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	<title>Schwanenberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schwanenberg&amp;diff=324043&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Vorlagen-fix (Commonscat)</title>
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		<updated>2025-08-17T09:18:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlagen-fix (Commonscat)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Ortsteil von Erkelenz. Für den gleichnamigen Ortsteil von Suchdol in Tschechien siehe [[Labutice]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Schwanenberg&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Erkelenz&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = CoA Schwanenberg.png&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/06//N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 06/16//E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-NW&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 83 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 5.90&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 1640&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2020-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;EinwohnerErkelenz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1972-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 41812&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 02431&lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
| Bild                   = Erkelenz-Schwanenberg Denkmal-Nr. 270, Schwanenberger Platz 20 (3893).jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Pfarrhof Schwanenberg, erbaut 1722&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwanenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Stadt [[Erkelenz]] ([[Kreis Heinsberg]], ehemals [[Kreis Erkelenz]]) in der niederrheinischen Tiefebene, in der Nähe der Stadt [[Mönchengladbach]] gelegen. Bis zur kommunalen Neugliederung im Jahre 1972 war Schwanenberg eine eigenständige Gemeinde, die die Ortsteile &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lentholt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grambusch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; –&amp;amp;nbsp;letzteres Dorf nur zur Hälfte&amp;amp;nbsp;– mit einschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Schwanenberg liegt am Nordrand der Erkelenzer [[Börde]], am Übergang zur Schwalm-Nette-Platte, einem Teilgebiet des [[Niederrheinisches Tiefland|Niederrheinischen Tieflandes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher soll die [[Schwalm (NRW)|Schwalm]] in Schwanenberg entsprungen sein, führte doch ein Wasserlauf vom [[Pastorat]] zum heutigen Beginn des Baches bei Geneiken (Gendyk).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbardörfer ===&lt;br /&gt;
==== Lentholt ====&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lentholt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Coordinate |text=DMS |NS=51/05/54.00/N |EW=6/16/25.00/E |type=city |region=DE-NW |name=Lentholt}}) liegt südlich von Schwanenberg. Die Bebauung der Ortschaften geht nahtlos ineinander über. 1312 wurde &amp;#039;&amp;#039;Lenthout&amp;#039;&amp;#039; in einer Urkunde genannt, 1473 wurde der Ortsnamen als &amp;#039;&amp;#039;Lentholt&amp;#039;&amp;#039; niedergeschrieben. Lentholt gehörte wie Schwanenberg zur Reichsherrschaft Wickrath. Das Dorf lag in der Pfarre Schwanenberg und nahm ebenfalls die Reformation an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den [[Jüdischer Friedhof (Schwanenberg)|jüdischen Friedhof Schwanenberg]] in Lentholt erinnert u. a. ein [[Gedenkstein]]. Er ist die vierte Station der [[Route gegen das Vergessen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Ortsnamen]] ist das Wort &amp;#039;&amp;#039;Lint&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Linde&amp;#039;&amp;#039;). enthalten. &amp;#039;&amp;#039;Holt&amp;#039;&amp;#039; bedeutet Gehölz, Wald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Genhof ====&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Coordinate |text=DMS |NS=51/05/59.00/N |EW=6/15/28.00/E |type=city |pop=241 |region=DE-NW |name=Genhof}}) befindet sich westlich von Lentholt. Zwischen den Orten lag die Genhofer Windmühle. Der Ort hat 225 Einwohner (Stand 31.&amp;amp;nbsp;Dezember 2020).&amp;lt;ref name=&amp;quot;EinwohnerErkelenz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1467 wurde &amp;#039;&amp;#039;geyn Have&amp;#039;&amp;#039; erstmals urkundlich erwähnt. 1568 erscheint der Ort als &amp;#039;&amp;#039;den Hoven&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus heutiger Sicht [[Prekariat|prekären]] Lebensbedingungen in Genhof Mitte des 18. Jahrhunderts werden 1959 in einem interessanten Aufsatz von Peter Gotzes geschildert.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Gotzes: &amp;#039;&amp;#039;Von Kaffeebohnen und anderen Dingen in Genhof.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Heimatkalender der Erkelenzer Lande.&amp;#039;&amp;#039; 1959, S. 155 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Präfix]] &amp;#039;&amp;#039;Gen&amp;#039;&amp;#039; im Ortsnamen ist ein Rest aus [[Präposition]] und [[Artikel (Wortart)|Artikel]] (an gen = an dem, den).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Genfeld ====&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Coordinate |text=DMS |NS=51/06/20.00/N |EW=6/15/05.00/E |type=city |pop=97 |region=DE-NW |name=Genfeld}}) erscheint 1560 in einer Urkunde als &amp;#039;&amp;#039;uff den veldt&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;auf dem Feld&amp;#039;&amp;#039;). Der Ort hat 116 Einwohner (Stand 31.&amp;amp;nbsp;Dezember 2020).&amp;lt;ref name=&amp;quot;EinwohnerErkelenz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf lag teils in der Reichsherrschaft Wickrath und teils im Herzogtum Jülich. Diese Einteilung blieb unter der französischen Herrschaft von 1794 bis 1814 und auch zunächst in der preußischen Zeit bestehen. Damals gehörte es teils zur Bürgermeisterei Schwanenberg und teils zur Bürgermeisterei Wegberg. Anfang des 19. Jahrhunderts war die Bevölkerung fast vollständig reformiert und gehörte zur evangelischen Gemeinde Schwanenberg. Bis zur Neugliederung 1972 blieb das Dorf aber kommunaltechnisch noch gespalten. Daraus ergaben sich einige Kuriositäten: So unterschieden sich die telefonischen Vorwahlen innerhalb des Ortes und die Kinder des Dorfes besuchten zwei unterschiedliche Schulen – die „Schwanenberger“ gingen in die Schwanenberger Volksschule, die „Wegberger“ in die Geneikener. „Die Schulen genossen ein höchst unterschiedliches Prestige: ‚Die Schwanenberger waren die Schlauen, die Geneikener die Doofen‘, erläutert Angelika Zohren. Hintergrund: Die Schule in Geneiken war in sehr radikaler Weise einzügig – Klasse eins bis acht in einer einzigen Klasse versammelt.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Genfelder feiern heute 40 Jahre Einheit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Post.&amp;#039;&amp;#039; (Erkelenzer Zeitung) 8. Dezember 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwanenberg Tranchot.jpg|mini|Kartenausschnitt „Mairie de Schwanenberg“, um 1806]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gebiet von Schwanenberg lassen sich Funde aus der [[Steinzeit]] und der [[Römisches Reich|Römerzeit]] nachweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Der Name hat seinen Ursprung in dem Namen des [[Bach (Gewässer)|Bachs]], der hier früher entsprang – die [[Schwalm (Maas)|Schwalm]]. Bei der erstmaligen urkundlichen Erwähnung 1312 hieß der Ort &amp;#039;&amp;#039;Schwalenbricht&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
1427 wurde das Dorf &amp;#039;&amp;#039;Swalenbergh&amp;#039;&amp;#039; genannt, diesen Namen findet man auch auf einer [[Kirchenglocke]] von 1754, diese weist die Inschrift &amp;#039;&amp;#039;Schwalenbergae&amp;#039;&amp;#039; auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Grundwort]] -berg kann zwei Bedeutungen haben, einmal tatsächlich [[Berg]], schon leichte Erhebungen können in dieser flachen Landschaft so bezeichnet werden. Das Wort könnte aber auch die Bedeutung [[Burg]] besitzen. Das [[Beiwort]] Schwalm kommt vom [[mittelhochdeutsch]]en Wort &amp;#039;&amp;#039;swal&amp;#039;&amp;#039; ‚Quelle, schwellendes Wasser‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die evangelische Gemeinde ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Evangelische Kirche (Schwanenberg) (1).jpg|mini|Evangelische Pfarrkirche Schwanenberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Besetzung des Rheinlands durch [[Napoléon Bonaparte|Napoleon]] war Schwanenberg Teil der [[Quadt]]’schen [[Reichsfreiherrschaft]] [[Wickrath]] und damit eine [[protestantisch]]e [[Enklave]] mit [[Reformierte Kirche|reformiertem]] Bekenntnis im ansonsten [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]] Umland. Bis heute bekennt sich die Mehrheit der Bevölkerung Schwanenbergs zur protestantischen Konfession und ist die Geschichte der Gemeinde Schwanenberg eng mit der Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Schwanenberg verknüpft, was beispielsweise die Namensgebung einer Straße im Neubaugebiet „An der Schlei“ in „August-Wirtz-Platz“ in Erinnerung an den Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Schwanenberg (bis 1969) signalisiert. Allerdings ist die Kirchengemeinde stets größer als die Gemeinde Schwanenberg gewesen und umfasste auch die Dörfer [[Kehrbusch]], [[Flassenberg]], [[Isengraben]], [[Rath-Anhoven]] (nur zu einem kleinen Teil), Hoven, [[Golkrath]], [[Gerderhahn]], [[Geneiken]]. In der napoleonischen Zeit gehörte Schwanenberg als eigenständige Gemeinde ([[Maire]]) zum Departement Roer ([[Rur]]). Nach der Niederlage Napoléons und der anschließenden Annektierung zum Königreich [[Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwanenberger Kirche in der Ortsmitte trägt zur Südseite hin einen Grundstein aus dem Jahre 1547.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ekir&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfänge der noch heute existierenden evangelischen Schule in Schwanenberg (heute: Evangelische Gemeinschaftsgrundschule Schwanenberg) liegen um 1600, die frühestes Nachricht ist datiert von 1607. Dem Dorfbrand 1777 fiel auch das Schulgebäude zum Opfer, das jedoch noch im selben Jahr wieder aufgebaut wurde. Zur 1792 vorgeschlagenen Erweiterung der Schule kam es erst 1821. Während der französischen Besatzung soll es neben der Schule in Grambusch auch vorübergehend eine kleine Schule in Genhof gegeben haben. Zur Finanzierung der Schulerweiterung wurde ein Grundstück am „Judenkirchhof“ in Lentholt gerodet und der Erlös des Holzverkaufs für den Anbau verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Josef Lennartz: &amp;#039;&amp;#039;Das Elementarschulwesen des 19. Jahrhunderts im heutigen Stadtgebiet Erkelenz.&amp;#039;&amp;#039; Erkelenz 1984, S. 235–244.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen der anhaltend hohen Schülerzahlen wurde 1858 in Geneiken eine weitere Schule für einen Teil Genfelds und für Geneiken gebaut. Die Schule in Grambusch bestand bereits seit 1787.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Voss: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Schule in Grambusch. Festschrift zum 150jährigen Bestehen der Schule am 9. Januar 1937.&amp;#039;&amp;#039; Erkelenz 1936.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein neues Schulhaus wurde im Jahr 1821 gebaut, das allerdings schon dreißig Jahre später (1851) durch ein stattliches Haus zwischen den beiden Dorfstraßen ersetzt wurde und das noch heute an der „Schulgasse“ besteht (In Grambusch 19).&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Lennartz: &amp;#039;&amp;#039;Das Elementarschulwesen des 19. Jahrhunderts im heutigen Stadtgebiet Erkelenz.&amp;#039;&amp;#039; Erkelenz 1984, S. 121–126.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Paul Gerhard Aring]] war vom 1. Februar 1970 bis 31. Dezember 1978 Pfarrer der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die jüdische Gemeinde ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jüdischer Friedhof Schwanenberg, Lentholt.jpg|mini|Jüdischer Friedhof in Lentholt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwanenberg beherbergte vom 17. Jahrhundert bis zum Jahre 1938 auch eine [[Kehillah|jüdische Gemeinde]], die über eine [[Synagoge]] am Lindches Weg und einen [[Jüdischer Friedhof|Friedhof]] im Ortsteil Lentholt verfügte. Zwar noch kein eigenes Schulgebäude, aber „Jüdischen Unterricht“ gab es mindestens seit 1821 in Form von Privatunterricht. Die jüdische Gemeinde gehörte von 1808 bis 1847 zum [[Consistoire Krefeld|Konsistorium Krefeld]]. Ab 1860 gab es Überlegungen, eine israelische Schule in Schwanenberg einzurichten. Ab 1870 gab es einen Kantor und Religionslehrer für die Synagogengemeinde Geilenkirchen-Heinsberg-Erkelenz, der mindestens 40 Kinder unterrichtete („Jüdische Religionsschule Erkelenz-Schwanenberg“). Zwanzig Jahre später wurden noch um die 20 Kinder unterrichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Lennartz: &amp;#039;&amp;#039;Das Elementarschulwesen des 19. Jahrhunderts im heutigen Stadtgebiet Erkelenz.&amp;#039;&amp;#039; Erkelenz 1984, S. 233f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Ende des 19. Jahrhunderts setzte eine Abwanderung der jüdischen Bevölkerung in die Städte und Großstädte ein. Um 1900 wurden in der Schwanenberger Schule von 118 Schülern 8 Schüler jüdischen Glaubens unterrichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Lennartz: &amp;#039;&amp;#039;Das Elementarschulwesen des 19. Jahrhunderts im heutigen Stadtgebiet Erkelenz.&amp;#039;&amp;#039; Erkelenz 1984, S. 243.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1930 lebten nur noch wenige Juden in Schwanenberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Novemberpogrome 1938]] wurde die Inneneinrichtung der Synagoge durch die [[Hitlerjugend]] Schwanenberg und [[NSDAP]]-Mitgliedern aus Erkelenz zerstört und geschändet. Das Holz der Inneneinrichtung wurde von der Bevölkerung als Brennholz genutzt, nach und nach das ganze Gebäude abgerissen. Auf dem jüdischen Friedhof wurden alle [[Mazewa|Grabsteine]] zerstört, entwendet und von Landwirten zur Befestigung ihrer Hofeinfahrten verwendet. Die jüdischen Bürger wurden vertrieben oder [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Initiativen des evangelischen Pfarrers [[Paul Gerhard Aring]] (1926–2003) während seiner Amtszeit 1970–1979 zu einer Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit und mit dem christlich-jüdischen Dialog generell wurden von der Bevölkerung mit großem Vorbehalt und vielen Vorwürfen zur Kenntnis genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Reiner Andreas Neuschäfer: &amp;#039;&amp;#039;Paul Gerhard Aring.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band XXXVI (2015) und Reiner Andreas Neuschäfer: &amp;#039;&amp;#039;„Neuorientierung“ – Paul Gerhard Aring (1926–2003) und sein Ringen um einen christlich-jüdischen Dialog. Annäherungen an eine Mission gegen Judenmission und ihre biographischen Prämissen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes.&amp;#039;&amp;#039; 65, 2016, S. 202–222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst eine sorgsame und seelsorgerlich orientierte theologische Fundierung der Fragen um Judentum und Unrecht durch Arings Nachfolger Pfarrer [[Erich Walter Fuchs]] (1932–2007) legten die Basis für eine intensivere Beschäftigung innerhalb der ev. Kirchengemeinde seit den 1990er Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003 wurde am Ehrenmal an der Evangelischen Kirche eine Gedenktafel zur Erinnerung an die jüdische Gemeinde und am Lindches Weg am ehemaligen Standort der Synagoge eine [[Gedenktafel]] angebracht. Im Ortsteil Lentholt liegt der jüdische Friedhof. Hier befindet sich seit 2010 eine Gedenktafel der Erkelenzer [[Route gegen das Vergessen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezirksausschuss und Presbyterium einigten sich Mitte 2005 darauf, dass in Zusammenhang mit dem nächsten zu erschließenden Baugebiet im Bereich Schwanenberg eine Straße nach der jüdischen Familie Leyens benannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Eberl: &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Leben in Schwanenberg.&amp;#039;&amp;#039; (unveröffentlichter Vortrag), S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2014 erhielt dann im Baugebiet „Tichelkamp“ eine Straße den Namen „Leyensring“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ratsinfo.erkelenz.de/bi/to020.asp?TOLFDNR=9646 Bezirksausschuss Schwanenberg]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 28. August 2016 wurde in einer feierlichen Zeremonie das Straßenschild offiziell geweiht, hierzu waren Angehörige der Familie aus Irland eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Jüdischer Friedhof (Schwanenberg)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ab 1945 ===&lt;br /&gt;
Amerikanische Soldaten des 334. Regiments der 84. Infanterie-Division der [[Ninth United States Army|9. US-Armee]] nahmen am 26. Februar 1945 Schwanenberg während der [[Operation Grenade]] nach Überquerung der Rur ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erfolgte ein Zuzug von [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]] Bürgern nach Schwanenberg, es bildete sich die katholische Kapellengemeinde Schwanenberg, die ein eigenes Kirchengebäude im Ort wünschte. 1963 wurde die Kirche St. [[Severin von Köln|Severin]] eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1972 wurde Schwanenberg nach Erkelenz eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=307}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während bei Ende des Zweiten Weltkriegs nur wenige Bürger römisch-katholischen Glaubens in der evangelischen Enklave Schwanenberg wohnhaft waren, beläuft sich seit 2010 das konfessionelle Verhältnis auf jeweils die Hälfte römisch-katholischer und evangelischer Christen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Das [[Gemeinde]]wappen von 1969 zeigt im unteren Feld einen aufrecht stehenden [[Schwäne|Schwan]] auf einem Berg. Dieses Motiv entstammt einem alten Schöffenssiegel von ca. 1750. Im oberen Feld liegt ein [[Zinne]]nbalken, als Symbol für die ehemalige, [[Reichsunmittelbarkeit|reichsunmittelbare]] [[Herrschaft (Territorium)|Herrschaft]] [[Wickrath]]. Der Schwan findet sich auch in dem Wappen der Wickrather Herrschaftsfamilie von [[Quadt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.erkelenz.de/de/Stadtarchiv/stadtarchiv.html |text=Stadtarchiv Erkelenz |wayback=20110719000908}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Sehenswürdigkeiten ===&lt;br /&gt;
* Schwanenberger Markt&lt;br /&gt;
* Evangelische Kirche von 1547&lt;br /&gt;
* Bauernhöfe aus [[Fachwerkhaus|Fachwerk]]&lt;br /&gt;
* Pastorat&lt;br /&gt;
* Plastik &amp;#039;&amp;#039;Schwalmquelle&amp;#039;&amp;#039; von der Bildhauerin Ursula Klügel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmäler in Erkelenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereine ===&lt;br /&gt;
* Turnverein 1924 Schwanenberg&lt;br /&gt;
* SV „Schwarz-Weiß“ Schwanenberg e.&amp;amp;nbsp;V. (von 1931)&lt;br /&gt;
* Evangelischer Kirchenchor Schwanenberg&lt;br /&gt;
* Evangelischer Posaunenchor Schwanenberg&lt;br /&gt;
* Freiwillige Feuerwehr Schwanenberg/[[Geneiken]]&lt;br /&gt;
* B. B. – Bitburger Borussen (Fanclub vom Fußballclub [[Borussia Mönchengladbach]])&lt;br /&gt;
* Heimatverein Grambusch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In Grambusch befindet sich eine Fahrrad-[[Manufaktur]], die [[Pedersen (Fahrrad)|Pedersen-Fahrräder]] herstellt, hinzu kommt eine Baumschule sowie eine große Zahl mittelständischer Handwerksbetriebe. Die Landwirtschaft hat an Bedeutung verloren, nur noch wenige landwirtschaftliche Betriebe existieren im Gebiet der ehemaligen Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Infrastruktur ===&lt;br /&gt;
* [http://www.egs-schwanenberg.de/ Evangelische Grundschule Schwanenberg]&lt;br /&gt;
* Evangelischer Kindergarten Schwanenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehrsanbindung ===&lt;br /&gt;
* Autobahnanbindung zur A46 ca. 4 km&lt;br /&gt;
* Anbindung zur B57 ca. 3 km&lt;br /&gt;
* Nächster Bahnhof in [[Erkelenz]] ca. 4 km&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Aachener Verkehrsverbund|AVV]]-Buslinien 405 und 418 der [[WestVerkehr]] verbinden Schwanenberg wochentags mit Erkelenz, [[Wegberg]], [[Wassenberg]] und [[Heinsberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem verkehrt der Multi-Bus seit dem 9. Juni 2024 kreisweit erweitert und zu einheitlichen Bedienzeiten. Mehr Informationen gibt es bei WestVerkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Linie&lt;br /&gt;
! Verlauf&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf AVV|405}}&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf AVV|418}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gustav Voss: &amp;#039;&amp;#039;Schwanenberg 1558–1958. Zur 400jahrfeier der Reformation&amp;#039;&amp;#039;. Evangelische Kirchengemeinde, Erkelenz 1958.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Gustav Voss&lt;br /&gt;
   |Titel=Schwanenberg. Bilder einer Gemeinde in Vergangenheit und Gegenwart&lt;br /&gt;
   |Verlag=Evangelische Kirchengemeinde Schwanenberg&lt;br /&gt;
   |Ort=Erkelenz&lt;br /&gt;
   |Datum=1972&lt;br /&gt;
   |DNB=963981161}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.erkelenz.de/ Website der Stadt Erkelenz]&lt;br /&gt;
* [http://www.limburg-bernd.de/DenkErk/Denkmalblatt.htm Denkmale in der Stadt Erkelenz]&lt;br /&gt;
* [http://www.limburg-bernd.de/Kirchen%20und%20Kapellen%20im%20Kreis%20Heinsberg/KapellenErk.htm Kirchen und Kapellen in der Stadt Erkelenz]&lt;br /&gt;
* [http://www.wdr.de/studio/aachen/lokalzeit/serien/dorf/schwanenberg.jhtml Film über Schwanenberg und Grambusch] [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EinwohnerErkelenz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.erkelenz.de/dokumente/tourismus-und-kultur/gliederung-der-stadt/2020-fortschreibung-bevoelkerungsstand-am-31.12.2020.pdf&lt;br /&gt;
 |titel=Fortschreibung Bevölkerungsstand am 31.12.2020&lt;br /&gt;
 |werk=erkelenz.de&lt;br /&gt;
 |hrsg=Stadt Erkelenz&lt;br /&gt;
 |datum=2020-12-31&lt;br /&gt;
 |format=PDF; 230&amp;amp;nbsp;kB&lt;br /&gt;
 |abruf=2021-02-20}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ekir&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://schwanenberg.ekir.de/gemeinde/wir-ueber-uns/&lt;br /&gt;
 |titel=Wir über uns – Unsere Wurzeln&lt;br /&gt;
 |werk=schwanenberg.ekir.de&lt;br /&gt;
 |hrsg=Ev. Kirchengemeinde Schwanenberg&lt;br /&gt;
 |abruf=2021-02-23&lt;br /&gt;
 |zitat=Sie trägt zur Südseite hin einen Grundstein aus dem Jahre 1547 und ist mit ihrer einfachen und klar strukturierten Inneneinrichtung ein Kleinod der gotischen Bauweise.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Erkelenz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7546121-3|VIAF=6431149235107576690000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Erkelenz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Heinsberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1972]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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