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	<title>Sdier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T00:42:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sdier&amp;diff=899627&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wivoelke: Einw-Quelle; Fläche; Einleitung</title>
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		<updated>2026-03-19T12:55:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einw-Quelle; Fläche; Einleitung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil = Sdier&lt;br /&gt;
| Alternativname = Zdźěr&lt;br /&gt;
| Gemeindename = Großdubrau&lt;br /&gt;
| Breitengrad = 51/16/04/N&lt;br /&gt;
| Längengrad = 14/29/33/E&lt;br /&gt;
| Bundesland = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe = 158 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von = 155&lt;br /&gt;
| Höhe-bis = 162&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug = NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                = 4.014&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle         = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/141617 |titel=Gemarkung Sdier, Gemeinde Großdubrau |werk=GEOindex |abruf=2026-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner             = {{Metadaten Einwohnerzahl Großdubrau}}&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum = {{Metadaten Einwohnerzahl Großdubrau|DAT=1}}&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle      = &amp;lt;ref&amp;gt;Angaben der Gemeindeverwaltung Großdubrau.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum   = 1994-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1 = 02694&lt;br /&gt;
| Vorwahl1 = 035934&lt;br /&gt;
| Bild = Zdźěr – knježi dwór 4.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung = [[Herrenhaus Sdier|Herrenhaus in Sdier]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sdier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{OrtsnSorb|hsb|Zdźěr|Audio=Zdźěr.ogg}}, ist ein [[Dorf]] im Osten des [[Landkreis Bautzen|Landkreises Bautzen]] in [[Sachsen]] und gehört seit 1994 zur Gemeinde [[Großdubrau]]. Der Ort liegt in der [[Oberlausitz]] und zählt zum [[Sorbisches Siedlungsgebiet|Siedlungsgebiet]] der [[Sorben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Sdier befindet sich am Westhang des [[Spree]]tales bzw. am Osthang des &amp;#039;&amp;#039;Großdubrauer Rückens&amp;#039;&amp;#039; (maximal {{Höhe|203.3|DE-NHN}})&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://geoportal.sachsen.de/cps/karte.html |titel=Geoportal Sachsenatlas, Digitale Topographische Karten (DTK) 2008-2012 |werk=geosn.sachsen.de |hrsg=Landesamt für Geobasisinformation Sachsen (GeoSN), Dresden |datum=2024 |abruf=2024-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; etwa elf Kilometer nordöstlich von [[Bautzen]]. Nach Südwesten hin steigt das Gelände in Richtung Großdubrau bis auf {{Höhe|185.2|DE-NHN}} am sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Windmühlenberg&amp;#039;&amp;#039; an, während die Talaue der Spree gut zwanzig Meter tiefer als der Ort liegt. Auf der Erhebung befand sich bis Anfang des 20. Jahrhunderts eine [[Bockwindmühle]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/70512180|titel=Rapp, Günter: Mühlenarchiv Rapp. Großdubrau-Sdier. Bockmühle Biesold, um 1910/12, Kopie nach Diapositiv |werk=deutschefotothek.de |hrsg=Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, 01054 Dresden |datum=2024 |abruf=2024-10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siedlungshistorisch ist Sdier ein lockeres [[Platzdorf]], wobei sich der Siedlungskern westlich der heutigen B 156 befindet. Die Nachbarorte sind [[Särchen (Großdubrau)|Särchen]] im Nordosten, [[Klix (Großdubrau)|Klix]] im Osten, [[Zschillichau]] im Süden und [[Brehmen (Großdubrau)|Brehmen]] im Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df rp-c 0030064 Großdubrau-Sdier. Karte des Bautzener Kreises von den Homannschen Erben, 1746.jpg|mini|Sdier als Exklave des Bautzener Domkapitels (Karte von 1746)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon weit vor 1400 gab es in Sdier auf dem heutigen Flurstück &amp;#039;&amp;#039;Das Schloss&amp;#039;&amp;#039; eine Befestigungsanlage, die von Wassergräben umgeben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Ort wurde erstmals um 1400 als Sitz eines &amp;#039;&amp;#039;Mathey von Dzyr&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Weitere verzeichnete Namensformen waren u.&amp;amp;nbsp;a. &amp;#039;&amp;#039;Sder&amp;#039;&amp;#039; (1413), &amp;#039;&amp;#039;Sdere&amp;#039;&amp;#039; (1447) und &amp;#039;&amp;#039;Zdir&amp;#039;&amp;#039; (1502). Der Ortsname bezieht sich vermutlich auf eine Brandrodung (altsorbisch &amp;#039;&amp;#039;žděr&amp;#039;&amp;#039;). Im Jahre 1413 ist erstmals das Sdierer Rittergut verzeichnet, welches bis 1595 die Grundherrschaft im Ort innehatte. Dann ging es zusammen mit den Orten Sdier und Brehmen in den Besitz des [[Dom St. Petri (Bautzen)|Domkapitels Bautzen]] über, was das Bestehen einer katholischen Diaspora in Sdier bis zum heutigen Tag erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1479 kam es zum Konflikt mit den spreeabwärts gelegenen Rittergütern [[Kauppa]] und [[Milkel]] um die Nutzung des Spreewassers, welches von den Herren auf Sdier großzügig für die Bewässerung ihrer Böden eingesetzt wurde. Dadurch konnten flussabwärts die Mühlen nicht mehr ordnungsgemäß betrieben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1718/19 wurde das [[Herrenhaus Sdier|Herrenhaus]] als Sommerresidenz des Domkapitels auf Geheiß des Apostolischen Präfekten [[Martin Bernhard Just von Friedenfels]] neu errichtet, wobei man auch einen Gebetsraum einrichtete, der von nun an zweimal im Monat für die sorbisch-katholische Messe genutzt wurde. 1923 wurde Sdier schließlich Pfarrgemeinde und blieb es bis 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum 1. Januar 1994 war Sdier eine eigenständige Landgemeinde, seit 1936 mit dem Ortsteil Zschillichau. Dann wurde es nach Großdubrau eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung und Sprache ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zdźěr – kěrchow 1.jpg|mini|Sorbischer Grabstein auf dem Friedhof in Sdier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerungszahl lag im 19. und frühen 20. Jahrhundert stabil bei etwa 200 Einwohnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Statistik über die [[Sorben|sorbische Bevölkerung]] in der Oberlausitz ermittelte [[Arnošt Muka]] in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine Bevölkerungszahl von 244; darunter 241 Sorben (99 %).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muka&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Tschernik |Titel=Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Jahr=1954}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ernst Tschernik zählte in der Gemeinde Commerau 1956 noch 64 % Sorben. Seitdem ist der Gebrauch des Sorbischen im Ort weiter zurückgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwohnerschaft von Sdier ist traditionell konfessionell gemischt. Katholischerseits war Sdier von 1923 bis 2005 Pfarrort der Pfarrgemeinde „Mariä Unbefleckte Empfängnis“ (sorb. &amp;#039;&amp;#039;Swjata Marija bjezhrěšneho podjeća&amp;#039;&amp;#039;), die sich auf Sdier, Brehmen und die Katholiken des überwiegend evangelischen östlichen Landkreises Bautzen erstreckte. Die heutige Kirche wurde 1965–68 erbaut und ist seit 2005 Filialkirche der Kirchgemeinde [[Maria Rosenkranzkönigin (Radibor)|Maria Rosenkranzkönigin]] in [[Radibor]]. Die evangelischen Sdierer sind seit dem 16. Jahrhundert nach [[Klix (Großdubrau)|Klix]] gepfarrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Durch Sdier verläuft die [[Bundesstraße 156]], welche Bautzen mit [[Weißwasser]] verbindet. Nach der Eröffnung der [[Bahnstrecke Löbau–Radibor]] im Jahre 1906 verfügte Sdier über einen eigenen Bahnhof am südlichen Ortsausgang, der jedoch nach dem benachbarten Kirchort Klix benannt war. Der Personenverkehr wurde jedoch 1972 eingestellt; die Strecke schließlich 1998 stillgelegt und 2004 demontiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Sdier und Särchen befindet sich der [[Flugplatz Klix]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich von Sdier und westlich von Klix befinden sich die Betriebsgelände der &amp;#039;&amp;#039;Agrargenossenschaft Heidefarm Sdier e.G.&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Edelfleisch GmbH&amp;#039;&amp;#039; sowie unweit davon das Gelände der &amp;#039;&amp;#039;Klixer Recycling und Service GmbH&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wasserwerk ===&lt;br /&gt;
Das Sdierer Wasserwerk entstand 1965 nördlich des eigentlichen Ortes und dient der Nutzung der reichen Grundwasservorräte. Aus 30 Metern Tiefe wird hier mithilfe von 14 Brunnen das Trinkwasser für die Altkreise Bautzen und Löbau sowie einige weitere Gemeinden gewonnen. Insgesamt beträgt die Leistung 55.000 m³ Trinkwasser pro Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BKD|32|284|105|Sdier}}&lt;br /&gt;
* {{WdH|67|213ff.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sdier/Zdźěr}}&lt;br /&gt;
* {{HOV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Großdubrau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oberlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Großdubrau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Bautzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bautzen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1994]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wivoelke</name></author>
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