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	<title>Schwarzmarkt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schwarzmarkt&amp;diff=75868&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Urgelein: kl</title>
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		<updated>2026-02-22T21:08:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:15-10-27-Vista des de l&amp;#039;estàtua de Colom a Barcelona-WMA 2834.jpg|mini|Schwarzmarkt in Barcelona, 2015]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Confiscated display at Tbilisi Airport 2023.jpg|mini|Beschlagnahmte Waren am Flughafen von [[Tbilisi]], 2023]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarzmarkt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarzer Markt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schleichhandel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder [[Österreichisches Deutsch|österreichisch-deutsch]] mitunter noch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Agiotage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|black market}}) als Teil der [[Schattenwirtschaft]] ist ein „[[Schwarz #Illegales|schwarzer]]“ (illegaler) [[Markt]], dessen [[Marktmechanismus]] und [[Handelsobjekt]]e gegen gesetzliche Beschränkungen verstoßen. Schwarzmarktlieferanten bzw. Schwarzhändler werden umgangssprachlich als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schieber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Weapons confiscated from the Kosovo Liberation Army (1999).JPEG|mini|[[Waffe]]n, wie diese [[Schusswaffe]]n, die 1999 konfisziert wurden, werden oft schwarz gehandelt]]&lt;br /&gt;
Schwarzmärkte entstehen, wenn [[Eingriffsverwaltung|staatliche Eingriffe]] mittels [[Marktregulierung]] ([[Erlaubnis]]vorbehalt, [[Preiskontrolle]], [[Preisbindung#Probleme staatlicher Preisregulierung|Preisregulierung]], [[Ausfuhrverbot]]e, [[Einfuhrverbot]]e, [[Devisenbewirtschaftung]], [[Kontingent]]e, [[Preisstopp]], [[Prohibition]], [[Rationierung]]en) die freie [[Preisbildung]] und andere [[Marktmechanismus|Marktmechanismen]] behindern oder außer Kraft setzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=xDCvBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA494&amp;amp;dq=Schwarzmarkt+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiLvOyv54L3AhXWSfEDHdjYDUgQ6AF6BAgJEAE#v=onepage&amp;amp;q=Schwarzmarkt%20lexikon&amp;amp;f=false Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 494].&amp;lt;/ref&amp;gt; Zweck der Regulierung kann dabei die Nichtverbreitung der betreffenden Handelsobjekte sein (beispielsweise bei illegalen [[Droge]]n oder [[Verbotene Gegenstände|Waffen]]), aber auch ihre kontrollierte und faire Verteilung bei [[Knappheit]] (vgl. [[Lebensmittelmarke]]n, [[Organhandel]]). Wesentlich für den Schwarzmarkt ist, dass die Verbote nicht von den [[Marktteilnehmer]]n ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktstrukturen ==&lt;br /&gt;
Obwohl auf dem Schwarzmarkt der [[Handel]] staatlich verboten ist (&amp;#039;&amp;#039;Schwarzhandel&amp;#039;&amp;#039;), funktioniert er aber dennoch nach den Regeln des Marktes. Die [[Marktpreis]]e auf dem Schwarzmarkt liegen im Regelfall höher als sie auf dem legalen Markt wären.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=AYg_CgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA546&amp;amp;dq=Schwarzmarkt+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiLvOyv54L3AhXWSfEDHdjYDUgQ6AF6BAgHEAE#v=onepage&amp;amp;q=Schwarzmarkt%20lexikon&amp;amp;f=false Hermann May/Claudia Wiepcke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der ökonomischen Bildung&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 546].&amp;lt;/ref&amp;gt; Marktteilnehmer sind illegale [[Händler]], die ihre [[Handelsware]]n optisch verdeckt (im [[Hinterzimmer]]) an Käufer verkaufen und dabei zugleich [[Finanztransaktionssteuer|Transaktionssteuern]] oder [[Verkehrssteuer]]n [[Steuerhinterziehung (Deutschland)|hinterziehen]] (daher „schwarz“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handelsobjekte oder [[Transaktion (Wirtschaft)|Transaktionen]] sind insbesondere [[Alkoholprohibition|Alkohol]], [[Drogenhandel]], [[Glücksspiel]], [[Schmuggel]], [[Waffenhandel]] oder [[Zwangsprostitution]] ([[Prostitution]]). Die [[Zahlung]] erfolgt durch [[Barzahlung]] ([[Zug um Zug (Recht)|Zug um Zug]] gegen [[Übergabe (Sachenrecht)|Übergabe]] der Ware), [[Hawala]], [[Kryptowährung]]en oder mit [[Schwarzgeld]], wobei [[Geldwäsche]] stattfinden kann. Als [[Zahlungsmittel]] gab es auch [[Zigarette]]n ([[Zigarettenwährung]]), heute sind es gelegentlich [[Edelmetall]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Marktverhalten]] der Marktteilnehmer weicht von dem auf freien Märkten erheblich ab, denn [[Konflikt]]e können nicht über [[Gericht]]e gelöst werden, sondern auf der Grundlage von [[Reputation|Ansehen]], [[Ehre]] (vgl. [[Ehrenkodex]]) oder [[Vertrauen]]. Die [[Marktmacht]] beruht letztlich auf dem „Recht des Stärkeren“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesentliche Handelsobjekte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-2005-0821-504, Hamburg, beschlagnahmte Waren.jpg|mini|hochkant|Beschlagnahmte Waren des Schwarzmarktes, Hamburg 1947]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F000250-0011, Deutsch-deutsche Grenze bei Heldra.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Halt den Schiebern – Keine Waren für die sowjetische Rüstung.&amp;#039;&amp;#039; Schild an der [[Innerdeutsche Grenze|Zonengrenze]] bei [[Heldra]], 1952]]&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war die Versorgungslage der Bevölkerung sehr schlecht. Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs waren nur gegen [[Lebensmittelmarke]]n und in geringen Mengen legal in Geschäften erhältlich. Neben diesem legalen Markt entwickelte sich ein illegaler &amp;#039;&amp;#039;Schwarzmarkt&amp;#039;&amp;#039;, auf dem alles erhältlich war, allerdings zu stark überhöhten Preisen oder gegen Bezahlung in [[Zigarettenwährung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat sich der Begriff gewandelt und bezeichnet einen nicht durch Gesetze regulierten Markt, der überall dort entsteht, wo vorhandene Nachfrage nach Gütern auf legalen Märkten (z.&amp;amp;nbsp;B. durch Rationierung) nicht befriedigt werden kann oder wenn bestimmten Güter nicht legal angeboten werden&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20578/schwarzmarkt/ &amp;#039;&amp;#039;Das Lexikon der Wirtschaft. Schwarzmarkt&amp;#039;&amp;#039;] [[Bundeszentrale für politische Bildung]], abgerufen am 22. August 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; (z. B. illegale [[Drogen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol und illegale Drogen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Drogenhandel}}&lt;br /&gt;
[[Alkoholische Getränke]] waren während der [[Prohibition in den Vereinigten Staaten|Prohibition]] zwischen 1920 und 1933 in den [[Vereinigte Staaten|USA]] Schwarzmarktgüter und sind es heute noch in Ländern, in denen Alkohol als illegale Droge gilt. Der [[Drogenhandel]], sowie der Handel mit verschreibungspflichtigen [[Arzneimittel]]n ist verboten (in Deutschland nach {{§|29|btmg_1981|juris}} Abs. 1 [[Betäubungsmittelgesetz (Deutschland)|BTMG]]), so dass ein dennoch stattfindender Handel auf dem Schwarzmarkt stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schwarzmarkt für Drogen orientiert sich stets an der Nachfrage, der Verfügbarkeit und der strafrechtlichen Verfolgung. So wurde in Deutschland beispielsweise der Besitz von [[Cannabis]] (2024) legalisiert, wodurch sich viele eine Eindämmung des illegalen Handels erhofften. Da Cannabis jedoch, anders als beispielsweise in Kanada, nicht in Fachgeschäften zum Verkauf angeboten werden darf, werden alle Konsumenten, die selbst keine Möglichkeit zum Anbau haben, weiterhin zum Erhalt des Schwarzmarktes beitragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/die-entkriminalisierung-und-der-schwarzmarkt-verschwindet-der-cannabis-handel-aus-den-parks-11225068.html &amp;#039;&amp;#039;Die Entkriminalisierung und der Schwarzmarkt: Verschwindet der Cannabis-Handel aus den Parks?&amp;#039;&amp;#039;] [[Der Tagesspiegel]], abgerufen am 22. August 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alltagsgüter ===&lt;br /&gt;
In einigen Ländern der Welt ist [[Motorenbenzin|Benzin]] ein typisches Schwarzmarktgut, wenn der Handel durch Mengen- oder Preisbegrenzungen ([[Höchstpreis]]e) staatlich reguliert wird. Auch [[Pornografie]], [[Radarwarnanlage|Radarwarngeräte]], [[Import]] von [[Rote Liste gefährdeter Arten|bedrohten Tier- und Pflanzenarten]] sowie von diesen stammende Teile (wie [[Elfenbein]]) sind Schwarzmarktgüter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstleistungen ===&lt;br /&gt;
Auch bestimmte Dienstleistungen werden häufig auf einem Schwarzmarkt erbracht, falls sie in dem entsprechenden Land als illegal gelten. Beispiele hierfür beinhalten [[Menschenhandel]], [[Schmuggel]], Beihilfe zur [[Steuerdelikt|Steuerhinterziehung]] und die Hilfe, gestohlene Ware abzusetzen ([[Hehlerei]]). Hinzu kommen medizinische Dienstleistungen wie [[Leihmutter]]schaft, [[künstliche Befruchtung]] und [[Schwangerschaftsabbruch|Schwangerschaftsabbrüche]]. Die in Form der [[Schwarzarbeit]] erbrachten Dienst- und Werkleistungen sind hingegen als solche legal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Illegale Einwanderer sind oft in doppelter Hinsicht von Schwarzmärkten betroffen: Einerseits können sie bestimmte Leistungen nicht auf regulären Märkten in Anspruch nehmen (z.&amp;amp;nbsp;B. den eigenen [[Transport]] in das Zielland), andererseits können sie ihre [[Arbeitskraft]] im Zielland oft nicht auf dem legalen [[Arbeitsmarkt]] anbieten und müssen auf [[Schwarzarbeit|illegale Beschäftigungsverhältnisse]] ausweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geld ===&lt;br /&gt;
In Ländern, die keinen freien (privaten) Handel mit [[Fremdwährung]]en gestatten, entsteht regelmäßig ein Schwarzmarkt für [[Sorten]]. Für ausländische Anbieter von Waren und Dienstleistungen sind die [[Inlandswährung]]en dieser Länder in der Regel wertlos ([[Weichwährung]]), denn diese Länder lassen ihre Währung nicht frei handeln ([[Devisenbewirtschaftung]]). Damit entsteht im Ausland für solche Währungen kein adäquater Gegenwert. Importgüter sind in diesen Ländern dann oft nur gegen [[Hartwährung]] (in der Regel [[Euro]] oder [[US-Dollar]]) zu haben, was diese Fremdwährungen entsprechend begehrt macht. In solchen Situationen kann es zum ungewollten Abfluss von Devisen kommen, sodass diese Länder mit einem [[Mindestumtausch|Zwangsumtausch]] oder Ein- oder Ausfuhrverbot reagieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hehlerware ===&lt;br /&gt;
Da [[Hehlerware]] einem gesetzlichen Verbot unterliegt, ist sie Handelsobjekt auf einem Schwarzmarkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ng9FizW4TmsC&amp;amp;pg=PA25&amp;amp;dq=Schwarzmarkt+Hehlerware&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwi4_vGt2rb3AhWASTABHRjzB_sQ6AF6BAgBEAE#v=onepage&amp;amp;q=Schwarzmarkt%20Hehlerware&amp;amp;f=false Stefan Mörchen, Schwarzer Markt: Kriminalität, Ordnung und Moral in Bremen 1939–1949, 2011, S. 25].&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle gestohlenen Sachen, die von den Dieben (auch [[Guter Glaube|gutgläubigen]] Käufern) zum Kauf angeboten werden, sind Hehlerware, an der kein [[Eigentum]] erworben werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kulturgüter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Confiscated Wildlife Products at JFK Airport.jpg|mini|Beschlagnahmte Tierprodukte am [[John F. Kennedy International Airport|JFK Airport]] in [[New York City]]]]&lt;br /&gt;
2015 legte das [[Bundesbildungsministerium]] „das Projekt ‚Verfahren zur Erhellung des Dunkelfeldes als Grundlage für Kriminalitätsbekämpfung und -Prävention am Beispiel antiker Kulturgüter‘“ auf, das „mit 1,2 Millionen Euro für drei Jahre finanziert“ ist und „verlässliches Datenmaterial zu Funktionsweisen des Schwarzmarktes“ ermitteln soll. Anstoß dazu gaben die Zerstörungen von Kulturgütern in [[Mosul Museum|Museen]] und Ausgrabungsstätten im Irak und die Feststellung: „Die Ausgrabungsstücke, die der [[Islamischer Staat (Organisation)|Islamische Staat]] (IS) nicht zerstört, die verkauft er.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Brockschmidt, &amp;#039;&amp;#039;Propaganda mit Pressluftbohrer&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Der Tagesspiegel&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, 2. März 2015, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tierhandel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schemel Elefantenfuß Zollmuseum Hamburg.jpg|mini|Konfiszierte [[Elefanten]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;fußschemel&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [[Deutsches Zollmuseum]], [[Hamburg]]]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Handel mit Wildtieren}}&lt;br /&gt;
Beim illegalen Tierhandel geht es sowohl um den Handel mit Tieren für den menschlichen Verzehr (siehe: [[Bushmeat]]), als auch um den Handel mit Körperteilen (wie [[Elfenbein]], Schuppen der [[Schuppentiere]] etc.) für kultische, rituelle und medizinische Zwecke (u.&amp;amp;nbsp;a.in der [[Traditionelle chinesische Medizin|TCM]]). Darüber hinaus werden getrocknete Tiere oder [[Muscheln]] an zahlreichen Orten als regionale [[Souvenir]]s angeboten. Ein weiterer Handelszweig ist der Handel mit Tieren, die als [[Haustier]]e bestimmt sind und in vielen Fällen illegal gefangen und dann weltweit verkauft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urheberrechte ===&lt;br /&gt;
In Regionen der Welt, in denen Verstöße gegen [[Urheberrecht|Urheber-]], [[Patent]]- und [[Verwertungsrecht]]e von staatlichen Stellen kaum oder nicht geahndet werden, finden sich [[Bootleg|Schwarzpressungen]] und [[Schwarzkopie]]n von [[DVD]]s und [[CD]]s bei Straßenhändlern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waffenhandel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Weapons and military equipment found in Timbuktu, Mali, 8 September 2016 04.jpg|mini|Waffen und militärisches Zubehör, sichergestellt 2016, in [[Mali]]]]&lt;br /&gt;
[[Handfeuerwaffe]]n sind weltweit typische Schwarzmarktgüter, da Käufer in der Regel einen [[Waffenschein]] vorlegen müssen, um legal Waffen zu kaufen. Anders als beim legalen Erwerb, der mit der Registrierung der Waffe und des Käufers einhergeht (in Deutschland z.&amp;amp;nbsp;B. eine [[Waffenbesitzkarte (Deutschland)|Waffenbesitzkarte]]), bietet der Schwarzmarkt zudem die Möglichkeit der Anonymität. Der internationale [[Waffenhandel]] mit [[Kleinwaffe]]n ({{enS|small arms}}) ist de facto unvollständig reguliert und lässt daher Raum für die [[illizit]]e Verbreitung. Der Handel mit [[Kriegswaffe]]n ist nur mit staatlicher Genehmigung erlaubt, so dass der Schwarzmarkt insbesondere in Kriegs- und Krisenregionen präsent ist, wo die Nachfrage das Angebot übersteigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Keine Schwarzmärkte ==&lt;br /&gt;
Die Güterbeschaffung in der „Mangelwirtschaft der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]“ fand – entgegen einer landläufigen Meinung – in der Regel nicht auf Schwarzmärkten, sondern auf [[Grauer Markt|Grauen Märkten]] statt, da der nicht-gewerbliche Handel mit eigenen Gütern erlaubt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Ein Schwarzmarkt weist zwar einige Funktionalitäten des legalen Marktes (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Preisbildung]], [[Ressourcenallokation|Allokation]], [[Innovation]]sförderung, [[Marktsättigung]]) auf, kann in der Regel aber nicht zur allgemeinen [[Wohlstand]]sbildung beitragen, da er selten [[Produzentenrente]]n erzeugt – denn jeder Marktteilnehmer muss damit rechnen, dass ihm der Staat die Vorteile des Geschäfts nimmt, z.&amp;amp;nbsp;B. indem die Waren [[Konfiskation|eingezogen]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom [[Marktmechanismus]] betrachtet, ist der Schwarzmarkt ein Markt, der funktionieren würde, es aber nicht darf. Ökonomisch werden auf ihm [[Demeritorisches Gut|demeritorische Güter]]/[[Dienstleistung]]en gehandelt, die [[Gesellschaft (Soziologie)|gesellschaftlich]] unerwünscht sind. Hierzu gehören unter anderem [[Droge]]n,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=dGtAARO_-eMC&amp;amp;pg=PA230&amp;amp;dq=Meritorisches+Gut+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwih2MOSt_r0AhW_hP0HHQVDCUYQ6AF6BAgDEAE#v=onepage&amp;amp;q=Meritorisches%20Gut%20lexikon&amp;amp;f=false Günter Bentele/Hans-Bernd Brosius/Otfried Jarren (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Kommunikations- und Medienwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 230]&amp;lt;/ref&amp;gt; Glücksspiel oder Zwangsprostitution.&amp;lt;ref&amp;gt;Lothar Wildmann, &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Volkswirtschaftslehre, Mikroökonomie und Wettbewerbspolitik&amp;#039;&amp;#039;, Band I, 2007, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sie unerwünscht sind, ist ihr Handel verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird beispielsweise ein staatlicher [[Preisstopp]], [[Höchstpreis]] oder [[Mindestpreis]] verhängt, hält das legale [[Güterangebot]] auf dem legalen [[Gütermarkt]] seine Waren zurück, wodurch ein [[Nachfrageüberschuss]] oder eine [[Angebotslücke]] entsteht, die auf dem Schwarzmarkt durch höhere Marktpreise abgebaut werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 494.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Mindestpreisen kann es zur [[Überproduktion]] ([[Überversorgung]]), bei Höchstpreisen zur [[Unterversorgung]] kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 442.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Auf dem [[Grauer Markt|grauen Markt]] gibt es keine staatlichen Verbote, vielmehr werden Güter unter [[Gesetzesumgehung|Umgehung]] [[privatrecht]]licher [[Vereinbarung]]en und anerkannter [[Handelsbrauch|Handelsbräuche]] gehandelt, so dass der Handel weder vom [[Hersteller]] noch vom [[Lieferant]]en autorisiert ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 243.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Produktpiraterie]], [[Reimport]]e oder der Verkauf von [[Eintrittskarte]]n ausverkaufter [[Veranstaltung]]en („Schwarzmarkttickets“) finden deshalb auf dem Graumarkt statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belletristik ==&lt;br /&gt;
Mit seinen Kurzgeschichten &amp;#039;&amp;#039;[[Lehmanns Erzählungen|Lehmann oder So schön war mein Markt]]&amp;#039;&amp;#039; setzte [[Siegfried Lenz]] 1964 dem Schwarzmarkt in Hamburg und Norddeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auch ein literarisches Denkmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schattenwirtschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Schwarzarbeit]]&lt;br /&gt;
* [[Schwarzbrennerei]]&lt;br /&gt;
* [[Schwarzfahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Malte Zierenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Stadt der Schieber: der Berliner Schwarzmarkt 1939–1950&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen: Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 2008. ISBN 978-3-525-35111-6. Köln, Univ., Diss., 2006 ({{Google Buch |BuchID=YEs01-TEF1YC}})&lt;br /&gt;
* Stefan Mörchen: &amp;#039;&amp;#039;Schwarzer Markt: Kriminalität, Ordnung und Moral in Bremen 1939–1949&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main: Campus, 2011. ISBN 978-3-593-39298-1. Bremen, Univ., Diss., 2009 ({{Google Buch |BuchID=ng9FizW4TmsC}})&lt;br /&gt;
* Franziska Meixner: &amp;#039;&amp;#039;Schwarzmarkt der Nachkriegszeit in Nürnberg aus einer juristischen Perspektive&amp;#039;&amp;#039;. Förderverein Europäische Rechtskultur, 2018. ISBN 978-3-96374-034-3 ([https://intr2dok.vifa-recht.de/servlets/MCRFileNodeServlet/mir_derivate_00009002/RKW%20Bd.%2021.pdf online])&lt;br /&gt;
* [[Michael J. Sandel]]: &amp;#039;&amp;#039;Was man für Geld nicht kaufen kann: die moralischen Grenzen des Marktes&amp;#039;&amp;#039;. Berlin: Ullstein, 2012. ISBN 978-3-8437-0509-7 ({{Google Buch |BuchID=GjIbAwAAQBAJ}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Underground economy}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Schleichhandel}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4180357-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4180357-7|LCCN=sh85014583}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marktpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schattenwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonomischer Markt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Urgelein</name></author>
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