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	<title>Schwallungen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T20:48:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schwallungen&amp;diff=342134&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sommerhitze: /* Einwohnerentwicklung */ Wert 2022 korrigiert, Werte 2023 und 2024 ergänzt</title>
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		<updated>2025-10-22T13:19:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einwohnerentwicklung: &lt;/span&gt; Wert 2022 korrigiert, Werte 2023 und 2024 ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = Wappen Schwallungen.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 50/41/33/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 10/21/27/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Schwallungen in SM.png&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Thüringen&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Schmalkalden-Meiningen&lt;br /&gt;
|Verwaltungsgemeinschaft = Wasungen-Amt Sand&lt;br /&gt;
|Höhe              = 270&lt;br /&gt;
|PLZ               = 98590&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 036848, 036968 (Eckardts), 036940 (Schwarzbach)&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 16066064&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE SWU&lt;br /&gt;
|Straße            = Lindenhöhe 10&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.schwallungen.de/ www.schwallungen.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Jan Heineck&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel = Bürgermeister&lt;br /&gt;
|Partei            = parteilos&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwallungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Gemeinde im [[Landkreis Schmalkalden-Meiningen]] in [[Thüringen]]. Sie gehört der [[Verwaltungsgemeinschaft Wasungen-Amt Sand]] an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt [[Wasungen]] hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwallungen-Werra-CTH.JPG|miniatur|296px|Werra in Schwallungen mit Mühlbach-Einmündung]]&lt;br /&gt;
Schwallungen liegt im mittleren [[Werra]]tal zwischen [[Thüringer Wald]] und [[Rhön]]. Zur Kreisstadt [[Meiningen]] beträgt die Entfernung etwa 15 Kilometer (Luftlinie) und in die Kernstadt von [[Schmalkalden]] etwa 8 Kilometer (Luftlinie). Die Geologie der Umgebung wird vom Unteren [[Buntsandstein]] mit seiner wasserführenden Lettenschicht ([[Tonschiefer]]) geprägt. In der Umgebung des Ortes können zahlreiche Quellen genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich auf dem Gipfel der [[Möckerser Höhe]] ({{Höhe|486.7|DE-NN}}), der tiefste Punkt liegt am Werraufer ({{Höhe|258.2|DE-NN}}).&amp;lt;ref name=&amp;quot;TK10-6&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor= | Herausgeber=Thüringer Landesvermessungsamt | Titel=Amtliche topographische Karten Thüringen 1:10.000. LK Schmalkalden-Meiningen, LK Hildburghausen, LK Sonneberg, Kreisfreie Stadt Suhl |Sammelwerk=CD-ROM Reihe Top10| Band= CD&amp;amp;nbsp;6 | Verlag= | Ort=Erfurt | Jahr=1999 |Seiten= |ISBN= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als höchste Berge und Erhebungen sind auch der [[Hengstberg (Schwallungen)|Hengstberg]] ({{Höhe|471.0|DE-NN}}) bei Schwarzbach, der &amp;#039;&amp;#039;Oberer Vogelherd&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|465.0|DE-NN}}) bei Zillbach, der [[Röhrberg]] ({{Höhe|456.6|DE-NN}}) bei Eckardts, der Forstort &amp;#039;&amp;#039;Zehnbuchen&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|448.0|DE-NN}}) und der &amp;#039;&amp;#039;Kirschberg&amp;#039;&amp;#039; bei Schwallungen ({{Höhe|450.4|DE-NN}}) erwähnenswert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TK10-6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gewässernetz ist stark gegliedert und Bestandteil des Einzugsgebietes der [[Werra]].&lt;br /&gt;
Als orographisch rechter Zufluss der Werra mündet in der Ortslage Schwallungen der [[Körnebach (Werra)|Körnebach]] in die Werra. An seinem Oberlauf wurden mehrere Fischteiche und Wiesen angelegt.&lt;br /&gt;
Als orographisch linke Zuflüsse sind die Bäche [[Schwarzbach (Werra)|Schwarzbach]], [[Schambach (Werra)|Schambach]], [[Zillbach (Werra)|Zillbach]], und [[Rosabach]] bedeutend. Für landwirtschaftliche Zwecke wurde am Mittellauf der Schambach der Speicher Eckardts errichtet, an diesem Flüsschen befinden sich auch die &amp;#039;&amp;#039;Schildbachsmühle&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Lückmühle&amp;#039;&amp;#039;. In der Werraaue entstand nahe beim Windenhof der &amp;#039;&amp;#039;Windenteich&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TK10-6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemeindegliederung Schwallungen.png|miniatur|300px|Gemeindegliederung (2012)]]&lt;br /&gt;
Zur Gemeinde Schwallungen gehören die Ortsteile [[Eckardts]], [[Windenhof (Schwallungen)|Windenhof]], [[Schwarzbach (Schwallungen)|Schwarzbach]] und [[Zillbach (Schwallungen)|Zillbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Angrenzende Gemeinden (alle im Landkreis Schmalkalden-Meiningen) sind [[Friedelshausen]], [[Rosa (Thüringen)|Rosa]], [[Roßdorf (Thüringen)|Roßdorf]], die Stadt [[Schmalkalden]], die Stadt [[Wasungen]] und [[Wernshausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Staatliche Zugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
Der Hauptort Schwallungen ging aus einer [[Franken (Volk)|fränkischen]] Siedlung hervor und wurde 788 als &amp;#039;&amp;#039;Swollunga&amp;#039;&amp;#039; erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte in dieser Zeit zum ostfränkischen [[Grabfeld]]gau. Gaugraf Matto verschenkte 788 Eigengüter in &amp;#039;&amp;#039;Swollunga&amp;#039;&amp;#039; an das [[Kloster Fulda]]. Der Ortsname &amp;#039;&amp;#039;Swollunga&amp;#039;&amp;#039; bedeutet nach örtlicher Überlieferung so viel wie  „Wohnort der Sippe am schwallenden Wasser“. Im Jahr 795 schenkten auch &amp;#039;&amp;#039;Egilof&amp;#039;&amp;#039; als ein freier Bauer und im Jahr 874 die adelige &amp;#039;&amp;#039;Kunihild&amp;#039;&amp;#039; weitere Grundstücke an dieses Kloster. Die Schenkungsurkunde Kunihilds von 874 erwähnt neben Schwallungen auch [[Wasungen]] und [[Schmalkalden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens seit dem 11. Jahrhundert traten die [[Grafen von Henneberg]] mit ihrer [[Wasungen (Adelsgeschlechter)|Wasunger]] Nebenlinie und nach 1230 mit der Stammlinie als Landesherren in Erscheinung. Schwallungen, das noch 1340 zur [[Herrschaft Schmalkalden]] gehörte, zahlte 1493 seine Steuern bereits nach [[Wasungen]], nachdem die Grafen von Henneberg-Schleusingen in zähem Kampf Landeshoheit für das Amt und Blutgerichtsbarkeit für die [[Amt Wasungen|Zent Wasungen]] errungen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Aussterben der Henneberger folgten als Erben die zum Haus [[Wettiner|Wettin]] gehörenden Herzöge der [[Ernestinische Herzogtümer|Ernestinischen Herzogtümer]]. Es kam in der Folge zu weiteren Teilungen, aus denen 1680 das [[Herzogtum Sachsen-Meiningen]] entstand. Die Schwallunger Gerichtsbarkeit wurde noch bis 1619 von der [[Amt Schmalkalden|Cent Schmalkalden]] ausgeübt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwallungen gehörte bis zur Abdankung des Meininger Fürstenhauses und der folgenden Neugründung des Landes Thüringen zum „[[Meininger Unterland]]“ im Herzogtum Sachsen-Meiningen und war ab 1922 dem [[Landkreis Meiningen]] zugegliedert. Schwallungen feierte 1988 seine 1200-jährige Ersterwähnung. 1992 erfolgte die Eingemeindung des Ortsteils Zillbach und 1994 wurden auch Eckardts und Schwarzbach eingemeindet. Am 1. Januar 2012 trat die Gemeinde der [[Verwaltungsgemeinschaft Wasungen-Amt Sand]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OrtschronikOnline&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Durch die vorgefundene Geländetopographie blieb die Siedlung Schwallungen auf das hier kaum zwei Kilometer breite Werratal mit seinen nach Norden und Osten flach geneigten Hängen beschränkt, die landwirtschaftlichen Nutzflächen waren gering und hemmten das Wachstum des Ortes.&lt;br /&gt;
Noch im Spätmittelalter bestand Schwallungen aus drei Ortskernen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Niederschwallungen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Altschwallungen&amp;#039;&amp;#039; (heute Windenhof)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Oberschwallungen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Neuschwallungen&amp;#039;&amp;#039; (heute Oberdorf)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unterschwallungen&amp;#039;&amp;#039; (an der Bachstraße).&amp;lt;ref name=&amp;quot;OrtschronikOnline&amp;quot;&amp;gt;{{internetquelle |hrsg=Gemeindeverwaltung Schwallungen |url=http://www.schwallungen.de/inhalt/dorf/ge_schwallungen.asp |titel=Geschichte von Schwallungen (Auszug) |datum=2012 |abruf=2012-12-08 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130604162345/http://www.schwallungen.de/inhalt/dorf/ge_schwallungen.asp |archiv-datum=2013-06-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der heutigen Gemarkung gingen auch die ortsnah gelegenen Höfe &amp;#039;&amp;#039;Oberkörnbach&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Niederkörnbach&amp;#039;&amp;#039; als [[Wüstung]]en auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walch1810&amp;quot;&amp;gt;[http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10022728_00206.html &amp;#039;&amp;#039;Schwallungen.&amp;#039;&amp;#039;] In: Ernst Julius Walch: &amp;#039;&amp;#039;Historische, statistische, Geographische und topographische Beschreibung der Königlich- und Herzoglich-Sächsischen Häuser und Lande überhaupt und des Sachsen-Coburg-Meiningischen Hauses und dessen Lande insonderheit.&amp;#039;&amp;#039; Schneider und Weigel, Nürnberg 1811, S. 174–177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das älteste noch existierende Gebäude in Schwallungen wird seit alters als &amp;#039;&amp;#039;[[Kemenate Schwallungen|Kemenate]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet und stammt, belegt durch zwei [[Chronogramm]]e über den Haupteingängen, aus dem Jahr 1537. Der als [[Wohnturm]] errichtete Steinbau gilt bereits als Nachfolger einer älteren, im Kern fränkischen Burganlage auf der Anhöhe im Zentrum des Ortes, die auch die heutige, um 1612 geweihte Kirche trägt. Bis 1570 war die Schwallunger Kirchgemeinde der Pfarrei von [[Wasungen]] unterstellt, im Ort gab es bereits früh eine Filialkirche.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kirchenburg Schwallungen}}&lt;br /&gt;
Von der ehemaligen Burg sind bisher wenige Nachrichten bekannt: ein Edler &amp;#039;&amp;#039;Sigfried von Schwallungen&amp;#039;&amp;#039; wurde schon 1057 erwähnt, als er dem Kloster Fulda mit Bestätigung der kaiserlichen Kanzlei Güter übergab. Spätestens seit dem 11. Jahrhundert traten die [[Grafen von Henneberg]] mit ihrer Wasunger Stammlinie als Landesherren in Erscheinung. Die Ortsadeligen von Schwallungen wurden hennebergische Lehnsleute. Das sogenannte „Rittergut“ war als der adelige Haupthof von Oberschwallungen entstanden und befand sich zunächst im Eigenbesitz der Herren von Schwallungen, ab 1319 &amp;#039;&amp;#039;von Laure&amp;#039;&amp;#039;, von 1343 bis 1383 im Besitz des Ritters &amp;#039;&amp;#039;Wolfram Schrimpf&amp;#039;&amp;#039;. Der befestigte Wohnturm wurde im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] stark beschädigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Bienert: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Burgen in Thüringen. 430 Burgen, Burgruinen und Burgstätten.&amp;#039;&amp;#039; Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 267.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zum Rittergut umgewandelte Hofanlage bei der Kemenate wurde bis in das 20. Jahrhundert bewirtschaftet und erfuhr noch zahlreiche Besitzerwechsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwallungen-Kirche.jpg|miniatur|hochkant|Die evangelische Dorfkirche]]&lt;br /&gt;
Für die Beteiligung der Schwallunger am Bauernkrieg im Frühjahr 1525 sollte der Ort eingeäschert werden, die Strafe wurde in eine Geldbuße umgewandelt. Bereits 1512 war Niederschwallungen schwer verwüstet worden, die Bewohner siedelten sich deshalb in Oberschwallungen an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OrtschronikOnline&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der an einer Heerstraße gelegene Ort musste im Dreißigjährigen Krieg schwere Rückschläge hinnehmen. Die Einwohnerzahl wurde auch durch eingeschleppte Seuchen und die dauerhafte Flucht beeinflusst. Nach der Überlieferung lebten zum Ende dieses Krieges nur noch fünf Familien im Dorf. Die Verluste wurden durch Zuzug aus anderen Teilen des Herzogtums ausgeglichen.&lt;br /&gt;
Ein vermögender Angehöriger der herzoglichen Verwaltung, Johann Christian Hartung aus Meiningen, begründete 1695 den Hof „die Winde“ in der wüst gefallenen Flur von Niederschwallungen. Der heute noch als Windenhof bekannte Ortsteil bestand zunächst aus zwei Wohnhäusern und landwirtschaftlichen Nebengebäuden. Hartung erhielt für geleistete Verdienste sogar eine Abgaben- und Steuerbefreiung über einen langen Zeitraum gewährt. Später wurde der Windenhof von einem Herrn von Buttlar aufgekauft, bevor er im 19. Jahrhundert von Schwallunger Bauern gekauft und aufgeteilt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walch1810&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Dorfes nach den Verheerungen des Siebenjährigen Krieges berichtet Walch:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Schwallungen (mit Inbegriff des Windehofs und des Papiergewerks,&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist eine Papiermühle.&amp;lt;/ref&amp;gt; 115 Häuser, 180 Haushaltungen und 673 Seelen), ein […] Pfarrdorf an der Landstraße mit einem Freyhof und einem Sachsen-Weimar und Eisenachischen Söhn- und Tochterlehnbaren Ritterguth, welches nebst dem größten Theil der 2 Wüstungen Ober- und Unterkörnbach dem […] Herrn Johann Heinrich Bleymüller zu Stadt Schmalkalden gehört, der deshalb auf den Landtagen zu Meiningen erscheint. Es sind da auch zwei sehr gesuchte Einkehrhäuser und außer der Mahlmühle im Dorfe, die Bachmühle genannt, 2 Mahlmühlen an der Werra, […] es wohnen da außer 53 Ackerleuten, 1 Gewehrhändler, 1 Orgelbauer […], 1 Kunstdrechsler, 3 Branntweinbrenner, 56 Handwerker – z.&amp;amp;nbsp;B. 9 Metzger, 8 Weber, 9 Schneider, 2 Schuhmacher, 6 Wagner, 7 Schmiede, 3 Maurer, 4 Schreiner, 3 Büttner, 1 Häfner, mehrere Gesellen und einige Lehrlinge.|ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walch1810&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehrsgeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwallungenblick.jpg|miniatur|hochkant=1.65|Blick auf das Ortszentrum]]&lt;br /&gt;
Als Werraanlieger hatte für Schwallungen die ab 1400 erstmals erwähnte Brücke (zunächst aus Holz) eine große strategische Bedeutung. Die sicher mehrfach durch Eisgang und Hochwasser beschädigte und stets erneuerte Brücke musste 1757 auf Anordnung der Reichsarmee demontiert werden. Ob man bis zum Ende des Siebenjährigen Krieges auf Fähren (Fößen) angewiesen war, ist nicht überliefert. Im Jahr 1927 wurde der Bau einer Betonbrücke über die Werra vorgenommen. Auch diese Brücke wurde im Jahr 1945 aus militärischen Gründen zerstört.&lt;br /&gt;
Die jährlich erwarteten Überschwemmungen der Flussaue kosteten Unsummen, daher bewilligte die Landesregierung von Sachsen-Meiningen im Jahr 1855 den Bau eines Schutzdammes am linken Werraufer und die Errichtung einer als „Hochstraße“ bezeichneten Chaussee vom westlichen Brückenkopf der Werrabrücke zum Talrand mit Anbindung der Straße nach Schwarzbach. Als letzte Ausbaumaßnahme der Werra wurde um 1894 das Werrawehr erneuert. Der Eingriff hatte die Einstellung der Werraflößerei zur Folge, allerdings konnte die etwa zeitgleich errichtete Werrabahn den Holztransport im Werratal übernehmen. Seit der Jahrhundertwende erfolgte der fortwährende Ausbau der Ortsstraßen, nachdem bereits im 19. Jahrhundert die Hauptstraße als Teil der Meininger Chaussee modernisiert wurde. Der berechtigten Forderung nach einer Umgehungsstraße zur Verkehrsentlastung folgten ab 2005 erste Bauarbeiten und am 20. Dezember 2007 die offizielle Freigabe der Ortsumgehung für Schwallungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OrtschronikOnline&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schwallungen hat einen [[Haltepunkt]] an der [[Bahnstrecke Eisenach–Lichtenfels]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftliche Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Für die wirtschaftliche Entwicklung wurde im 19. Jahrhundert die Einführung des Tabakanbaus bedeutend. Der Ort war stets landwirtschaftlich geprägt und besaß ein Rittergut, die Mehrzahl der landwirtschaftlichen Betriebe im Ort galten als Kleinbauern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Rittergut zerschlagen. 1950 erfolgte die Gründung der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft „Karl Marx“ (als LPG Typ-1).&amp;lt;ref name=&amp;quot;OrtschronikOnline&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Entwicklung der Lebensverhältnisse im Dorf waren Brandschutz und Trinkwasserversorgung stets von großer Wichtigkeit. Die erste Feuerspritze erhielt 1787 ein auf Kosten der Gemeinde errichtetes Spritzenhauses. Der Ort Schwallungen wurde am 8. November 1894 von einem Großfeuer heimgesucht, dabei wurde über die Hälfte des Ortes in Schutt und Asche gelegt. Eine erste zentrale Wasserversorgung mit öffentlichen Laufbrunnen konnte mit dem Wiederaufbau des Ortes im Jahr 1896 in Betrieb genommen werden, nach und nach verschwanden damit die zahlreichen alten Dorfbrunnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung der Reformation hatte zugleich die schulische Bildung der Dorfbevölkerung gefördert. Die erste Dorfschule entstand vermutlich schon vor dem Dreißigjährigen Krieg, ein Neubau ist 1682 durch Rechnungen belegt. Nach dem Großbrand wurde auch ein neues Schulgebäude erforderlich. In der DDR-Zeit war die Bildungspolitik ein elementarer Bestandteil des Herrschaftssystems, mit großem propagandistischen Worten wurde jeder Schulneubau begrüßt. 1961 erfolgte die Umwandlung der Schule in die 10-klassige Polytechnische Oberschule „Friedrich Engels“. Von 1991 bis 2005 hatte Schwallungen sogar ein „Werratal-Gymnasium“. In diesem Zusammenhang erhielt der Ort 1995 staatliche Förderung beim Bau der Drei-Felder-Sporthalle und Einweihung eines umgebauten [[Feuerwehrhaus]]es.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OrtschronikOnline&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1900 begann der Ort stark zu wachsen, mit der Besiedlung des ehemaligen Lerchenfeldes, wurde der Ortsteil „Brückenfeld“ gebildet. In den 1980er Jahren erfolgte die Fertigstellung des neuen „Kultur- und Sportzentrums“ auf den „Heubachswiesen“. Nach der Wende begann die Erschließung eines 30 Hektar großen Gewerbegebietes an der [[Bundesstraße 19]]. Dort hatte sich ein Möbelhaus als Großinvestor angesiedelt, dessen Hauptgebäude am 18. Juli 2002 bei einem Feuer schwer beschädigt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OrtschronikOnline&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Am 1. April 1992 wurde [[Zillbach (Schwallungen)|Zillbach]] eingemeindet, am 25. Februar 1994 folgten [[Eckardts]] und [[Schwarzbach (Schwallungen)|Schwarzbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Entwicklung der Einwohnerzahl:&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;20%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1933 - 1.403&lt;br /&gt;
* 1939 - 1.458&lt;br /&gt;
* 1994 - 2.943&lt;br /&gt;
* 1995 - 2.977&lt;br /&gt;
* 1996 - 2.959&lt;br /&gt;
* 1997 - 2.926&lt;br /&gt;
* 1998 - 2.899&lt;br /&gt;
* 1999 - 2.878&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;20%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2000 - 2.855&lt;br /&gt;
* 2001 - 2.827&lt;br /&gt;
* 2002 - 2.841&lt;br /&gt;
* 2003 - 2.812&lt;br /&gt;
* 2004 - 2.800&lt;br /&gt;
* 2005 - 2.748&lt;br /&gt;
* 2006 - 2.691&lt;br /&gt;
* 2007 - 2.644&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;20%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2008 - 2.644&lt;br /&gt;
* 2009 - 2.595&lt;br /&gt;
* 2010 - 2.554&lt;br /&gt;
* 2011 - 2.507&lt;br /&gt;
* 2012 - 2.456&lt;br /&gt;
* 2013 - 2.397&lt;br /&gt;
* 2014 - 2.360&lt;br /&gt;
* 2015 - 2.368&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;20%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2016 - 2.355&lt;br /&gt;
* 2017 - 2.341&lt;br /&gt;
* 2018 - 2.271&lt;br /&gt;
* 2019 - 2.269&lt;br /&gt;
* 2020 - 2.260&lt;br /&gt;
* 2021 - 2.223&lt;br /&gt;
* 2022 - 2.234&lt;br /&gt;
* 2023 - 2.202&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;20%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2024 - 2.172&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
:&amp;lt;small&amp;gt; Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik – Werte vom 31. Dezember&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Die Kommunalwahl vom 26. Mai 2019 mit einer Wahlbeteiligung von 64,5 % (2014: 55,2 %) führte zu folgendem Ergebnis für die Zusammensetzung des Gemeinderates&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&amp;amp;wJahr=2014&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=066&amp;amp;gemnr=66064 Gemeinderatswahl 2014 in Thüringen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&amp;amp;wJahr=2019&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=066&amp;amp;gemnr=66064 |titel=Gemeinderatswahl 2019 in Thüringen |abruf=2021-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{| cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%; background:#e3e3e3; border-spacing:1px; white-space:nowrap;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; bgcolor=&amp;quot;#ccddee&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Partei / Liste || Stimmenanteil 2019 || Sitze 2019&lt;br /&gt;
|Stimmenanteil 2014&lt;br /&gt;
|Gewinn/Verlust 2019 zu 2014&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; bgcolor=&amp;quot;#ffffff&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] || 64,2 % || 9&lt;br /&gt;
|59,6 %&lt;br /&gt;
| +4,6 %&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; bgcolor=&amp;quot;#ffffff&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] || -- || -&lt;br /&gt;
|11,7 %&lt;br /&gt;
| −11,7 %&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; bgcolor=&amp;quot;#ffffff&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | VWG Eckardts || 19,0 % || 3&lt;br /&gt;
|19,1 %&lt;br /&gt;
| −0,1 %&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; bgcolor=&amp;quot;#ffffff&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | VWG Schwarzbach || 16,7 % || 2&lt;br /&gt;
|9,6 %&lt;br /&gt;
| +6,1 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partnerschaft ===&lt;br /&gt;
* [[Hilders]], [[Landkreis Fulda]], [[Hessen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Kühnhold]] (1903 – 1992), Physiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.schwallungen.de/ Website der Gemeinde Schwallungen]&lt;br /&gt;
* [https://cms.vg-wasungen.de/vgw/schwallungen/ Gemeinde Schwallungen bei der Verwaltungsgemeinschaft Wasungen Amt-Sand]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Schmalkalden-Meiningen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4441410-9}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwallungen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Schmalkalden-Meiningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 788]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sommerhitze</name></author>
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