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	<title>Seßlach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Se%C3%9Flach&amp;diff=322174&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Serols: Änderungen von ~2026-22774-42 (Diskussion) auf die letzte Version von Timk70 zurückgesetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Se%C3%9Flach&amp;diff=322174&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-13T08:06:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-22774-42&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-22774-42&quot;&gt;~2026-22774-42&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-22774-42&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-22774-42 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Timk70&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Timk70 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Timk70&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Stadt&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Sesslach COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 50/11/16/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 10/50/36/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Seßlach in CO.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Bayern&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Oberfranken&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Coburg&lt;br /&gt;
|Höhe              = 271&lt;br /&gt;
|PLZ               = 96145&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 09569, [[Gemünda in Oberfranken|09567]]&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 09473165&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 23 [[Gemeindeteil]]e&lt;br /&gt;
|Straße            = Marktplatz 98&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.sesslach.de/ www.sesslach.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Maximilian Neeb&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel= [[Bürgermeister#Bayern|Erster Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
|Partei            = Freie Wähler&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seßlach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Stadt]] im [[Oberfranken|oberfränkischen]] [[Landkreis Coburg]]. Seßlach hat ein außergewöhnlich gut erhaltenes mittelalterliches Stadtbild und wurde als historische Filmkulisse überregional bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sesslach Stadtmauer.jpg|mini|Teil der mittelalterlichen Stadtmauer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sesslachmai08 2.jpg|mini|Rothenberger Stadttor]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sesslach-Innenstadt1.jpg|mini|hochkant|Innenstadt Seßlach]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sesslachmai08 22.jpg|mini|Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Seßlach-Hattersdorfer-Torturm.jpg|mini|hochkant|Hattersdorfer Stadttor]]&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Seßlach grenzt (von Nordwesten beginnend im Uhrzeigersinn) an die Stadt [[Heldburg]], die Stadt [[Ummerstadt]] ([[Landkreis Hildburghausen]], [[Thüringen]]), die Gemeinden [[Weitramsdorf]], [[Ahorn (Landkreis Coburg)|Ahorn]], [[Großheirath]], [[Itzgrund]] (Landkreis Coburg), die Gemeinden [[Untermerzbach]], [[Pfarrweisach]] und den Markt [[Maroldsweisach]] ([[Landkreis Haßberge]], [[Unterfranken]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Die Stadtgemeinde hat 23 [[Gemeindeteil]]e (in Klammern sind der [[Siedlungstyp]] und die Einwohnerzahl, Stand 30.&amp;amp;nbsp;Juni 2022, angegeben):&amp;lt;ref&amp;gt;{{BLO Ortsdatenbank |objekt=Gemeinde Seßlach |val=1186 |abruf=2021-06-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BayernPortal Ortsteile |val=16664450478 |objekt=Gemeinde Seßlach |abruf=2021-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sesslach.de/index.php/stadtinfo/zahlen-daten |titel=Stadt Seßlach - Zahlen &amp;amp; Daten |werk=www.sesslach.de |datum=2022-06-30 |abruf=2022-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=17em |anzahl=3 |gesamtbreite=53em |liste=&lt;br /&gt;
* [[Aumühle (Seßlach)|Aumühle]]&lt;br /&gt;
* [[Autenhausen]] ([[Pfarrdorf]], 284)&lt;br /&gt;
* [[Bischwind (Seßlach)|Bischwind]] ([[Kirchdorf (Siedlungstyp)|Kirchdorf]], 92)&lt;br /&gt;
* [[Dietersdorf (Seßlach)|Dietersdorf]] (Kirchdorf, 423)&lt;br /&gt;
* [[Eckersdorf (Seßlach)|Eckersdorf]] (Siedlung, 20)&lt;br /&gt;
* [[Gehegsmühle]] ([[Einöde]])&lt;br /&gt;
* [[Schloss Geiersberg|Geiersberg]] (Schloss)&lt;br /&gt;
* [[Gemünda in Oberfranken|Gemünda i.OFr.]] (Pfarrdorf, 478)&lt;br /&gt;
* [[Gleismuthhausen]] (Kirchdorf, 93)&lt;br /&gt;
* [[Hattersdorf]] ([[Dorf]], 132)&lt;br /&gt;
* [[Heilgersdorf]] (Pfarrdorf, 460)&lt;br /&gt;
* [[Heinersdorf (Seßlach)|Heinersdorf]] (Einöde, 7)&lt;br /&gt;
* [[Krumbach (Seßlach)|Krumbach]] (Dorf, 65)&lt;br /&gt;
* [[Lechenroth]] (Dorf, 69)&lt;br /&gt;
* [[Merlach (Seßlach)|Merlach]] (Dorf, 87)&lt;br /&gt;
* [[Muggenbach]] (Einöde)&lt;br /&gt;
* [[Oberelldorf]] (Kirchdorf, 142)&lt;br /&gt;
* [[Rothenberg (Seßlach)|Rothenberg]] (Kirchdorf, 86)&lt;br /&gt;
* Seßlach (Hauptort, 1281)&lt;br /&gt;
* [[Setzelsdorf]] (Dorf, 31)&lt;br /&gt;
* [[Trammershof]] ([[Weiler]])&lt;br /&gt;
* [[Unterelldorf]] (Dorf, 136)&lt;br /&gt;
* [[Wiesen (Seßlach)|Wiesen]] (Weiler, 45)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt die [[Gemarkung]]en Autenhausen, Bischwind, Dietersdorf, Gemünda in Oberfranken, Gleismuthhausen, Hattersdorf, Heilgersdorf, Lechenroth, Merlach, Oberelldorf, Rothenberg, Seßlach und Unterelldorf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ldbv.bayern.de/service/download/uebersichten.html |titel=Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis |hrsg=Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung |datum=2020-07-14 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210202235317/https://www.ldbv.bayern.de/service/download/uebersichten.html |archiv-datum=2021-02-02 |abruf=2021-01-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bis zum 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Nach der Zerschlagung des Thüringer Reiches (531) wurde der [[Grabfeld]]gau durch fränkische Bauern besiedelt. Aus dem Osten drangen auch [[Slawen|slawische]] Siedler auf der Flucht vor ihren [[Awaren|awarischen]] Bedrängern in das Gebiet des Obermains vor. Noch im 11. Jahrhundert waren zahlreiche Slawen in [[Franken (Region)|Franken]] noch nicht christianisiert. Als [[Urpfarrei]]en des [[Bistum Würzburg|Bistums Würzburg]] wurden u.&amp;amp;nbsp;a. [[Baunach]], [[Pfarrweisach]] und Seßlach angelegt. Der Schutzpatron Seßlachs, der heilige [[Johannes der Täufer]], verweist als Missionsheiliger auf die Funktion der Pfarrei als Stützpunkt der [[Slawenmission]]. 1007 wurde das [[Bistum Bamberg]] im Slawengebiet begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste urkundliche Erwähnung der beiden Ansiedlungen auf dem Kirchhügel und dem Geiersberg war im Jahr 800 n. Chr. Die Äbtissin Emhild des [[Kloster Milz|Klosters Milz]] übertrug in dieser Urkunde der [[Abtei Fulda]] die Milzer Güter in „Duo Sezelaha“ zusammen mit dem übrigen Klosterbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 837 wurde in einer weiteren Urkunde von „Sezzilahono marca“ gesprochen, als Gaugraf Asis, ein Enkel [[Karl der Große|Karls des Großen]], seine Besitzungen ebenfalls der Abtei Fulda vermachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Würzburger Bischof 1120 durch Kaiser [[Heinrich V. (HRR)|Heinrich V.]] mit dem [[Herzogtum Franken]] belehnt worden war, bestimmte man Seßlach zum Amtssitz und [[Zentgericht]]. 1154 erschien ein Hugo von Sezzelah als würzburgischer Dienstmann auf der Burg Geiersberg über dem Ort. Die Burg dürfte also um 1120/30 entstanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1223 wurde die Siedlung als „Sezzelaha“ in einer Urkunde genannt. Sie wurde 1244 in einem Konflikt zwischen Herzog [[Otto II. (Meranien)|Otto VIII. von Meran]] und dem [[Hochstift Würzburg]] zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1335 verlieh Kaiser [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig der Bayer]] der Civitas das Stadt- und Befestigungsrecht nach dem Muster der [[Reichsstadt Gelnhausen]]. Die Nachbarstadt [[Ebern]] wurde gleichzeitig in dieser Weise aufgewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1399 schlossen sich die Seßlacher Bürger dem Elfstädtebund gegen das [[Hochstift Würzburg|Würzburger Hochstift]] an. Die Städte versuchten damals, sich von der Abhängigkeit vom Hochstift zu lösen und den Status der [[Reichsunmittelbarkeit]] zu erlangen. Dieses Bündnis wurde 1400 in der [[Schlacht von Bergtheim]] zerschlagen. Maßgeblichen Anteil an der Niederlage des Städtebundes hatten die etwa 60 Ritter und [[Edelknecht]]e aus den benachbarten [[Haßberge]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Beteiligung der Bürgerschaft am [[Deutscher Bauernkrieg|Bauernkrieg]] von 1525 endete tragisch. Der Würzburger Bischof [[Konrad II. von Thüngen|Konrad]] ließ fünf Rädelsführer auf dem Marktplatz enthaupten, nachdem er bereits am selben Tag im nahen Ebern elf Mann gerichtet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] kam es zu mehreren Plünderungen und Brandschatzungen. Bei der Erstürmung der Stadt durch die kaiserlichen Truppen waren neben vielen Verletzten auch sechs Tote zu beklagen (1640). Die eigentlich verbündeten Soldaten hatten die Stadttore verschlossen vorgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit der [[Koalitionskriege|Napoleonischen Kriege]] hatte Seßlach unter zahlreichen Einquartierungen und Truppenaushebungen zu leiden. 1802 wurde das Hochstift Würzburg [[Säkularisation in Bayern|säkularisiert]]. Seßlach kam über das [[Großherzogtum Würzburg]] schließlich 1810 zum [[Königreich Bayern]]. 1812 wurde das [[Landgericht Seßlach|königliche Landgericht]] (ab 1879 [[Amtsgericht Seßlach]] im [[Landkreis Staffelstein|Bezirksamt Staffelstein]]) eingerichtet. Im Jahr 1840 hatte Seßlach 665 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Gunzelmann |Titel=Die Kulturlandschaft um 1840 |Hrsg=Günther Dippold |Sammelwerk=Im oberen Maintal auf dem Jura an Rodach und Itz |Verlag=Selbstverlag der Kreissparkasse Lichtenfels |Ort=Lichtenfels |Datum=1990 |Sprache=de |Seiten=75}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Seßlach ist seit dem Jahr 1361 ein mittelalterliches [[Leprosorium]] auf einem „mons leprosorum“ nachweisbar, das Nikolaus geweiht war. Später war von dem Leprosorium noch eine Siechkapelle erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.muenster.org/lepramuseum/tab-bay.htm |titel=Dokumentation: Mittelalterliche Leprosorien im heutigen Bayern |werk=Die Klapper, Zeitschrift der Gesellschaft für Leprakunde |datum=1995 |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150206175517/http://www.muenster.org/lepramuseum/tab-bay.htm |archiv-datum=2015-02-06 |abruf=2017-08-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
1905 fielen 13 Wohnhäuser und zahlreiche Scheunen und Nebengebäude einem Großbrand um den Marktplatz zum Opfer. Die anschließende historisierende Neubebauung fügt sich trotz einiger [[Jugendstil]]elemente gut in das alte Stadtbild ein.&lt;br /&gt;
[[Datei:Seßlach Rodachbrücke-20180506-RM-191000.jpg|mini|Rodachbrücke]]&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ergab sich die Stadt am 9.&amp;amp;nbsp;April 1945 kampflos den anrückenden Amerikanern. Beim Vormarsch durch das Rodachtal kam es jedoch zu einigen Schäden in den Ortsteilen Rothenberg, Oberelldorf und Dietersdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Teilung Deutschlands verlor Seßlach sein Hinterland in [[Südthüringen]]. Besonders die Verbindungen zur Nachbarstadt [[Heldburg]] wurden vollständig unterbrochen. Allerdings hatte man sich auch schon vorher größtenteils nach Süden und Westen orientiert. Durch die Ansiedlung zahlreicher Flüchtlinge und [[Heimatvertriebene]]r wuchs das mittelalterliche Städtchen weit über seine historischen Stadtmauern hinaus. Die Einwohnerzahl verdoppelte sich nahezu, große Neubaugebiete entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971 begann die Gemeinde mit der Sanierung der historischen Altstadt. 1986/87 errang Seßlach die Titel Landes- bzw. Bundessieger für beispielhafte Stadtsanierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1985 konnte man das 650-jährige Stadtjubiläum feiern. Durch die Öffnung des [[Eiserner Vorhang|Eisernen Vorhangs]] 1989 verlor die Stadt ihre ungünstige Randlage an der [[Innerdeutsche Grenze|innerdeutschen Grenze]]. Die alten Verbindungen nach [[Thüringen]] konnten teilweise rasch wiederhergestellt werden. Das in seltener Vollständigkeit erhaltene historische Stadtbild zieht zahlreiche Touristen aus dem In- und Ausland an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1972 wurde das Seßlacher Land im Zuge der Gebietsreform trotz der historischen Verbindungen zu Unterfranken dem Landkreis Coburg zugeschlagen. Allerdings gehörte das Gebiet bereits vorher zum aufgelösten [[Landkreis Staffelstein]] und somit zu Oberfranken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Bayern]] wurde am 1.&amp;amp;nbsp;Mai 1975 die Gemeinde Oberelldorf eingegliedert. Gleismuthhausen kam am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1977 hinzu. Lechenroth folgte am 1.&amp;amp;nbsp;Oktober 1977. Die Reihe der Eingemeindungen wurde mit der Eingliederung von Hattersdorf am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1978 sowie von Autenhausen, Dietersdorf, Gemünda in Oberfranken, Heilgersdorf (mit seinen Ortsteilen unter anderem dem am 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1971 eingemeindeten Bischwind), Merlach, Rothenberg und Unterelldorf am 1.&amp;amp;nbsp;Mai 1978 abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN |3-17-003263-1 |Seiten=679f}} &amp;lt;!--Gemeindeverzeichnis--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Stadt von 3773 auf 3934 um 161 Einwohner bzw. um 4,3 %. Ein Höchststand wurde am 31.&amp;amp;nbsp;Dezember 2001 mit 4140 Einwohnern erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Stadtrat ===&lt;br /&gt;
Die Kommunalwahl 2020 führte zu folgender Sitzverteilung (Vergleich zu 2014):&lt;br /&gt;
* [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU/Landvolk]] 5 Sitze (−3)&lt;br /&gt;
* [[SPD Bayern|SPD]] 3 Sitze (0)&lt;br /&gt;
* [[Freie Wähler Bayern|Freie Wählergruppe Bürgerblock]] 8 Sitze (+3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Erster Bürgermeister ist seit 2019 Maximilian Neeb (Freie Wähler). Vorgänger war von 2014 bis zu seiner Wahl in den [[Bayerischer Landtag|Bayerischen Landtag]] 2018 [[Martin Mittag (Politiker)|Martin Mittag]] (CSU). Dessen Vorgänger war Hendrik Dressel (Freie Wähler), der erstmals 1984 gewählt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung=&lt;br /&gt;
|Blasonierung   = In Rot der silbern gekleidete, bärtige heilige Johannes der Täufer, der auf einer silbernen Truhenbank sitzt und mit beiden Händen eine goldene Scheibe mit dem silbernen Gotteslamm emporhält.&lt;br /&gt;
|Quelle         = {{HdBG GKZ}}&lt;br /&gt;
|Begründung     =&lt;br /&gt;
|Zusatz         =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Seßlach Lichtenstein.jpg|mini|hochkant|Lichtenstein-Epitaphien in der Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Seßlach 02.jpg|mini|Schloss Geiersberg]]&lt;br /&gt;
Die Altstadt ist noch nahezu vollständig von ihrem spätmittelalterlichen [[Stadtmauer|Mauerring]] umgeben. Ungewöhnlich sind die losen Rollsteine auf der Mauerkrone anstelle eines [[Wehrgang]]es. Auch die drei Tortürme haben sich erhalten. Die Befestigungsanlage der [[Hochstift Würzburg|würzburgischen]] Amtsstadt entstand im 14./15. Jahrhundert und wurde im 16. und 17. Jahrhundert ausgebaut. Vor dem Rothenberger Tor ergänzt eine [[barock]]e Bogenbrücke das historische Ensemble.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben zahlreichen Wohn- und Wirtschaftsbauten des 16.–18. Jahrhunderts prägen die repräsentativen bischöflichen Amtsbauten und der Gülthof des Würzburger [[Juliusspital Würzburg|Juliusspitals]] das malerische Ortsbild. Einige Häuser im „Heimatstil“ des frühen 20. Jahrhunderts wurden nach dem großen Stadtbrand von 1905 errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gotik|spätgotische]] [[Pseudobasilika|Staffelhalle]] der katholischen [[St. Johannes der Täufer (Seßlach)|Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer]] wurde im 18. Jahrhundert barockisiert. Von der älteren Ausstattung sind besonders einige [[Renaissance]]-[[Epitaph]]ien der Familie von [[Lichtenstein (Adelsgeschlecht)|Lichtenstein]] und ein spätgotischer Flügelaltar hervorzuheben. Vor dem Hattersdorfer Tor steht an der Straße nach Dietersdorf die barocke Friedhofskapelle [[Heilig Kreuz (Seßlach)|Heilig Kreuz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über der Stadt liegt das [[Schloss Geiersberg]] auf einem Hügel. An die mittelalterliche [[Burg]]anlage der Lichtensteiner erinnern noch Reste der [[Schildmauer]] und des [[Bergfried]]es. Der Hauptbau mit seinem Treppenturm geht auf das 17. Jahrhundert zurück, als die Burg der Sitz des würzburgischen Amtmannes war. Die Wirtschaftsbauten stammen aus dem 18. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Schloss Heilgersdorf]] im Gemeindeteil Heilgersdorf ist ein typisches Beispiel eines fränkischen Landschlosses. Der barocke Dreiflügelbau kann nur von außen besichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der stattliche [[Satteldach]]bau des Schlosses Wiesen zwischen Seßlach und Heilgersdorf datiert ins 16. Jahrhundert. Auch dieser ehemalige [[Adel]]ssitz befindet sich in Privatbesitz und ist nicht zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baudenkmäler ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Baudenkmäler in Seßlach}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Größter Arbeitgeber in Seßlach ist die Geiss AG mit 140 Mitarbeitern (Stand: 2024). Das 1948 gegründete Unternehmen stellt für die Kunststoffbearbeitung Werkzeugmaschinen her.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|titel=Die Geiss AG  |url=https://www.geiss-ttt.com/unternehmen/geiss-ag/ |hrsg=Geiss AG |abruf=2024-11-22}}/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== ÖPNV ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Nahverkehr in Coburg}}&lt;br /&gt;
Die [[Verkehrsverbund Großraum Nürnberg|VGN]]-Buslinie 1451 verbindet Seßlach mit Coburg. Unter der Woche verkehrt die Linie von circa 5 bis 24&amp;amp;nbsp;Uhr im Stundentakt, am Wochenende ab 8&amp;amp;nbsp;Uhr im Zweistundentakt. Innerhalb der Gemeinde Seßlach verkehrt zudem bei Bedarf die [[Rufbus]]linie 1451.1, die ebenfalls unter der Woche stündlich und am Wochenende alle zwei Stunden telefonisch gebucht werden kann.&lt;br /&gt;
==== Schienenverkehr ====&lt;br /&gt;
Von 1913 bis 1975 war Seßlach durch die [[Bahnstrecke Breitengüßbach–Dietersdorf]] im Personenverkehr an das deutsche Eisenbahnnetz angebunden. Neben dem Bahnhof in der Kernstadt gab es Halte in den Gemeindeteilen Setzelsdorf, Heilgersdorf und Dietersdorf, wo die Strecke endete. Der Güterverkehr endete 1981 mit der Gesamtstilllegung.&lt;br /&gt;
==== Autoverkehr ====&lt;br /&gt;
Durch das Seßlacher Gemeindegebiet führt die [[Bundesstraße 303]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film und Fernsehen ==&lt;br /&gt;
In der Altstadt, auf dem historischen Marktplatz und vor der historischen Stadtmauer wurden Teile einiger Kinofilme gedreht:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Luther (2003)|Luther]]&amp;#039;&amp;#039; mit [[Joseph Fiennes]] und [[Peter Ustinov]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Der Räuber Hotzenplotz (2006)|Der Räuber Hotzenplotz]]&amp;#039;&amp;#039; mit [[Armin Rohde]] und [[Katharina Thalbach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Seßlach beherbergt eines der wenigen noch aktiven Gemeindebrauhäuser. Im 1892 errichteten Kommunbrauhaus wird immer freitags braunes Landbier und saisonbedingt auch Bockbier hergestellt. 1300 bis 1500 Hektoliter werden jährlich gebraut und als [[Hausbräu]] unter anderem an zwei Gasthöfe abgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* [[Benedict Lurz]] (* 1674 in Seßlach; † 1731 in Banz), Abt von Kloster Banz&lt;br /&gt;
* [[Gregor Stumm]] (* 1693 in Seßlach; † 1768 in Banz), Abt von Kloster Banz&lt;br /&gt;
* [[Siegismund Justus Ehrhardt]] (* 1732 in Gemünda; † 1793 in Beschine), evangelischer Theologe, Diplomatiker und  Kirchenhistoriker&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Stephani]] (* 1761 in Gemünda; † 1850 in Gorka, Schlesien), Pädagoge und Schulreformer&lt;br /&gt;
* [[Andreas Sebastian von Stumpf]] (* 1772 in Seßlach; † 1820 in Würzburg), Archivar, Historiker und Regierungsdirektor&lt;br /&gt;
* [[Joseph Otto Kolb]] (* 1881 in Seßlach; † 1955 in Bamberg), Erzbischof von Bamberg 1943 bis 1955&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Eckstein]] (* 1907 in Autenhausen; † 1992 in Aschaffenburg), Politiker (CDU)&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Schaller]] (* 1920 in Gleismuthhausen; † 2018 in Wien), Zoologe&lt;br /&gt;
* [[Robert Hartmann (Maler)|Robert Hartmann]] (* 1949 in Seßlach), Maler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Rückert]] (1788–1866), Dichter und Begründer der deutschen Orientalistik, schrieb bei seinen Eltern in Seßlach (1807/09) seine ersten Gedichte.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Krämmer (Bildhauer)|Andreas Krämmer]] (* 1959), Bildhauer, lebt und arbeitet in Seßlach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;140&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bischwind-Ev-Kirche.jpg|Bischwind, [[Evangelisch-lutherische Kirche Bischwind|Evang.-Luth. Kirche]]&lt;br /&gt;
Dietersdorf-Kath-Kirche.jpg|Dietersdorf, [[St. Kilian (Dietersdorf)|Katholische Filialkirche St. Kilian]]&lt;br /&gt;
Gemuenda-Ev-Kirche.jpg|Gemünda, [[St. Johannis (Gemünda)|Evang.-Luth. Johanniskirche]]&lt;br /&gt;
Gleismuthhausen-St-Antonius-Eremita-01.jpg|Gleismuthhausen, [[St. Antonius Abbas (Gleismuthhausen)|Katholische Filialkirche St. Antonius Abbas]]&lt;br /&gt;
Heilgersdorf-Ev-Kirche.jpg|Heilgersdorf, [[Evangelisch-lutherische Pfarrkirche Heilgersdorf|Evang.-Luth. Pfarrkirche]]&lt;br /&gt;
Oberelldorf-Kath-Kirche.jpg|Oberelldorf, [[St. Nikolaus (Oberelldorf)|Katholische Filialkirche St. Nikolaus]]&lt;br /&gt;
Rothenberg-Kath-Kirche.jpg|Rothenberg, [[St. Laurentius (Rothenberg)|Katholische Filialkirche St. Laurentius]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Seßlach |Band=9 |Seite=97}}&lt;br /&gt;
* {{LexikonFranken|Band=1 |Sp=298|SpBis=300}}&lt;br /&gt;
* Gertrud Frerichs: &amp;#039;&amp;#039;Sesslach und seine Stadtteile – wie es früher war&amp;#039;&amp;#039;. Horb 1989, ISBN 3-89264-349-0.&lt;br /&gt;
* Roland Günter: &amp;#039;&amp;#039;Seßlach, eine fränkische Stadt im Einklang mit der Natur; gewidmet einer liebenswerten Stadt und ihren Einwohnern&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag, Seßlach 2000.&lt;br /&gt;
* Konrad Hartig: &amp;#039;&amp;#039;Seßlach und seine Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Staffelstein 1934.&lt;br /&gt;
* Alfred Höhn: &amp;#039;&amp;#039;Zeugnisse zur Geschichte Seßlachs im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Coburg 1985.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kleinod des Coburger Landes – 650 Jahre Stadt Seßlach&amp;#039;&amp;#039; (Sonderheft der Neuen Presse Coburg). Coburg 1985.&lt;br /&gt;
* Stefan Nöth: &amp;#039;&amp;#039;Die Stadtbücher von Seßlach aus den Jahren 1485 und 1550&amp;#039;&amp;#039;. Lichtenfels 2005, ISBN 3-87735-181-6.&lt;br /&gt;
* {{Stumpf Bayern 2. Teil 1853 |SEITE=636 |SEITE_BIS=637}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [https://www.sesslach.de/ Stadt Seßlach]&lt;br /&gt;
* {{LStDV GKZ|9473165}} (PDF, 1,66 MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Coburg&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=g|GND=4118606-0|LCCN=nb2007001365|VIAF=248121878}}&lt;br /&gt;
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{{SORTIERUNG:Sesslach}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Coburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 800]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1335]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seßlach| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Serols</name></author>
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