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	<title>Scoring Rule - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T15:48:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Scoring_Rule&amp;diff=1781241&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Biggerj1: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-02-09T18:57:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;In der [[Entscheidungstheorie]] ist eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;score function&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;scoring rule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, zu deutsch eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bewertungs-Regel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ein Maß für die Performanz einer Wahrscheinlichkeitsvorhersage eines Modells, ohne dabei zu [[Dichotomisierung|dichotomisieren]]. Im Rahmen der [[Probabilistische Klassifikation|probabilistischen Klassifikation]] und der [[Empirische Risikominimierung|empirischen Risikominimierung]] können Scoring rules als [[Verlustfunktion (Statistik)|Verlustfunktionen]] eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Motivation ==&lt;br /&gt;
Eine Dichotomisierung der Wahrscheinlichkeitsvorhersage wird häufig bei der [[Beurteilung eines binären Klassifikators]] angewandt.&lt;br /&gt;
Ein Vorteil von Scoring rules gegenüber [[Beurteilung eines binären Klassifikators|anderen Bewertungsmetriken wie Precision, Recall oder F-Score]], ist, dass eine schlechtere [[Wahrscheinlichkeitskalibrierung]] zu einem schlechteren scoring führt (was für die anderen Bewertungsmetriken nicht zwingend der Fall ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher werden in der [[Probabilistische Klassifikation|probabilistischer Klassifikation]], bei der es um gute [[Wahrscheinlichkeitskalibrierung]] geht (d.&amp;amp;nbsp;h. die vorhergesagten Wahrscheinlichkeiten mit den tatsächlichen übereinstimmen sollen), proper score functions zur Bewertung und als [[Verlustfunktion (Statistik)|Verlustfunktion]] herangezogen&amp;lt;ref&amp;gt;Greenberg, Spencer. &amp;quot;Calibration scoring rules for practical prediction training.&amp;quot; arXiv preprint arXiv:1808.07501 (2018). https://arxiv.org/abs/1808.07501&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Calibration plot.png|mini|Mit einer Kalibrationskurve kann herausgefunden werden, wie gut die Vorhersagen eines Modells kalibriert sind.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
Eine Scoring rule ist eine Funktion, welche die Übereinstimmung einzelner Vorhersagen mit ihrer Beobachtung bewertet.&lt;br /&gt;
Die Scoring rule &amp;lt;math&amp;gt;u : \Omega \times \mathcal{F} \to \mathbb{R}&amp;lt;/math&amp;gt; ist über dem zusammengesetzten Raum des [[Ergebnisraum]]es und der [[Wahrscheinlichkeitsmaß]]e &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{F}&amp;lt;/math&amp;gt; definiert.&lt;br /&gt;
Die Scoring-Funktion liefert die Bewertung &amp;lt;math&amp;gt;u(x,q) \in \mathbb{R}&amp;lt;/math&amp;gt; für die Vorhersage &amp;lt;math&amp;gt;q&amp;lt;/math&amp;gt; bei Eintritt des Ereignisses &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt;. Die [[Eintrittswahrscheinlichkeit]] des Ereignisses ist &amp;lt;math&amp;gt;P(X=x)&amp;lt;/math&amp;gt;, d.&amp;amp;nbsp;h. &amp;lt;math&amp;gt;X \sim P(X)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scoring rules werden in folgende Fälle unterschieden:&lt;br /&gt;
* positive Orientierung, das heißt größere Scores sind besser&lt;br /&gt;
* negative Orientierung, das heißt kleinere Scores sind besser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erwartungswert der Scoring rule ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Empirische Risikominimierung}}&lt;br /&gt;
Der [[Erwartungswert]] der Scoring rule  &amp;lt;math&amp;gt;E_X[u(x,q)]= \sum_{x\in \Omega} \underbrace{p(X=x)}_{p_x} u(x,q)&amp;lt;/math&amp;gt; kann mithilfe einer zufälligen Stichprobe und einer Realisierung des [[Stichprobenmittelwert]]es geschätzt werden (welcher nach dem [[Gesetz der großen Zahlen]] konvergiert):&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\hat{E}_X[u(x,q)]= \frac{1}{N}\sum_{i=1}^N u(x_i,q(x_i)),&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Werte &amp;lt;math&amp;gt;q(x_i)&amp;lt;/math&amp;gt; sind die Wahrscheinlichkeitsvorhersagen für den Eintritt des realisierten Ereignisses &amp;lt;math&amp;gt;x_i \in \Omega&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;x_i \sim P(X)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung ==&lt;br /&gt;
Eine Scoring rule &amp;lt;math&amp;gt;u&amp;lt;/math&amp;gt; positiver Orientierung heißt (analog für negative Orientierung, aber mit umgedrehten Ungleichungen)&amp;lt;ref&amp;gt;Economic Value of Weather and Climate Forecasts. (1997). Vereinigtes Königreich: Cambridge University Press. Seite 36, [https://www.google.de/books/edition/Economic_Value_of_Weather_and_Climate_Fo/y9BmnTOxiSgC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=definition+expected+scoring+rules&amp;amp;pg=PA36 Google Books]&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* strictly proper, falls :&amp;lt;math&amp;gt; E_{X\sim p}[u(x,p)]&amp;gt;E_{X\sim p}[u(x,q)]&amp;lt;/math&amp;gt; für alle &amp;lt;math&amp;gt;q \neq p&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* proper, falls :&amp;lt;math&amp;gt; E_{X\sim p}[u(x,p)]\geq E_{X\sim p}[u(x,q)]&amp;lt;/math&amp;gt; für alle &amp;lt;math&amp;gt;q \neq p&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* improper, falls :&amp;lt;math&amp;gt;E_{X\sim p}[u(x,p)]&amp;lt; E_{X\sim p}[u(x,q)]&amp;lt;/math&amp;gt; für manche &amp;lt;math&amp;gt;q \neq p.&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine scoring rule &amp;lt;math&amp;gt;u(x,q)&amp;lt;/math&amp;gt; heißt somit proper, wenn der Vorhersagende motiviert wird, ehrlich und kohärent zu schätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proper score functions ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Scoring functions.gif|mini|Darstellung des erwarteten Scores &amp;lt;math&amp;gt;E_X[u(x,q)]&amp;lt;/math&amp;gt; für verschiedene Wahrscheinlichkeiten &amp;lt;math&amp;gt;p_x&amp;lt;/math&amp;gt; (vertikale Linie) verschiedener scoring functions. Die x-Achse ist die Prädiktion q. Rot: linear, orange: spherical, purple: quadratic, green: log.]]&lt;br /&gt;
=== Brier score ===&lt;br /&gt;
Die häufigste Definition&amp;lt;ref&amp;gt;Healthcare Data Analytics. (2015). USA: CRC Press. https://www.google.de/books/edition/Healthcare_Data_Analytics/Iun5CQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=brier%20score%20definition%20most%20common&amp;amp;pg=PA366&amp;amp;printsec=frontcover&amp;lt;/ref&amp;gt; des [[Brier score]] ist gegeben durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;u(x,q)=(x-q)^2.&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er sollte minimiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Logarithmische Score-Funktion ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Devianz (Statistik)}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;logarithmische Score-Funktion&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;u(x,q) =\begin{cases}&lt;br /&gt;
\log q &amp;amp; \text{falls } x = 1 \\&lt;br /&gt;
\log (1-q) &amp;amp; \text{falls } x = 0 \\&lt;br /&gt;
\end{cases}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ExpectedLog.png|mini|hochkant=1.25|Erwartungswert der Logarithmische Score-Funktion unter Annahme, dass das Ereignis x=1 mit Wahrscheinlichkeit &amp;lt;math&amp;gt;p_1 = 0.8&amp;lt;/math&amp;gt; erscheint. Die blaue Linie wird durch die Funktion &amp;lt;math&amp;gt;0.8 \log(q)+(1-0.8)\log(1-q)&amp;lt;/math&amp;gt; beschrieben. Das Maximum liegt bei &amp;lt;math&amp;gt;q = 0.8&amp;lt;/math&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Continuous ranked probability score ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration CRPS.png|mini|Illustration des Continuous ranked probability score (CRPS). Gegeben ist eine Stichprobe y und eine vorhergesagte kumulative Verteilung F. Der CRPS wird berechnet, indem man die Differenz zwischen den Kurven an jedem Punkt x des Trägers berechnet, diese Differenz quadriert und über den gesamten Träger integriert.]]&lt;br /&gt;
Der continuous ranked probability score (CRPS) ist eine strictly proper scoring rule.&lt;br /&gt;
Der CRPS vergleicht eine einzelne Beobachtung &amp;lt;math&amp;gt;y&amp;lt;/math&amp;gt; mit der vorhergesagten Verteilung.&lt;br /&gt;
Er wird wie folgt definiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;CRPS(F,y)=\int_\mathbb{R} ( F(x) - \mathbb{1}(x \ge y) ) ^2 dx&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist &amp;lt;math&amp;gt;F&amp;lt;/math&amp;gt; die vorhergesagte kumulative Verteilungsfunktion über einem Träger, welcher durch &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; beschrieben wird und &amp;lt;math&amp;gt;y \in \mathbb R&amp;lt;/math&amp;gt; ist die Beobachtung. Beachte, dass die Vorhersage mehrere Wahrscheinlichkeiten schätzt, sodass eine kumulative Verteilungsfunktion F entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Vorhergesagte Dichte eine [[Delta-Distribution]] &amp;lt;math&amp;gt;p(z)=\delta(\hat{y}-z)&amp;lt;/math&amp;gt; ist (also&amp;lt;math&amp;gt;F(x)= \int_{-\infty}^x \delta(\hat{y}-z) dz=\mathbb{1}(x \ge \hat{y})&amp;lt;/math&amp;gt;) dann ist der CRPS äquivalent zum Mean absolute error (MAE):&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;CRPS(F,y)=\int_\mathbb{R} ( \mathbb{1}(x \ge \hat{y}) - \mathbb{1}(x \ge y) ) ^2 dx=\begin{cases} \int_{\hat{y}}^y 1 dx \text{ für } y&amp;gt;\hat{y} \\ \int_y^{\hat{y}} 1 dx \text{ sonst}  \end{cases}=|\hat{y}-y|&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CRPS ist auch bekannt als [[Cramér–von-Mises-Distanz]] und kann als eine Verbesserung der [[Wasserstein-Metrik]] angesehen werden (häufig im [[Maschinelles Lernen|Machine Learning]] verwendet). Außerdem zeigte die Cramér-Distanz in der [[ordinale Regression|ordinalen Regression]] eine bessere Leistung als die [[Kullback-Leibler-Distanz]] oder die Wasserstein-Metrik&amp;lt;ref&amp;gt;The Cramer Distance as a Solution to Biased Wasserstein Gradients https://arxiv.org/abs/1705.10743&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine multivariate Verallgemeinerung des CRPS ist der Energy Score&amp;lt;ref&amp;gt;Strictly Proper Scoring Rules, Prediction, and Estimation&lt;br /&gt;
Tilmann Gneiting &amp;amp; Adrian E Raftery https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1198/016214506000001437&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Beyond Strictly Proper Scoring Rules: The Importance of Being Local, Hailiang Du, https://journals.ametsoc.org/view/journals/wefo/36/2/WAF-D-19-0205.1.xml&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Variogramm-basierte Proper Scoring Rule ===&lt;br /&gt;
Neben dem oben angesprochenen Energy Score als multivariate Verallgemeinerung des CRPS, kann mithilfe der Variogramm-basierten Proper Scoring Rules&amp;lt;ref&amp;gt;Variogram-Based Proper Scoring Rules for Probabilistic Forecasts of Multivariate Quantities, Michael Scheuerer, Thomas M. Hamill, Print Publication: 01 Apr 2015, DOI: https://doi.org/10.1175/MWR-D-14-00269.1, https://journals.ametsoc.org/view/journals/mwre/143/4/mwr-d-14-00269.1.xml&amp;lt;/ref&amp;gt; bei multivariaten Vorhersagen explizit Wert auf die [[Korrelationssturktur]] gelegt werden (im Gegensatz zum Energy Score).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sphärische scoring rule ===&lt;br /&gt;
Die [[Sphärische scoring rule]]:&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;u(x,q) = x/ \sqrt{q^2}  &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel Bernoulli-verteilte Zufallszahl ==&lt;br /&gt;
Betrachte die Aufgabe der [[Wettervorhersage]], bei der an jedem Tag eine Regenwahrscheinlichkeit q vorhergesagt wird und es an einem Tag entweder regnet (x = 1) oder nicht regnet (x = 0).&lt;br /&gt;
Die echte Wahrscheinlichkeit, dass es regnet, ist p und die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht regnet, ist 1-p.&lt;br /&gt;
Wir betrachten somit eine [[Bernoulli-Verteilung|Bernoulli-verteilte Zufallszahl]] &amp;lt;math&amp;gt;X \sim \text{Ber}(p)&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;X\in \{0,1\}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;p(X=1)=p&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;p(X=0)=1-p&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine Statistik der vorhergesagten Wahrscheinlichkeiten q kann die tatsächliche Regenhäufigkeit p mit der Vorhersage abgeglichen werden.&lt;br /&gt;
Besitzt die Vorhersage q oft eine große Abweichung zu p, so wird sie [[Wahrscheinlichkeitskalibrierung|schlecht kalibriert]] genannt.&lt;br /&gt;
Um den Vorhersagenden zu motivieren, die [[Wahrscheinlichkeitskalibrierung]] (seine Leistung) zu verbessern, kann ihm das Ziel gesetzt werden den Erwartungswert einer proper scoring rule positiver Orientierung &amp;lt;math&amp;gt;u(x,q)&amp;lt;/math&amp;gt; zu maximieren (oder bei negativer Orientierung zu minimieren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Logarithmischer Score ===&lt;br /&gt;
Betrachte die Scoring-Funktion &amp;lt;math&amp;gt;u(x,q)=\begin{cases}\log(q) \text{ für } x=1\\ \log(1-q) \text{ für } x=0\end{cases}&amp;lt;/math&amp;gt; so ist &amp;lt;math&amp;gt;E_X[u(x,q)]=p\log(q)+(1-p)\log(1-q)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Maximierung des erwarteten Scores liefert:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\partial_q E_X[u(x,q)]|_{q^*} = \partial_q (\sum_{x\in \{0,1\}} p_x u(x,q))|_{q^*}= \partial_q ( p u(1,q)+(1-p) u(0,q))|_{q^*} = \frac{p-q}{q-q^2}|_{q^*}=0 \implies q^*=p&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Somit wird der erwartete Score durch die spezielle Wahl &amp;lt;math&amp;gt;q^*=p&amp;lt;/math&amp;gt; maximiert und &amp;lt;math&amp;gt;u(x,q)=\begin{cases}\log(q) \text{ für } x=1\\ \log(1-q) \text{ für } x=0\end{cases}&amp;lt;/math&amp;gt; ist eine proper scoring rule (positiver Orientierung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachte: der negative Erwartungswert &amp;lt;math&amp;gt;-E_X[u(x,q)]=-p \log(q)+(1-p)\log(1-q)&amp;lt;/math&amp;gt; entspricht der [[Kreuzentropie]].&lt;br /&gt;
Die Wahl einer logarithmischen scoring rule ist per-se willkürlich, kann jedoch durch [[Maximum-Likelihood-Methode#Definition|Maximierung der Likelihood-Funktion]] motiviert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quadratischer Score ===&lt;br /&gt;
Betrachte die Scoring-Funktion &amp;lt;math&amp;gt;u(x,q)=(x-q)^2,&amp;lt;/math&amp;gt; so ist &amp;lt;math&amp;gt;E_X[u(x,q)]=p(1-q)^2+(1-p)(0-q)^2&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Minimierung des erwarteten Scores liefert:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\partial_q E_X[u(x,q)]|_{q^*} =(2q-2p)|_{q^*}=0 \implies q^*=p&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Somit wird der erwartete Score durch die spezielle Wahl &amp;lt;math&amp;gt;q^*=p&amp;lt;/math&amp;gt; minimiert und &amp;lt;math&amp;gt;u(x,q)=(x-q)^2&amp;lt;/math&amp;gt; ist eine proper scoring rule (negativer Orientierung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Absoluter Score ===&lt;br /&gt;
Betrachte die Scoring-Funktion &amp;lt;math&amp;gt;u(x,q)=|x-q|,&amp;lt;/math&amp;gt; (mit &amp;lt;math&amp;gt;0\leq q \leq 1&amp;lt;/math&amp;gt;), so ist &amp;lt;math&amp;gt;E_X[u(x,q)]=p|1-q|+(1-p)|0-q|=p(1-q)+(1-p)q&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Minimierung des erwarteten Scores liefert:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\partial_q E_X[u(x,q)]|_{q^*}=1-2p =0,&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
was nur für p = 0.5 wahr ist.&lt;br /&gt;
Somit wird der erwartete Score nicht durch die spezielle Wahl &amp;lt;math&amp;gt;q^*=p&amp;lt;/math&amp;gt; minimiert und &amp;lt;math&amp;gt;u(x,q)=|x-q|&amp;lt;/math&amp;gt; ist keine proper scoring rule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Probleme ==&lt;br /&gt;
Eine extreme Ungleichheit bei den Klassenhäufigkeiten macht die Schätzung von Wahrscheinlichkeiten schwer&amp;lt;ref&amp;gt;Wallace, Byron &amp;amp; Dahabreh, Issa. (2012). Class Probability Estimates are Unreliable for Imbalanced Data (and How to Fix Them). Proceedings - IEEE International Conference on Data Mining, ICDM. 695-704. {{Doi|10.1109/ICDM.2012.115}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Some Comparisons among Quadratic, Spherical, and Logarithmic Scoring Rules, J. Eric Bickel, 7 https://doi.org/10.1287/deca.1070.0089&lt;br /&gt;
* Scoring rules for continuous probability distributions, James E. Matheson, Robert L. Winkler, (1976) Scoring Rules for Continuous Probability Distributions. Management Science 22(10):1087-1096. http://dx.doi.org/10.1287/mnsc.22.10.1087&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.decisionsciencenews.com/?p=963 Video comparing spherical, quadratic and logarithmic scoring rules]&lt;br /&gt;
* [https://scoringrules.readthedocs.io/en/latest/theory.html Erklärung der Definition]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entscheidungstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Biggerj1</name></author>
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