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	<title>Schwarznessel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: Tippfehler</title>
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		<updated>2026-02-23T12:27:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Pflanzenart Schwarznessel (&amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039;); für die ebenfalls „Schwarznesseln“ genannte Pflanzengattung [[Perilla]] („Shiso“) siehe dort.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Schwarznessel&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Ballota nigra&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Schwarznesseln&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Ballota&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Marrubieae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Lamioideae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Lippenblütler&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Lamiaceae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Lippenblütlerartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Lamiales&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Ballota nigra 2005.06.19 10.13.06-p6190007.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Schwarznessel (&amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarznessel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stink-Andorn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarzer Andorn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarzer Gottvergess&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] in der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Lippenblütler]] (Lamiaceae). Von den weltweit etwa 31 Arten der Gattung [[Schwarznesseln]] (&amp;#039;&amp;#039;Ballota&amp;#039;&amp;#039;) kommt nur diese eine Art in [[Mitteleuropa]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund von Blättern und Wuchsform kann die Schwarznessel mit [[Brennnessel]]n, [[Taubnessel]]n (Lamium spp.) und [[Wald-Gamander]] (Teucrium scorodonia) verwechselt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Fabian Kalis: &amp;#039;&amp;#039;[https://naturerlebnis-kalis.de/category/heilpflanzen/page/2/ Wald-Gamander – Ein Heilkraut der traditionellen Volksheilkunde].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;naturerlebnis-kalis.de.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:98 Ballota nigra.jpg|mini|Schwarznessel, Illustration]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erscheinungsbild und Blatt ===&lt;br /&gt;
Die Schwarznessel wächst als ausdauernde [[krautige Pflanze]] und erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 100 Zentimetern. Als Überdauerungsorgan wird ein kurzes, kriechendes [[Rhizom (Botanik)|Rhizom]] gebildet. Sie entwickelt meist mehrere aufrechte oder aufsteigende, meist ästige [[Stängel]]. Die oberirdischen Pflanzenteile sind in der Regel locker weich behaart, seltener fast zottig behaart oder fast kahl. Sie sind trübgrün und besonders im Herbst braunviolett angelaufen. Sie riechen unangenehm. Die mittleren Internodien des Stängels sind etwa 5 bis 12 Zentimeter lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gegenständig am Stängel angeordneten [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 0,5 bis 3 Zentimeter lang. Die Blattspreite ist bei einer Länge von 2 bis 7 Zentimetern sowie einer Breite von 1,5 bis 3,5 Zentimetern eiförmig bis fast kreisrund. Sie ist am Grunde schwach herzförmig, gestutzt oder keilförmig und ringsum fein gekerbt bis grob und oft unregelmäßig gesägt. Die Blattunterseite ist durch die stark hervortretenden Nerven runzlig. Die Blattspreite ist meist beiderseits behaart, oberseits aber oft verkahlend und etwas glänzend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütenstand Blüte und Frucht ===&lt;br /&gt;
Meist vier bis zehn Blüten sind kurz aber deutlich gestielt und stehen meist in lockeren, oft kurz gestielten Zymen in den Achseln gewöhnlicher Stängelblätter. Die Vorblätter sind pfriemlich und halb so lang bis so lang wie die Kelche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben vormännlichen Zwitterblüten kommen auch rein weibliche Blüten vor. Die [[zygomorph]]en [[Blüte]]n besitzen eine doppelte [[Blütenhülle]]. Der Kelch ist röhrig-trichterförmig, flaumig bis seidig-zottig behaart, mit zehn kräftig vortretenden Nerven und fünf begrannten Zähnen. Die [[Kronblätter]] sind bläulich-rot gefärbt. Die Kronröhre ist gerade, sie tritt aus dem Kelchschlund hervor und besitzt am Grunde einen Haarring.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt; Die Oberlippe ist elliptisch, wenig gewölbt und außen angedrückt weiß behaart. Die Unterlippe ist ebenso lang wie die Oberlippe; sie ist dreilappig mit verkehrt-eiförmigem, oft ausgerandetem oder schwach gezähneltem Mittellappen. Sie ist herabgeschlagen und weißlich gezeichnet. Die [[Staubblatt|Staubblätter]] sind nur am Grund schwach behaart.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden [[Klausenfrucht|Klausenfrüchte]] gebildet. Die [[Sammelnussfrucht|Nüsschen]] sind bei einer Länge von etwa 2 Millimetern eiförmig und ziemlich glatt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomenzahl ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 20 oder 22.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Bei &amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich um einen [[Hemikryptophyt]]en oder [[Chamaephyt]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Fremdbestäubung]] erfolgt durch zahlreiche Insektenarten wie [[Hummeln]], andere [[Wildbienen]], insbesondere [[Pelzbienen]] und die [[Rophites quinquespinosus|Späte Schlürfbiene]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Westrich2018&amp;quot;&amp;gt;[[Paul Westrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wildbienen Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;. Ulmer Verlag, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-8186-0123-2, S. 370&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Fliegen]] und [[Schmetterlinge]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt;; auch spontane Selbstbestäubung ist erfolgreich. Es handelt sich um „Nektarführende Lippenblumen“. Als Nahrung dient sie den Raupen mehrerer Schmetterlingsarten, der [[Schwarznesselwanze]] sowie der [[Weichwanzen|Weichwanze]] [[Macrotylus horvathi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die waagrecht stehenden [[Kelchblatt|Kelche]] können sie eine Schwerkraftausbreitung erfahren oder die dornspitzigen Kelchzähne bewirken eine Fruchtausbreitung durch Tiere. Auch Windausbreitung ist möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ballota nigra rangemap.png|mini|Verbreitungskarte (in Nordamerika als Neophyt)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Standorte ==&lt;br /&gt;
Die Heimat der Schwarznessel ist der [[Mittelmeerraum]]. Von dort aus hat sie sich über die ganze [[gemäßigte Zone]] der [[Nordhalbkugel]] verbreitet. In Nordamerika, Argentinien, Großbritannien, Kirgisistan und Neuseeland ist sie ein Neophyt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;POWO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man findet die Schwarznessel ziemlich häufig in staudenreichen [[Unkraut]]gesellschaften, an Wegen, Zäunen, Schuttplätzen. Sie bevorzugt lockeren, etwas feuchten, [[stickstoff]]haltigen [[Boden (Bodenkunde)|Boden]]. Nach [[Zeigerwerte nach Ellenberg|Ellenberg]] ist sie eine Lichtpflanze, ein ausgesprochener [[Stickstoff]]zeiger und eine Klassencharakterart ausdauernder Stickstoff-Krautfluren (Artemisietea vulgaris). Nach [[Erich Oberdorfer|Oberdorfer]] ist die Langzähnige Schwarznessel eine [[Charakterart]] des Leonuro-Ballotetum nigrae (Verband Arction), die Kurzzähnige Schwarznessel eine Charakterart des Lamio albi-Ballotetum foetidae (ebenfalls Verband Arction). Diese dörflichen Unkrautfluren sind heute seltener geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwarznessel steigt in Graubünden bei [[Stierva]] bis 1370 Meter, im [[Kanton Wallis]] bis 1530 Meter Meereshöhe auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die [[Erstbeschreibung|Erstveröffentlichung]] von &amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; erfolgte 1753 durch [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Species Plantarum]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SpPl&amp;quot; /&amp;gt; Ein [[Synonym (Taxonomie)|Synonym]] für &amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}} ist &amp;#039;&amp;#039;Stachys ballota&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Kuntze}}.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tropicos&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ballota nigra fresnes-au-mont 55 03062007 3.jpg|mini|Kurzzähnige Schwarznessel (&amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;foetida&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ballota nigra.jpeg|mini|Langzähnige Schwarznessel (&amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;nigra&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ballota nigra uncinata Buskett Gardens Malta 02.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;ruderalis&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Von der Art &amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; gibt es folgende 8 Unterarten:&amp;lt;ref name=&amp;quot;MCh&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Patzak&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;anatolica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|P.H.Davis}}: Die 3 bis 4 (bis 5)&amp;lt;ref name=&amp;quot;FT7&amp;quot; /&amp;gt; mm langen Kelchzähne stehen fast waagrecht ab. Die Kronröhre ragt 3 mm weit aus dem Kelch heraus. Diese Unterart ist im nördlichen und mittleren [[Anatolien]] weit verbreitet und kommt auch in der europäischen Türkei und im nordwestlichen Iran vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FT7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;anomala&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Greuter}}: Sie wurde 2012 aus Griechenland erstbeschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt; Sie besitzt in den Buchten zwischen den 5 Kelchzähnen weitere kleine Zähne.&lt;br /&gt;
* Kurzzähnige Schwarznessel (&amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;foetida&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Vis.) Hayek}}; Syn.: &amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;meridionalis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Bég.) [[Augusto Béguinot|Bég.]]}}; &amp;#039;&amp;#039;Ballota alba&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}}): Die nur 1 bis 2,5 (bis 3) mm langen, aufrechten&amp;lt;ref name=&amp;quot;FE3&amp;quot; /&amp;gt; Kelchzähne sind eiförmig und enden in  einer plötzlich zusammengezogenen, nur  0,2 bis 0,5 mm langen  Stachelspitze.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rothmaler&amp;quot; /&amp;gt; Diese Unterart hat ihren Verbreitungsschwerpunkt im westlichen Mitteleuropa, ist aber auch nach Osteuropa verschleppt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Patzak&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt; Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] [[et al.]] 2010 sind in der Schweiz für diese Unterart: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 5 (sehr nährstoffreich oder überdüngt), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;kurdica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|P.H.Davis}}: Die 1,5 bis 2 mm langen Kelchzähne ragen auseinander. Die Kronröhre ragt 5 mm weit aus dem Kelch heraus. Sie kommt im nördlichen Irak und im westlichen Iran sowie selten im östlichen Anatolien vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FT7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Langzähnige Schwarznessel (&amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}} subsp. &amp;#039;&amp;#039;nigra&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rothmaler&amp;quot; /&amp;gt;: Die (2,5 bis) 4 bis 6,5 mm langen, schmal dreieckig-pfriemlichen Kelchzähne sind aufrecht bis aufrecht-abstehend&amp;lt;ref name=&amp;quot;FE3&amp;quot; /&amp;gt; und laufen in eine stechende, 2 bis 3 mm lange Granne aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rothmaler&amp;quot; /&amp;gt; Die Kronröhre ragt höchstens wenig aus dem trichterförmigen&amp;lt;ref name=&amp;quot;FE3&amp;quot; /&amp;gt; Kelch heraus. Diese Unterart hat ihren Verbreitungsschwerpunkt im östlichen Mitteleuropa, ist aber auch nach Westeuropa verschleppt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Patzak&amp;quot; /&amp;gt; Sie kommt von Europa bis zum Kaukasus vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt; Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] [[et al.]] 2010 sind in der Schweiz für diese Unterart: Feuchtezahl F = 2+ (frischt), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 5 (sehr nährstoffreich oder überdüngt), Kontinentalitätszahl K = 5 (kontinental).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;ruderalis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Sw.) Briq.}} (Syn.: &amp;#039;&amp;#039;Ballota ruderalis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Sw.}}; &amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;uncinata&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Fiori &amp;amp; [[Augusto Béguinot|Béguinot]]) Patzak}}): Sie erinnert an &amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;foetida&amp;#039;&amp;#039;, aber die Kelchzähne stehen weit ab, die Stachelspitze ist oft zurückgebogen oder widerhakig gekrümmt. Sie kommt in Makaronesien und im Mittelmeerraum vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;sericea&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Vandas) Patzak}}: Sie erinnert an &amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;meridionalis&amp;#039;&amp;#039;, besitzt aber einen an der Spitze kaum erweiterten Kelch und eine seidig-filzige Behaarung mit glänzenden, sitzenden Drüsen. Sie kommt in [[Montenegro]], in [[Albanien]]&amp;lt;ref name = &amp;quot;FE3&amp;quot; /&amp;gt; und [[Nordmazedonien]] sowie in [[Griechenland]] in [[Makedonien]], [[Thessalien]] und auf [[Euböa]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Patzak&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;velutina&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Posp.) Patzak}}: Sie besitzt eine kurze, gräuliche, samtig-filzige Behaarung und erreicht nur Wuchshöhen von 30 cm. Die Kelchzähne stehen weit ab. Sie kommt in [[Dalmatien]] nordwärts bis [[Istrien]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Patzak&amp;quot; /&amp;gt; vor und erreicht auch das benachbarte Italien. Dort ist sie sicher aus der [[Basilicata]] nachgewiesen und kommt möglicherweise auch in den [[Abruzzen]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Conti2005&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung in der Heilkunde ==&lt;br /&gt;
Das Kraut der Schwarznessel (Herba Ballotae nigrae) wird zum Teil noch in der Volksheilkunde angewandt. Als leichtes Beruhigungsmittel bei krampfartigem Husten und Nervosität, wie zum Beispiel bei leichter Schlaflosigkeit. Des Weiteren bei nervösen Verdauungsbeschwerden und Magenkrämpfen. Die Wirkung der Droge wird als spasmolytisch und beruhigend beschrieben. Die traditionellen Anwendungen können jedoch nicht mit klinischen Daten belegt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;arnold&amp;quot; /&amp;gt; Hauptinhaltsstoffe sind Ballotenol,&amp;lt;ref name=&amp;quot;ballotenol&amp;quot; /&amp;gt; die Flavonoide Apigenin, Luteolin, Scutellarein, ätherisches Öl, das für den charakteristischen, oft als widerlich beschriebenen Geruch der Pflanze verantwortlich ist, der Bitterstoff Marrubiin und diverse phenolische Verbindungen und Gerbsäuren wie Kaffeesäure, Ferulasäure.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schöpke&amp;quot; /&amp;gt; Der Gehalt an Marrubiin, das als spasmolytisch, schmerzlindernd und gastroprotektiv gilt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;marrubiin&amp;quot; /&amp;gt; könnte für die beschriebenen Wirkungen bei Verdauungsbeschwerden verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivialname ==&lt;br /&gt;
Für diese im Lateinischen auch &amp;#039;&amp;#039;Marrubium&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 146.&amp;lt;/ref&amp;gt; genannte Pflanzenart sind bzw. waren, zum Teil auch nur regional, als weitere deutschsprachige [[Trivialname]]n auch die folgenden Bezeichnungen belegt: Aindorn ([[mittelhochdeutsch]]), Brune Ander ([[althochdeutsch]]), Andor (mittelhochdeutsch), Andorn (mittelhochdeutsch), Andoren (mittelhochdeutsch), Schwarzer Andorn, Andren (mittelhochdeutsch), Andron (mittelhochdeutsch), Anthorn (mittelhochdeutsch), Antron (mittelhochdeutsch), Ballote ([[Schweiz]]), Brunader (mittelhochdeutsch), Bult ([[altniederländisch]]), Fenweibel ([[Österreich]]), Brun Godesvorgetene, Godvorghetene, Gotsvorgessen, Gottsvergess, Greander ([[niederdeutsch]]), Harzgespann, Huft (altniederländisch), Hulse (altniederländisch), Helst (altniederländisch), Maropel ([[mittelniederdeutsch]]), Roit (mittelhochdeutsch), Rothnabel (mittelhochdeutsch), Rotnavel (mittelniederdeutsch), Segmüntz (mittelhochdeutsch), Sigmintze (mittelhochdeutsch), Taubenzila (althochdeutsch), Das alte Weib (Österreich) und Zahnlose ([[Leipzig]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pritzel-Jessen1882&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Andreas Mettenleiter]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Juliusspital in Würzburg. Band III: Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Oberpflegeamt der Stiftung Juliusspital Würzburg anlässlich der 425jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Stiftung Juliusspital Würzburg (Druck: Bonitas-Bauer), Würzburg 2001, ISBN 3-933964-04-0, S. 801: „Antorn, Weiß und Schwartz“, in &amp;#039;&amp;#039;Oeconomia&amp;#039;&amp;#039; von 1579.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3800131315|Seite=805|Kommentar=Abschnitt Standorte und Verbreitung}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3825281043|Kommentar=Abschnitt Standorte und Verbreitung}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3494013276|Kommentar=Abschnitt Beschreibung}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3494013977|Seite=84|Kommentar=Abschnitt Ökologie}}&lt;br /&gt;
* [[Helmut Gams]]: &amp;#039;&amp;#039;Labiatae&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Gustav Hegi]]: &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;. Band V, 4. Teil. Nachdruck 1964 der 1. Auflage. München 1927, S. 2400–2402 (Abschnitt Beschreibung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;tropicos&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Tropicos|ID=17600025|WissName=Ballota nigra}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;arnold&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle| autor=W. Arnold| url=http://www.awl.ch/heilpflanzen/ballota_nigra/| titel=Die Heilpflanze Ballota nigra| datum=2011-01-14| zugriff=2014-05-07| kommentar=Auszug der Seite www.awl.ch}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot;&amp;gt;[[Gustav Hegi]]: &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 4. Verlag Carl Hanser, München 1964. S. 2400–2402.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{InfoFlora|ID=1006360|WissName=Ballota nigra L.|Abruf=2023-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Ballota nigra|Schwarznessel (&amp;#039;&amp;#039;Ballota nigra&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
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* {{BiolFlor|389}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Lippenbluetler/ballota.htm  Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)].&lt;br /&gt;
* {{PFAF|WissName=Ballota nigra}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lippenblütler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilpflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
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