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	<title>Seeball - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T10:09:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Seeball&amp;diff=530886&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Doc Taxon: /* Einleitung */</title>
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		<updated>2025-05-25T15:05:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Posidonia oceanica spheroid.jpg|mini|Seebälle am Strand]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seebälle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meerbälle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neptunbälle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Pillae marinae&amp;#039;&amp;#039;) sind meist runde, faserig-filzige Gebilde, die weltweit an Stränden zu finden sind, wo sie besonders nach Frühjahrs- und Herbststürmen massenhaft auftreten können. Sie bilden sich aus dem durch die Wasserbewegung herausgerissenen [[Rhizom (Botanik)|Rhizomgeflecht]] von [[Seegrasgewächse|Seegras]], dessen Fasern auf dem Sandboden durch Wellen und Strömungen hin und her bewegt werden und so kugelig miteinander verfilzen. An Mittelmeerstränden findet man häufig eigroße Seebälle aus den abgestorbenen Pflanzenteilen des [[Neptungräser|Neptungrases]], die deshalb auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neptunbälle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Während im Mittelmeer &amp;#039;&amp;#039;[[Posidonia oceanica]]&amp;#039;&amp;#039; die Hauptquelle bildet, werden im [[Asowsches Meer|Asowschen Meer]] Seebälle von &amp;#039;&amp;#039;[[Zostera marina]]&amp;#039;&amp;#039; gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hydrobotanik: die physiologischen Grundlagen der Pflanzenverbreitung im Wasser, Band 1, S. 217f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seebälle können je nach Umständen und vorkommender Seegras-Art sehr unterschiedlich groß sein – meist zwischen Münz- und [[Tennisball]]größe. In [[Edgartown]], [[Massachusetts]] wurde ein länglicher &amp;#039;&amp;#039;sea ball&amp;#039;&amp;#039; von rund 45 Zentimetern Durchmesser gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bruno Schröder (Botaniker)|Bruno Schröder]] unterscheidet &amp;#039;&amp;#039;unechte&amp;#039;&amp;#039; Seebälle, die aus abgestorbenem Pflanzenmaterial bestehen und nicht weiter wachsen und die heute meistens mit dem Begriff Seeball gemeint sind, von echten Seebällen wie der &amp;#039;&amp;#039;[[Aegagropila linnaei]]&amp;#039;&amp;#039;, die trotz der Ballform lebende Organismen sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bruno&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Untersuchungen der Bälle fand eine Meeresbiologin von der Universität Barcelona, dass sie inzwischen zahlreiche Plastikteile in sich tragen. Durch diese Eigenschaft transportieren sie jährlich schätzungsweise 900 Millionen Plastikteilchen aus dem Meer an den Strand.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/environment/2021/jan/15/seagrass-neptune-balls-sieve-millions-of-plastic-particles-from-water-study-finds Seagrass &amp;#039;Neptune balls’ sieve millions of plastic particles from water, study finds] (eng.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Beschreibungen von Seebällen erscheinen bereits 1216 durch maurische Gelehrte in [[Andalusien]], die an deren medizinischer Wirkung interessiert waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bruno&amp;quot;/&amp;gt; Im 16. Jahrhundert findet sich die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Paleae marinae&amp;#039;&amp;#039; („Meerballen“), bei denen es sich laut Zekert um faustgroße, ballartige, geruch- und geschmacklose Massen pflanzlicher Herkunft handelt, etwa als vom Meer angespülte Knäuel aus Pflanzenteilen, Muscheln usw.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 150 (&amp;#039;&amp;#039;Paleae&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Paleae marinae combustae&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Meerballen&amp;#039;&amp;#039;, fraglich &amp;#039;&amp;#039;[[Gewöhnliches Seegras|Zostera marina L.]]&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [[Oeconomische Encyclopädie|Oeconomischen Encyclopädie]] (1773 bis 1858) wird vom damaligen Handel mit Meerbällen zu medizinischen Zwecken berichtet: &amp;#039;&amp;#039;„Er wird in dem mittelländischen Meere häufig gefunden, und von Venedig zu uns gebracht, wiewohl er auch in dem Ocean, ja wohl gar in stehenden Wassern anzutreffen ist. Was er sey, und woher er entstehe, darüber sind die Meynungen so verschieden als zweifelhaft. Einige meinen, er sey gemacht, andere, er sey ein geronnener Meerschaum, und wieder andere, er werde in dem Magen eines Fisches aus den Zasern des verzehrten Schilfs erzeugt, welcher letzteren Meynung die mehrsten zugethan sind. Man mißt ihnen einigen arzneylichen Nutzen bey, und deswegen werden sie von den Droguisten und Apothekern geführt; heutiges Tages aber gebraucht man sie wenig mehr.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/m/km03811.htm|titel=Meerball|autor=[[Johann Georg Krünitz]] |hrsg=Universität Trier, UB |werk=[[Oekonomische Encyklopädie]] |datum=|sprache=de|zugriff=2017-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bruno Schröder zufolge verwendete man sie wegen ihres Jodgehalts primär gegen [[Struma|Kröpfe]], aber auch gegen Hautkrankheiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bruno&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Bruno Schröder|Titel=Über Seebälle|Sammelwerk=[[Die Naturwissenschaften]] |Band=8|Nummer=41|Datum=1920-10-01|Seiten=799–803|ISSN=0028-1042|DOI=10.1007/BF02450052|Online=https://link.springer.com/article/10.1007/BF02450052|Abruf=2017-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im 19. Jahrhundert war die Ansicht verbreitet, Seebälle entstünden im Magen von Fischen durch das Schlucken von unverdaulichem Seegras, ähnlich wie [[Bezoar]]e, die sich aus unverdauten Haaren in Tiermägen bilden können.&amp;lt;ref&amp;gt;Buffon&amp;#039;s [https://archive.org/details/anaturalhistory00wriggoog Natural history], corrected and enlarged by J. Wright. 1831&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Georg Hieronymus Welsch]] (1624–1677) bezeichnete solch einen Bezoar als &amp;#039;&amp;#039;Ægagropilus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Velschius, Georgius Hieronymus [Georg Hieronymus Welsch] (1660) [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10232013?page=5 &amp;#039;&amp;#039;Dissertatio medico-philosophica de ægagropilis&amp;#039;&amp;#039;]. Joannis Prætorii &amp;amp; Joannis Wehe &amp;#039;&amp;#039;Bibliopolæ&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf [[Carl von Linné]] geht dann der Begriff Ægagropila für Seebälle zurück,&amp;lt;ref name=&amp;quot;bruno&amp;quot; /&amp;gt; im Italienischen ist heute noch der Begriff Egagropili für Seebälle gebräuchlich. Allerdings wurde bereits im &amp;#039;&amp;#039;Repertorium für die Pharmacie&amp;#039;&amp;#039; von 1851 beschrieben, dass die &amp;#039;&amp;#039;Meerballen&amp;#039;&amp;#039; aus abgestorbenem Seegras bestehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Repertorium für die Pharmacie, 1851, &amp;#039;&amp;#039;Gebrauch der Meerballen&amp;#039;&amp;#039;, [https://books.google.de/books?id=kgs0AQAAMAAJ&amp;amp;pg=PA80 S.80f]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Bildergalerie&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Haarball3.jpg|Ein kleinerer Seeball&lt;br /&gt;
 Seeballotrp.jpg|Zerpflückter Seeball&lt;br /&gt;
 Aegagropiles rejetés sur une plage de sable.jpg|Seebälle treten gelegentlich in Massen am Strand auf&lt;br /&gt;
Deutsches Apothekenmuseum - Pilae marinae.jpg|Seebälle in einer historischen Apothekersammlung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Aegagropile}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=tpXXLoE-Irk Die Sendung mit der Maus - Filzbällchen am Strand] ARD, gesendet 1. Mai 2011, youtube.com, Nick Florian van der Linden, Upload 20. Juni 2016. Abgerufen am 14. Juli 2018. Video (7:05) &amp;lt;!-- http://www.ardmediathek.de/das-erste/die-sendung-mit-der-maus?documentId=7053408 nicht mehr abrufbar, nicht aufzufinden 14. Juli 2018 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meeresbiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Doc Taxon</name></author>
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