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	<title>Schwertfisch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T18:18:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schwertfisch&amp;diff=145304&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;0000ff: /* Kultur */ revert: die BW taucher verwenden einen sägefisch, vgl. offizielle broschüre der BW zu uniformen</title>
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		<updated>2026-02-04T13:20:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kultur: &lt;/span&gt; revert: die BW taucher verwenden einen sägefisch, vgl. offizielle broschüre der BW zu uniformen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Fisch Schwertfisch. Für das gleichnamige Sternbild siehe [[Schwertfisch (Sternbild)]], für die englische Bezeichnung siehe [[Swordfish]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Schwertfisch&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Xiphias gladius&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = Linnaeus, 1758&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Xiphias&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Carl von Linné|Linnaeus]], 1758&lt;br /&gt;
| Taxon3_LinkName  = Schwertfische&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Xiphiidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Autor     = [[William Swainson|Swainson]], 1839&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Schwertfischverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Xiphioidea&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Carangiformes&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Carangaria&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = &lt;br /&gt;
| Bild             = Xiphias gladius stuffed.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwertfisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Xiphias gladius&amp;#039;&amp;#039;) ist ein großer, räuberisch lebender [[Knochenfisch]], der weltweit in gemäßigt warmen bis tropischen Meeren anzutreffen ist. Er lebt im offenen Ozean, nähert sich nur wenig den Küsten und ernährt sich von anderen Fischen und von [[Kopffüßer]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein namensgebendes [[schwert]]artiges [[Schnauze|Rostrum]] kann bei ausgewachsenen Fischen ein Drittel der Körperlänge erreichen. Der wissenschaftliche Name der Gattung (&amp;#039;&amp;#039;Xiphias&amp;#039;&amp;#039;) kommt vom [[Griechische Sprache|griechischen]] [[wikt:ξίφος|ξίφος]] &amp;#039;&amp;#039;xiphos&amp;#039;&amp;#039; und bedeutet [[Schwert]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fishbase&amp;quot;&amp;gt;{{Fishbase|g=Xiphias|s=gladius}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[latein]]ische [[Art-Epitheton]] &amp;#039;&amp;#039;gladius&amp;#039;&amp;#039; steht für das [[Römisches Reich|römische]] [[Kurzschwert]] ([[Gladius (Waffe)|Gladius]]). Der Schwertfisch ist ein geschätzter Speisefisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Der Schwertfisch kommt bei Wassertemperaturen zwischen 5&amp;amp;nbsp;°C und 27&amp;amp;nbsp;°C [[Kosmopolit (Biologie)|kosmopolitisch]] in allen [[Tropen|tropischen]], [[subtropisch]]en und gemäßigten Ozeanen zwischen 61° [[Geographische Breite|nördlicher Breite]] und 50° südlicher Breite vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fishbase&amp;quot; /&amp;gt; Im westlichen [[Pazifischer Ozean|Pazifik]] lebt er zwischen 50° nördlicher und 45° südlicher Breite und im kühleren östlichen Pazifik zwischen 50°N und 35°S. Im [[Indischer Ozean|Indischen Ozean]] erstreckt sich das Verbreitungsgebiet nördlich  45° südlicher Breite. Im Norden wird das Verbreitungsgebiet durch die Küste Südasiens begrenzt. Im Atlantik kommt der Schwertfisch zwischen 50° nördlicher Breite im Nordwesten und 60° nördlicher Breite im Nordosten und 45°S im Südwesten und 45° bis 50°S im Südwesten vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nakamura 49&amp;quot;&amp;gt;Nakamura (1985), Seite 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er kommt auch im [[Mittelmeer]], im [[Marmarameer]] und im [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meer]] vor, gelegentlich auch in der [[Nordsee|Nord-]] und [[Ostsee]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.blinker.de/angelmethoden/angeln-allgemein/news/spaziergaenger-findet-schwertfisch-an-der-ostsee/|titel=Spaziergänger findet Schwertfisch an der Ostsee|datum=2022-08-10|zugriff=2022-08-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der genetische Austausch zwischen der atlantischen und der mediterranen Population ist gering.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fishbase&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Swordfish skeleton.jpg|mini|Schwertfischskelett im [[National Museum of Natural History]] in [[Washington, D.C.]]]]&lt;br /&gt;
Der Schwertfisch hat einen spindelförmigen, im Querschnitt hochovalen Körper. Sein namengebendes [[schwert]]artiges [[Schnauze|Rostrum]] kann bei ausgewachsenen Fischen ein Drittel der Körperlänge erreichen. Im Unterschied zum im Querschnitt runden „Speer“ seiner nächsten Verwandten, den [[Fächer- und Speerfische]]n (Istiophoridae), ist das „Schwert“ der Schwertfische abgeflacht. Es wird vom verlängerten Oberkiefer gebildet, bei jungen Schwertfischen ist auch der Unterkiefer zu einem kürzeren Schwert ausgezogen. Das Schwert ist schon bei 10&amp;amp;nbsp;mm langen Jungfischen gut entwickelt.&lt;br /&gt;
In Körpergröße und Gewicht unterscheiden sich Schwertfische regional deutlich. So liegt die durchschnittliche Körperlänge von Schwertfischen, die mit [[Langleinenfischerei|Langleinen]] im nordwestlichen Pazifik gefangen wurden, bei 1,2 bis 1,9 Metern. Das mittlere Gewicht der im Mittelmeer gefangenen Tiere liegt zwischen 115 und 160&amp;amp;nbsp;kg. Fische der Mittelmeerpopulation erreichen nur selten ein Gewicht über 230&amp;amp;nbsp;kg, im westlichen Atlantik werden sie bis zu 320&amp;amp;nbsp;kg und im südöstlichen Pazifik bis 530&amp;amp;nbsp;kg schwer. Weibchen werden größer als Männchen, die nur selten ein Gewicht von mehr als 140&amp;amp;nbsp;kg erreichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nakamura 50&amp;quot;&amp;gt;Nakamura (1985), Seite 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der größte jemals gefangene Schwertfisch maß 4,55 Meter bei einem Gewicht von 650 Kilogramm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fishbase&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Young swordfish.jpg|mini|Sehr junger Schwertfisch, auch der Unterkiefer ist schwertartig verlängert, die Kiefer sind bezahnt, eine einzige durchgehende Rückenflosse, der Körper ist beschuppt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Xiphias gladius juvenile.jpg|mini|Junger Schwertfisch.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ihres Wachstums unterliegen Schwertfische großen [[Morphologie (Biologie)|morphologischen]] Änderungen. Die Kiefer ausgewachsener Schwertfische sind zahnlos, während junge Fische mit einer Körperlänge von bis zu einem Meter feine Zähnchen zeigen. Jungfische sind zudem mit kleinen, stachligen Schuppen bedeckt, während adulte Fische ab einer Körperlänge von einem Meter schuppenlos sind. Die [[Seitenlinienorgan|Seitenlinie]] fehlt ausgewachsenen Schwertfischen, während sie bei bis zu einem Meter langen Jungfischen vorhanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Xiphias gladius2.jpg|mini|Ausgewachsener Schwertfisch]]&lt;br /&gt;
Ausgewachsene Schwertfische haben zwei Rückenflossen, die weit voneinander getrennt sind. Die erste, weitaus größere Rückenflosse befindet sich unmittelbar hinter dem Kopf und den Brustflossen. Sie wird von 34 bis 49 [[Flossenstrahl]]en gestützt; die viel kleinere zweite Rückenflosse, die sich kurz vor dem Schwanzflossenstiel befindet, besitzt vier bis sechs Flossenstrahlen. Jungfische haben eine längere, durchgehende Rückenflosse. Auch die Afterflosse ist zweigeteilt, die erste liegt etwas hinter der Körpermitte und hat 13 oder 14 Flossenstrahlen, die zweite, kurz vor dem Schwanzflossenstiel und ein klein wenig vor dem Beginn der zweiten Rückenflosse, besitzt drei oder vier Flossenstrahlen. Die Brustflossen sind sichelförmig, relativ starr und werden von 16 bis 18 Flossenstrahlen gestützt. Bauchflossen und der dazugehörende Beckengürtel fehlen. Die Schwanzflosse ist groß und halbmondförmig, der Schwanzflossenstiel ausgewachsener Tiere hat zu beiden Seiten je einen knorpeligen Kiel. Der [[Anus]] befindet sich nahe dem Anfang der ersten Afterflosse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwertfische sind auf dem Rücken schwarz-braun bis bläulich-grau, zum Bauch hin werden sie immer heller. Die Flossenmembran der ersten Rückenflosse ist schwarzbraun, die anderen Flossen sind schwarzbraun bis braun. Die Augen sind groß, das Maul nicht vorstülpbar. Die Kiemenöffnungen sind groß, [[Kiemenreuse]]n sind nicht vorhanden. Die Anzahl der Wirbel liegt bei 26, darunter sind 15 bis 16 Rumpf- und zehn bis elf Schwanzwirbel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den auf den ersten Blick ähnlichen [[Speerfische|Marlinen]], Fächer- und Speerfischen unterscheiden sich die Schwertfische neben ihrem stark abgeflachten Rostrum durch die kurze erste Rückenflosse und das Fehlen von Zähnen, Bauchflossen und Becken. Außerdem besitzen sie nur einen Kiel auf jeder Seite des Schwanzstiels; Fächer- und Speerfische haben dagegen zwei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Endothermie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Xiphias gladius.jpg|mini|Schwertfisch auf einem Deck nach Fang mit der Langleine]]&lt;br /&gt;
Der Schwertfisch hat einen partiell [[Endothermes Tier|endothermen]] [[Stoffwechsel]]. Das bedeutet: Er ist in der Lage, seine Körpertemperatur teilweise von innen her zu regulieren. So sind Augen und Gehirn des Schwertfisches 10&amp;amp;nbsp;°C bis 15&amp;amp;nbsp;°C wärmer als das umgebende Wasser. Im äußeren Augenmuskel ([[Musculus rectus superior]]) machen die [[Mitochondrien]] (die „Kraftwerke“ der Zellen) 55 bis 77 % des Zellvolumens aus und haben damit den höchsten Anteil bei allen auf dieses Merkmal hin untersuchten tierischen Zellen. Des Weiteren ist im äußeren Augenmuskel der Gehalt an [[Myoglobin]] besonders hoch und das [[Endoplasmatisches Retikulum#Sarkoplasmatisches Retikulum (Glattes Retikulum, SR)|sarkoplasmatische Retikulum]], das [[Calcium]]ionen (Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;) speichert, vermehrt. Dagegen fehlen kontraktile [[Muskelfibrille|Fibrillen]]. Die aus dem sarkoplasmatischen Retikulum entweichenden Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen werden mit [[Ionenpumpe]]n ([[Transportprotein]]e) zurückgepumpt, was zur Produktion von Wärme führt. Der Sinn dieser Augen- und Gehirnerwärmung liegt wahrscheinlich darin, Temperaturunterschiede und die damit verbundene Beeinträchtigung der Hirn- und Sehleistung zu vermeiden, die entstehen würden, wenn die Beute jagenden Schwertfische verschieden temperierte Wasserschichten durchschwimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;K. A. Fritsches, R. W. Brill und E. J. Warrant: &amp;#039;&amp;#039;Warm Eyes Provide Superior Vision in Swordfishes.&amp;#039;&amp;#039; Current Biology, Volume 15, Issue 1, 11. Januar 2005, S. 55–58. [[doi:10.1016/j.cub.2004.12.064]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher McGowan: &amp;#039;&amp;#039;The Raptor and the Lamb — Predators and Prey in the Living World&amp;#039;&amp;#039;, Penguin Books, London 1998, ISBN 0-14-027264-X, S. 70 bis 71&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Britz: &amp;#039;&amp;#039;Teleostei, Knochenfische i.e.S.&amp;#039;&amp;#039; Seite 285 in [[Wilfried Westheide]] &amp;amp; [[Reinhard Rieger]]: &amp;#039;&amp;#039;Spezielle Zoologie Teil 2: Wirbel und Schädeltiere&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg • Berlin, 2004, ISBN 3-8274-0307-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Muskelzellen des umgebauten Augenmuskels besitzen keine Calcium bindenden [[Protein]]e wie [[Troponin]] beziehungsweise [[Calmodulin]], [[Aktin]] und [[Myosin]]. Hier wird allerdings, wie in anderen Zellen auch, in den Mitochondrien [[Adenosintriphosphat]] gebildet. Bei Erregung der Zelle wird Calcium aus dem [[Endoplasmatisches Retikulum|Endoplasmatischen Retikulum]] ausgeschüttet. Der Anstieg der Calcium-Konzentration fördert die Adenosintriphosphatbildung im Mitochondrium. Es wird dazu verwendet, das Calcium mit Hilfe des Proteins [[Calsequestrin]] zurück ins endoplasmatische Retikulum zu pumpen. Die geleistete Arbeit wird hierbei in Wärme umgesetzt. Zusätzlich ist noch ein [[Rete mirabile]] vorhanden. Es führt durch einen [[Thermoregulation#Das Gegenstromprinzip|Gegenstromkreislauf]] dazu, dass die Wärme im Gehirn gehalten wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Heldmeier, Neuweiler: &amp;#039;&amp;#039;Vergleichende Tierphysiologie&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. ISBN 3-540-21909-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Penzlin: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Tierphysiologie&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 3-8274-0170-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Willmer, Stone: &amp;#039;&amp;#039;Environmental Physiology of Animals&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Schwertfische sind Bewohner des offenen Ozeans, sind aber gelegentlich auch in küstennahen Gewässern anzutreffen. Sie sind wärmeliebend und bevorzugen Wassertemperaturen über 13&amp;amp;nbsp;°C. Deshalb halten sie sich vor allem im [[Epipelagial]] oberhalb der [[Thermokline]] zwischen wärmeren Oberflächen- und kaltem Tiefenwasser auf. Ihr Temperaturoptimum liegt bei 18&amp;amp;nbsp;°C bis 22&amp;amp;nbsp;°C. Unter allen [[Schwertfischartige]]n ist die Temperaturtoleranz beim Schwertfisch am größten und reicht von 5&amp;amp;nbsp;°C bis 27&amp;amp;nbsp;°C. Schwertfische können deshalb auch in das [[Mesopelagial]] in 5&amp;amp;nbsp;°C bis 10&amp;amp;nbsp;°C kaltes Wasser in Tiefen von 550 bis 650 Metern hinabtauchen, um z.&amp;amp;nbsp;B. bodenbewohnende Fische zu erbeuten. Sie wandern weite Strecken und suchen zur Fortpflanzung warme Gewässer auf und kalte, um genügend Nahrung zu finden. Generell ziehen sie im Sommer zur Nahrungssuche in gemäßigte oder kühlere Meeresregionen und wandern im Herbst zur Überwinterung in äquatornahe Zonen. Schwertfische, die im nordwestlichen Atlantik vor der Küste von [[Georgia]] und [[South Carolina]] mit Sendern markiert und mit [[Satellitentelemetrie]] verfolgt wurden, legten in 30 Tagen zwischen 11 und 1486,8&amp;amp;nbsp;km zurück, in 60 Tagen bis zu 2547&amp;amp;nbsp;km und nach 90 Tagen maß die zurückgelegte Strecke beim wanderfreudigsten Tier 3053,2&amp;amp;nbsp;km.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Sedberry &amp;amp; J. Loefer: &amp;#039;&amp;#039;Satellite telemetry tracking of swordfish, Xiphias gladius, off the eastern United States.&amp;#039;&amp;#039; Marine Biology, Volume 139, Number 2, 355-360, [[doi:10.1007/s002270100593]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwertfische können hohe Geschwindigkeiten erreichen. Um den [[Strömungswiderstand]] zu reduzieren, besitzen sie im Kopf eine Drüse, die ein öliges Sekret produziert und dies über ein Netz von Kapillaren in der Kopfhaut über den Kopf verteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;John J. Videler, Deniz Haydar, Roelant Snoek, Henk-Jan T. Hoving, Ben G. Szabo: &amp;#039;&amp;#039;Lubricating the swordfish head.&amp;#039;&amp;#039; Journal of Experimental Biology 2016 219: 1953–1956; [[doi:10.1242/jeb.139634]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Da ihnen die Bauchflossen fehlen, sind die Tiere nicht in der Lage, abrupt zu bremsen. Dies war auch nicht nötig, da Hindernisse auf der Hochsee nicht vorhanden waren, bevor der Mensch damit anfing, die Meere mit Schiffen zu befahren. Es sind Unfälle bekannt geworden, bei denen mit hoher Geschwindigkeit jagende Schwertfische ihr Schwert durch hölzerne Bootsplanken bohrten.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Fiedler: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Speziellen Zoologie, Band II, Teil 2: Fische&amp;#039;&amp;#039;. Seite 390, Gustav Fischer Verlag Jena, 1991, ISBN 3-334-00339-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei können auch Menschen zu Schaden kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bbc.com/news/world-us-canada-32950145 |titel=Hawaii man dies after being impaled by swordfish |hrsg=BBC News |datum=2015-05-31 |abruf=2015-05-31 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.unionesarda.it/news/mondo/colpita-a-morte-da-un-pesce-spada-la-tragica-fine-di-giulia-influencer-e-surfista-tcbm78t9 &amp;#039;&amp;#039;Colpita a morte da un pesce spada: la tragica fine di Giulia, influencer e surfista.&amp;#039;&amp;#039;] L&amp;#039;Unione Sarda, 19. Oktober 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Parasit]]en der inneren Organe der Schwertfische sind unter anderem [[Hakensaugwürmer]] (Monogenea), Saugwürmer aus der Unterklasse [[Digenea]], [[Bandwürmer|Band]]- (Cestoda) und [[Fadenwürmer]] (Nematoda) bekannt. [[Ruderfußkrebse]] (Copepoda) parasitieren auf der Hautoberfläche. Bei Schwertfischen aus dem [[Golf von Guinea]], die auf ihren Parasitenbefall untersucht worden sind, wurde in den Mägen aller Tiere der Bandwurm &amp;#039;&amp;#039;Tentacularia coryphaenae&amp;#039;&amp;#039; gefunden. Sein den Anus befallender Verwandter &amp;#039;&amp;#039;Pelichnibrothrium speciossum&amp;#039;&amp;#039; wurde bei 4,8 % der Tiere nachgewiesen. Die [[Prävalenz]] (der Befall) für die weiteren Parasitenarten liegt dazwischen.&amp;lt;ref&amp;gt;J. A. Castro-Pampillón, H. Rodríguez-Domínguez, M. Soto-Búa, J. Mejuto-García, C. Arias-Fernández, and J. M. García-Estévez: &amp;#039;&amp;#039;Parasites of Swordfish From the Gulf of Guinea.&amp;#039;&amp;#039; Journal of Parasitology February 2002 : Vol. 88, Issue 1, pg(s) 188-189.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Cheilopogon melanurusPCCA20070623-3956B.jpg|mini|[[Fliegende Fische]] gehören trotz ihrer Schnelligkeit zum Beutespektrum der Schwertfische.]]&lt;br /&gt;
Ausgewachsene Schwertfische sind Raubfische, die ihre Nahrung im freien Wasser und auf dem Meeresboden suchen. Dabei sind sie nicht wählerisch. Über tiefen Meeresregionen fressen sie vor allem pelagische Schwarmfische, darunter [[Thunfisch]]e, [[Goldmakrelen]], [[Lanzenfische]], [[Schlangenmakrelen]], [[Fliegende Fische]], [[Barrakudas]] und andere, sowie [[Kalmare]]. Über Flachwasserzonen des Meeres umfasst ihr Nahrungsspektrum [[Makrelen]], [[Heringe]], [[Sardinen]], [[Sardellen]], [[Eidechsenfische]] und [[Hornhechte]]. Große Schwertfische tauchen zum Beutefang auch sehr tief in Regionen, in denen die Wassertemperatur nur noch zwischen 5&amp;amp;nbsp;°C und 10&amp;amp;nbsp;°C beträgt. Hier erbeuten sie vor allem [[Seehechte]], [[Seebrassen]], [[Haarschwänze]], Schlangenmakrelen, [[Stachelköpfe]] und typische Tiefseefische wie [[Laternenfische]], [[Borstenmäuler]] und [[Tiefsee-Beilfische]]. Besonders an den aufgeschlitzten erbeuteten [[Kopffüßer]]n lässt sich bei Untersuchungen des Mageninhalts erkennen, dass die Schwertfische ihre Beute auch durch Schläge mit der seitlichen Kante des Schwerts töten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nakamura 50&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung ===&lt;br /&gt;
Schwertfische sind sehr fruchtbar, die Eierstöcke der Weibchen können 2 bis 5 Millionen Eier enthalten. Die atlantische Population laicht ganzjährig, aber vor allem von April bis September in der [[Karibik]], im [[Golf von Mexiko]], an der Küste [[Florida]]s und in der südlichen [[Sargassosee]]. Die Ei- und Samenabgabe findet in einer Tiefe von 0 bis 75 Meter und bei einer Wassertemperatur von etwa 23&amp;amp;nbsp;°C statt. Die Schwertfische des äquatorialen Pazifik vermehren sich ebenfalls das ganze Jahr über, im mittleren Pazifik von März bis Juli, im westlichen Südpazifik von September bis Dezember. Das am besten erforschte Laichgebiet liegt im Mittelmeer rund um den Süden Italiens und um [[Sizilien]], vor allem in der [[Straße von Messina]]. Mit Ausnahme der Wintermonate Januar und Februar finden sich dort das ganze Jahr über ausgewachsene Schwertfische, das Laichen ist von Juni bis August sehr intensiv. Im freien Wasser schwebende Eier finden sich dort von Juni bis September und junge Schwertfische bis zu einem Gewicht von 5&amp;amp;nbsp;kg von Oktober bis Dezember. Von November bis März treten junge Schwertfische zahlreich im gesamten Mittelmeer auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nakamura 50&amp;quot; /&amp;gt; Die Eier haben einen Durchmesser von 1,6 bis 1,8&amp;amp;nbsp;mm, die frisch geschlüpften Larven sind etwa 4&amp;amp;nbsp;mm lang. Die Larven bevorzugen Temperaturen über 24&amp;amp;nbsp;°C. Jungfische leben zunächst in den oberen Wasserschichten und entwickeln sich schnell zu gefräßigen Raubfischen. Weibliche Schwertfische wachsen schneller als männliche. Mit einem Alter von 5 bis 6 Jahren sind Schwertfische geschlechtsreif und laichen zum ersten Mal. Die Altersbestimmung ist schwierig, weil „Jahresringe“ an Schuppen nicht abgelesen werden können, da solche nicht vorhanden und die [[Otolithen]] zu klein sind. Zur Altersbestimmung ist es deshalb notwendig, Jahresringe an Flossenstrahlen-Querschnitten zu zählen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fishbase&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Atlantic blue marlin.jpg|mini|Der [[Atlantischer Blauer Marlin|Atlantische Blaue Marlin]] (&amp;#039;&amp;#039;Makaira nigricans&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Verwandter des Schwertfisches.]]&lt;br /&gt;
Der Schwertfisch (&amp;#039;&amp;#039;Xiphias gladius&amp;#039;&amp;#039;) ist die einzige Art der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Xiphias&amp;#039;&amp;#039; und der Familie Xiphiidae. Er stellt das [[Schwesterart|Schwestertaxon]] der [[Fächer- und Speerfische]] (Istiophoridae) dar und bildet mit ihnen die Überfamilie der [[Schwertfischverwandte]]n (Xiphioidea) in der Ordnung [[Carangiformes]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Girard&amp;quot; /&amp;gt; Traditionell wurden der Schwertfisch und die Fächer- und Speerfische den „[[Makrelenartige]]n“ (Scombroidei) zugerechnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Nelson (2006), Seite 433–434.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Makrelenartigen scheint jedoch nur mit den [[Barrakudas]] (Sphyraenidae) eine nähere Verwandtschaft zu bestehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas M. Orrell, Bruce B. Collette, G. David Johnson: [http://www.ingentaconnect.com/contentone/umrsmas/bullmar/2006/00000079/00000003/art00007 &amp;#039;&amp;#039;Molecular data support separate scombroid and xiphioid clades.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of Marine Science.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 79, Nr. 3, November 2006, Seiten 505–519.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ansonsten sind der Schwertfisch und die anderen Istiophoriformes wahrscheinlich mit den [[Stachelmakrelen]] (Carangidae) und ihren [[Goldmakrelen#Systematik|nahen Verwandten]], sowie den [[Centropomidae]], den [[Schützenfische]]n (Toxotidae) und den [[Plattfische]]n  (Pleuronectiformes) verwandt. Auch die scheibenförmigen [[Mondbarsche]] (Menidae) sind nah mit den Schwertfischartigen verwandt.&amp;lt;ref&amp;gt;Blaise Li, Agnès Dettaï, Corinne Cruaud, Arnaud Couloux, Martine Desoutter-Meniger, Guillaume Lecointre: &amp;#039;&amp;#039;RNF213, a new nuclear marker for acanthomorph phylogeny.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Phylogenetics and Evolution.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 50, Nr. 2, Februar 2009, Seiten 345–363, [[doi:10.1016/j.ympev.2008.11.013]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fossilbericht ==&lt;br /&gt;
Die Familie Xiphiidae lässt sich mit Sicherheit seit dem unteren [[Eozän]] vor 48 Millionen Jahren fossil nachweisen. Ein sehr viel älteres, als &amp;#039;&amp;#039;[[Cylindracanthus]]&amp;#039;&amp;#039; beschriebenes fossiles Rostrum ist aus dem [[Kreide (Geologie)|kreidezeitlichen]] [[Pierre Shale]] von [[South Dakota]] bekannt. Es wird für gewöhnlich in die Familie  Xiphiidae gestellt, zeigt aber so wenig [[Diagnose (Biologie)|diagnostische Merkmale]], dass auch eine Zuordnung zu den [[Störartige]]n (Acipenseriformes) in der Diskussion ist.&amp;lt;ref&amp;gt;James E. Martin, David C. Parris: &amp;#039;&amp;#039;The Geology and Paleontology of the Late Cretaceous Marine Deposits of the Dakotas (Special Paper (Geological Society of America)).&amp;#039;&amp;#039; ISBN 0-8137-2427-9 [http://books.google.de/books?id=RVqA3-Ay1wkC&amp;amp;pg=PA100&amp;amp;lpg=PA100&amp;amp;dq=Cylindracanthus&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=-zkCGtF-KF&amp;amp;sig=vS9z1xy1JkeR9xsg85hEv8OWons&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=78UJTY_NAYiz8QPf_Ng8&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=6&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwBTgK#v=onepage&amp;amp;q=Cylindracanthus&amp;amp;f=false Google Books]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Xiphiorhynchus]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Eozän und aus dem [[Oligozän]] ist die erste sicher den Xiphiidae zuzuordnende Gattung. Fossilien wurden in Belgien, England, Ungarn, Ägypten und den USA gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Harry L. Fierstine &amp;amp; Gary L. Stringer: &amp;#039;&amp;#039;Specimens of the Billfish Xiphiorhynchus van Beneden, 1871, from the Yazoo Clay Formation (Late Eocene), Louisiana.&amp;#039;&amp;#039; Journal of Vertebrate Paleontology 27(1):226-231. 2007 {{DOI|10.1671/0272-4634(2007)27[226:SOTBXV]2.0.CO;2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Xiphias&amp;#039;&amp;#039; selber erschien vor 15 Millionen Jahren im mittleren [[Miozän]],&amp;lt;ref&amp;gt;Bruce B. Collette, Jan R. McDowell, John E. Grawes: &amp;#039;&amp;#039;Phylogeny of recent Billfishes (Xiphioidei).&amp;#039;&amp;#039; Bulletin of Marine Science: 79 (3), 455-468, 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; die [[Rezent (Biologie)|rezente]] Art &amp;#039;&amp;#039;Xiphias gladius&amp;#039;&amp;#039; ist seit dem unteren [[Pliozän]] nachgewiesen. Aus der gleichen Zeit stammt die ausgestorbene Art &amp;#039;&amp;#039;Xiphias delfortrierii&amp;#039;&amp;#039;, deren fossile Überreste in der italienischen [[Provinz Pisa]] gefunden wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;The Paleobiology Database: [http://paleodb.org/cgi-bin/bridge.pl?action=checkTaxonInfo&amp;amp;taxon_no=36236&amp;amp;is_real_user=1 Xiphias (sword fish)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fischerei und Bestand ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Swordfish-Hunter.jpg|mini|Zwei auf den Schwertfischfang spezialisierte Fischerboote mit hohem Ausguck und langen Bugauslegern im Hafen von [[Bagnara Calabra]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pez Espada retouched.jpg|mini|Schwertfischauktion im Fischmarkt von [[Vigo]] in Spanien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Schwertfisch wird als einem begehrten [[Speisefisch]] weltweit nachgestellt. Zum Fang benutzt man [[Langleine]]n, [[Harpune]]n und Netze. Wegen seiner Größe und Wildheit ist er eine begehrte Trophäe für Hochseeangler. Beim Versuch, sich von der Schnur zu befreien, liefert der Schwertfisch einen lang andauernden Kampf und schießt in spektakulären Sprüngen aus dem Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwertfischfleisch ist rosa, ausgesprochen schmackhaft und eine gefragte [[Delikatesse]]; ähnlich wie [[Thunfisch]]fleisch ist es fest und sehr mager. Es wird frisch oder gefroren vermarktet und für [[Steak]]s, [[Konservendose|Konserven]], [[Sashimi]] oder [[Teriyaki]] genutzt. Ausgewachsene, große Individuen können im Laufe ihres Lebens in ihrem Fleisch das giftige Schwermetall [[Quecksilber]] angereichert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptfangnationen sind [[Japan]], die [[Vereinigte Staaten|USA]], [[Italien]], [[Spanien]], [[Kanada]], [[Südkorea]], [[Republik China (Taiwan)|Taiwan]], die [[Philippinen]] und [[Mexiko]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nakamura 50&amp;quot; /&amp;gt; Bedeutende Fanggebiete sind das Mittelmeer, der Golf von Mexiko und im Atlantik die Georges Bank vor dem [[Golf von Maine]], die Grand Bank vor [[Neufundland]], der [[Golf von Guinea]], und im Südatlantik die Küsten [[Brasilien]]s und [[Uruguay]]s. Im Pazifik werden Schwertfische vor allem von [[Kalifornien]] bis [[Ecuador]], [[Peru]] und [[Chile|Nordchile]] gefangen, außerdem an der Ostküste [[Australien]]s und rund um [[Neuseeland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der gestiegenen Nachfrage ist die Fangmenge seit den 1980er Jahren stark angestiegen. Lag sie zwischen 1950 und 1980 unter 40.000 Tonnen im Jahr, so überschritt sie 1995 erstmals 100.000 Tonnen und erreicht mit den letzten veröffentlichten Zahlen von 2014 mit 126.879 Tonnen ihren Höhepunkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Food and Agriculture Organization of the United Nations: [http://www.fao.org/fishery/species/2503/en Species Fact Sheets &amp;#039;&amp;#039;Xiphias gladius&amp;#039;&amp;#039; (Linnaeus, 1758).]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[IUCN]] schätzte zuletzt 2021 den Gesamtbestand als potenziell gefährdet ein (&amp;#039;&amp;#039;Near Threatened&amp;#039;&amp;#039;), während er 2011 noch als nicht gefährdet (&amp;#039;&amp;#039;Least Concern&amp;#039;&amp;#039;) gelistet wurde. Weltweit ging der Bestand in den letzten 20 Jahre um mindestens 22 % zurück, mit unterschiedlichen Entwicklungen in verschiedenen Populationen. Insbesondere die Bestände im Mittelmeer und Südatlantik leiden unter Überfischung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{IUCN|ID=23148|ScientificName=Xiphias gladius|Year=2021|Assessor=|YearAssessed=2021|Download=2023-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Greenpeace]] hält den Konsum von Schwertfischfleisch, mit Stand 2016 von einer Ausnahme  abgesehen, für nicht vertretbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Greenpeace: {{Webarchiv| url=https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/20160120_greenpeace_fischratgeber_2016_0.pdf| wayback=20210208151926| text=&amp;#039;&amp;#039;Einkaufsratgeber Fisch, Ausgabe 2016&amp;#039;&amp;#039;}}. Nach Ansicht Greenpeaces war 2016 das Fanggebiet Südostpazifik ([[FAO]] 87) vertretbar, der Ratgeber wird nicht mehr aktualisiert.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der [[WWF]] hält den Konsum von Schwertfisch grundsätzlich für nicht vertretbar und nennt als einzige Ausnahme nur Fänge aus dem Nordwestatlantik (FAO 21), die mit Handleinen, Angelleinen oder Harpunen gefischt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://fischratgeber.wwf.de/species/xiphias-gladius/ |titel=Schwertfisch |werk=WWF Fischratgeber |sprache=de |abruf=2023-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
Nach dem Schwertfisch wurden ein [[Schwertfisch (Sternbild)|Sternbild]], ein [[Passwort: Swordfish|Film]], mehrere Kriegsschiffe der [[Royal Navy|britischen Marine]] ([[HMS Swordfish|HMS &amp;#039;&amp;#039;Swordfish&amp;#039;&amp;#039;]]) und [[U-Boot]]e der [[United States Navy|US-amerikanischen Marine]] benannt, außerdem ein britischer [[Doppeldecker (Flugzeug)|Doppeldecker]], die [[Fairey Swordfish]], die während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] als [[Flugzeugträger|trägergestützter]] [[Torpedobomber]], [[Aufklärungsflugzeug|Aufklärer]] und U-Boot-Jäger eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film &amp;#039;&amp;#039;[[Der Sturm (Film)|Der Sturm]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 2000, mit [[George Clooney]] in einer der Hauptrollen, handelt im Wesentlichen von der Arbeit und dem harten Alltag der Fischer beim Schwertfischfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Matthias Bergbauer, Bernd Humberg; Monika Weymann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Was lebt im Mittelmeer? Ein Bestimmungsbuch für Taucher und Schnorchler.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Erstausgabe 1999. Kosmos, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-440-11736-1.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Fiedler (Zoologe)|Kurt Fiedler]]; Dietrich Starck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Speziellen Zoologie.&amp;#039;&amp;#039; Band II: &amp;#039;&amp;#039;Wirbeltiere&amp;#039;&amp;#039;,  Teil 2: &amp;#039;&amp;#039;Fische&amp;#039;&amp;#039;. Gustav Fischer, Jena 1991, ISBN 3-334-00339-6.&lt;br /&gt;
* Bent J. Muus, Jørgen G. Nielsen (Text), Preben Dahlström, Bente Olesen Nyström (Illustrationen): &amp;#039;&amp;#039;Die Meeresfische Europas. In Nordsee, Ostsee und Atlantik.&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Havfisk og fiskeri i Nordvesteuropa&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt von Matthias Stehmann), Kosmos, Stuttgart 1999, ISBN 3-440-07804-3.&lt;br /&gt;
* Izumi Nakamura: &amp;#039;&amp;#039;[[Food and Agriculture Organization|FAO]] Species Catalogue An Annotated and Illustrated Catalogue of Marlins, Sailfishes, Spearfishes and Swordfishes Known to date.&amp;#039;&amp;#039; United Nations Development Programme Food and Agriculture Organization, Rom 1985, ISBN 92-5-102232-1 (englisch [http://www.fao.org/docrep/009/ac480e/ac480e00.HTM online]).&lt;br /&gt;
* [[Joseph S. Nelson]]: &amp;#039;&amp;#039;Fishes of the World.&amp;#039;&amp;#039; 4 edition. John Wiley &amp;amp; Sons, New York 2006, ISBN 978-0-471-25031-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Girard&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Matthew G. Girard, Matthew P. Davis, W. Leo Smith: &amp;#039;&amp;#039;The Phylogeny of Carangiform Fishes: Morphological and Genomic Investigations of a New Fish Clade.&amp;#039;&amp;#039; Copeia, 108(2):265-298 (2020). [[doi:10.1643/CI-19-320]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Xiphias gladius|Schwertfisch}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Fishbase|g=Xiphias|s=gladius}}&lt;br /&gt;
* [https://biodiv-atlas.de/fische/#!/species/40902/details &amp;#039;&amp;#039;Xiphias gladius&amp;#039;&amp;#039;] im Fischartenatlas der [[Gesellschaft für Ichthyologie|Deutschen Ichthyologischen Gesellschaft e.V.]] (Verbreitungsdaten der deutschen Meeresgebiete und der Trilateralen Wattenmeerkooperation (NL, D, DK), weitere Informationen)&lt;br /&gt;
* Food and Agriculture Organization of the United Nations: [http://www.fao.org/fishery/species/2503/en Species Fact Sheets &amp;#039;&amp;#039;Xiphias gladius&amp;#039;&amp;#039; (Linnaeus, 1758)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|30. Januar 2011|84599640}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwertfischverwandte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speisefisch]]&lt;/div&gt;</summary>
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