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	<title>Schwarze Reichswehr - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Paintdog: /* Literatur */ Einzelschriften zur Militärgeschichte verlinkt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Einzelschriften_zur_Milit%C3%A4rgeschichte&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Einzelschriften zur Militärgeschichte (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Einzelschriften zur Militärgeschichte&lt;/a&gt; verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Lückenhaft}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarze Reichswehr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurden illegale [[paramilitär]]ische Formationen zur Zeit der [[Weimarer Republik]] bezeichnet, die unter Bruch des [[Friedensvertrag von Versailles|Versailler Friedensvertrags]] von 1919 von der offiziellen deutschen [[Reichswehr]] gefördert und zum Teil selbst unterhalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergründe ==&lt;br /&gt;
Im Friedensvertrag von Versailles war die zukünftige Stärke der deutschen Landstreitkräfte auf 100.000 Mann mit begrenzter Ausrüstung festgelegt worden; die [[Wehrpflicht]] wurde abgeschafft. Zugleich sollte eine [[Interalliierte Militär-Kontrollkommission]] (IMKK) diesen Abrüstungsprozess überwachen. Die Reichswehr hintertrieb diese Regelung des Versailler Vertrags aber von Beginn an und versteckte überschüssige Bestände an Waffen, Munition und Ausrüstungsgegenständen, die nach dem Krieg noch in erheblichem Umfang vorhanden waren. Die Kontrolle über dieses Waffenpotenzial machte die in weiten Teilen republikfeindliche Reichswehr zu einem wesentlichen Machtfaktor in der noch nicht gefestigten Demokratie. Vielfach sah sogar die IMKK über die illegalen Machenschaften der Reichswehr hinweg. Die Siegermächte versprachen sich davon eine Stärkung [[Konservatismus|konservativer]] Kräfte in Deutschland gegen [[Sozialismus|sozialistische]] und [[Kommunismus|kommunistische]] Bestrebungen, wie sie schon in der [[Novemberrevolution]] und bei weiteren Unruhen seit 1918/1919 zum Ausdruck gekommen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeit der Schwarzen Reichswehr ==&lt;br /&gt;
Die Reichswehr unterstützte die illegalen Verbände nicht nur mit Geld, Waffen, Munition und Gerät, sondern auch durch die Bereitstellung von Ausbildern und die Überlassung von Ausbildungsstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinn rechnete man nur die sogenannten Arbeitskommandos des Majors [[Bruno Ernst Buchrucker|Bruno Buchrucker]], die seit den Kämpfen der deutschen [[Freikorps]] in [[Oberschlesien]] im Frühjahr 1921 illegal beim &amp;#039;&amp;#039;[[Wehrkreis III (Berlin)|Wehrkreiskommando&amp;amp;nbsp;III]]&amp;#039;&amp;#039; bestanden, zur Schwarzen Reichswehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwarze Reichswehr sollte sowohl den „inneren Feind“ bekämpfen als auch zusammen mit der Reichswehr für einen Kampf gegen äußere Feinde bereitstehen. So wurde die Schwarze Reichswehr ab 1923 intensiv auf einen Krieg gegen Frankreich vorbereitet (siehe [[Ruhrbesetzung]]). Die Reichswehr[[generalität]] und [[Reichswehrministerium|Reichswehrminister]] [[Otto Geßler]] leugneten die Existenz der Schwarzen Reichswehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei war bekannt, dass die Schwarze Reichswehr vom Chef des Stabes der [[3. Division (Reichswehr)|3.&amp;amp;nbsp;Division]] in [[Berlin]], Oberstleutnant [[Fedor von Bock]], geführt wurde. Die praktische Organisation der so genannten Arbeitskommandos lag bei Major Buchrucker und [[Paul Schulz (Politiker)|Oberleutnant Paul Schulz]]. Die in der Umgebung von [[Kostrzyn nad Odrą|Küstrin]] konzentrierten Truppen der Schwarzen Reichswehr fanden seitens der Großgrundbesitzer finanzielle Unterstützung, insbesondere durch den Brandenburgischen Heimatbund. Weitere illegale Formationen befanden sich in den Ländern Bayern und Thüringen. Als im Herbst 1923 in Thüringen zur Abwehr gegen die fortschreitenden militärischen und terroristischen Übergriffe rechts gerichteter Organisationen und Verbände in Thüringen der Notstand ausgerufen und sich die Arbeiterschaft dort zur Wehr setzte, planten Kräfte der Schwarzen Reichswehr aus Bayern die Ermordung der Anführer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den [[Küstriner Putsch]] vom 1. Oktober 1923 und durch die Prozesse gegen die sogenannten „[[Fememord|Fememörder]]“ erfuhr die Öffentlichkeit von der Existenz der Schwarzen Reichswehr, deren Stärke Buchrucker allein für den [[Wehrkreis III (Berlin)]] mit 18.000 Mann angab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Führern der Schwarzen Reichswehr in Bayern zählte der Hauptmann und spätere SA-Chef [[Ernst Röhm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fortsetzung der militärischen Ausbildung im engeren Sinne gehörten vor allem die Volkssportschulen, an denen alle Wehrsportgruppen unter Anleitung üben konnten. Es wurde aber auch von 1925 an gezielt der Hochschulsport der Universitäten durch die Bereitstellung von [[Segelflugzeug]]en (die Ausbildung zum Kampfpiloten geht schneller, wenn man schon segelfliegen kann) und an den Technischen Hochschulen durch die Bereitstellung von Segelbooten (die Ausbildung zum Kommandanten eines Kriegsschiffes geht schneller, wenn man als Dipl.-Ingenieur bereits einen Segelschein hat) gefördert. Vor einem ähnlichen Hintergrund wurden auch [[Dual-Use]]-Industrien staatlich stark unterstützt, so die damals nur für eine kleine Minderheit erschwingliche Luftfahrt, bei der die [[Deutsche Lufthansa (Deutsches Reich)|Deutsche Luft Hansa]] vielfach „zivile“ Modelle im Passagier- und Frachtverkehr verwendete, deren Spezifikationen mit jenen vergleichbarer militärischer Modelle identisch oder beinahe identisch waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachtet man die soziale Struktur der einzelnen Mitglieder der Schwarzen Reichswehr, so lässt sich erkennen, dass die Mehrheit der Soldaten aus einfachen Verhältnissen der [[Arbeiterklasse|Arbeiterschaft]] stammten, während ehemalige Offiziere des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] die Führungsrollen übernahmen. Die Ursprünge der Schwarzen Reichswehr liegen bereits bei der [[Freikorps]]bewegung; deshalb wird sie auch als „Kristallisationspunkt“ dieser Bewegung bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard Sauer |Titel=Schwarze Reichswehr und Fememorde |Hrsg=Bernhard Sauer |Auflage=1 |Verlag=Metropol |Ort=Berlin |Datum=2004 |ISBN=978-3-936411-06-5 |Seiten=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies bedeutet, dass sich die verschiedenen Denkrichtungen der Freikorps bei der Schwarzen Reichswehr wiederfinden lassen. Die Schwarze Reichswehr war durch verschiedene Entwicklungen geprägt worden und beinhaltete somit auch ideologische Merkmale der [[Marine-Brigade Ehrhardt]], der [[Kapp-Putsch]]isten, der Kampforganisation von Roßbach und auch der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]]. Daraus lässt sich erkennen, dass die Schwarze Reichswehr eine Vielzahl von rechtsextremen Gedanken übernommen hatte und deshalb als die „Idealform einer rechtsradikalen Organisation“ gilt. Erwähnenswert ist zudem auch, dass viele Angehörige der Schwarzen Reichswehr später ihren Weg in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und die [[Sturmabteilung|SA]] fanden und dort sogar Führungsrollen übernahmen. Deswegen kann die Schwarze Reichswehr als „eine der wichtigsten Vorläuferorganisation des Nationalsozialismus in Norddeutschland“ bezeichnet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ähnliche Verbände im Reich ==&lt;br /&gt;
Vergleichbar wie die Schwarze Reichswehr agierten zum Teil auch:&lt;br /&gt;
* die [[Sturmabteilung|SA]]&lt;br /&gt;
* die [[Marine-Brigade Ehrhardt|Brigade Ehrhardt]] von [[Hermann Ehrhardt]] und die [[Organisation Consul]] als deren Nachfolgeorganisation&lt;br /&gt;
* der [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]]&lt;br /&gt;
* der [[Freikorps Oberland|Bund Oberland]]&lt;br /&gt;
* der [[Bund Reichsflagge]]&lt;br /&gt;
* die Sabotagetrupps der [[Organisation Heinz]] im [[Ruhrgebiet]] gegen die französische Besatzung&lt;br /&gt;
* die [[Einwohnerwehr]]en&lt;br /&gt;
* die [[Georg Escherich#Die „Organisation Escherich (Orgesch)“|Organisation Escherich]]&lt;br /&gt;
* die [[Organisation Kanzler]]&lt;br /&gt;
* die [[Volkssportschule]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zweck dieser Verbände bestand in drei Zielen:&lt;br /&gt;
# Umgehung der Beschränkungen des Versailler Friedensvertrages&lt;br /&gt;
# Aufstellung einer Reservearmee&lt;br /&gt;
# Fortsetzung der militärischen Ausbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jun Nakata: &amp;#039;&amp;#039;Der Grenz- und Landesschutz in der Weimarer Republik 1918–1933. Die geheime Aufrüstung und die deutsche Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Rombach, Freiburg im Breisgau 2002, ISBN 3-7930-9331-X (&amp;#039;&amp;#039;[[Einzelschriften zur Militärgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 41; zugleich: Hamburg, Univ., Diss., 1999).&lt;br /&gt;
* Bernhard Sauer: &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Reichswehr und Fememorde. Eine Milieustudie zum Rechtsradikalismus in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. Metropol Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-936411-06-9 (&amp;#039;&amp;#039;Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin – Reihe Dokumente, Texte, Materialien&amp;#039;&amp;#039; 50); zugleich: Berlin, TU, Diss., 2003.&lt;br /&gt;
* Alexander Dimitrios: &amp;#039;&amp;#039;Weimar und der Kampf gegen „rechts“. Eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039;. 4&amp;amp;nbsp;Bände. Schulz, Ulm 2009, ISBN 978-3-9803191-0-2.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Bauer (Historiker)|Kurt Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialismus. Ursprünge, Anfänge, Aufstieg und Fall.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau/UTB, Wien 2008, ISBN 978-3-8252-3076-0. (z.&amp;amp;nbsp;B. S.&amp;amp;nbsp;99&amp;amp;nbsp;ff.: [http://books.google.de/books?id=n9L1GyROMi0C&amp;amp;pg=PA99&amp;amp;lpg=PA99&amp;amp;dq=%22Schwarze+Reichswehr%22+%22Einwohnerwehren%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=N646_IbQqb&amp;amp;sig=VLwUkGs9jXjBYqLuyfNrJA4_A9A&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CRsuULaGMO754QTci4GAAQ&amp;amp;ved=0CDQQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=%22Schwarze%20Reichswehr%22%20%22Einwohnerwehren%22&amp;amp;f=false books.google.de] Einwohnerwehren, Wehrverbände, Schwarze Reichswehr)&lt;br /&gt;
* [[Arnd Krüger]], Frank von Lojewski: &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Aspekte des Wehrsports in Niedersachsen in der Weimarer Zeit&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hans Langenfeld]], S. Nielsen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Sportgeschichte Niedersachsens&amp;#039;&amp;#039;. Teil&amp;amp;nbsp;2: &amp;#039;&amp;#039;Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. (=&amp;amp;nbsp;Schriftenreihe des [[Niedersächsisches Institut für Sportgeschichte|Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte]], Band 12) Niedersächsisches Institut für Sportgeschichte NISH, Hoya 1998, ISBN 3-932423-02-X, S.&amp;amp;nbsp;124–148.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.heise.de/tp/features/Vorbereitung-auf-den-Nationalsozialismus-3402802.html &amp;#039;&amp;#039;Vorbereitung auf den Nationalsozialismus – „Die Schwarze Reichswehr“ als Mentalitätsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;]. [[Telepolis]]&lt;br /&gt;
* Bernhard Sauer: [http://www.bernhard-sauer-historiker.de/Bernhard_Sauer-Geschichte_der_SA_in_BerlinBrandenburg.pdf &amp;#039;&amp;#039;Goebbels »Rabauken«. Zur Geschichte der SA in Berlin-Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB) In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Landesarchivs Berlin&amp;#039;&amp;#039;, 2006&lt;br /&gt;
* Bernhard Sauer: [http://www.bernhard-sauer-historiker.de/sauer_marsch_auf_berlin.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Schwarze Reichswehr und der geplante Marsch auf Berlin&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 0,3&amp;amp;nbsp;MB) In: &amp;#039;&amp;#039;Berlin in Geschichte und Gegenwart. Jahrbuch des Landesarchivs Berlin&amp;#039;&amp;#039;, 2008.&lt;br /&gt;
* Alexander Dimitrios: [http://www.oberleutnant-schulz.de/#Startseite &amp;#039;&amp;#039;Oberleutnant Schulz 1898–1963 Organisator der „Schwarzen Reichswehr“, Kurzbiographie&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 430&amp;amp;nbsp;kB) März 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=4657518-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paramilitärische Organisation (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwarze Reichswehr| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichswehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1923]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Paintdog</name></author>
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