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	<title>Schwebung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T20:38:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schwebung&amp;diff=67114&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Frequenz und Periode */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2026-03-31T10:46:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Frequenz und Periode: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwebung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man den Effekt, dass die Resultierende der additiven Überlagerung ([[Superposition (Physik)|Superposition]]) zweier [[Schwingung]]en, die sich in ihrer [[Frequenz]] nur wenig voneinander unterscheiden, eine [[Periode (Physik)|periodisch]] zu- und abnehmende [[Amplitude]] aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwebungen treten bei [[Welle]]n auf, für die das Superpositionsprinzip gilt, also beispielsweise bei [[Schall]]wellen, [[Elektromagnetische Welle|elektromagnetischen Wellen]] oder elektrischen Signalströmen. Da sich die [[Momentanwert]]e der Ausgangsschwingungen je nach [[Phasenlage]] gegenseitig periodisch verstärken bzw. abschwächen, hat die Resultierende eine an- und abschwellende Amplitude. Die Frequenz dieses Wechsels ist umso höher, je größer die Differenz der Ausgangsfrequenzen &amp;lt;math&amp;gt;f_1&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;f_2&amp;lt;/math&amp;gt; ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Schwebung werden, im Gegensatz zu den Verfahren, wie sie bei [[Mischer (Elektronik)|Mischstufen]] Anwendung finden, keine neuen Frequenzen erzeugt, und es treten auch keine Frequenzverschiebungen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frequenz und Periode ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Beat.png|mini|hochkant=1.5|Beispiel einer Schwebung zweier Frequenzen.&amp;lt;br /&amp;gt;Oben:&amp;lt;br&amp;gt;Die beiden Signalfrequenzen &amp;lt;math&amp;gt;f_1&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;f_2&amp;lt;/math&amp;gt; in den Farben [[Cyan]] und [[Magenta (Farbe)|Magenta]].&amp;lt;br&amp;gt;Unten:&amp;lt;br&amp;gt;Die Schwebung, gebildet durch Addition der beiden obigen Verläufe.&amp;lt;br /&amp;gt;Die Frequenz der blauen Kurve ergibt sich als Mittelwert der beiden Frequenzen; die Frequenz der einhüllenden Kurve&amp;amp;nbsp;(Rot) ergibt sich als die halbe Differenz der beiden Frequenzen.]]&lt;br /&gt;
Zwei [[harmonische Schwingung]]en &amp;lt;math&amp;gt;y_1&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;y_2&amp;lt;/math&amp;gt; mit leicht unterschiedlichen Frequenzen &amp;lt;math&amp;gt;f_1&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;f_2&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;y_1(t) = \hat{y}_1 \sin(2 \pi f_1 t)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;y_2(t) = \hat{y}_2 \sin(2 \pi f_2 t)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Vereinfachung sei angenommen, dass beide Schwingungen dieselbe Amplitude haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\hat{y}_1 = \hat{y}_2 = \hat{y}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann die Summenschwingung (Schwebungsfunktion) so dargestellt werden (Index &amp;lt;math&amp;gt;_\mathrm{R}&amp;lt;/math&amp;gt; für &amp;#039;&amp;#039;Resultierende&amp;#039;&amp;#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;y_\mathrm{R} \left( t \right) = \hat{y} \left( \sin \left( 2 \pi f_1 t \right) + \sin \left( 2 \pi f_2 t \right) \right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Ausdruck kann durch Anwendung der [[Formelsammlung Trigonometrie#Summen zweier trigonometrischer Funktionen (Identitäten)|trigonometrischen Additionstheoreme]] umgeformt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;y_\mathrm{R} \left( t \right) = 2 \hat{y} \cdot \sin \! \left( 2 \pi \left( \frac{f_1 + f_2}{2} \right) t \right) \cdot \cos \! \left( 2 \pi \left( \frac{f_1 - f_2}{2} \right) t \right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Ausdruck lässt sich vereinfachen mit folgenden Festlegungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;f_\mathrm{R} = \frac{ f_1 + f_2 }{2}&amp;lt;/math&amp;gt;: Frequenz der Überlagerungsschwingung ([[Arithmetisches Mittel|Mittelwert]] der Einzelfrequenzen)&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;f_\mathrm{S} = \frac{|f_1 - f_2|}{2}&amp;lt;/math&amp;gt;: Frequenz der [[Einhüllende]]n&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\Rightarrow y_\mathrm{R} \left( t \right) = 2 \hat{y} \cdot \sin \! \left( 2 \pi f_\mathrm{R} \, t \right) \cdot \cos \! \left( 2 \pi f_\mathrm{S} \, t \right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwebungsfrequenz ergibt sich aus dem Verlauf des [[Betragsfunktion|Betrages]] der Einhüllenden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;f_\mathrm{Schwebung} = \left| f_1 - f_2 \right| = 2 \, f_\mathrm{S} \ll f_\mathrm{R}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\Rightarrow y_\mathrm{R} \left( t \right) = 2 \hat{y} \cdot \sin \! \left( 2 \pi f_\mathrm{R} \, t \right) \cdot \cos \! \left( \pi f_\mathrm{Schwebung} \, t \right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwebungsperiode&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;T_\mathrm{Schwebung} = \frac{1}{f_\mathrm{Schwebung}} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist der zeitliche Abstand zwischen zwei Punkten minimaler Amplitude ([[Schwingungsknoten|Knoten]]) der Schwebungsfunktion. Die Schwebungsperiode ist umso größer, je näher die beiden Ausgangsfrequenzen &amp;lt;math&amp;gt;f_1&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;f_2&amp;lt;/math&amp;gt; zusammen liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind die Amplituden &amp;lt;math&amp;gt;\hat{y}_1&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\hat{y}_2&amp;lt;/math&amp;gt; der beiden Frequenzen &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; gleich, dann spricht man von einer &amp;#039;&amp;#039;unreinen Schwebung&amp;#039;&amp;#039; (nicht zu verwechseln mit der unten beschrieben Schwebung unreiner Intervalle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Akustische Schwebungen ==&lt;br /&gt;
In der [[Akustik]] ist die Schwebung deutlich zu hören: Erklingen zwei Töne, deren Frequenzen sich nur wenig unterscheiden, so ist ein Ton zu hören, dessen Frequenz dem Mittelwert der Frequenzen der beiden überlagerten Töne entspricht. Dieser Ton ist [[Amplitudenmodulation|moduliert]], seine [[Lautstärke]] schwankt mit der o.&amp;amp;nbsp;g. Schwebungsfrequenz, die der Differenz der Frequenzen der beiden Töne entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhöht sich der Frequenzunterschied, so vermag das Ohr den immer schneller werdenden Lautstärkeschwankungen nicht mehr zu folgen, und man vernimmt einen Ton [[Rauhigkeit (Akustik)|rauer]] [[Klangfarbe|Klangfärbung]], der sich bei weiterer Vergrößerung der Frequenzdifferenz in zwei Einzeltöne aufspaltet. Überschreitet die Schwebungsfrequenz die [[Hörschwelle]] von ca. 20&amp;amp;nbsp;Hz, so wird sie als [[Differenzton]] hörbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Phänomen demonstriert das folgende Klangbeispiel: Einem [[Sinuston]] mit der konstanten Frequenz 440&amp;amp;nbsp;Hertz ist ein zweiter Sinuston überlagert, dessen Frequenz von 440&amp;amp;nbsp;Hertz auf 490&amp;amp;nbsp;Hertz ansteigt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwebung.ogg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Schwebungen eines [[Intervall (Musik)|Intervalls]] (hier eines [[Halbton]]s) wahrgenommen werden, hängt sehr stark von der [[Tonhöhe|Höhenlage]] ab, was im folgenden Beispiel deutlich wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
Gespielt werden die (Sinus-)Töne e und&amp;amp;nbsp;f von der großen bis zur dreigestrichenen [[Oktavlage]] zuerst einzeln, dann zusammen. Die Frequenz von&amp;amp;nbsp;f ist in jeder Oktavlage um 6,6 % höher als diejenige von&amp;amp;nbsp;e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| in Hz || E 82,5 || F 88 || E F || e 165 || f 176 || e f || e’ 330 || f’ 352 || e’ f’ || e’’ 660 || f’’ 704 || e’’ f’’ || e’’’ 1320 || f’’’ 1408 || e’’’ f’’’&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ||allein||allein||zusammen||allein||allein||zusammen||allein||allein||zusammen||allein||allein||zusammen||allein||allein||zusammen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;16&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| [[Datei:Ef in oktaven.ogg]]&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;!-- Als kritische Bandbreite wird derjenige Bereich um eine Tonfrequenz &amp;lt;math&amp;gt;f_0&amp;lt;/math&amp;gt; bezeichnet, innerhalb dessen die Frequenz eines zweiten Tones liegen muss, damit ein rauer oder schwebender Ton statt zwei getrennter Töne wahrgenommen wird. Die Größe der kritischen Bandbreite hängt von der Frequenz &amp;lt;math&amp;gt;f_0&amp;lt;/math&amp;gt; ab: Sie wird mit höherer Frequenz &amp;lt;math&amp;gt;f_0&amp;lt;/math&amp;gt; größer. Für die [[Bark-Skala]] kann man vereinfachend sagen, dass die kritische Bandbreite bis zu einer Frequenz &amp;lt;math&amp;gt;f_0&amp;lt;/math&amp;gt; von zirka 500 Hertz konstant 100 Hertz beträgt. Darüber beträgt die kritische Bandbreite etwa 20 Prozent der Mittenfrequenz &amp;lt;math&amp;gt;f_0&amp;lt;/math&amp;gt;. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klangbeispiele ===&lt;br /&gt;
Schwebungen bei der Überlagerung zweier Töne mit 440&amp;amp;nbsp;Hz und 440,5&amp;amp;nbsp;Hz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mit reinen Sinusschwingungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:schwebung sinus.gif|Schwebung mit reinen Sinusschwingungen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwebung sinus2.ogg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mit 100 % [[Grundfrequenz]], 50 % erster [[Oberton]] und 25 % zweiter Oberton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:schwebung mit obertoenen.gif]]&lt;br /&gt;
[[Datei:schwebung mit obertoenen.ogg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei [[Komma (Musik)#Kleiner und großer Halbton, Diaschisma und kleine Diësis|chromatische Halbtöne]] (Frequenzunterschied 4 %) im Zusammenklang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:C1 cis1.png|Notenbild c&amp;#039; und cis&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
|Reine Sinustöne: Der Schwebungscharakter ist beim Zusammenklang deutlich. Kaum zwei getrennte Töne hörbar.&lt;br /&gt;
[[Datei:c1 cis1 sinus.ogg]]&lt;br /&gt;
|Als [[Orgelregister]] mit Obertönen (Grundton: 100 %, Obertöne: 75 %, 50 %, 30 %, 15 %, 10 % und 5 %). Hier hört man beim Zusammenklang deutlich zwei getrennte Töne (man kann sie nachsingen).&lt;br /&gt;
[[Datei:c1 cis1 harmonium.ogg]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit speziellen Schwingungsformen ===&lt;br /&gt;
Um das Verständnis der akustischen Schwebung zu erleichtern, finden sich hier beispielhaft vier Schwingungen, die sich in ihrer [[Wellenform]] unterscheiden:&lt;br /&gt;
* Dreieckschwingung [[Datei:Schwebung dreieck.ogg]]&lt;br /&gt;
* Rechteckschwingung [[Datei:Schwebung rechteck.ogg]]&lt;br /&gt;
* Sägezahnschwingung [[Datei:Schwebung saegezahn.ogg]]&lt;br /&gt;
* Sinusschwingung [[Datei:Schwebung sinus.ogg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen vier Klangbeispielen wurden zwei Schwingungen überlagert, die zunächst dieselbe Startfrequenz von 110&amp;amp;nbsp;Hz haben. Nach 4&amp;amp;nbsp;Sekunden wird die Frequenz der einen Schwingung allmählich erhöht (in 8&amp;amp;nbsp;Sekunden um 50&amp;amp;nbsp;[[Cent (Musik)|Cent]]), dann bleibt sie für 6&amp;amp;nbsp;Sekunden gleich, wird nun rascher als im Anstieg um 100&amp;amp;nbsp;Cent verringert und nach einer weiteren stabilen Phase bei −50&amp;amp;nbsp;Cent wieder auf die Ausgangsfrequenz geändert. Den exakten Verlauf stellt folgendes Diagramm dar:&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwebung modulation.png|ohne|gerahmt|Frequenzverlauf der veränderlichen Schwingung aus den obigen vier Beispielen. Die konstante Schwingung (nicht eingezeichnet) liegt auf der Null-Linie. In senkrechter Richtung ist die Abweichung der Frequenz der zweiten Schwingung von den 110&amp;amp;nbsp;Hz der ersten Schwingung aufgetragen, und zwar in Cent.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bei unreinen Intervallen ===&lt;br /&gt;
Bei unrein [[Intonation (Musik)|intonierten]] Intervallen kann man die Schwebungen der Obertöne folgendermaßen berechnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Oktave:    &amp;lt;math&amp;gt;f_\mathrm{Schwebung} = \left| 2 \cdot f_1 -         f_2 \right|&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
: [[Quinte]]:&amp;lt;math&amp;gt;f_\mathrm{Schwebung} = \left| 3 \cdot f_1 - 2 \cdot f_2 \right|&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel dazu bei [[Mitteltönige Stimmung#Stimmpraxis|mitteltöniger Stimmung]]: mitteltönige Quinten [[Datei:quinten 1 4.ogg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[große Terz]]:&amp;lt;math&amp;gt; f_\mathrm{Schwebung} = \left| 5 \cdot f_1 - 4 \cdot f_2 \right|&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den gewöhnlich außerhalb des {{Anker|kritisch, Verwendung}}kritischen Bereichs liegenden Intervallen hört man eine Schwebung, wenn zwei deutlich vorhandene Obertöne oder ein Oberton und eine Grundfrequenz nahe beieinander liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie man den folgenden Wellenbildern entnehmen kann, ist bei reinen Sinustönen kaum eine Schwebung wahrnehmbar (die Amplituden ändert sich kaum), bei einem hohen Obertonanteil ist sie jedoch deutlich hörbar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiel: mitteltönige Quinte. Zuerst reine Sinusschwingungen, dann mit Obertönen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mitteltoenige quinten.gif|ohne|800px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mitteltoenige quinten.ogg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwebungen bei Intervallen spielen bei der [[Reine Stimmung|reinen]], den [[Mitteltönige Stimmung|mitteltönigen]], den [[Wohltemperierte Stimmung|wohltemperierten]] und der [[Gleichstufige Stimmung|gleichstufigen Stimmung]] eine große Rolle. Zum Beispiel hört man bei einer reinen Terz keine, bei der gleichstufigen jedoch eine erhebliche – als Reibung empfundene – Schwebung. Die Schwebungen der mitteltönig gestimmten Quinten sind so gering, dass sie &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; als Missklang empfunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akustische Täuschung? ===&lt;br /&gt;
Die [[auditive Wahrnehmung]] von Schwebungen beruht im Allgemeinen nicht auf einer [[Akustische Täuschung|akustischen Täuschung]], sondern auf realen physikalischen Vorgängen. Anders ist dies bei den [[Binaurale Beats|binauralen Beats]], wo den Ohren über Kopfhörer je eine von zwei differierenden Frequenzen zugeführt wird und die Wahrnehmung von Schwebungen erst durch die Signalverarbeitung im Gehirn entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Das Phänomen der Schwebung kann vielseitig angewendet werden, z.&amp;amp;nbsp;B. in der Musizierpraxis:&lt;br /&gt;
* Das [[Stimmung (Musik)|Stimmen]] eines [[Musikinstrument]]s nach Gehör (ohne [[Stimmgerät]] mit optischer Anzeige), also das eigentliche Einstimmen auf den [[Kammerton]] als Referenzfrequenz, erfolgt solange, bis &amp;#039;&amp;#039;keine&amp;#039;&amp;#039; Schwebung mehr zu hören ist: der Ton ist dann „schwebungsnull – er stimmt“.&lt;br /&gt;
* Die Schwebung wird als belebender Klangeffekt bei [[Musikinstrument]]en eingesetzt, beispielsweise als zuschaltbarer [[Tremolo (Akkordeon)|Tremoloeffekt]] oder als spezielles [[Orgelregister|Register]] in Pfeifen[[orgel]]n.&lt;br /&gt;
* Bei der [[Tremoloharmonika]] (&amp;#039;&amp;#039;Wiener Stimmung&amp;#039;&amp;#039;) und den meisten [[Akkordeon|Handzuginstrumenten]] erfolgt die Tonerzeugung mit zwei [[Durchschlagende Zunge|Durchschlagzungen]], die in einer [[Tremolo (Akkordeon)|Schwebung]] gestimmt sind.&lt;br /&gt;
* Die Tonharmonie des [[Bambus]]-Idiophons [[Angklung]] basiert auf dem Prinzip von zwei bis vier in Schwebung befindlichen [[Resonanzkörper|Klangkörpern]] ([[Bass (Instrument)|Bässe]], [[Melodieinstrument]]e und [[Akkord]]e&amp;lt;!--?--&amp;gt;), die gleichzeitig geschüttelt werden.&lt;br /&gt;
* Das [[Leslie-Lautsprecher]]-Kabinett verwendet den [[Doppler-Effekt]] zur Erzeugung periodisch schwankender Frequenzen. Bei der [[Leslie-Lautsprecher#Prinzip|Überlagerung]] mit dem Originalton entsteht eine Schwebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Metrologie]] wird durch Überlagern von [[Laser]]licht einer nur ungefähr bekannten Frequenz mit einem [[Frequenzkamm]] eine elektronisch messbare Schwebung erzeugt, die eine wesentlich genauere Bestimmung der Frequenz des Lasers ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unangenehm störend wird die Schwebung, wenn zwei Instrumente mit annähernd [[sinus]]förmigen Tönen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Flöte]]n) eng benachbarte Töne spielen – man sagt, die Töne „reiben sich“. Beim [[Unisono]]-Spiel zweier [[Blockflöte]]n&amp;lt;nowiki /&amp;gt;anfänger kann es bei extremen Unsauberkeiten sogar dazu kommen, dass in der Tiefe ein äußerst penetranter Differenzton hörbar wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3540026223}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Beat frequencies|Schwebung}}&lt;br /&gt;
* [http://gerdbreitenbach.de/lissajous/lissajous.html Simulation zu Interferenz/Schwebung/Lissajous_Kurven zweier stehender Wellen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwingungslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikalische Akustik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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