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	<title>Schwarz-Pappel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schwarz-Pappel&amp;diff=75779&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BrunoBoehmler: /* Erhaltungsmaßnahmen */ Leerzeichen vor/nach Bindestrich korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-12T22:47:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Erhaltungsmaßnahmen: &lt;/span&gt; Leerzeichen vor/nach Bindestrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Schwarz-Pappel&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Populus nigra&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Pappeln&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Populus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Weidengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Salicaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Malpighienartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Malpighiales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Eurosiden I&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Rosiden&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Illustration Populus nigra0.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Schwarz-Pappel (&amp;#039;&amp;#039;Populus nigra&amp;#039;&amp;#039;), Illustration&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarz-Pappel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarzpappel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Populus nigra&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Saarbaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Pappeln]] (&amp;#039;&amp;#039;Populus&amp;#039;&amp;#039;) in der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Weidengewächse]] (Salicaceae). Sie ist in [[Eurasien]] und [[Nordafrika]] weitverbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Populus nigra - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-112.jpg|mini|Illustration aus &amp;#039;&amp;#039;Köhler&amp;#039;s Medizinalpflanzen&amp;#039;&amp;#039; – „&amp;#039;&amp;#039;Schwarzpappel: A männlicher, B weiblicher Blütenzweig, natürl. Grösse; C Blatt von Populus nigra, desgl.; D Zweig mit Knospen, desgl.; E Blatt von Populus italica, desgl.; 1 u. 2 männliche Blüte, vergrössert; 3 Staubgefässe von verschiedenen Seiten, desgl.; 4 Beutel im Querschnitt, desgl.; 5 Pollen, desgl.: 6 weibliche Blüte mit Deckschuppe, desgl.; 7 dieselbe ohne Deckschuppe, desgl.; 8 Fruchtknoten im Längsschnitt, desgl.; 9 derselbe im Querschnitt, desgl.; 10 u. 11 Frucht, desgl.; 12 dieselbe geöffnet, desgl.; 13 Same, desgl.&amp;#039;&amp;#039;“]]&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Schwarz-Pappel wächst als laubabwerfender [[Baum]], der unter günstigen Standortbedingungen Wuchshöhen von bis über 30 Metern, selten bis über 40 Metern erreichen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Monit&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Leitfaden für genetisches Monitoring, Schwarz-Pappel.&amp;#039;&amp;#039; In: Marko Bajc et al.: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch zum Forstgentischen Monitoring.&amp;#039;&amp;#039; Slowenisches Forstinstitut, 2020, ISBN 978-961-6993-68-5, [https://www.awg.bayern.de/mam/cms02/asp/dateien/lifegenmon_leitfaden_pappeln.pdf PDF; 1,8&amp;amp;nbsp;MB] bei Bayerisches Amt für Waldgenetik.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://grazer.at/story/de/grazer-stadtpark-und-schlosspark-eggenberg-reich-3mbEEPGd/ &amp;#039;&amp;#039;Grazer Stadtpark und Schlosspark Eggenberg reich an Baumriesen&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;der Grazer.&amp;#039;&amp;#039; 25. April 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ältere Exemplare der Schwarz-Pappeln sind von mächtigem, knorrigem Wuchs. In Deutschland sind Exemplare mit [[Stammdurchmesser]]n von über 2 Metern bekannt, selten kann ein Durchmesser bis über 3 Metern erreicht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Monit&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lestetardsarboricoles.fr/wordpress/2015/08/18/le-peuplier-noir-la-pouplie-de-boult-sur-suippe-marne/ &amp;#039;&amp;#039;Le peuplier noir « la Pouplie » de Boult-sur-Suippe, Marne&amp;#039;&amp;#039;] auf lestetardsarboricoles.fr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--fr:WP La Pouplie--&amp;gt; Der Stamm weist eine graubraune [[Borke]] mit grober, x-förmiger Struktur auf, die durch quer verlaufende Korkwülste sehr eigenartig ist. Auch die Bildung von [[Angsttrieb|Wasserreisern]] und [[Maserknolle]]n führt oft zu bizarren Stammformen. Die [[Baumkrone]]n sind unregelmäßig aufgebaut und ausladend. Ihre Feinreiser sind nach oben gerichtet und erinnern an Reiserbesen. Schwarz-Pappeln werden durchschnittlich 100 bis 150 Jahre alt; in seltenen Fällen können sie ein Alter von über 300 Jahren, selten bis 400 Jahren erreichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Monit&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Österreichische Garten-Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; Fünfter Jahrg., 1910, S.&amp;amp;nbsp;386.&amp;lt;/ref&amp;gt; Junge Zweige haben einen runden Querschnitt und keine Korkrippen (Unterschied zu Hybridpappeln; siehe unten!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Knospen geht ein süßlicher Geruch aus. Es handelt sich hierbei um ein klebriges Harz ([[Cutin]]), welches Bienen sammeln, um daraus [[Propolis]] herzustellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kosmos2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei allen Pappeln unterscheiden sich die [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] von Lang- und Kurztrieben eines Exemplars erheblich voneinander. Laubblätter an [[Kurztrieb]]en weisen eine [[Raute|rhombische]], an [[Langtrieb]]en eine rhombisch-eiförmige Form auf. Das erste Nebenaderpaar der [[Blattader]]n verzweigt sich direkt am Übergang zwischen Blattstiel und Blattspreite von der Hauptader (Wolterson-Effekt). Artbestimmungen über Blattmerkmale können nur in Baumschulen an vegetativen Nachkommen der zu untersuchenden Altbäume mit so genannten Normblättern durchgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Schwarz-Pappel ist zweihäusig getrenntgeschlechtig ([[Diözie|diözisch]]); es gibt also männliche und weibliche Bäume. Viele Blüten stehen in sogenannten [[Kätzchen]] zusammen, die noch vor dem Austrieb der Laubblätter erscheinen. Die männlichen Kätzchen sind bis zu 12 Zentimeter lang und hängen schlaff herab. Sie haben zwölf bis dreißig [[Staubblatt|Staubblätter]], deren Staubbeutel anfangs purpurrot sind. Die weiblichen Kätzchen sind zur Reife gestreckt. Deutlich erkennbar ist der [[Fruchtknoten]] mit zwei gelben [[Narbe (Botanik)|Narben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 38.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;centered&amp;quot; perrow=&amp;quot;4&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 PopulusNigra.jpg|Alte Schwarz-Pappeln im Winteraspekt an der [[Elbe]]&lt;br /&gt;
 PopulusNigra2.jpg|Echte Schwarz-Pappeln sind oft krumm gewachsen; Baum mit [[Maserknolle]] und unregelmäßiger Borke&lt;br /&gt;
 Schwarzpappelkätzchen.jpg|Männliches Kätzchen&lt;br /&gt;
 Populus nigra sl20.jpg|Weibliches Kätzchen&lt;br /&gt;
 Pemphigus spirothecae 20050831 498.jpg|Galle der [[Spiralgallenlaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Pemphigus spirothecae&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
 PopulusNigra3.jpg|Die Silhouette wirkt viel ungleichmäßiger und knorriger verzweigt als bei Hybriden; sie erinnert mitunter eher an eine Eiche als an eine Hybridpappel&lt;br /&gt;
 2021 10 20 Populus nigra.jpg|Jungpflanzen in der Schwetzinger Hardt&lt;br /&gt;
 Schwarzpappel bei Bad Kissingen.jpg|Schwarz-Pappel mit 6,80 Meter [[Brusthöhendurchmesser|BHU]] bei [[Bad Kissingen]]&lt;br /&gt;
Zwarte populier (Populus nigra), 06-02-2026. (d.j.b.).jpg 04.jpg|Knospe&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensgemeinschaft Schwarz-Pappel ==&lt;br /&gt;
Auf der Schwarz-Pappel entwickeln sich acht heimische Nachtschwärmer, darunter der [[Pappelschwärmer]]. Die Bäume werden auch häufig von gallenerzeugenden [[Insekten]] bewohnt; die [[Spiralgallenlaus]] ist dabei die am häufigsten zu findende Lausart. Ihr Befall bewirkt eine spiralige Drehung und Verdickung des Blattstiels. Es werden häufig die Jungpflanzen von den verschiedenen Insekten als Lebensraum und Nahrungsquelle genutzt. &amp;#039;&amp;#039;[[Chaitophorus leucomelas]]&amp;#039;&amp;#039; ist auch als „Schwarz-Pappel-Blattlaus“ bekannt. In den Blättern minieren die Raupen von &amp;#039;&amp;#039;[[Phyllocnistis extrematrix]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Phyllocnistis unipunctella]]&amp;#039;&amp;#039;. Zu den sich frei bewegenden Raupen an den Blättern der Schwarz-Pappel gehören der [[Zickzackspinner]], der [[Kleiner Gabelschwanz|Kleine Gabelschwanz]], die [[Großkopf-Rindeneule]] und die [[Zackeneule]]. Zu den Blattwespenlarven an Schwarz-Pappeln zählen die [[Gelbe Pappelblattwespe]], &amp;#039;&amp;#039;[[Stauronematus platycerus]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Pristiphora conjugata]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;blad&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Populus nigra range.svg|mini|300px|Verbreitung der Schwarz-Pappel&amp;lt;br /&amp;gt; {{Farblegende|Green|Natürliche Verbreitung}}&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#70A800&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;●&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt; Isolierte Populationen&amp;lt;ref name=&amp;quot;EUFORGEN&amp;quot;&amp;gt;[https://www.euforgen.org/species/populus-nigra/ &amp;#039;&amp;#039;Populus nigra&amp;#039;&amp;#039;, European black poplar] auf EUFORGEN&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die Schwarz-Pappel wächst als Flussbegleiter in den gemäßigten Klimabereichen weiter Teile [[Europa]]s mit Ausnahme von [[Skandinavien]], [[Schottland]], [[Irland (Insel)|Irland]] und Nord[[russland]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;EUFORGEN&amp;quot; /&amp;gt; Sie ist in größeren Beständen an den großen europäischen Flüssen [[Loire]], [[Rhone]], [[Po (Fluss)|Po]], [[Donau]], [[Elbe]], [[Rhein]] und [[Weichsel]] beheimatet. Die Art &amp;#039;&amp;#039;Populus nigra&amp;#039;&amp;#039; ist inzwischen sehr selten geworden. Gemeinhin verwechselt man sie oft mit der Hybriden &amp;#039;&amp;#039;Populus&amp;#039;&amp;#039; × &amp;#039;&amp;#039;canadensis&amp;#039;&amp;#039; (siehe unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwarz-Pappel stellt hohe Ansprüche an [[Licht]] und [[Wärme]]. Ihre Standorte müssen darüber hinaus sehr gut [[Nährstoff (Pflanze)|nährstoff]]- und gut [[wasser]]versorgt sein. Sie besiedelt bevorzugt Kies- und Sand[[Boden (Bodenkunde)|böden]], die gut durchlüftet sind. Bei entsprechenden Bedingungen sind Zuwächse von 1 Meter pro Jahr keine Seltenheit. Kurze periodische [[Überschwemmung]]en stellen kein Problem für das Gedeihen dar. Sie begünstigen sogar ihre Konkurrenzkraft gegenüber den Baumarten der [[Hartholzaue]] wie zum Beispiel den [[Eichen]], [[Ulmen]] oder der [[Gemeine Esche|Esche]]. Bei lang andauernden Überflutungen ist die Schwarz-Pappel allerdings gegenüber den Weidenarten (&amp;#039;&amp;#039;Salix&amp;#039;&amp;#039; spec.) der [[Weichholzaue]] deutlich in ihrer Wuchskraft benachteiligt. Bereiche mit stehendem Wasser werden nicht besiedelt. Dies ist der typische Lebensraum der [[Erlen (Botanik)|Erlen]]. Schwarz-Pappeln sind unempfindlich gegen Überschotterungen und Übersandungen, weil sie am Stamm bis ins hohe Alter neue Wurzeln bilden können. Mechanische Verletzungen durch größeres Treibgut oder auch durch [[Treibeis]] heilen schnell aus. Nach [[Erich Oberdorfer|Oberdorfer]] kommt die Schwarz-Pappel besonders im Übergangsbereich der [[Pflanzengesellschaft]]en vom Salicetum albae zum Querco-Ulmetum vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die Erstveröffentlichung von &amp;#039;&amp;#039;Populus nigra&amp;#039;&amp;#039; erfolgte durch [[Carl von Linné]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Äußere Systematik ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Populus nigra&amp;#039;&amp;#039; wird in die Sektion &amp;#039;&amp;#039;Aigeiros&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Pappeln|Populus]]&amp;#039;&amp;#039; gestellt. Diese Einordnung ist durch [[Morphologie (Biologie)|morphologische]] Merkmale wie durch Analysen von [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]] aus den [[Zellkern]]en abgesichert. Bei Analysen der [[Chloroplast]]en-[[Chloroplasten-DNA|DNA]] wird die Art jedoch zur Sektion &amp;#039;&amp;#039;Populus&amp;#039;&amp;#039; gestellt. Eine mögliche und wahrscheinliche Erklärung dafür ist, dass die Schwarz-Pappel durch eine [[Hybride|Hybridisierung]] entstand, wobei die Mutterart aus der Sektion &amp;#039;&amp;#039;Populus&amp;#039;&amp;#039; und die Vaterart aus der Sektion &amp;#039;&amp;#039;Aigeiros&amp;#039;&amp;#039; kam. Da &amp;#039;&amp;#039;Aigeiros&amp;#039;&amp;#039;-Arten nur in Nordamerika vorkommen, die Schwarz-Pappel jedoch in Europa, wird als spätester Zeitpunkt für die Entstehung die Trennung der beiden Kontinente im [[Miozän]] angesehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hamzeh&amp;quot;&amp;gt;Mona Hamzeh, Selvadurai Dayanandan: &amp;#039;&amp;#039;Phylogeny of Populus (Salicaceae) based on nucleotide sequences of chloroplast TRNT-TRNF region and nuclear rDNA.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Botany&amp;#039;&amp;#039;, Band 91, 2004, S. 1398–1408 [https://bsapubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.3732/ajb.91.9.1398 PDF; 124&amp;amp;nbsp;kB]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innere Systematik ===&lt;br /&gt;
Innerhalb der Art &amp;#039;&amp;#039;Populus nigra&amp;#039;&amp;#039; werden zwei, manchmal auch drei Unterarten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Echte Schwarz-Pappel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Populus nigra&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}} subsp. &amp;#039;&amp;#039;nigra&amp;#039;&amp;#039;), ist im mittleren und südlichen Europa beheimatet und stellt die [[Nominatform]] dar. Zum Verbreitungsgebiet gehört auch noch Südwestasien, wenn nicht als dritte Unterart &amp;#039;&amp;#039;Populus nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;afghanica&amp;#039;&amp;#039; unterschieden wird. Kennzeichnend sind die kahlen (unbehaarten) Sommerblätter. Die dicke, tiefrissige Borke mit den charakteristischen horizontalen Korkwülsten weisen dagegen alle Unterarten auf.&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Birkenblättrige Schwarz-Pappel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Populus nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;betulifolia&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Pursh) W. Wettst.}}, ist im nordwestlichen Europa beheimatet. Die Laubblätter und junge Austriebe sind stärker (aber hinfällig) behaart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem [[17. Jahrhundert]] werden in Europa auch [[Kanadische Schwarz-Pappel]]n (&amp;#039;&amp;#039;Populus deltoides&amp;#039;&amp;#039;) und vor allem [[Bastard-Schwarz-Pappel|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bastard-Schwarz-Pappeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]] (&amp;#039;&amp;#039;Populus&amp;#039;&amp;#039; × &amp;#039;&amp;#039;canadensis&amp;#039;&amp;#039;), die aus Kreuzungen der amerikanischen mit der einheimischen Schwarz-Pappel hervorgegangen sind, angepflanzt. Der Anbau dieser [[Hybride]], von denen etwa 14 verschiedene Sorten (cv) eingesetzt werden, erfolgt bis in die heutige Zeit aus ökonomischen Gründen. Die Massenleistung ist erheblich größer und die Qualität des Stammholzes ist durch den geraden Wuchs günstiger als die der [[Autochthone Art|autochthonen]] Echten Schwarz-Pappel. Hybrid-Pappeln haben in der Regel eine gleichmäßiger längsgefurchte Borke ohne horizontale Korkwülste. Auch ihre jungen Triebe weisen – im Gegensatz zu Schwarz-Pappeln – Korkrippen auf. Eine Unterscheidung nach dem äußeren Erscheinungsbild ist manchmal aber nur schwierig möglich. Über moderne genetische Methoden können Schwarz-Pappeln und deren Hybriden eindeutig identifiziert werden. Bastard-Schwarz-Pappeln haben die autochthone Nominatform fast überall verdrängt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Birgit Ziegenhagen, Silke Gneuss, Georg Rathmacher, Ilona Leyer |Titel=A fast and simple genetic survey reveals the spread of poplar hybrids at a natural Elbe river site |Sammelwerk=Conservation Genetics |Band=9 |Nummer=2 |Verlag=Springer |Ort=Berlin, Heidelberg, New York |Datum=2008-04 |ISSN=1566-0621 |Seiten=373–379 |Sprache=en |Online=https://www.researchgate.net/publication/226887867_A_fast_and_simple_genetic_survey_reveals_the_spread_of_poplar_hybrids_at_a_natural_Elbe_river_site |Format=PDF |KBytes= |Abruf=2021-01-15 |DOI=10.1007/s10592-007-9349-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Vanden Broeck, V. Stormeb, J.E. Cottrellc, W. Boerjanb,E. Van Bockstaeled, P. Quataerta, J. Van Slycken |Titel=Gene flow between cultivated poplars and native black poplar(Populus nigraL.): a case study along the riverMeuse on the Dutch–Belgian border |Sammelwerk=Forest Ecology and Management |Band=197 |Nummer=1–3 |Verlag=Elsevier |Datum=2004-08-11 |ISSN=0378-1127 |Seiten=307–310 |Sprache=en |Online=http://www.ask-force.org/web/EPOBIO/VandenBroeck-Geneflow-2004.pdf |Format=PDF |KBytes= |Abruf=2021-01-15 |DOI=10.1016/j.foreco.2004.05.021}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestandssituation ==&lt;br /&gt;
In [[Deutschland]] wird die ursprüngliche Wildform der Schwarz-Pappel in den [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Listen]] der Farn- und [[Bedecktsamer|Blütenpflanzen]] bundesweit als „gefährdet“ eingestuft. Die beiden wichtigsten Ursachen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vernichtung des natürlichen Lebensraums und damit auch Vernichtung des natürlichen Regenerationsraums.&lt;br /&gt;
* Mögliche [[Introgression]] mit der Hybridpappel (&amp;#039;&amp;#039;Populus × canadensis&amp;#039;&amp;#039;), die großflächig in Plantagen angebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde die Schwarz-Pappel zum [[Baum des Jahres]] 2006 gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.baum-des-jahres.de/baeume-1989-2020/die-schwarz-pappel/ |titel=Die Schwarz-Pappel – Baum des Jahres 2006 |werk=Baum des Jahres |hrsg=Dr. Silvius Wodarz Stiftung |datum=2006 |abruf=2021-01-14 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210205011859/https://www.baum-des-jahres.de/baeume-1989-2020/die-schwarz-pappel/ |archiv-datum=2021-02-05 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit soll einerseits auf die Seltenheit der genetisch noch unverfälschten Exemplare aufmerksam gemacht werden – es werden landesweit nur noch einige Tausend solcher Bäume vermutet –, andererseits auch auf die Bedrohung der Biotope in [[Flussaue]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 500 Individuen konnten für das Jahr 2006 in Nordrhein-Westfalen gezählt werden. Davon befanden sich allein 103 am Niederrhein im [[Kreis Wesel]]. Der [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]] wird zum ursprünglichen Verbreitungsgebiet der Schwarz-Pappel gezählt. In Westfalen sind die Vorkommen der Echten Schwarz-Pappel insbesondere im [[Westfälischer Hellweg|Hellweggebiet]], dort vor allem in der Stadt [[Dortmund]], im [[Kreis Unna]] und im [[Kreis Soest]] anzutreffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LOEBF&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Schmitt, Andreas Scheible, Lydia Schulze |Hrsg=Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten, Recklinghausen |Titel=Schwarz-Pappeln in NRW |Sammelwerk=LÖBF Mitteilung |Nummer=3 |Datum=2006 |ISSN=0947-7578 |Seiten=24–29 |Online=[http://www.lanuv.nrw.de/veroeffentlichungen/loebf/loebf_mitteilungen/2006/loebfmit_200603.pdf Online] |Format=PDF |KBytes=3600 |Abruf=2012-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Städten und Kreisen wurden die Bestände an Schwarz- und Hybridpappeln seit Jahren systematisch dezimiert bis hin zum vollständigen Kahlschlag von Alleen und Baumreihen an Wegen und Gewässern. Begründet wird dies damit, dass neben der Verkehrssicherungspflicht Pappeln als minderwertig oder nicht ursprünglich heimische Arten angesehen werden. Neupflanzungen erfolgen, wenn, durch andere Baumarten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=reesi50 |url=https://pappeln.wordpress.com/2012/11/22/nicht-warten-bis-die-letzte-pappel-gefallt-ist/ |titel=Nicht warten, bis die letzte Pappel gefällt ist |werk=Pappeln |datum=2012-11-22 |sprache=de-DE |abruf=2023-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Carsten Sommerfeld |url=https://rp-online.de/nrw/staedte/juechen/naturschutz-in-juechen-hybridpappeln-werden-erst-einmal-nicht-gefaellt_aid-52968641 |titel=Naturschutz in Jüchen: Pappeln bleiben vorerst stehen |datum=2020-08-29 |sprache=de |abruf=2023-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eindrucksvolle Exemplare der Schwarzpappel findet man beispielsweise am [[Schkeuditzer Kreuz]], westlich der Autobahn bei [[Leipzig]]. Aber auch hier handelt es sich nur um wenige Bäume. Ihr unbelaubter Habitus erinnert eher an eine Eiche als an eine Pappel.&lt;br /&gt;
Ein sehr altes Exemplar ist die [[Babisnauer Pappel]] bei [[Babisnau]], in der Nähe von Dresden. Weitere beeindruckende Schwarz-Pappeln im Alter von etwa 170 Jahren finden sich in einer Allee in Bliestorf, Schleswig-Holstein, südlich von Lübeck. Im Koblenzer Stadtteil [[Koblenz-Neuendorf|Neuendorf]] steht der 1812 gepflanzte [[Hüttchesbaum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erhaltungsmaßnahmen ==&lt;br /&gt;
Die Einstufung der Schwarz-Pappel in die [[Rote Liste gefährdeter Arten|Rote Listen der vom Aussterben bedrohten Pflanzenarten]] veranlasste verschiedene Akteure, sich für den Erhalt und Schutz dieser Art einzusetzen. Unter anderem engagierten sich verschiedene staatliche Stellen der Forstverwaltung, beispielsweise die Hessische Landesanstalt für Forsteinrichtung, Waldforschung und Waldökologie,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Horst Weisgerber u.&amp;amp;nbsp;a. |Hrsg=Horst Weisgerber |Titel=Die Schwarzpappel. Probleme und Möglichkeiten bei der Erhaltung einer gefährdeten heimischen Baumart. Vorträge und Poster anläßlich des Symposiums am 13. und 14. Mai 1998 in Hann. Münden. |Sammelwerk=Forschungsberichte der Hessischen Landesanstalt für Forsteinrichtung, Waldforschung und Waldökologie |Band=24 |Verlag=Hessische Landesanstalt für Forsteinrichtung, Waldforschung und Waldökologie |Ort=Hann. Münden |Datum=1998}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die Landesforstanstalt Eberswalde&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans-Friedrich Joachim |Hrsg=Landesforstanstalt Eberswalde &amp;amp; Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Brandenburg |Titel=Die Schwarzpappel (Populus nigra L.) in Brandenburg |Sammelwerk=Eberswalder forstliche Schriftenreihe |Band=11 |Datum=2000 |ISBN=3-933352-32-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das [[Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (Brandenburg)|Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz in Brandenburg]], das [[Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft|Bayerische Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Monika Konnert |Hrsg=Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft |Titel=Die Bayerischen Schwarzpappelvorkommen |Sammelwerk=LWF Wissen |Band=64 |Ort=Freising |Datum=2010 |ISSN=0945-8131 |Online=https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/service/dateien/w64_schwarzpappel.pdf |Format=PDF |KBytes= |Abruf=2021-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Conrad Fink |Hrsg=LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg |Titel=Ehrenamtliches Engagement – Erhaltung und Erforschung der Schwarz-Pappel in Süddeutschland |Sammelwerk=Naturschutz-Info |Nummer=1–2 |Ort=Karlsruhe |Datum=2015 |Seiten=10–15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung]] ließ in mehreren Projekten die Bestände seltener Baumarten erfassen, darunter auch die der Schwarz-Pappel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wanda Kramer, Ute Krömer |Hrsg=Bundesanstalt für Landwirtschaft un Ernährung |Titel=Erfassung der genetischen Ressourcen der Schwarz-Pappel in Deutschland |Ort=Eberswalde |Datum=2007-07-16 |Online=https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads/DE/Projektfoerderung/BiologischeVielfalt/ProjektberichtSchwarzpappel.pdf |Format=PDF |KBytes= |Abruf=2021-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch verschiedene Akteure des privaten Naturschutzes kümmerten sich um den Erhalt dieser Baumart, so etwa der NABU Landesverband Sachsen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=NABU-Landesverband Sachsen e.&amp;amp;nbsp;V. |Titel=Die Schwarzpappel und ihre Lebensräume in Sachsen, Dokumentation der  gleichnamigen NABU-Fachtagung |Ort=Kloster Riesa |Datum=2013-09-28 |Online=http://www.schwarzpappel-sachsen.de/files/tb_schwarzpappel_2013_web.pdf |Format=PDF |KBytes= |Abruf=2021-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Privatinitiative im Naturschutzgebiet [[Zonser Grind]] bei Dormagen-Zons oder der Arbeitskreis zur Erhaltung der Neckar-Schwarzpappel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Arbeitskreis zur Erhaltung der Neckar-Schwarzpappel |url=https://www.energie-klimaschutz.de/projekte/umweltprojekte/ |titel=Umweltprojekte |hrsg=Stiftung Energie und Klimaschutz |abruf=2021-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Hartholzaue des [[Naturschutzgebiet Garstadter Holz|Naturschutzgebiets Garstadter Holz]] am [[Main]] wurden im Jahr 2016 insgesamt 180 Schwarzpappeln neu gepflanzt, nachdem zuvor mit Gentests der Typus der umliegenden Schwarz-Pappeln als europäisch bestimmt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Horst Fröhling |url=https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/180-schwarzpappeln-gepflanzt-art-9205312 |titel=180 Schwarzpappeln gepflanzt |werk=[[Main Post]] |datum=2016-04-26 |abruf=2021-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Vielfältig sind auch die [[Heilkunde|heilkundlichen]] Erzählungen über die Pappel. Im [[2. Jahrhundert]] empfahl der griechische Arzt [[Galenos|Galen]] eine Salbe aus den lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Oculi populi arboris&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Gemmae populi arboris&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 149.&amp;lt;/ref&amp;gt; und frühneuhochdeutsch noch &amp;#039;&amp;#039;alberbros&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Frühneuhochdeutsches Wörterbuch: [https://fwb-online.de/lemma/alberbros.s.2n alberbros].&amp;lt;/ref&amp;gt; genannten Knospen der Schwarz-Pappel gegen Entzündungen. Die Pappelsalbe (&amp;#039;&amp;#039;Unguentum populi&amp;#039;&amp;#039;) bzw. das Pappelöl (&amp;#039;&amp;#039;olium populinum&amp;#039;&amp;#039;) wurde aus den harzig klebrigen Knospen (vor allem der Schwarzpappel) zubereitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]] &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 350 (&amp;#039;&amp;#039;Alberproß&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;oculi populi&amp;#039;&amp;#039;) und S. 350 (&amp;#039;&amp;#039;Alberbroßöl&amp;#039;&amp;#039;, ein Arzneiöl aus dem &amp;#039;&amp;#039;[[Antidotarium Nicolai]]&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Martin: &amp;#039;&amp;#039;Die ‚Ulmer Wundarznei‘. Einleitung – Text – Glossar zu einem Denkmal deutscher Fachprosa des 15. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1991 (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 52), ISBN 3-88479-801-4 (zugleich Medizinische Dissertation Würzburg 1990), S. 112 (&amp;#039;&amp;#039;alberbroz&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; Solche Salben finden auch heute noch Verwendung als schmerzstillender Balsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Laienärztin [[Hildegard von Bingen]] (1098–1179) empfahl, Säuglinge mit blauen Flecken in Pappelblätter zu hüllen; bei Gicht sollte ihr zufolge ein warmes Bad mit frischer Pappelrinde helfen. Arzneien auf Pappelbasis sollten wirksam sein gegen Ischias- und Ohrenschmerzen oder Harndrang.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jens Voss |url=https://rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/krefeld-am-niederrhein-verschwindet-die-pappel_aid-36476893 |titel=Landschaftsprägendes Element am Niederrhein: „Die Ära der Pappel ist zu Ende“ |abruf=2019-12-27 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das glatte [[Holz]] der Schwarz-Pappel gilt als das wertvollste unter den heimischen Pappeln und ist bei Skulpturenschnitzern sehr beliebt. Gleichwohl ist Pappelholz derzeit am Markt das billigste Holz überhaupt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe ==&lt;br /&gt;
Als pharmakologisch wirksame Inhaltsstoffe konnten einige Verbindungen identifiziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle |url=https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/wissenstransfer/dateien/w52-schwarzpappel-in-der-heilkunde.pdf |titel=Die Schwarzpappel in der Heilkunde |abruf=14. August 2025 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ätherische Öle]]&lt;br /&gt;
** [[Caryophyllene]], eine Gruppe von [[Sesquiterpene]]n&lt;br /&gt;
** [[Cadinene]], die ebenfalls zu den Sesquiterpenen gehören&lt;br /&gt;
* [[Glycoside#Phenolglycoside oder Phenylglycoside|Phenylglycoside]]&lt;br /&gt;
** [[Salicin]], das im Darm zu [[Glucose]] und [[Salicylalkohol]] gespalten wird. Der Salicylalkohol wird in der Leber zu [[Salicylsäure]] oxidiert.&lt;br /&gt;
** Tremulacin und Populin, die ebenfalls Salicylalkohol freisetzen können&lt;br /&gt;
* [[Flavonoide]]&lt;br /&gt;
** [[Apigenin]] und Chrysin&lt;br /&gt;
* [[Tannine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zuchtformen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;Italica&amp;#039;: Dies ist die bekannte [[Pyramidenpappel]] oder „Italienische Pappel“, die in [[Mitteleuropa]] häufig gepflanzt wird. Bei dieser stets männlichen Form verzweigt sich der Stamm im Unterschied zur Nominatform schon kurz oberhalb des Erdbodens und die Äste wachsen senkrecht aufwärts, so dass sie einen schmalen, manchmal säulenartigen [[Habitus (Biologie)|Habitus]] aufweist. Der Ursprung dieser Sorte wird in [[Turkestan]] oder [[Perserreich|Persien]] vermutet.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;Italica Femina&amp;#039;: Diese stets weibliche Zuchtform wird oft auch [[Pyramidenpappel]] genannt, Näheres siehe dort.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;Plantierensis&amp;#039;: Diese Form ist 1855 in Metz entstanden. Sie hat einen ähnlichen Habitus wie die Pyramidenpappel &amp;#039;Italica&amp;#039;, unterscheidet sich von dieser jedoch durch behaarte Blattstiele und Zweige, die im Laufe des Sommers verkahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Michael Tautenhahn, Burkhard Witt, Ralf Kätzel, Sonja Löffler, Frank Becker |Hrsg=Landesforstanstalt Eberswalde und Stiftung Wald in Not |Titel=Leitfaden zur Initiierung von Auwäldern mit der Europäischen Schwarz-Pappel (Populus nigra L.) |Ort=Görlitz |Datum=2007-06 |Online=https://www.dbu.de/ab/DBU-Abschlussbericht-AZ-21784.pdf |Format=PDF |KBytes= |Abruf=2021-01-14}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft |Titel=Beiträge zur Schwarzpappel |Sammelwerk=LWF Wissen |Band=52 |Ort=Freising |Datum=2006 |Online=https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/service/dateien/lwf-wissen-52-gesamt.pdf |Format=PDF |KBytes= |Abruf=2021-01-16}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Schwarzpappel}}&lt;br /&gt;
{{Commons|Populus nigra|Schwarz-Pappel (&amp;#039;&amp;#039;Populus nigra&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4204300-1}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|4451}}&lt;br /&gt;
* {{BiolFlor|2390}}&lt;br /&gt;
* {{BIB|4451}}&lt;br /&gt;
* {{InfoFlora|ID=597|WissName=Populus nigra L. s.&amp;amp;nbsp;str.|Abruf=2015-10-02}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [https://www.blumeninschwaben.de/Hauptgruppen/pop_blatt_drei.htm#Schwarz-%20Pappel Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;).]&lt;br /&gt;
* {{IUCN |Year= 2016.3 |ID= 63530 |ScientificName= Populus nigra |YearAssessed= 2007 |Assessor= Participants of the FFI/IUCN SSC Central Asian regional tree Red Listing workshop, Bishkek, Kyrgyzstan (11.–13. Juli 2006) |Download= 25. Dezember 2016 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kosmos2013&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank Hecker u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Der Kosmos 2013 Tier- und Pflanzenführer: 1000 Arten, 4000 Abbildungen |Datum=2013 |Seiten=325}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt;[[Erich Oberdorfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S.&amp;amp;nbsp;301.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;blad&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |url=https://bladmineerders.nl/host-plants/plantae/spermatopsida/angiosperma/eudicots/superrosids/rosids/fabids/malpighiales/salicaceae/populus/populus-nigra/ |publisher=bladmineerders.nl |title=Populus nigra, host plant species |author=Willem N. Ellis |access-date=2021-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Baum des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|27. Oktober 2005|10327013}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4204300-1|LCCN=sh88001698}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pappeln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum des Jahres (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BrunoBoehmler</name></author>
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