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	<title>Schwuchtel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schwuchtel&amp;diff=447342&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mitumial: /* Siehe auch */</title>
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		<updated>2026-04-04T13:41:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwuchtel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS}} &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faggot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine meist salopp und abwertend als [[Schimpfwort]] verwendete Bezeichnung für [[Schwul]]e oder einen sich [[Effemination|‚weiblich‘ benehmenden]] Mann. Seltener kommt es als wertneutrale ironisierende Selbstbezeichnung vor, manchmal zur Differenzierung untereinander.&amp;lt;ref name=&amp;quot;skinner&amp;quot;&amp;gt;Jody Daniel Skinner: &amp;#039;&amp;#039;Bezeichnungen für das Homosexuelle im Deutschen&amp;amp;nbsp;– Band&amp;amp;nbsp;II, Ein Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Die Blaue Eule, Essen 1999, ISBN 3-89206-903-4; Dissertation der Universität Koblenz-Landau 1998&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Unterschied ist meist im Tonfall zu hören oder aus dem geschriebenen Zusammenhang zu entnehmen. Es gibt keine weibliche Entsprechung.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Scheffler: &amp;#039;&amp;#039;Schimpfwörter im Themenvorrat einer Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, Tectum Verlag 2004, ISBN 3-8288-8172-6, S.&amp;amp;nbsp;175&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schimpfwort ==&lt;br /&gt;
Heranwachsenden Männern dient der Begriff in abgrenzender Funktion ihrer geschlechtlichen Identitätsbildung.&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wenn Schüler heute Schimpfausdrücke wie ‚du Schwuchtel‘ verwenden, beabsichtigen sie damit, ihre eigene Männlichkeit von alternativen Männlichkeitskonzepten abzugrenzen. Mit der Verwendung des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Schwuchtel&amp;#039;&amp;#039; zum Beispiel wird zumeist eine Männlichkeit abgewertet, die sich durch eine vermeintliche Effeminisierung auszeichnet, bei der also die Grenzen zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit als nicht hinreichend scharf wahrgenommen werden. Unklare Trennungslinien zwischen den Geschlechtern werden als Störung der Geschlechterordnung aufgefasst und verstören viele bei der Konstruktion ihrer eigenen [[Geschlechtsidentität]].&lt;br /&gt;
 |Autor=nach Martin Lücke&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Lücke: „Unnatürliche Sünden – lasterhafte Lustknaben“, in: [[Bea Lundt]], [[Bärbel Völkel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Outfit und Coming-out: Geschlechterwelten zwischen Mode, Labor und Strich&amp;#039;&amp;#039;, Lit Verlag, Münster 2007, ISBN 3-8258-0491-7, S.&amp;amp;nbsp;140.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Erwachsenenwelt ist das Wort wohlbekannt. Der Entertainer [[Harald Schmidt]] bezeichnete während der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998]] den Nationalspieler [[Jürgen Klinsmann]] als „Schwaben-Schwuchtel“ und „[[Warmduscher]]“. Die Äußerung führte zu einer juristischen Auseinandersetzung mit dem [[Deutscher Fußball-Bund|Deutschen Fußball-Bund]], bei der Schmidt unterlag.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://archiv.rhein-zeitung.de/on/98/06/21/topnews/schmidt.html &amp;#039;&amp;#039;Harald Schmidt darf Klinsmann nicht mehr schmähen: Nie wieder &amp;quot;Schwabenschwuchtel&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Rhein-Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 21. Juni 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso hält dieses Wort in die politische Rede Einzug. Bei seinem Grußwort zu einer [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]-Veranstaltung zum Thema [[Patriotismus]] im Juni 2006 in [[Oßling|Lieske]] begründete der später wegen solcher rechtspopulistischen Äußerungen aus der CDU ausgetretene Bundestagsabgeordnete [[Henry Nitzsche]] die Notwendigkeit von Patriotismus, „um endlich vom [[Schuldkult]] runterzukommen“, damit „Deutschland nie wieder von &amp;#039;&amp;#039;Multi-Kulti-Schwuchteln&amp;#039;&amp;#039; in Berlin regiert“ werde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/verbalentgleisung-cdu-parlamentarier-kritisiert-schuldkult-und-multi-kulti-schwuchtel-a-451710.html &amp;#039;&amp;#039;Verbalentgleisung: CDU-Parlamentarier kritisiert „Schuldkult“ und „Multi-Kulti-Schwuchtel“&amp;#039;&amp;#039;], [[Spiegel Online]], 30. November 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/austritt-aus-der-cdu-nitzsche-sieht-sich-als-buhmann-verunglimpft-a-454697.html &amp;#039;&amp;#039;Austritt aus der CDU: Nitzsche sieht sich als Buhmann verunglimpft&amp;#039;&amp;#039;], Spiegel Online, 15. Dezember 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der politischen Presse wird das Wort inzwischen verwendet, sogar auf eine konkrete Person bezogen. In der rechten, der [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]] nahestehenden Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Zur Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete der Autor Dimitrij Grieb&amp;amp;nbsp;– enger Mitarbeiter des FPÖ-EU-Abgeordneten [[Andreas Mölzer]]&amp;amp;nbsp;– im August 2007 den [[Life Ball|Life-Ball]]-Organisator [[Gery Keszler]] als &amp;#039;&amp;#039;Berufsschwuchtel&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Dimitrij Grieb: [http://www.zurzeit.at/index.php?id=159 &amp;#039;&amp;#039;Die Homoletten-Opfer-Lüge&amp;#039;&amp;#039;], Zur Zeit, Nr. 29–30/2007, 20. Juli–2. August 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Keszler klagte wegen Beleidigung, und Grieb wurde in erster Instanz freigesprochen. In erster Instanz hatte er sich damit verteidigt, dass Keszler „jemand ist, der ständig seine geschlechtliche Orientierung zur Schau trägt wie ein Adelsprädikat“, und es als „Stilmittel der Übertreibung“ und „umgangssprachlich im Kontext“ zu sehen sei. Außerdem meinte er: „Keszler gehört zu den obersten Zehntausend der Society. Damit muss er leben.“ Die Richterin begründete in ihrem Freispruch, dass die Bezeichnung zweifellos eine Beschimpfung und der gesamte Artikel „böse gegen Homosexuelle geschrieben“ sei. Sie sei aber „zu wenig beleidigend, um die Meinungsfreiheit außer Kraft zu setzen“, und Grieb habe nicht den Rahmen der freien Meinungsäußerung verlassen, die heutzutage sehr hoch gehalten werde. Des Weiteren stehe Keszler „massiv in der Öffentlichkeit“, „und ein Mensch, der so in der Öffentlichkeit steht, muss sich auch öffentliche Kritik gefallen lassen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.vienna.at/news/om%3avienna%3awien-aktuell/artikel/berufsschwuchtel-fuer-wiener-gericht-von-meinungsfreiheit-gedeckt/cn/news-20080115-01444820 |wayback=20090203015831 |text=&amp;#039;&amp;#039;„Berufsschwuchtel“ für Wiener Gericht von Meinungsfreiheit gedeckt&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2024-05-07 03:49:18 InternetArchiveBot }}, vienna.at, 15. Januar 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine [[Berufung (Recht)|Berufung]] vor dem [[Oberlandesgericht Wien]] führte zu einer Verurteilung Griebs zu einer Geldstrafe von 750 Euro wegen öffentlicher Beschimpfung gemäß § 115 StGB.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diestandard.at/1245819948218/Keszler-gewinnt-Prozess-Berufsschwuchtel-ist-eine-Beleidigung &amp;#039;&amp;#039;„Berufsschwuchtel“ ist eine Beleidigung&amp;#039;&amp;#039;], diestandard.at, 24. Juni 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbstbezeichnung und ältere Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Belegt ist das Wort in der Prostituiertensprache Wiens&amp;lt;ref&amp;gt;[[Oswald Wiener]]: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ädöologie des Wienerischen&amp;#039;&amp;#039;, im Anhang zu:&amp;lt;br /&amp;gt;Josefine Mutzenbacher: &amp;#039;&amp;#039;Die Lebensgeschichte einer wienerischen Dirne, von ihr selbst erzählt&amp;#039;&amp;#039;, München 1970, S. 388: „päderast“&amp;lt;/ref&amp;gt; und Berlins.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kupper&amp;quot;&amp;gt;Heinz Küpper: &amp;#039;&amp;#039;Illustriertes Lexikon der deutschen Umgangssprache II&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1982–1984, „weibischer Homosexueller Berlin 1920 ff.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Berlin der 1920er Jahre gab es einen &amp;#039;&amp;#039;Schwuchtelball&amp;#039;&amp;#039; als „Tanzabend Homosexueller“&amp;lt;ref name=&amp;quot;kupper&amp;quot; /&amp;gt; und im [[Baseldeutsch]] gab es vor allem zwischen 1930 und 1955 das Spezialidiom &amp;#039;&amp;#039;Schwuchtle&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Suter (Germanist)|Rudolf Suter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Baseldeutschwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Basel 1984&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1975 wurde von [[Reinhard von der Marwitz]] in Berlin die &amp;#039;&amp;#039;Schwuchtel&amp;amp;nbsp;– Eine Zeitung der Schwulenbewegung&amp;#039;&amp;#039; herausgebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;http://kenb.org/museum_Marwitz.html Reinhard von der Marwitz Nachruf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Susanne zur Nieden]]: &amp;#039;&amp;#039;Homosexualität und Staatsräson: Männlichkeit, Homophobie und Politik&amp;#039;&amp;#039;, Campus Verlag 2005, ISBN 3-593-37749-7, S.&amp;amp;nbsp;93&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Annette Dröge, Volker N. Würtz: &amp;#039;&amp;#039;„männer“, „frauen“ und andere Menschen: Über Normen, Abweichungen …&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Frauenpolitik 1977, S.&amp;amp;nbsp;86&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Herausgeberkreis kamen dann die Gründer des 1977 eröffneten Schwulencafés &amp;#039;&amp;#039;Anderes Ufer&amp;#039;&amp;#039;. In der Szene gibt es auch die Bezeichnung der &amp;#039;&amp;#039;Schrankschwuchtel&amp;#039;&amp;#039;, also eine Person, die noch nicht ihr [[Coming-out]] gegenüber der Umgebung hatte und „im Schrank“ versteckt lebt. Es handelt sich um eine Lehnübersetzung aus dem englischen &amp;#039;&amp;#039;(to be) in the closet&amp;#039;&amp;#039; (zu deutsch „verheimlichen“), worauf auch der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;coming out (of the closet)&amp;#039;&amp;#039; („sich bekennen“) zurückgeht, beide ursprünglich ohne sexuelle Bedeutung, so dass beide Begriffe noch eher als im Deutschen allgemeine Verwendung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Bedeutungen in verschiedenen Mundarten ==&lt;br /&gt;
In den &amp;#039;&amp;#039;Volksüberlieferungen aus dem Fürstenthum [[Waldeck]]&amp;#039;&amp;#039; von 1860 ist &amp;#039;&amp;#039;Schwuchtel&amp;#039;&amp;#039; unter der Bedeutung „leichtsinniger Mensch“ verzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Curtze: &amp;#039;&amp;#039;Volksüberlieferungen aus dem Fürstenthum Waldeck&amp;#039;&amp;#039;, Verlag A. Speyer, Arolsen 1860, S. 501 ([https://books.google.at/books?id=WuFCAAAAIAAJ Online-Version])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Schlesisch (polnischer Dialekt)|Schlesischen]] bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Schwuchtel&amp;#039;&amp;#039; eine Schwätzerin, eine Art Dorfzeitung und eine dicke Frau. Der &amp;#039;&amp;#039;Schwüchtel&amp;#039;&amp;#039; ist ein dickleibiger Mensch und &amp;#039;&amp;#039;schwuchteln&amp;#039;&amp;#039; bedeutet herumtreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Mitzka: &amp;#039;&amp;#039;Schlesisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, W. de Gruyter 1962&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Portal|Homo- und Bisexualität}}&lt;br /&gt;
* [[Liste queerfeindlicher Anschläge und Angriffe]]&lt;br /&gt;
* [[Schwulenwitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.homowiki.de/Schwuchtel Schwuchtel] im [[gay-web|Homowiki]]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.berufsschwuchtel.org/ |text=www.berufsschwuchtel.org |wayback=20120115034800}} – Eine Aktion von Aids Life, Trägerverein des [[Life Ball]]s gegen Homophobie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort (Mann)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Sexualität)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mitumial</name></author>
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