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	<title>Schwarzer September - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T15:44:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schwarzer_September&amp;diff=545191&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;IllCom: /* Anschläge */ [[]]</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Anschläge: &lt;/span&gt; [[]]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die palästinensische Terrorgruppe, zu den ebenfalls so bezeichneten Kampfhandlungen zwischen der jordanischen Armee und Einheiten der PLO 1970–1971 siehe [[Jordanischer Bürgerkrieg]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarzer September&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ArS|منظمة أيلول الأسود|w=Munaẓẓamat Ailūl al-aswad|b=Organisation des Schwarzen September}}) war die [[Terrorismus|Terrorgruppe]], die 1972 das [[Münchner Olympia-Attentat]] verübte. Ihr damaliger Anführer war [[Ali Hassan Salameh]]. Die Gruppe leitete ihren Namen vom [[Jordanischer Bürgerkrieg|Jordanischen Bürgerkrieg]] im September 1970 ab, der im palästinensischen Sprachgebrauch als „Schwarzer September“ bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der Name der Gruppe entstand infolge des kurzen Bürgerkriegs im September 1970, in dem die [[Palästinenser]] als Machtfaktor in [[Jordanien]] ausgeschaltet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Staatsgründung [[Israel]]s 1948 und nach dem [[Sechstagekrieg]] waren viele Araber, die aus dem ehemaligen britischen Mandatsgebiet [[Völkerbundsmandat für Palästina|Palästina]] stammten, in das Nachbarland geflohen. Dort lebten die meisten von ihnen in [[Flüchtlingslager#Jordanien|Flüchtlingslagern]] und wurden nicht in die bestehende Gesellschaft integriert. Dies geschah auch in anderen arabischen Ländern, in denen Palästinenser Zuflucht gesucht hatten, aber in Jordanien stellten sie knapp die Hälfte der Bevölkerung. Palästinensische Gruppen, wie etwa die [[Palästinensische Befreiungsorganisation|PLO]] und ihr militärischer Arm, die [[Fatah]], betrieben daher ihre eigene Politik, ohne Rücksicht auf das Gastland zu nehmen, und starteten beispielsweise Kommandoaktionen gegen Israel von jordanischem Boden aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung unter König [[Hussein I. (Jordanien)|Hussein von Jordanien]] sah in ihnen daher eine Bedrohung ihrer Souveränität und ihrer Sicherheit. Umgekehrt fühlten sich radikale Palästinenser von Husseins Regierung in ihrem Kampf gegen Israel nicht angemessen unterstützt. Am 1. September 1970 verübten Mitglieder der [[Demokratische Front zur Befreiung Palästinas|Demokratischen Front zur Befreiung Palästinas]] daher ein Attentat auf den König, das aber misslang. Als Reaktion darauf zerschlug Hussein mit Hilfe royalistischer Truppen aus [[Beduinen]] die [[Palästinensische Befreiungsorganisation|PLO]] in seinem Land, deren Kämpfer daraufhin ins [[Libanon|libanesische]] Exil oder in den Untergrund gingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe &amp;#039;&amp;#039;Schwarzer September&amp;#039;&amp;#039; gehörte insgeheim zu [[Jassir Arafat]]s Guerillaorganisation [[Fatah]].&amp;lt;ref&amp;gt;Harvey W. Kushner: &amp;#039;&amp;#039;Munich Olympic Massacre&amp;#039;&amp;#039;. In: derselbe: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Terrorism.&amp;#039;&amp;#039; Sage Publications, Thousand Oaks/London/Neu-Delhi 2003, S. 248.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie begann als eine kleine Zelle von Fatah-Männern, die entschlossen waren, Rache an König Hussein und der [[Streitkräfte Jordaniens|jordanischen Armee]] zu nehmen. Zulauf erhielt die Organisation von der [[Volksfront zur Befreiung Palästinas]] (PFLP), von [[as-Sa&amp;#039;iqa]] – einer palästinensischen Gruppe aus der [[Baath-Partei (Syrien)|Baath-Partei]], die im September 1966 entstanden war – und von anderen Gruppierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anschläge ==&lt;br /&gt;
* Am 28. November 1971 ermordete die Gruppe den jordanischen Premierminister [[Wasfi at-Tall]] in Kairo.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am 6. Februar 1972 wurden fünf in Westdeutschland lebende Jordanier ermordet.&lt;br /&gt;
* Am 7. Februar 1972 wurden auf die Montagehallen der Firma [[Ad. Strüver]] in Hamburg ein Sprengstoffanschlag verübt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thomas Hirschbiegel |url=https://www.mopo.de/hamburg/hamburg-traditionsbetrieb-weicht-wohnungen/ |titel=Wieso hier ein Hamburger Traditionsbetrieb plattgemacht wird |werk=[[Hamburger Morgenpost]] |datum=2021-08-18 |abruf=2022-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am 8. Mai 1972 die [[Flugzeugentführung]] des [[Sabena-Flug 571|Sabena-Fluges 571]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am 4. August 1972 erfolgte die Sprengung von drei Öltanks bei [[Triest]], die zur Infrastruktur der [[Transalpine Ölleitung|transalpinen Ölleitung]] gehörten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thomas Riegler (Historiker)|Thomas Riegler]]: &amp;#039;&amp;#039;Das „Spinnenetz“ des Internationalen Terrorismus. Der „Schwarze September“ und die gescheiterte Geiselnahme von Schönau 1973.&amp;#039;&amp;#039; In [[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]] 2012, Heft 4, S. 585. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am 5. September 1972 überfielen acht bewaffnete Mitglieder der Terrororganisation während der [[Olympische Sommerspiele 1972|Olympischen Spiele in München]] das Wohnquartier der israelischen Mannschaft im Olympischen Dorf, töteten zwei Mannschaftsmitglieder sofort und nahmen neun weitere als Geiseln. Das [[Münchner Olympia-Attentat]] endete mit einem schlecht geplanten und durchgeführten Befreiungsversuch durch die bayerische Polizei, bei dem alle neun Geiseln, ein Polizist und fünf Terroristen getötet wurden.&lt;br /&gt;
* Im September und Oktober 1972 wurden Dutzende von [[Briefbombe]]n von Amsterdam aus verschickt. Sie gingen an israelische Diplomaten und Vertreter [[Jüdische Diaspora|diasporajüdischer]] Organisationen. Ebenfalls erhielten diese die US-Politiker [[Melvin R. Laird|Melvin Laird]], William Rogers und [[Richard Nixon]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michel Abitbol |Titel=Histoire d’Israël |Auflage=2 |Verlag=Éditions Perrin |Ort=Paris |Datum=2024 |Reihe=Collection Tempus |NummerReihe=936 |HrsgReihe=Marguerite de Marcillac |ISBN=978-2-262-10643-0 |Seiten=544}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am 19. September 1972 starb Ami Shachori, landwirtschaftlicher Berater der israelischen Botschaft in London, im Alter von 44 Jahren durch ein solches Briefbombenattentat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Redaktion |url=https://content.time.com/time/subscriber/article/0,33009,906443,00.html |titel=Terrorism: And Now, Mail-a-Death |werk=[[Time]] (Archiv) |datum=1972-10-02 |abruf=2022-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am 5. August 1973 eröffneten die beiden Terroristen Talaat Hussein Abdallah und Zemed Mohammed Ahmed, die sich als Mitglieder der Gruppe „Schwarzer September“ bezeichneten, das Feuer auf eine Passagier-Lounge auf dem Flughafen von Athen, wobei drei Menschen getötet und 55 verwundet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mutmaßliche Mitglieder ==&lt;br /&gt;
Im Auftrag von Israels Ministerpräsidentin [[Golda Meir]] wurde nach dem Attentat in München eine Liste mutmaßlicher Mitglieder der Gruppe „Schwarzer September“ zusammengestellt. Diese Liste wurde im Laufe der Zeit erweitert. Eine offizielle Version wurde nicht veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglieder gelten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mahmoud Hamchari]] (1938–1973), PLO-Repräsentant in Paris&lt;br /&gt;
* [[Abu Daoud]] (1937–2010) war Anführer beim Terroranschlag in München&lt;br /&gt;
* [[Kamal Adouan]] (1925–1973)&lt;br /&gt;
* [[Mohammed Youssef al-Najjar]] (1930–1973)&lt;br /&gt;
* [[Ali Hassan Salameh]] (1940–1979), Deckname Abu Hassan, gilt als Oberhaupt der Gruppe&lt;br /&gt;
* [[Chalil al-Wazir]] (1935–1988), Deckname Abu Dschihad, stellvertretender Chef der PLO&lt;br /&gt;
* [[Wadi Haddad]] (1927–1978), Deckname Abu Hani, führendes Mitglied der PFLP&lt;br /&gt;
* [[Salah Khalaf]] (1933–1991), Deckname Abu Ijad, wurde von Israel und den Vereinigten Staaten verdächtigt, die Organisation gegründet zu haben,&lt;br /&gt;
* [[Atef Bseiso]] (1948–1992)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zerschlagung ==&lt;br /&gt;
Die Gruppe wurde im Laufe der Jahre vom israelischen Geheimdienst [[Mossad]] zerschlagen. Ein Großteil der Mitglieder wurde von Agenten der Spezialeinheit &amp;#039;&amp;#039;[[Caesarea (Mossad-Sondereinheit)|Caesarea]]&amp;#039;&amp;#039; in verschiedenen Staaten Europas aufgespürt und getötet. Man vermutet die Auflösung um 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenarbeit mit anderen radikalen Gruppen ==&lt;br /&gt;
Uneinigkeit herrscht unter Historikern und Journalisten über die Struktur der Organisation und das Ausmaß, in dem die Gruppe von der Fatah gesteuert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2012 berichtete [[Der Spiegel]], dass die Terrorgruppe 1972 von westdeutschen Neonazis Unterstützung erhalten hatte. So wurde bekannt, dass die palästinensischen Terroristen mit Hilfe von Deutschen an falsche Papiere und Waffen gelangten und dass der deutsche Neonazi [[Willi Voss|Willi Pohl]] den Drahtzieher der Anschläge, [[Abu Daoud]], durch Deutschland chauffiert und ihm anderweitig geholfen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Redaktion |url=https://www.spiegel.de/panorama/justiz/muenchen-1972-deutsche-neonazis-halfen-olympia-attentaetern-a-839309.html |titel=Deutsche Neonazis halfen Olympia-Attentätern |werk=[[Der Spiegel]] |datum=2012-06-17 |abruf=2022-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Rezeption ==&lt;br /&gt;
* [[München (Film)|München]], USA 2005, von [[Steven Spielberg]]&lt;br /&gt;
* [[München 72 – Das Attentat]], Fernsehfilm, Deutschland 2011, von [[Dror Zahavi]]&lt;br /&gt;
* [[September 5 – The Day Terror Went Live]], Deutschland 2024, Spielfilm von [[Tim Fehlbaum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Israelisch-Palästinensischer Konflikt|Israelisch-palästinensischer Konflikt]]&lt;br /&gt;
* [[Lufthansa-Flug 615]] (Erpressung der Freilassung dreier überlebenden Attentäter des Münchner Olympia-Attentats)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [https://content.time.com/time/magazine/article/0,9171,906387,00.html &amp;#039;&amp;#039;Black September&amp;#039;s Ruthless Few.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Time|TIME]], 18. September 1972&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Untergrundorganisation (Palästinensische Autonomiegebiete)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Münchner Olympia-Attentat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Nahostkonflikt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Israelische Geschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouvernement Ramallah und al-Bira]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst in den 1980er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;IllCom</name></author>
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