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	<title>Schwendtag - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T12:18:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schwendtag&amp;diff=438221&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2026-04-21T07:38:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwendtag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (bairisch; auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;verworfener Tag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Unglückstag&amp;#039;&amp;#039;, elsässisch &amp;#039;&amp;#039;Nöttelestag&amp;#039;&amp;#039;) versteht der [[Volksglaube]] einen Tag, an dem nichts Neues (z.&amp;amp;nbsp;B. Urlaub, Reise, Arbeit, Operation, Heirat, Verlobung, Geschäftsabschlüsse) begonnen werden soll. Nach dem Volksglauben kann an diesen Tagen etwas Altes entfernt werden (z.&amp;amp;nbsp;B. Ausmisten, Unkrautjäten, Putzen).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.horoskop.com/astrologie/schwendtage/|titel=Was sind Schwendtage?|autor=|hrsg=|werk=|datum=|sprache=de|zugriff=2017-04-10|archiv-url=https://web.archive.org/web/20170411061258/http://www.horoskop.com/astrologie/schwendtage/|archiv-datum=2017-04-11|offline=ja|archiv-bot=2024-05-07 01:51:21 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während an den Schwendtagen bestimmte Tätigkeiten unterlassen werden sollen, empfehlen die [[Lostag]]e bestimmte Arbeiten oder weisen auf kommende Ereignisse hin (z.&amp;amp;nbsp;B. Wetterumschwung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im antiken [[Römisches Reich|Rom]] waren Unglückstage bzw. gefährliche Tage kalendarisch benannt, als &amp;#039;&amp;#039;[[Dies ater|dies atri]]&amp;#039;&amp;#039; (sing. &amp;#039;&amp;#039;dies ater&amp;#039;&amp;#039; „Schwarzer Tag“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter wurde an „verworfenen Tagen“ (auch &amp;#039;&amp;#039;kritische Tage&amp;#039;&amp;#039;, lateinisch &amp;#039;&amp;#039;dies incerti&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;dies critici&amp;#039;&amp;#039; genannt), die aus dem [[Corpus Hippocraticum|hippokratischen]] Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Krise&amp;#039;&amp;#039; von Krankheitsverläufen hervorgingen und später als unheilbringend bzw. verhängnisvoll&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernhard Schnell]]: &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 50). Niemeyer, Tübingen 2003, ISBN 3-484-36050-X, S. 246.&amp;lt;/ref&amp;gt; galten, auf medizinische Maßnahmen wie [[Aderlass]] oder andere spezielle Therapieformen unter Umständen (nach Einschätzung von [[Bader]]n oder [[Iatromathematik|Astromedizinern]]) vorsichtshalber verzichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolf-Dieter Müller-Jahncke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kritische Tage.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 809.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ältere Form der monatsbezogenen (in [[Mondkalender (Astrologie)|Spezial-Lunaren]] aufgeführten) „verworfenen Tage“ wurde lateinisch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dies aegyptiaci&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Ägyptische Tage“), eine jüngere Form als „Pariser Tage“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung.&amp;#039;&amp;#039; In: Gundolf Keil (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Lorscher Arzneibuch.&amp;#039;&amp;#039; (Handschrift Msc. Med. 1 der Staatsbibliothek Bamberg); Band 2: Übersetzung von Ulrich Stoll und Gundolf Keil unter Mitwirkung von Altabt [[Albert Ohlmeyer]]. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1989, S. 7–14, hier: S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;Die verworfenen Tage.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sudhoffs Archiv.&amp;#039;&amp;#039; Band 41, 1957, S. 27–58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Der [[Bairische Dialekte|bairische]] Begriff &amp;#039;&amp;#039;Schwendtag&amp;#039;&amp;#039; leitet sich von [[mittelhochdeutsch|mhd.]]  &amp;#039;&amp;#039;swende&amp;#039;&amp;#039;, ahd. &amp;#039;&amp;#039;swendi&amp;#039;&amp;#039; „Vernichtung, Verbannung“ ab (modern noch &amp;#039;&amp;#039;Schwende&amp;#039;&amp;#039; „durch Rodung gewonnenes Land“&amp;lt;ref&amp;gt;schweizerisch hat &amp;#039;&amp;#039;Schwändtag&amp;#039;&amp;#039; bloß die Bedeutung „Tag für gemeinsame Fronarbeit zur Säuberung der Alpen, Allmenden von Gestrüpp, Steinen usw.“ &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]]&amp;#039;&amp;#039; [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id12.htm#!page/121035/mode/1up 12.1036].&amp;lt;/ref&amp;gt;), zum Verb &amp;#039;&amp;#039;schwenden&amp;#039;&amp;#039; (schwinden lassen, zerstören, Wald ausreuten, verschwenden. Kausativbildung zu schwinden, nur im hd. nachweisbar; ahd. suentan, suenden).&lt;br /&gt;
Im [[Sundgau]] hießen Schwendtage &amp;#039;&amp;#039;Nöttelestage&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Simrock, &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Deutschen Mythologie&amp;#039;&amp;#039;, 1864, S. [https://books.google.ch/books?id=g9M71NQECDYC&amp;amp;pg=PA590#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 590]; schweiz. &amp;#039;&amp;#039;gnötelig&amp;#039;&amp;#039; „notleidend“ (&amp;#039;&amp;#039;Schweiz. Idiotikon&amp;#039;&amp;#039; 4.864).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kalendarische Zuordnung ==&lt;br /&gt;
Es existieren z.&amp;amp;nbsp;T. erheblich abweichende kalendarische Auflistungen von Unglückstagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kuhn und Schwartz (1848) zitieren eine „Handschrift aus [[Stendal]]“, die als „unglückliche Tage“ kennt: 1., 3., 6., 17., 18. Januar; 8., 16., 17. Februar; 1., 12., 13., 15. März; 3., 15., 17., 18. April; 8., 10., 17., 30. Mai; 1. und 7. Juni; 1., 5., 6., Juli; 1., 3., 18., 20. August; 15., 18., 30. September; 15. und 17. Oktober; 11. und 17. November; 1., 7., 11. Dezember; davon sind als besonders unglücklich genannt: 13. März, 1. April, 1. und 18. August, 1., 3. und 30. September sowie 1. Dezember (&amp;#039;&amp;#039;sic&amp;#039;&amp;#039;, 1. April, 1. und 3. Sept. fehlen in der ersten Liste).&amp;lt;ref&amp;gt;Adalbert Kuhn und Wilhelm Schwartz, &amp;#039;&amp;#039;Norddeutsche Sagen, Märchen und Gebräuche&amp;#039;&amp;#039; (1848), S. 460.&lt;br /&gt;
„Welches Kind an diesen Tagen geboren wird, bleibt selten lange leben, und wenn es grschieht, bleibt es armselig und elend. In diesen Tagen ist auch keine Heirat gut; wer darin reiset, kömmt gewiss ungesund nach Hause. Von ihnen sind die fünf unglücklichsten, wo man nicht reisen soll: 13. März, 18. August, 1. 3. 30. September. Noch sind drei Tage zu bemerken, welche gar unglücklich sind, und welcher Mensch darin Blut lässt, stirbt gewiss in 7 oder 8 Tagen: 1. April, an dem Judas der Verräther geboren, 1. August, an dem der Teufel vom Himmel geworfen, 1. December, da Sodom und Gomorrha mit Feuer und Schwefel vom Himmel verderbt worden. Wer an diesen Tagen geboren wird, stirbt eines bösen Todes und entgeht schwerlich der Welt Schande, wird auch selten alt.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Der erste April wird als Unglückstag bezeichnet, da dies der Geburtstag des Judas war. Am 1. August soll, nach der Kirche, Luzifer aus dem Paradies in die Hölle verbannt worden sein. Außerdem ist der 1. Dezember als schwarzer Tag datiert, da an diesem Tag Sodom und Gomorrha untergegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johann Georg Pelshofer: &amp;#039;&amp;#039;Theses iatromathematicae de diebus criticis, eorumque causis&amp;#039;&amp;#039;. (Resp. Nicolaus Schultz) Roth, Wittenberg 1632. ([https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/78014/1 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bauernregeln]]&lt;br /&gt;
* [[Singularität (Meteorologie)]]&lt;br /&gt;
* [[Mondkalender (Astrologie)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiligenbrauchtum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tagesbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft und Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wetterbeobachtung und -vorhersage]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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