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	<title>Sebastian Englert - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sebastian_Englert&amp;diff=528970&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Igallards7: /* Ehrungen */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ehrungen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Missionar. Zum Pädagogen siehe [[Sebastian Englert (Pädagoge)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sebastian Englert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Kapuziner|OFMCap]] (* [[17. November]] [[1888]] in [[Dillingen an der Donau|Dillingen]] als &amp;#039;&amp;#039;Franz Anton Englert&amp;#039;&amp;#039;; † [[8. Januar]] [[1969]] in [[New Orleans]]) war ein deutscher [[Missionar]] und Sprachenforscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Vater [[Sebastian Englert (Pädagoge)|Sebastian Englert]] war Gymnasiallehrer für [[Altphilologie]] in Dillingen, dann in [[Burghausen]] und ab 1894 in [[Eichstätt]] (ab 1908 Oberstudiendirektor des [[Willibald-Gymnasium|dortigen Gymnasiums]]; nach dem Tod seiner Frau 1924 zum Priester geweiht, † 1933). Die Mutter war die gebürtige Berta Prechter aus [[Neuburg an der Donau]]. Franz Anton, wie die Taufnamen des späteren Kapuziners lauteten, war das vierte von insgesamt 17 Kindern dieser Ehe. In Dillingen kam er als [[Ministrant]] in Kontakt mit den Kapuzinern. In Eichstätt besuchte er das [[Willibald-Gymnasium|Humanistische Gymnasium]]; als begabter Schüler kam er in den Genuss eines Freiplatzes. Nach dem [[Abitur|Absolutorium]] 1907 trat er dem [[Kapuziner]]orden bei und erhielt dort den [[Ordensname]]n Sebastian und damit den Vornamen seines Vaters. 1908 bis 1912 studierte er an der [[Philosophisch-Theologische Hochschule Dillingen|Philosophisch-theologischen Hochschule Dillingen]] Philosophie und Theologie. Die [[Priesterweihe]] empfing er am 25. Juli 1912 in [[Augsburg]] und feierte am 27. Juni 1912 in Eichstätt seine [[Primiz]].  Erste seelsorgerliche Tätigkeiten folgten in [[Altötting]] und [[München]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des gesamten [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] diente er als Feldgeistlicher an den Fronten in [[Frankreich]] und [[Belgien]]. Nach dem Krieg wirkte er fünf Jahre lang als [[Kaplan]] in München-[[Schwabing]]. 1922 ging der sprachbegabte Englert auf eigenen Wunsch als [[Missionar]] nach [[Chile]] zu den [[Mapuche|Araukaner]]n, einem [[Indianer]]volk in den südlichen [[Anden]]; bei ihnen wirkte er bis 1934, ab 1927 als Missionspfarrer der ausgedehnten Pfarrei von [[Villarrica (Chile)|Villarrica]], ab 1930 als Missionar der neuen Missionsstation [[Pucón]]. Nach einer auf Einladung der Staatsuniversität Chile Ende 1935/Anfang 1936 unternommenen Forschungsreise auf die [[Osterinsel]] wirkte er dort ab Ende 1937 bis zu seinem Tod als [[Missionspriester]]. Er errichtete die Pfarrei Osterinsel, deren erster Pfarrer er wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Josef Ettle |url=https://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/Eichstaett-Die-einsamste-Insel-der-Welt;art575,2860413 |titel=Die einsamste Insel der Welt. 17-facher Familienvater Sebastian Englert zum Priester geweiht – Sein Sohn wirkte auf der Osterinsel |werk=Donaukurier |datum=2013-12-27 |sprache=de |abruf=2022-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Osterinsel erlernte er die Sprache der Einheimischen und betätigte sich neben seiner Missionsarbeit vor allem auch als Erforscher der Sprache und Kulturgeschichte der Osterinsel. Er publizierte mehrere Bücher, darunter als sein Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;La Tierra de Hotu Matu´a&amp;#039;&amp;#039; (dt.: Die Erde des [[Hotu Matua]]), das 1948 in Chile veröffentlicht wurde. Es handelt sich um eine Studie über Geschichte, [[Archäologie]], [[Ethnologie]] und Sprache der Osterinsel. Er publizierte auch in wissenschaftlichen Zeitschriften. Er schrieb nicht nur die Sagen und Legenden der Indianer auf, sondern setzte sich auch für den Erhalt der riesigen Steinfiguren der Osterinseln ein, die „[[Moai]]“ ein, die er katalogisierte und nummerierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seines Engagements für die Insulaner, besonders für die [[Lepra]]kranken, und seiner unbestrittenen Autorität auf der Insel überlieferte 1956 der norwegische Forscher [[Thor Heyerdahl]], dass P. Englert in Chile der „ungekrönte König der Osterinsel“ genannt wurde. Heyerdahl schilderte ihn so: „Vor dem Hintergrund eines tiefblauen Himmels stand er nun breitschulterig und aufrecht vor mir, in seiner weißen Kutte, einen Strick um den Leib. Darunter trug er große, blanke Stiefel. Barhäuptig, mit zurückgeworfener Mähne und wallendem Bart, glich er einem Apostel oder Propheten. Ich sah in ein vom Wind gerötetes Gesicht mit forschenden Augen und klugen Lachfältchen und streckte ihm die Hand entgegen. ‚Willkommen auf meiner Insel’, waren seine ersten Worte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Buschkühl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Missionsgeschichte der Osterinsel. Pater Sebastian Englert O.F.M.cap. (1888-1969) zum 100. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; (Ausstellungskatalog), Eichstätt: Universitätsbibliothek 1988, S. 137&amp;lt;/ref&amp;gt;. Heyerdahl nannte „Father Sebastian“ rückblickend 1988 einen &amp;quot;„unvergeßlichen Freund“.&amp;lt;ref&amp;gt;“Unforgettable Friend”&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Englert starb am 8. Januar 1969 während einer Vortragsreise in den USA. Seine Urne wurde in einem Ehrengrab auf der Osterinsel neben der von ihm gegründeten Kirche [[Iglesia de la Santa Cruz (Hanga Roa)|Iglesia de la Santa Cruz]] in [[Hanga Roa]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1957, im Jahr der Erbauung seiner neuen Pfarrkirche, wurde Englert durch den König von [[Norwegen]] zum Ritter des [[Sankt-Olav-Orden|Sankt Olav-Ordens]] ernannt.&lt;br /&gt;
* 1963 [[Bundesverdienstkreuz]] Erster Klasse&lt;br /&gt;
* 1963 „[[Orden Bernardo O&amp;#039;Higgins|Orden al mérito Bernardo O’Higgins]]“.&lt;br /&gt;
* Eine Hauptstraße in [[Hanga Roa]] ist nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* In Tahai auf der Osterinsel wurde 1985 das „[[Anthropologisches Museum Pater Sebastian Englert]]“ (span. &amp;#039;&amp;#039;Museo Antropológico Padre Sebastián Englert&amp;#039;&amp;#039;) zur Geschichte der Osterinsel errichtet.&lt;br /&gt;
* 1988/89 widmete ihm die [[Universitätsbibliothek Eichstätt-Ingolstadt|Universitätsbibliothek Eichstätt]] eine Ausstellung. Sie verwahrt neben dem Nachlass seines Vaters (Nl 127) im Nachlass &amp;#039;&amp;#039;Nl 88&amp;#039;&amp;#039; weitere familiäre Erinnerungsstücke (z.&amp;amp;nbsp;B. Fotos, Briefe und Zeitungsartikel).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kalliope-verbund.info/query?q=Nl%2088&amp;amp;htmlFull=false&amp;amp;lang=de&amp;amp;fq=ead.origination.index:(%22Englert,%20Sebastian%20(1888-1969)%22)&amp;amp;lastparam=true |titel=Kalliope {{!}} Verbundkatalog für Archiv- und archivähnliche Bestände und nationales Nachweisinstrument für Nachlässe und Autographen |abruf=2022-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Diccionario rapanui-espanol&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage Santiago de Chile 1938. 2. Auflage in: Idioma Rapanui. Santiago de Chile, 1978, S. 90–287&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tradiciones de la Isla de Pascua en idioma rapanui y castellano&amp;#039;&amp;#039;. Padre las Casas 1939&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La Tierra de Hotu Matu´a&amp;#039;&amp;#039;. Padre las Casas, 1948. 9. Auflage, Editorial Universitaria, Santiago de Chile 2004, ISBN 956-11-1704-5&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Island at the Center of the World. New Light on Easter Island&amp;#039;&amp;#039;. New York: Charles Scribner’s, 1970&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leyendas de Isla de Pascua. Textos bilingües&amp;#039;&amp;#039;. Ediciones de la Universidad de Chile, Santiago de Chile, 1980&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Primer Siglo cristiano de la Isla de Pascua&amp;#039;&amp;#039;. Valparaiso 1964. (Deutsche Neuausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Das erste christliche Jahrhundert der Osterinsel (1864–1964)&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main: Vervuert, 1996)&lt;br /&gt;
* Diverse Zeitschriften-Beiträge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Matthias Buschkühl (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Missionsgeschichte der Osterinsel. Pater Sebastian Englert O.F.M.cap. (1888-1969) zum 100. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; (Ausstellungskatalog), Eichstätt: Universitätsbibliothek 1988, ISBN 3-924109-09-5&lt;br /&gt;
* Ludwig Gschwind: &amp;#039;&amp;#039;Die Osterinsel wurde seine Lebensaufgabe&amp;#039;&amp;#039;. In: Klerusblatt, Zeitschrift der katholischen Geistlichen in Bayern und der Pfalz 90 (2010), Nr. 4, S. 98.&lt;br /&gt;
* Thor Heyderdahl: &amp;#039;&amp;#039;Aku-Aku. Das Geheimnis der Osterinsel.&amp;#039;&amp;#039; Berlin (1957).&lt;br /&gt;
* Alois J. Weichslgartner: &amp;#039;&amp;#039;Pater Sebastian Englert (1888-1969)&amp;#039;&amp;#039;. In: Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben Bd. 12. Weißenhorn: Anton H. Konrad Verlag, 1980, ISBN 978-3-87437-173-5&lt;br /&gt;
* Alois J. Weichslgartner, Pater Sebastian Englert, der ungekrönte König der Osterinsel. Altötting, Drittordens-Verlag 1985.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118955578}}&lt;br /&gt;
* [https://www.greatarchaeology.com/archaeologist_list.php?archaeologist=269 Beschreibung auf &amp;#039;&amp;#039;Great Archaeology&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;!-- Fehlermeldung: &amp;quot;Fatal error&amp;quot;, abgerufen am 6.2.2021 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/Priester-mit-17-leiblichen-Kindern;art575,1730493 Zeitungsartikel] mit Familienfoto vom Tag seiner Primiz im Jahr 1912&lt;br /&gt;
* [http://www.museorapanui.cl/Inicio/ Englert-Museum auf der Osterinsel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118955578|LCCN=n82004328|VIAF=811585}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Englert, Sebastian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapuziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Militärseelsorger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholischer Missionar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sankt-Olav-Ordens (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens Bernardo O’Higgins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osterinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Englert, Sebastian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Englert, Franz Anton&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Missionar und Forscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. November 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dillingen an der Donau|Dillingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Januar 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[New Orleans]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Igallards7</name></author>
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