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	<title>Sebastian von Heusenstamm - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; linkfix &amp;#039;http://www.controversia-et-confessio.adwmainz.de/index.php?id=1218&amp;#039; --&amp;gt; &amp;#039;link neu&amp;#039;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sebastian von Heusenstamm.jpg|mini|Gemälde in Aschaffenburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Epitaph of Sebastian von Heusenstamm - Mainz Cathedral - Mainz - Germany 2017.jpg|mini|Erzbischof Sebastian von Heusenstamm. Grabdenkmal im Mainzer Dom.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:COA Sebastian von Heusenstamm.jpg|mini|Wappen des Sebastian von Heusenstamm]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sebastian von Heusenstamm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. März]] [[1508]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[18. März]] [[1555]] in [[Eltville am Rhein|Eltville]]), aus dem Hause der Herren von [[Heusenstamm (Adelsgeschlecht)|Heusenstamm]], war [[Kurfürst]] und [[Erzbischof]] von [[Mainz]] und damit [[Erzamt|Erzkanzler]] des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Er war der Sohn des Ritters Martin I. von Heusenstamm († 1540), [[Schultheiß]] der Stadt [[Frankfurt am Main]] und seiner Gattin Elisabeth geb. [[Brendel von Homburg]] († 1508). Die Grabplatte der Mutter, mit ihren Ahnenwappen u.&amp;amp;nbsp;a. aus dem Geschlecht der pfälzischen [[Zeiskam (Adelsgeschlecht)|Herren von Zeiskam]], befindet sich eingemauert im Bereich des ehemaligen Klosters [[Patershausen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.welt-der-wappen.de/Heraldik/aktuell/galerien3/galerie2211.htm Webseite zur Grabplatte der Mutter]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Die Amtszeit Sebastians fiel in die unruhigen Zeiten nach der [[Reformation]], deren Umwälzungen auch und ganz besonders das wichtige Erzstift Mainz betrafen.&lt;br /&gt;
Bereits vor seiner Wahl zum Erzbischof war Sebastian als Dom[[scholaster]] ein angesehener Mann im [[Mainzer Domkapitel]]. Dies machte ihn auch zum Favoriten auf die Nachfolge Kardinal [[Albrecht von Brandenburg|Albrechts von Brandenburg]] als Mainzer Erzbischof. Das Domkapitel trotzte hierbei [[Karl V. (HRR)|Karl V.]], der unbedingt den Bischof von [[Bistum Augsburg|Augsburg]], Kardinal [[Otto von Waldburg|Otto Truchseß von Waldburg]], als neuen Erzbischof wünschte, da er bei diesem des Verbleibs beim Katholizismus im wichtigen Erzbistum sicher sein konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Oktober 1545 wurde Sebastian zum neuen Erzbischof gewählt. Katholischen Reichsfürsten war Sebastian vorher suspekt gewesen, da zu seinen Unterstützern auch der protestantische Landgraf [[Philipp I. (Hessen)|Philipp von Hessen]] gehörte. Doch an der Glaubenstreue Sebastians gab es offenbar wenig Zweifel; der [[Papst]] bestätigte den Erzbischof wenig später im Amt. Am 2. Mai 1546 wurde Sebastian durch [[Melchior Zobel von Giebelstadt]], Bischof von Würzburg, zum Bischof geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mainzer Erzbischof war Reichserzkanzler und einer der sieben [[Kurfürst]]en, somit also einer der wichtigsten Reichsfürsten und Politiker. Auf den eher unpolitischen Sebastian kamen daher gleich nach Amtsantritt schwierige politische Fragen zu. Zunächst galt es, unbeschädigt aus dem so genannten [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Krieg]] herauszukommen, was nicht völlig gelang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch höchst kompliziert war auch die Zurückdrängung bzw. Abgrenzung zum Protestantismus, mit der sich zur selben Zeit auch das [[Konzil von Trient]] befasste. Da die abschließende Klärung der Fragen sich zu lange herauszögerte, verfügte Karl V. 1548 das [[Augsburger Interim]].  Neben einigen Zugeständnissen an die Protestanten (Priesterehe) sollten eine ausgedehnte Visitationstätigkeit der katholischen Bischöfe den Einfluss des Protestantismus zurückzudrängen. Die Visitationsprotokolle, die der mit diesen Aufgaben maßgeblich betraute Mainzer Weihbischof [[Michael Helding]] anfertigte, sind ein hervorragendes Zeugnis des damaligen Zustandes der Kirchenlandschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese war durch die Reformation im Erzbistum stark zersplittert, was eine Reform nötig machte, die Erzbischof Sebastian am  19. November 1548 mit einer [[Partikularkonzil|Synode]] einleitete, zu der alle (auch die inzwischen protestantisch gewordenen) geistlichen Würdenträger eingeladen waren. Ziel der Synode war eine innerkirchliche Reform. So wurden am Ende liturgische Bücher und ein neuer [[Katechismus]] herausgegeben. 1549 hielt Sebastian eine [[Partikularkonzil|Provinzialsynode]] ab, mit der er die Ergebnisse der Synode auch auf den übrigen Bereich seines Metropolitanverbandes ausdehnen wollte. Ziel war auch hier nicht die Konfrontation, sondern die Stärkung und Reform aus dem Inneren heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur endgültigen Klärung des Verhältnisses zwischen Protestanten und Katholiken sollte wiederum das Konzil von Trient dienen, das der Papst nach Unterbrechung 1551 wieder einberufen hatte. An dieser zweiten Sitzungsperiode nahmen neben Erzbischof und Kurfürst Sebastian auch die Kurfürsten von [[Kurköln|Köln]] und [[Kurtrier|Trier]] teil. Dort machte Sebastian wichtige Vorschläge zur Theologie und zur Kirche, verhielt sich aber diplomatisch, was politische Fragen anging. Er sicherte sich so das Wohlwollen des Papstes, der sogar erwog, Sebastian mit der [[Kardinal]]swürde auszustatten. Doch 1552 brachen in Deutschland neue Unruhen aus, darunter der so genannte [[Zweiter Markgrafenkrieg|Markgräflerkrieg]]. Sebastian und die anderen Kurfürsten reisten überstürzt in ihre Provinzen zurück. Nach der Niederlage des Kaisers [[1552]] schien die Gefahr gebannt, doch der Markgraf [[Albrecht II. Alcibiades|Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach]] begann, auf eigene Faust Krieg zu führen. 1552 fiel er in [[Mainz]] ein und verwüstete die Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Sebastian nun einsehen musste, dass auch der Kaiser die geistlichen Territorien nicht beschützen konnte, befürwortete er einen Reichsreligionsfrieden, der wenigstens die verbliebenen geistlichen [[Stift (Kirche)|Stift]]e erhalten sollte. Den Abschluss eines solchen Vertrages, den [[Augsburger Religionsfriede]]n, hat er jedoch nicht mehr erlebt. Am [[18. März]] [[1555]] starb der „durch Geist und Gewandtheit in Geschäften höchst ausgezeichnete Mann“ (Grabinschrift) und wurde in der Memorienkapelle des [[Mainzer Dom]]s begraben. In der Kathedrale ist ihm ein kunstvolles Grabdenkmal gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Neffe, Domkapitular [[Wolfgang von Heusenstamm]] († 1594), besitzt im Mainzer Dom ebenfalls ein wertvolles Epitaph.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Ludwig Veit: &amp;#039;&amp;#039;Kirche und Kirchenreform in der Erzdiözese Mainz im Zeitalter der Glaubensspaltung und der beginnenden tridentinischen Reformation (1517-1618).&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg 1920 (vgl. dazu die [https://ixtheo.de/Record/1520821239 kritische Rezension von Karl Schornbaum]).&lt;br /&gt;
* [[Rolf Decot]]: &amp;#039;&amp;#039;Religionsfrieden und Kirchenreform. Der Mainzer Kurfürst Sebastian von Heusenstamm 1545–1555&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz&amp;#039;&amp;#039;, Band 100). Steiner, Wiesbaden 1980, ISBN 3-515-03307-6.&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|108|109|Sebastian von Heusenstamm|Friedhelm Jürgensmeier|118550535}}&lt;br /&gt;
* Franz-Rudolf Weinert: &amp;#039;&amp;#039;Die Einnehmung des Rheingaues durch den erwählten Mainzer Erzbischof Christian [Sebastian] von Heusenstamm im Jahre 1545&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Rheingau Forum – Zeitschrift für Wein, Geschichte, Kultur&amp;#039;&amp;#039;, Heft 1/2001, S. 19–21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte des Bistums Mainz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Catholic-hierarchy|Bischof|bheus|Sebastian von Heusenstamm}}&lt;br /&gt;
* [https://www.controversia-et-confessio.de/cc-digital/personen/register/eintraege/h/heusenstamm-sebastian-von.html?cHash=a2c388cb376a927eb937ea4285aad639 Kurzbiografie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Albrecht (Brandenburg)|Albrecht von Brandenburg]]|AMT=[[Liste der Bischöfe von Mainz|Kurfürst-Erzbischof von Mainz]]|ZEIT=1545–1555|NACHFOLGER=[[Daniel Brendel von Homburg]]}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste der Erzbischöfe von Mainz (1305–1647)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118550535|LCCN=no2017113153|VIAF=10637375}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Heusenstamm, Sebastian Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurfürst (Mainz)|Sebastian von Heusenstamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzkanzler für Germanien|Sebastian von Heusenstamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1508]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1555]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heusenstamm, Sebastian von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Erzbischof von Mainz, Reichserzkanzler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. März 1508&lt;br /&gt;
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|STERBEORT=[[Eltville am Rhein|Eltville]]&lt;br /&gt;
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