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	<title>Sebastian Rinz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-01T14:49:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sebastian Rinz.jpg|mini|Sebastian Rinz, Radierung von J. Eissenhardt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Frankfurt Rinz-Denkmal.jpg|mini|Das Rinz-Denkmal in den Frankfurter Wallanlagen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sebastian Rinz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Januar]] [[1782]] in [[Haimhausen]] an der Amper; † [[8. April]] [[1861]] in [[Frankfurt am Main]]) war ein [[Kurfürstentum Bayern|bayrischer]], deutscher Stadtgärtner in Frankfurt am Main. Dort gestaltete er mehrere Grünanlagen von lokaler Bedeutung, von denen die meisten bis heute Bestand haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Sowohl der Großvater als auch der Vater von Sebastian Rinz hatten in der Nähe von München als Hofgärtner den noch ganz im [[Rokoko]]stil gehaltenen Park von Schloss Haimhausen betreut. Im Jahr 1796 wurde Sebastian in die Lehre bei der Kurfürstlichen Hofgärtnerei von [[Schlossanlage Schleißheim|Schloss Schleißheim]] geschickt, wo er bis 1799 ausgebildet wurde. Nach der Ausbildung verbrachte Sebastian Rinz seine ersten Gesellenjahre in der Hofgärtnerei Würzburg. Der Hofgarten bestand aus zwei Teilen, von denen der ältere Teil im „französischen“ Stil angelegt und der jüngere im damals neuen [[Englischer Landschaftsgarten|„englischen“ Gartenstil]] gestaltet war. Im Jahr 1801 wechselte der junge Rinz 1801 zum [[Park Schönbusch]] bei [[Aschaffenburg]], wo er unter Hofgärtner [[Franz Ludwig Bode]] in der im „englischen“ Stil angelegten Grünanlage arbeitete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HeinzbergerMeyer92&amp;quot;&amp;gt;Heinzberger/Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklung der Gärten und Grünflächen in Frankfurt am Main,&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;92&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der von [[Fürstprimas]] [[Karl Theodor von Dalberg|Carl Theodor von Dalberg]] mit dem Abbruch der [[Frankfurter Stadtbefestigung]] beauftragte [[Jakob Guiollett]] einen [[Landschaftsgarten|Landschaftsgärtner]] suchte, der die ehemaligen Festungswälle in einen Park umgestalten konnte, wandte Guiollett sich an Dalbergs Hofgärtner Bode mit der Bitte um Empfehlung eines Kandidaten, denn der damalige Frankfurter Stadtgärtner Georg Fliedner war der Aufgabe nicht gewachsen. Bode empfahl seinen Assistenten Rinz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Frankfurter Wallanlagen ===&lt;br /&gt;
So kam Rinz 1806 in den Dienst der Stadt. Im Jahr 1808 trat er die Nachfolge Fliedners als Stadtgärtner an. Er gestaltete zunächst die [[Wallanlagen (Frankfurt am Main)|Bockenheimer Anlage]] und die Eschenheimer Anlage zwischen dem Bockenheimer und dem Friedberger Tor. Die erforderlichen Bäume und Sträucher entnahm er dem [[Frankfurter Stadtwald]] und dem [[Taunus]], Zierpflanzen bezog er aus den Gärten des Mainzer Hofgärtners in [[Königstein im Taunus|Königstein]] sowie aus dem Klostergarten in [[Seligenstadt]] und dem [[Park Schönbusch]] bei Aschaffenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 1806 kehrte er zunächst nach Aschaffenburg zurück, wurde aber alsbald zurückgerufen. Die Frankfurter Gärtner waren mit der Pflege eines Landschaftsgartens überfordert, zudem hatte Dalberg den Fortbau des Anlagenrings genehmigt und die Finanzierung aus seinem Privatfonds gesichert. 1808/09 entstand die Friedberger Anlage vom Friedberger Tor bis zum [[Sandweg (Frankfurt am Main)|Sandweg]], 1810 die Taunus- und die Gallusanlage. 1811 folgten die Untermainanlage sowie der Rest der Friedberger Anlage. und 1812 wurden die Arbeiten mit der Obermainanlage abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinzberger/Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklung der Gärten und Grünflächen in Frankfurt am Main,&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ein Jahr später wurden die Gärten beim Abzug der französischen Truppen nach der [[Völkerschlacht bei Leipzig|Leipziger Völkerschlacht]] verwüstet. Rinz erneuerte die Anlage 1814/15. Obwohl die Anlagen im Schnitt nur etwa 20 Meter breit waren und ihm lediglich in der Taunusanlage und am Rechneigrabenweiher in der Obermainanlage etwas mehr Platz für eine landschaftliche Gestaltung des Geländes blieb, fand seine Arbeit bei den Frankfurter Bürgern Beifall. [[Catharina Elisabeth Goethe]] schrieb am 1. Juli 1808 begeistert an ihren Sohn [[Johann Wolfgang von Goethe]]: &amp;#039;&amp;#039;„Die alten Wälle sind abgetragen, die alten Tore eingerißen, um die gantze Stadt ein Parck, man glaubt, es sey Feerrey. Die alten Perücken hätten so was bis an Jüngsten Tag nicht zuwege gebracht.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Arbeiten ===&lt;br /&gt;
1828 gestaltete er den [[Hauptfriedhof (Frankfurt am Main)|Hauptfriedhof]] vor den Toren der Stadt, der den alten [[Peterskirche (Frankfurt am Main)|Peterskirchhof]] in der Neustadt ersetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinzberger/Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklung der Gärten und Grünflächen in Frankfurt am Main,&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;46&amp;lt;/ref&amp;gt; 1838 folgte im Auftrag von [[Amschel Mayer von Rothschild|Amschel Mayer Rothschild]] der [[Günthersburgpark]] in [[Frankfurt-Bornheim|Bornheim]]. 1858 schuf er auf dem Gelände des aufgelassenen Peterskirchhofs einen weiteren Landschaftsgarten, von dem jedoch heute nur wenig erhalten ist. Auch der [[Park Sankt Georgen|Park der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen]] in [[Frankfurt-Oberrad|Oberrad]] geht auf einen Landschaftsgarten zurück, den Rinz Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts für den damaligen Besitzer des Anwesens, [[Georg von Saint-George]], gestaltete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HeinzbergerMeyer92&amp;quot; /&amp;gt; Außerhalb Frankfurts schuf er Gartenanlagen für die [[Leonhardisches Schloss|Villa Leonhardi]] in [[Groß-Karben|Groß Karben]], den [[Kurpark Wiesbaden]] und auf [[Schloss Johannisberg (Rheingau)|Schloss Johannisberg]] im [[Rheingau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein letztes Werk war das &amp;#039;&amp;#039;[[Nizza (Frankfurt am Main)|Nizza]]&amp;#039;&amp;#039;, eine Grünanlage am [[Main]]ufer, für die 1860 ein alter Mainarm (der &amp;#039;&amp;#039;Kleine Main&amp;#039;&amp;#039;) zugeschüttet worden war, um eine Verbindung zur Insel &amp;#039;&amp;#039;Mainlust&amp;#039;&amp;#039; zu schaffen. Seinen Namen trägt das &amp;#039;&amp;#039;Nizza&amp;#039;&amp;#039; wegen der zahlreichen exotischen Pflanzen, die hier aufgrund des günstigen [[Klima|Mikroklimas]] gedeihen und die an die Gärten der [[Côte d’Azur|Französischen Riviera]] erinnern. Rinz konnte die Arbeiten nicht mehr vollenden, das &amp;#039;&amp;#039;Nizza&amp;#039;&amp;#039; wurde erst unter seinem Enkel, Schüler und Nachfolger [[Andreas Weber (Gartenarchitekt)|Andreas Weber]] (1832–1901) fertiggestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HeinzbergerMeyer92&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. August 1811 hatte Rinz das Frankfurter Bürgerrecht für sich und seine Frau Henriette, geb. Gundram erworben und hatte eine Blumen- und Samenhandlung eröffnet, mit Ladengeschäft in der Nähe des [[Kaiserdom St. Bartholomäus|Frankfurter Doms]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HeinzbergerMeyer92&amp;quot; /&amp;gt; Rinz war Ehrenmitglied der [[Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung|Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft]] seit 1820 und der [[Polytechnische Gesellschaft|Frankfurtischen Gesellschaft zur Beforderung nützlicher Künste und deren Hilfswissenschaften]] seit 1857.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Friedberger Anlage, in der Nähe des [[Bethmannpark]]s, wurde 1892 ein Denkmal zu Ehren von Sebastian Rinz errichtet. Außerdem wurden in Frankfurt und Umgebung einige Straßen nach ihm benannt. Die Sebastian-Rinz-Straße im Frankfurter Stadtteil [[Frankfurt-Westend|Westend]] grenzt bemerkenswerterweise an den [[Grüneburgpark]]; ein Park, der nicht von Rinz, sondern von dessen Schüler [[Heinrich Siesmayer]] entworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Bauer: {{Frankfurter Personenlexikon|896|Rinz, Sebastian}} (Überarbeitete Onlinefassung von Barbara Vogt, Stand des Artikels: 8. Juli 2016), auch in: {{BibISBN|3782904591|Seiten=199f.}}&lt;br /&gt;
* Martin Heinzberger, Petra Meyer, Thomas Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklung der Gärten und Grünflächen in Frankfurt am Main&amp;#039;&amp;#039;. Kleine Schriften des [[Historisches Museum Frankfurt|Historischen Museums Frankfurt]] Bd. 38, 1988. ISBN 3-89282-006-6. Mit Kapiteln zu Rinz’ Leben und Werk.&lt;br /&gt;
* Werner Helmberger: &amp;#039;&amp;#039;Schloss und Park Schönbusch&amp;#039;&amp;#039;. München 1991.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Metternich: &amp;#039;&amp;#039;Jakob Becker : Der Lehrer der Kronberger Maler&amp;#039;&amp;#039;. Kronberg 1991, Abb. S. 78 und 79 (Porträts Rinz)&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Sylvia Goldhammer|Titel=Die Familie Rinz und die Handelsgärtnerei S. und J. Rinz|Sammelwerk=Frankfurter Parkgeschichten|Reihe=[[Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst]]|BandReihe=Band 74|Seiten=106–114|Verlag=Societäts-Verlag|Ort=Frankfurt am Main|Datum=2014|ISBN=978-3-95542-048-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [[Sabine Hock]]: [https://www.sabinehock.de/publikationen/tagespresse/archiv/tagespresse_125.html?zoom_highlight=rinz+225 Ein grüner Frankfurter Kranz – Zum 225. Geburtstag des Landschaftsgärtners Sebastian Rinz]&lt;br /&gt;
* [https://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-102562 BUNDESARCHIV - Zentrale Datenbank Nachlässe] In: &amp;#039;&amp;#039;nachlassdatenbank.de.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 1. September 2016 (Informationen über den Nachlass Sebastian Rinz im Institut für Stadtgeschichte Frankfurt).&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=1026998697|titel=Rinz, Sebastian|datum=2022-11-04}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1026998697|VIAF=264715341}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rinz, Sebastian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gärtner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aschaffenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Haimhausen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurter Stadtbefestigung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurt am Main im 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1782]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1861]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rinz, Sebastian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Stadtgärtner in Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Januar 1782&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Haimhausen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. April 1861&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
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