<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Schwendbau</id>
	<title>Schwendbau - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Schwendbau"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schwendbau&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T21:09:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schwendbau&amp;diff=157177&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bartleby08 am 28. Februar 2025 um 15:41 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schwendbau&amp;diff=157177&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-02-28T15:41:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schwendbau in Nordamerika.png|mini|hochkant=1.5|Im Gegensatz zum Roden bleiben beim Schwenden Stümpfe und Wurzelwerk im Boden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwendbau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (vgl. mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;geswinde&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;schnell, geschwind&amp;#039;&amp;#039;) ist im engeren Sinne eine früher primär in Europa und der [[Subsahara-Afrika|Subsahara]] verbreitete Form des [[Traditionelle Wirtschaftsform#Traditioneller Feldbau (Pflanzbau) und Gartenbau|Feldbaus]]. Dabei wird potenzielles Ackerland (seltener [[Weide (Grünland)|Weideland]]) von Bewuchs (Bäumen, Sträuchern) befreit, ohne das Wurzelwerk zu entfernen. Wortbestandteile wie &amp;#039;&amp;#039;Schwend&amp;#039;&amp;#039; ([[Schwendau]], [[Schwend (Birgland)]]) oder &amp;#039;&amp;#039;Gschwendt&amp;#039;&amp;#039; ([[Gschwendt (Ascha)|Gschwendt]]) finden sich als [[Rodungsname]]n in Ortsbezeichnungen oder Hofnamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne wird auch der [[Brandrodung|Brandfeldbau]] als Schwendbau bezeichnet; vgl. {{enS|swidden}} und {{svS|svedjebruk}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Schwenden (auch Schwendung genannt) erfolgte meist durch Entfernen eines Rindenstreifens ([[Ringelung]]), wodurch die Bäume abstarben und austrockneten. Das [[Wurzelstockrodung|Roden]] der [[Baumstumpf|Baumstümpfe]] und [[Wurzel (Pflanze)#Wurzelsysteme|Wurzelstöcke]] war zu mühsam und nicht unbedingt nötig, da die gewonnene Fläche für den [[Grabstock]]feldbau oder zur [[Weide (Tierhaltung)|Weide]] nutzbar war. In Hanglagen verringerte das verbliebene Wurzelwerk die [[Erosion (Geologie)|Erosion]] und [[Erdrutsch]]gefahr. Prähistorisch wurde der Schwendbau vermutlich durch [[Übernutzung]] der Wälder als [[Waldweide]]n und durch [[Brandrodung]] unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird eine Freifläche weder gemäht noch geschwendet, [[Verbuschung|verbuscht]] sie an den meisten Standorten in [[Mitteleuropa]] innerhalb weniger Jahre, ehe sie zu [[Wald]] wird. Schwenden ist heute ein wichtiger Teil der [[Alm (Bergweide)|Almwirtschaft]] ([[Gschwendtalm]]), dabei werden die Almweiden von Büschen, [[Latschenkiefer]]n und [[Almenrausch]] befreit, welche die Futterpflanzen verdrängen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Eero Järnefelt - Under the Yoke (Burning the Brushwood) - Google Art Project.jpg|mini|Die [[Brandrodung]] ist eine Form des Schwendbaus. Das Gemälde „Unter dem Joch“&amp;lt;ref&amp;gt;Originaltitel &amp;quot;[[:fi:Raatajat rahanalaiset|Raatajat rahanalaiset]]&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; von [[Eero Järnefelt]] (1863–1937) stellt die bis ins letzte Jahrhundert in [[Finnland]] übliche Brandrodung dar]]&lt;br /&gt;
Im [[Alpen]]raum umfasste der Schwendbau bis in die Neuzeit verbreitet auch die langsame Erweiterung und die Pflege des offenen Landes am [[Feldrain|Rain]], auch im Almbetrieb ([[Sömmerung]]). Hierbei nutzte man eine Abfolge von Schwendung durch Ringeln (aber auch kleinflächigen [[Kahlschlag|Kahlhieb]] oder Entnahme von Einzelbäumen), dann Übergangsphase der &amp;#039;&amp;#039;Stockung&amp;#039;&amp;#039; ([[Niederwald]]) für [[Raufutter]] und &amp;#039;&amp;#039;Laubheu&amp;#039;&amp;#039; ([[Schneitelung]]) sowie Flechtmaterial für Zaunpflege, Korbware und anderes, dann Freilandgewinnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine letzte Form des Schwendbaus erhielt sich in der Siegerländer [[Hauberg]]swirtschaft, wo auf dem geschwendeten Grund einjährig [[Roggen]] oder [[Buchweizen]] (Haubergskorn) angebaut wurde, bevor der Bewuchs wieder zugelassen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis Mitte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gängige Praxis, mit Latschenkiefer oder Alpenrose stark verbuschte [[Almwiese]]n und Hänge einfach anzuzünden (Brandrodung), ist in Europa heute untersagt. Der [[Pflanzenschutz]] dehnte sich dann auch auf die Alpenrose aus, bis sich zeigte, dass diese, weil vom Vieh gemieden, auf den Alpflächen als Unkraut gilt und Matten in wenigen Jahren großflächig überwuchert. Das den Almbauern und ihren [[Senn]]ern zustehende &amp;#039;&amp;#039;[[Schwendrecht]]&amp;#039;&amp;#039; erlaubt in Deutschland auch die Beseitigung ansonsten streng geschützter Pflanzen wie der [[Rostblättrige Alpenrose|Almrose]]. Heutige Almbauern stehen vor dem Dilemma, dass Schwenden arbeitsaufwendig und teuer ist. Im Rahmen von Freiwilligeneinsätzen werden deshalb die Bergbauern durch das [[Bergwaldprojekt]] beim Schwenden unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=peaUQkRMFcg Video], In: Youtube.com&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über mehrere Jahre nicht geschwendete Flächen mit aufkommendem Baumbewuchs werden von den zuständigen [[Forstamt|Forstämtern]] häufig zu [[Schutzwald]] erklärt und gehen damit als Weidefläche verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als typisches historisches Werkzeug ist etwa die &amp;#039;&amp;#039;Schwendsense&amp;#039;&amp;#039; zu nennen, die ein kurzes, massives [[Sense (Werkzeug)|Sensenblatt]] und, ihm entgegengesetzt, eine kleine [[Beil|Hacke]] trägt. Das Schwenden erfolgt heute meist elektromechanisch mit [[Motorsense]] oder [[Motorsäge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Entkusselung]]&lt;br /&gt;
* [[Fälltechnik]]&lt;br /&gt;
* [[Wanderfeldbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jens Lüning]]: &amp;#039;&amp;#039;Steinzeitliche Bauern in Deutschland. Die Landwirtschaft in Neolithikum&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 58). Habelt, Bonn 2000, ISBN 3-7749-2953-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}} &amp;lt;!-- wegen Schwendrecht --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Almwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldbau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
	</entry>
</feed>