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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Schweregradient</id>
	<title>Schweregradient - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T03:10:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schweregradient&amp;diff=445013&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Vertikaler Schweregradient */ typografische Anführungszeichen</title>
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		<updated>2025-06-16T20:01:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Vertikaler Schweregradient: &lt;/span&gt; typografische Anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schweregradienten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in der [[Erdmessung]] die Änderung der [[Schwerebeschleunigung]] im Raum. Dabei unterscheidet man zwischen vertikalem und horizontalem Schweregradienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertikaler Schweregradient ==&lt;br /&gt;
Als vertikaler Schweregradient wird die [[Vertikalgradient|Änderung]] &amp;lt;math&amp;gt;\frac{\mathrm{d}g}{\mathrm{d}h}&amp;lt;/math&amp;gt; der Schwerebeschleunigung &amp;lt;math&amp;gt;g&amp;lt;/math&amp;gt; mit der [[Höhe (Geodäsie)|Höhe]] &amp;lt;math&amp;gt;h&amp;lt;/math&amp;gt; bezeichnet. Letztere bezieht sich – je nach Rechenmodell – auf das [[Geoid]] bzw. auf die [[Referenzfläche]] einer [[Landesvermessung]] oder das mittlere [[Erdellipsoid]].&lt;br /&gt;
[[Datei:EarthGravityPREM.jpg|mini|Schwerebeschleunigung aufgetragen über dem Abstand vom Erdmittelpunkt;&amp;lt;br /&amp;gt;unterhalb der Erdoberfläche steigt die Schwere bis zur [[Kern-Mantel-Grenze]]]]&lt;br /&gt;
* Im [[Ebene (Geographie)|Flachland]] beträgt der Vertikalgradient durchschnittlich −0,3086&amp;amp;nbsp;[[mGal]]/Meter&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;-3,086&amp;amp;nbsp;µm/(s²·m) und wird &amp;#039;&amp;#039;Freiluftgradient&amp;#039;&amp;#039; genannt, die Schwerebeschleunigung nimmt dabei mit zunehmender Höhe ab (siehe [[Normalschwere#Höhenabhängigkeit|Höhenabhängigkeit der Normalschwere]]).&lt;br /&gt;
* Im [[Hügelland]] variiert er um einige Prozent,&lt;br /&gt;
* im [[Hochgebirge]] jedoch 10-mal stärker, weil er stark von der [[Geländeform]] beeinflusst wird. In einem sehr steilen, engen [[Tal]] kann er fast jenen Wert annehmen, der in einem [[Bohrung (Geologie)|Bohrloch]] herrscht (etwa −0,1&amp;amp;nbsp;mGal/m).&lt;br /&gt;
* Im [[Erdinneres|Erdinneren]] in der [[Erdkruste]] beträgt der [[Adalbert Prey|Prey]]- oder „innere Gradient“ etwa −0,085&amp;amp;nbsp;mGal/m, mit zunehmender Tiefe (d.&amp;amp;nbsp;h. mit abnehmender Höhe) nimmt die Schwerebeschleunigung wegen der hohen [[Dichte]] des [[Erdkern]]s leicht zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertikalgradienten sind einerseits für geologisch-[[geophysik]]alische Untersuchungen von Bedeutung. Andererseits werden sie zur [[Topografische Reduktion|Reduktion]] gemessener Schwerewerte benötigt, denn die Vermessung des [[Erdschwerefeld]]es ist nur sinnvoll, wenn die Daten anschließend auf eine einheitliche Höhe umgerechnet werden. Die so erhaltenen Differenzen zu einem regionalen Mittelwert werden [[Schwereanomalie]]n genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit stellt der &amp;#039;&amp;#039;Bouguergradient&amp;#039;&amp;#039; (nach [[Pierre Bouguer]]) dar. Er beträgt etwa −0,19&amp;amp;nbsp;mGal/m und ergibt sich aus dem Freiluftgradient, wenn die unter dem Messpunkt liegende Geländeplatte weggerechnet wird. Damit erhält man die &amp;#039;&amp;#039;Bougueranomalien&amp;#039;&amp;#039;, welche eine allenfalls abweichende Gesteinsdichte im Untergrund anzeigen. Man verwendet sie in der Geophysik und zur Suche nach [[Lagerstätte]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertikalgradienten treten auch in größerer Entfernung von der Erde auf und können dazu genutzt werden, einen [[Satellit (Raumfahrt)|Satelliten]] auf einer [[Umlaufbahn]] erdfest zu orientieren ([[Stabilisation (Raumfahrt) #Gravitationsstabilisierung|Gravitationsstabilisation]]). Dies geschieht auch auf natürliche Weise mit jedem länglichen Körper in einer Umlaufbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Horizontaler Schweregradient ==&lt;br /&gt;
Der horizontale Schweregradient hat eine geringere Bedeutung und ist auch wesentlich kleiner als der vertikale Schweregradient. Spezielle Projekte der [[Gravimetrie]] und der Erdmessung benutzen die horizontale Schwereänderung, um Details über die obere Erdkruste oder den Geoidverlauf zu untersuchen. Als Einheit wird meist das [[Eötvös (Einheit)|Eötvös]] verwendet, benannt nach dem Ungarn [[Roland Eötvös]], der in den 1920ern die [[Drehwaage]] konstruierte. Sie wurde besonders in der [[Erdöl]]-[[Exploration (Geologie)|Exploration]] verwendet, bevor ab etwa 1960 die modernen [[Gravimeter]] aufkamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngste Anwendung horizontaler Schweregradienten kommt aus der [[Satellitengeodäsie]]. Spezielle [[Geodätischer Satellit|geodätische Satelliten]] wie [[GRACE]] und der ehemalige [[Gravity field and steady-state ocean circulation explorer|GOCE]] messen die Änderungen der [[Schwerkraft]] innerhalb der Sonden in drei bis sechs Richtungen mit [[Gradiometer]]n; auch genaue [[Mikrowellen]]-[[Distanzmessung]]en zwischen zwei hintereinander fliegenden Satelliten können diese Gradienten erfassen. Damit ist eine regionale [[Geoidbestimmung]] möglich, die im Mittel über etwa 100&amp;amp;nbsp;km × 100&amp;amp;nbsp;km eine Genauigkeit von einem Zentimeter erreicht und zur Erfassung langfristiger Änderungen der Erde geplant ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gradiometrie]] (Messung von Schweregradienten) wird künftig in flachen Ländern die traditionelle Geoidbestimmung mit Gravimetrie oder [[Astrogeodäsie]] ersetzen. Im [[Gebirge]] sind jedoch die Einflüsse des Geländes auf die Schwerkraft nur schwierig zu erfassen, weshalb dort weiterhin die [[terrestrisch]]e Gravimetrie einzusetzen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Christoph Reigber, Peter Schwintzer&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Schwerefeld der Erde&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Physik in unserer Zeit&lt;br /&gt;
   |Nummer=34(5)&lt;br /&gt;
   |Datum=2003&lt;br /&gt;
   |ISSN=0031-9252&lt;br /&gt;
   |Seiten=206–212}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdmessung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumfahrtphysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gravimetrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Potentialtheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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