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	<title>Schwetzinger Hardt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T13:45:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schwetzinger_Hardt&amp;diff=2783970&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Slimguy: /* Fauna und Flora */ Kiefernblutzikade, Schlupf- und Brackwespen</title>
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		<updated>2026-04-25T12:04:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Fauna und Flora: &lt;/span&gt; Kiefernblutzikade, Schlupf- und Brackwespen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:20110731Reilinger Eck28.jpg|mini|Bestand im Bereich &amp;#039;&amp;#039;Hoher Stein&amp;#039;&amp;#039; (Reilinger Eck in der südlichen Hardt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 05 12 Schwetzinger Hardt.jpg|mini|[[Hornisse]]n und [[Hirschkäfer]] Mitte Mai an einer Eichensaftlecke in der Schwetzinger Hardt]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwetzinger Hardt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hockenheimer Hardt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein Waldgebiet im [[Rhein-Neckar-Kreis]] in [[Baden-Württemberg]]. Sie ist als [[Naturraum]] unter der Kennziffer 223.9 Teil der Haupteinheit [[Hardtebenen]] (223).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesstraße 291 im Hardtwald.jpg|mini|Die B 291 durchschneidet den Hardtwald – hier auf Höhe des Reilinger Wegs; Blick von der Fußgänger-/Fahrradbrücke nach Südosten Richtung Walldorf.]]&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung des Waldgebietes ist uneinheitlich. Örtlich wird es meist kürzer &amp;#039;&amp;#039;Hardt&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hardtwald&amp;#039;&amp;#039; genannt. Die mit dem Namen der großen Umlandgemeinde zusammengesetzte Benennung vermeidet die Verwechslung mit anderen nahen Waldgebieten gleichen oder ähnlichen Namens, etwa mit dem großen, ihn als nördlichsten Teil umfassenden [[Hardtwald (Karlsruhe)|Hardtwald]], der schon südlich von [[Karlsruhe]] beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwetzinger oder Hockenheimer Hardt &amp;#039;&amp;#039;im weiteren Sinne&amp;#039;&amp;#039; wird vom [[Hardtbach (Kraichbach)|Hardtbach]]-Lauf in die &amp;#039;&amp;#039;Obere Hardt&amp;#039;&amp;#039; (Hockenheimer Hardt im engeren Sinne) im Süden und die &amp;#039;&amp;#039;Untere Hardt&amp;#039;&amp;#039; (Schwetzinger Hardt im engeren Sinne) im Norden geteilt. Nahezu schnurgerade durchquert die [[Bundesstraße 291]] (Walldorf–Oftersheim) die geschützten Waldflächen. Eine noch breitere Schneise bildet die [[Bahnstrecke Mannheim–Rastatt|Bahnstrecke Oftersheim–Hockenheim]] im Westen der Schwetzinger Hardt. Zählt man noch den Randbereich von [[Ketsch (Gemeinde)|Ketsch]] zur Schwetzinger Hardt, dann kommen noch die [[Bundesautobahn 6]] und die [[Bundesstraße 39]] als größere Schneisen hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hockenheim-1907.png|mini|Schwetzinger Hardt auf einer Karte von 1907 (aufgeteilt in Untere Hardt und Obere Hardt)]]&lt;br /&gt;
Die Schwetzinger Hardt liegt zwischen [[Rhein]] und  [[Kraichgau]] in der mittleren rechten [[Oberrheinische Tiefebene|Oberrheinischen Tiefebene]] zwischen den Siedlungsbereichen der Orte [[Schwetzingen]] im Nordwesten, [[Oftersheim]] im Norden, [[Sandhausen]] im Nordosten, [[Leimen (Baden)|Leimen]] (Ortsteil [[St. Ilgen (Leimen)|St. Ilgen]]) im Osten, [[Walldorf (Baden)|Walldorf]] im Süden, [[Reilingen]] im Südwesten und [[Hockenheim]] im Westen. [[Kraichbach]] und [[Leimbach (Rhein)|Leimbach]] fließen etwas vor seinem Rand beide ungefähr nordwestlich zum Rhein, der Kraichbach durch Reilingen und Hockenheim, der Leimbach gebogener durch St. Ilgen, Sandhausen, Oftersheim und Schwetzingen. Vom Leimbach zweigt zwischen Walldorf und St. Ilgen nach links der  [[Hardtbach (Kraichbach)|Hardtbach]] ab, der die Hardt in westnordwestlicher Richtung durchquert und dann bei Hockenheim von rechts in den Kraichbach mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das insgesamt rund 3162 Hektar große, geschlossene Waldgebiet verteilt sich auf die [[Gemarkung|Markungen]] der genannten Orte und ist teilweise im Eigentum der Gemeinden, teilweise ist es staatseigen. Der [[kiefern]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;reiche Wald steht zum größeren Teil auf [[Quartär (Geologie)|quartärem]] Flugsandsediment, das sich hier unter anderem in zahlreichen [[Binnendüne]]n abgelagert hat. Unmittelbar am Südrand von Sandhausen ist eine davon zum Geotop und Naturschutzgebiet „[[Sandhausener Dünen]]“ erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://media.lgrb-bw.de/link/gtk/gtk_3712.pdf Geotop-Steckbrief]&amp;lt;/ref&amp;gt; Teile des Gebietes sind auch von [[Würm-Glazial|würmeiszeitlichen]] Schottern bedeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Geologie nach LGRB-GÜK300.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hockenheimring Baden-Württemberg Luftbild.JPG|mini|Luftaufnahme der westlichen Hardt mit der Anlage des [[Hockenheimring Baden-Württemberg|Hockenheimrings]] (2012)]]&lt;br /&gt;
Die Schwetzinger Hardt wurde erstmals 1063 urkundlich erwähnt, als König [[Heinrich IV. (HRR)|Heinrich IV.]] eine Schenkung seines Vaters an das [[Bistum Speyer]] um die Hardt sowie die [[Burg Wersau]] mit den zugehörigen Dörfern [[Reilingen]] und [[Hockenheim]] erweiterte. Bereits 1104 waren Wersau, Reilingen und Hockenheim im Besitz der [[Kurpfalz|Pfalzgrafen bei Rhein]], so dass vermutlich auch der Besitz an der Schwetzinger Hardt zu jener Zeit schon an die Pfalzgrafen übergegangen war, zu deren Stammgut die Schwetzinger Hardt ab dem hohen Mittelalter zählte. Die umliegenden sieben Dörfer, die so genannten &amp;#039;&amp;#039;Hardtgemeinden&amp;#039;&amp;#039;, hatten bereits im hohen Mittelalter Nutzungsrechte im Wald. Erstmals erhobene Besitzansprüche wurden 1487 jedoch zunächst verworfen. Allerdings wurden immer wieder entsprechende Forderungen laut. Der Oftersheimer Gemeindewald wurde schon 1702 vom Hofgericht anerkannt. Das Oftersheimer [[Herzogskreuz (Oftersheim)|Herzogskreuz]] wurde in diesem Zusammenhang 1702 zum [[Grenzstein]] zwischen [[Staatsforst|Staats-]] und [[Körperschaftswald|Gemeindewald]] umgenutzt. 1931 wurde das bis dahin eine eigene Markung bildende Staatswaldgebiet auf die Markungen der sieben umliegenden Orte verteilt. Das Eigentum am vormaligen Staatswald blieb jedoch beim Land Baden, später Baden-Württemberg, das in den jeweiligen Gemeinden grundsteuerpflichtig wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Söhner: &amp;#039;&amp;#039;Häufiger Streit mit der Obrigkeit – Waldeigentum und Waldnutzungsrechte der sieben Hardtgemeinden oder die sieben Walddörfer in der „Schwetzinger Hardt“&amp;#039;&amp;#039;, in: Kurpfälzer Winzerfestanzeiger, Ausgabe 2008, S. 90.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren wurde in der westlichen Hardt bei Hockenheim die Motorsport-Rennstrecke [[Hockenheimring Baden-Württemberg|Hockenheimring]] gebaut. In den Anfangsjahren war die Strecke nur für Motorräder konzipiert. Im Rahmen der Verlängerung der [[BAB 6]] wurde der Hockenheimring 1964/65 zum [[Motodrom]] grundlegend umgebaut. Die Eingriffe in den damals noch ungeschützten Hardtwald, u.&amp;amp;nbsp;a. für den Tribünenbau, waren gravierend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzgebiete ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwetzinger Hardt - Dünen.jpg|mini|Schwetzinger Hardt mit Markierung der Dünenketten]]&lt;br /&gt;
=== Naturschutz ===&lt;br /&gt;
Ungefähr die Hälfte der Schwetzinger Hardt steht unter [[Naturschutz]] verschiedener Schutzkategorien:&lt;br /&gt;
* In der mittleren bis südlichen Hardt besteht das [[Europäisches Vogelschutzgebiet|EU-Vogelschutzgebiet]] DE-6617-441 &amp;#039;&amp;#039;Schwetzinger und Hockenheimer Hardt&amp;#039;&amp;#039;, das rund 1436&amp;amp;nbsp;ha groß ist.&lt;br /&gt;
* Vorwiegend im Osten und Norden liegen einige weitere Teilflächen im [[FFH-Gebiet]] DE-6617-341 &amp;#039;&amp;#039;Sandgebiete zwischen Mannheim und Sandhausen&amp;#039;&amp;#039;, zu dem jedoch v.&amp;amp;nbsp;a. Bereiche außerhalb der Hardt gehören.&lt;br /&gt;
* Randlich grenzen an die Hardt außerdem einige Gebiete wie z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Oftersheimer Dünen|Oftersheimer]] und [[Sandhausener Dünen]], die als [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Natur-]] oder [[Landschaftsschutzgebiet]]e geschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waldschutz ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- [[Datei:20140625Saubusch.jpg|mini|left|Hinweisschilder Bannwald und Waldschutzgebiet im Bereich &amp;#039;&amp;#039;Saubusch&amp;#039;&amp;#039;]] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf Grundlage des baden-württembergischen [[Landeswaldgesetz]]es hat das [[Regierungspräsidium Freiburg]] am 5. November 2013 die &amp;#039;&amp;#039;Verordnung über das Regionale Waldschutzgebiet und den Erholungswald „Schwetzinger Hardt“&amp;#039;&amp;#039; erlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Regionales Waldschutzgebiet Landratsamt&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://cms7.rhein-neckar-kreis.eu/,Lde/Startseite/Landratsamt/Waldschutzgebiet+_Schwetzinger+Hardt_.html |titel=Regionales Waldschutzgebiet „Schwetzinger Hardt“ |hrsg=Landratsamt [[Rhein-Neckar-Kreis]] |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150402160237/http://cms7.rhein-neckar-kreis.eu/,Lde/Startseite/Landratsamt/Waldschutzgebiet+_Schwetzinger+Hardt_.html |archiv-datum=2015-04-02 |abruf=2015-02-24 |kommentar=mit Verordnungstext und Karte |archiv-bot=2019-05-13 02:55:21 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gbl Verordnung&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_73/vo/100139_200411.pdf |titel=Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg über das Regionale Waldschutzgebiet und den Erholungswald „Schwetzinger Hardt“ vom 5. November 2013 |werk=[[Gesetz- und Verordnungsblatt|GBl.]] Nr. 16 |datum=2013-12-10 |seiten=376–385 |format=PDF |abruf=2015-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch wurden frühere forstliche Verordnungen zum Schonwald &amp;#039;&amp;#039;Reilinger Eck&amp;#039;&amp;#039; und zu einzelnen Bannwaldbereichen in der Hardt außer Kraft gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das in der Verordnung von 2013 beschriebene Waldschutzgebiet umfasst insgesamt rund 3125 Hektar und deckt – mit Ausnahme einiger Siedlungs- und Infrastrukturbereiche – nahezu die gesamte Schwetzinger Hardt ab. Es ist in [[Bannwald]]-, [[Schonwald]]- und [[Erholungswald]]-Bereiche gegliedert:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gbl Verordnung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die vier räumlich getrennten Bannwaldflächen &amp;#039;&amp;#039;Franzosenbusch&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Kartoffelacker&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Plansuhl&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Saubusch&amp;#039;&amp;#039; machen den geringsten Anteil aus. Zusammen umfassen sie ca. 143&amp;amp;nbsp;ha, also knapp 4,6 Prozent des gesamten Waldschutzgebiets. Die Bannwälder sind am strengsten geschützt; dort ist die Holznutzung untersagt und es gilt u.&amp;amp;nbsp;a. ein striktes [[Wegegebot]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gbl Verordnung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Schonwaldflächen umfassen rund 1288 ha (ca. 41,2 Prozent) und werden weiter in Erhaltungs- und Entwicklungszonen unterschieden. Der Baumbestand im Schonwald wird forstlich genutzt, die Bewirtschaftung unterliegt jedoch einigen Auflagen. Schutzziele sind u.&amp;amp;nbsp;a. die Erhaltung vorhandener Wald- und Offenlandbiotope und die Verbesserung bestimmter Habitatstrukturen. Außerdem dient der Schonwald an einigen Stellen als Pufferzone für Bannwaldbereiche; der Bannwald &amp;#039;&amp;#039;Kartoffelacker&amp;#039;&amp;#039; ist als einziger allseitig von Schonwald umgeben.&lt;br /&gt;
* Die Erholungswaldbereiche umfassen rund 1695 ha (ca. 54,2 Prozent), also mehr als die Hälfte des Gesamtgebiets. Sie dienen vorwiegend der forstlichen Nutzung und als naturnaher Erholungsraum für die Bevölkerung in der [[Metropolregion Rhein-Neckar]]. Dazu wird u.&amp;amp;nbsp;a. ein Rad-, Wander-, Reit- und Sport-Wegenetz unterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fauna und Flora ==&lt;br /&gt;
In einem Wildgehege bei Oftersheim werden [[Rothirsch]]e und [[Wildschwein]]e gehalten. Zu den in der Schwetzinger Hardt beobachteten Säugetieren gehören [[Eichhörnchen]], [[Reh]], Wildschwein, [[Dachs]], [[Rotfuchs]], [[Europäischer Maulwurf|Maulwurf]], Hase oder Wildkaninchen sowie Fledermäuse. Es gab 2025 eine Studie zu [[Rötelmaus|Rötelmäusen]] in der Schwetzinger Hardt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europäische Gottesanbeterin]] ist eine Art, die in der Schwetzinger Hardt jedes Jahr beobachtet werden kann. Die Schwetzinger Hardt ist ein Einfallstor für Insekten und andere Lebewesen aus dem Mittelmeerraum und anderen Teilen der Welt, die sich in Deutschland entlang dem Oberrheingraben nach Norden ausbreiten. Es wurde beispielsweise die [[Eichennetzwanze]] 2021 erstmals für Deutschland gemeldet. Diese hat sich dort in den Folgejahren etabliert. Eine Schmetterlingsart, der [[Basler Sackträger]] (&amp;#039;&amp;#039;Typhonia melana&amp;#039;&amp;#039;), wurde dort 2024 nachgewiesen. Für diese Art gab es zuvor lediglich einen Fund in Deutschland mehrere Jahre zuvor an der Schweizer Grenze. Die Grabwespenart &amp;#039;&amp;#039;[[Prionyx kirbii]]&amp;#039;&amp;#039; (seit 2024), die [[Amerikanische Mauerwespe]] und die [[Asiatische Hornisse]] (2025, vermutlich auch früher) sind weitere Neueinwanderer, die in der Schwetzinger Hardt gesichtet wurden. Im Juli 2025 konnte die aus Ostasien stammende in Europa eingewanderte parasitisch lebende [[Hautflügler]]art &amp;#039;&amp;#039;[[Leucospis sinensis]]&amp;#039;&amp;#039; in der Schwetzinger Hardt nachgewiesen werden, möglicherweise ein Erstfund für Deutschland. Es gibt noch weitere [[Zweiflügler]], [[Wanzen]], [[Zikaden]] und andere Insekten in der Schwetzinger Hardt, die sich erst in den letzten Jahren in Mitteleuropa angesiedelt haben. [[Köcherfliegen]], darunter die [[Waldköcherfliege]], und die [[Blauflügel-Prachtlibelle]] beobachtet man am [[Leimbach (Rhein)#Hardtbach (Kraichbach)|Hardtbach]], der durch die Schwetzinger Hardt führt. Weitere Libellenarten, bspw. der [[Großer Blaupfeil|Große Blaupfeil]], die [[Kleine Zangenlibelle]] oder die [[Gemeine Winterlibelle]] findet man auch abseits des Hardtbachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teich auf der früheren Hockenheimringstrecke, der Lebensraum für [[Molch]]e war, bietet heute offenbar keinen Lebensraum mehr für diese. Es gibt eine Vielzahl an Tier- und Insektenarten in der Schwetzinger Hardt, deren Populationen vermutlich meist jedoch abnehmend sind. Viele sind direkt oder indirekt von [[Kiefern]] abhängig, darunter &amp;#039;&amp;#039;[[Diprion pini]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Diprion similis]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Neodiprion sertifer]]&amp;#039;&amp;#039;, die [[Kieferneule]], der [[Kiefernschwärmer]], der [[Kiefern-Zwerg-Sackträger]], die [[Kiefernblutzikade]], der [[Gestreifter Kiefern-Zwergmarienkäfer|Gestreifte Kiefern-Zwergmarienkäfer]] oder der [[Kiefernnadel-Scheidenrüssler]]. Verschiedene [[Schlupfwespen|Schlupf-]] und [[Brackwespen]], die hauptsächlich holzbohrende Insekten als Wirte haben, werden im Wald beobachtet. Als besondere Tierarten zu nennen wären die [[Geringelte Mordwanze]], &amp;#039;&amp;#039;[[Nagusta goedelii]]&amp;#039;&amp;#039;, der [[Marienprachtkäfer]], der [[Seidenbienen-Ölkäfer]], die [[Schlingnatter]], der [[Schwarzspecht]] und der [[Schwalbenschwanz (Schmetterling)|Schwalbenschwanz]]. Weiterhin gibt es noch Alteichenbestände, die den Lebensraum für Urwaldreliktarten wie den [[Großer Eichenbock|Großen Eichenbock]] und den [[Rothalsiger Blütenwalzenkäfer|Rothalsigen Blütenwalzenkäfer]] darstellen. In der Schwetzinger Hardt kann im April und im Mai an Totholz oder gefällten Baumstämmen &amp;#039;&amp;#039;[[Orussus abietinus]]&amp;#039;&amp;#039;, ein seltener parasitisch lebender Hautflügler, beobachtet werden. Der sehr scheue [[Wiedehopf]], ein [[Vogelzug|Zugvogel]] aus dem südlichen Mittelmeerraum, wird neuerdings regelmäßig in der Schwetzinger Hardt gesichtet. Während feuchtwarmen Tagen und danach findet man häufig den [[Gemeiner Holzbock|Gemeinen Holzbock]] oder die [[Wiesenzecke|Auwaldzecke]] in der niedrigen Krautvegetation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Amerikanische Kermesbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Phytolacca americana&amp;#039;&amp;#039;) hat sich insbesondere im Westen der Schwetzinger Hardt stark ausgebreitet. Ein weiterer [[Neophyt]] ist das [[Kleines Springkraut|Kleine Springkraut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der trockenen Jahre sind viele [[Waldkiefer]]n und andere Laub- und Nadelbäume stark geschädigt oder abgestorben. Diese werden zum Teil aus dem Wald entfernt. Nachwachsende Bäume gibt es nur in geringem Maße. Die Schwetzinger Hardt entwickelt sich zu einem „offenen“ Wald hin mit Flächen mit wenigen frei stehenden hochwachsenden Bäumen. Es gibt an vielen Stellen [[Besenginster]]. Außerdem wächst an manchen Stellen der [[Kleiner Sauerampfer|Kleine Sauerampfer]] und der [[Berg-Haarstrang]], ein beliebter [[Doldenblütler]] bei vielen Insektenarten. Es gibt nur eine geringe Anzahl an [[Birken]], dafür eine größere Anzahl an [[Gewöhnliche Traubenkirsche|Gewöhnlichen Traubenkirschen]], [[Roteiche]]n, [[Edelkastanie]]n und [[Robinie]]n sowie einzelne [[Europäische Stechpalme|Stechpalmen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bannwälder in Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hubert Geiger: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung des Waldeigentums, der Waldnutzungen und der Waldbewirtschaftung in der Schwetzinger Hardt, sowie ihre heutige Bedeutung als Naherholungsgebiet&amp;#039;&amp;#039;, Diplomarbeit an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.schwetzinger-hardt.de/ Regionales Waldschutzgebiet und Erholungswald Schwetzinger Hardt]&lt;br /&gt;
* {{GeoQuelle|DE-BW|GeoView|ref=nein}}, insbesondere mit den Teilkarten/Layers&lt;br /&gt;
** des [[Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau|Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau des Landes Baden-Württemberg (LGRB)]]&lt;br /&gt;
*** „LGRB-GTP“: Geotopkataster&lt;br /&gt;
*** „LGRB-GÜK300“: Geologische Übersichtskarte 1:300.000&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Nach Nutzung einkommentieren&lt;br /&gt;
** der [[Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg|Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)]]&lt;br /&gt;
*** „LUBW-FG10“: Fließgewässer 1:10.000&lt;br /&gt;
*** „LUBW-SG10“: Stehende Gewässer 1:10.000&lt;br /&gt;
*** „LUBW-GEZG“: Gewässereinzugsgebiete&lt;br /&gt;
*** „LUBW-SCHUTZ“: Verschiedene Karten zu den einzelnen Naturschutzkategorien&lt;br /&gt;
*** „LUBW-LS2000“: Landnutzung nach Landsat 2000&lt;br /&gt;
* „LUBW-BRSWEB“: [http://brsweb.lubw.baden-wuerttemberg.de Daten- und Kartendienst der LUBW]&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=49.3331|EW=8.5969|type=landmark|region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldschutzgebiet im Rhein-Neckar-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturraum im Oberrheinischen Tiefland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebietsgründung 2003]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Slimguy</name></author>
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