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	<title>Schwarze Schar - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schwarze_Schar&amp;diff=1001888&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Frank Schulenburg: /* Der Totenkopf */ linkfix</title>
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		<updated>2026-01-01T22:16:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Der Totenkopf: &lt;/span&gt; linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Herzog von Braunschweig-Oels.jpg|mini|Der „Schwarze Herzog“ Friedrich Wilhelm von Braunschweig, Gemälde von [[Johann Christian Ludwig Tunica]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Gartenlaube (1870) b 117.jpg|mini|Sturm der Schwarzen Schar auf Halberstadt 1809]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Obelisk Oelper 02 2a.jpg|mini|Obelisk zur Erinnerung an das [[Gefecht bei Ölper (1809)]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SceneFluchtSchwarzenEngland620.jpg|mini|Flucht der Schwarzen nach England.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarze Schar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ursprünglich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herzoglich Braunschweigisches Korps&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarzes Korps&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav von Kortzfleisch: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Herzoglich Braunschweigischen Infanterie-Regiments und seiner Stammtruppen 1809–1902.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1: 1809–1867. &amp;#039;&amp;#039;Das schwarze Korps 1809 und das Englisch-Braunschweigische Infanterie-Regiment bis 1814&amp;#039;&amp;#039;. Kapitel I: Das schwarze Korps. 1809. ([http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00045381 Digitalisat] bei der UB Braunschweig)., [[Limbach (Druckerei und Verlag)|Limbach]], Braunschweig 1896&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarze Legion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt und später in britischen Diensten als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Black Brunswickers&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Schwarze Braunschweiger“) bekannt, war ein [[Freikorps]], das am 1. April 1809, zur Zeit des [[Fünfter Koalitionskrieg|Fünften Koalitionskrieges]], vom „Schwarzen Herzog“ [[Friedrich Wilhelm (Braunschweig-Lüneburg-Oels)|Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg-Oels]] aufgestellt wurde, um auf verschiedenen europäischen Kriegsschauplätzen gegen [[Napoléon Bonaparte]] und die [[Franzosenzeit|französische Besatzung Deutschlands]] zu kämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
In der [[Schlacht bei Jena und Auerstedt]] (14. Oktober 1806) war Herzog [[Karl Wilhelm Ferdinand|Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig]], der Vater Friedrich Wilhelms, verwundet worden und starb wenige Tage später an den Folgen. Obwohl das [[Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel]] im Konflikt mit Napoleon neutral geblieben war (allerdings war Karl Wilhelm Ferdinand Oberbefehlshaber der [[Preußen|preußischen]] Truppen in der Schlacht gewesen), erklärte der französische Kaiser 1807, das [[Herzogtum Braunschweig|Haus Braunschweig]] habe aufgehört zu regieren, löste das Herzogtum auf und machte es zu einem Teil des von ihm neu geschaffenen [[Königreich Westphalen|Königreichs Westphalen]]. Braunschweig war fortan Hauptstadt des neuen „[[Département Oker]]“ genannten Teils innerhalb des Königreiches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Wilhelms Frau [[Maria Elisabeth Wilhelmine von Baden|Marie]] war aufgrund des drohenden Einmarsches französischer Truppen in Braunschweig zusammen mit ihren beiden Söhnen [[Karl II. (Braunschweig)|Karl]] und [[Wilhelm (Braunschweig)|Wilhelm]] zunächst nach Schweden geflohen. Friedrich Wilhelm selbst zog sich derweil auf seine schlesischen Besitzungen nach [[Herzogtum Oels#Unter den Welfen (1792–1884)|Oels]] zurück, wollte jedoch den Status quo nicht ohne Gegenwehr hinnehmen und begann ab September 1808 ein [[Korps#Geschichte|Korps]] aufzustellen, um das nunmehr von den Franzosen besetzte Herzogtum wieder in Besitz nehmen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav von Kortzfleisch: &amp;#039;&amp;#039;Des Herzogs Friedrich Wilhelm von Braunschweig Zug durch Norddeutschland im Jahre 1809.&amp;#039;&amp;#039; 1894, Sonderabdruck S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konvention von Wien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Knötel I, 33.jpg|mini|[[Richard Knötel]] „Corps des Herzogs von Braunschweig-Öls, 1809“: Ulan und Husar der „Schwarzen Schar“.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Knötel I, 32.jpg|mini|Knötel „Corps des Herzogs von Braunschweig-Öls, 1809“: Infanteristen.]]&lt;br /&gt;
Im Winter 1808 reiste Friedrich Wilhelm nach [[Wien]] und verpflichtete sich am 25. Februar 1809 in der [[Konvention von Wien (1809)|Konvention von Wien]] gegenüber [[Karl von Österreich-Teschen|Erzherzog Karl]], eine Truppe von knapp über 2.000 Mann aufzustellen, darunter 1.000 [[Husaren]], 1.000 Mann [[leichte Infanterie]] und 125 Mann berittene [[Artillerie]],&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Ferdinand Spehr: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm, Herzog von Braunschweig-Lüneburg-Oels.&amp;#039;&amp;#039; 1861, [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10408659_00061.html S. 51].&amp;lt;/ref&amp;gt; die er auf eigene Kosten (durch Beleihung seines Besitzes im niederschlesischen [[Herzogtum Oels|Oels]] und in [[Herzogtum Bernstadt|Bernstadt]]) ausrüsten wollte, woraufhin ihm Österreich versicherte, es werde ihn in diesem Falle als Alliierten betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel III der Konvention besagte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;„Dieses Truppenkorps wird den Namen Herzoglich Braunschweigisches Korps führen.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VII legte fest:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;„Sobald dieses [[Korps#Geschichte|Corps]] formirt sein wird, verbindet sich der Herr Errichter, sogleich mit demselben von dem Sammelplatze aufzubrechen und seine Operationen gegen den Feind in Verbindung mit dem zunächst stehenden Österreichischen Corps d’Armée zu beginnen, sodann aber nach Möglichkeiten und Umständen gegen [[Magdeburg]], [[Kassel|Cassel]], [[Braunschweig]] oder nach der [[Niederelbe]] vorzudringen, sein Corps so viel wie möglich zu verstärken, überhaupt aber mit allen Kräften auf die Communicationen, Magazine, Artillerieparks und Nachschubs-Transporte des Feindes vorzüglich zu wirken.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Ferdinand Spehr: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm, Herzog von Braunschweig-Lüneburg-Oels.&amp;#039;&amp;#039; 1861, [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10408659_00013.html S. 1].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Artikel X wurde geregelt, dass das neue Korps Waffen und Ausrüstungsgegenstände aus österreichischen [[Arsenal]]en erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstellung ===&lt;br /&gt;
Der preußische König [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm III.]] hingegen versuchte – zwecks Beschwichtigung des verfeindeten Frankreichs – die Aufstellung des Freikorps aktiv zu verhindern, indem er die schlesischen Einkünfte des Herzogs zurückhalten ließ. Am 10. April 1809 ließ der preußische König verlauten:&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;„… desgleichen ist zur Kenntnis Seiner Majestät gelangt, daß bei [[Náchod|Nachod]] in [[Böhmen]] ein Frei-Corps errichtet wird … Seine Majestät finden Sich unter diesen Umständen veranlaßt, Ihren getreuen Unterthanen die nach den Landesgesetzen bestehenden Verbote wegen heimlichen Werbens hierdurch in Erinnerung zu bringen und dieselben darauf aufmerksam machen zu lassen, welche Ahndung sich diejenigen aussetzen würden, welche an Verbindungen Theil nehmen, wodurch die Ruhe benachbarter Staaten gefährdet werden könnte …“&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Ferdinand Spehr: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm, Herzog von Braunschweig-Lüneburg-Oels.&amp;#039;&amp;#039; 1861, [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10408659_00060.html S. 50].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Truppenstärke und -zusammenstellung ===&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1809 bestand die Schwarze Schar aus zwei [[Bataillon]]en [[Infanterie]] mit einem freien [[Jäger (Militär)|Jäger]]-Bataillon, einer [[Kompanie (Militär)|Kompanie]] [[Scharfschütze]]n, einem [[Husaren]]-[[Regiment]], einer [[Eskadron]] [[Ulanen]] sowie einer reitenden [[Batterie (Militär)|Batterie]]. Neben dem Kommandeur der Truppe, dem Schwarzen Herzog, war eine weitere bedeutende Persönlichkeit [[Major]] [[Georg Ludwig Korfes]], der u.&amp;amp;nbsp;a. stellvertretender Chef des [[Generalstab]]es war.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav von Kortzfleisch: &amp;#039;&amp;#039;Des Herzogs Friedrich Wilhelm von Braunschweig Zug durch Norddeutschland im Jahre 1809.&amp;#039;&amp;#039; 1894, Sonderabdruck S. 74f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uniform ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der hauptsächlich schwarzen Uniform wurde das Freikorps bald die „&amp;#039;&amp;#039;Schwarze Schar&amp;#039;&amp;#039;“ genannt. Die Infanterie trug einen schwarzen [[Polrock]] mit einfachem Besatz, einer schwarzen, manchmal auch grauen Leinenhose mit blauer [[Biese (Kleidung)|Biese]], Schuhe mit dunkelgrauen [[Gamasche]]n, einen [[Tschako]] mit schwarzem Federbusch (der später durch einen schwarzen Rossschweif ersetzt wurde), und schwarzes Lederzeug mit Patronentasche und [[Bajonett]]scheide, sowie braune [[Tornister|Felltornister]] und graue Brotbeutel. Der Rock hatte einen Stehkragen, der von einer schwarzen Schnur eingefasst war, und hellblaue Aufschläge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kavallerie]] trug einen schwarzen [[Dolman]] mit hellblauem Kragen und Aufschlägen, gelbe [[Schärpe]] mit hellblauen Knoten und schwarze [[Reithose]] mit blauer Biese. Der schwarze Tschako hatte von Anfang an den schwarzen Rossschweif und dazu gelbe Sturmbänder aus Metall. Das übrige Lederzeug war ebenfalls schwarz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Artillerie]] war ähnlich der Kavallerie gekleidet, hatte schwarze Collets mit langen Schößen, einen hellblauen, mit schwarzer Schnur besetzten Kragen und Aufschläge, eine schwarze Hose mit blauer Biese sowie einen [[Husaren]]-[[Säbel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Ferdinand Spehr: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm, Herzog von Braunschweig-Lüneburg-Oels.&amp;#039;&amp;#039; 1861, [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10408659_00061.html S. 51f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Totenkopf ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Braunschweiger Totenkopf.jpg|mini|Braunschweiger Totenkopf von 1815]]&lt;br /&gt;
Das Freikorps, das sich selbst „&amp;#039;&amp;#039;Schar der Rache&amp;#039;&amp;#039;“ nannte und den Wahlspruch „&amp;#039;&amp;#039;Sieg oder Tod&amp;#039;&amp;#039;“ führte, trug als Zeichen einen silbernen [[Totenkopf (Symbol)|Totenkopf]] mit zwei darunter gekreuzten Oberschenkelknochen am Tschako. Dieses Signet war bereits vom [[2. Leib-Husaren-Regiment „Königin Viktoria von Preußen“ Nr. 2|preußischen Schwarzen Husarenregiment]] unter General [[Daniel Friedrich von Lossow]] am Tschako getragen worden. Herzog [[Silvius I. Nimrod (Württemberg-Oels)|Silvius Nimrod von Württemberg-Oels]] hatte 1652 den [[Orden des Totenkopfs]] des [[Herzogtum Oels|Herzogtums Oels]] gestiftet. Beide Vorbilder mögen den Schwarzen Herzog dazu bewogen haben, dieses Zeichen für seine Truppe zu benutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Ferdinand Spehr: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm, Herzog von Braunschweig-Lüneburg-Oels.&amp;#039;&amp;#039; 1861, [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10408659_00062.html S. 52].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Elsfleth Denkmal.jpg|mini|Denkmal in [[Elsfleth]]]]&lt;br /&gt;
Die Schwarze Schar sammelte sich im März 1809 in [[Náchod]] und brach am 12. Mai auf. Bei [[Zittau]] erlebte sie am 30. Mai ihre [[Feuertaufe]]. Die Stadt musste nach großen Verlusten vorübergehend aufgegeben werden. Es folgten Gefechte in [[Rumburk|Rumburg]] und [[Petrovice u Chabařovic|Peterswald]] in [[Böhmen]]. Im Juni kämpfte die Schwarze Schar an der Seite der Österreicher in [[Sachsen]] und [[Franken (Region)|Franken]]. Nach der Niederlage der Österreicher in der [[Schlacht bei Wagram]] kämpfte sich die Schar auf eigene Faust von [[Zwickau]] aus durch Norddeutschland an die Nordseeküste. Auf dem Weg dorthin kam es zum &amp;#039;&amp;#039;Sturm auf [[Halberstadt]]&amp;#039;&amp;#039; und zum [[Gefecht bei Ölper (1809)|Gefecht bei Ölper]]. In [[Elsfleth]] und [[Brake (Unterweser)|Brake]] schifften sie sich am 6. und 7. August auf Booten und Schiffen ein und entkamen so ihren französischen Verfolgern. Am 8. August wurden sie in der Wesermündung von einer britischen Flottille unter Kapitän [[George Stuart (Marineoffizier)|George Stuart]] übernommen und über Helgoland nach [[Great Yarmouth]] und [[Grimsby]] in Großbritannien gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Leonhard von Dresch: &amp;#039;&amp;#039;Deutschland in der Periode des Rheinbundes. Von dem Kriege mit Oesterreich im Jahre 1809 bis zum Anfange des Befreiungs-Krieges im Jahre 1813&amp;#039;&amp;#039; (Geschichte Deutschlands seit der Stiftung des Rheinbundes). Ulm, 1825. S. 159&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ruthard von Frankenberg: &amp;#039;&amp;#039;Im Schwarzen Korps bis Waterloo. Memoiren des Majors Erdmann von Frankenberg&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 2015. S. 28–45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Ab 1810 kämpfte die Schar als [[Braunschweig-Lüneburgsche Jäger]], auch &amp;#039;&amp;#039;Brunswick-Oels Jäger&amp;#039;&amp;#039; genannt, unter dem Oberbefehl [[Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington|Wellingtons]] in [[Napoleonische Kriege auf der Iberischen Halbinsel|Portugal und Spanien]], wo sie auch [[Königreich Westphalen|westphälischen]], [[Großherzogtum Hessen#Geschichte|hessisch-darmstädtischen]], [[Baden (Land)#Kurfürstentum und Großherzogtum Baden in der napoleonischen Zeit|badischen]] und [[Herzogtum Nassau#Entstehung|nassauischen]] Truppen gegenüberstanden. Nach der Niederlage Napoleons kehrte das Korps nach Braunschweig zurück, wo es umgeformt und mit unerfahrenen Offizieren und Soldaten ergänzt wurde. Das neue Korps kämpfte 1815 in der [[Schlacht bei Quatre-Bras]] und bei [[Schlacht bei Waterloo|Waterloo]], und zwar die [[Avantgarde]], das [[Braunschweigisches Leibbataillon|Braunschweigische Leibbataillon]] und drei weitere Bataillone im Westen sowie drei Bataillone im Zentrum der Entscheidungsschlacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehreren Umstrukturierungen wurden die regulären Truppenteile, die aus der Schwarzen Schar hervorgegangen waren, schließlich 1886 mit der gesamten [[Braunschweigische Armee|Braunschweigischen Armee]] in die [[Preußische Armee|Preussische Armee]] eingegliedert, und zwar als „[[Braunschweigisches Husaren-Regiment Nr. 17]]“ und „[[Braunschweigisches Infanterie-Regiment Nr. 92]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst von Wedel: &amp;#039;&amp;#039;Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von Claus von Bredow. A. Scherl, Berlin 1905.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ruthard von Frankenberg: &amp;#039;&amp;#039;Im Schwarzen Korps bis Waterloo. Memoiren des Majors Erdmann von Frankenberg&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 2015. S. 75, 143–145, 170–176&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Angehörige der Schwarzen Schar ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Heinrich Carl von Bernewitz]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich August Christian von Brandenstein]]&lt;br /&gt;
* [[Karl von Decker]]&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm von Dörnberg]]&lt;br /&gt;
* [[Alexander Leopold von Erichsen]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich August von Helldorff]]&lt;br /&gt;
* [[Eugen von Hirschfeld]]&lt;br /&gt;
* [[Moritz von Hirschfeld]]&lt;br /&gt;
* [[Georg Ludwig Korfes]]&lt;br /&gt;
* [[August von Quistorp]]&lt;br /&gt;
* [[Ernst von Schrader (Offizier)|Ernst von Schrader]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Steinweg]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Wilhelm (Braunschweig-Lüneburg-Oels)|Der Schwarze Herzog]]&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Ludwig von Wachholtz]]&lt;br /&gt;
* [[William de Gillern|Wilhelm von Gillern]]&lt;br /&gt;
* [[Gustav von der Heyde (General)|Gustav von der Heyde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Datei:John Everett Millais The Black Brunswicker.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[The Black Brunswicker]]&amp;#039;&amp;#039; des englischen Malers [[John Everett Millais]]]]&lt;br /&gt;
Die heute fast vergessene &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Schar&amp;#039;&amp;#039; und ihr Herzog wurden zu ihrer Zeit in weiten Teilen Europas als Helden gefeiert. Eine Zeit lang war es Mode, sich &amp;#039;&amp;#039;à la Brunsvic&amp;#039;&amp;#039; zu kleiden, d.&amp;amp;nbsp;h. einen schwarzen [[Spenzer]] zu tragen; sogar ein im Stil der schwarzen Uniformen geschneidertes Taufkleid ist aus dieser Zeit überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike Strauss: &amp;#039;&amp;#039;Die „Franzosenzeit“ (1806–1815).&amp;#039;&amp;#039; In: Horst-Rüdiger Jarck, Gerhard Schildt: &amp;#039;&amp;#039;Braunschweigische Landesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2000, S. 706f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Briten nennen sie die „&amp;#039;&amp;#039;Black Brunswickers&amp;#039;&amp;#039;“ und, in Anspielung auf das Totenkopfemblem, das „&amp;#039;&amp;#039;Brunswick Death and Glory Regiment&amp;#039;&amp;#039;“ (Braunschweiger Tod- und Ehre-Regiment), die Franzosen und Spanier „Todesjäger“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruthard von Frankenberg: &amp;#039;&amp;#039;Im Schwarzen Korps bis Waterloo. Memoiren des Majors Erdmann von Frankenberg&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 2015. S. 66, 93, 100&amp;lt;/ref&amp;gt; [[George Gordon Byron|Lord Byron]] rühmte den „Schwarzen Herzog“ 1816 im dritten Gesang seines Versepos [[Childe Harolds Pilgerfahrt]]. Noch 1860 malte [[John Everett Millais]] „[[The Black Brunswicker]]“, ein Hauptwerk der [[Präraffaeliten|präraffaelitischen Malerschule]] in England.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Boxer [[Max Schmeling]] bekam in Anspielung auf die &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Schar&amp;#039;&amp;#039; von seinem Manager Joe Jacobs in Amerika den Kampfnamen &amp;#039;&amp;#039;Black Uhlan of the Rhine&amp;#039;&amp;#039; („Der schwarze Ulan vom Rhein“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* H[ugo] von Franckenberg-Ludwigsdorff: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an das Schwarze Corps, welches Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Oels im Jahre 1809 errichtete. Aus dem Tagebuche eines Veteranen.&amp;#039;&amp;#039; [[Verlag C. A. Schwetschke &amp;amp; Sohn|Schwetschke]], Braunschweig 1859, [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10405799_00003.html Digitalisat].&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Ferdinand Spehr]]: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Wilhelm, Herzog von Braunschweig-Lüneburg-Oels.&amp;#039;&amp;#039; 2. Ausgabe des Friedrich Wilhelm’s Album. s. n., Braunschweig 1861, [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10408659_00007.html Digitalisat].&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Sperling, Anton|36|142|143|}}&lt;br /&gt;
* Gustav von Kortzfleisch: &amp;#039;&amp;#039;Des Herzogs Friedrich Wilhelm von Braunschweig Zug durch Norddeutschland im Jahre 1809.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Militär-Wochenblatt.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 9/10, 1894, {{ZDB|207819-3}}, S. 300–396 (Auch Sonderabdruck: Mittler, Berlin 1894, [http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00031073 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Gustav von Kortzfleisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Herzoglich Braunschweigischen Infanterie-Regiments und seiner Stammtruppen 1809–1902.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Braunschweigischen Infanterie-Regiments Nr. 92.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände, [[Limbach (Druckerei und Verlag)|Limbach]], Braunschweig 1896–1903, Digitalisate: [http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00045381 Band 1], [http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00045142 Band 2], [http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00048886 Band 3].&lt;br /&gt;
* [[Digby Smith|Otto von Pivka]]: &amp;#039;&amp;#039;The Black Brunswickers.&amp;#039;&amp;#039; Osprey Men-at-Arms, [[Reading]] 1973, ISBN 0-85045-146-9.&lt;br /&gt;
* Fred Mentzel: &amp;#039;&amp;#039;Der Vertrag Herzog Friedrich Wilhelms von Braunschweig mit der britischen Regierung über die Verwendung des Schwarzen Korps (1809).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Braunschweigisches Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 55, 1974, {{ISSN|0068-0745}}, S. 230–239, [http://dfg-viewer.de/show/?set%5Bimage%5D=254&amp;amp;set%5Bmets%5D=http%3A%2F%2Fdigisrv-1.biblio.etc.tu-bs.de%3A8080%2Fdocportal%2Fservlets%2FMCRFileNodeServlet%2FDocPortal_derivate_00022211%2Fmets.xml&amp;amp;set%5Bzoom%5D=default&amp;amp;set%5Bdebug%5D=0&amp;amp;set%5Bdouble%5D=0&amp;amp;set%5Bstyle%5D= Digitalisat].&lt;br /&gt;
* [[Horst-Rüdiger Jarck]], [[Gerhard Schildt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Braunschweigische Landesgeschichte. Jahrtausendrückblick einer Region.&amp;#039;&amp;#039; [[Appelhans Verlag|Appelhans]], Braunschweig 2000, ISBN 3-930292-28-9.&lt;br /&gt;
* Detlef Wenzlik: &amp;#039;&amp;#039;Unter der Fahne des Schwarzen Herzogs 1809&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Die Napoleonischen Kriege.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 9). VRZ-Verlag Zörb, Hamburg 2002, ISBN 3-931482-87-1.&lt;br /&gt;
* Frank Bauer: Der Zug des Schwarzen Herzogs 1809. Hoffnung für die Befreiung Deutschlands (Kleine Reihe Geschichte der Befreiungskriege, H. 28), Potsdam 2009.&lt;br /&gt;
* Christopher Schulze: &amp;#039;&amp;#039;Der Schwarze Herzog. Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Oels. Eine Biographie.&amp;#039;&amp;#039; [[Diplomica Verlag|Diplomica-Verlag]], Hamburg 2014, ISBN 978-3-95850-513-1.&lt;br /&gt;
* Ruthard von Frankenberg: &amp;#039;&amp;#039;Im Schwarzen Korps bis Waterloo. Memoiren des Majors Erdmann von Frankenberg&amp;#039;&amp;#039;. edition von frankenberg, Hamburg 2015, ISBN 978-3-00-048000-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.gibs.info/pentapolis/ |text=Projekt des Historischen Seminars der TU Braunschweig |wayback=20160328044337}}&lt;br /&gt;
* [https://www.braunschweiger-feldkorps.de/ Reenactment-Seite, mit vielen historischen Infos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwarze Schar| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiheitskämpfer (Napoleonische Zeit)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband (deutsche Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband in den Koalitionskriegen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1809]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedrich Wilhelm (Braunschweig-Wolfenbüttel)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Frank Schulenburg</name></author>
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