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	<title>Sebastian Conrad - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Woldemar1958 am 23. April 2026 um 08:27 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Roemerberggespraeche-03-2025-Sebastian Conrad-30761.jpg|mini|Sebastian Conrad (2025)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sebastian Conrad&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. März]] [[1966]] in [[Heidelberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Vademekum der Geschichtswissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, 10. Ausgabe, 2012/2013, Steiner, Stuttgart 2012, S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Historiker]]. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der [[Globalgeschichte]] sowie in der [[Kolonialgeschichte]] und der [[Geschichte der Geschichtsschreibung]]. Seit 2010 lehrt er als [[Professor]] für Neuere Geschichte an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sebastian Conrad studierte [[Geschichte]], [[Japanologie]] und [[Volkswirtschaftslehre]] an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]] der [[Universität Osaka|Osaka Gaikokugo-Universität]] sowie an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/bereiche/nngeschichte1/Sebastian-Conrad/CV-Conrad.pdf |titel=Sebastian Conrad: Curriculum vitae |werk=FU Berlin |format=PDF |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;leben1&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.gsonet.org/shared/articles/bewInfo/Int_Conrad.php |text=Stefan Collet: &amp;#039;&amp;#039;„Wie „deutsch“ die deutschen Hochschulen sind, merkt man erst so richtig mit einem Blick von außen.“ – Gespräch mit dem Rückkehrer Prof. Dr. Sebastian Conrad, European University Institute, Florenz.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 25. Mai 2012. |wayback=20160304070310}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem Forschungsaufenthalt an der [[Universität Tokio]] wurde er 1999 mit einer vergleichenden Arbeit zur Geschichtsschreibung in Japan und der Bundesrepublik Deutschland an der Freien Universität Berlin [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Für seine Dissertation erhielt er im selben Jahr den Dissertationspreis der [[Ernst-Reuter-Gesellschaft]]. Ebenfalls 1999 wurde er in die [[Junge Akademie]] aufgenommen. Von 1999 bis 2003 arbeitete Conrad als wissenschaftlicher Mitarbeiter, 2003 bis 2007 dann als [[Juniorprofessor]] am Fachbereich Geschichtswissenschaften der Freien Universität Berlin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 wechselte er als Professor für Geschichte an das [[Europäisches Hochschulinstitut|Europäische Hochschulinstitut]] in [[Florenz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ae-info.org/ae/Member/Conrad_Sebastian |titel=Sebastian Conrad |werk=Academia Europaea |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bbaw.de/files-bbaw/die-akademie/mitglieder/MitgliederCV/Conrad.pdf |titel=Prof. Dr. Sebastian Conrad. Ordentliches Mitglied der Sozialwissenschaftlichen Klasse |format=PDF |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2010 kehrte Conrad als Professor für Neuere Geschichte an die Freie Universität Berlin zurück. Seit 2012 bietet die Universität den Masterstudiengang „Global History“ in Kooperation mit der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Humboldt-Universität]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.geschichte.hu-berlin.de/de/lehre-und-studium/studiengaenge-und-studienordnungen-1/master-of-arts-global-history |titel=Master of Arts Global History |werk=HU Berlin |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; an, den er seitdem leitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/bereiche/global_history/People/Faculty/Sebastian-Conrad.html |titel=Epochen und Bereiche: Global History: Prof. Dr. Sebastian Conrad |werk=FU Berlin |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/bereiche/nngeschichte/team/Sebastian-Conrad/index.html |titel=Epochen und Bereiche: Neueste Geschichte: Prof. Dr. Sebastian Conrad |werk=FU Berlin |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Conrad war als [[Gastprofessor]] und Gastwissenschaftler an der [[École des hautes études en sciences sociales]] in [[Paris]] und an der [[University of California, Santa Barbara]]; als [[Theodor-Heuss-Professur|Theodor-Heuss-Professor]] an der [[The New School|New School]] in [[New York City|New York]] sowie als [[Fellow]] am [[Wissenschaftskolleg zu Berlin]] und am Tokyo College der [[University of Tokyo]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2018 wurde er in die [[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bbaw.de/die-akademie/bbaw-mitglieder/mitglied-sebastian-conrad |titel=Sebastian Conrad |werk=Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und in die [[Academia Europaea]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; aufgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; 2025 wurde Conrad der [[Schader-Preis]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung ==&lt;br /&gt;
Sebastian Conrads Forschungsgebiete umfassen die [[Globalgeschichte]], die [[Kolonialgeschichte]] sowie die [[Geschichte der Geschichtsschreibung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Auf der Suche nach der verlorenen Nation. Geschichtsschreibung in Westdeutschland und Japan, 1945–1960&amp;#039;&amp;#039; (1999) untersuchte er vergleichend, wie in der Geschichtswissenschaft beider Länder nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] die Geschichte der eigenen Nation neu geschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;#039;&amp;#039;Globalisierung und Nation im Deutschen Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039; (2006) analysierte Conrad die Zusammenhänge zwischen den Prozessen der [[Globalisierung]] und der nationalen Identitätsbildung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Er argumentiert darin, dass Globalisierung und [[Nationalismus]] in keinem Gegensatz stünden, sondern dass das [[Deutsches Kaiserreich|Deutsche Kaiserreich]] seine nationale Selbstdefinition im Kontext einer zunehmend global vernetzten Welt entwickelte. Die Darstellung betont insbesondere die Rolle kolonialer Diskurse, [[Rassentheorie]]n und [[Imperialismus|imperialer]] Ambitionen und beschreibt, wie diese das nationale Denken beeinflussten und zu einer zunehmenden Verflechtung zwischen globaler Expansion und nationaler Selbstbehauptung führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem Überblickswerk &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kolonialgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (5. Auflage 2023) nimmt Conrad eine Neubewertung der deutschen Kolonialpolitik und ihrer Bedeutung für die nationale Geschichte vor. Er argumentiert, dass der [[Deutscher Kolonialismus|deutsche Kolonialismus]] – obwohl zeitlich begrenzt – ein zentraler Bestandteil der deutschen Moderne war. Zudem betont er, dass der Kolonialismus nicht nur ein außenpolitisches oder wirtschaftliches Phänomen darstellte, sondern tief in die deutsche Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft hineinwirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Conrad veröffentlichte 2016 mit &amp;#039;&amp;#039;What Is Global History?&amp;#039;&amp;#039; eine Einführung in Konzepte, Fragestellungen und Methoden der Globalgeschichte. Das Buch diskutiert die Entwicklung des Forschungsfeldes und behandelt grundlegende Fragen nach der Abgrenzung zur [[Weltgeschichte]], nach dem Umgang mit [[Eurozentrismus]], nach Möglichkeiten des historischen Vergleichs sowie nach den politischen Implikationen globalhistorischer Ansätze. Darüber hinaus behandelt es methodische Grenzen und Herausforderungen des globalgeschichtlichen Arbeitens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;#039;&amp;#039;Kulturgeschichte globaler Transformation, 1750–1870&amp;#039;&amp;#039; (2016) argumentiert Conrad, dass zentrale Dimensionen der modernen [[Kulturgeschichte]] – etwa das Verständnis von Zeit und Raum, die Geschichte der [[Aufklärung]], die [[Geschichte der Religion]]en – nur im globalen Kontext angemessen verstanden werden können. Er zeigt dabei, dass zentrale kulturelle Veränderungen dieser Epoche in Reaktion auf global wirksame Herausforderungen standen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Werk &amp;#039;&amp;#039;Die Königin. Nofretetes globale Karriere&amp;#039;&amp;#039; (2024) befasst sich mit der globalgeschichtlichen Rezeptionsgeschichte der [[Nofretete-Büste]] seit ihrer Entdeckung 1912 und ihrer ersten Ausstellung 1924. Conrad untersucht, wie die Büste im Spannungsfeld von [[Archäologie]], Kolonialismus, Nationalismus und [[Kulturelle Identität|kultureller Identität]] zu einer globalen [[Ikone]] wurde und in unterschiedlichen historischen und kulturellen Kontexten jeweils neu interpretiert wurde. Zudem thematisiert er, wie die Debatten um die Büste Fragen nach Besitz, Herkunft und [[Kulturelle Aneignung|kultureller Aneignung]] berühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Conrads Buch &amp;#039;&amp;#039;What Is Global History?&amp;#039;&amp;#039; (2016) wurde international breit rezipiert und in mehreren Rezensionen als Referenzwerk des Feldes der Globalgeschichte eingeordnet. In &amp;#039;&amp;#039;[[The Guardian]]&amp;#039;&amp;#039; lobte [[Serge Gruzinski]] das Werk als exzellenten Überblick („an excellent survey“) über das Forschungsfeld und hob seine präzise, ausgewogene und überzeugende Darstellung hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Serge Gruzinski |url=https://www.theguardian.com/books/2016/sep/21/history-can-no-longer-be-viewed-in-splendid-isolation-what-is-a-global-historian |titel=&amp;#039;History can no longer be viewed in splendid isolation&amp;#039;: what is a global historian? |werk=The Guardian |datum=2016-09-21 |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Pankaj Mishra]] schrieb im &amp;#039;&amp;#039;BBC History Magazine&amp;#039;&amp;#039;, er könne sich kein besseres Einführungswerk („can’t think of a more useful guide“) in die Globalgeschichte vorstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Pankaj Mishra |Titel=All heaven and earth. Pankaj Mishra selects books that take a wider view of history |Reihe=BBC History Magazine |Datum=2016-12-25 |Seiten=73 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Cyrus Schayegh charakterisierte das Buch in einer Rezension für &amp;#039;&amp;#039;[[sehepunkte]]&amp;#039;&amp;#039; als neuen Goldstandard („new gold standard“) des Fachs und bezeichnete es als scharfsinnig, ausgewogen und auf den Punkt gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Cyrus Schayegh |url=https://www.sehepunkte.de/2019/07/32057.html |titel=Sebastian Conrad: What Is Global History? |werk=sehepunkte |datum=2019 |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Christopher Goscha]] nannte das Werk ein Juwel („gem of a book“), dem es auf brillante Weise gelinge, die Komplexität des Forschungsfeldes verständlich zu vermitteln, ohne die Leserschaft im theoretischen Fachjargon zu verlieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christopher Goscha |url=https://shepherd.com/best-books/empires-in-world-history |titel=The best books on empires in world history |werk=Shepherd |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Buch wurde in vierzehn Sprachen übersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Die Königin. Nofretetes globale Karriere&amp;#039;&amp;#039; (2024) wurde im Erscheinungsjahr sowohl für den [[Deutscher Sachbuchpreis|Deutschen Sachbuchpreis]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutscher-sachbuchpreis.de/presse/detail/deutscher-sachbuchpreis-2024-die-nominierten-stehen-fest |titel=Deutscher Sachbuchpreis 2024: Die Nominierten stehen fest |werk=Deutscher Sachbuchpreis |datum=2024-03-23 |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als auch für den [[NDR Sachbuchpreis]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ndr.de/kultur/buch/sachbuchpreis/NDR-Sachbuchpreis-2024-Diese-drei-Buecher-stehen-auf-der-Shortlist,sachbuchpreis648.html |titel=NDR Sachbuchpreis 2024: Diese drei Bücher standen auf der Shortlist |werk=NDR |datum=2024-11-07 |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nominiert. Der &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschlandfunk]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete die Lektüre als „faszinierend“; Conrad gelinge es, „ausgehend von einem ikonischen Kunstwerk eine wirklich globale Geschichte der letzten 100 Jahre und der großen, heute besonders aktuellen Debatten um weltweite Machtverhältnisse zu erzählen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Catherine Newmark |url=https://bilder.deutschlandfunk.de/9f/90/27/7b/9f90277b-30fb-4f2d-84a6-0977dfc3d403/sebastian-conrad-die-koenigin-nofretetes-globale-karriere-100.pdf |titel=Sebastian Conrad: Die Königin. Nofretetes globale Karriere: Schönheit, Schuld und weltweite Machtverhältnisse |werk=Deutschlandfunk Kultur |datum=2024-01-31 |format=PDF |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ronald Düker lobte Conrad in der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit|Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; als „glänzenden Erzähler“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ronald Düker |url=https://www.zeit.de/2024/24/nofretete-sebastian-conrad-beyonce-berlin-museum |titel=Die erste Miss Universe. Der Historiker Sebastian Conrad entziffert Nofretetes letzte große Geheimnisse. |werk=Zeit |datum=2024-06-03 |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Suzanne Marchand]] würdigte in &amp;#039;&amp;#039;sehepunkte&amp;#039;&amp;#039; insbesondere die Abschnitte zur Frage der rassifizierten Identität Nofretetes und hob hervor, Conrad gelinge eine überzeugende Analyse der politischen, persönlichen und kommerziellen Agenden, die die entsprechenden Deutungen prägen („does a marvelous job of critically assessing the agendas“).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Suzanne Marchand |url=https://www.sehepunkte.de/2024/09/39202.html |titel=Grout: Playing Cleopatra. Inventing the Female Celebrity in Third Republic France / Conrad: Die Königin. Nofretetes globale Karriere |werk=sehepunkte |datum=2024 |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Die Ägyptologin Susanne Voss äußerte in der &amp;#039;&amp;#039;[[Orientalistische Literaturzeitung|Orientalistischen Literaturzeitung]]&amp;#039;&amp;#039; hingegen deutliche Kritik. Sie bemängelte „widersprüchlich(e) und kontrafaktisch(e)“ Argumentationen und warf Conrad vor, seine Darstellung der Fundteilung reihe sich „in die andauernden antisemitischen Diffamierungen“ ein, denen der jüdische Ausgräber [[Ludwig Borchardt]] „zeit seines Lebens und verschärft nach 1933 erleiden musste“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Susanne Voss |Titel=Welche Farbe hat Nofretete? Die ‚bunte Königin‘ im postkolonialen Narrativ |Sammelwerk=Orientalistische Literaturzeitung |Band=119 |Nummer=4-5 |Datum=2025-05-07 |ISSN=2196-6877 |Seiten=201–213 |DOI=10.1515/olzg-2024-0068}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; In einem Beitrag der &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|Frankfurter Allgemeinen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; reagierte Conrad auf diese Kritik. Er wies den Vorwurf zurück und argumentierte, die Debatte über die Fundteilung habe nichts mit Borchardts Religionszugehörigkeit zu tun; die damalige Regelung, bei der die Hälfte der Funde an die Sponsoren der Grabungen ging, sei vielmehr Ausdruck kolonialer Machtverhältnisse gewesen und sei nach der ägyptischen Unabhängigkeit 1922 abgeschafft worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sebastian Conrad |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/um-die-deutung-von-nofretetes-beruehmter-bueste-wird-weiter-gerungen-110698500.html |titel=Ist sie „weiß“, „schwarz“ oder „ägyptisch“? |werk=Frankfurter Allgemeinen Zeitung |datum=2025-09-25 |sprache=de |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
=== Monografien ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Auf der Suche nach der verlorenen Nation. Geschichtsschreibung in Westdeutschland und Japan, 1945–1960&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 134). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1999, ISBN 3-525-35798-2 (Zugleich: Berlin, Freie Universität, Dissertation, 1999; in englischer Sprache: &amp;#039;&amp;#039;The Quest for the lost Nation. Writing History in Germany and Japan in the American Century&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;The California World History Library.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12). Translated by Alan Nothnagle. University of California Press, Berkeley (CA) u. a. 2010, ISBN 978-0-520-25944-7).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Globalisierung und Nation im Deutschen Kaiserreich.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-54965-9 (In englischer Sprache: &amp;#039;&amp;#039;Globalisation and the nation in imperial Germany.&amp;#039;&amp;#039; Translated by Sorcha O’Hagan. Cambridge University Press. Cambridge u. a. 2010, ISBN 978-0-521-17730-6).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kolonialgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beck’sche Reihe.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2448). C.H. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-56248-8. (In englischer Sprache: &amp;#039;&amp;#039;German Colonialism: A Short History&amp;#039;&amp;#039;, Translated by Sorcha O&amp;#039;Hagan. Cambridge University Press 2012, ISBN 978-1-107-40047-4).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Globalgeschichte. Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beck’sche Reihe&amp;#039;&amp;#039; 6079). C.H. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64537-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;What is Global History?&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton, N.J. 2016, ISBN 978-1-4008-8096-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verso il mondo moderno: Una storia culturale&amp;#039;&amp;#039; Giulio Einaudi editore s.p.a., Turin 2022; ISBN 978-88-06-25407-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Königin. Nofretetes globale Karriere.&amp;#039;&amp;#039; Propyläen, Berlin 2024, ISBN 978-3-549-10074-5.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ronald Düker |Titel=Nofretete: Die erste Miss Universe |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |Datum=2024-06-03 |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/2024/24/nofretete-sebastian-conrad-beyonce-berlin-museum |Abruf=2025-06-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Als Herausgeber ===&lt;br /&gt;
* mit [[Jürgen Osterhammel]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kaiserreich transnational. Deutschland in der Welt 1871–1914.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-36733-3.&lt;br /&gt;
* mit [[Iriye Akira|Akira Iriye]] und Jürgen Osterhammel: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Welt. 1750–1870. Wege zur modernen Welt.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-64104-6.&lt;br /&gt;
* mit [[Aleida Assmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Memory in a Global Age. Discourses, Practices and Trajectories&amp;#039;&amp;#039; Palgrave Macmillan, London 2010, ISBN 978-0-230-27291-0.&lt;br /&gt;
* mit Dominic Sachsenmaier: &amp;#039;&amp;#039;Competing Visions of World Order: Global Moments and Movements, 1880s-1930s&amp;#039;&amp;#039; Palgrave Macmillan, New York 2007, ISBN 978-1-4039-7988-9.&lt;br /&gt;
* mit [[Shalini Randeria]]: &amp;#039;&amp;#039;Jenseits des Eurozentrismus. Postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften&amp;#039;&amp;#039; Campus, Frankfurt 2002, ISBN 978-3-593-39517-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Buchbeiträge ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eine Kulturgeschichte globaler Transformation, 1750–1870&amp;#039;&amp;#039;. In: Sebastian Conrad, Jürgen Osterhammel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wege zur modernen Welt, 1750–1870&amp;#039;&amp;#039; (Geschichte der Welt, Band 4). C. H. Beck, München 2016, S. 411–625, ISBN 978-3-406-64104-6 (in Englisch: &amp;#039;&amp;#039;A Cultural History of Global Transformation &amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;An Emerging Modern World&amp;#039;&amp;#039;. Harvard University Press 2018, 433–708, ISBN 978-0-674-04720-4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121329534}}&lt;br /&gt;
* [https://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/institut/mitglieder/Professorinnen_und_Professoren/conrad.html Sebastian Conrad auf der Seite des Fachbereichs Geschichte der FU Berlin]&lt;br /&gt;
* [https://exoriente.academia.edu/SebastianConrad Sebastian Conrad] auf [[Academia.edu]]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=ELvBd2-SqgQ History on Tape – Interview with Sebastian Conrad auf youtube.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121329534|LCCN=n00036501|NDL=031286934|VIAF=71559284}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Conrad, Sebastian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuzeithistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Globalhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Freie Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Academia Europaea]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1966]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker (Geschichte des Kolonialismus)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Conrad, Sebastian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. März 1966&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Woldemar1958</name></author>
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