich gelegentlich gegenseitig blutige Wunden zu. Auf den Sandbänken findet man sie daher meistens gleichmäßig verteilt, mit eineinhalb Metern Mindestabstand zwischen zwei Tieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Juli bis Anfang September findet die [[Begattung]] im Wasser statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWF-Artenlexikon&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wwf.de/themen-projekte/artenlexikon/seehund |titel=Seehunde |werk=WWF-Artenlexikon: Zahlen &amp;amp; Fakten |sprache=de-DE |abruf=2025-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehrere Männchen sammeln sich dabei um ein Weibchen und versuchen, auf ihren Rücken zu gelangen. Das Weibchen wehrt sich zunächst mit Bissen und Fluchtversuchen gegen die Paarung. Letztlich siegt eines der Männchen, indem es das Weibchen mit einem Biss in den Nacken ruhigstellt. Nach etwa drei Minuten ist der Paarungsakt beendet und beide Partner schwimmen ihrer Wege.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jahreszyklus&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://seehundstation-norddeich.de/website/seehundstation/der-seehund/jahreszyklus/ |titel=Jahreszyklus |werk=Seehundstation Norddeich |sprache=de |abruf=2025-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Seehundmännchen kann sich mit mehreren Weibchen paaren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWF-Artenlexikon&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Tragzeit]] beträgt 11 Monate,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jahreszyklus&amp;quot; /&amp;gt; wobei das embryonale Wachstum über die ersten zwei bis zweieinhalb Monate ausgesetzt wird. Die Wurfzeit liegt dadurch im folgenden Jahr erneut in den Monaten Juni und Juli.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jahreszyklus&amp;quot; /&amp;gt; Es wird in der Regel nur ein Jungtier geboren,&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWF-Artenlexikon&amp;quot; /&amp;gt; das bei der Geburt rund 8–12&amp;amp;nbsp;kg schwer, 80–90&amp;amp;nbsp;cm lang und voll schwimmfähig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wildtiermanagement.com/wildtiere/haarwild/seehunde/biologie |titel=Wildtiermanagement: Biologie |abruf=2025-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird ungefähr drei bis sechs Wochen gesäugt und dann allein gelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/robben-und-wale/04377.html |titel=Kulleräugiger Unterwasser-Jäger: Der Seehund - NABU |sprache=de |abruf=2025-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freilebende Seehunde werden ca. 30 bis 35 Jahre alt, dabei haben Weibchen in der Regel eine höhere [[Lebenserwartung]] als Männchen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kindernetz.de/wissen/tierlexikon/steckbrief-seehund-100.html |titel=Seehund |datum=2020-10-13 |sprache=de |abruf=2025-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, die sich bei Kämpfen mit Geschlechtsgenossen verausgaben und selten ein höheres Alter als 25 Jahre erreichen. Der älteste in einem Zoo gehaltene Seehund starb im Alter von 53 Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://rp-online.de/panorama/wissen/der-aelteste-zoo-seehund-der-welt-ist-tot_aid-13251987 |titel=Der älteste Zoo-Seehund der Welt ist tot |hrsg=Rheinische Post |format= |abruf=2019-08-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Harbour seal.jpg|mini|Bananenstellung des Seehundes – Zeichen von Entspannung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zoo Neuwied Seehund (2006-08-11).JPG|mini|Schwimmender Seehund]]&lt;br /&gt;
Nicht jeder Seehund am Strand ist ein „Heuler“. Einzelne Robben liegen immer wieder an den Stränden und ruhen. Typisches Anzeichen von Entspannung ist die „Bananenstellung“. Der Kopf und das Hinterteil befinden sich dann in der Luft und die markante Bananenkurve ist zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nationalpark-wattenmeer.de/wissensbeitrag/heuler/ |titel=Heuler |werk=nationalpark-wattenmeer.de |datum=2022-02-26 |sprache=de |abruf=2022-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parasiten ==&lt;br /&gt;
Der Seehund ist einer der Wirte für die Seehundlaus &amp;#039;&amp;#039;[[Echinophthirius horridus]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://phthiraptera.myspecies.info/category/anopluran-lice/anoplura/echinophthiriidae/echinophthirius/echinophthirius-horridus &amp;#039;&amp;#039;Echinophthirius horridus&amp;#039;&amp;#039;.] Abgerufen am 25. November 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterarten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Phoca vitulina-pjt.jpg|mini|Gebiss]]&lt;br /&gt;
Es werden geografisch fünf Unterarten unterschieden:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Bild&lt;br /&gt;
!Unterart&lt;br /&gt;
!Trivialname&lt;br /&gt;
!Verbreitung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Common Seal Phoca vitulina.jpg|zentriert|rahmenlos|110x110px]]&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;P. v. vitulina&amp;#039;&amp;#039; (L., 1758)&lt;br /&gt;
|Europäischer Seehund&lt;br /&gt;
|Europa und westliches Asien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Harbor seal mammal phoca vitulina.jpg|zentriert|rahmenlos|110x110px]]&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;P. v. concolor&amp;#039;&amp;#039; (DeKay, 1842) (Status als Unterart umstritten)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Annalisa Berta, Morgan Churchill |Titel=Pinniped taxonomy: review of currently recognized species and subspecies, and evidence used for their description: Pinniped taxonomy: evidence for species and subspecies |Sammelwerk=Mammal Review |Band=42 |Nummer=3 |Datum=2012-07 |Seiten=207–234 |Online=https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1365-2907.2011.00193.x |Abruf=2023-08-13 |DOI=10.1111/j.1365-2907.2011.00193.x}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Westatlantischer Seehund&lt;br /&gt;
|Ostküste [[Nordamerika]]s vom [[Arktischer Ozean|Arktischen Ozean]] bis [[Maine]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;P. v. mellonae&amp;#039;&amp;#039; (Doutt, 1942)&lt;br /&gt;
|Ungava-Seehund&lt;br /&gt;
|Seen im nördlichen [[Québec]], [[Kanada]] (einziger im Süßwasser lebender Seehund)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Harbor Seal with young pup.jpg|zentriert|rahmenlos|110x110px]]&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;P. v. richardii&amp;#039;&amp;#039; (Gray, 1864)&lt;br /&gt;
|Pazifischer Seehund&lt;br /&gt;
|Westküste Nordamerikas von [[Alaska]] bis [[Niederkalifornien|Baja California]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Antur 1.jpg|zentriert|110x110px]]&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;Phoca vitulina stejnegeri&amp;#039;&amp;#039; ([[Joel Asaph Allen|J. A. Allen]], 1902) (Status als Unterart umstritten)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://marinemammalscience.org/ |titel=Society for Marine Mammalogy |datum=2016-11-13 |sprache=en |abruf=2023-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Kurilenseehund]]&lt;br /&gt;
|Küsten [[Hokkaidō]]s, der [[Kurilen]] und [[Kamtschatka]]s&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die [[Largha-Robbe]] wurde früher als Unterart des Seehundes, heute aber als selbständige Art eingestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mensch und Seehund ==&lt;br /&gt;
=== Etymologie ===&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung „Seehund“ hat ursprünglich weder etwas mit der See noch mit Hunden zu tun, sondern ist eine [[Volksetymologie|volksetymologische]] Umdeutung eines germanischen Wortes (gemeingermanisch &amp;#039;&amp;#039;*selha&amp;#039;&amp;#039;, ahd. &amp;#039;&amp;#039;sēlah(o)&amp;#039;&amp;#039;, mhd. &amp;#039;&amp;#039;seleh&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;sel&amp;#039;&amp;#039;) das schlicht „Robbe“ bedeutet und sich im [[Englische Sprache|englischen]] &amp;#039;&amp;#039;seal&amp;#039;&amp;#039; und dem [[Schwedische Sprache|schwedischen]] &amp;#039;&amp;#039;säl&amp;#039;&amp;#039; erhalten hat. Noch im [[Frühneuhochdeutsch]]en finden sich gelegentlich Formen mit &amp;#039;&amp;#039;l&amp;#039;&amp;#039; wie &amp;#039;&amp;#039;Seel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Seelhund&amp;#039;&amp;#039;. Die weitere Herleitung ist ungewiss, wahrscheinlich geht das Wort auf die indogermanische Wurzel &amp;#039;&amp;#039;*selk-&amp;#039;&amp;#039; „ziehen, schleppen“ zurück; möglicherweise handelt es sich aber auch um eine Entlehnung aus einer [[Ostseefinnische Sprachen|ostseefinnischen Sprache]] (vgl. finnisch &amp;#039;&amp;#039;hylje&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Pfeifer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Akademie-Verlag, Berlin 1992, s. v. [https://www.dwds.de/?qu=seehund&amp;amp;view=1 Seehund] (online im Rahmen des [[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts|Digitalen Wörterbuchs der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts]]); siehe auch: W.J.J. Pijnenburg: [https://www.dbnl.org/tekst/_naa002198501_01/_naa002198501_01_0011.php &amp;#039;&amp;#039;De etymologie van mnl. zale ‘zeehond’&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Naamkunde&amp;#039;&amp;#039; 17, 1985. S. 284–291; F. de Tollenaere: [https://www.dbnl.org/tekst/_tij003199001_01/_tij003199001_01_0011.php &amp;#039;&amp;#039;Van zee-, zeel- en zaalhonden&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Tijdschrift voor Nederlandse Taal en Letterkunde&amp;#039;&amp;#039; 106, S. 249–259.&amp;lt;/ref&amp;gt; Alternativ wurde der Seehund auch &amp;#039;&amp;#039;Meerkalb&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=meerkalb |Wortart=n. |Band=12 |Sp=1852 |lemid=M02964}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seehundjagd in Vorzeit und Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bewohnern der Küsten wird der Seehund zum Nahrungserwerb und zum [[Pelzarten#Robben (Seehund, Blueback, Whitecoat, Lakoda, Sealskin)|Fell]]- und [[Öle|Ölgewinn]] seit Jahrtausenden gejagt. Entlang des Unterrheins hat man zehn Steinplatten entdeckt, auf denen [[Eiszeitalter|eiszeitliche]] Siedler die Umrisse von Robben eingraviert haben – wobei nicht immer deutlich ist, ob die dargestellten Tiere Seehunde oder die einstmals ebenso häufigen [[Kegelrobbe]]n sein sollen. Auch andere Robbenarten, die heute auf die [[Arktis]] beschränkt sind, lebten während der letzten Eiszeit an europäischen Küsten. Seehunde schwammen wohl immer wieder die Flüsse aufwärts und gelangten so selbst in die Netze von Binnenfischern. Auch heute noch schwimmen Seehunde gelegentlich [[Rhein]], [[Weser]] und [[Elbe]] aufwärts, kommen aber nicht mehr so weit wie einst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dänischen Küsten fand man auf 7.500 v. Chr. Jahre datierte Holzkeulen, die unter einer Torfschicht konserviert waren. Da man mit ähnlichen Keulen bis ins 19. Jahrhundert an den Nordseeküsten Robben schlug, geht man davon aus, dass schon die Jäger der [[Jungsteinzeit]] dieser Betätigung nachgingen. Des Weiteren hat man in Robbenknochen Pfeilspitzen gefunden. Allerdings stammen aus dieser Zeit nur wenige Überreste von Seehunden. Damals bewohnten [[Kegelrobbe]]n, [[Ringelrobbe]]n und [[Sattelrobbe]]n in großer Zahl Nord- und Ostsee, und erst um die [[Christliche Zeitrechnung|Zeitenwende]] wurde der Seehund hier häufig. Aus dem 1. Jahrhundert findet man entlang der Wesermündung Seehundknochen, die in den Abfallgruben der [[Warft]]bewohner zusammen mit Haustierknochen lagerten. Ähnliche Funde stammen aus dem frühen [[Mittelalter]] von der Insel [[Föhr]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Seehundjagd zunehmend unüblich. Nach dem 11. Jahrhundert sind Seehundknochenfunde bei menschlichen Siedlungen die Ausnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausrottungskampagnen des 19. und 20. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst seit dem späten 19. Jahrhundert wurde auf Seehunde wieder aus anderem Grund Jagd gemacht: Der Beginn des industriellen Fischfangs und die sich abzeichnende Überfischung der Meere verleitete Fischer zu der Überzeugung, dass der Seehund als Nahrungskonkurrent die Fischbestände plündere. Die Ausrottung des Seehundes wurde als erstrebenswertes Ziel gesehen. So beklagten sich 1902 die Fischer von [[Rügen]] in einer gemeinsamen Petition an den Regierungsbezirk [[Stralsund]], dass sie ohne eine „Vertilgung der Seehunde“ ihrem „Ruin unzweifelhaft entgegen gingen“. Pro erlegtem Seehund wurden in Vorpommern 5 Mark gezahlt, und bald zogen andere Ostseestaaten nach und zahlten ebenfalls Prämien. Dabei wurden die Tiere geschossen, erschlagen und mit Netzen und Reusen gefangen; auch das Auslegen vergifteter Fischköder wurde in manchen Regionen als Methode angewandt. Zwischen 1886 und 1927 wurden in der Ostsee 353.329 Robben getötet und damit der Seehund wie auch die Kegelrobbe an den Rand der vollständigen Ausrottung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der [[Nordsee]] wurde Seehunden von Prämienjägern nachgestellt. Die größere Weitläufigkeit der Nordsee machte eine so effektive Ausrottung wie in der Ostsee allerdings schwerer – vor allem, da der Bestand aus dem Atlantik ergänzt wurde. Doch ab den 1930ern zeichnete sich ab, dass Seehunde seltener wurden. 1953 wurde im [[Bundesjagdgesetz]] die ungeregelte Jagd beendet. Von da an musste ein Interessierter bei der [[Jagdbehörde]] seines Landkreises einen Erlaubnisschein beantragen, mit dem er das Recht auf die Seehundjagd bekam. Für etwa 250 Mark konnte man sich von einem Führer zu einem Seehund bringen lassen und diesen erlegen. Die Populationen brachen in den 1960ern zusammen, und der Seehund wurde eine Seltenheit. Die [[Niederlande]] verboten die Jagd 1962, 1971 folgten [[Niedersachsen]], 1973 [[Schleswig-Holstein]] und 1977 [[Dänemark]]. Da es heute nur noch selten zur [[Wilderei]] kommt, sterben kaum noch Seehunde in der Nordsee durch Abschuss. Seit Einstellung der Jagd haben sich die Bestände von einem bedrohlichen Tief wieder erholt. So gibt es im [[Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer]] geschätzte 7000 Seehunde.&lt;br /&gt;
[[Datei:Common seal Phoca vitulina hurted.jpg|mini|Verletzte Tiere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Probleme durch Fischerei und Umweltverschmutzung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Beeinträchtigung durch die zunehmende [[Verschmutzung der Ozeane]] sowie die Gefahr von Verletzungen durch schwimmende Abfälle, sind für viele Meeresbewohner lebensgefährlich. Seehunde verfangen sich unter anderem in [[Fischernetz]]en,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/muenchen/umwelt-geisternetze-meer-natur-1.5586618 „Guten Gewissens kann man höchstens noch Süßwasserfische essen“.] sueddeutsche.de; abgerufen am 2. August 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Geisternetz]]en, [[Angelschnur|Angelschnüren]] aus [[Polyamide#Nylon|Nylon]] und sonstigen Plastikabfällen (siehe: [[Umweltverschmutzung durch Plastik]]),&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/shorts/_0qFzYdyMmE &amp;#039;&amp;#039;Young Seal Trapped in Pajamas!&amp;#039;&amp;#039;] Einzelfall eines in einem Pyjama eingeschlossenen Jungseehundes. Youtube; abgerufen am 17. Juli 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; und Angelhaken und -leinen aus der professionellen Hai- und Thunfischfischerei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=SE_Aj8Wz03s &amp;#039;&amp;#039;Baby Robbe aus großem Angelhaken gerettet.&amp;#039;&amp;#039;] Ocean Conservation Namibia. Youtube; abgerufen am 27. Juni 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Seehunden, die sich nicht aus [[Umreifung]]en und anderen im Meer treibenden Abfällen befreien können, können diese in die Haut oder die Flossen der Tiere einwachsen. Sowohl Jungtiere als auch ausgewachsene Seehunde können daran verenden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=oafmEGL9dQs Extreme Verletzung mit der Folge einer gelähmten linken Flosse]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=Xo9zyOQzU1s &amp;#039;&amp;#039;Fishing Line Nearly Amputates Seal’s Flipper.&amp;#039;&amp;#039;] Ocean Conservation Namibia. Youtube; abgerufen am 27. Juni 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben der Deutschen Stiftung [[Meeresschutz]] verenden Seehunde, die als [[Beifang (Fischerei)|Beifang]] gefangen wurden, oder in [[Stellnetz]]e geraten, ebenfalls häufig, wobei sie entweder ertranken oder an ihren Verletzungen verstarben. Dabei wird nur ein Bruchteil der Todesopfer, die als Kollateralschaden der [[Fischerei]] auftreten angespült und entsprechend eingeordnet. Schätzungen zufolge sterben jedes Jahr im Frühling, allein in der südlichen [[Nordsee]] und im östlichen [[Ärmelkanal]], Hunderte von Jungtieren. An den niederländischen Küsten werden (seit Beginn der Erfassung) immer mehr beeinträchtigte oder verendete Seehunde und [[Kegelrobbe]]n gefunden, von denen sich über 80 Prozent der aufgefundenen Tiere in Fischereigeräten verfangen hatten. Lebensgefährlich waren dabei insbesondere Nylonschnüre, die sich um den Hals und Kopf gewickelt hatten, sowie Beeinträchtigungen der Schwimmfähigkeit durch umwickelte Flossen oder ein eingeschränktes Blickfeld, aber auch innere Verletzungen durch verschluckte [[Angelhaken]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stiftung-meeresschutz.org/themen/fischerei/immer-mehr-tote-robben-in-der-nordsee/ &amp;#039;&amp;#039;Uwe Karlowski: Immer mehr tote Robben in der Nordsee&amp;#039;&amp;#039; vom 6. Februar 2023] Deutsche Stiftung Meeresschutz, abgerufen am 27. August 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umweltgifte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach dem Ende der Seehundjagd starb immer noch eine große Zahl von Seehunden durch nicht natürliche Ursachen. Umweltgifte wie [[Polychlorierte Biphenyle|PCB]] gelangten bis in die 1980er in Nord- und Ostsee. Sie schwächten die Seehunde und machten sie unfruchtbar; in der Ostsee, wo die Belastung besonders problematisch war, zeigten untersuchte Robben Gebärmutterverschlüsse, Tumoren, Nierenschäden, Darmgeschwüre und Hautveränderungen. Aufgrund eines geschwächten Immunsystems waren die Mundhöhlen mit Pilzen übersät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die PDV-Seuche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie empfindlich der Bestand immer noch ist, zeigte eine Seuche im Jahr 1988, bei der es sich um eine Abart der [[Staupe|Hundestaupe]] handelte, das PD-Virus (&amp;#039;&amp;#039;phocine distemper virus&amp;#039;&amp;#039;). 18.000 Seehunde, zwei Drittel der gesamten Population, starben daran. Das Ausmaß der Seuche war vermutlich der allgemeinen Immunschwäche der Nordsee-Seehunde geschuldet. In von Schadstoffeinleitungen weniger betroffenen Regionen wie den norwegischen und isländischen Küsten hat die Seuche so gut wie keine Opfer unter den Seehunden gefordert. Eine Wiederholung der Seuche mit allerdings weniger katastrophalen Ausmaßen geschah 2002, auch 2007 wurden in Dänemark und Schweden Tiere aufgefunden, die mit einer ähnlichen Seuche infiziert waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dn.se/DNet/jsp/polopoly.jsp?d=147&amp;amp;a=703834 Ovanligt virus.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Dagens Nyheter]]&amp;#039;&amp;#039; (schwedisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herkunft des PDV war zunächst unklar. Für Aufsehen sorgte 1988 die Entdeckung, dass auch [[Amerikanischer Nerz|Nerze]] mit PDV infiziert waren. Die Theorie wurde geäußert, aus Farmen entlaufene Nerze hätten die Seehunde infiziert. Allerdings ist der Infektionsweg wahrscheinlich umgekehrt verlaufen. In den 1990ern fand man dann heraus, dass [[Sattelrobbe]]n das PD-Virus in sich tragen, aber nicht daran erkranken. Da sich im harten Winter 1987 einzelne Sattelrobben in die Nordsee verirrt hatten, mag dies der Weg gewesen sein, auf dem die Seuche ins Wattenmeer gelangte. Aus Fischerkreisen wurde geäußert, durch die Seuche werde die Population auf ein natürliches Maß  verringert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heuler-Aufzucht ===&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|--[[Benutzer:Cyberolm|Cyberolm]] ([[Benutzer Diskussion:Cyberolm|Diskussion]]) 13:19, 12. Dez. 2019 (CET)}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Phoca vitulina.ogv|mini|Seehundgruppe auf der Helgoländer Düne]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Junger Seehund in Aufzuchtstation.jpg|mini|Junger Seehund in der Aufzuchtstation [[Pieterburen]], Niederlande]]&lt;br /&gt;
{{Anker|Heuler}}Jungtiere, die ihre Mutter endgültig verloren haben und seit Tagen nicht mehr gesäugt worden sind, werden aufgrund ihrer Lautäußerungen Heuler genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nationalpark-wattenmeer.de/wissensbeitrag/heuler/ |titel=Heuler |werk=Nationalpark Wattenmeer |sprache=de |abruf=2026-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heuler sind ein natürliches Phänomen. Sie haben ihr Muttertier durch Verstoßen, Tod, Stürme oder Störung durch Menschen verloren&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kreiszeitung.de/lokales/niedersachsen/seehundbaby-verlust-mutter-heuler-aufzucht-seehundstation-ursachen-menschen-unwetter-92423530.html |titel=Störfaktor Mensch: Warum Seehundbabys ihre Mutter verlieren und zu Heulern werden |datum=2023-07-26 |sprache=de |abruf=2026-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, oder die Mutter hat ein krankes oder verletztes Jungtier verlassen. Seit den 1970ern wurden feste [[Seehund-Aufzuchtstation]]en entlang der Nordseeküste errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anne Vorbringer |url=https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/ein-echter-heuler-diese-robbe-darf-zurueck-ins-wattenmeer-seehundstation-friedrichskoog-li.172302 |titel=Ein echter Heuler: Diese Robbe darf zurück ins Wattenmeer |datum=2021-07-21 |sprache=de |abruf=2026-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Sinn der Seehund-Aufzuchtstationen ist kontrovers diskutiert worden.&lt;br /&gt;
Die Kritik hat dazu geführt, dass Dänemark bereits seit 1985 keine Heuler mehr auswildert und seit 1993 alle gefundenen Heuler getötet werden. An deutschen Nordseeküsten gab es auch ein Umdenken. Die Station in [[Friedrichskoog]] nimmt keine kranken oder verletzten Heuler mehr auf. Viele Seehundbänke liegen heute in den Kernzonen der Nationalparks, so dass Touristen keine Jungtiere mehr aufgreifen können. Die nach Friedrichskoog verbrachten Seehunde werden bis auf Einzelfälle wieder ausgewildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefährdungssituation und Schutzmaßnahmen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Phoca vitulina Telemetry.jpg|mini|Mit einem Sender versehener Seehund]]&lt;br /&gt;
Der weltweite Bestand des Seehundes wird von der [[Weltnaturschutzunion]] IUCN in der [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste gefährdeter Arten]] als &amp;#039;&amp;#039;Least Concern&amp;#039;&amp;#039; (nicht gefährdet) geführt. Die Bundesrepublik Deutschland stellt diese Robbenart in der nationalen Roten Liste in die Kategorie 3 („gefährdet“).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/RoteListeTiere.pdf |titel=Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands |werk=Binot&amp;amp;al. 1998-Register |hrsg=Deutsches Bundesamt für Naturschutz |format=PDF 429,39&amp;amp;nbsp;kB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160301151301/http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/RoteListeTiere.pdf |archiv-datum=2016-03-01 |abruf=2010-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In weiteren fünf Ländern der Bundesrepublik Deutschland ist diese Tierart mit teils unterschiedlichen Gefährdungskategorien auf die Rote Liste des jeweiligen Landes gesetzt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://s4ads.com/rotelisten/redlists/getknoten.php3?knoten_id=66021&amp;amp;taxon=Phoca+vitulina+Linnaeus%2C+1758 |titel=Abfrage des Seehundes in der Roten Liste gefährdeter Tiere Deutschlands |hrsg=science4you |format= |abruf=2010-02-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Seehund wird durch Listung in Appendix III der [[Berner Konvention]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://conventions.coe.int/Treaty/FR/Treaties/Html/104-3.htm |titel=Berner Konvention |werk= |hrsg=Europarat |datum= |format= |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2010-01-17 |kommentar=Anhang III}}&amp;lt;/ref&amp;gt; des [[Europarat]]s vom 19. November 1979 unter Schutz gestellt, wodurch nur ausnahmsweise die Nutzung zugelassen und geregelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Haltung übernimmt auch die Europäische Union. Sie führt diese Art wie alle Arten der Familie der Hundsrobben in der [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie]] Nr.&amp;amp;nbsp;92/43/EWG, Anhang&amp;amp;nbsp;V&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Richtlinie|1992|43|konsolidiert=2007-01-01 |titel=(Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) |abruf=2010-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als streng zu schützendes Wildtier mit der Möglichkeit der Nutzung; darüber hinaus wird sie auch in Anhang II gelistet, wodurch zwingend die Einrichtung von Schutzgebieten vorgeschrieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 trat das von Dänemark, Deutschland und den Niederlanden unterzeichnete [[Abkommen zur Erhaltung der Seehunde im Wattenmeer]] in Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland ist es verboten, Seehunde aus der Natur zu entnehmen. Der Verstoß ist eine Ordnungswidrigkeit und kann nach dem [[Bundesnaturschutzgesetz|BNatSchG]] (§&amp;amp;nbsp;69 Abs.&amp;amp;nbsp;3 Nr.&amp;amp;nbsp;10 i.&amp;amp;nbsp;V.&amp;amp;nbsp;m. §&amp;amp;nbsp;39 Abs.&amp;amp;nbsp;2 Satz&amp;amp;nbsp;1 und Anhang&amp;amp;nbsp;V der Richtlinie 92/43/EWG) mit Geldbuße bis zu 10.000,-&amp;amp;nbsp;Euro geahndet werden (§&amp;amp;nbsp;69 Abs.&amp;amp;nbsp;6 BNatSchG). Ebenso ist es verboten, sie in Besitz zu nehmen, sie zu be- oder verarbeiten oder sonst zu verwenden, abzugeben, anzubieten, zu veräußern oder sonst in den Verkehr zu bringen, sowie für die genannte Zwecke zu befördern (§§&amp;amp;nbsp;2 Abs.&amp;amp;nbsp;1 i.&amp;amp;nbsp;V.&amp;amp;nbsp;m. Ziff.&amp;amp;nbsp;1 der Anlage&amp;amp;nbsp;1 der BWildSchVO). Der Verstoß gegen diese Verbote ist Ordnungswidrigkeit und kann mit Geldbuße bis zu 5000,- Euro geahndet werden (§&amp;amp;nbsp;39 Abs.&amp;amp;nbsp;2 Nr.&amp;amp;nbsp;5 [[Bundesjagdgesetz|BJagdG]] i.&amp;amp;nbsp;V.&amp;amp;nbsp;m. §&amp;amp;nbsp;6 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr.&amp;amp;nbsp;1 BWildSchVO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Seehund wurde von der &amp;#039;&amp;#039;Schutzgemeinschaft Deutsches Wild&amp;#039;&amp;#039; zum „Wildtier des Jahres 2006“ ausgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|0-8018-5789-9}}&lt;br /&gt;
* Bernhard Grzimek: &amp;#039;&amp;#039;Grzimeks Tierleben&amp;#039;&amp;#039;. Band 12 (Säugetiere 3). ISBN 3-8289-1603-1&lt;br /&gt;
* Armin Maywald: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt der Seehunde: ein Porträt zwischen Faszination und bedrohter Natur&amp;#039;&amp;#039;. Soltau-Kurier-Norden, 2002, ISBN 3-928327-60-7&lt;br /&gt;
* Rüdiger Wandrey: &amp;#039;&amp;#039;Die Wale und Robben der Welt: Vorkommen, Gefährdung, Schutz&amp;#039;&amp;#039;. Franckh-Kosmos, 1997, ISBN 3-440-07047-6&lt;br /&gt;
* Heiderose &amp;amp; Andreas Fischer-Nagel: &amp;#039;&amp;#039;Seehunde im Wattenmeer&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Fischer-Nagel, 2013, ISBN 978-3-930038-33-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Phoca vitulina|Seehund|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Phoca vitulina|Seehund}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Seehund}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN |Year=2009 |ID=17013 |ScientificName=Phoca vitulina |YearAssessed=2008 |Assessor=Thompson, D. &amp;amp; Härkönen, T. (IUCN SSC Pinniped Specialist Group) |Download=17. Januar 2010 }}&lt;br /&gt;
* [https://www.seehund.de/ seehund.de – Das Seehund-Portal]&lt;br /&gt;
* [http://www.schutzstation-wattenmeer.de/aktuell/news-beitrag/ansicht/seehundpflege-braucht-menschenverstand/11/ Umgang mit Heulern im Nordfriesischen Wattenmeer]&lt;br /&gt;
* [https://www.axel-horn.de/seehund/index.html Seehund-Fotos aus dem natürlichen Lebensraum der Nordsee.]&lt;br /&gt;
* [https://www.seehundstation-friedrichskoog.de/ Seehundstation Friedrichskoog e.&amp;amp;nbsp;V. – Information, Aufzucht, Forschung]&lt;br /&gt;
* [http://www.seehundstation-norddeich.de/ Seehundaufzucht und Forschungsstation Norddeich]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Tier des Jahres}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4180639-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Robben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Arten (Anhang II)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Arten (Anhang V)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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