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	<title>Sebalder Reichswald - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sebalder_Reichswald&amp;diff=216291&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Militärische Nutzung */ Leerzeichen vor Link eingefügt</title>
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		<updated>2025-08-29T19:53:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Militärische Nutzung: &lt;/span&gt; Leerzeichen vor Link eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Nationalpark&lt;br /&gt;
|title           =&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sebalder Reichswald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der nördlich der [[Pegnitz (Fluss)|Pegnitz]] gelegene Teil des [[Nürnberger Reichswald]]es; südlich schließt sich der [[Lorenzer Reichswald]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bedeckt eine Fläche von ca. 10.000&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] und erstreckt sich ca. 25&amp;amp;nbsp;km breit auf der Achse [[Erlangen]]-[[Lauf an der Pegnitz|Lauf]]; die nördliche Grenze bildet der Fluss [[Schwabach (Regnitz)|Schwabach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name stammt von [[St. Sebald (Nürnberg)|St. Sebald]], der Hauptkirche des gleichnamigen und nördlich der Pegnitz gelegenen [[Nürnberg]]er Stadtteils.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ungefähr um 720 wurde der Reichswald mit dem fränkischen Königsbann belegt. Durch Übernutzung und folgender Aufforstung wandelte sich der ursprüngliche Kiefern-Birken-Eichen-Mischwald zu einem Kiefernwald.&lt;br /&gt;
[[Datei:Sebalder Reichswald Bannwald-Denkmal 001.JPG|mini|links|hochkant|Das Bannwalddenkmal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sebalder Reichswald wurde 1024 von Kaiser [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]] dem [[Hochstift Bamberg]] übertragen; Kaiser [[Heinrich III. (HRR)|Heinrich III.]] schlug ihn wieder dem Reichsgut um Nürnberg zu. Der Wald wurde als Reichslehen von einem Forstmeister verwaltet. Seit 1273 waren damit die [[Burggrafschaft Nürnberg|Burggrafen von Nürnberg]] belehnt und gliederten ihn ihrem Amt Heroldsberg an. 1385 wurde der Wald der [[Reichsstadt Nürnberg]] verpfändet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;W. Bauernfeind 2000&amp;quot;&amp;gt;{{Stadtlexikon Nürnberg|id=4936|lemma=Sebalder Reichswald|autor=WB|seite=968}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1427 verkaufte der Burggraf [[Friedrich IV. (Nürnberg)|Friedrich IV.]] den Wald an die Reichsstadt Nürnberg, behielt sich jedoch einige Rechte vor, die Anlass zu vielen Streitereien in den folgenden Jahrhunderten waren. 1489 wurde die Verwaltung von Lorenzer und Sebalder Reichswald durch Waldämter vereinheitlicht. Die ca. 11.500 ha wurden ursprünglich in sechs, ab dem 15. Jahrhundert in zehn Waldhufen aufgeteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;W. Bauernfeind 2000&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1806 kam der Wald zusammen mit Nürnberg zum [[Königreich Bayern]]. Durch Übernutzung war er wieder einmal in einem beklagenswerten Zustand. Die Kiefern-Monokulturen wurden 1896 durch den Kiefernspanner zu einem großen Teil vernichtet. Ein Drittel der Gesamtfläche musste abgeholzt werden. In den Folgejahren wurde er wieder großflächig mit Kiefern aufgeforstet. Das charakteristische Aussehen des Kiefernwaldes hat ihm den Namen „Steckerlaswald“ eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steckerlswald.jpg|mini|Der „Steckerlaswald“]]&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gingen große Flächen für militärische Einrichtungen (Munitionslager, Übungsgebiete, Schießplätze) verloren.&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren wurden Teilabschnitte der Autobahn Regensburg&amp;amp;nbsp;– Frankfurt (heute [[Bundesautobahn 3|A 3]]) durch den Wald gebaut und nach dem Zweiten Weltkrieg fertiggestellt und ausgebaut. Das einzige weitere Großprojekt war die Errichtung des [[Flughafen Nürnberg|Flughafens]] (Eröffnung 1955). Darüber hinaus hatte der Sebalder Reichswald – im Gegensatz zum Lorenzer – nur geringe Flächenverluste zu verzeichnen. Teilweise ist dies auf die ehemalige militärische Nutzung (siehe unten), teilweise auch auf die Auswirkungen des Flughafens, welcher auch das Wachstum des Nürnberger Stadtteils [[Buchenbühl]] zum Erliegen brachte, zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Aufkommen des Umweltschutzgedankens Anfang der 1970er Jahre wurden seine ökologische Funktion sowie die Nutzung als Naherholungsgebiet wichtiger. Am 1. August 1979 wurde der Sebalder Reichswald als erster Wald Bayerns zum [[Bannwald]] erklärt und unter Schutz gestellt.&lt;br /&gt;
Dieser Schutz scheint jedoch nur beschränkt wirksam zu sein. So gab es lange Zeit Pläne, eine [[Bundesstraße 4f|zusätzliche Nordanbindung]] des [[Flughafen Nürnberg|Flughafens Nürnberg]] an die [[Bundesautobahn 3|A3]] durch den Sebalder Reichswald zu schaffen. Das Vorhaben ist aber derzeit aufgrund einer Bodenkontamination mit [[Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen|PFAS]]-Altlasten am Flughafen Nürnberg zurückgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/pfc-am-flughafen-bodensanierung-dauert-noch-viele-jahre-1.7285930 |titel=PFC am Flughafen: Bodensanierung dauert noch viele Jahre |abruf=2019-05-19 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Wahlkampf für die Oberbürgermeisterwahl 2020 in Nürnberg nahmen die drei aussichtsreichsten Kandidaten (darunter auch der letztliche Sieger [[Marcus König]], CSU) jedoch Abstand von Plänen einer Flughafen-Nordanbindung, so dass diese auf absehbare Zeit politisch nicht mehr verfolgt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militärische Nutzung ==&lt;br /&gt;
An verschiedenen Stellen wurde der Wald durch [[Bayerische Armee]], [[Reichswehr]], [[Wehrmacht]] und US-Armee militärisch genutzt, beispielsweise gab es im Süden Erlangens einen Standort-Übungsplatz.&lt;br /&gt;
Dies führt unter anderem dazu, dass bis heute in einem großen Teil des Waldes das Verlassen der befestigten Wege wegen der Gefahr durch Munition verboten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Weissensee Sebalder Reichswald f se keichwa.jpg|mini|Weißensee im Erlenstegener Forst]]&lt;br /&gt;
Zum Sebalder Reichswald gehören die Forste [[Tennenloher Forst]], [[Buckenhofer Forst]], [[Dormitzer Forst]], [[Kalchreuther Forst]], [[Neunhofer Forst]] und [[Kraftshofer Forst]], [[Erlenstegener Forst]], [[Behringersdorfer Forst]], das gemeindefreie Gebiet [[Geschaidt]], der [[Rückersdorfer Forst]] und der [[Günthersbühler Forst]]. Im Erlenstegener Forst, direkt an der Autobahn, liegt der &amp;#039;&amp;#039;Weißensee&amp;#039;&amp;#039;, den [[Albrecht Dürer]] in [[Aquarell]]technik malte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur an wenigen Stellen überschreitet der Wald die 400-m-Höhenmarke (z.&amp;amp;nbsp;B. am Mistelberg (418&amp;amp;nbsp;m) bei [[Kalchreuth]], welches selbst 413&amp;amp;nbsp;m hoch liegt; und am Schmalzberg (406&amp;amp;nbsp;m), heute im Ortsteil [[Ludwigshöhe (Rückersdorf)|Ludwigshöhe]] der Gemeinde [[Rückersdorf (Mittelfranken)|Rückersdorf]] gelegen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Boden ist meist sandig und regelmäßig mit Kiefern bepflanzt; bisweilen sind Birken oder auch Erlen eingemischt. Außerdem ist er zumeist von Heidel- oder Preiselbeersträuchern bewachsen. Der Sebalder Reichswald ist damit ein wichtiger Bestandteil der [[Sandachse Franken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Gebiete, insbesondere der Erlenstegener Forst, sind von zahlreichen Entwässerungsgräben durchzogen. Nach niederschlagsreichen Witterungsperioden sind flacheren Teile des Reichswaldes  für einige Zeit [[sumpf]]ig, d.&amp;amp;nbsp;h. der Wald wirkt als Wasserspeicher, in Dürreperioden dagegen kann es zu Waldbränden kommen. Bedeutend ist der [[Naturwald Feuchtwälder im Nürnberger Reichswald]], der eine Teilfläche im Sebalder Reichswald hat und das größte Waldschutzgebiet in Mittelfranken ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmäler und Gedenksteine ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hasensteinsäule.jpg|mini|Die Hasensteinsäule]]&lt;br /&gt;
Im Wald befinden sich eine ganze Reihe von Denkmälern, Gedenksteinen, Brunnen, Quellen und andere Besonderheiten. Darunter fallen u.&amp;amp;nbsp;a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Bannwalddenkmal im Dormitzer Forster erinnert an die Erklärung des Sebalder Reichswaldes zum Bannwald.&lt;br /&gt;
* Der Fuchsstein im Buckenhofer Forst wurde 1976 aufgestellt und erinnert an das Vorkommen der Füchse im Wald.&lt;br /&gt;
* Die Hasensteinsäule zeigt einen Hasen mit fünf Läufen.&lt;br /&gt;
* Der Gesundbrunnen zwischen Buckenhof und Uttenreuth wurde bereits im 18. Jahrhundert aufgrund seines kohlensäurehaltigen Wassers geschätzt. Heute fließt aus ihm jedoch kaum noch Wasser.&lt;br /&gt;
* In der Nähe des Steinbruchs Ohrwaschl im Tennenloher Forst befinden sich die Ohrwaschlbrücke und die Reste des ehemaligen Wirtshauses Ohrwaschl. Dieses wurde wegen der Beeinträchtigungen durch Schießübungen der US-Armee geschlossen und später abgetragen.&lt;br /&gt;
* Mehrere vermutlich [[spätmittelalter]]liche [[Steinkreuz]]e, darunter das &amp;#039;&amp;#039;[[Weißes Kreuz (Forst Tennenlohe)|Weiße Kreuz]]&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;[[Siebenstein (Forst Tennenlohe)|Siebenstein]]&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;[[Fuhrmannsstein]]&amp;#039;&amp;#039; im Forst Tennenlohe und das [[Frauenkreuz im Kraftshofer Forst]].&lt;br /&gt;
* Die [[Dürerquelle]] am Waldrand bei Kalchreuth verewigte der berühmte Maler im Bild &amp;#039;&amp;#039;Quelle im Wald mit Antonius und Paulus&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Der sieben Meter hohe [[Franz Köhl|Franz-Köhl-Turm]] in der Nähe des Gründlacher Berges wurde zum Beobachten von Schießübungen 1936 errichtet.&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Rote Marter&amp;#039;&amp;#039; markiert den Grenzpunkt zwischen dem Tennenloher, Neunhofer und Dormitzer Forst, die &amp;#039;&amp;#039;Wolfs-Marter&amp;#039;&amp;#039; den zwischen dem Neunhofer, Kraftshofer und Dormitzer Forst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2016 wurden viele markante Plätze mit Schildern versehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-infoschilder-im-sebalder-reichswald.html | Bayerische Staatsforsten: Neue Infoschilder im Sebalder Reichswald]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu gibt es auch online eine Karte: {{Internetquelle |url=http://www.baysf.de/de/ueber-uns/standorte/forstbetriebe/nuernberg/denkmaeler-im-nuernberger-reichswald.html |titel=Denkmäler im Nürnberger Reichswald  |zugriff=2017-07-15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildungs- und Freizeiteinrichtungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wildschweingehege Buckenhofer Forst.jpg|mini|Das Wildschweingehege im Buckenhofer Forst]]&lt;br /&gt;
* Im [[Tennenloher Forst]] befindet sich ein Gehege mit [[Przewalski-Pferd|Urwildpferden]].&lt;br /&gt;
* Im [[Buckenhofer Forst]] befindet sich ein Wildschweingehege, das zwischenzeitlich wegen der [[Afrikanische Schweinepest|Afrikanischen Schweinpest]] aufgelassen wurde (zu hohe Anforderung an die Sicherung des Geheges).&lt;br /&gt;
* Zwischen [[Kalchreuth]] und Neunhof kann ein Gehege mit [[Damhirsch|Damwild]] und Ziegen von einem Hochstand aus beobachtet werden.&lt;br /&gt;
* Südlich von Kalchreuth gibt es seit 2003 den Bodenlehrpfad Kalchreuth–Wolfsfelden mit zehn Stationen.  Die erste Station liegt an der [[Wolfsfelden|Wolfsfelder Wiese]] an der Straße von Kalchreuth nach Neunhof. Einen Waldlehrpfad gibt es nördlich von [[Ziegelstein (Nürnberg)|Ziegelstein]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://nuernberg-stadt.bund-naturschutz.de/publikationen/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2010/132010-spaziergang-im-urwald |titel=13/2010 „Spaziergang im Urwald“ – BUND Naturschutz in Bayern e.&amp;amp;nbsp;V. |abruf=2020-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Nördlich des [[Flughafen Nürnberg|Flughafens Nürnberg]] und südlich der [[Bundesautobahn 3|Autobahn A 3]] befindet sich im [[Kraftshofer Forst]] die Anlage des Golfclubs Nürnberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sandachse Franken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Forstamt Erlangen: Gedenksteine, Quellen und andere Besonderheiten im Sebalder Reichswald, 2004, ISBN 3-00-014252-5.&lt;br /&gt;
* {{Gebessler Stadt und Landkreis Erlangen|SEITE = 146 |SEITE-BIS=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lfu.bayern.de/doc/lehrpfade_boden_geologie/32.pdf Bodenlehrpfad Kalchreuth-Wolfsfelden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Nürnberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet im Landkreis Nürnberger Land]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Erlangen-Höchstadt)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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