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	<title>Seckel Bamberger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T13:03:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Seckel_Bamberger&amp;diff=1881142&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-24278-34: /* Schriften */ Sprüche der Väter (1897) hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-04-25T22:48:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schriften: &lt;/span&gt; Sprüche der Väter (1897) hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Isaak Seckel (Yitsḥaḳ Zeḳl ha-Levi) Bamberger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[13. April]] [[1863]] in [[Fischach]]; gestorben am [[23. Oktober]] [[1934]] in [[Bad Kissingen]]) war von 1902 bis 1932 der vorletzte [[Rabbiner]] des [[Distriktsrabbinat Bad Kissingen|Distriktsrabbinats Bad Kissingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er war der Sohn des Simon (Śimḥah) Bamberger (1832–1897), Rabbiner in [[Aschaffenburg]], und Enkel des Rabbiners [[Seligmann Bär Bamberger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Synagoge-Kissingen.jpg|mini|hochkant|Die „neue Synagoge“ von Bad Kissingen, geweiht am 14. Juni 1902]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1887 war Seckel Bamberger Rabbiner und Religionslehrer in [[Śrem|Schrimm]] in der [[Provinz Posen]] und war auch durch einige Publikationen bekannt geworden. Nachdem sein Schwiegervater und Onkel [[Moses Löb Bamberger]] (1838–1899), der dieses Amt seit 1865 insgesamt 34 Jahre ausgeführt hatte, im Jahr 1899 verstorben war, bewarb er sich mit einem Schreiben vom 26. November 1899 beim königlich-bayerischen [[Bezirksamt]] in Bad Kissingen als dessen Nachfolger. Am 2. Mai 1900 stimmte die Mehrheit der stimmberechtigten Bezirksgemeindemitglieder für ihn als neuen Rabbiner für das Bad Kissinger [[Distriktsrabbinat (Bayern)|Distriktsrabbinat]].&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Der Israelit]]&amp;#039;&amp;#039; vom 6. August 1900 [http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20216/Bad%20Kissingen%20Israelit%2006081900.jpg]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seckel Bamberger trat sein Amt allerdings erst 1902 an.&amp;lt;ref&amp;gt;In der Zwischenzeit übernahm Rabbiner [[Nathan Bamberger]] aus [[Würzburg]] das Amt in Vertretung.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war nach Aussage von Gemeindemitgliedern &amp;#039;&amp;#039;„einer der orthodoxesten und gelehrtesten Rabbiner seiner Epoche“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Leben in Bad Kissingen&amp;#039;&amp;#039;, Seite 20&amp;lt;/ref&amp;gt;, der sich einen guten Ruf weit über die regionalen Grenzen hinaus verschaffte, und hatte insgesamt 28 [[Kehillah|jüdische Gemeinden]] zu betreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1905 wurde aufgrund seiner Initiative in Bad Kissingen die „[[Salinenstraße 34 (Bad Kissingen)|Israelitische Kinderheilstätte]]“ in der Salinenstraße 34 eröffnet. Sie bot gleichzeitig maximal 86 kranken Kindern aus jüdischen oder gelegentlich auch christlichen minderbemittelten Familien aus allen Teilen Deutschlands zwischen dem 1. Mai und Oktober eines Jahres eine vierwöchige Kur. Im Bedarfsfall wurde einigen Kindern auch unentgeltliche ärztliche Hilfe geboten. Im Sommerhalbjahr 1932 wurden insgesamt 410 Kinder aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1924 leitete er eine „Wanderarmenkasse“ in Bad Kissingen. Außerdem war er mit einigen [[Stadtrat|Stadträten]] im „Armenrat“ tätig, der sich der Armenfürsorge verpflichtet hatte. 1927 gründete er in der Kurstadt ein „Israelitisches Kurhospiz“ für Erwachsene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etliche Male kam es zu Auseinandersetzungen zwischen dem streng orthodoxen Rabbiner und der modern-liberalen [[Chewra Kadischa]] (Beerdigungsverein) Bad Kissingens. So meinten die Mitglieder der Chewra beispielsweise im Jahr 1929, auch bei [[Feuerbestattung]]en die [[Tahara]] ([[Leichenwaschung]]) anwenden zu können, wogegen Rabbiner Bamberger dies entsprechend den Vorgaben des [[Orthodoxes Judentum|orthodoxen Judentums]] grundsätzlich ablehnte. Schließlich gaben die Chewra-Mitglieder nach und verzichteten fortan bei Feuerbestattungen auf die Leichenwaschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Juli 1932 wurde Seckel Bamberger nach genau 30-jähriger Amtszeit zwangsweise in den Ruhestand versetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20216/Bad%20Kissingen%20Israelit%2021071932.jpg Artikel in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Israelit&amp;#039;&amp;#039; vom 21. Juli 1932]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Amtsnachfolger wurde Dr. [[Max Ephraim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Seckel Bamberger.jpg|mini|hochkant|Grabstein Seckel Bambergers auf dem Jüdischen Friedhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bamberger heiratete seine Cousine &amp;#039;&amp;#039;Nannette Bamberger&amp;#039;&amp;#039; (geboren am 30. Januar 1870 in Bad Kissingen; gestorben unbekannt), die Tochter seines Bad Kissinger Amtsvorgängers und Onkels &amp;#039;&amp;#039;Moses Löb Bamberger&amp;#039;&amp;#039; und dessen Ehefrau &amp;#039;&amp;#039;Esther&amp;#039;&amp;#039; (1846/47–1923).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20216/Bad%20Kissingen%20Israelit%2008031923.jpg Sie starb im Februar 1923 im Alter von 76 Jahren]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ehepaar hatte insgesamt sieben Kinder, davon wurde &amp;#039;&amp;#039;Simon Bamberger&amp;#039;&amp;#039; Rabbiner in [[Stuttgart]] und sein Bruder &amp;#039;&amp;#039;Moses Löb Bamberger&amp;#039;&amp;#039; ab 1929/1930 Rabbiner in [[Mainz]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Bamberger Nannette und Kehla.JPG|miniatur|links|Stolpersteine für Ehefrau Nannette und Tochter Kehla Bamberger]]&lt;br /&gt;
Bamberger wohnte in Bad Kissingen im Haus Promenadestraße 5C (heute Promenadestraße 17) in der Nähe der [[Synagoge]]. Er wurde 1934 auf dem [[Jüdischer Friedhof Bad Kissingen|Jüdischen Friedhof Bad Kissingen]] beigesetzt. Ende November 1935 wurde am Jahrestag seines Todes auf dem Friedhof sein Grabstein errichtet. Der Stein enthält seinem letzten Willen entsprechend nur Namen, Geburts- und Sterbetag, Tätigkeitsorte mit jeweiliger Aufenthaltsdauer sowie die Titel seiner Publikationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Ehefrau &amp;#039;&amp;#039;Nannette&amp;#039;&amp;#039; und Tochter &amp;#039;&amp;#039;Kehla&amp;#039;&amp;#039; (geboren 1893) wurden am 24. April 1942 von Bad Kissingen über [[Würzburg]] ins [[Ghetto Izbica]] deportiert, wo sie wohl in einem der nahen [[Vernichtungslager]] zu Tode gekommen sind. Zu beider Gedenken verlegte [[Gunter Demnig]], Initiator der internationalen Aktion „[[Stolpersteine]]“, am 22. September 2010 in Bad Kissingen zwei solcher Steine vor ihrem früheren Kurheim „Adelaide“ (Promenadestraße 17) in den Bürgersteig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sprüche der Väter zum Schulgebrauch und Selbstunterricht übersetzt und erklärt in jüdisch-deutscher Schrift nebst einem Anhange zur Einführung in die Quadrat-, Kursiv- und Raschischrift.&amp;#039;&amp;#039; M. Slobotzky, Frankfurt 1897 ([[iarchive:11798443bsb|Digitalisat]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Trauerrede bei der in der Synagoge zu Bad Kissingen am 25. Marcheschwan veranstalteten Trauerfeier um den verewigten Moses Löb Bamberger.&amp;#039;&amp;#039; M. Rosenbaum, 1899.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sprüche der Väter zum Schulgebrauch.&amp;#039;&amp;#039; (פרקי אבות), [[J. Kauffmann Jüdischer Buchverlag und Buchvertrieb|Verlag J. Kauffmann]], Frankfurt am Main 1914.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Hans-Jürgen Beck, Rudolf Walter: &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Leben in Bad Kissingen.&amp;#039;&amp;#039; Seite 29f., Stadt Bad Kissingen (Hg.), Rötter Druck und Verlag, Bad Neustadt 1990.&lt;br /&gt;
* [[Shaul Esh]], Yirat Adler, Roa Kanter Eschwege: &amp;#039;&amp;#039;The Bamberger family. The descendants of Rabbi Seligmann Bär Bamberger, the „Würzburger Rav“ (1807-1878).&amp;#039;&amp;#039; Verlag Wahrmann Books, 1964, Seite 57.&lt;br /&gt;
*[[Esriel Hildesheimer]], Mordechai Eliav: &amp;#039;&amp;#039;Das Berliner Rabbinerseminar 1873-1938&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2008, ISBN 9783938485460, S. 62&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|143393790}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=143393790|LCCN=nr/96/28427|VIAF=991060}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bamberger, Seckel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Student des Rabbinerseminars zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Bad Kissingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1863]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bamberger, Seckel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bamberger, Isaak Seckel; Bamberger, Yitzhak Seckel&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Rabbiner des Distriktsrabbinats Bad Kissingen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. April 1863&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Fischach]], Landkreis Augsburg&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Oktober 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Kissingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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