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	<title>Scimitar (Waffe) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T19:35:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Scimitar_(Waffe)&amp;diff=786671&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jordi: /* Wortherkunft */ falsches Jahr berichtigt (1853 ist das Erscheinungsjahr des engl. Originals, die Übers. erschien 1885)</title>
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		<updated>2024-07-29T23:34:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wortherkunft: &lt;/span&gt; falsches Jahr berichtigt (1853 ist das Erscheinungsjahr des engl. Originals, die Übers. erschien 1885)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Boulanger Gustave Clarence Rodolphe A Tale of 1001 Nights.jpg|mini|Mit Krummschwertern bewaffnete Orientalen auf einer Illustration für [[Tausendundeine Nacht]].]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scimitar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scymitar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schimitar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Szimitar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine aus dem [[Englische Sprache|Englischen]] [[Entlehnung|entlehnte]], allgemeine Sammelbezeichnung für orientalische [[Säbel]], also einschneidige [[Hiebwaffe|Hieb-]] und [[Stichwaffe]]n vorderasiatischen Ursprungs mit zumeist geschwungener [[Klinge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff und Verwendung ==&lt;br /&gt;
Scimitare sind im Deutschen landläufig besser als „Krummsäbel“ oder „Krummschwert“ bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DWDS&amp;quot;&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Krumms%C3%A4bel Krummsäbel]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache]]&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 27. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Säbel sind in der Regel ohnehin gekrümmt, sodass der Ausdruck „Krummsäbel“ auf eine besonders starke Krümmung der Klinge hinweisen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Seifert: &amp;#039;&amp;#039;Schwert, Degen, Säbel: die Erscheinungsformen der langen Griffwaffen Europas für den Sammler und Liebhaber als Grundriss dargestellt.&amp;#039;&amp;#039; Verlag H.&amp;amp;nbsp;G. Schulz, Hamburg 1962.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine solche liegt allerdings nicht bei allen orientalischen Säbeltypen vor. Auf den orientalischen Ursprung weisen umgangssprachliche Bezeichnungen wie „[[Türken]]säbel“, „[[Sarazenen]]säbel“ oder „[[Mamluken|Mameluckensäbel]]“ hin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DWDS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In waffenkundlichen Fachpublikationen findet die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Scimitar&amp;#039;&amp;#039; im Deutschen kaum Verwendung. Eine zusammenfassende Bezeichnung für Säbel aus dem Orient scheint hier im Normalfall entbehrlich, weil es einen übergreifenden orientalischen Typus dieser Waffe mit gemeinsamen, einheitlichen Erkennungsmerkmalen so nicht gibt. Üblicherweise spricht man daher entweder ganz allgemein von einem Säbel, oder man verwendet jeweils den eindeutigen Namen des konkret behandelten Waffentyps, also z.&amp;amp;nbsp;B. [[Dao (Schwert)|Dao]] (chinesischer Säbel), [[Handschar]] (arabischer Krummdolch), [[Jatagan]] (osmanischer Kurzsäbel), [[Katana]] (japanisches Langschwert), [[Kilidsch]] (türkisches Krummschwert), [[Nimcha]] (nordafrikanischer Säbel), [[Sarrass]] (schwerer Reitersäbel), [[Saif (Säbel)|Saif]] (arabischer Säbel), [[Schaschka]] (Kosakensäbel), [[Shamshir]] (persischer Säbel), [[Surik]] (timoresisches Schwert), [[Talwar]] (indischer Säbel) etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Im [[Italienische Sprache|italienischen]] Sprachgebrauch tauchte das Wort &amp;#039;&amp;#039;scimitarra&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;scimeterra&amp;#039;&amp;#039; im 15. Jahrhundert als Bezeichnung für die gekrümmten [[Klingenwaffe]]n türkischer [[Soldat]]en auf. Geprägt wurde der Ausdruck vermutlich in der Zeit der Eroberung von [[Otranto]] durch die [[Osmanisches Reich|Osmanen]] (1480); möglicherweise kam der Begriff aber auch schon früher durch italienische Kaufleute nach Europa, die jahrhundertelang enge Handelsbeziehungen in die [[Levante]] unterhielten. In seinem &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Waffenkunde&amp;#039;&amp;#039; (1890) erwähnt [[Wendelin Boeheim]] den &amp;#039;&amp;#039;Scymitar&amp;#039;&amp;#039; als Namen der „ältesten asiatischen Krummschwerter“, der sich im [[Französische Sprache|Französischen]] zu &amp;#039;&amp;#039;sauveterre&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;cimeterre&amp;#039;&amp;#039; wandelte und ursprünglich vermutlich aus dem [[Persische Sprache|Persischen]] stammt. Weder im [[Türkische Sprache|Türkischen]] noch im [[Arabische Sprache|Arabischen]] sind Parallelen bekannt. Die [[Etymologie|etymologische]] Herkunft wird im persischen &amp;#039;&amp;#039;shimshīr&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Shamshīr&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;شمشیر&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) gesehen, was Schwert bedeutet (wohl abgeleitet vom [[Mittelpersische Sprache|mittelpersischen]] &amp;#039;&amp;#039;shafshēr&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. „Löwenschweif“). Auf [[Altgriechische Sprache|Griechisch]] lassen sich bei orientalischen Autoren der Antike in dieser Bedeutung die Ausdrücke σημαντηρα &amp;#039;&amp;#039;(semantera)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;So im 20. Band der &amp;#039;&amp;#039;[[Jüdische Altertümer|Antiquitates Judaicae]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Flavius Josephus]] erwähnt (93 n.&amp;amp;nbsp;Chr.).&amp;lt;/ref&amp;gt; und σαμψηρα &amp;#039;&amp;#039;(sampsera)&amp;#039;&amp;#039; finden. Im [[Humanistisches Latein|humanistischen Latein]] ist das Wort &amp;#039;&amp;#039;cymitharra&amp;#039;&amp;#039; in den um 1540 verfassten „Büchern von den Dingen der Türken“ &amp;#039;&amp;#039;(De Rebus Turcarum Libri)&amp;#039;&amp;#039; des am Hof des französischen Königs [[Franz I. (Frankreich)|Franz&amp;amp;nbsp;I.]] tätigen [[Ethnografie|Ethnografen]] [[Christophorus Richerius|Christophe Richer]] belegt, der es als Bezeichnung für das Schwert der [[Janitscharen]] verwendet. Etwa gleichzeitig gelangte der Begriff in die französische und [[spanische Sprache]] und lässt sich in der Form &amp;#039;&amp;#039;scymitar&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;cymiter&amp;#039;&amp;#039; ab Mitte des 16. Jahrhunderts auch in der [[Englische Sprache|englischen Sprache]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bibliomania.com/2/3/260/1286/20214/1.html Etymologische Herkunft und Belege.] In: &amp;#039;&amp;#039;Collins English Dictionary &amp;amp; Thesaurus&amp;#039;&amp;#039;, bei Bibliomania (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; nachweisen. Einer der frühesten englischen Belege ist die Erwähnung eines &amp;#039;&amp;#039;scimitar&amp;#039;&amp;#039; in [[William Shakespeare]]s [[Komödie]] [[Der Kaufmann von Venedig]] (2.&amp;amp;nbsp;Aufzug, 1.&amp;amp;nbsp;Szene)&amp;lt;ref&amp;gt;By this scimitar, | That slew the Sophy, and a Persian prince | That won three fields of Sultan Soliman | …&amp;lt;br /&amp;gt; [https://web.archive.org/web/20050427070348/http://www.digbib.org/William_Shakespeare_1564/De_Der_Kaufmann_von_Venedig?k=Zweiter+Aufzug Deutsche Übersetzung] &amp;lt;br /&amp;gt; Bei diesem Säbel, der | Den Sophi schlug und einen Perserprinz, | Der dreimal Sultan Soliman besiegt | …&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Jahre 1595. In die [[deutsche Sprache]] ist der Begriff erst in jüngerer Zeit aus dem Englischen gelangt (insbesondere durch [[Fantasy]]literatur und [[Computerspiel]]e). In vereinzelten deutschen Quellen aus dem 19. Jahrhundert sind auch die Schreibweisen &amp;#039;&amp;#039;Szimitar&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Scimetar&amp;#039;&amp;#039; belegt, wobei es sich allesamt um Übersetzungen handelt. So erwähnte [[Auguste Scheibe]] 1885 „ein Scimetar“ in ihrer deutschen Übersetzung von [[Charles Dickens]]’ Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Bleak House]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{&amp;quot; |lang=en |Text=one Scimitar superbly mounted in gold with jewelled handle |Übersetzung=ein Scimetar, reich mit Gold und Juwelen ausgelegt}}&amp;lt;br /&amp;gt;[[Charles Dickens]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20160309182857/http://gutenberg.spiegel.de/buch/bleakhaus-3424/30 Bleakhaus]&amp;#039;&amp;#039; im [[Projekt Gutenberg-DE]] (Archivversion).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Säbels im Orient ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cimeterre des mamelouks d&amp;#039;Égypte.jpg|mini|hochkant=0.6|&amp;#039;&amp;#039;Cimeterre&amp;#039;&amp;#039; der [[Mamelouks de la Garde impériale|Garde-Mameluken]] [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]] (um 1801)]]&lt;br /&gt;
Säbel waren im [[Mittlerer Osten|Mittleren Osten]], [[Nordafrika]] und [[Vorderindien]], in osmanischer Zeit auch in der [[Türkei]], auf dem [[Balkanhalbinsel|Balkan]] sowie in [[Ungarn]] und [[Polen]], weit verbreitet und gelten als traditionelle [[Nahkampf]]waffe des muslimischen [[Orient]]s und der [[Sarazenen]], obwohl der Waffentypus sehr viel älter als der [[Islam]] ist. Das in einem Stück gefertigte [[Alter Orient|altorientalische]] Krummschwert wurde im 3.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr. in [[Mesopotamien]] erfunden und entwickelte sich in [[Altes Ägypten|Ägypten]] zur klassischen Waffe des [[Pharao]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Zwickel]], [[Achim Lichtenberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Waffen / Befestigung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Frank Crüsemann]], Kristian Hunger, [[Claudia Janssen]], [[Rainer Kessler]], [[Luise Schottroff]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sozialgeschichtliches Wörterbuch zur Bibel.&amp;#039;&amp;#039; Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2009, ISBN 978-3-579-08021-5, S. 626–633 (hier: S.&amp;amp;nbsp;629).&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem ägyptischen Krummschwert ist die Grundform des Säbels bereits erkennbar. Auch der eng mit dem chinesischen [[Dao (Schwert)|Dao]] verwandte turko-mongolische Säbel gilt als eine der Urformen, auf die diverse im vorderasiatischen und osteuropäischen Raum gebräuchliche Hiebwaffen zurückgehen könnten. Der Säbel gilt unter anderem deswegen als Symbol oder Erkennungszeichen islamischer Kämpfer, weil der [[Prophet]] [[Mohammed]] möglicherweise selbst mit einer solchen Waffe gekämpft hat. Aus diesem Grund taucht er in einer Reihe von [[Staatswappen]] islamischer Länder auf, beispielsweise im [[Wappen Saudi-Arabiens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Übrigen ist die Bezeichnung „orientalischer Säbel“ oder „Scimitar“ ein Sammelbegriff für eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Säbelformen. Zu besonderer Berühmtheit gelangten die aus orientalischem [[Damaszener Stahl|Damast]] hergestellten Klingen. Damaszenerwaffen wurden vor allem in Persien aus indischem Stahl gefertigt und blieben bis weit ins 19. Jahrhundert hinein nahezu ein [[Monopol]] des islamischen Kulturkreises.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der typische [[Osmanisches Reich|osmanische]] Säbel (türk. &amp;#039;&amp;#039;[[Kilidsch|kılıç]]&amp;#039;&amp;#039;) ist stark gekrümmt und sehr breit und von daher als Stichwaffe eher ungeeignet. Diese klassische Säbelform mit Verbreiterung zur Spitze hin (türk. &amp;#039;&amp;#039;jelman&amp;#039;&amp;#039;) ist im orientalischen Raum allerdings entgegen verbreiteter Klischees erst im späten 13. Jahrhundert nachzuweisen, in sehr zaghafter Ausführung. Zu nennenswerter Verbreitung scheint sie erst im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts gelangt zu sein. Die in den muslimisch beherrschten Gebieten zuvor mehrheitlich verwendete Säbelform war im Gegenteil eher zur Spitze hin verjüngend konstruiert (und damit durchaus auch zum Stechen geeignet), hatte keine Rückenschneide und in der Regel keinen Knauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Säbeln orientalischen Stils waren im 19. Jahrhundert auch eine Reihe von Einheiten europäischer Heere ausgerüstet, vor allem exotisch uniformierte Formationen wie [[Zuaven]] oder [[Turkos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Falchion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wendelin Boeheim]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Krummschwert und der Säbel.&amp;#039;&amp;#039; In ders.: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Waffenkunde. Das Waffenwesen in seiner historischen Entwicklung vom Beginn des Mittelalters bis zum Ende des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Verlag E.&amp;amp;nbsp;A. Seemann, Leipzig 1890 (Nachdruck durch Barbarus Books, Strausberg 2022, ISBN 978-3-756521-90-6), S.&amp;amp;nbsp;239–249 [https://www.barbarusbooks.de/2019/06/02/das-krummschwert-und-der-s%C3%A4bel/ (online)].&lt;br /&gt;
* Manouchehr M. Khorosani: &amp;#039;&amp;#039;Arms and Armor from Iran. The Bronze Age to the End of the Qajar Period.&amp;#039;&amp;#039; Legat, Tübingen 2006, ISBN 3-932942-22-1 (u.&amp;amp;nbsp;a. persische Waffen des Altertums).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Scimitars|Scimitar}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Säbel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jordi</name></author>
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